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Mobilität

Bisher steht für 2,9 Millionen Menschen, die als pflegebedürftig anerkannt sind, eine unzureichende öffentliche Pflegeinfrastruktur zur Verfügung. Die tatsächliche Versorgung oder informelle Unterstützung erfolgt meist im privaten Kontext, die durch die Pflegeversicherung erstatteten Kosten sind oft nicht ausreichend. Betroffene bzw. deren Angehörige weichen in dieser Situation mitunter auf Pflegekräfte aus, deren Arbeitgeber/innen nicht in der BRD ansässig ist.

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In dieser komplexen Situation ist nicht nur das Sozialrecht bzgl. der deutschen Pflegeversicherung, sondern auch andere Bereiche - wie z.B. das europäische Arbeitsrecht - wirksam. Es lohnt sich also, einen tieferen Blick in dieses arbeits- und sozialrechtliche Feld zu werfen. Dies hat die Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen mit den Literaturhinweisen zu diesem Thema geleistet.

Zunächst liegen einzelner Werke bzw. Herausgeberbände zu dem Thema vor:

Arend, Stefan / Klie, Thomas (2017): Wer pflegt Deutschland? Transnationale Pflegekräfte. Analysen, Erfahrungen, Konzepte.

Hitzemann, Andrea (2012): Pflege und Migration in Europa. Transnationale Perspektiven aus der Praxis.

Kniejska, Patrycja (2016): Migrant Care Workers aus Polen in der häuslichen Pflege. Zwischen familiärer Nähe und beruflicher Distanz.

Krawietz, Johanna (2014): Pflege grenzüberschreitend organisieren. Eine Studie zur transnationalen Vermittlung von Care-Arbeit.


Folgende Beiträge in können in Sammelwerken gefunden werden:

Dauwalder, Bettina / Michel, Christine / Moretti, Mauro (2013): Würdig altern. Würdig arbeiten in Pflege und Betreuung. In: Baumann, Hans (Hg.): Care statt Crash, S. 33-40.

Dilger, Gerda (2015): Solidarität mit Pflegehelferinnen aus Osteuropa. In: Deutscher Caritasverband (Hg.): Caritas Jahrbuch 2016, S. 31-33.

Heger, Dörte (2016): Anerkennung und Missachtung in der Pflege. In: Dabrowski, Martin / Wolf, Judith (Hg.): Menschenwürde und Gerechtigkeit in der Pflege, S. 45-52.

Krause, Felix (2016): „Vulnerabilitätsrisiken“ in der Pflege. Eine sozialethische Analyse. In: Dabrowski, Martin / Wolf, Judith (Hg.): Menschenwürde und Gerechtigkeit in der Pflege, S. 9-44.

Krawietz, Johanna / Visel, Stefanie (2016): The perceived differences in the recognition of migrant care workers' credentials in Germany. In: Karl, Ute / Torres, Sandra (Hg.): Ageing in contexts of migration, S. 187-197.

Krawietz, Johanna / Visel, Stefanie (2014): „Care at work“. Unterstützung für transnational Sorgende. In: Bähr, Christiane / Homfeldt, Hans Günther / Schröder, Christian / Schröer, Wolfgang / Schweppe, Cornelia (Hg.): Weltatlas Soziale Arbeit, S. 429-442.

Lutz, Helma / Palenga-Möllenbeck, Ewa (2015): Care-Arbeit, Gender und Migration. Überlegungen zu einer Theorie der transnationalen Migration im Haushaltsarbeitssektor in Europa: Meier-Gräwe, Ute (Hg.): Die Arbeit des Alltags. Gesellschaftliche Organisation und Umverteilung. Wiesbaden: Springer VS, S. 181-199.

Schneiders, Katrin (2013): Die Internationalisierung des Pflegesektors: Innovationsschub oder Qualitätsverlust? In: Soeffner, Hans-Georg / Kursawe, Kathy (Hg.): Transnationale Vergesellschaftungen, S. 1-12.

Senghaas-Knobloch, Eva (2016): Lücken und Krisen in Betreuung und Pflege - Ist transnationale Arbeitsteilung die richtige Antwort? Überlegungen in der Perspektive einer nachhaltigen Gesellschaftsentwicklung. In: Ernst, Stephan (Hg.): Alter und Altern, S. 201-217.

Soom Ammann, Eva / Van Holten, Karin / Baghdadi, Nadia (2013): Familiale Unterstützungs- und Pflegearrangements im transnationalern Kontext. Eine Zweigenerationen-Perspektive. In: Geisen, Thomas / Studer, Tobias / Yildiz, Erol (Hg.): Migration, Familie und soziale Lage, S. 273-293.


Folgende Aufsätze sind Fachzeitschriften veröffentlicht:

Isfort, Michael (2016): Gradmesser für die Pflege. In: Häusliche Pflege, Heft 10, S. 38-41.

Bischofberger, Iren / Otto, Ulrich / Franke, Annette / Schnepp, Wilfried (2017): Pflegebedürftige Angehörige über Landesgrenzen hinweg unterstützen. Erkenntnisse aus zwei Fallstudien. In: Pflege & Gesellschaft, S. 84-93.

Neukirch, Sabine / Nebauer, Flavia / Krewer, Ann Marie (2015): Zwischen Nähe und Distanz. Immer mehr Familien greifen auf ausländische Betreuungskräfte zurück. In: Pro Alter; Heft 3, S. 50-53.

Rossow, Verena / Leiber, Simone (2017): Zwischen Vermarktlichung und Europäisierung. Die wachsende Bedeutung transnational agierender Vermittlungsagenturen in der häuslichen Pflege in Deutschland. In: Sozialer Fortschritt. Heft 3/4, S. 285-302.

Schirilla, Nausikaa / Kiekert, Jasmin (2016): Osteuropäische Betreuungskräfte: Ende des Pflegenotstandes? In: Neue Caritas, Heft 3, S. 23-25.

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Wie soll ein/e Busfahrer/in reagieren, wenn jemand im Bus sitzen bleibt und nicht mehr weiß, wo er aussteigen muss? Wie reagieren, wenn das falsche Ticket vorgezeigt wird? Wie lässt sich überhaupt erkennen, dass eine Demenzerkrankung vorliegt? Diese Fragen sollen durch Schulungsmaterialien der Initiative Demenz Partner der Deutschen Alzheimer Gesellschaft beantwortet werden.

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Die Materialien wurden in Zusammenarbeit mit Betroffenen, Vertretern der Berufsgruppen und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) entwickelt.

In Deutschland leben aktuell 1,6 Mio. Menschen mit Demenz. Viele von ihnen sind bereits zu Beginn der Erkrankung auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, da beispielsweise das Autofahren nicht mehr möglich ist. Die Nutzung des ÖPNV kann dazu beitragen, die gewünschte Mobilität und damit auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aufrechtzuerhalten. Menschen mit Demenz sind dabei auf Unterstützung und Verständnis in ihrem Umfeld angewiesen.

Eine wichtige Voraussetzung, dass dies auch bei der Nutzung von Bus und Bahn gelingt, ist ein verständnisvolles Fahr- und Servicepersonal.

Mehr zu dem Schulungsmaterial erfahren Sie von der Initiative Demenz Partner.

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Mehr Teilhabe der über 31.000 demenzerkrankten Menschen in Hamburg: Das will die Initiative „Demenzsensibel“ erreichen. Denn viele Menschen mit Demenz blieben lieber zu Hause, wenn sie merkten, dass ihnen der Alltag fremd werde und sie in den Augen anderer Fehler machten. Eben deswegen sei es so wichtig, Sensibilität zu erzeugen, damit demenzfreundliche Begegnungen möglich seien.

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Mit diesem Ziel schlossen sich im Rahmen der Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg einige Institutionen zu der Kampagne Demenzsensibel zusammen: Die Körber-Stiftung, Konfetti im Kopf e.V., Kultur (er)Leben-Hamburg e.V., die Kunsthalle Hamburg und die Historischen Museen Hamburg arbeiten gemeinsam daran, eine freundliche Gesellschaft zu gestalten, bei der nicht mit dem Finger gezeigt werde, wenn sich jemand anders als gewohnt verhalte. Dabei könne jede/r mitmachen; Kulturanbieter/innen, Geschäfte und besonders Privatpersonen. Das einzig erforderliche sei Offenheit und Akzeptanz; „freundlich anlächeln, statt wegzuschauen“. Nur so würden sich die Alltagsbedingungen für Demenzerkrankte erleichtern und damit die Lebensqualität der Betroffenen, auch aber Angehörigen erheblich verbessern. Außerdem könne die ganze Gesellschaft daraus lernen und daran wachsen.

Auf diesen Portal finden Sie weitere Beiträge rund um das Thema Demenzerkrankung.

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Die Politik für ältere Menschen müsse darauf ausgerichtet sein, ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen – davon sei die Bundesregierung überzeugt: Bis ins hohe Alter solle es möglich sein, ein erfülltes Leben zu führen.

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Der Siebte Altenbericht des Bundeskabinetts, gebildet aus dem Bericht der unabhängigen Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung, will zeigen, wie man solche Bedingungen gewährleisten könne. Die Expertenkommission wählte dafür das Thema „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“. Dazu nimmt das Bundesfamilienministerium Stellung: Ein eigenständiges Leben, das Überwinden von Ungleichheiten und soziale Teilhabe müssten ermöglicht und gefördert werden, damit Menschen würdevoll altern könnten. Dafür müssten die Rahmenbedingungen stimmen: Das kommunale und lokale Umfeld, die Infrastruktur und das soziale Netzwerk würden die Lebensqualität, besonders für Senior/innen, maßgeblich beeinflussen. Vor allem gesundheitliche und pflegerische Versorgung sowie Wohnmöglichkeiten würden dabei eine große Rolle spielen.

Altenhilfestrukturen müssten demzufolge also geplant, auf- und ausgebaut werden, während laut Bundesregierung bereits „zahlreiche wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Situation älterer Menschen“ auf dem Weg gebracht worden sein. Dazu hat auch die Expertenkommission Vorschläge und Empfehlungen entwickelt, welche nun im größeren Zusammenhang diskutiert würden.

Der in jeder Legislaturperiode erscheinende Altenbericht wird seit 1994 dem Deutschen Bundestag und -rat vorgelegt, „zur kontinuierlichen Unterstützung altenpolitischen Entscheidungsprozesse“. Eine Übersicht der bereits vorgelegten Bericht finden sie hier.

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Auch kleine Städte- und Dorfgemeinschaften sind nicht unbetroffen von der stetigen Innovation im Bereich Kommunikation und Technik. Immer mehr Prozesse werden digitalisiert, gerade für ältere Menschen kann das neu sein. Doch was bedeutet dieser Wandel für die Kommunen und den in ihnen lebenden Senior/innen? „Die Kommune ist der Motor des Sozialraums“, sagt Paul Locherer, früherer Landtagsabgeordneter. Für ihn sind Technik und Alter gut vereinbar.

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So berichtete die Schwäbische Zeitung von den optimistischen Vorstellungen des ehemaligen Bürgermeisters Paul Locherer. Seine Ideen reichen von speziellen Apps für Senior/innen, wie zum Beispiel ein Mitfahrdienst, bis hin zu einer Bestandsaufnahme aller sozialkaritativen Dienste – um festzustellen, welche noch ergänzt werden müssten. An Arbeitskreisen, Vereinen und Angebot sollten Gemeinde, Kirche und alle weiter sozialen Akteure mitwirken.

Außerdem sieht Locherer auch in der Infrastruktur großes Potential: Führe diese die Generationen zusammen, wie beim Verbindungselement „Sandkasten“ zwischen einem Amtzeller Altenheim und einer Kindertagesstätte, „kämen unglaubliche Begegnungen zustande“. Es ermögliche den Austausch. 

In Amtzell scheinen die Wünsche des Altbürgermeisters also zumindest ein Stück weit in Erfüllung zu gehen: Aus dem Verein Füreinander-Miteinander entstand eine Nachbarschaftshilfe, Hospizgruppe, ein Kaffeetreff sowie ein Sport-, Freizeit- und Kulturprogramm für ältere Menschen. Außerdem ein „Bürgermobil“, welches Bürger/innen an zwei Tagen in der Woche zu den gewünschten Zielen bringt. Für die Senior/innen ist der Fahrdienst kostenlos, er wird finanziert über Sponsoren, Mitgliederbeiträge und die Gemeinde.

Zuletzt verweist er auf die Wichtigkeit finanzieller Mittel im Ehrenamt, gerade in der Seniorenarbeit: „Geld vervielfältigt das Ehrenamt“, appelliert er an die Gemeinden, freiwillige Arbeit müsse unterstützt werden.

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„Wer sich keine Zeit für Bewegung nimmt, der muss sich mit zunehmendem Alter – und das gilt für Menschen jeden Alters gleichermaßen – immer mehr Zeit für Krankheiten nehmen.“ Dies äußerte Dr. Ingo Froböse zum Thema Fitness und Gesundheit im Alter.

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Heute leitet er das ‚Zentrum für Gesundheit durch Sport und Bewegung‘ und steht an der Spitze des Institutes für ‚Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation‘ der Deutschen Sporthochschule Köln. Als Experte gibt er in einem Interview mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) wertvolle Tipps.

Für viele Senior/innen ist gerade der Bereich Krankheitsprävention ein wichtiges Thema: Oft bestehen Unsicherheiten über die richtige Art von Bewegung und zum Teil auch die Frage, ob nicht im Alter Schonung das Gesündere wäre. Letzteres sieht Dr. Froböse „grundsätzlich“ anders: Es sei nie zu spät, denn sogar im sehr hohen Alter von 80 oder 90 Jahren ließen sich Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination verbessern – Dies mache den Menschen stressresistenter, und damit weniger anfällig für Krankheit und andere Risiken.

Als weiteren wichtigen Punkt betont Dr. Froböse die Eigenständigkeit im Alter: „Wer fit ist, erhält Mobilität und damit auch die Selbstständigkeit im Alltag.“ Dabei meint er nicht nur die körperliche, sondern auch kognitive und mentale Leistungsfähigkeit, denn auch diese würde von einem aktiven Lebensstil positiv beeinflusst und aufrechterhalten. Sogar neurologischen Erkrankungen des Gehirns könne regelmäßige Bewegung vorbeugen.

Das Interview abschließend betont Dr. Ingo Froböse, dass er Präventionsangebote durch Fitness als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sehe. „Diese liegt aber auch in der Eigenverantwortung jeder Person und darf nicht vernachlässigt werden.“ Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine berichte von solchen aktiven Senior/Innen, sogenannten ‚Best Agers‘.

Nicht vergessen sollte bei solchen persönlich sicherlich hilfreichen Hinweisen, dass viele Senior/innen zu entsprechenden Angeboten keinen Zugang haben. Dies kann an der Entfernung zu entsprechenden Angeboten, aber auch an hohen monatlichen Beiträgen in Fitnessstudios liegen.

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Einschränkungen der Sehstärke sind für alle Altersgruppen ein relevantes Thema. Im Alter können sich diese jedoch verändern oder neue hinzukommen, wodurch soziale Teilhabe und Alltagstätigkeiten eingeschränkt werden können. Grund genug, dass sich die Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen mit Sehschwächen im Alter auseinandergesetzt hat und eine Reihe von Literaturempfehlungen zusammengefasst hat.

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Diese Werke befassen sich umfassend mit dem Thema:

Bender, Carsten / Schnurnberger, Marion (2018): Zwischen Sehen und Nicht-Sehen. Eine wahrnehmungs- und lebensweltanalytische Ethnographie zur Situation von Menschen mit Sehbeeinträchtigung im Alter.

Heussler, Fatima / Seibl, Magdalena / Wildi, Judith (2016): Menschen mit Sehbehinderung in Alterseinrichtungen. Gerontagogik und gerontagogische Pflege - Empfehlungen zur Inklusion.

Hindle, Andrew / Coates, Alison (2011): Nursing care of older people. a textbook for students and nurses.

Johnson, Jeff / Finn, Kate (2017): Designing user interfaces for an aging population. Towards universal design. Cambridge, MA: Elsevier, Morgan Kaufmann Publishers

Miesenberger, Klaus / Fels, Deborah / Archambault, Dominique / Penáz, Petr / Zagler, Wolfgang  (2014): Computers helping people with special needs / 14th international conference, ICCHP 2014, Paris, France, July 9-11, 2014

Pfau, Nicola / Kern, Axel Olaf / Wolfram, Christian / Kalcklösch, Margrit / Prütz, Franziska (2017): GBE-Themenheft Blindheit und Sehbehinderung.


Einzelne Beiträge sind in diesen Sammelwerken zu finden:

Ehlers, Anja / Teichmüller, Anne-Katrin (2016): Technik für soziale Teilhabe bei Sehbehinderung im Alter. In: Naegele, Gerhard / Olbermann, Elke (Hrsg.): Teilhabe im Alter gestalten, S. 295-309.

Marsiske, Michael / Delius, Julia A.M. / Maas, Ineke / Lindenberger, Ulman / Scherer, Hans / Tesch-Römer, Clemens (2010): Sensorische Systeme im Alter. In: Lindenberger, Ulman / Smith, Jacqui / Mayer, Karl Ulrich / Baltes, Paul B. (Hrsg.): Die Berliner Altersstudie, S. 403-427.


In diesen Zeitschriften finden sie Aufsätze zu Sehschwächen im Alter:

Boerner, Kathrin / Reinhardt, Joann P. / Raykov, Tenko / Horowitz, Amy (2004): Stability and change in social negativity in later life. Reducing received while maintaining initiated negativity. In: The journals of gerontology, S. 230-237.

Dunning, Troy (2009): Aging, activities and the internet. Low vision and blindness technology. In: Activities, adaptation & aging, S. 120-121.

Flaig, Katherina N.-L. / Mock, Steven E. / Reinhardt, Joann P. (2008): The degree of kinship and its association with reciprocity and exchange in the relationships of visually impaired older adults. In: European journal of ageing, S. 215-222.

Himmelsbach, Ines (2009): Bildung im Alter in sozialen Welten. Diesseits und jenseits von Dichotomien. In: Themenheft der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft "Schwerpunkt: Bildung und Aging", S. 457-473.

Kamps, Norbert (2018): Damit Hören und Sehen nicht vergehen. In: Altenpflege, S. 66-69.

Laliberte Rudman, Debbie / Gold, Deborah / Mcgrath, Colleen / Zuvela, Biljana / Spafford, Marlee M. / Renwick, Rebecca (2016): "Why would I want to go out?". Age-related vision loss and social participation. In: Canadian journal on aging, S. 465-478.

Mcgrath, Colleen / Laliberte Rudman, Debbie / Polgar, Jan / Spafford, Marlee M. / Trentham, Barry (2016): Negotiating "positive" aging in the presence of age-related vision loss (ARVL). The shaping and perpetuation of disability. In: Journal of aging studies, S. 1-10.

Seifert, Alexander / Händler-Schuster, Daniela (2018): Nachbarschaftliche Unterstützung bei sehbeeinträchtigten älteren Menschen. In: NOVAcura, S. 49-51.

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In der gemeinsamen Erklärung "Für eine solidarische Gesellschaft, für eine lebendige Demokratie" des Deutschen Bundesjungendrings (DBJR) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) treten die altersbezogenen Vertretungen gemeinsam für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft ein. Es werden Kinder, Jugendliche und ältere Menschen dazu aufgerufen, sich demokratiefeindlichem Gedankengut entgegenzustellen.

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In dem Papier wird sich "mehr Europa" gewünscht sowie "Brücken bauen, keine Mauern und Zäune”.  Aus Sicht der jungen und der älteren Menschen müssten die großen sozialen, ökonomischen und ökologischen Fragen, die Frage von Menschenrechten und Frieden weltweit beantwortet werden. Das gehe nur, wenn alle daran mitwirken könnten. BAGSO und DBJR stellen deshalb alle Altersgrenzen in Frage: „Junge wie Alte müssen für sich selbst entscheiden können, wie und wann sie sich in politische Prozesse einbringen, das betrifft auch die altersmäßigen Beschränkungen von aktivem oder passivem Wahlrecht“, sagt Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO.

BAGSO und DBJR sehen in der Bekämpfung von Armut eine vordringliche Aufgabe. Gleiche Bildungschancen und gute Bedingungen in Ausbildung und Beschäftigung und lebenslanges Lernen seien wichtig, um Altersarmut zu vermeiden. In der Position heben BAGSO und DBJR zudem die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in Vereinen und Verbänden hervor. „Wir sind tragende Säulen unserer Demokratie. Für unser Engagement brauchen wir Freiräume, verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und finanzielle Unterstützung durch den Staat“, sagt Tobias Köck, Vorsitzender des DBJR.

Mit dem Positionspapier möchten DBJR und BAGSO deutlich machen, dass Junge und Alte in wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen zusammenstehen. Konflikte zwischen den Generationen würden häufig herbeigeredet.

Das gesamte Positionspapier kann hier nachgelesen werden.

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Die Deutsche-Angestellten-Krankenkasse (DAK) berichtet in ihrem aktuellen, dritten Pflegereport von 2017 davon, dass 59% pflegender Angehöriger „am Ende ihrer Kräfte“ seien. Mehr Unterstützung – sowohl finanziell als auch durch professionelle Dienste – seien gewünscht und gebraucht. Außerdem erwarte man mehr Selbsthilfeangebote. Dies lässt sich durch die Belastungen einer Demenzerkrankung für Betroffene und Angehörige erklären.

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Von Demenz betroffen sind in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen, eine Zahl, die sich zufolge einer stetig alternden Gesellschaft ohne Behandlungsmöglichkeiten gegen Demenz bis 2050 verdoppelt haben könnte. Immer mehr Menschen werden wohl also nicht nur direkt, sondern auch indirekt von der Erkrankung betroffen sein: Man müsse sich also über den medizinischen Aspekt hinaus die Frage stellen, wie das Leben mit Demenz würdig und mit Teilhabe gestaltet werden könne. Dafür möchte die DAK als große Kranken- und Pflegeversicherung „daran mitarbeiten, konzeptionelle Antworten für die besonderen Bedarfe von Menschen mit Demenz zu finden“, so Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

Nicht nur Krankenkassen, sondern auch der Staat sollten sich an der Arbeit beteiligen. Zum Teil geschieht dies auch schon, zum Beispiel im Rahmen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BSFSJ): So veröffentlichte die Allianz für Demenz des BFSFJ beispielsweise ein Papier mit dem Namen „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“, in welchem verschiedene Handlungsfelder wie gesellschaftliche Verantwortung, Unterstützung von Menschen mit Demenz und deren Familien und Gestaltung des Unterstützungs- und Versorgungssystems thematisiert werden. Außerdem veröffentlichte das Ministerium auf ihrer Internetseite Tipps für Angehörige und Betreuer/innen, darunter die Bereiche „Richtig kommunizieren“, „Im Alltag unterstützen“, „Schönes Erleben“, „Konflikt bewältigen“ und „Sich entlasten“.

Auch Initiativen unabhängiger Vereine wie der Deutschen Alzheimergesellschaft e.V. tragen zur Unterstützung bei Demenz bei. Das Projekt „Begleitung von Anfang an – Unterstützung für Menschen mit Demenz“ hat sich beispielsweise das Ziel gesetzt, alleinlebenden Personen und gegebenenfalls ihren Angehörigen zeitnah nach Diagnosestellung "Demenz" eine Alltagsassistent/in für eine längerfristige Begleitung und Unterstützung in der neuen Lebenssituation an die Seite zu stellen. Man wolle ermöglichen, dass Menschen trotz Demenz möglichst lange zu Hause leben und selbst bestimmen können.

Während all dies zwar sicherlich Schritte in die richtige Richtung darstellen, ist es wohl nun vor allem wichtig konkrete Maßnahmen zu ergreifen – im Bereich finanzieller Unterstützung, welche, laut des DAK-Pflegereports, 86% der Befragten benötigen.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.

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Der siebte Tätigkeitsbericht des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein wurde dem Landtag vorgelegt. Darin wurde nicht nur über die Arbeit, Aktivitäten und Themen der Jahre 2015 bis 2017 berichtet, sondern auch Anstöße und Handlungsempfehlungen aufgezeigt.

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In dem Bericht betont Hase beispielsweise die Wichtigkeit neuer Stellen für Sonderpädagog/innen – dabei reiche es allerdings nicht aus, jene Stellen zu schaffen; man müsse darüber hinaus mit starken Anreizen für den Beruf werben, so Hase. Diese Problematik unzureichender Sonderpädagog/innen für Menschen – besonders Schüler/innen und Kinder – mit Behinderungen gehe gewissermaßen einher mit dem Mangel an Pflegekräften für Senior/innen. In beiden Fällen, beziehungsweise in fast allen sozialen Berufen in Deutschland fehle nicht nur der finanzielle Anreiz, sondern oftmals auch die richtigen Arbeitsbedingungen.

Wie bei Senior/innen sind Mitarbeitende jedoch auch, oder sogar besonders bei Menschen mit Behinderungen, von hoher Wichtigkeit: Das nötige Personal sei notwendig für erfolgreiche Inklusion, ein Thema für welches Hase bei Kommunal- und Landespolitik werben wolle.

Darüber hinaus adressiert er den Abbau von Barrieren, eine weitere Angelegenheit welche sowohl Menschen mit Behinderungen, als auch Senior/innen betrifft. Dabei käme es nicht nur auf bauliche Barrierefreiheit an, sondern auch auf den Zugang zu Dienstleistungen und Angeboten, die für alle zugänglich gemacht werden sollten. Es bestehe in diesem Bereich noch viel Aufklärungsbedarf, so Hase, der im September eine Informationsbroschüre als Orientierungshilfe veröffentlichte.

In vielen Bereichen des Berichts werden Angelegenheiten angesprochen, die über die Wichtigkeit für Menschen mit Behinderungen hinaus auch Ältere betreffen: Neben der erwähnten Inklusion und Barrierefreiheit auch Diskriminierung durch gesellschaftliche Vorurteile – dieser besteht nämlich sowohl gegenüber Menschen mit Behinderungen als auch Senior/innen. Weil letztere ‚Randgruppe‘ stetig anwachse sei es auch hier immer wichtiger Maßnahmen, einzuleiten.

Der Tätigkeitsbericht Hases geht auf verschiedene marginalisierte Gruppen ein und lohnt sich somit zur Lektüre.

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