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Gesellschaftliches Leben

Erst wenige Tage vor Beginn ist entschieden worden, aufgrund der Infektionslage kurzfristig auf Präsenzveranstaltungen zu verzichten. Der erste ausschließlich digitale Seniorentag mit 99 Online-veranstaltungen und mehreren Tausend Besucher*innen ist vergangenen Freitag zu Ende gegangen.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) spricht als Veranstalterin beim Seniorentag von der „bundesweit wichtigste Veranstaltung zum Älterwerden“. In einer Pressemitteilung bilanzieren sie die Veranstaltung, die vergangene Woche vom 24. bis zum 26. November zu Themen wie digitaler Teilhabe, Einsamkeit im Alter, Bewegung und Fitness oder Altersarmut und Pflege stattgefunden hat. Zu den Highlights zählt die BAGSO die Festveranstaltung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, ein Gespräch über Engagement im Alter mit Uschi Glas und BAGSO-Vorsitzendem und ehemaligem SPD-Politiker Franz Müntefering und den „TALK in Hannover“ mit dem Gerontologen Dr. Andreas Kruse und der niedersächsischen Sozialministerin Daniela Behrens (SPD).

An den drei Tagen hat es insgesamt 99 Online-Veranstaltungen gegeben. Ursprünglich war der Seniorentag im HCC in Hannover geplant, allerdings hat die Entwicklung der Pandemiesituation kurzfristig eine digitale Variante erforderlich gemacht. Die Workshops und Diskussionsveranstaltungen wurden nach BAGSO-Angaben von über 3.000 Teilnehmer*innen besucht. Trotz digitalem Format gab es interaktive Veranstaltungen und einen Austausch der Teilnehmenden.

„Die große Zahl der Veranstaltungen und die hohe Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß die digitale Kompetenz bei vielen Älteren bereits ist“, bilanziert Franz Müntefering in der Pressemitteilung. „Wir wissen aber auch, dass viele Ältere durch das Online-Format vom 13. Deutschen Seniorentag ausgeschlossen waren. Denn jeder Zweite über 70 Jahre ist nicht im Internet unterwegs“, so der BAGSO-Vorsitzende weiter. Ziel müsse sein, digitale Erfahrungsorte für ältere Menschen in allen Kommunen zu schaffen.

Unabhängig von der Frage nach Präsenz- oder Digitalveranstaltungen hält Müntefering am letzten Tag des 13. Deutschen Seniorentages fest: „Ältere Menschen haben viel Lebenserfahrung und es lohnt sich, ihnen zuzuhören.“ Das habe auch dieser Seniorentag gezeigt. „Sie mischen sich ein, diskutieren mit und haben etwas zu den aktuellen Themen wie Klimaschutz, Gerechtigkeit und Vielfalt in unserer Gesellschaft zu sagen. Und sie haben viele Ideen, wie sich im Miteinander der Generationen ein gutes Leben gestalten lässt.“

Weitere Informationen rund um den abgeschlossenen 13. Seniorentag finden Sie auf der Internetseite der Veranstaltung. Einige der Veranstaltungen wurden auf der Videoplattform YouTube live übertragen und stehen dort nun zum Abruf bereit. Zu den Mitschnitten gelangen Sie auf direktem Weg über diesen Link.

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Wenige Tage vor der geplanten Eröffnung des Seniorentages durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Hannover steht fest: Die Veranstaltungen finden nun doch digital statt. Grund dafür sind die stark gestiegenen Infektionszahlen.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat als Veranstalterin des 13. Deutschen Seniorentages am Freitag (19.11.2021) bekannt gegeben, dass das Programm nicht wie geplant im HCC in Hannover stattfinden wird, sondern vollständig digital. „Die Entscheidung, den Deutschen Seniorentag nicht in Präsenz durchzuführen, ist uns nicht leicht gefallen. Als Veranstalter stellen wir uns aber unserer Verantwortung für die Gesundheit der Teilnehmenden“, erklärt Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO, in der Pressemitteilung von Freitag. Damit reagiert die BAGSO auf die jüngsten Entwicklungen der Pandemie und der Empfehlungen aus Politik und Wissenschaft, aufgrund der hohen Infektionszahlen dringend Kontakte zu reduzieren. „Mit der Entscheidung für eine digitale Veranstaltung leisten wir unseren Beitrag dazu“, so Müntefering weiter.

Der Seniorentag startet bereits am Mittwoch (24.11.2021), für die Begrüßung wird Bundespräsident Steinmeier nun für seine Rede digital zugeschaltet. Das weitere Programm wird fortlaufend an die digitale Variante angepasst. Bereits erworbene Tickets für die Präsenzveranstaltung werden automatisch – Sie müssen nicht aktiv werden ­– erstattet. Die geplante Ausstellung von Organisationen und Verbänden kann nicht stattfinden. Aktuelle Informationen sowie Angaben oder Änderungen des Programms finden Sie weiterhin auf der Internetseite des Deutschen Seniorentages.

Es wird der erste Seniorentag sein, der nicht in Präsenz stattfinden kann. „Ich hoffe, dass viele Gäste, die zu uns nach Hannover kommen wollten, nun am digitalen 13. Deutschen Seniorentag teilnehmen“, so der BAGSO-Vorsitzende. „Unsere gemeinsame Arbeit für ein gutes Älterwerden geht weiter, auf diesem Deutschen Seniorentag und danach.“

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Derzeit verhandeln SPD, Grüne und FDP noch über Inhalte einer möglichen gemeinsamen Koalition. Klar scheint schon: Bei der Rente wird es mit einer Ampelkoalition auf eine Form der Aktienrente hinauslaufen. Was damit gemeint ist, klären wir in diesem Beitrag.

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In ihrem im Oktober veröffentlichten Sondierungspapier haben die drei Parteien zugesichert, die Rente nicht zu kürzen und das Renteneintrittsalter nicht weiter zu erhöhen. Ergänzend dazu heißt es dann: „Um diese Zusage generationengerecht abzusichern, werden wir zur langfristigen Stabilisierung von Rentenniveau und Rentenbeitragssatz in eine teilweise Kapitaldeckung der Gesetzlichen Rentenversicherung einsteigen.“ Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass die gesetzliche Altersvorsorge – eigentlich ein umlagefinanziertes Rentensystem, bei dem Bezieher*innen Geld durch Beitragszahlende erhalten ­– um einen Kapitalmarkt-Anteil ergänzt würde. Als Kapitalstock planen die Ampelkoalitionär*innen laut Sondierungspapier zehn Milliarden Euro aus Bundesmitteln.

Unklar bleibt derzeit noch, wie groß der Anteil der Kapitaldeckung an den Beiträgen zur Gesetzlichen Rentenversicherung sein wird. Aufschluss darüber könnte ein im Februar veröffentlichtes Konzept der FDP-Bundestagsabgeordneten Johannes Vogel und Christian Dürr geben. Momentan betragen die Rentenbeiträge, die jeweils zur Hälfte durch Arbeitnehmer*in und Arbeitgeber*in vom Bruttolohn gezahlt werden, 18,6 Prozent. Dieser Betrag soll bleiben, allerdings sollen zwei Prozentpunkte davon in Kapitalanlagen wie Aktien angelegt werden. Das solle die Rente erhöhen, da die Zuwächse am Kapitalmarkt höher seien, während der Beitragssatz gleichzeitig nicht steigen soll. „Gerade Menschen mit geringen Einkommen würden so erstmals von den Chancen der globalen Aktienmärkte profitieren und zu Unternehmensteilhaberinnen und - teilhabern werden“, heißt es in dem FDP-Papier.

Die FDP orientiert sich dabei am schwedischen Modell. In Schweden wird die gesetzliche Rente bereits seit der Jahrtausendwende durch Anlagen in Fonds ergänzt. 2,5 Prozent des Bruttolohns müssen dort angelegt werden. Wer sich nicht aktiv für einen anderen Fonds entscheidet, zahlt automatisch in den risikoarmen „AP7“-Staatsfonds ein.

Während beispielsweise die Verbraucherzentrale das Vorhaben einer teilweise kapitalgedeckten Rente befürwortet, ist unter anderem Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal skeptisch. Aktienmärkte würden das Problem nicht lösen. „Ich glaube, dass wir die gesetzliche Rente stärken müssen. Das ist ja auch das Konzept, für das wir mit der SPD angetreten sind“, sagte die Juso-Vorsitzende im Oktober in der ARD. „Wenn wir uns da anschauen, was da wichtig ist, dann glaube ich, hilft es nicht, nur auf die Aktienmärkte zu schauen, sondern dass wir vor allem über Lohnniveau sprechen.“

Neben einem höheren Lohnniveau und damit auch höheren Beiträgen gäbe es auch weitere Alternativen, um die gesetzliche Altersvorsorge zu stärken. SPD und Grüne hatten im Wahlkampf noch eine Bürger*innen- bzw. Erwerbstätigenversicherung versprochen, in die alle einzahlen sollen. Also auch Selbstständige und Berufsgruppen, die derzeit nicht Teil der Gesetzlichen Rentenversicherung sind. Von diesem Vorschlag ist im Sondierungspapier allerdings nichts zu lesen. Denkbar wäre auch, die Beitragsbemessungsgrenze anzuheben, wodurch Gutverdienende höhere Beiträge zahlen müssten. In seinem Buch „Die Rente“, welches wir in einem gesonderten Beitrag vorgestellt haben, schlägt der Autor Klaus Müller auch vor, die Rente durch staatliche Zuschüsse – finanziert durch eine gerechtere Steuerpolitik – zu ergänzen und damit das umlagefinanzierte System zu stabilisieren.

Allerdings haben die möglichen Koalitionspartner*innen dem durch Nicht-Einführung einer Vermögenssteuer offenbar bereits eine Absage erteilt.

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Im Rahmen des 13. Deutschen Seniorentages in Hannover bietet das Projekt „Im Alter IN FORM“ eine Fachtagung unter dem Titel „Gesunde Lebenswelten schaffen! Wir. Alle. Zusammen.“ an, die sich insbesondere an Akteur*innen aus der Seniorenarbeit richtet.

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Vom 24. bis zum 26. November findet der 13. Deutsche Seniorentag in Hannover statt. Am letzten Tag, dem 26. November, veranstaltet das „Im Alter IN FORM“-Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) eine Fachtagung, die sich insbesondere an Verantwortliche und Akteur*innen der Seniorenarbeit, der Kommunalpolitik, der Zivilgesellschaft (z.B. Integrationsagenturen) und Vertreter*innen von Migrantenorganisationen richtet.

„Die Erfahrungen zeigen, dass es vielerorts nicht immer einfach ist ältere Menschen mit geringen Bildungschancen, niedrigem Einkommen, die einsam sind oder aus anderen Herkunftsländern kommen, für gesundheitsförderliche Angebote zu erreichen und zur Teilnahme zu motivieren“, heißt es im Programmflyer zur Veranstaltung. Die Fachtagung hat daher zum Ziel, für die Bedeutung von Gesundheitsförderung für ältere Menschen zu sensibilisieren und über „Handlungsbedarfe und Potenziale im Sozialraum zu informieren“. Außerdem sollen Ideen erarbeitet werden, „wie Brücken zu diesen Zielgruppen gebaut und Türen geöffnet werden können.“

„Im Alter IN FORM“ wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und ist Teil der bundesweiten „IN FORM“-Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Das BAGSO-Projekt nimmt dabei ältere Menschen in den Blick und veranstaltet Schulungsangebote, berät Kommunen, erstellt Leitfäden oder qualifiziert Verantwortliche der kommunalen Seniorenarbeit im Bereich der Gesundheitsförderung.

Die Fachtagung findet – wie der gesamte Seniorentag – im Hannover Congress Centrum (HCC) statt. Die Veranstaltung wird in der Zeit von 11.00 bis 15.30 Uhr im Leibniz-Saal stattfinden, eine Anmeldung ist noch bis zum 18. November möglich. Ein Anmeldeformular finden Sie auch unter diesem Link. Für die Teilnahme ist ein (Tages-)Ticket für den Deutschen Seniorentag erforderlich. Weitere Informationen rund um den 13. Deutschen Seniorentag finden Sie hier.

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Im November nimmt die neue „Bundesstiftung Gleichstellung“ ihre Arbeit auf. Die Stiftung wurde von der Bundesregierung ins Leben gerufen, um die Gleichstellung von Männern und Frauen in Deutschland zu fördern.

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Die Errichtung einer Bundesstiftung zum Thema Gleichstellung war im Koalitionsvertrag der 19. Legislaturperiode vorgesehen, im Mai dieses Jahres ist das Gesetz zur Errichtung der Stiftung bereits in Kraft getreten. Unter der Direktion von Lisi Maier und Dr. Arn Sauer startet die Bundesstiftung mit Sitz in Berlin mit der geschäftsführenden Arbeit nun im November.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Lisi Maier und Dr. Arn Sauer ein innovatives und engagiertes Tandem für die operative Leitung der Bundesstiftung Gleichstellung gewinnen konnten“, erklärt die geschäftsführende Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) in einer Pressemitteilung. „Ich bin mir sicher, dass die Stiftung unter ihrer Leitung die Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland beschleunigen wird.“

Um dieses Ziel zu erreichen, will die Bundesstiftung Gleichstellung auf unterschiedliche Weise ansetzen. Einerseits sollen Daten und Informationen zusammengetragen, aufbereitet und verfügbar gemacht werden. Gleichzeitig will die Stiftung die Gleichstellungsarbeit in verschiedenen Bereichen wie Wirtschaft oder Wissenschaften stärken, Akteur*innen vernetzen und mit ihnen zusammen neue Ideen entwickeln. Die konkreten Stiftungszwecke sind auch im Gesetz festgeschrieben. Demnach soll die Stiftung „für mehr Wissen, mehr Aktion und mehr Innovation in der Gleichstellungspolitik sorgen. Und dabei ein offenes Haus für die Gleichstellung sein.“

Unter „offenes Haus“ versteht die Bundesregierung einen Ort, an dem Initiativen zusammenkommen und vernetzen können. „Sie sollten sich untereinander austauschen und bestärken können. Das macht ihre Arbeit effektiver und wirkungsvoller“, heißt es in einer Übersicht, die auf der Internetseite des Ministeriums bereitgestellt ist. „Dafür braucht es einen Ort und eine Stiftung, die den Austausch an diesem Ort organisiert.“ Mehr Informationen zu den festgeschriebenen Aufgabenbereichen sowie zur Struktur der Stiftung finden Sie hier.

In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt noch immer 18 Prozent weniger als Männer oder sind deutlich seltener in Führungspositionen, sie leisten auch eineinhalbmal so viel unbezahlte Sorgearbeit (z.B. Kindererziehung, Pflege von Angehörigen) wie Männer.

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Im September hat zum 33. Mal das jährlich zusammenkommende Altenparlament Schleswig-Holsteins getagt. Die Senior*innen haben sich dabei unter anderem für ein Entgegenwirken gegen Pandemie-Folgen wie Isolation und Einsamkeit, eine Stärkung digitaler Kompetenzen älterer Menschen und einen kostenfreien ÖPNV ausgesprochen.

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Wie schon im Altenparlament im letzten Jahr spielte das Thema Digitalisierung auch bei der 33. Tagung des Parlaments am 17. September eine wichtige Rolle. Die Senior*innen beschlossen z.B. einen Antrag mit dem Titel „Digitale Kompetenz für Ältere – Digitalisierung darf niemanden zurücklassen“, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, Mittel für altengerechte Software und Schulungen zur Nutzung der digitalen Techniken bereitzustellen. Außerdem solle die Landesregierung Beratungen zu digitalen Zugängen für ältere Menschen etablieren. Auch der Breitband-Ausbau soll vorangetrieben werden und Internetzugänge schnell und bezahlbar sein.

Das Thema Digitalisierung hat insbesondere im Rahmen der Kontakteinschränkungen im Rahmen der Pandemiebekämpfung an Bedeutung gewonnen, da digitale Angebote häufig die einzige Möglichkeit z.B. für Gruppentreffen waren. Ob mit Nutzung digitaler Angebote oder ohne – die Pandemie hat auch Einsamkeit und Isolation hervorgebracht. Für eine kommende Pandemie fordert das Altenparlament die Landesregierung auf, Freiheitsrechte von Menschen in Pflegeeinrichtungen besser zu schützen: „Die Landesregierung soll durch geeignete Maßnahmen dafür Sorge tragen, dass in einem kommenden Pandemiefall die Freiheitsrechte von Menschen in Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe gewahrt bleiben“.

Zur sozialen Teilhabe gehört auch die Mobilität. In Bezug auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) fordern die Senior*innen eine kostenfreie Nutzung für Menschen im Ruhestand, Empfänger*innen von Grundsicherungsleistungen und Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent.

Alle Beschlüsse aus diesem Jahr sind in einem Dokument zusammengefasst. Die Beschlüsse gehen nun zur Stellungnahme an die Parteien im schleswig-holsteinischen Landtag, die Bundestagsabgeordneten des Bundeslandes und an die Landesregierung. Im Anschluss wird es eine Broschüre mit allen Beschlüssen und eingereichten Stellungnahmen geben.

Auch wenn die Beschlüsse des Altenparlaments nicht bindend sind, beeinflussen sie doch immer wieder politische Entscheidungen. Zu den Wirkungen der Arbeit des Altenparlaments untersucht auch das Deutsche Institut für Sozialwirtschaft (DISW) regelmäßig, inwieweit die Forderungen der Senior*innen von den Parteien und Parlamenten in Schleswig-Holstein und darüber hinaus aufgenommen und in den Folgejahren gegebenenfalls weiterbehandelt wurden. Zuletzt ist die Analyse des Altenparlaments 2018 erschienen, die zentralen Ergebnisse können Sie in hier auch auf diesem Portal lesen.

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Der Deutsche Pflegerat hat im Hinblick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen in einem Positionspapier Forderungen an die Parteien gerichtet. Es müsse nun mehr für eine gute Pflege getan werden als unter der Vorgängerregierung.

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Schon seit langem kranke das Pflegesystem am Pflegenotstand, stellt der Deutsche Pflegerat in einem an die Parteien gerichtetes Forderungspapier fest. Auch wenn noch nicht klar ist, auf welche Koalition es am Ende hinauslaufen wird, so stehe fest, dass bei der Pflege mehr getan werden müsse. Die Forderungen des Pflegerats sollen in den kommenden Verhandlungen berücksichtigt werden.

In Deutschlands Krankenhäusern fehlten rund 100.000 Pflegekräfte, in stationären Pflegeeinrichtungen sogar 120.000, heißt es in dem Papier. Um dem Pflegenotstand Einhalt zu gebieten sollen die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert werden und eine „auskömmliche Personalbemessung“ festgelegt werden. Auch Kompetenzen Pflegender sollen erweitert werden, um die Pflege zu professionalisieren. „Um die enormen Herausforderungen hinsichtlich insbesondere einer älter werdenden Bevölkerung und der damit verbundenen Zunahme chronischer Krankheiten zu bewältigen, werden professionell Pflegende mit erweiterten Pflegekompetenzen benötigt“, so der Deutsche Pflegerat. Als Beispiel werden unter anderem „Community Health Nurses (CHN)“ genannt, beispielsweise „zur Versorgung der ländlichen Bevölkerung“. Als Teil einer Professionalisierung sollen nach dem Forderungskatalog unter anderem auch Pflegestudiengänge massiv ausgebaut und attraktiv gestaltet werden.

Auch ein stärkeres Mitspracherecht der Pflegeprofession in den Selbstverwaltungsstrukturen des Gesundheitsbereichs ist dem Deutschen Pflegerat wichtig, bisher seien professionell Pflegende „wenig eingebunden bzw. mit eingeschränkten Rechten in den Gremien der sozialrechtlichen Selbstverwaltung.“ Konkret wird demnach eine stimmberechtigte Vertretung der Profession in allen Selbstverwaltungsgremien sowie in politischen Gremien geben. Außerdem fordert der Rat zu einer Deckelung der Eigenanteile von Pflegekosten auf, die Pflegebedürftige selbst zu tragen haben. Insgesamt müsse die Pflegeversicherung auch finanziell z.B. durch höhere Sozialbeiträge oder größere Zuschüsse gestärkt werden.

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Seit Mitte des Jahres läuft das Rahmenprogramm „Engagiert für Klimaschutz“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Das Programm will auf mehreren Ebenen ansetzen, um Klimaschutz zu stärken. Eine Ebene ist der Ideenwettbewerb, über den Projekte auch finanziell gefördert werden sollen.

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Bis zu 50.000 Euro pro Projekt soll es an Förderungen für zehn Projekte geben, die in zwei Förderrunden von je eineinhalb Jahren unterstützt werden sollen. Außerdem sollen die ausgewählten Projekte „kommunikativ begleitet und öffentlichkeitswirksam präsentiert“ werden. „Zivilgesellschaftliche Organisationen werden bei ihrer Neuausrichtung und der Aufnahme des Themas Klimaschutz auf ihre Agenda unterstützt, innovative Best Practices sichtbar gemacht“, wird dazu auf der Internetseite des BBE erklärt. „Der Schwerpunkt liegt auf kooperativen Ansätzen, der Diskursverschränkung und dem Aufbrechen des Silodenkens.“ Seit Ende September läuft die Bewerbungsphase für zivilgesellschaftliche Organisationen und Projekte, die Frist endet am 31. Dezember 2021. Die Auswahl wird dann von einem Beirat getroffen.

Neben dem Ideenwettbewerb beinhaltet das Rahmenprogram „Engagiert für Klimaschutz“ mit einer Programmlaufzeit von vier Jahren auch weitere Ansätze. Durch Workshops und Fachwerkstätten beispielsweise sei das Projekt auch ein „Katalysator“, Umweltverbände, Bewegungen, Initiativen und weitere Akteure sollen stärker in den Austausch gebracht werden. Das BBE sieht sich hier auch als „Impulsgeberin“, das Thema Klimaschutz müsse in der politischen Debatte stärker vorangetrieben werden. „Zu diesem Zweck soll die Zivilgesellschaft in ihren spezifischen Feldern und Bezügen sprechfähiger werden und mehr Gehör finden“, heißt es weiter auf der Seite des Netzwerks. „Ziel ist, das Thema mit deutlicherer Wirkung auf der politischen Agenda zu platzieren.“

Auch für die Seniorenpolitik ist das Thema Klimaschutz kein fremdes, auch wenn es häufig mit jüngeren Menschen in Verbindung gebracht wird. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen hat im Juni ein mehrseitiges Positionspapier zur „Generationenaufgabe Klimaschutz“ herausgegeben. Darin heißt es unter anderem: „Ein gutes Leben im Alter ist nur möglich, wenn die Bedürfnisse aller Generationen in den Blick genommen werden. Denn die Jungen von heute sind die Alten von morgen.“

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Heute, am 1. Oktober, ist Weltseniorentag. Nicht zufällig haben sich Vernetzungsstellen und vergleichbare Institutionen für Seniorenernährung dazu entschieden, auf diesen Tag auch den ersten bundesweiten „Tag der Seniorenernährung“ zu legen.

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Der heutige Weltseniorentag – auch Internationaler Tag der älteren Menschen genannt – wurde 1990 durch die Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf die Belange der älteren Generationen aufmerksam zu machen. Viele Organisationen nutzen das Datum des 1. Oktobers daher jährlich für Aktionen und Veranstaltungen. So beispielsweise der Verein „Wege aus der Einsamkeit e.V.“, der wie in den vergangenen Jahren auch dieses Mal wieder vor dem Hamburger Club „Knust“ einen „Senioren-Flashmob“ mit einem gemeinsamen Tanz geplant haben. Anmeldungen sind aufgrund der begrenzten Teilnehmehr*innenzahl allerdings seit Wochen nicht mehr möglich.

Den Internationalen Tag der älteren Menschen nutzen nun auch Vernetzungsstellen und vergleichbare Institutionen für Seniorenernährung für einen ersten, bundesweiten „Tag der Seniorenernährung“. Der Tag soll unter anderem mittels Veranstaltungen und Aktionen die Bedeutung der Ernährung im Alter stärker in den Fokus zu rücken. „Das gemeinsame Ziel ist es, eine bedarfs- und bedürfnisgerechte sowie nachhaltige Ernährung und Verpflegung älterer Menschen in Deutschland zu fördern“, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Rahmen von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ werden die Vernetzungsstellen und ähnliche Einrichtungen in den Bundesländern durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und durch die Landesministerien gefördert.

Essen und Trinken haben großen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden im Alter. Ein Online-Angebot an Informationen rund um Lebensmittel und deren Einkauf, dass sich insbesondere an Senior*innen richtet, stellen beispielsweise auch die Verbraucherzentralen zusammen. Dazu erfahren Sie mehr unter diesem Link.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat sich im Laufe der Pandemie wie andere Organisationen bereits häufiger gegen eine Isolation von Bewohner*innen stationärer Einrichtungen ausgesprochen. In einer Stellungnahme im September warnt der Zusammenschluss erneut vor Besuchseinschränkungen im Hinblick auf eine vierte Welle.

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„Der Vorstand der BAGSO verfolgt mit Sorge Meldungen über neuerliche Besuchsverbote und andere, die Freiheit der Bewohnerinnen und Bewohner einschränkende Maßnahmen“, heißt es in der Pressemitteilung vom 16. September. Die Corona-Pandemie habe bisher schon gezeigt, dass eine anhaltende Isolation von Bewohner*innen in Pflegeeinrichtungen für diese und ihre Angehörigen negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden hätten.

Neben Warnungen vor erneuten Besuchsverboten fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft auch, die Auswirkungen entsprechender Maßnahmen der letzten Infektionswellen weiter aufzuarbeiten und auszuwerten. „Die Folgen der – vielfach unverhältnismäßigen – Einschränkungen während der ersten Pandemiewellen sind noch nicht ausgewertet“, stellt die BAGSO dazu fest. „Studien lassen aber erkennen, dass medizinische und therapeutische Versorgungsdefizite weit verbreitet waren. Einsamkeit und der Verlust kognitiver Fähigkeiten zählen zu den häufigsten Auswirkungen der Schutzmaßnahmen. Die BAGSO fordert deshalb eine umfassende Aufarbeitung der Folgen der Besuchsverbote mit entsprechenden Konsequenzen“, so weiter in der Stellungnahme.

Begrüßen würde man aber die Tatsache, dass mit den sogenannten Auffrischimpfungen für alte und immungeschwächte Menschen begonnen wurde. Diese müssten nach Meinung der Interessenvertretung älterer Menschen – so versteht sich die BAGSO – nun „rasch und flächendeckend allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen angeboten werden.“ Die Impfquote in Pflegeeinrichtungen sei sehr hoch, auch bei Auffrischimpfungen sei eine hohe Quote zu erwarten. Das schütze die Bewohner*innen im Zusammenspiel mit guten Hygienekonzepten und erlaube ein „soziales Miteinander“ und Besuche in den Einrichtungen.

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