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Mobilität

Der Hof „Wilde Wiesen“ der Familie Sellmer aus Böhnhusen ist der fünfte Hof einer Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz. Am 20.03. wird dort zu einer kurzen Informationsveranstaltung eingeladen.

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In Schleswig-Holstein haben sich Bauernhöfe zusammengetan, um Angebote für Menschen mit Demenz zu etablieren und Unterstützung für Angehörige zu bieten. Beraten werden die Bauernhöfe vom Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein und der Landwirtschaftskammer, die gemeinsam dieses Projekt ins Leben gerufen haben. Beide schulen und begleiten die interessierten Höfe fachlich.

Ziel des Projektes „Bauernhöfe für Menschen mit Demenz“ ist es, innovative Entlastungsangebote und Betreuungsmöglichkeiten auf Höfen zu schaffen und Versorgungslücken im ländlichen Raum zu schließen. Durch dieses Angebot sollen auch die Angehörigen demenzerkrankter Menschen Entlastung finden. "Die Pflegekassen übernehmen für diese Entlastung im Alltag die Kosten mit bis zu 125,- € im Monat.“, informiert Anneke Wilken vom Kompetenzzentrum Demenz.

Malaika Sellmer aus Böhnhusen sucht für ihr Angebot noch Ehrenamtliche, die sie vor- oder nachmittags bei dem Hofbesuch der Menschen mit Demenz unterstützen. Eine Schulung für die Ehrenamtlichen wird ebenfalls von der Pflegekasse bezahlt und durch das Kompetenzzentrum durchgeführt.

Mehr zum Thema Demenz gibt es am 20.3.2018 um 16:30 Uhr im Gemeindehaus Böhnhusen. Anneke Wilken beantwortet Fragen wie: Was ist Demenz? Was kann ich als An- und Zugehöriger tun? Wie spreche ich mit den Betroffenen? Außerdem werden Möglichkeiten der Entlastung aufgezeigt. Die Veranstaltung ist kostenfrei und dauert 90 Minuten. Anmelden können Sie sich bei Malaika Sellmer unter info@hof-wilde-wiesen.de.

Bildunterschrift: Malaika Sellmer freut sich auf Gäste und Helfer für ihr neues Hofangebot für Menschen mit Demenz

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Altersarmut

9. Februar 2018

Auf diesem Portal kann einiges zum Thema Altersarmut nachgelesen werden. Da das Thema nicht an Aktualität verliert, sind im folgenden Beitrag einige aktuelle Informationen zusammengetragen.

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Laut einer Prognose der Bertelsmann-Stiftung soll 2036 20 Prozent der Neurentner/innen von Altersarmut betroffen sein. Die Gründe dafür liegen laut der Stiftung unter anderem in den Rentenreformen der letzten Jahre, in der jeweiligen Arbeitsbiographie und in der Ausweitung von Arbeitsformen wie Leiharbeit, Teilzeitarbeit oder Solo-Selbständigkeit. Mehr zu der Studie finden Sie hier.

Dem Thema Altersarmut widmete sich auch die Sendung "Rentenreport" im Ersten. Diese können Sie sich hier anschauen. Ausführliche Hintergrundinformationen zu der Sendung finden Sie hier.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert Maßnahmen gegen oft unterschätzte Altersarmut, damit Rentner/innen nicht auf Grundsicherung angewiesen sein müssen. Zu den aktuellen Daten liefert der Paritätische eine Kurzexpertise. Bereits im September 2017 lieferte der Wohlfahrtsverband elf Reformvorschläge für das Rentensystem. Die bisherigen Ergebnisse aus den Koalitionsverhandlungen im Bund werden entsprechend skeptisch kommentiert.

Aus Schleswig-Holstein wird eine Bundesratsinitiative erwartet, welche die Anrechnung der Renten auf die Grundsicherung prüfen bzw. abschaffen will.

Als rentenpolitisches Vorbild wird häufig Österreich genannt. Dazu können Sie hier einen Beitrag nachlesen. Einen konkreten Vergleich zwischen dem deutschen und österreichischem Modell finden Sie hier.

Auch das letzte Altenparlament in Schleswig-Holstein beschäftigte sich im Arbeitskreis 2 intensiv mit der Altersarmut.

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Viele ältere Migrant/innen der ersten Generation wollen in Deutschland bleiben und ihren Lebensabend verbringen. Wie in der BRD geborene Senior/innen haben sie den Wunsch, möglichst lange in der vertrauten Umgebung zu bleiben, sich selbst versorgen zu können sowie Kontakte und Begegnung mit der Nachbarschaft zu halten.

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Wie sich „interkulturelle Vielfalt im altengerechten Quartier“ für eingewanderte und einheimische Personen gemeinsam gestalten lässt, war Thema eines Fachtages des Landesbüros altengerechte Quartiere.NRW im Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. 150 Interessierte aus Wissenschaft und Praxis suchten und gaben Impulse für die Quartiersarbeit.

Die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter hob die Notwendigkeit hervor, angesichts des demografischen Wandels altengerechte Strukturveränderungen in den Quartieren vorzunehmen. „Diesen Wandel müssen wir gestalten, nicht einfach auf uns zukommen lassen!“ Dabei gelte es, die Vielfalt der Bedürfnisse zu berücksichtigen und die interkulturelle Öffnung voranzubringen. „Das kann in jedem Quartier anders sein, ein Patentrezept gibt es nicht.“

„Interkulturelle Kompetenz“ als Basis der Verständigung beleuchtete Dr. Mohammed Heidari, Waik-Institut Köln. In der Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Glaubenszugehörigkeit und Sprache müsse statt „starrer Kulturalisierung“ Sensitivität für die Vielfalt entwickelt werden. „Wir müssen die Probleme benennen und lösen. Wenn man die Knackpunkte in der Kommunikation erkennt, stellt man fest, dass sie zum größten Teil auf beiderseitigen Missverständnissen beruhen.“

Ergebnisse aus der Sinusstudie zu den Milieus und Lebenswelten älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stellte Klaus Gerhards, iD-Agentur-Ruhr vor. Die Migranten-Milieus unterscheiden sich weniger nach Herkunft und sozialer Lage als nach ihren Wertvorstellungen und Lebensstilen. Die hier lebenden älteren Migrant/innen leben zu überdurchschnittlich hohen Anteilen im „traditionellen Arbeitermilieu“ (43%) und „religiös verwurzelten Milieu“ (22%). Die erfolgreiche Etablierung im Aufnahmeland hängt von der Bildung, aber auch von der Herkunftsregion ab – ist diese urbaner, funktioniere die Integration besser.

Beispiele aus der Praxis brachte die Podiumsdiskussion. Denn die Zielgruppe der älteren Migrant/innen ist oft nicht einfach zu erreichen. „Wenn es ums Feiern geht, funktioniert Integration wunderbar“ stellten die Praktiker/innen aus verschiedenen Quartiersentwicklungsprojekten des MGEPA in NRW einhellig fest. Bei Fachthemen wie Wohnen, Mobilität oder Gesundheit wird es schwieriger. Viele Ideen gibt es: Ansprache in der Muttersprache direkt, mit Flyern, in Workshops, Islamunterricht an Schulen, kultursensible Spaziergänge im Quartier. Einig war man sich, dass die Quartiersarbeit „Türöffner“ braucht: Multiplikatoren, die Brücken bauen. Die „Expert/innen vor Ort“ müssen mit ins Boot, auch Wohnungsgesellschaften, Vereine, Sozialarbeiter/innen oder Ärzt/innen können helfen, Türen zu öffnen. Weitere Informationen finden Sie online.

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Die Fraktionen von CDU, Grünen und FDP haben beschlossen, einen Fonds einzurichten, aus dessen Topf Hilfsangebote für die Barrierefreiheit ausgebaut werden können. Übergeordnetes Ziel soll es sein, in möglichst vielen Bereichen Barrierefreiheit zu erreichen. Modellhafte Anstrengungen soll die Landesregierung in besonderem Maße fördern.

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Viele Kommunen fühlten sich finanziell davon überfordert, Barrierefreiheit herzustellen, berichtet der Landesbeauftrage für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein. Ihn erreichten immer wieder entsprechende Anfragen und Hilfegesuche. ,,Derzeit existieren zu wenige Fördermittel für die Barrierefreiheit im Land", kritisiert der Landesbeauftragte. ,,Die Kommunen benötigen eine finanzielle Entlastung, zum Beispiel bei der Sanierung von Schulen, Kitas oder anderen öffentlichen Gebäuden", so Hase weiter. Der Landesbeauftragte mahnt jedoch an, dass die Fördermittel nicht für Projekte zur Verfügung gestellt werden sollten, für die es ohnehin eine gesetzliche Verpflichtung gebe.

Weiterhin fordert der Landesbeauftragte, Menschen mit Behinderungen bei der Erarbeitung der Förderkriterien und der Vergabe der Fördergelder zu beteiligen. ,,Menschen mit Behinderungen wissen selbst am besten, wo die entsprechenden Bedarfe sind", so Hase abschließend.

Der beamtenbund und tarifunion begrüßt dieses. Der geplante Fonds soll allerdings nur 10 Millionen Euro umfassen.

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Am 14.02.2018 bietet das Diakonische Werk Schleswig-Holstein in Rendsburg eine Zukunftskonferenz zum Projekt "Zukunftsszenario Altenhilfe Schleswig-Holstein 2030/2045" an. Dieses Projekt widmet sich der Leitfrage "Wie können wir überall alt werden?".

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Die Veranstaltung ist kostenfrei, beginnt um 9 Uhr und endet gegen 17 Uhr. Mehr zu den einzelnen Programmpunkten finden Sie auf der Seite des Projektes. Der Veranstaltungsort ist das Tagungszentrum Hohes Arsenal am Paradeplatz 11 in 24768 Rendsburg.

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Die Bürger/innenbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein, Samiah El Samadoni, hat am 14. 09.2017 in Kiel ihren Tätigkeitsbericht 2016 vorgestellt. In dem Tätigkeitsbericht 2016, der im September 2017 veröffentlicht wurde, berichtet die Bürger/innenbeauftragte von Problemen mit Hartz IV, dem Zugang zum Krankenversicherungsschutz und bei Leistungen für Kinder mit Behinderungen.

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Die Bürger/innen richteten 3.323 Petitionen an die Beauftragte, um ihre Sorgen, Nöte und Ängste vorzutragen, weil sie Streitigkeiten und Probleme mit den Sozialbehörden hatten. Wie in den letzten Jahren bildeten die Eingaben zum Bereich Grundsicherung für Arbeitsuchende/Hartz IV den Schwerpunkt der Arbeit (876). Seit Bestehen des Amtes (eingerichtet 1988) gab es insgesamt 76.923 Petitionen.

Der Bericht unterteilt sich inhaltlich in die drei Schwerpunkte: Anregungen und Vorschläge, Berichte sowie Fallbeispiele und enthält darüber hinaus u.a. Statistiken (z.B. Anzahl der Gesamtneueingaben, Entwicklung der Eingaben nach Sachgebiet, Eingaben nach Schwerpunkt der Beratung, Eingaben nach Petent/in, Entwicklung der absoluten jährlichen Eingabezahlen 2007 bis 2016, Abschließend bearbeitete Eingaben im Berichtsjahr mit Erledigungsart, Öffentlichkeitsarbeit) sowie ein Positionspapier zur Novellierung des SGB II mit Änderungsvorschlägen im Hinblick auf u.a. Zwangsverrentung; Kosten der Unterkunft; Hilfebedürftigkeit – Abschaffung der horizontalen und Einführung der vertikalen Berechnungsmethode; Leistungen zur Teilhabe und Bildung – Abschaffung des gesonderten Antrags nach „ 37 Abs. 1 S. 2 SGB II; Ermittlung/Anpassung der Bedarfe zu den Leistungen zur Teilhabe und Bildung; Leistungen für Auszubildende aus dem SGB II ins BAföG und SGB III – „Doppelzuständigkeiten vermeiden“; Aufrechnung ($ 43 SGB II); Überprüfungsantrag $ 44 SGB X; Anrechnung einer einmaligen Einnahme bei vorzeitigem Verbrauch sowie mit Ausführungen zu einem grundlegenden systematischen Reformbedarf.

Anregungen und Vorschläge beziehen sich auf:

  • die Abschaffung der Zwangsverrentung nach § 12a Satz 2 Nr. 1 SGB II mit dem Vorschlag einer schrittweisen Anpassung dieser Regelung an das gestiegene Renteneintrittsalter;
  • die Bekämpfung von Altersarmut durch gestaffelte Rentenfreibeträge, die im SGB XII festgehalten werden und für private oder betrieblich sowie gesetzliche Renten Gültigkeit haben;
  • die Stärkung der Mitgliedschaft in der Gesetzlichen Krankenversicherung und Erleichterung des Zugangs durch z.B. Teilkostentarife für Beamte in der Gesetzlichen Krankenversicherung, Pflichtberatungen bei einem Wechsel von der Gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung.

Neben den oben lediglich skizzierten Anregungen und Vorschlägen enthält der 116 Seiten lange Teilhabebericht 2016 weitere ausführlichere Anregungen und Vorschläge für die Themen:

  • BAB / BAföG: Vereinfachung der Regelungen für Auszubildende (SGB II),
  • Mindestens jährliche Aktualisierung der Mietrichtwerte (SGB II),
  • Rechtsanspruch auf einen KiTa-Platz für Kinder unter drei Jahren mit Behinderung (SGB VIII).

Berichte thematisieren folgende Schwerpunkte:

  • Gesetzliche Krankenversicherung – Als ein Problem wird die eingestellte Zahlung des Krankengeldes bei mutmaßlicher Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit oder bei verspäteter Arbeitsunfähigkeit angeführt. Entsprechend fordert die Bürgerbeauftragte die Zahlung von Krankengeld durch die Krankenversicherung ohne die Versicherten mit darauf bezogenen Streitigkeiten zu belasten. Ein weiteres Problem sei die sogenannte Notversorgung mit Leistungen nach dem SGB V durch Beitragsschulden, woraus sich die Forderung der Bürger/innenbeauftragten eines gesetzlich eindeutig geregelten Anspruchs auf Abschluss einer tragfähigen Vereinbarung über Ratenzahlungen ergibt.
  • Gesetzliche Rentenversicherung – Als problematisch ist die drohende Armut bei Erwerbsminderungsrenten zu nennen. In Anbetracht des oft zu niedrigen Rentenniveaus begrüßt die Bürger/innenbeauftrage den Bundesregierungsbeschluss über langfristige Verbesserungen bei Erwerbsminderungsrenten. Andere Forderungen im Hinblick auf die Einführung eines Rentenfreibetrags, die Stärkung der Rentenversicherung, die verstärkte Vollerwerbsfähigkeit, die Steigerung der Rentenbeiträge mittels eines angemessenen Mindestlohns etc. liegen laut der Bürger/innenbeauftragten begründet in dem generell sinkenden Rentenniveau und der damit verbundenen steigenden Altersarmut. Des Weiteren sei die Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit der versicherten Personen in Beobachtung der wachsenden Unzufriedenheit von Betroffenen mit den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben der Rentenversicherungsträger eine wichtige Aufgabe.
  • Soziale Pflegeversicherung – Anfragen wurden vor allem im Bereich des neu eingeführten Begutachtungssystems verzeichnet. Daneben bezogen sich andere auf die Voraussetzungen zur Förderung von Umbaumaßnahmen, um das individuelle Wohnumfeld zu verbessern (§ 40 Abs. 4 SGB XI) sowie auf die Betreuungs- und Entlastungsleistungen (§ 45 b SGB XI). Erfreulich ist, dass zur Sicherstellung der Gewährung einer wohnortnahen Beratung in 14 von 15 Kreisen und allen kreisfreien Städten Pflegestützpunkte vorhanden seien.
  • Sozialhilfe – Die meisten Petitionen kamen aus dem Bereich der Grundsicherung bei Erwerbsminderung und im Alter (mit Anfragen und/oder Beschwerden bezüglich der Kosten der Unterkunft und Heizung sowie der zahnärztlichen Behandlung und der Anrechnung von Einkommen und Vermögen), gefolgt von den Petitionen zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung sowie abschließend derer zu den Hilfen in besonderen Lebenslagen und den Hilfen zum Lebensunterhalt. Damit bildete auch in diesem Jahr der Teilbereich Eingliederungshilfe einen Schwerpunkt der Arbeit, wobei der Fokus vor allem auf die bis vor kurzer Zeit schwierige Thematik der Schulbegleiter/innen gelegen habe.

Die grob umrissenen obigen Berichte werden von weiteren Berichten ergänzt:

  • Grundsicherung für Arbeitssuchende,
  • Arbeitsförderung,
  • Kinder- und Jugendhilfe,
  • Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen,
  • Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG),
  • Beihilfe,
  • Kindergeld,
  • Kinderzuschlag,
  • Rundfunkgebühren,
  • Schulangelegenheiten,
  • Unterhaltsvorschuss,
  • Wohngeld nach dem Wohngesetz.

Mittels der zum Schluss aufgeführten 19 Fallbeispiele werden die differenten Schwerpunktthemen (Grundsicherung für Arbeitssuchende, Arbeitsförderung, Gesetzliche Krankenversicherung, Gesetzliche Rentenversicherung, Kinder- und Jugendhilfe, Schwerbehindertenrecht, Sozialhilfe/Schulbegleitung, Sozialhilfe, BAföG, Beihilfe, Schulangelegenheiten) des Teilhabeberichts 2016 anschaulich illustriert.

Allen interessierten Personen steht der Teilhabebericht 2016 als PDF zur Verfügung.

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Manchmal wird im Kontext ehrenamtlicher Senior/innen-Projekte zuerst an junge Menschen gedacht, die in ihrer freien Zeit ältere Menschen unterstützen, die Älteren würden also von Jüngeren profitieren. Dies ist zwar durchaus anzutreffen, als eines von vielen Beispielen zeigt die Initiative „Nachbarschaftshilfe“ des Landratsamtes in Altötting, dass es auch anders geht: „Ehrenamtliches Engagement von Senioren (aber nicht nur) für Senioren“. In diesem Beitrag der Reihe Beispielsweise… Gute Ideen für ein besser Leben im Alter können Sie sich dazu näher informieren.

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Das Landratsamt Altötting ist sich der vielfältigen Qualitäten älterer Menschen durchaus bewusst und sucht in seinen Projekten nicht nur die Reintegration von Senior/innen, sondern auch die Einbringung derer Fähigkeiten. Ob Babysitten, Vorlesen, kleine Hausarbeiten oder Hausaufgabenhilfe: Es gibt viele Bereiche, bei denen Menschen im sogenannten Ruhestand Erfahrung haben und gewillt sind, ihre Zeit zu schenken. Wie gut das wirklich klappt, zeigen die Beispiele, die im Rahmen der Nachbarschaftshilfe stattfinden.


1. Die Nachbarschaftshilfe Mehring

„Die Idee ist so einfach wie simpel.“, so beginnt der Bericht über dieses Programm. Hier kann man kaum widersprechen: Das Konzept der Nachbarschaftshilfe organisiert lediglich das, was in Gemeinden zum Teil selbstverständlich ist: „Jeder hilft seinem Nachbarn, wie er kann.“ Das heißt, dass zwar jüngere Menschen Ältere in Angelegenheiten wie Arztbesuchen, Behördengängen und Einkäufen unterstützen, auch aber dass Senior/innen ihre Fähigkeiten einbringen. Dabei entlasten sie vor Allem Alleinerziehende und überbelastete Familien, indem sie bei den Hausaufgaben oder beim Lernen helfen. Dies mache Spaß und sei eine schöne Aufgabe, so Stefan Eichinger, ein pensionierter Teilnehmer der Nachbarschaftshilfe.


2. Die Oma-Opa-Vermittlung

Dieser Name, der vielleicht zunächst etwas seltsam klingen mag, erklärt in sich eigentlich schon das Konzept dieser Initiative. In Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund werden hier Senior/innen an junge Eltern, die sich die Unterstützung von „jemanden mit Lebenserfahrung“ wünschen, vermittelt. Gerade für Familien, bei denen die biologischen Großeltern nicht in der Nähe wohnen, kann dies stark entlastend wirken: Ihre Kinder werden liebevoll betreut und es findet ein wertvoller Generationenaustausch statt - wie es früher, als es noch üblicher war, dass sich mehrere Generationen ein Dach teilten, geläufig war. Dazu kommt, dass die sogenannten Leihgroßeltern durch die Aufgabe Anerkennung und Wertschätzung erfahren, die ihnen vielleicht zum Teil, durch ein gewisses Maß an mangelnder Integration im Alter, vorbehalten wird.


3. Das Mehrgenerationenhaus der Arbeiterwohlfahrt in Altötting

Das Mehrgenerationenhaus Altötting wird seinem Namen mehr als gerecht: Auf ganz verschiedene Art kommen die Generationen hier zusammen. Ob bei Angeboten wie Generationenfrühstück, bei Musik und Tanz oder anderen Projekten, bei denen Senior/innen nicht nur die Möglichkeit haben Hilfe zu beanspruchen, sondern auch, sich selbst einzubringen: Als Lesepat/innen, in Deutschkursen oder beim Seniorenturnen. Darüber hinaus soll über eine öffentliche Vermittlungsbank der Austausch der Leistungen gegen eine kleine Vergütung ermöglicht werden. Das Konzept, welches vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, zielt auf die Förderung von Senior/innen- und Integrationsarbeit sowie Ehrenamt und wird von den Organisator/innen als Erfolg bewertet.


Wenn Sie von dem Erfolg und den Ideen der Projekte des Altöttinger Landratsamtes so begeistert sind wie wir vom DISW, finden sie auf der Webseite des Projekts nicht nur weitere Informationen, sondern haben auch die Möglichkeit zur unmittelbaren Kontaktaufnahme – oder Sie lassen sich einfach inspirieren und ergreifen die Initiative selbst.

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Wir berichteten bereits im Sommer über den Bericht, in dem etwa 1000 Telefonbefragungen zu Bedarfen und Bedürfnissen älterer Türkeistämmiger in Deutschland im Hinblick auf das Leben im Alter ausgewertet wurden. Nun ist in der Zeitschrift "Forschung Aktuell" ein zusammenfassender Artikel erschienen.

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Den kompletten Bericht können Sie hier einsehen. Die Zusammenfassung steht Ihnen ebenfalls kostenfrei zur Verfügung.

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Zum fünften Mal vergab die Rudi Assauer Initiative Demenz und Gesellschaft heute den Rudi Assauer Preis. Insgesamt wurden fünf Projekte ausgezeichnet und ein Medienpreis vergeben. Die Rudi Assauer Initiative Demenz und Gesellschaft zeichnet mit dem Preis fünf innovative Projekte von Einzelpersonen oder Gruppen aus, die zum Ziel haben, die Lebensqualität von an Demenz erkrankten Menschen und betreuenden Angehörigen zu verbessern. Einer der Preise ging nach Schleswig-Holstein.

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Ebenfalls ausgezeichnet werden im Rahmen des sogenannten „Medienpreises“ Informationskampagnen oder Medienberichte, die  dazu beitragen, das Krankheitsbild Demenz in der Öffentlichkeit weiter zu enttabuisieren.

Der erste Preis, dotiert mit 4000 Euro, ging an die Oper Köln mit dem Projekt „Oper für Jung und Alt“. Seit der Spielzeit 2013/2014 ermöglicht das Projekt Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sowie Kindern Opernbesuche. Neben der Anpassung der Rahmenbedingungen des Opernbesuchs entsprechend der kognitiven und körperlichen Fähigkeiten unterstützt das Projekt auch die intergenerative Begegnung von Kindern und Demenzerkrankten.

Der zweite Preis mit 3000 Euro ging an das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein. „Der Bauernhof als Ort für Menschen mit Demenz“ wurde als Kooperationsprojekt der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein und der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein ins Leben gerufen. Seit 2015 werden Freizeitangebote auf dem teilnehmenden Höfen für Menschen mit Demenz angeboten. Wir berichteten z.B. über das Angebot aus Krukow.

Das Projekt „Gesundheit in Bewegung 2.0“ der Fachhochschule Kärnten  in Österreich wurde mit dem dritten Preis von 1000 Euro ausgezeichnet. Das Projekt befasst sich mit der partizipativen Entwicklung eines bedürfnis- und bedarfsgerechten Bewegungsprogramms für Menschen mit Demenz im Bereich Pflegeheim, sowie dessen Umsetzung, Evaluation und nachhaltiger Verankerung in der Lebenswelt von Menschen mit Demenz.

Die Mitarbeiter/innen des Caritas SeniorenHauses in Schönenberg-Kübelberg in Rheinland-Pfalz freuten sich über den vierten Rudi Assauer Preis über 700 Euro. Ausgezeichnet wurde das seit 2011 bestehende Projekt „Mitternachtsbetreuung“. Täglich zwischen 18.30 und Mitternacht werden in dem Haus verschiedene Angebote, wie Gesellschaftsspiele, Vorlesungen, Singen, Spaziergänge, für Menschen mit Demenz gemacht. Das Projekt hat zum Ziel, veränderten Schlafgewohnheiten der Erkrankten gerecht zu werden sowie die Gabe von Psychopharmaka und Schlafmedikationen zu reduzieren.

Karola Becker, aus Rehweiler in Rheinland-Pfalz erhielt den fünften Preis, der mit 500 Euro Preisgeld versehen ist. Becker ist seit 2013 Marte Meo Fachberaterin für Angehörige von Menschen mit Demenz sowie für Pflege- und Betreuungskräfte.

Der Medienpreis, der mit 1000 Euro dotiert ist, ging in diesem Jahr an Dr. Bernhard Albrecht, Autor der Stern-Redaktion, Ressort Wissen. Ausgezeichnet wurde Albrecht für sein stern-Gespräch „Auch wenn die Krankheit das Leben nimmt, die Liebe kann sie nicht nehmen“, erschienen am 08.06.2017 im Stern.

Mehr zur Rudi-Assauer-Initiative finden Sie online.

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„Tante Inges Enkel werden!“, „Ein eigenes Tandem starten!“ und „Im Netz live dabei sein!“ – diese Buttons zieren die Homepage der Webseite des Projekts Tante Inge. Der Initiativgedanke dafür entstand Anfang 2014, als Mitgründerin Kerstin Müller als junge Frau zum ersten Mal ihre Großtante Inge kennenlernte. Die Grundidee: Die Reintegration von Senior/innen durch unmittelbare Kontaktaufnahme der Generationen. Mehr zu der Entstehung der Idee, den Inhalten des Projektes sowie zu hilfreichen Materialien, mit denen Sie ein ähnliches Projekt vor Ort umsetzen können erfahren Sie in diesem Beitrag der Reihe Beispielsweise... Gute Ideen für ein besser Leben im Alter.

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Durch einen Post auf Facebook, in dem Kerstin Müller Gedanken zu Beziehungen zwischen Jüngeren und Älteren äußerte, entstanden erste Ideen: Das Team aus Berlin, welches sich bis heute für die Reintegration von Senior/innen durch unmittelbare Kontaktaufnahme der Generationen einsetzt, teilte am 21.01.2014 zum ersten Mal die Webseite auf Facebook.

Seither fanden im Rahmen der Initiative zahlreiche Projekte statt, ein Teil des Erfolges wird durch einen Preis abgebildet: Am 25.09.2017 nahmen zwei Vertreterinnen des Projekts von dem Ministerium für Soziales und Integration in Stuttgart den Sonderpreis von 5000 Euro des Großen Präventionspreises 2017 der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg entgegen: „Das ermöglicht uns in Zukunft Möglichkeiten der Gestaltung unserer Projekte, an die wir momentan noch nicht einmal denken.“, so das Team.

Doch auch ohne die neuen finanziellen Mittel, die der Geldpreis nun verspricht, hat die Tante Inge Initiative schon vielfach erfolgreiche Projekte umgesetzt. Es ginge nicht darum, perfekte Projekte zu konzipieren, die viel Geld kosten, sondern Ideen und Ansätze zu entwickeln, mit denen man auch im Kleinen die Vision von Tante Inge umsetzen könne.

Dabei findet im Rahmen von Tandems zwischen Jung und Alt Verschiedenes statt, die Jung und Alt im Alltag wieder näher zusammenbringen sollen: Tante Inge strickt, trinkt Cocktails und schaut Kino.

Diese Projekte sollen, so das Team, gerne und unbedingt nachgemacht werden. „Engagement lebt vom Ideen teilen. Wir erlauben es ausdrücklich.“ Auf der Webseite gibt es Projektkonzepte, Checklisten und alles nötige zum Herunterladen. Die Menschen hinter der Initiative fordern tatsächlich jede/n auf, das Konzept in ihren Regionen anzuwenden und sich mit Impulsen und Ideen zu beteiligen: „Hauptsache Tante Inge lebt!“. Es gibt sogar die Möglichkeit, sich sogenannte Tante Inge Pakete kostenfrei schicken zu lassen, in denen Flyer, Postkarten und weiteres zum Projektstart enthalten sind. So wird die Umsetzung eines solchen Projektes noch weiter vereinfacht – es fehlen zu dem Erfolg quasi noch die Menschen, die sich für die Umsetzung engagieren. Wie wichtig Projekte wie dieses sind bringt das Team selbst auf den Punkt: „Ältere Menschen verdienen den gleichen Respekt wie jüngere – wir können voneinander noch wahnsinnig viel lernen.“

Diese Überzeugung treibt wohl auch die vielen Events und Aktionen an, die regelmäßig stattfinden: In den letzten Monaten haben im Rahmen von Tante Inge Senior/innen gemeinsam mit Student/innen Waffeln gebacken, zu Livemusik getanzt und im Seniorenzentrum Brettspiele gespielt. Über solche Ereignisse werden stets auf dem Blog der Website berichtet – so kann man sich immer über das aktuelle Programm von Tante Inge auf dem laufenden halten.

Die Anleitungen und Konzepte die auf der Homepage zu finden sind, ermöglichen die Umsetzung von erprobten Projekten, bei dem die ersten aufwändigsten Arbeitsschritte und Vorüberlegungen im Prinzip schon geleistet wurden. Wer sich also genauer informieren oder sogar engagieren will ist gut beraten, Tante Inge mal einen Besuch im Internet abzustatten.

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