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6. November 2026

Zusammen digital: Bayerisches Projekt zur Beratung bei der Mediennutzung

Digitale Teilhabe ist heutzutage von großer Bedeutung. Die Nutzung öffentlicher und alltäglicher Angebote erfolgt zunehmend über digitale Endgeräte, und auch die Kommunikation über Kurznachrichtendienste spielt eine große Rolle. Um sicher und verantwortungsbewusst mit digitalen Medien umgehen zu können, benötigen einige Menschen jedoch mehr Unterstützung als andere.

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Ein Mangel an Medienkompetenz kann Schwierigkeiten bei Behördengängen, Transaktionen oder der Nutzung des ÖPNV verursachen und somit die gesellschaftliche Teilhabe einschränken. Daher wurde 2023 in Bayern das Projekt zusammen digital initiiert. An sogenannten Beratungstheken beantworten überwiegend junge Mitarbeitende, die zuvor eine medienpädagogische Schulung durchlaufen haben, Fragen rund um die Nutzung digitaler Geräte und Programme und helfen bei Unsicherheiten. Damit sollen hauptsächlich Senior*innen angesprochen werden.

Die Stärkung der Medienkompetenz der Gesamtbevölkerung ist angesichts der zunehmenden Digitalisierung von großer Bedeutung. „Digitale Teilhabe bedeutet heute mehr denn je soziale Teilhabe. Deshalb sorgen wir mit der Initiative ‚zusammen digital‘ dafür, dass alle Menschen, die Hilfe bei Internet- und Smartphone-Themen benötigen, ohne Hürden und Hemmschwellen Unterstützung erhalten“, sagt Dr. Fabian Mehring vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales, das das Projekt fördert.

Mittlerweile gibt es in ganz Bayern über 30 Standorte von zusammen digital. Damit hat sich ihre Zahl seit Projektbeginn verdoppelt. Die Beratungstheken sind barrierefrei und befinden sich überwiegend in öffentlichen Einrichtungen. Sie haben jeweils eigene Öffnungszeiten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine telefonische Beratung in Anspruch zu nehmen.

Zusammen digital plant, weitere Kommunen in Bayern mit entsprechenden Beratungstheken auszustatten, und ruft daher zu Bewerbungen auf. Kommunen und Landkreise werden bei der Organisation und Durchführung des Projekts vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis unterstützt. Dessen Mitarbeitende koordinieren die zentralen Abläufe des Projekts und schulen die Berater*innen, um sie auf ihre Tätigkeiten vorzubereiten. Das Projekt wurde auch vom JFF ins Leben gerufen.

Alle Kommunen und Landkreise, die sich an dem Projekt beteiligen, können eine Förderung von 3.000 Euro erhalten. Darüber hinaus bietet die Teilnahme an zusammen digital die Möglichkeit, durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit weiteren Akteur*innen bestehende Netzwerke auszubauen und neue Kontakte zu knüpfen.

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