Weiterlesen Hierbei handelt es sich um die höchste Zahl seit Einführung der Statistik 2003. Gegenüber dem Jahr 2008 ist die Zahl um insgesamt 24% gestiegen. Bei der Erhebung wurden alle Menschen ab einem Alter von 64 Jahren erfasst. Insgesamt erhielten 18 889 Menschen Grundsicherungsleistungen für die laufende Lebensführung. 63% der betroffenen Menschen waren Frauen, 14% lebten zum Zeitpunkt der Erhebung in Wohneinrichtungen. 78% erhielten Grundsicherung als Ergänzung zur Altersrente. Von diesen 78% erhielten zuvor 29% Arbeitslosengeld II (nach SGB II) und 18% Sozialhilfe (nach SGB XII). Die hier dargestellten Zahlen belegen vorherrschende Tendenzen eines steigenden Risikos von Altersarmut. Hier geht es zur Drucksache „Statistik informiert Nr. 116/2014“
Materielle Absicherung
Die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, FDP, Piraten und den Abgeordneten des SSW haben am 20.06.14 einen Antrag zur inklusiven Arbeitsmarktpolitik in den Landtag Schleswig-Holstein eingebracht.
Darin bat der Landtag die Landesregierung darum eine berufliche Tätigkeit und die Sicherung des Lebensunterhalts, als zentrale Aspekte einer zufriedenstellenden und selbstbestimmten Lebensführung anzuerkennen. Konkret bedeutet dies, dass mehr Bemühungen unternommen werden sollen Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, insbesondere Menschen mit Behinderung. Für diesen Zweck wurden einige Maßnahmen wie die Entwicklung eines landesspezifischen Konzepts für Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt oder die Einführung eines „Budgets für Arbeit“ vorgeschlagen.
Der Ausgang dieses Antrags bleibt zuweilen spannend.
Weiterführende Informationen:
Artikel auf www.alle-inklusive.de
Antrag der Fraktionen an die Landesregierung
Zertifikatskurs „Vom Brauchen und Gebrauchtwerden – Netzwerke zur lebendigen Nachbarschaftshilfe an der Westküste“
17. April 2014Weiterlesen Der Kurs wurde von einem Referententeam des Paritätischen Verbandes konzipiert und wird in vier Modulen durchgeführt. Die Veranstaltungstermine sind der 19. Mai 2014 sowie der 3. Juni, 17. Juni und 30. Juni 2014, jeweils von 10 bis 16 Uhr, in der Nordsee-Akademie in Leck. Der Kurs vermittelt theoretische Grundlagen zum bürgerschaftlichen Engagement und zum Aufbau von Netzwerken sowie Methoden der Gesprächsführung, Moderation und Öffentlichkeitsarbeit. Die Initiierung eines Nachbarschaftsnetzes, einer Tauschbörse oder der Aufbau einer Genossenschaft werden als Formen der kleinsträumigen Unterstützung vorgestellt. Parallel soll an einer praktischen Umsetzung vor Ort gearbeitet werden. Fragestellungen und spezielle Herausforderungen, die sich aus diesen praktischen Erfahrungen ergeben, sollen im Kurs gemeinsam bearbeitet werden. Dank finanzieller Unterstützung durch das Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein ist keine Teilnehmergebühr erforderlich. Interessenten können sich bis zum 12. Mai 2014 anmelden unter Weitere Informationen: www.nordfriesland.de
ulrike-beate.blum@nordfriesland.de oder telefonisch unter 04841 67- 450.
Weiterlesen Weitere Informationen: Senioren-und Freizeitpass Lübeck
Studie „Produktiv im Alter“
10. Dezember 2013Weiterlesen Die Studie "Produktiv im Alter - Länger produktiv im demografischen Wandel" steht zum Download bereit:
Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter angestiegen – besonders Frauen betroffen
23. Oktober 2013Weiterlesen Bundesweit bezogen am Jahresende 2012 in Deutschland knapp 465.000 Personen über 65 Jahre Leistungen der Grundsicherung im Alter nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“). Die Zahl der Hilfebezieher stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 %. Auf die Grundsicherung im Alter sind insbesondere westdeutsche Frauen angewiesen: Am Jahresende 2012 bezogen in Westdeutschland 33 von 1 000 Frauen über 65 Jahre und 25 von 1 000 Männern dieses Alters Leistungen der Grundsicherung. In den neuen Ländern einschließlich Berlin waren es entsprechend 21 von 1.000 Frauen und 18 von 1.000 Männern. Weitere Informationen: Statistische Bundesamt
Bürgermeisterkonferenz „Gutes Leben im Alter auf dem Lande – Wie kann aktives Altern in der Kommune gelingen?“
8. Oktober 2013Weiterlesen Ein gutes Leben im Alter muss der zunehmenden Vielfalt von Lebensentwürfen entsprechen und die spezifischen Kompetenzen jedes einzelnen Menschen zur freien Gestaltung seines Lebens fördern. Im Sinne eines solchen neuen Altersbildes haben rund 120 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister an dieser Konferenz teilgenommen und sich über aktuelle Informationen, Konzepte und Aktivitäten auf Landes und Gemeindeebene in Schleswig-Holstein ausgetauscht. Sozialministerin Kristin Alheit eröffnete gemeinsam mit Jörg Bülow, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, die Konferenz. Die Referenten der Konferenz kamen unter anderem aus den Kommunen selbst, vom Landesseniorenrat, der Bertelsmann-Stiftung oder dem Deutschen Institut für Sozialwirtschaft. Auf dem Programm standen Praxisbeispiele und Themen wie Wohnortnahe Sozialinfrastrukturplanung, Politische und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen, Bürgerschaftliches Engagement älterer Menschen, Bürgernetzwerke in Schleswig-Holstein, das Internetportal seniorenpolitik-aktuell sowie Beispiele aus seniorengerechten Kommunen im ländliche Raum. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ informierten die Beteiligten zu ihren Projekten. Beiträge der Konferenz: Beitrag Bürgernetzwerke für Schleswig-Holstein Weitere Informationen zur Konferenz und den Vorgestellten Projekten: Programm der Fachkonferenz
Beitrag Workshops für Kommunen
Beitrag SeniorTrainerin Jungend Mentoring
Beitrag Seniorenpolitik-aktuell
Medieninformation Sozialministerium Schleswig-Holstein
Grußwort der Sozialministerin von Schleswig-Holstein
Grußwort des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages
Informationen zu Bürgernetzwerke für Schleswig-Holstein
Informationen zum Internetportal seniorenpolitik-aktuell
Aus der Praxis für die Praxis: Seniorengerechte Kommunen im ländlichen Raum
Informationen zum ehrenamtlichen Jugend-Mentoring
Informationen zum Programm „seniorTrainerin Landesnetzwerk Schleswig-Holstein“
Deutlich erhöhter Anteil älterer Menschen in Schleswig-Holstein
Statistikamt Nord: Zahl der Grundsicherungsleistungen für alte Menschen in Schleswig-Holstein in 2012 angestiegen
10. September 2013Weiterlesen In Schleswig-Holstein haben am Jahresende 2012 insgesamt 17.433 Menschen im Alter von mehr als 64 Jahren Grundsicherungsleistungen für die laufende Lebensführung erhalten, das sind gut fünf Prozent mehr als vor Jahresfrist und 26 Prozent mehr als 2007, so das Statistikamt Nord. 63 Prozent der Unterstützten waren Frauen, 15 Prozent aller Hilfebeziehe-rinnen und -bezieher wohnten in Heimen und gut drei Viertel (77 Prozent) bezogen die Grundsicherungsleistung ergänzend zur Altersrente. 31 Pro-zent waren zuvor auf Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) und 20 Prozent auf Sozialhilfe in Form von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung Schleswig-Holsteins lebten Ende 2012 knapp drei Prozent der über 64-Jährigen ganz oder teilweise von Grundsicherungsleistungen. Weitere Informationen: www.satitstik-nord.de
Landeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein: „Altersarmut darf nicht akzeptiert werden“
14. August 2013Weiterlesen "Der Niedriglohnsektor in Deutschland und die schlechte Bezahlung in der sozialen Arbeit sind unanständig, vor allem angesichts gigantischer Summen, die weiterhin in ganz Deutschland für Prestigeprojekte ausgegebenen werden.", so Schmidt. Als Schlussfolgerung richtete der AWO-Präsident an die Politik den Wunsch, sie möge sich die praktischen Erfahrungen der Akteure der freien Wohlfahrtspflege zunutze machen. Durch die tägliche Arbeit unter anderem in der Pflege und der Sozialberatung sei hier umfassendes Wissen über die realen Bedürfnisse der Menschen vorhanden, dass die Basis einer guten Sozialpolitik bilden könne. Anschließend verabschiedeten die rund 100 Delegierten mit großer Mehrheit alle drei Anträge mit folgenden Kernforderungen: Das Soziale Bündnis forderte im ersten Antrag zur „Bekämpfung der Altersarmut“ flächendeckende gesetzliche Mindestlöhne und deutlich mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen. Außerdem soll die sozial gerechte Ausgestaltung der gesetzlichen Rentenversicherung als tragende Säule der Altersvorsorge vorangebracht werden. „Die Lebensstandardsicherung muss wieder Grundvoraussetzung für die gesetzliche Rente werden“, so Wolfgang Baasch, Landesvorsitzender des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein. Eine weitere Forderung des Sozialen Bündnisses war eine Reform der Kranken- und Pflegeversicherung als Bürgerversicherung. Die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung, analog zum Konzept der Bürgerversicherung bei der Kranken- und Pflegeversicherung, sei eine tragfähige Alternative. „Die beschlossenen Absenkungen des staatlichen Rentenniveaus sorgen dafür, dass immer mehr Menschen im Alter vor einem unlösbaren Problem stehen“, begründete Michael Selck, Landesgeschäftsführer des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein, den Antrag. Mit dem zweiten Antrag wurde eine Resolution zur Situation syrischer Geflüchteter beschlossen: Anlässlich der katastrophalen humanitären Situation der Geflüchteten in Syrien und den Nachbarregionen fordert die Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein den ca. 40.000 syrischen Staatsbürgern in Deutschland zu ermöglichen, ihre Familienangehörigen bei sich aufzunehmen. Die Zahl der Binnenvertriebenen sei 2012 mit 28,8 Millionen Menschen so hoch wie nie gewesen. Ein Hauptgrund hierfür sei laut UNHCR der Syrien-Konflikt. Der dritte Antrag stand für die Initiierung einer Qualitätsoffensive in der Kindertagesbetreuung in Schleswig-Holstein. Durch die Qualitätsoffensive soll sichergestellt werden, dass alle Kinder chancengerecht aufwachsen können. Hierzu gehöre der beitragsfreie Zugang in die Kindertagesbetreuung für alle Kinder. Erforderlich sei aus Sicht der Arbeiterwohlfahrt auch, dass die Landesregierung sich gegenüber der Bundesregierung für eine Rücknahme des kontraproduktiven Betreuungsgeldes einsetze. Die Landeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt hat wieder einmal deutlich gemacht, dass die AWO Schleswig-Holstein geeint an ihrer Wertekultur festhält. Sie ist sich aber auch bewusst, dass die Neustrukturierung des Sozialsektors fortlaufende Veränderungsbedarfe mit sich bringt, auf die der Vorstand und die Geschäftsführung des Spitzenverbandes mit stetiger Anpassung der sozialen Arbeit der AWO und ihrer Angebotsstruktur reagiert. Die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den vielen Ehrenamtlichen spielt hierbei auch eine große Rolle. Weitere Informationen: AWO-Schleswig-Holstein
Weiterlesen Die Wochenarbeitszeit aller Vollzeitbeschäftigten hat sich bundesweit seit 1991 um eine halbe Stunde erhöht. Nur vier von zehn Arbeitnehmern gehen aber davon aus, dass sie unter ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen überhaupt bis zur Rente arbeiten können. Ende 2012 hatten 15 441 Menschen in Schleswig-Holstein in dieser Altersklasse einen Minijob. Die Zahl der geringfügig Entlohnten (Minijobber) in der Altergruppe ab 65 Jahren llag in Schleswig-Holstein Ende 2012 bei 31.260. 52 Prozent der Beschäftigten erklärten in repräsentativen Befragungen des DGB, sie müssen „sehr häufig“ oder „oft“ gehetzt arbeiten. 63 Prozent gaben an, dass sie seit Jahren immer mehr in der gleichen Zeit leisten müssen. Nur 42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland gehen davon aus, dass sie unter ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen bis zur Rente arbeiten können. Dagegen vermuten 47 Prozent, dass sie es wahrscheinlich nicht bis zum Rentenalter schaffen. Weitere Informationen: DGB-Nord



