Weiterlesen Jedoch ist bei der Suche nach palliativgeriatrischen Angeboten Vorsicht geboten, da die von den Anbieter*innen versprochenen Dienstleistungen und deren Standards nicht immer der Realität entsprechen. Darüber hinaus klagen Angehörige oftmals über eine unübersichtliche Aufbereitung der Informationen, mangelnde Transparenz und ein Übermaß an Bürokratie. Das Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie, das sich für die Belange der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen einsetzt, wird am 2. Oktober von 9 bis 18 Uhr die 21. Fachtagung der palliativen Geriatrie ausrichten. Die Veranstaltung findet seit 2005 jährlich in Berlin statt und beschäftigt sich intensiv mit der optimalen Gestaltung der palliativgeriatrischen Pflege mit Blick auf die Bedürfnisse sowohl der Patient*innen als auch der Angehörigen. Ebenso wird über die notwendige Anpassung der Versorgungsstrukturen sowie die Sensibilisierung für unseriöse Angebote diskutiert. Unter der Schirmherrschaft von Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wird eine Vielzahl an Referent*innen aus den Bereichen Forschung und Gesundheit erwartet. Diese werden den Teilnehmenden überwiegend in Form von Vorträgen ihre Erkenntnisse vermitteln. So geht es beispielsweise um Gewalt in der Pflege, assistierten Suizid und die Zusammenarbeit mit Bestattungsunternehmen, aber auch ethisch-moralische Aspekte im Zusammenhang mit der palliativen Geriatrie werden thematisiert. Daneben ist auch eine knapp einstündige Diskussionsrunde geplant, die unter dem Motto „Leben und Sterben in Würde: Alles nur schöner Schein?“ steht. Das gesamte Programm der Veranstaltung ist online abrufbar. Dort finden sich auch Informationen zum genauen Veranstaltungsort, zu Kooperations- und Fachpartnern und allen Sponsoren sowie die Kontaktdaten des Veranstalters. Für eine Teilnahme vor Ort werden 134 Euro fällig, es besteht allerdings auch die Möglichkeit, für 89 Euro der Veranstaltung per Videokonferenz beizuwohnen. Außerdem steht ein Anmeldeformular zur Verfügung.
Zivilgesellschaft
Weiterlesen Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und das Kompetenznetz Einsamkeit haben einen Wettbewerb ausgerufen, der dieses Jahr erstmalig stattfinden und sich explizit dem Thema Einsamkeit widmen soll. Der Deutsche Gemeinschaftspreis 2026 wird insgesamt zwölf Projekten und Angeboten mit einem gemeinschaftsfördernden Profil verliehen. Kommunale Gruppierungen, Institutionen und Vereine, aber auch Verbände und Gewerkschaften können sich bis zum 16. August mit einem Beitrag gegen Einsamkeit bewerben. Um möglichst viele potenzielle Teilnehmer*innen anzusprechen, wird die Preisverleihung in vier Kategorien unterteilt: Kommunen und öffentliche Einrichtungen, zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement, Wirtschaft und Arbeitswelt sowie Angebote für schwer erreichbare Zielgruppen. In jeder dieser Kategorien werden jeweils die ersten drei Plätze am 2. Dezember in Berlin durch das BMBFSFJ mit bis zu 3.000 Euro ausgezeichnet. Darüber hinaus können die Gewinner*innen mit weiterer Unterstützung seitens der Veranstalter*innen und medialer Aufmerksamkeit rechnen. Das Kompetenznetz Einsamkeit wird gemeinsam mit dem BMBFSFJ in einer Vorauswahl aus den eingereichten Beiträgen pro Kategorie die zehn besten ermitteln. Eine fünfköpfige Jury, deren Mitglieder sich auf politischer und/oder wissenschaftlicher Ebene umfangreich mit Einsamkeit beschäftigt haben, wird anschließend die jeweiligen Sieger*innen bestimmen. Bewerbungen, die gegen die Richtlinien verstoßen, werden nicht weiter berücksichtigt. Eingereichte Projekte sollten über eine möglichst große Reichweite verfügen, sich an eine klar abzugrenzende Zielgruppe richten, ein innovatives Profil besitzen (Originalität und realistische Umsetzung) und in der Praxis kompetent strukturiert sein. Das Hauptkriterium liegt jedoch auf der gezielten Bekämpfung von Einsamkeit, um Betroffenen Unterstützung bieten zu können. Schirmherrin der Preisverleihung ist Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Als Gründerin der Initiative Allianz gegen Einsamkeit soll sie den Wettbewerb repräsentieren. Bis einschließlich 2029 ist eine jährliche Wiederholung der Preisausschreibung vorgesehen.
Virtuelles Dossier zur Tanzgeragogik (15. September)
17. August 2026Weiterlesen Das Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter (kubia) setzt sich für eine aktive künstlerische Teilhabe von Senior*innen ein und bietet Beratungen sowie Infomaterial an. Ältere Menschen sollen ermutigt werden, sich kreativ auszudrücken, um ihr persönliches Potenzial zu entfalten, Ressourcen zu aktivieren und Gemeinschaft zu erleben. Zum Thema „Tanz und Alter(n)“ hat kubia ein Online-Dossier veröffentlicht, das in Kooperation mit der Tanzwissenschaftlerin Lea Spahn erarbeitet wurde. Es soll Tanzlehrer*innen, die vorwiegend Senior*innen unterrichten, wissenschaftlich fundierte Konzepte und Hinweise zur Arbeit mit älteren Menschen vermitteln, sodass Tanzen altersgerecht und kompetent gelehrt werden kann. Der Impuls hierzu stammt ursprünglich von der Choreografin Silke Z. „Mit zunehmendem Alter stehen Menschen seltener auf Bühnen, nehmen weniger selbstverständlich an künstlerischen Prozessen teil und sind im zeitgenössischen Kunstdiskurs unterrepräsentiert“, heißt es in dem Dossier. Es soll zentrale Erkenntnisse der Tanzgeragogik übersichtlich zusammenfassen und weiterentwickeln, indem abwechslungsreiche Materialien zu dem Thema zur Verfügung gestellt werden. Neben einem Glossar sowie einer Sammlung allgemeiner Anmerkungen zur Tanzgeragogik wird auch auf Tutorials in Videoform und auf den Podcast „Tanzkurz mit älteren Menschen“ verwiesen. Ziel der Tanzgeragogik ist es, älteren Menschen nicht nur das Tanzen näherzubringen, sondern auch ihre Bühnenpräsenz zu fördern. Viele Theater setzen zumeist auf jüngere Darsteller*innen, da das Alter(n) oftmals als hinderlich beim Tanzen empfunden wird. Daher bemüht sich kubia darum, Senior*innen eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gestaltung kultureller und künstlerischer Veranstaltungen zu ermöglichen. Das gesamte Dossier wird am 15. September von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr online vorgestellt. Lea Spahn und Silke Z. präsentieren und erklären die Materialsammlung sowie deren Hintergrund und beantworten Fragen des Publikums. Bis zum 8. September können Sie sich hierfür über ein Anmeldeformular einen Platz für die kostenlose und barrierefreie Teilnahme sichern.
Weiterlesen Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, wirft Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Ignoranz hinsichtlich der Hitzeprävention in Deutschland vor. Er ruft die Bundesregierung dazu auf, zukünftige Hitzewellen deutlich strategischer zu bewältigen als zuvor, und schlägt die Entwicklung eines nationalen Hitzeschutzplans vor, der je nach Intensität der Hitze gezielte Maßnahmen vorsehe. Dies umfasse auch eine höhere Verfügbarkeit von Klimaanlagen in Innenräumen, insbesondere dort, wo sich kranke und ältere Menschen aufhalten. Noch deutlicher wird der Deutsche Städtetag, der fordert, den Hitzeschutz hierzulande nicht nur als Aufgabe der Länder und Kommunen zu betrachten, sondern diesen auch im Grundgesetz zu verankern. Hierbei spielt der Klimawandel als Ganzes eine Rolle, da durch die globale Erwärmung neben Hitzewellen auch andere Extremwetterereignisse und Naturkatastrophen voraussichtlich immer häufiger auftreten werden. Für die Verankerung des Hitzeschutzes im Grundgesetz sprechen sich primär Parteien des linken und linksliberalen Spektrums aus. Da für eine Änderung des Grundgesetzes eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist, die CDU und insbesondere die AfD einer solchen Maßnahme jedoch ablehnend gegenüberstehen, ist nicht davon auszugehen, dass dieser Schritt in absehbarer Zeit umgesetzt wird. Auch das Bundesumweltministerium hat die von der Linksfraktion eingereichten Vorschläge zum Hitzeschutz abgelehnt. Der Sozialverband VdK Deutschland schließt sich den Forderungen nach einem stärkeren Hitzeschutz an. Verbandspräsidentin Verena Bentele mahnt, dass versäumte Hitzeschutzmaßnahmen zu zusätzlichen Todesfällen führen können, und dringt deshalb auf ein umfassendes Konzept für kommende Hitzewellen. Dieses solle in jedem Bundesland nach denselben Vorgaben funktionieren, um mehr Transparenz und Einheitlichkeit zu schaffen. Zusätzlich weist sie darauf hin, dass sozial benachteiligte Menschen im Schnitt besonders stark unter hohen Temperaturen leiden. Drei konkrete Maßnahmen zum Hitzeschutz hat der VdK Deutschland in einer Pressemitteilung formuliert. Zum einen wird ein freiwilliges Hitzeregister vorgeschlagen, das sich gezielt an vulnerable Gruppen richten soll, damit die Kommunen diesen während einer Hitzewelle eine individuell angepasste Beratung und Unterstützung anbieten können. Zweitens sollen genügend Fördermittel bereitgestellt werden, damit alle Bürger*innen unabhängig vom Einkommen ihre Wohnung kühlen können. Zuletzt plädiert der Verband für eine stärkere Abkühlung öffentlicher Plätze und Gebäude durch bauliche Maßnahmen sowie die Schaffung von Grünflächen und das Aufstellen von Trinkbrunnen. Der Ausbau präventiver und schützender Maßnahmen im Fall extremer Hitze liegt auch im Interesse der Seniorenpolitik. Hitze bedroht zunehmend die Gesundheit älterer Menschen und führt zu vermeidbaren Todesfällen unter Senior*innen, weshalb ein schnelles, flächendeckendes und einheitliches Handeln seitens der Regierung Leben retten könnte.
Weiterlesen Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet kostenlose, online verfügbare Übersichten zu verschiedenen Themenfeldern der Pflege an. Die zwölf Ratgeber und neun Kurzratgeber Ratgeber im PDF-Format wurden auf Grundlage eines Methodenstandards entwickelt, in den die Expertise verschiedener Professionen eingeflossen ist. So soll sichergestellt werden, dass die Inhalte sowohl wissenschaftlich fundiert als auch leicht verständlich und praxisnah sind. Laut ZQP richten sie sich an alle Personen, die für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen verantwortlich sind, und können sowohl im privaten als auch im professionellen Pflegekontext genutzt werden. Die Ratgeber befassen sich mit häufig auftretenden Fragen und Herausforderungen im Pflegealltag. Behandelt werden unter anderem Themen wie Körper- und Mundpflege, Ernährung und Scham. Darüber hinaus geben sie Hinweise zum Umgang mit Pflegehilfsmitteln sowie zur Medikamenteneinnahme. Ziel ist es, Pflegende zu sensibilisieren, Berührungsängste abzubauen und praxisnahe Informationen rund um die Pflege bereitzustellen. Das ZQP wurde im Jahr 2009 vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) gegründet. Es handelt sich um eine in Berlin ansässige, unabhängige, gemeinnützige und operativ tätige Fachstiftung. Die Mitarbeitenden des ZQP bringen Expertise aus verschiedenen Fachrichtungen ein und verfolgen das Ziel, Pflegenden Hinweise und Empfehlungen für eine möglichst gute Versorgung pflegebedürftiger Menschen zur Verfügung zu stellen. Damit sollen sowohl das Wohlbefinden der Pflegebedürftigen als auch die körperliche und psychische Entlastung der Pflegenden gestärkt werden. Neben den Ratgebern veröffentlicht das ZQP auch Studien, Artikel und Videos zu pflegerelevanten Themen. Auf diese Weise wird insbesondere pflegenden Angehörigen ein niedrigschwelliger Zugang zu fundierten Informationen ermöglicht. Auf der Webseite des ZQP können Ratgeber, Magazine, Flyer und Poster zu verschiedenen Praxisthemen kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem lassen sich über die Beratungsdatenbank innerhalb weniger Sekunden wohnortnahe Beratungsstellen zum Thema Pflege finden.
Pflegestützpunkte inzwischen fast bundesweit verfügbar
7. August 2026Weiterlesen Pflegestützpunkte werden insbesondere von Menschen genutzt, die Fragen zum Thema Pflege haben, weil sie beispielsweise Angehörige versorgen oder selbst pflegebedürftig sind. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit können sie den individuellen Unterstützungsbedarf ermitteln und Angehörigen geeignete Vorgehensweisen aufzeigen. Auch wer sich mit der Bürokratie, die mit einer Pflegebedürftigkeit einhergeht, überfordert oder orientierungslos fühlt, kann sich von den Berater*innen – oftmals ausgebildeten Pflegefachkräften – vor Ort unterstützen lassen. Ebenso geben die Mitarbeitenden Auskunft bei der Suche nach einem Pflegeheim oder Pflegedienst sowie zur Beantragung eines Pflegegrades. Die Berater*innen verfügen über umfassende Kenntnisse der lokalen Angebote und Institutionen und können Ratsuchende bei Bedarf an diese vermitteln. Auch Fragen zur Selbstfürsorge pflegender Angehöriger können Anlass für den Besuch eines Pflegestützpunktes sein. Aktuell gibt es in Deutschland etwa 700 Pflegestützpunkte. Der Sozialverband VdK Deutschland bemängelt, dass mittlerweile zwar fast jedes Bundesland über Pflegestützpunkte verfügt, diese jedoch ungleich über das Bundesgebiet verteilt sind. Einer der Gründe hierfür ist, dass die Länder selbst entscheiden können, wo und wie viele Pflegestützpunkte eingerichtet werden. Besonders deutlich zeigt sich dies in Bayern, wo es regional große Unterschiede gibt. Vor allem ländlich geprägte Regionen, in denen die Versorgungsstrukturen ohnehin Lücken aufweisen, verfügen häufig über zu wenige Pflegestützpunkte. „Der VdK fordert, dass die Pflege zu einer Pflichtaufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge wird“, heißt es in einer Stellungnahme vom 06. Juli. Auf diese Weise soll der Zugang zu Pflegestützpunkten allen Menschen unabhängig vom Wohnort ermöglicht werden. Den Ihrem Wohnort nächstgelegenen Pflegestützpunkt können Sie auf der Website des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) durch die Eingabe Ihrer Adresse oder Postleitzahl ermitteln. Anschließend erhalten Sie eine Übersicht über sämtliche Pflegestützpunkte in Ihrer Region, einschließlich ihrer Kontaktdaten und Leistungen.
Weiterlesen Der Wettbewerb wurde im vergangenen Frühjahr ausgerufen, um die Diversität des Alterns zu betonen und ein Zeichen gegen Altersdiskriminierung zu setzen. Die Teilnehmer*innen konnten dabei ihre Kreativität und ihr künstlerisches Talent nutzen, um Stereotype über ältere Menschen überspitzt darzustellen und auf die Missstände hinzuweisen, mit denen viele Senior*innen leben müssen. Dadurch sollen wiederum neue Altersbilder geschaffen werden. Alle eingereichten Karikaturen sind nun öffentlich auf der Website der BAGSO einsehbar. Sie sind alphabetisch nach den Namen der Zeichner*innen sortiert und können nach den vier Kategorien gefiltert werden: Bereits unmittelbar nach Einreichungsschluss wählte eine siebenköpfige Jury aus jeder Kategorie jeweils drei Sieger*innen aus. Die insgesamt zwölf Preisträger*innen werden allerdings erst bei der Preisverleihung am 8. Oktober in Berlin bekannt gegeben und erhalten dort persönlich ihr Preisgeld. Der Karikaturenwettbewerb folgte dem Grundgedanken, dass sich viele politische und gesellschaftliche Problemlagen der Gegenwart durch Satire besser vermitteln lassen. Dennoch handelt es sich im Kern um ein ernstes Thema, da Ageismus als Form der Diskriminierung älteren Menschen erheblich zusetzen kann. Aufgrund des Alters ungerecht behandelt oder körperlich und/oder verbal angegriffen zu werden, widerspricht der Menschenwürde.
Weiterlesen Die 1989 gegründete Deutsche Alzheimergesellschaft (DAlzG) fördert diesen Austausch kontinuierlich und hat aus diesem Anlass bereits wiederholt Veranstaltungen durchgeführt, um mit Pflegefachkräften, Berater*innen, Ärzt*innen, Wissenschaftler*innen, aber auch direkt von Demenz Betroffenen Verbesserungsvorschläge für den Umgang und die Arbeit mit erkrankten Personen zu erarbeiten, welche anschließend an die zuständigen Minister*innen herangetragen werden sollen. Im kommenden Herbst wird die DAlzG zum 13. Mal ihren Demenz-Kongress ausrichten, der in diesem Jahr auf dem Gelände der Messe Magdeburg stattfinden wird. Am 15. und 16. Oktober werden unter dem Motto „Zusammen Zukunft gestalten“ zahlreiche, teils parallel stattfindende Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden angeboten, an denen alle Menschen mit persönlichem und/oder professionellem Bezug zum Thema Demenz teilnehmen können. „Auf unserem Kongress möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen über innovative Ideen, wegweisende Konzepte, gute Erfahrungen aus der Praxis und erfolgreiche Strategien austauschen. Die Zukunft beginnt schon jetzt. Zusammen wollen wir uns daranmachen, sie so zu gestalten, dass ein gutes Miteinander für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und alle um sie herum gelingen kann“, sagt DAlzG-Vorsitzender Swen Staack in seinem Grußwort zum Demenz-Kongress. Das vorläufige Programm bietet Raum für die Auseinandersetzung mit Demenz im Zusammenhang mit mehreren Themen wie beispielsweise Prävention, therapeutischen Ansätzen, Digitalisierung, Wohnformen und Trauer. Übergeordnetes Ziel ist der Gewinn neuer Impulse für die langfristige Gestaltung eines Lebens mit Demenz – die DAlzG erhofft sich deren Umsetzung durch die Regierung. Während des Programms werden Speisen und Getränke angeboten. Bei der Anmeldung kann zwischen einer Tages- und einer Dauerkarte gewählt werden; DAlzG-Mitglieder sowie Studierende, Auszubildende und Menschen mit Demenz erhalten eine Ermäßigung. Zudem gilt bis einschließlich 20. August der Frühbucher-Rabatt. Nahegelegene Unterkünfte und weitere Informationen zur Anreise hat die DAlzG zusammengestellt. Der Demenz-Kongress der DAlzG findet alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Deutschland statt und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.
Weiterlesen Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) befasst sich derzeit mit der Entwicklung eines neuen Projekts, das ältere, (chronisch) kranke und pflegebedürftige Menschen nachhaltig und zukunftsorientiert besser auf kommende Hitzewellen vorbereiten soll. Es trägt den Titel „Gemeinsam für Pflege & Planetare Gesundheit“ und wird durch die BARMER gefördert. Kooperationspartner sind die Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) sowie der Bundesverband Volkssolidarität. Letzterer führt das Projekt bereits in sechs ausgewählten Pflegeeinrichtungen in Ostdeutschland durch. Das Pilotprojekt verfolgt das Ziel, den Schutz der Gesundheit von Senior*innen mit umweltschützenden Maßnahmen zu verbinden. Gemäß dem Prinzip der Planetaren Gesundheit, das sich bereits im Projektnamen wiederfindet, wird davon ausgegangen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen einem gesundheitsfördernden Lebensstil und einer nachhaltigen, umweltschonenden Lebensweise besteht. Beispielsweise profitieren sowohl Menschen als auch die Umwelt von sauberer Luft und einer lärmarmen Umgebung. Vor einer möglichen bundesweiten Umsetzung soll das Projekt ab September zunächst punktuell getestet werden. Hierfür wurden folgende Kommunen ausgewählt: Im ersten Schritt werden gemeinsam mit Politiker*innen sowie Fachkräften aus den Bereichen Pflege, Gesundheit und Senior*innenarbeit bestehende Defizite im Bereich der Planetaren Gesundheit vor Ort ermittelt. Auf dieser Grundlage sollen lokale Akteur*innen in den nächsten zwei Jahren an entsprechenden Weiterbildungsangeboten der BAGSO teilnehmen. Diese Schulungen sollen den Kommunen neue Ansätze für eine präventive und langfristig nachhaltige Gestaltung der Infrastruktur vermitteln. Dabei geht es nicht nur um Hitzeschutz, sondern auch um Themen wie Ernährung, psychische Gesundheit und Mobilität. Senior*innen, aber auch andere gegenüber extremer Hitze vulnerable Gruppen, sollen durch ökologisch sensible Maßnahmen auch bei hohen Temperaturen mehr Sicherheit und Lebensqualität erfahren, sodass trotz zunehmender Hitzewellen künftig weniger Menschen infolge extremer Hitze sterben.
Weiterlesen Damit Rentner*innen zu Beginn ihres Ruhestands mehr Sicherheit und Orientierung erleben können, sollen die rund 300, überwiegend in Nordrhein-Westfalen aktiven ZWAR-Netzwerke Menschen, die an der Schwelle zum Renteneintritt stehen, zusammenführen. Ende der 1970er Jahre in Dortmund gegründet, sind mittlerweile über 15.000 Menschen in einem solchen Netzwerk tätig. Die Abkürzung ZWAR steht für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“. Das Konzept ist auf Selbstorganisation ausgelegt und soll bewusst möglichst niedrigschwellig gehalten werden. Die ZWAR-Netzwerke sollen ältere Menschen vor Ort unterstützen und stehen diesbezüglich im Austausch mit Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft. Dabei bieten sie Projekte zu Themen wie Digitalisierung und Gesundheitsprävention an und beraten sowie coachen Interessierte und Bedürftige, aber auch Mitarbeitende und ehrenamtlich Tätige, zur eigenständigen Partizipation sowie zur Quartiersentwicklung. Langfristiges Ziel ist die Wahrung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die die individuellen Ressourcen berücksichtigt. ZWAR e. V. richtet regelmäßig abwechslungsreiche und interaktive Veranstaltungen für Senior*innen aus. Die Workshops, Kurse, Diskussionsrunden und Feierlichkeiten sollen primär dem Erleben von Gemeinschaft in einer unterhaltsamen Atmosphäre sowie der Aneignung neuer Kenntnisse und Fähigkeiten dienen. Für ihre langjährige erfolgreiche Arbeit wurde erst kürzlich eines der ZWAR-Netzwerke mit einem lokalen Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Auch Seminare zur Netzwerkarbeit werden seitens ZWAR e. V. angeboten, die sich sowohl an die Mitglieder selbst als auch an anderweitig Tätige in der Arbeit mit älteren Menschen richten. Der nächste Termin für ein solches Seminar ist der 01. Oktober und findet in Dortmund statt. Seminarleiterin Ute Schünemann-Flake ist Diplom-Pädagogin, Psychologische Beraterin und Mastercoach und wird von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr den Teilnehmenden zentrale Elemente des ZWAR-Konzepts näherbringen. Dies schließt die Organisation wie auch die Umsetzung von Netzwerktreffen auf kommunaler Ebene ein. Der aus theoretischen und praxisnahen Aspekten bestehende Seminarblock soll die Teilnehmer*innen für die Komplexität der Rolle einer Gruppenleitung entsprechender Netzwerke sensibilisieren. Noch bis zum 25. September ist eine Anmeldung für 150 Euro Teilnahmegebühr per E-Mail an ut.schuenemann@zwar.org möglich.








