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Alltägliches Leben

Wir berichteten bereits über das zweite Pflegestärkungsgesetz, kurz PSG II. Nun hat die Bundesregierung zum PSG II einen Kabinettsbeschluss gefasst. Anlässlich dieses Beschlusses weisen wir auf weitere Stellungnahmen von Verbänden hin. Lesen Sie für weitere Hintergründe unseren ausführlichen Artikel zum Entwurf des PSG II.

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Nach dem Kabinettsbeschluss wird nun am 07.09.15 eine nicht öffentliche Sitzung des Gesundheitsausschusses statt, in der der Gesetzesentwurf thematisiert wird und anschließend zur Diskussion in das Parlament übergeben werden kann. Zu einer Diskussion gehören verschiedene Meinungen, daher weisen wir hier auf weitere Stellungnahmen hin. Beachten Sie auch unsere weiteren Artikel zum Thema Pflegenotstand.

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (Devap) sieht nur eine schwache Stärkung der Pflege. Bemängelt wird vor allem, dass der Betrag für die vollstationäre Pflege in § 43 SGB XI nicht ausreicht, um die von der jeweiligen Einrichtung mit der Pflegekasse verhandelte Pflegevergütung zu decken. Die Differenz zahlt der Pflegebedürftige als pflegebedingten Eigenanteil. Auch Unterkunft und Verpflegung des Pflegebedürftigen in der Einrichtung, die Investitionskosten der Pflegeeinrichtung und je nach Bundesland eine Ausbildungsumlage werden von den Pflegebedürftigten verlangt. Pflege wird laut Devap zu flächendeckender Altersarmut führen, wenn nicht jetzt die Versicherungsleistungen drastisch erhöht werden.

Die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) fordert eine stimmberechtigte Beteiligung der Betroffenenverbände. Obwohl die Pflegebedürftigten den Hauptanteil der Pflege tragen, haben ihre Interessenverbände kein Stimmrecht bei den Entscheidungen im Qualitätsausschuss. BewohnerInnen stationärer Einrichtungen trugen 2013 47% der Kosten selbst, 43% übernahm die Pflegeversicherung und 10% deckten die Leistungen der Sozialhilfe.

Die Deutsche Alzheimergesellschaft begrüßt die bessere Berücksichtigung Demenzkranker. Sie sieht darin einen wichtigen Schritt zu größerer Gerechtigkeit für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Es wird gewürdigt, dass Pflege nun nicht mehr nur als Körperpflege, Ernährung und Mobilität definiert wird.

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Auf der Fachtagung sollen mit Hilfe von Podiums- und Plenumsdiskussion, Vorträgen und Workshops Themen wie aktive PatientInnenbeteiligung und Aufklärung durch Neue Medien erarbeitet werden.

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Das vorläufige Programm können Sie bereits online einsehen. Im Anmeldeformular müssen Sie sich für einen der vier Workshops entscheiden. Sie haben also die Wahl, sich mit "Patient-Arzt-Kommunikation", "Gesundheitsinformationen online", "Wenn aus Kommunikation Kooperation wird / Schnittstellen übergreifende Versorgung" oder "Kultursensible Gesundheitsinformationen" zu beschäftigen.

Wo: Universitätsclub Bonn

Wann: 29.09.15, 10:30 - 16:30

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine verbindliche Anmeldung wird gebeten.

Update 04.09.15: Anlässlich dieser Fachtagung bietet die BAGSO den Ordner "Alles im Blick - Meine Gesundheit" vergünstigt an.

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Das Deutsche Zentraum für Altersfragen (DZA) gibt die Zeitschrift "informationsdienst altersfragen" heraus. In der aktuellen Ausgabe wird sich der Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbstätigkeit gewidmet.

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Der Pflegenotstand in Deutschland hat auch zur Folge, dass viele Menschen pflegebedürftige Angehörige lieber selbst pflegen. Knapp die Hälfte aller Pflegebedürftigen erhalten nur Pflegegeld, die Pflege erfolgt also vermutlich nur informell. Die Menschen, die ihre Angehörigen pflegen, müssen aufgrund der geringen Höhe des Pflegegeldes meist jedoch auch anderer Arbeit nachgehen. Diese Zusammenhänge werden in der Ausgabe der Zeitschrift weiter aufgeschlüsselt. Klar ist, dass diese Thematik für viele Menschen eine große Wirksamkeit im Alltag hat.

In der Zeitschrift wird erstens die Evaluation des Modellprojektes "Vereinbarkeitslotsen Pflege und Beruf" in Brandenburg vorgestellt. In dem Projekt sollten durch eine Vereinbarkeitskoordinatorin geschulte bürgerschaftlich engagierte Personen Informationen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf für betroffene Angehörige und Unternehmen verbreiten.

Zweitens wird in dem Beitrag "Who cares – Pflegst Du schon?" über Bedarf und vorhandene Maßnahmen und Rechte zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf in Ländern der Europäischen Union berichtet. Aus der Bestandsaufnahme heraus werden politische Schlussfolgerungen und Empfehlungen abgeleitet.

Drittens wird aus der Praxis der Firma Villeroy & Boch berichtet und individuelle Lösungen zur Vereinbarkeitsproblematik vorgestellt. Dazu gehören z.B. flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Zeiten.

Die Ausgabe der Zeitschrift können Sie wie üblich online lesen.

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Granny Aupair

23. August 2015

Granny Aupair ist der Name einer Online-Plattform, auf der ältere Frauen weltweit eine zu begleitende Familie finden können. Familien können dort auch Gesuche nach einer sogenannten Leihoma aufgeben. Die Kontakte sollen vor allem über Staatsgrenzen hinaus hergestellt werden.

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Michaela Hansen gründete im Jahr 2010 die Online-Plattform "Granny Aupair", über die "lebenserfahrene Frauen als Leihomas" weltweit vermittelt werden sollen. Es können auch Gesellschafterinnen für ältere Menschen oder  Helferinnen für soziale Einrichtungen vermittelt werden. So findet zum Beispiel eine ehemalige medizinische Fachangestellte nach dem Tod ihres Mannes als Granny für ein kleines Mädchen in einer deutsch-australischen Familie wieder neuen Lebenssinn oder eine Krankenschwester im Ruhestand entlastet Angehörige einer an Demenz erkrankten Frau.

2013 hat Michaela Hansen gemeinsam mit der Journalistin Eva Goris in einem Buch (Als Granny-Aupair in die Welt, ISBN: 978-3-423-26007-7) Fallgeschichten von Grannys gesammelt. Dort können Sie mehr über Erlebnisse, Motivation und Schwierigkeiten während der Auslandsaufenthalte erfahren. Im zweiten Teil des Buches setzen sich namhafte Experten der Gerontologie, Psychologie und anderer Disziplinen mit Fragen des Alters und des demografischen Wandels auseinander. Auch zu diesen Themen äußern Grannys ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen. Das kann auch zu einer anderen Wahrnehmung des eigenen Alterns führen.

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Die Sylter Rundschau berichtet über fehlende Betreuungsangebote von Demenzerkrankten auf der Insel. Es fehlt vor allem an ambulanten Tagesstätten für Menschen mit Demenz. Lesen Sie hier, wie die Situation für die Betroffenen und ihre Angehörigen verbessert werden soll.

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In dem Artikel der Sylter Rundschau können Sie Berichte von Angehörigen und Einschätzungen von Fachmenschen nachlesen. Den ungefähr 350 Menschen mit Demenz, welche auf der Insel leben, fehlt häufiger als BürgerInnen auf dem Festland oder in größeren Städten das familiäre und nachbarschaftliche Hilfenetz. Denn jüngere Menschen ziehen verstärkt weg, Menschen ohne familiäre Bindung ziehen auf die Insel.

Deswegen trifft sich seit Mai 2015 der Runde Tisch "Gutes Leben mit Demenz auf Sylt". Es nehmen die BürgermeisterInnen und GemeindevertreterInnen der Insel, der Berufsbetreuer Heinrich Jensen, die Lebenshilfe Sylt, der Pflegedienst Fitz, der Sylter Hospizverein und die Alzheimer Gesellschaft Nordfriesland teil. Für das Projekt verantwortlich ist das Deutsche Institut für Sozialwirtschaft (DISW), welches auch diese Seite redaktionell betreut. Um Lösungsvorschläge für ein gutes Leben mit Demenz auf Sylt zu erarbeiten, erstellt das DISW eine Bedarfsanalyse zur Versorgungssituation.

Der nächste Runde Tisch findet am 01.09.2015, 14 Uhr in den Räumen der Lebenshilfe in Westerland auf Sylt statt. Themen werden die Ergebnisse der DISW-Expertise und Diskussion der Handlungsansätze sein. Ansprechpartner ist Fabian Frei vom DISW.

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Der Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stellte am 29.07.15 Zahlen und Statistiken zu über 65jährigen vor. Lesen Sie hier eine Auswahl der Fakten und eine kritische Betrachtung der sogenannten Generation 65+.

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Im Jahr 2014 gingen in Deutschland 14 % der 65- bis 69-Jährigen einer Erwerbstätigkeit nach. 2005 waren es noch 6 % gewesen. "Die Erwerbstätigenquote älterer Menschen hat sich in kurzer Zeit mehr als verdoppelt", sagte Roderich Egeler, Präsident des Destatis. Mit zunehmendem Alter gewinnt außerdem die Selbständigkeit als Erwerbsform an Bedeutung. Rund 39 % der 65- bis 69-jährigen Erwerbstätigen waren 2014 selbstständig oder mithelfende Familienangehörige. Bei den 60- bis 64-jährigen Erwerbstätigen lag der Anteil lediglich bei 16 %.

Auch in anderen Lebensbereichen sind ältere Menschen heute sehr viel aktiver als noch vor wenigen Jahren. So nutzten im Jahr 2014 bereits 57 % der Seniorinnen und Senioren einen Computer. Seit 2010 ist dieser Anteil um 8 Prozentpunkte gestiegen. Der Anteil der InternetnutzerInnen an den Personen ab 65 Jahre hat sich im selben Zeitraum von 35 % auf 45 % erhöht. Rund 42 % der GasthörerInnen an deutschen Hochschulen waren im Wintersemester 2014/2015 mindestens 65 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch 31 % betragen.

Einige weitere Auszüge aus der Veröffentlichung:

In Deutschland gab es Ende 2013 rund 17 Millionen Menschen ab 65 Jahre. Bis zum Jahr 2060 soll sich ihr Anteil von 21 % auf voraussichtlich 33 % erhöhen.

Jede vierte ältere Frau in einer Paargemeinschaft finanzierte ihren überwiegenden Lebensunterhalt durch die Einkünfte von Angehörigen (in der Regel ihres Ehe- oder Lebenspartners).

Zum Jahresende 2013 bezogen knapp 500 000 Personen ab 65 Jahre Grundsicherung. Das waren fast doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

Ältere Menschen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Der Anteil der SeniorInnen an den Verkehrstoten ist von 16 % im Jahr 1994 auf 29 % im Jahr 2014 gestiegen.

Der Anteil der SeniorInnen an allen Behandlungsfällen im Krankenhaus stieg in den letzten zehn Jahren von 38,5 % auf 43,2 %.

2,2 Millionen Personen ab 65 Jahre waren zum Jahresende 2013 pflegebedürftig. Zwei Drittel von ihnen wurden zu Hause versorgt.

Sie können die gesamte Publikation "Die Generation 65+ in Deutschland" und das Statement, inklusive anschaulicher Statistiken, online nachlesen.


Statistiken sind nicht Wirklichkeiten, mit ihnen kann nur versucht werden, eine Wirklichkeit abzubilden. Diesen Prozess der Abbildung kann man kritisieren, z.B. schon bei der Bildung der betrachteten Gruppe. So wird in der Statistik von der "Generation 65+" gesprochen, in der viele Menschen mit häufig verschiedenen Realitäten zusammengefasst werden. Dies passiert bei Statistiken natürlich häufig, jedoch kann man fragen, ob es sich mit der Gruppe 65+ nicht um eine ungewöhnlich große Gruppe handelt.

Diese Frage muss auch gestellt werden, wenn auf Grundlage von Statistiken politische Entscheidungen getroffen werden. Auch auf einer Homepage, auf der regelmäßig über seniorenpolitische Themen berichtet werden soll, müssen sich die Redakteure bewusst sein, dass SeniorInnen keine homogene Gruppe sind. Das versuchen wir durch ein breites Themenspektrum abzubilden.

Zu diesem Thema können Sie auch einen Beitrag des Sozialwissenschaftlers Gunnar Winkler nachlesen.

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Das Zweite Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung (Zweites Pflegestärkungsgesetz, kurz PSG II), welches zur Zeit als Referentenentwurf vorliegt, wird grundsätzlich begrüßt, ist im Detail jedoch nicht unumstritten. Ob mit dem PSG II eine Lösung des Pflegenotstandes erreicht werden kann, ist fraglich. Daher zeigen wir Ihnen zu diesem Entwurf Positionen und Stellungnahmen verschiedener Organisationen und Interessenvertretungen auf.

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Das PSG II soll dem Ersten Pflegestärkungsgesetz (PSG I) folgen. Die Aussprachen zum PSG I in Bundestag und Bundesrat können Sie hier nachlesen. Das PSG II wird einige Veränderungen bringen. Im Rahmen eines neuen Pflegebegriffes soll es z.B. nun 5 Pflegestufen geben, der Zugang zur Pflegeversicherung soll erweitert werden und das ambulante Hilfesystem soll gestärkt werden. Auf den Seiten des Gesundheitsministeriums wird Ihnen die Darstellung der Bundesregierung präsentiert.

Zu dem erwähnten neuen Pflegebegriff können Sie die kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, bestehend aus 30 Fragen, und die Antwort der Bundesregierung nachlesen. Dem neuen Pflegebegriff ist auch eine öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses gewidmet. In vielen nachfolgenden Texten werden die kurzen Fristen zum Verfassen der Stellungnahmen zum Referentenentwurf des PSG II bemängelt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) geht auf die 5 Themenkomplexe Informations- und Beratungsauftrag, Pflegebedürftigkeitsbegriff und Begutachtungsinstrument, Leistungsrecht, Beteiligungsrechte und Qualitätsausschuss ein. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme der BAGSO.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Vorsorge (DV) begrüßt den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment ausdrücklich, bemängelt jedoch z.B. dass "wichtige bzw. notwendige Anpassungen weiterer Regelungen, insbesondere im SGB XII und SGB V vom Entwurf außen vor gelassen werden". Lesen Sie die gesamte Stellungnahme online nach.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat mit 78 Seiten eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, Vorschläge zur Veränderung des Gesetzentwurfes sind auf 18 weiteren Seiten angefügt.

Die Landesverbände Schleswig-Holsteins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) äußerten sich im Rahmen ihrer Kooperationsvereinbarung ebenfalls zum PSG II. "Der Fachkräftemangel und die aktuellen Weichenstellung in der Pflege, insbesondere das geplanten Inkrafttreten der zweiten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes mit der Einführung eines neuen Pflegebegriffs, stellen uns vor große Herausforderungen", erklärte Wolfgang Baasch, Mitglied des Landesvorstandes der SPD und Vorsitzender der AWO Schleswig-Holsteins. Es müssten die tatsächlichen Pflegebedarfe der Menschen fachlich fundiert erfasst werden, um eine mögliche Schlechterstellung der Pflegebedürftigen bei der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes unter allen Umständen zu vermeiden. Mit dem PSG II will die Bundesregierung sowohl einen neuen Begriff auf den Weg bringen als auch die dazugehörigen Instrumente bis spätestens 2017 umgesetzt haben. "Dabei muss aber auch eine langfristige Absicherung der Menschen, durch eine Dynamisierung der Leistungen umfassend berücksichtigt werden", forderte Wolfgang Schneider vom SoVD. "Es ist wichtig sicherzustellen, dass Menschen nicht erneut auf Leistungen der Sozialhilfe zurückgreifen müssen, wenn Sie einen Pflegebedarf haben. Pflege darf nicht zu Armut führen." Wolfgang Baasch fordert in dem Zusammenhang auch für die Pflege die Bürgerversicherung, welche zuletzt am 3.7.15 im Bundestag diskutiert wurde.

Der Paritätische begrüßt das Vorantreiben des Prinzipes ambulant vor stationär, zeigt sich jedoch auch besorgt, dass einzelne zu Pflegende schlechter gestellt werden könnten. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme und weitere Forderungen des Wohlfahrtverbandes.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert in ihrer Stellungnahme z.B. die Vermeidung neuer Gerechtigkeitslücken und die Gleichstellung Sterbender in stationären Pflegeeinrichtungen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lobt ebenfalls den Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment. Dadurch sollen kognitiv eingeschränkte Menschen einen leichteren Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung bekommen. Der DGB weist aber darauf hin, dass die Reform nur ein Erfolg werden kann, wenn die Leistungen mit ausreichend Personal hinterlegt werden. Sie können die Beurteilungen des DGB im Detail nachlesen.

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Durch eine neue Website sollen Informationen über Reparatur-Initiativen in Deutschland bereit gestellt werden. Bis jetzt sind fast 100 Repair-Cafés und andere nicht-kommerzielle Treffpunkte in der Datenbank eingetragen, weitere Initiativen können dies nachholen. Es können auch Veranstaltungen von Reparatur-Cafés gefiltert werden.

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Neben dem Ziel, Müll zu vermeiden und nachhaltige Lebensweisen in der Praxis zu erproben, sollen Reparatur-Cafés die nachbarschaftliche Kommunikation und den Dialog zwischen den Generationen stärken sowie die gemeinschaftlich organisierte Hilfe zur Selbsthilfe fördern.

Sie können sich alle Initiativen anzeigen lassen und diese nach Ort oder Postleitzahl filtern. Veranstaltungen wie z.B. Reparatur-Termine können zusätzlich nach Reparaturgegenständen gefiltert werden. Außerdem werden Hinweise zur Gründung weiterer Reparatur-Cafés zur Verfügung gestellt.

Die Homepage ist noch im Aufbau, leichte Mängel in der Bedienung und der Optik sind also nachvollziehbar.

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Diesmal stellen wir Ihnen ausgewählte Beiträge der letzten Monate rund um das Thema Demenz vor.

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Der 28seitige Ratgeber "Aktive Teilhabe von Menschen mit Demenz an Kultur und Natur" des Kompetenzzentrums Demenz aus Norderstedt enthält Ideen und Anregungen für BegleiterInnen von Menschen mit Demenz. Es werden z.B. Tipps für die Gestaltung von Ausflügen oderr regionale Angebote für nicht mobile Menschen vorgestellt.

Die vierte Ausgabe diesen Jahres der Zeitschrit ProAlter trägt den Titel "Alternative Wohnformen - Zukunftsfähige Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter". Es werden zwei zukunftsfähige Konzepte aus Frankfurt und Wanne-Eickel beschrieben. In Frankfurt steht Aja's Gartenhaus, in dem demenzerkrankte Menschen in familienähnlichen Hausgemeinschaften zusammenleben. Aus Wanne-Eickel wird von einer Demenz-WG berichtet. Das Konzept des Demenzdorfes in Hameln, von dem wir bereits berichteten, wird kritisch beleuchtet. Die Sonderwelt werde z.B. dem Leitbild einer sorgenden Gemeinschaft nicht gerecht. Von dem Modell des Demenzdorfes (welches aus den Niederlanden stammt) wird auf die niederländische Diskussion über kleinmaßstäbliche Wohnformen für Menschen mit Demenz übergeleitet. Weitere Themen des Heftes finden Sie online.

Bezüglich unseres Artikels zur Fahrsicherheit von demenzerkrankten Menschen erhielten wir einen weiteren, aktuellen Literaturhinweis. Ein Ergebnis der Studie "Demenz und Verkehrssicherheit" der Bundesanstalt für Straßenwesen ist, dass keine nennenswerten Leistungseinbußen bei AutofahrerInnen mit leichter Demenz bestehen. Der Blogeintrag Demenz und Autofahren von Dipl. Psychologe Hardy Holte sei in diesem Zusammenhang ebenfalls wärmstens empfohlen.

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HelpAge hat eine Petition gestartet, welche Unterschriften für eine UN-Konvention für Ältere sammelt. In der Begründung wird auch auf die bereits existierenden Konventionen für andere benachteiligte Gruppen hingewiesen, wie z.B. für Menschen mit Beeinträchtigungen.

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Die Würde und Rechte älterer Menschen werden laut den InitiatorInnen in zahlreichen Ländern, auch in Deutschland, vielfach missachtet. Altersarmut, Pflegemissstände und Probleme der sozialen Absicherung treffen alte Menschen. Die Bundesregierung wird daher aufgefordert, sich aktiv für die UN-Konvention für Ältere einzusetzen.

Wenn Sie sich diesen Forderungen anschließen möchten, können Sie die Petition online unterschreiben. Der Verein HelpAge Deutschland stellt Interessierten weitere Hintergrundinformationen zur Verfügung.

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