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Mobilität

Für viele Menschen bedeutet ein Umzug im Alter eine Herausforderung: Es haben sich viele Dinge angesammelt, die eventuell entsorgt werden müssten, organisatorischen Fragen können insbesondere für Alleinstehende eine große Hürde sein. Eine selbst entwickelte Mappe mit Tipps zum Umzug stellt das Seniorenbüro Neumünster zur Verfügung.

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Die Umzugsmappe richtet sich vor allem an SeniorInnen, sie beinhaltet Checklisten zur Zeitplanung, Wohnungsübernahme oder -auflösung sowie Informationen zu hilfreichen lokalen Angeboten. Ehrenamtliche HelferInnen stehen Interessierten von Beginn an bis zum Einzug in die neue Wohnung zur Seite.

Das Seniorenbüro in Neumünster bietet auch Beratung zum Wohnen im Alter an.

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Um allein lebenden älteren Menschen mehr soziale Teilhabe und eine ausgewogenere Ernährung zu ermöglichen, werden neue Mittagstische durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) unterstützt.

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Die Mittagstische, welche innerhalb der Startwoche vom 10. bis zum 15.10.2016 unterstützt werden, sollen älteren Menschen sowohl gesündere Ernährung als auch eine Möglichkeit bieten, mit anderen Menschen verstärkt in Kontakt zu treten.

Alle notwendigen Dokumente und Informationen, wie Akteure aus der Seniorenarbeit die Unterstützung erhalten können, finden Sie auf der Homepage der BAGSO. 200 Mittagstische sollen bundesweit durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert werden.

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Mit einer neuen Broschüre informiert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) über kostenlose und kostenpflichtige Hilfsangebote für ältere Menschen. Der Ratgeber enthält zahlreiche Hinweise und Tipps zu Angeboten rund um den Haushalt, Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige, Hilfe bei Behördenangelegenheiten, Fahrdiensten, Hausnotruf, Wohnungsanpassungsmaßnahmen oder Umzugshilfen.

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"Die Broschüre soll ermutigen, sich Unterstützung zu holen, wenn es nötig ist. Man weiß heute, dass Pflegebedürftigkeit hinausgezögert werden kann, wenn man sich traut, rechtzeitig Hilfe und Unterstützung anzunehmen", so der Vorsitzende der BAGSO und ehemalige Bundesminister Franz Müntefering. Checklisten am Ende der Kapitel nennen die Punkte, auf die man bei der Auswahl eines Dienstleisters unbedingt achten sollte.

Der 50-seitige Ratgeber ist kostenfrei erhältlich. Er kann heruntergeladen werden und, auch in größerer Stückzahl, unter folgender Adresse bestellt werden: BAGSO e.V., Bonngasse 10, 53111 Bonn. Eine Bestellung per Fax (0228 / 24 99 93 20) oder email an wittig@bagso.de ist ebenfalls möglich. Für die Bestellung können Sie dieses Formular nutzen.

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In der Studie "Förderpotenziale für die kulturelle Infrastruktur sowie für kulturelle Aktivitäten in ländlichen Räumen. Eine Bestandsaufnahme" des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft wird die demographische Entwicklung in Verbindung mit Kulturpolitik und kultureller Bildung betrachtet.

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Es werden Empfehlungen für die Kulturpolitik auf dem Land in den Handlungsfeldern "Verschränkung von Interkulturalitäts- und Fachkräftediskurs", "Förderung von Beziehungsräumen, kulturellen ProsumentInnen und transformativen Kulturlandschaften" sowie der "Identifikation von partizipativen Verantwortungsräumen" gegeben. In den letzten beiden Kapiteln wird auf Möglichkeiten eingegangen, wie Förderinstrumente zur Abmilderung der Folgen des demografischen Wandels im ländlichen Raum für kulturelle Zwecke geöffnet werden können. Im Anhang finden sich Handlungsbeispiele aus Niedersachsen und Brandenburg.

Die gesamte Studie können Sie online einsehen.

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In Schleswig-Holstein leben etwa 30% der Bevölkerung in Gebieten die gering besiedelt sind, 48% in mittlerer Besiedlungsdichte. Beide Werte liegen über dem Bundesdurchschnitt. Das Thema "Altern auf dem Land" sollte also gerade in Schleswig-Holstein nicht vernachlässigt werden.

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Vor zwei Jahren veröffentlichte der LandFrauen Verband Schleswig-Holstein ein Positionspapier zum Thema, vor einem Jahr widmete das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) dem Altern auf dem Land eine Ausgabe der Zeitschrift "informationsdienst altersfragen". Nun hat die Bibliothek des DZA Literaturempfehlungen zum Thema zusammengefasst:

Baumgartner, Kolland, Wanka (2013): Altern im ländlichen Raum. Entwicklungsmöglichkeiten und Teilhabepotentiale.

Fachinger,  Künemund (Hrsg., 2015): Gerontologie und ländlicher Raum. Lebensbedingungen, Veränderungsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten.

Königshofen (2015): Daseinsvorsorge in Zeiten des demographischen Umbruchs.

Wilde (2014): Mobilität und Alltag. Einblicke in die Mobilitätspraxis älterer Menschen auf dem Land (Studien zur Mobilitäts- und Verkehrsforschung, 25).


Folgende Beiträge finden sich im Sammelband der Herausgeber Max Bolze et. al. (2015): Prozesse des Alterns: Konzepte - Narrative - Praktiken:

Endter, Cordula: Alltagsmobilitäten im Alter. Ein Dorf fährt Bus, S. 249-271.

Endter, Haverkamp: Bestellt und hoffentlich abgeholt? Zur Problematik ländlicher (Im-)Mobilität und Daseinsvorsorge im Alter, S. 295-315.


Goldbrunner (2014): Altern und Intergenerationenbeziehungen in ländlichen Regionen. In: Vogt (Hrsg.): Lebens- und Bedarfslagen im Alter: Herausforderungen für die Beratung, Klinische Sozialarbeit und Geriatrie, S. 175-193.


Auch können wieder einige Artikel aus Fachzeitschriften empfohlen werden. Zunächst einige Artikel aus dem Themenheft "Auf dem Land siehst Du alt aus?" (2013) der Zeitschrift "Kirche im ländlichen Raum":

Kruse: Auf dem Land gut altwerden können. Herausforderungen für die kirchliche Altenarbeit, S. 28-29.

Unger: Altern - eine besondere Herausforderung im ländlichen Raum? S. 51-53.

Willnow: Was heißt altern für die Landwirtschaft? S. 22-24.


Hämel, Kutzner (2015): Weiterentwicklung der häuslichen Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Anregungen aus Finnland. In: Pflege & Gesellschaft, S. 53-66.

Keating, Eales, Phillips, (2013): Age-friendly rural communities: conceptualizing "best-fit". In: Canadian journal on aging, S. 319-332.

Menec, Bell, Novek, (2015): Making rural and remote communities more age-friendly: experts' perspectives on issues, challenges, and priorities. In: Journal of aging & social policy, S. 173-191.

Mnich, Hofreuter-Gätgens, von dem Knesebeck, (2015): Aktive Gesundheitsförderung bei älteren Menschen - Transfer eines Programms vom städtischen in den ländlichen Raum. In: Das Gesundheitswesen, S. 139-140.

Orpin, Stirling, Hetherington, (2014): Rural dementia carers: formal and informal sources of support. In: Ageing and society, S. 185-208.


Schließlich können einige Quellen direkt online gelesen werden:

Deutscher Verein für Öffentliche und Private Fürsorge (2014) : Pflegeergänzende Unterstützungs- und Infrastrukturangebote im ländlichen Raum. Perspektiven, Herausforderungen und Grenzen des bürgerschaftlichen Engagements.

Ness, Hellzen, Enmarker (2014): Embracing the present and fearing the future. The meaning of being an oldest old woman in a rural area. In: International journal of qualitative studies on health and well-being.

Steinführer, Küpper, Tautz (2014): Anpassen und Bewältigen. Strategien zur Sicherung von Lebensqualität in einer schrumpfenden Alterungsregion. In: Comparative population studies.

Wiest, Nowossadeck, Tesch-Römer (2015): Regionale Unterschiede in den Lebenssituationen älterer Menschen in Deutschland (Diskussionspapier / DZA, 57).

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Einsamkeit, oder auch soziale Desintegration, ist ein Phänomen, welches im Alter verstärkt auftreten kann. Dies kann durch erzwungenen Wegzug aus der gewohnten Umgebung verstärkt werden. Es wird jedoch auch durch neuere Wohnformen versucht, diesem entgegenzutreten.

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Hier können Sie sich mit Hilfe von Empfehlungen der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen einen Überblick über aktuelle Literatur zur Einsamkeit im Alter verschaffen, zunächst über komplette (Sammel-)Werke:

Böger (2014): Do antecedents and consequences of loneliness changes across the second half of life? Hochschulschrift.

Leist (Hrsg., 2014): Health and cognition in old age. From biomedical and life course factors to policy and practice.

Schubert (2014): Öffnung des Wohnquartiers für das Alter. Entwicklung einer kommunikativen Informationsinfrastruktur zur Überbrückung struktureller Löcher im Sozialraum.


Kürzer sind einzelne Beiträge bzw. Artikel in Sammelwerken und Zeitschriften, zunächst die deutschsprachigen:

Al Dulami (2015): Wohnen im Alter - Freiheit oder Isolation? In: Jünemann; Langer (Hrsg.): Wenn die Freiheit in die Jahre kommt. Zehn sozialethische Impulse für den Umgang mit alten Menschen.

Doppler; Rottermanner; Judmaier (2014): Brelomate. Breaking loneliness with mobile assistive technologies for elderly. In: Kempter; Ritter (Hrsg.): Assistenztechnik für betreutes Wohnen.

Engel (2015): Über die Gefährdung der kommunikativen Freiheit im höheren Lebensalter. In: Jünemann; Langer (Hrsg.): Wenn die Freiheit in die Jahre kommt.

Kruse; Pantel; Schmitt (2014): Isolation. In: Praxishandbuch Altersmedizin.

Messmer (2014): Bedrohliche Pflege und gepflegte Verunsicherung. Aspekte der Pflege aus der Perspektive des "Sicherheitskomplexes": In: Hoch; Zoche (Hrsg.): Sicherheiten und Unsicherheiten.

Stoppe (2015): Erhalt der sozialen Teilhabe. In: Lindner (Hrsg.): Psychotherapie in der Geriatrie.

Fehrenbach (2015): Abschied von der Autonomie. In: Pro Alter. Heft 47.

Germann (2015): "Demenzquartier" oder inklusiver Sozialraum? Zur Diskussion über Sonderwohnformen für Menschen mit Demenz. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit. Heft 46.

Landschek (2014): Alkohol im Heim: Betreutes Trinken verhindert Isolation. In: Heilberufe. Heft 66.

Schubert; Vukoman (2014): Lebensweltliche Kontaktpunkte im Sozialraum als informelle Infrastruktur der Altenhilfe. In: Theorie und Praxis der sozialen Arbeit. Heft 65.

Weber (2014): Bis dass der Tod uns scheidet? Und sie leben unglücklich bis an das Ende ihrer Tage. Alte Paare, erstarrt in Kälte und Einsamkeit. In: Themenheft der Zeitschrift "Publik-Forum / Extra / Leben". Heft 6.


Nun die englischsprachigen Beiträge bzw. Artikel in Sammelwerken und Zeitschriften. Manche Zeitschriften beinhalten mehrere einschlägige Artikel:

The International Journal of Aging & Human Development (2014), Heft 78:
Band-Winterstein; Manchik-Rimon: The experience of being an old nevermarried single. A life course perspective.
Nicolaisen; Thorsen: Who are lonely? Loneliness in different age groups (18-81 years old), using two measures of loneliness.

The Journals of Gerontology (2014), Heft 69:
Burholt; Scharf: Poor health and loneliness in later life. The role of depressive symptoms, social resources, and rural environments.
Cornwell; Schumm; Laumann: Assessment of social network change in a national longitudinal survey.
Huxhold; Miche; Schüz: Benefits of having friends in older ages. Differential effects of informal social activities on well-being in middle-aged and older adults.

Utz; Swenson; Caserta: Feeling lonely versus being alone: loneliness and social support among recently bereaved persons.

Park; McDaid; Forsman (2014): Promoting the health and wellbeing of older people. In: McDaid; Cooper (Hrsg.): The economics of well-being (Wellbeing: a complete reference guide, Vol. 5).

Kadowaki; Wister; Chappell (2015): Influence of home care on life satisfaction, loneliness, and perceived life stress. In: Canadian Journal on Aging. Heft 34.

Litwin; Stoeckel (2014): Confidant network types and well-being among older Europeans. In: The Gerontologist. Heft 54.

Neto (2014): Psychometric analysis of the short-form UCLA Loneliness Scale (ULS-6) in older adults. In: European Journal of Ageing. Heft 11.

Schoenmakers; Van Tilburg; Fokkema (2015): Problem-focused and emotion-focused coping options and loneliness. In: European Journal of Ageing. Heft 12.

Schirmer; Michailakis (2015): The lost Gemeinschaft: how people working with the elderly explain loneliness. In: Journal of Aging Studies. Heft 33.

Schoenmakers; Van Tilburg; Fokkema (2015): Problem-focused and emotion-focussed coping options and loneliness: how are they related? In: European Journal of Ageing. Heft 12.

Timonen; Doyle (2014): Life-long singlehood: intersections of the past and the present. In: Ageing and Society. Heft 34.

Van Belijouw; Van Exel; De Jong Gierveld (2014): "Being all alone makes me sad". Loneliness in older adults with depression symptoms. In: International Psychogeriatrics. Heft 26.


Einige Zeitschriften zum Thema können Sie direkt online lesen:

informationsdienst altersfragen (2014): Einsamkeit im Alter – im Themenspektrum von Wissenschaft und bürgerschaftlichem Engagement.

Beach; Bamford (2014): Isolation: the emerging crisis for older men. A report exploring experiences of social isolation and loneliness among older men in England.

Franklin; Creighton (2014): The rise and rise of the silver separator.

International Longevity Centre (Hrsg., 2014): Ensuring communities offer what older people want.

Jopp; Rott; Boch; Kruse (2013): Zweite Heidelberger Hundertjährigen-Studie. Herausforderungen und Stärken des Lebens mit 100 Jahren.

Scrutton; Creighton (2015): The links between social connections and wellbeing in later life.

Victor; Sullivan; Woodbridge (2015): Dancing with loneliness in later life. A pilot study mapping seasonal. In: The open psychology journal.

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Das Stipendium "weltweit aktiv" richtet sich an Engagierte ab 50 Jahren und ist mit 2.000 Euro dotiert. Durch den Anbieter wird bei Bewerbung auch der Freiwilligendienst gebucht.

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In Deutschland ist die Mehrzahl der freiwilligen Helfer älter als 50 Jahre, bei Freiwilligendiensten im Ausland ist die Quote der Älteren geringer. Um dies zu verändern, vergeben Experiment e.V. und die Deutsche Seniorenliga e.V. zum dritten Mal das Stipendium "weltweit aktiv".

Auf die GewinnerIn (und auch auf diejenigen, die ohne Stipendium den Freiwilligendienst antreten) wartet eine spannende Aufgabe in einem gemeinnützigen Projekt und Erfahrungen abseits der touristischen Pfade. Die Freiwilligendienste dauern je nach Einsatzort 3 bis 12 Wochen, es werden Projekte in 11 Ländern angeboten: Argentinien, Chile, Ecuador, Guatemala, Mexiko, Benin, Südafrika, Türkei, Thailand, Laos, China und Vietnam. Der Reisezeitraum wird, je nach Absprache, zwischen 1. April und 1. November 2016 liegen.

Mehr zu den Teilnahmebedingungen und konkreten Projekten finden Sie auf der Website. Achten Sie unbedingt darauf, dass bei der Bewerbung eine verbindliche Buchung eingegangen wird. Bei Rücktritt von der Buchung fallen Kosten an, welche Sie auf den Bewerbungsunterlagen nachlesen können.

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Zu dem Thema "Autofahren und Demenz - Selbstbestimmung oder Risiko? Was Betroffene, Angehörige und Ärzte tun können!“ veranstaltete das Kompetenzzentrum Demenz am 26.08. einen Fachtag. Hier können Sie die Ergebnisse dieses Fachtages nachlesen.

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Unter der Moderation von Antje Holst gewährte ein Ehepaar Einblick in seine ganz persönliche Erfahrung mit dem Thema. Seit drei Jahren leben sie mit der Diagnose Alzheimer des Ehemannes. Die Fahrfehler häuften sich, es kam zu kleineren und größeren Schäden. Gemeinsam gingen sie das Thema an. Sie holten sich Rat von der Alzheimer Gesellschaft und der AWO- Beratungsstelle Demenz und Pflege. „Man muss den Mut haben, sich der Sache zu stellen“, meint der Erkrankte. Inzwischen fährt er nicht mehr Auto. Gemeinsam haben sie ihr ländliches Leben aufgegeben und dind umgezogen, um näher an allen täglichen Zielen zu sein. Neue Hobbies haben sich aufgetan und Netzwerke, so dass nicht alles allein bewältigt werden muss.

Frau Dr. med. Hannelore Hoffman-Born vom Verkehrsmedizinischen Competenz-Centrum in Frankfurt betonte, dass Menschen mit leichter Demenz häufig noch in der Lage sind sicher genug Auto zu fahren. Ausschlaggebend seien der jeweilige medizinische Befund, der Krankheitsverlauf und die Persönlichkeit der Erkrankten. Von angedachten SeniorInnenzuschlägen bei der KFZ-Versicherung hält sie nichts. Besser wäre eine Reduktion der Beiträge bei Nachweis von freiwilligen Fahrtauglichkeitstests. Das Auto müsse alle zwei bis drei Jahre zum TÜV, obwohl Fahrzeugmängel nur für 0,9% der Unfälle mit Personenschäden Ursache sind. In 87,7% der Fälle ist der Fehler beim Menschen zu finden. Die Argumentation „Ich fahr doch nur noch zum Arzt oder zum Friedhof.“, zählt nicht, denn mit fehlender Fahrpraxis steigt auch das Unfallrisiko. Ärzte seien bei Hinweisen auf Eigen- oder Fremdgefährdung durch die Teilnahme ihrer PatientInnen am Straßenverkehr zu verständlichen Mitteilungen verpflichtet. Den Erkrankten und unter Umständen auch den Angehörigen gegenüber.

Auch der Rechtsanwalt Jürgen Peitz aus Bielefeld betonte, dass es bei leichter Demenz keine festgelegte Grenze für die Fahreignung gäbe. Doch obwohl das Umfeld das Fortschreiten der Erkrankung wahrnimmt, setzt das Nachdenken häufig erst bei der Frage ein, ob die eigenen Kinder bei Opa noch mitfahren dürfen. In Deutschland ist jeder selbst dafür verantwortlich zu entscheiden, ob er noch fahren kann. Fährt er, obwohl er dazu nicht mehr in der Lage ist, handelt er fahrlässig. Ist er nicht mehr in der Lage, seine Fahrtüchtigkeit einzuschätzen aber das Umfeld erkennt eine konkrete Gefahrensituation, so sind diese Personen unter Umständen verpflichtet einzuschreiten. Gut ist es deshalb sich rechtzeitig Notizen über Fahrauffälligkeiten zu machen, mit der PartnerIn ins Gespräch zu kommen und Fachkompetenz einzufordern. Hilfe gibt es z.B. durch verkehrsmedizinisch fortgebildete ÄrztInnen oder anlassbezogene anonyme Überprüfungen der Fahrtauglichkeit.

Solche Möglichkeiten zeigte der TÜV-Nord in der Pause dem aufgeschlossenen Publikum direkt vor Ort.

Über den Stand eines Forschungsprojektes zu Autofahren und Demenz für die hausärztliche Praxis informierte Dr. rer. Nat. Michael Pentzek vom Institut für Allgemeinmedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft soll das Projekt helfen, über das
emotional behaftete Thema ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit PatientInnen mit leichter Demenz können HausärztInnen durchaus individuell angepasste Mobilitätsprofile erstellen. So könnten z.B. Stoßzeiten gemieden, nur bestimmte Strecken gefahren oder Hilfe durch eine BeifahrerIn in Anspruch genommen werden. Ziel ist die Aufnahme von Handlungsempfehlungen in die Leitlinien der ÄrztInnen.
Zum Abschluss stellte das Kompetenzzentrum Demenz seine neue Orientierungshilfe "Autofahren und Demenz - Was Betroffene, Angehörige und Ärzte tun können!" vor. Sie gibt Auskunft, ob die Fahrtauglichkeit nachlässt und welche Schritte getan werden sollten, um sicher mobil zu bleiben. Die neue Broschüre kann für 2,50 € + Versandkosten über das Kompetenzzentrum Demenz, Alter Kirchenweg 33-41, 22844 Norderstedt, Telefon 040 - 609 264 20, Fax 040 – 30857986 oder info@demenz-sh.de bestellt werden.


Weitere Hinweise zum Thema liefern unsere Literaturempfehlungen. Ein Ergebnis der Studie „Demenz und Verkehrssicherheit“ der Bundesanstalt für Straßenwesen ist, dass keine nennenswerten Leistungseinbußen bei AutofahrerInnen mit leichter Demenz bestehen. Der Blogeintrag Demenz und Autofahren von Dipl. Psychologe Hardy Holte sei in diesem Zusammenhang ebenfalls wärmstens empfohlen.

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Granny Aupair

23. August 2015

Granny Aupair ist der Name einer Online-Plattform, auf der ältere Frauen weltweit eine zu begleitende Familie finden können. Familien können dort auch Gesuche nach einer sogenannten Leihoma aufgeben. Die Kontakte sollen vor allem über Staatsgrenzen hinaus hergestellt werden.

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Michaela Hansen gründete im Jahr 2010 die Online-Plattform "Granny Aupair", über die "lebenserfahrene Frauen als Leihomas" weltweit vermittelt werden sollen. Es können auch Gesellschafterinnen für ältere Menschen oder  Helferinnen für soziale Einrichtungen vermittelt werden. So findet zum Beispiel eine ehemalige medizinische Fachangestellte nach dem Tod ihres Mannes als Granny für ein kleines Mädchen in einer deutsch-australischen Familie wieder neuen Lebenssinn oder eine Krankenschwester im Ruhestand entlastet Angehörige einer an Demenz erkrankten Frau.

2013 hat Michaela Hansen gemeinsam mit der Journalistin Eva Goris in einem Buch (Als Granny-Aupair in die Welt, ISBN: 978-3-423-26007-7) Fallgeschichten von Grannys gesammelt. Dort können Sie mehr über Erlebnisse, Motivation und Schwierigkeiten während der Auslandsaufenthalte erfahren. Im zweiten Teil des Buches setzen sich namhafte Experten der Gerontologie, Psychologie und anderer Disziplinen mit Fragen des Alters und des demografischen Wandels auseinander. Auch zu diesen Themen äußern Grannys ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen. Das kann auch zu einer anderen Wahrnehmung des eigenen Alterns führen.

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Fernbusse sind eine Alternative für alle Generationen, bieten aber SeniorInnen einige Vorteile. Die Verbraucherzentralen haben nun eine Umfrage gestartet, um die Zufriedenheit der NutzerInnen mit dem Angebot, der Verfügbarkeit und der Püntklichkeit zu ermitteln. Es sollen Verbesserungsmöglichkeiten im Fernbusmarkt ermittelt werden.

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Fernbusfahren erfreut sich wachsender Beliebtheit. Ältere Menschen profitieren von, vor allem bei frühen Buchungen, günstigen Preisen. Einige Anbieter halten für SeniorInnen einen eigenen Tarif bereit. Seitdem der Markt Anfang 2013 geöffnet wurde, haben sich Angebot und Streckennetz deutlich erweitert. Durch das engere Fernbusnetz können Sie möglicherweise eine direktere Verbindung zu ihrem Reiseziel finden. SeniorInnen gelten bis jetzt trotz der Vorteile als eher zurückhaltende NutzerInnen des Angebotes. In Schleswig-Holstein kommt das Fernbusangebot für nur 34% der Befragten in Frage (Bund: 46%).

Um Probleme und Verbesserungsbedarf im Fernbusmarkt zu ermitteln, die hinter der geringen Nutzung stehen, starten die Verbraucherzentralen eine Umfrage. Bis zum 30. September 2015 können Sie an der Umfrage teilnehmen. Die Umfrage umfasst 4 schnell beantwortete Seiten.

Fernbusse können eine günstige und umweltfreundliche Alternative zu anderen Verkehrsmitteln darstellen. Die Fahrgäste sollten ihre Rechte kennen. Auf der Seite der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein finden Sie Ihre Fahrgastrechte zusammengefasst. "Fernbusunternehmen müssen ihre Kunden zum Beispiel auch am Busbahnhof über ihre Rechte informieren. Bei Verspätungen müssen sie ihre Fahrgäste frühzeitig benachrichtigen", berichtet Juristin Hanna Doreen Jeske. Die Umfrage soll auch klären, ob diese Information tatsächlich erfolgt.

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seniorenpolitik-aktuell.de
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