Digitale Teilhabe spielt auch im Alter zunehmend eine wichtige Rolle. Denn neue Technologien durchdringen alle Lebensbereiche, sie können den Verbleib in der Häuslichkeit bis ins hohe Alter erleichtern und die Vernetzung mit Familie, Freiwilligen und Fachkräften verbessern.
Von sozial orientierten Technologien werden Menschen im Alter gerade im ländlichen Raum profitieren, ohne gezielte Förderung und Beratung geht es jedoch nicht. Unterschiedliche Projekte bieten in Schleswig-Holstein bereits Schulung und Beratung an. Diese werden durch z.B. durch Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Volkshochschulen, bürgerschaftlich organisierte Gruppen, Seniorenbeiräte, Medienprojekte angeboten.
Jedoch adressiert landes- bzw. bundesweit kaum ein Projekt den expliziten Kontakt zu (älteren) Menschen, die von sich aus nicht den Weg in diese Schulungsangebote finden. Ziel des Projektes ist es, hier neue Zugangswege zu finden und zu eröffnen, die bei (älteren) Menschen Scheu, schlechte Mobilität, Angst vor Neuem oder Unwissenheit über den Nutzen von digitaler Technik überwinden. Durch mehr Prävention sollen die Menschen dabei unterstützt werden, länger selbstbestimmt in der heimischen Umgebung zu leben. Niedrigschwellige, aktivierende Angebote mit Schwerpunkt Digitaler Hilfen für ältere Menschen ohne Krise, Erkrankung oder Gefährdung sollen die Lücke schließen zwischen Prävention und Versorgung.
Das weiter im Aufbau befindliche Netzwerk soll mit dem seit Mitte 2025 laufenden Projekt „Digitale Gesandte“ beim Sozialverband SH bzw. in zwei SoVD Modellregionen verknüpft werden und von den gemachten Erfahrungen lernen.
Die „eingeloggt“ Woche, die in Kooperation mit der Körberstiftung im März 2026 statt gefunden hat, hat bereits gezeigt, wie groß sowohl der Bedarf als auch die Angebotslandschaft in Schleswig-Holstein bereits ist.
Nähere Informationen sind unter www.sovd-sh.de/digitale-gesandte oder in Zukunft unter www.digitale-gesandte-sh.de abrufbar.
