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Alltägliches Leben

Im November fand der dritte Gießener Kongress "Sterben im Krankenhaus und stationären Pflegeeinrichtungen" statt. Ziel war es, praxisnahe Wege und Lösungen vorzustellen, die geeignet sind, die Betreuungssituation der Sterbenden systematisch zu verbessern. Denn es sterben immer noch die meisten Menschen im stationären Kontext.

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Folgende Themen wurden auf dem behandelt:

Verantwortlichkeit für den Sterbenden und Verpflichtung des Angehörigen stärken.

Zur Rolle von Region, Kommune und Bürgerschaft in der ambulanten Palliativversorgung.

"Gutes Sterben" trotz Knochenmetastasen – Wunsch oder Wirklichkeit?

Das neue Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung.

Wie kann ein Projekt zugunsten einer guten Praxis der Sterbebetreuung durchgeführt werden?

Spiritual Care: Zur geistlichen Begleitung in schwerer Krankheit und in Palliativsituationen.

Lernen am guten Beispiel.

Ziele und erste Erfahrungen "Deutsche Palliativsiegel".

Den gesamten Kongressbericht können Sie online nachlesen. Im Netz finden Sie auch die Berichte der vorangegangen Kongresse zum Thema.

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Menschen ab 60 Jahren und ehrenamtliche UnterstützerInnen waren aufgerufen, zu zeigen, wie Ältere das Internet für sich bereichernd nutzen. Ausgezeichnet wurden nun unter anderem eine Wikipedia-Autorin, ein Onlineradio-Moderator und E-Learning-Kurse.

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6 von ingesamt 130 Einreichungen wurden bei der Preisverleihung in Berlin ausgezeichnet, sie erhielten Preise im Gesamtwert von 5.000 Euro. Am Wettbewerb konnten SeniorInnen oder unterstützende Personen teilnehmen. Die ausgezeichneten Beiträge sollen beispielhaft zeigen, welche Möglichkeiten der Umgang mit Online-Angeboten der Generation 60plus eröffnet. Alle Einreichungen - wie z.B. Online-Reiseberichte, Webseiten über das eigene Hobby oder die Kontaktaufnahme mit FreundInnen und Familie über das Internet - demonstrieren laut den Veranstaltern, wie wichtig es ist, ältere Menschen an die Nutzung digitaler Angebote heranzuführen.

GewinnerInnen der Kategorie 1 "Einsteiger und erfahrene Internetnutzer" sind Ursel Ilgner (73) und Buchard Wedewer (75). Im Umgang mit Smartphone und Tablet macht Ursel Ilgner niemand etwas vor. Mit verschiedenen Projekten, wie der Bearbeitung von Webseiten oder der Pflege von Wikipedia-Einträgen, gestaltet sie die digitale Welt aktiv mit. In ihrem Seniorenstudium an der Universität Leipzig nahm sie außerdem an Computerkursen teil und arbeitete an der Erstellung mehrerer Webseiten mit. Als Radiomoderator gestaltet Burchard Wedewer rund vier Stunden Programm in der Woche. Die Themen des Onlineradios "Carinthia Power" werden vorab in Redaktionsabsprachen via Teamspeak oder Yahoo Messenger festgelegt.

GewinnerInnen der Kategorie 2 "Trainerinnen und Trainer" sind der SeniorenComputerClub Berlin-Mitte, Margret Budde (79), Ellen Salverius-Krökel (57) und Robert Bath (63). Der SeniorenComputerClub schafft eine nachhaltige und umfassende Möglichkeit für SeniorInnen, sich aktiv mit dem Internet auseinanderzusetzen. Zusammen mit PartnerInnen arbeitet das Team von Günter Voß kontinuierlich an der Verbesserung der Kurse und Projekte, um jede SeniorIn das passende Angebot bereitzustellen. Margret Budde und Ellen Salverius-Krökel betreiben die Webseite "Moment mal ‒ Mach mit!". Mit unterschiedlichen Inhalten zu Wissen, Bildung, Kultur und Technik stellen sie Mitmachangebote und Lernvideos zusammen. Die NutzerInnen können ebenfalls Themen vorschlagen und sich in E-Learning-Kursen beteiligen. Robert Bath engagiert sich seit mehreren Jahren für das Mehrgenerationenhaus Bürgerhafen in Greifswald, dort bietet er Grundkurse zu PC-, Internet- und Tabletnutzung für ältere Bürger an. Sein Ziel ist es, vor allem Menschen in ländlichen Regionen an die Nutzung der neuen Medien heranzuführen.

Gewinnerin des Sonderpreises ist die  Online-Gruppe "Magdeburger Halbkugeln". Ziel der Gruppe ist es, im Rahmen von "Studierenden ab 50" mit überholten Klischees über SeniorInnen und das Internet aufzuräumen. In zwei Videos "Eine wahre Begebenheit" und "Yes we (s)can!" stellen die Magdeburger SeniorstudentInnen gemeinsam mit jungen Studierenden der Medienbildung überspitzt dar, wie ältere Menschen heute das Internet nutzen.

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Das bundesweit aktive "Virtuelle und reale Lern- und Kompetenz-Netzwerk älterer Erwachsene" (ViLE) trifft sich jeweils freitags in Lübeck. Es wird sich vor allem mit aktuellen oder grundsätzlichen politischen Themen befasst. Es werden aber Exkursionen unternommen.

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Der Verein ViLE ist bundesweit in Regionalgruppen organisiert mit PartnerInnen aus dem ganzen Bundesgebiet. Eins von mehreren laufenden Projekten des Netzwerkes ist das Lerncafé, ein Onlinejournal zur allgemeinen Weiterbildung. Inzwischen ist die 70. Ausgabe erschienen, alle vorigen Ausgaben können online nachgelesen werden.

In der Regionalgruppe Nord hat der Standort Lübeck eine besondere, da sehr aktive, Rolle. Sie können sich auf den Seiten des Vereins über die lübbschen Aktivitäten der letzten Jahre informieren. Regelmäßige Treffen finden in Lübeck jeweils freitags zwischen 10 und 12 Uhr im Computerraum des Mehrgenerationenhauses in Lübeck-Eichholz (Brandenbaumer Feld 29) statt.

Informationen zur Vereinsmitgliedschaft, AnsprechpartnerInnen der Gruppe Nord und weitere Infomaterialen finden Sie online.

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Laut Prognosen der Deutschen Rentenversicherung sollen die Renten zum 1.7.16 um 4 bis 5 Prozent ansteigen. Dies klingt zwar zunächst nach einer guten Nachricht für die RentnerInnen, die Gefahr einer weiter um sich greifenden Altersarmut ist nach Ansicht des VdK auch mit höheren Rentenanpassungen nicht gebannt.

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"Die Neurenten befinden sich seit Jahren im rasanten Sinkflug", erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Schuld daran ist das absinkende Rentenniveau. Schon heute liegt es bei rund 47,5 Prozent, bis zum Jahr 2030 soll es auf 43 Prozent fallen. Mehr zu den Prognosen können Sie hier nachlesen. "Es muss aber mindestens auf 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns angehoben und dort eingefroren werden. Sonst ist auch für einen Durchschnittsverdiener die Einschränkung der Lebensqualität im Alter zu hoch", so Frau Mascher.

Gegen Altersarmut gibt es laut Mascher aber ein weiteres bekanntes Rezept: "Wer als Arbeitnehmer ordentlich verdient, wird auch eine ordentliche Rente bekommen". Der VdK fordert deshalb: "Die Mindestlohn-Kommission muss bei der Überprüfung der Höhe des Mindestlohns perspektivisch sicherstellen, dass Beschäftigte in Vollzeit mit dem Arbeitseinkommen für den Lebensunterhalt sorgen können. Darüber hinaus muss mit dem Mindestlohn eine angemessene Alterssicherung über Grundsicherungsniveau aufgebaut werden können", so Mascher.

Gleichzeitig mahnt der VdK weitere Schritte zur Bekämpfung der Einkommens- und Altersarmut an. "Auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit müssen eingedämmt werden. Außerdem brauchen wir mehr Mittel zur Förderung nachhaltiger Programme zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen", betont Mascher.

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Einsamkeit, oder auch soziale Desintegration, ist ein Phänomen, welches im Alter verstärkt auftreten kann. Dies kann durch erzwungenen Wegzug aus der gewohnten Umgebung verstärkt werden. Es wird jedoch auch durch neuere Wohnformen versucht, diesem entgegenzutreten.

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Hier können Sie sich mit Hilfe von Empfehlungen der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen einen Überblick über aktuelle Literatur zur Einsamkeit im Alter verschaffen, zunächst über komplette (Sammel-)Werke:

Böger (2014): Do antecedents and consequences of loneliness changes across the second half of life? Hochschulschrift.

Leist (Hrsg., 2014): Health and cognition in old age. From biomedical and life course factors to policy and practice.

Schubert (2014): Öffnung des Wohnquartiers für das Alter. Entwicklung einer kommunikativen Informationsinfrastruktur zur Überbrückung struktureller Löcher im Sozialraum.


Kürzer sind einzelne Beiträge bzw. Artikel in Sammelwerken und Zeitschriften, zunächst die deutschsprachigen:

Al Dulami (2015): Wohnen im Alter - Freiheit oder Isolation? In: Jünemann; Langer (Hrsg.): Wenn die Freiheit in die Jahre kommt. Zehn sozialethische Impulse für den Umgang mit alten Menschen.

Doppler; Rottermanner; Judmaier (2014): Brelomate. Breaking loneliness with mobile assistive technologies for elderly. In: Kempter; Ritter (Hrsg.): Assistenztechnik für betreutes Wohnen.

Engel (2015): Über die Gefährdung der kommunikativen Freiheit im höheren Lebensalter. In: Jünemann; Langer (Hrsg.): Wenn die Freiheit in die Jahre kommt.

Kruse; Pantel; Schmitt (2014): Isolation. In: Praxishandbuch Altersmedizin.

Messmer (2014): Bedrohliche Pflege und gepflegte Verunsicherung. Aspekte der Pflege aus der Perspektive des "Sicherheitskomplexes": In: Hoch; Zoche (Hrsg.): Sicherheiten und Unsicherheiten.

Stoppe (2015): Erhalt der sozialen Teilhabe. In: Lindner (Hrsg.): Psychotherapie in der Geriatrie.

Fehrenbach (2015): Abschied von der Autonomie. In: Pro Alter. Heft 47.

Germann (2015): "Demenzquartier" oder inklusiver Sozialraum? Zur Diskussion über Sonderwohnformen für Menschen mit Demenz. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit. Heft 46.

Landschek (2014): Alkohol im Heim: Betreutes Trinken verhindert Isolation. In: Heilberufe. Heft 66.

Schubert; Vukoman (2014): Lebensweltliche Kontaktpunkte im Sozialraum als informelle Infrastruktur der Altenhilfe. In: Theorie und Praxis der sozialen Arbeit. Heft 65.

Weber (2014): Bis dass der Tod uns scheidet? Und sie leben unglücklich bis an das Ende ihrer Tage. Alte Paare, erstarrt in Kälte und Einsamkeit. In: Themenheft der Zeitschrift "Publik-Forum / Extra / Leben". Heft 6.


Nun die englischsprachigen Beiträge bzw. Artikel in Sammelwerken und Zeitschriften. Manche Zeitschriften beinhalten mehrere einschlägige Artikel:

The International Journal of Aging & Human Development (2014), Heft 78:
Band-Winterstein; Manchik-Rimon: The experience of being an old nevermarried single. A life course perspective.
Nicolaisen; Thorsen: Who are lonely? Loneliness in different age groups (18-81 years old), using two measures of loneliness.

The Journals of Gerontology (2014), Heft 69:
Burholt; Scharf: Poor health and loneliness in later life. The role of depressive symptoms, social resources, and rural environments.
Cornwell; Schumm; Laumann: Assessment of social network change in a national longitudinal survey.
Huxhold; Miche; Schüz: Benefits of having friends in older ages. Differential effects of informal social activities on well-being in middle-aged and older adults.

Utz; Swenson; Caserta: Feeling lonely versus being alone: loneliness and social support among recently bereaved persons.

Park; McDaid; Forsman (2014): Promoting the health and wellbeing of older people. In: McDaid; Cooper (Hrsg.): The economics of well-being (Wellbeing: a complete reference guide, Vol. 5).

Kadowaki; Wister; Chappell (2015): Influence of home care on life satisfaction, loneliness, and perceived life stress. In: Canadian Journal on Aging. Heft 34.

Litwin; Stoeckel (2014): Confidant network types and well-being among older Europeans. In: The Gerontologist. Heft 54.

Neto (2014): Psychometric analysis of the short-form UCLA Loneliness Scale (ULS-6) in older adults. In: European Journal of Ageing. Heft 11.

Schoenmakers; Van Tilburg; Fokkema (2015): Problem-focused and emotion-focused coping options and loneliness. In: European Journal of Ageing. Heft 12.

Schirmer; Michailakis (2015): The lost Gemeinschaft: how people working with the elderly explain loneliness. In: Journal of Aging Studies. Heft 33.

Schoenmakers; Van Tilburg; Fokkema (2015): Problem-focused and emotion-focussed coping options and loneliness: how are they related? In: European Journal of Ageing. Heft 12.

Timonen; Doyle (2014): Life-long singlehood: intersections of the past and the present. In: Ageing and Society. Heft 34.

Van Belijouw; Van Exel; De Jong Gierveld (2014): "Being all alone makes me sad". Loneliness in older adults with depression symptoms. In: International Psychogeriatrics. Heft 26.


Einige Zeitschriften zum Thema können Sie direkt online lesen:

informationsdienst altersfragen (2014): Einsamkeit im Alter – im Themenspektrum von Wissenschaft und bürgerschaftlichem Engagement.

Beach; Bamford (2014): Isolation: the emerging crisis for older men. A report exploring experiences of social isolation and loneliness among older men in England.

Franklin; Creighton (2014): The rise and rise of the silver separator.

International Longevity Centre (Hrsg., 2014): Ensuring communities offer what older people want.

Jopp; Rott; Boch; Kruse (2013): Zweite Heidelberger Hundertjährigen-Studie. Herausforderungen und Stärken des Lebens mit 100 Jahren.

Scrutton; Creighton (2015): The links between social connections and wellbeing in later life.

Victor; Sullivan; Woodbridge (2015): Dancing with loneliness in later life. A pilot study mapping seasonal. In: The open psychology journal.

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Der Bundestag hat heute das Pflegestärkungsgesetz II (PSG 2) beschlossen. Sie können sich die Bundestagsdebatte ansehen und Stellungnahmen verschiedener Organisationen zum PSG 2 nachlesen.

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Sie können sich über Regelungen und Stellungnahmen zum PSG 2 informieren, zuletzt berichteten wir über den Kabinettsbeschluss zum neuen Gesetz.

In der heutigen Sitzung des Bundestages wurde, wie erwartet, der Gesetzesentwurf von den Fraktionen der Union und SPD gelobt. Aus der Opposition kam jedoch auch Kritik:

So fehlt jetzt bereits schon professionelles Pflegepersonal. Fakten dazu liefert der Pflegereport 2015, Erfahrungsberichte aus dem Pflegesystem können Sie hier nachlesen und -hören. Durch die Änderung des Pflegebegriffes können die Pflegekräfte weiter überfordert werden, der belastende Druck im Arbeitsalltag bleibe bestehen. Die Opposition vermisst Maßnahmen zur Erhöhung der Personalschlüssels in Pflegeeinrichtungen und zur Stärkung des Pflegeberufes. Im Vergleich wird eine Schwächung der stationären Pflege befürchtet, da dieser nun bei Neuaufnahme vor allem bei den unteren Pflegegraden weniger Leistungen zustehen. Die auch von Oppositionrednerinnen gelobten Verbesserungen, wie z.B. die Berücksichtigung von Demenz- und psychisch Erkrankten bei den 5stufigen Pflegegraden, lassen jedoch Verbindlichkeit vermissen. Schließlich wird konstatiert, dass eine gute Pflege immer noch vom eigenen Einkommen oder Vermögen abhängen wird.

Sie können sich die gesamte Aussprache zum Gesetz anschauen.

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Der diesjährige Innovationspreis der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Pflege Schleswig-Holstein wurde in Neumünster verliehen. Insgesamt fünf Dienste und Einrichtungen aus Trappenkamp, Lübeck, Neumünster und Lensahn wurden dafür und für andere innovative Ansätze in den Kategorien "Kundenorientierung", "Mitarbeiterorientierung" und "Netzwerkorientierung" mit einem Preisgeld von insgesamt 6000 Euro ausgezeichnet. Bewerben konnten sich ausschließlich Einrichtungen der AWO.

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"Die eingereichten und ausgezeichneten Projekte haben nicht nur drängende Herausforderungen in der Pflege wie den demografischen Wandel, sondern auch aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie Nachhaltigkeit und Toleranz aufgegriffen und auf kreative Art umgesetzt", erklärt Wolfgang Baasch, Landesvorsitzender der AWO Schleswig-Holstein und Jurymitglied. Damit wurde die Teilhabe der älteren Menschen am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.

Der erste Preis in der Kategorie "Kundenorientierung" über 2000 Euro ging an das gemeinsame Projekt der AWO Pflegedienste Südholstein und des AWO Servicehauses Lübeck "Bienen in Not – blühende Landschaften". Dafür wurden die Mieter zunächst für die Thematik des Bienensterbens sensibilisiert und trugen anschließend im Rahmen von niedrigschwelligen Betreuungsgruppen mit Spaß und Engagement dazu bei, bestehende Beete im Erwin-Wengel-Haus Trappenkamp zu erneuern und durch bienenfreundliche Pflanzen zu ersetzen. Gleichzeitig wurde im Servicehaus Lübeck ein bienenfreundliches Hochbeet angelegt. Damit sollten Erinnerungen an frühere Gartenarbeit geweckt, die Hausgemeinschaft gestärkt, die Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander ermöglicht und ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und Erhaltung der Bienenkulturen in der Stadt geleistet werden.

Der erste Preis in der Kategorie "Mitarbeiterorientierung" wurde an die AWO WOHNpflege und das Servicehaus Wasserturm in Neumünster für das Projekt "Neue Wege der Personalakquise durch umfangreiche verbindliche Praktikumsangebote" verliehen. Durch Kooperationen mit der Elly-Heuss-Knapp-Schule, einer Berufsfachschule für Sozialwesen, und der Freiherr-von-Stein-Schule, einer Gemeinschaftsschule, wurden mit regelmäßigen und fachlich begleiteten Praktika und jährlichen Projektwochen zum Thema Pflege niedrigschwellige Angebote für junge Menschen geschaffen, um sich schon in der Schulzeit mit dem Arbeitsfeld Pflege zu beschäftigen. Als Folge wurden seit 2013 rund 40 Praktikumsverträge abgeschlossen. Gleichzeitig ist die Zahl der Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz in der Pflege durch ehemalige SchülerInnen der Elly-Heuss-Knapp-Schule gestiegen.

Mit dem ersten Preis in der Kategorie "Netzwerkorientierung" wurde das AWO Haus am Mühlenteich in Lensahn für das Projekt "Vereinsleben ohne Grenzen" ausgezeichnet, über das den BewohnerInnen und MieterInnen die Teilhabe an den Angeboten der ortsansässigen Vereine ermöglicht wird. Dank einer Kooperation mit der Gemeinde, dem Schwimmbad und dem TSV Lensahn werden interessierte BewohnerInnen seit Projektstart regelmäßig von drei ehrenamtlichen HelferInnen zu den Heimspielen der 1. und 2. Herrenfußballmannschaft abgeholt und bei freiem Eintritt auf einem Ehrenplatz betreut. Andere BewohnerInnen besuchten bisweilen täglich mit ehrenamtlichen HelferInnen das Waldschwimmbad. Aber auch BewohnerInnen, die einfach nur ein Eis im Schwimmbad essen oder einen Kaffee trinken möchten, haben freien Eintritt. Seit August gibt es darüber hinaus eine SeniorInneenturngruppe im Ort.

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Zum dritten Bürgerdialog für den Aufbau eines Nachbarschaftsnetzwerks laden die Gemeinde Mildstedt, der AWO Ortsverein und das AWO Service- und Wohnzentrum in Mildstedt am 11.11.2015 ab 15:00 in den Kirchspielskrug in Mildstedt ein. Die Veranstaltung ist Teil der Aktion „Wir im Quartier - Wir in Mildstedt“.

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Der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft steigt stetig. Der angemessene Umgang mit dieser Entwicklung ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Wie wollen Menschen im Alter künftig leben? Welche Konzepte erarbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine immer älter und bunter werdende Gesellschaft? Kann es Lebensqualität nur geben, wenn wir im Alter gesund, fit und selbstständig sind? Wie stellen sich die Mildstedterinnen und Mildstedter ihr Leben im Alter vor, was ist ihnen wichtig? Diese Fragen wollen wir uns im Rahmen des dritten Bürgerdialogs widmen. Dabei werden auch die Ergebnisse der Bürgerbefragung, die Anfang Oktober in allen Haushalten durchgeführt wurde, vorgestellt.

15:00 Begrüßung durch Susanne Eisenstein (Einrichtungs- und Pflegedienstleitung im AWO Service- und Wohnzentrum Mildstedt), Hans-Peter Henkens (Vorsitzender AWO Ortsverein Mildstedt) und Bernd Heiber (Bürgermeister der Gemeinde Mildstedt)

15:10 Grußworte von VertreterInnen der Fraktionen des Gemeinderats

15:30 Ergebnisse der Haushaltsbefragung in Mildstedt durch Gesa Wulff (Koordinatorin Quartiersentwicklung der AWO Pflege Schleswig-Holstein) und Bernd Heiber

15:50 "Wie wollen wir im Alter leben?“ – Aspekte der Lebensqualität im Alter: Prof. Dr. Rainer Fretschner (Professor für Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Alter und Demographie an der Fachhochschule Kiel)

16:30 Was wünschen wir in Mildstedt uns im Alter?“ Dialog mit den BürgerInnen

Die Veranstaltung findet am 11.11.15 im Kirchspielskrug in Mildstedt statt.

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Der Index soll die Lebenssituation älterer Menschen weltweit vergleichen. Ein Ergebnis ist, dass sich Ungleichheiten weltweit verschärfen und Sparprogramme die Älteren in vielen Ländern hart treffen. Auch europäische Länder seien davon zunehmend betroffen. So sei die Situation Älterer in Griechenland ähnlich schlecht wie in Sub-Sahara Afrika.

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Die international tätige Organisation HelpAge veröffentlicht den Weltalten-Index zum dritten Mal. 12,3% der Weltbevölkerung sind derzeit mindestens 60jährig. In ca. 15 Jahren wird diese Zahl vermutlich auf etwa 1,4 Mrd. (16,5%) und bis 2050 auf 2,1 Mrd. (21,5%) ansteigen.

Der Weltalten-Index soll dazu beitragen, Risiken der Entwicklung zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Die Schweiz hat es dieses Jahr auf den ersten Platz geschafft. Dort lebt es sich im Alter vergleichsweise am besten. Norwegen, letztes Jahr ganz vorne, ist dieses Jahr auf dem 2. Platz. Dicht dahinter liegen Schweden (3) und Deutschland (4). Schlusslicht bildet, wie die beiden Jahre zuvor, Afghanistan (96). Bis auf Japan (8) haben es nur westeuropäische und nordamerikanische Länder unter die TOP 10 geschafft. Die 96 erfassten Staaten stellen 91% der älteren Weltbevölkerung dar. Afrika ist mit 11 von 54 Staaten bisher unzureichend im Weltalten-Index repräsentiert.

In Nordamerika und Europa trafen die Sparmaßnahmen im Zuge der Finanzkrise 2008 vor allem die Älteren. In Polen werden die Renten von der Hälfte auf ein Viertel des Durchschnittlohnes sinken und in Spanien wurden sie eingefroren. Die Altersarmut in den USA steigt seit der Rezession kontinuierlich und variiert stark zwischen den ethnischen Gruppen. Die vielfachen Sparmaßnahmen bei der sozialen Sicherheit werden sich negativ auf die Älteren von morgen auswirken. Die Armutsquote steigt in 32 OECD-Staaten mit zunehmendem Alter. So liegt sie ab dem 76. Lebensjahr 3% höher als bei den 66 bis 75-Jährigen.

Der aktuelle Bericht macht deutlich, dass sich Ungleichheiten zwischen einkommensstarken und einkommensschwachen Ländern verschärfen. Auffällig ist vor allem der Unterschied im Bildungsstand zwischen den zehn besten und den zehn untersten Rängen, der sich im Zeitraum von 1990 bis 2010 um 50% erhöhte.

Frauen sind oftmals doppelt benachteiligt; die Diskriminierung aufgrund des Alters wird durch eine geschlechtsspezifische Diskriminierung verschärft. Die Anzahl der Frauen, die zwischen dem 55.und 64. Lebensjahr einer ökonomischen Tätigkeit nachgehen, ist um rund 27 Prozent geringer als bei gleichaltrigen Männern. Ihr Risiko von Altersarmut betroffen zu sein, ist dementsprechend um ein Vielfaches höher.

Millionen Älterer bleiben in offiziellen Statistiken bislang unberücksichtigt. Es werden beispielsweise nur Frauen bis zum 49. Lebensjahr in Datenerhebungen zur Gewalt gegen Frauen einbezogen. Gewalt, die sich vielfach auch gegen ältere Frauen richtet, bleibt dadurch unsichtbar. Solange Ältere nicht flächendeckend bei Erhebungen berücksichtigt werden, wird die wachsende Bevölkerungsgruppe in Hilfsmaßnahmen und politischen Programmen weiterhin marginalisiert und benachteiligt. In afrikanischen Staaten bestehen dabei aktuell die größten Defizite.

Der Index macht klar, dass Regierungen, die sich mit entsprechenden Maßnahmen auf die Alterung der Gesellschaft einstellen, besser abschneiden. Besonders Investitionen in Bereiche, die die Unabhängigkeit Älterer stärken, werden sich für die Älteren von morgen auszahlen und ihre Lebenssituation effektiv verbessern. Diese Bereiche umfassen Gesundheit, Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Dort wo beispielsweise Sozialrenten (steuerfinanzierte Renten) eingeführt oder das Gesundheitssystem verbessert wurde sowie Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere bestehen, ist die Situation der Älteren deutlich besser.

Sie können den gesamten Bericht hier herunterladen.

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Das Stipendium "weltweit aktiv" richtet sich an Engagierte ab 50 Jahren und ist mit 2.000 Euro dotiert. Durch den Anbieter wird bei Bewerbung auch der Freiwilligendienst gebucht.

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In Deutschland ist die Mehrzahl der freiwilligen Helfer älter als 50 Jahre, bei Freiwilligendiensten im Ausland ist die Quote der Älteren geringer. Um dies zu verändern, vergeben Experiment e.V. und die Deutsche Seniorenliga e.V. zum dritten Mal das Stipendium "weltweit aktiv".

Auf die GewinnerIn (und auch auf diejenigen, die ohne Stipendium den Freiwilligendienst antreten) wartet eine spannende Aufgabe in einem gemeinnützigen Projekt und Erfahrungen abseits der touristischen Pfade. Die Freiwilligendienste dauern je nach Einsatzort 3 bis 12 Wochen, es werden Projekte in 11 Ländern angeboten: Argentinien, Chile, Ecuador, Guatemala, Mexiko, Benin, Südafrika, Türkei, Thailand, Laos, China und Vietnam. Der Reisezeitraum wird, je nach Absprache, zwischen 1. April und 1. November 2016 liegen.

Mehr zu den Teilnahmebedingungen und konkreten Projekten finden Sie auf der Website. Achten Sie unbedingt darauf, dass bei der Bewerbung eine verbindliche Buchung eingegangen wird. Bei Rücktritt von der Buchung fallen Kosten an, welche Sie auf den Bewerbungsunterlagen nachlesen können.

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seniorenpolitik-aktuell.de
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