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26. Oktober 2026

„Zusammen geschützt“: Aktuelle Impfempfehlungen der STIKO

In der kalten Jahreszeit können sich Infektionskrankheiten besonders schnell ausbreiten. Häufigere Aufenthalte in geschlossenen Räumen sowie trockene Luft begünstigen die Verbreitung von Viren, die typischerweise im Winter für Krankheitswellen sorgen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hat auf Grundlage aktueller Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) die Kampagne „Zusammen geschützt“ gestartet, um insbesondere Risikogruppen auf die Bedeutung und den Nutzen von Impfungen aufmerksam zu machen.

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Impfungen werden unter anderem von Haus- und Betriebsärzt*innen angeboten. Auch einige Apotheken führen bestimmte Impfungen durch. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für Impfungen, die den Empfehlungen der STIKO entsprechen. Bei privaten Krankenversicherungen richtet sich die Kostenübernahme nach dem jeweiligen Tarif. Da für unterschiedliche Erkrankungen teils verschiedene Impfempfehlungen gelten, ist es nicht immer einfach, den eigenen Impfbedarf einzuschätzen. Dieser lässt sich mithilfe des Impfchecks des BIÖG innerhalb weniger Minuten überprüfen. Das Angebot umfasst acht verschiedene Infektionskrankheiten, darunter Grippe und COVID-19.

Zu den Personengruppen mit einem erhöhten Risiko für schwere Verläufe bestimmter Infektionskrankheiten gehören unter anderem Säuglinge, Schwangere, Senior*innen und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Je nach Erkrankung können altersbedingte Veränderungen des Immunsystems oder gesundheitliche Vorbelastungen die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs und möglicher Folgeschäden erhöhen. Auch in Einrichtungen, in denen viele ältere oder gesundheitlich vorbelastete Menschen leben, kommt dem Impfschutz eine besondere Bedeutung zu. Schätzungen zufolge starben während der vergangenen Grippewelle mehr als 22.000 Menschen an den Folgen einer Influenza-Infektion.

Da der Impfschutz in der Regel erst nach etwa zwei Wochen vollständig aufgebaut ist, empfiehlt die STIKO, insbesondere die Grippeimpfung möglichst vor Beginn der saisonalen Krankheitswelle, vorzugsweise ab Oktober, durchführen zu lassen. Auch eine spätere Impfung kann noch sinnvoll sein. Entscheidend sind die jeweiligen Impfempfehlungen und der individuelle Impfstatus.

Atemwegserkrankungen zählen in Deutschland zu den häufigsten Gründen für Krankmeldungen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI), das gemeinsam mit dem BIÖG an der Kampagne mitwirkt, gab es hierzulande in der Woche vor dem 14. Oktober 2026 schätzungsweise mehr als fünfeinhalb Millionen Fälle akuter Atemwegserkrankungen. Die Aktivität von Atemwegsinfektionen ist damit bereits hoch. Ob die eigentliche Grippewelle begonnen hat, lässt sich daraus allein jedoch nicht ableiten.

Das BIÖG ist eine Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Es hat die Aufgabe, der Bevölkerung wichtige Informationen zu gesundheitlichen Themen kostenfrei und verständlich zugänglich zu machen. Die aktuelle Kampagne „Zusammen geschützt“ stellt das Institut auf seiner Webseite vor. Dort finden sich auch weiterführende Informationen zu Impfungen und Infektionsschutz.

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