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Alltägliches Leben

Das Zweite Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung (Zweites Pflegestärkungsgesetz, kurz PSG II), welches zur Zeit als Referentenentwurf vorliegt, wird grundsätzlich begrüßt, ist im Detail jedoch nicht unumstritten. Ob mit dem PSG II eine Lösung des Pflegenotstandes erreicht werden kann, ist fraglich. Daher zeigen wir Ihnen zu diesem Entwurf Positionen und Stellungnahmen verschiedener Organisationen und Interessenvertretungen auf.

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Das PSG II soll dem Ersten Pflegestärkungsgesetz (PSG I) folgen. Die Aussprachen zum PSG I in Bundestag und Bundesrat können Sie hier nachlesen. Das PSG II wird einige Veränderungen bringen. Im Rahmen eines neuen Pflegebegriffes soll es z.B. nun 5 Pflegestufen geben, der Zugang zur Pflegeversicherung soll erweitert werden und das ambulante Hilfesystem soll gestärkt werden. Auf den Seiten des Gesundheitsministeriums wird Ihnen die Darstellung der Bundesregierung präsentiert.

Zu dem erwähnten neuen Pflegebegriff können Sie die kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, bestehend aus 30 Fragen, und die Antwort der Bundesregierung nachlesen. Dem neuen Pflegebegriff ist auch eine öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses gewidmet. In vielen nachfolgenden Texten werden die kurzen Fristen zum Verfassen der Stellungnahmen zum Referentenentwurf des PSG II bemängelt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) geht auf die 5 Themenkomplexe Informations- und Beratungsauftrag, Pflegebedürftigkeitsbegriff und Begutachtungsinstrument, Leistungsrecht, Beteiligungsrechte und Qualitätsausschuss ein. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme der BAGSO.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Vorsorge (DV) begrüßt den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment ausdrücklich, bemängelt jedoch z.B. dass "wichtige bzw. notwendige Anpassungen weiterer Regelungen, insbesondere im SGB XII und SGB V vom Entwurf außen vor gelassen werden". Lesen Sie die gesamte Stellungnahme online nach.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat mit 78 Seiten eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, Vorschläge zur Veränderung des Gesetzentwurfes sind auf 18 weiteren Seiten angefügt.

Die Landesverbände Schleswig-Holsteins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) äußerten sich im Rahmen ihrer Kooperationsvereinbarung ebenfalls zum PSG II. "Der Fachkräftemangel und die aktuellen Weichenstellung in der Pflege, insbesondere das geplanten Inkrafttreten der zweiten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes mit der Einführung eines neuen Pflegebegriffs, stellen uns vor große Herausforderungen", erklärte Wolfgang Baasch, Mitglied des Landesvorstandes der SPD und Vorsitzender der AWO Schleswig-Holsteins. Es müssten die tatsächlichen Pflegebedarfe der Menschen fachlich fundiert erfasst werden, um eine mögliche Schlechterstellung der Pflegebedürftigen bei der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes unter allen Umständen zu vermeiden. Mit dem PSG II will die Bundesregierung sowohl einen neuen Begriff auf den Weg bringen als auch die dazugehörigen Instrumente bis spätestens 2017 umgesetzt haben. "Dabei muss aber auch eine langfristige Absicherung der Menschen, durch eine Dynamisierung der Leistungen umfassend berücksichtigt werden", forderte Wolfgang Schneider vom SoVD. "Es ist wichtig sicherzustellen, dass Menschen nicht erneut auf Leistungen der Sozialhilfe zurückgreifen müssen, wenn Sie einen Pflegebedarf haben. Pflege darf nicht zu Armut führen." Wolfgang Baasch fordert in dem Zusammenhang auch für die Pflege die Bürgerversicherung, welche zuletzt am 3.7.15 im Bundestag diskutiert wurde.

Der Paritätische begrüßt das Vorantreiben des Prinzipes ambulant vor stationär, zeigt sich jedoch auch besorgt, dass einzelne zu Pflegende schlechter gestellt werden könnten. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme und weitere Forderungen des Wohlfahrtverbandes.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert in ihrer Stellungnahme z.B. die Vermeidung neuer Gerechtigkeitslücken und die Gleichstellung Sterbender in stationären Pflegeeinrichtungen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lobt ebenfalls den Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment. Dadurch sollen kognitiv eingeschränkte Menschen einen leichteren Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung bekommen. Der DGB weist aber darauf hin, dass die Reform nur ein Erfolg werden kann, wenn die Leistungen mit ausreichend Personal hinterlegt werden. Sie können die Beurteilungen des DGB im Detail nachlesen.

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Durch eine neue Website sollen Informationen über Reparatur-Initiativen in Deutschland bereit gestellt werden. Bis jetzt sind fast 100 Repair-Cafés und andere nicht-kommerzielle Treffpunkte in der Datenbank eingetragen, weitere Initiativen können dies nachholen. Es können auch Veranstaltungen von Reparatur-Cafés gefiltert werden.

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Neben dem Ziel, Müll zu vermeiden und nachhaltige Lebensweisen in der Praxis zu erproben, sollen Reparatur-Cafés die nachbarschaftliche Kommunikation und den Dialog zwischen den Generationen stärken sowie die gemeinschaftlich organisierte Hilfe zur Selbsthilfe fördern.

Sie können sich alle Initiativen anzeigen lassen und diese nach Ort oder Postleitzahl filtern. Veranstaltungen wie z.B. Reparatur-Termine können zusätzlich nach Reparaturgegenständen gefiltert werden. Außerdem werden Hinweise zur Gründung weiterer Reparatur-Cafés zur Verfügung gestellt.

Die Homepage ist noch im Aufbau, leichte Mängel in der Bedienung und der Optik sind also nachvollziehbar.

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Diesmal stellen wir Ihnen ausgewählte Beiträge der letzten Monate rund um das Thema Demenz vor.

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Der 28seitige Ratgeber "Aktive Teilhabe von Menschen mit Demenz an Kultur und Natur" des Kompetenzzentrums Demenz aus Norderstedt enthält Ideen und Anregungen für BegleiterInnen von Menschen mit Demenz. Es werden z.B. Tipps für die Gestaltung von Ausflügen oderr regionale Angebote für nicht mobile Menschen vorgestellt.

Die vierte Ausgabe diesen Jahres der Zeitschrit ProAlter trägt den Titel "Alternative Wohnformen - Zukunftsfähige Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter". Es werden zwei zukunftsfähige Konzepte aus Frankfurt und Wanne-Eickel beschrieben. In Frankfurt steht Aja's Gartenhaus, in dem demenzerkrankte Menschen in familienähnlichen Hausgemeinschaften zusammenleben. Aus Wanne-Eickel wird von einer Demenz-WG berichtet. Das Konzept des Demenzdorfes in Hameln, von dem wir bereits berichteten, wird kritisch beleuchtet. Die Sonderwelt werde z.B. dem Leitbild einer sorgenden Gemeinschaft nicht gerecht. Von dem Modell des Demenzdorfes (welches aus den Niederlanden stammt) wird auf die niederländische Diskussion über kleinmaßstäbliche Wohnformen für Menschen mit Demenz übergeleitet. Weitere Themen des Heftes finden Sie online.

Bezüglich unseres Artikels zur Fahrsicherheit von demenzerkrankten Menschen erhielten wir einen weiteren, aktuellen Literaturhinweis. Ein Ergebnis der Studie "Demenz und Verkehrssicherheit" der Bundesanstalt für Straßenwesen ist, dass keine nennenswerten Leistungseinbußen bei AutofahrerInnen mit leichter Demenz bestehen. Der Blogeintrag Demenz und Autofahren von Dipl. Psychologe Hardy Holte sei in diesem Zusammenhang ebenfalls wärmstens empfohlen.

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HelpAge hat eine Petition gestartet, welche Unterschriften für eine UN-Konvention für Ältere sammelt. In der Begründung wird auch auf die bereits existierenden Konventionen für andere benachteiligte Gruppen hingewiesen, wie z.B. für Menschen mit Beeinträchtigungen.

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Die Würde und Rechte älterer Menschen werden laut den InitiatorInnen in zahlreichen Ländern, auch in Deutschland, vielfach missachtet. Altersarmut, Pflegemissstände und Probleme der sozialen Absicherung treffen alte Menschen. Die Bundesregierung wird daher aufgefordert, sich aktiv für die UN-Konvention für Ältere einzusetzen.

Wenn Sie sich diesen Forderungen anschließen möchten, können Sie die Petition online unterschreiben. Der Verein HelpAge Deutschland stellt Interessierten weitere Hintergrundinformationen zur Verfügung.

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Audiodeskriptionen (AD) sind Bildbeschreibungen, die in den Dialogpausen eines Filmes eingesprochen werden und in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik und Mimik beschreiben. Mit AD wird ein Film zum Hörfilm. Da Kinogänge und gemeinsames Fernsehen auch als soziale Handlungen verstanden werden können, liefern AD einen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe von sehgeschwächten oder blinden Menschen.

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Beim NDR findet sich ein Beispiel für Audiodeskriptionen. Allerdings wird nur ein Teil des TV-Angebotes mit der Hörfilm-Option ausgestrahlt. Einige Sender bieten eigene Seiten zu ihrem Hörfilmangebot an. Informieren Sie sich hier z.B. über das Hörfilmangebot von ARD und dem NDR. Das ZDF hat feste Sendeplätze für Audiodeskriptionen im Programm. Auf dieser Seite können Sie das Hörfilmangebot mehrere Sender filtern.

Die Seite des ARD bietet auch Hinweise zu den technischen Anforderungen an den Empfang von Hörfilmen. Auf hörfilm.info wird nicht nur auf das Fernsehen, sondern auch auf die technischen Möglichkeiten im Kino und auf DVDs eingegangen. Auf dieser Seite ist ebenfalls eine nützliche Linksammlung für Interessierte zu finden.

Besonders hingewiesen sei auf die Smartphone-APP "Greta und Starks". Sie erkennt laufende Filme im Kino, aber auch im Fernsehen oder auf DVD, synchronisiert sich automatisch und liefert über Kopfhörer die entsprechende Audiodeskription.

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Inzwischen läuft auf dem Portal der Bundesregierung der dritte Praxisdialog mit dem Titel "Vor Ort medizinisch gut versorgt". Lesen Sie hier mehr zum laufenden Dialog und zur Zusammenfassung des vorigen Praxisdialoges "Vor Ort füreinander sorgen".

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Wir berichteten bereits vom vergangenen Praxisdialog "Vor Ort füreinander sorgen". Inzwischen wurde eine Zusammenfassung der Diskussionen hochgeladen. Es wird über Nachbarschaft als Quelle des Miteinanders, Stadtteilhelfer in Saarbrücken und andere regionale Beispiele, Mischung aus Hauptamt und Ehrenamt in regionalen Unterstützungsstrukturen sowie erfolgreiche Netzwerkarbeit im Ehrenamt berichtet. Wenn Sie mögen, können Sie diese Zusammenfassung kommentieren.

Der aktuelle Praxisdialog "Vor Ort medizinisch gut versorgt" läuft noch bis zum 31.07.2015. Zentral ist eine Diskussion über zahnärztliche Versorgung im Hause der PatientInnen. Die Anzahl der Beiträge (2) und Kommentare (3) ist leider noch sehr übersichtlich. Ihre Beiträge und Kommentare sind somit sicherlich erwünscht.

Wer sich erstmals an der Diskussion durch eigene Beiträge beteiligen möchte, muss sich zunächst registrieren und nach der Freischaltung anmelden. Bestehende Beiträge können ohne Anmeldung kommentiert werden. Es gibt weitere, durch andere Foren bekannte Regeln.

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SeniorInnenresidenzen werden häufig als luxuriöse und damit auch teure Alternative zu anderen Wohnformen dargestellt. Diese Beschreibung sollten InteressentInnen skeptisch betrachten, da der Begriff "Senorenresidenz" nicht geschützt ist und somit keine besonderen Auflagen mit dieser Bezeichnung einhergehen. Eine umfassendere Lektüre verschiedener Quellen lohnt sich also schon aus diesem Grund.

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Einige Anregungen können Sie in der vorliegenden Auswahl von Literaturempfehlungen finden, welche größtenteils von der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) stammen. Dabei wird nicht nur Seniorenresidenzen, sondern auch auf konkrete Beispiele für andere Wohnformen eingegangen. Erstens werden einige Werke empfohlen:

Schumacher, Hajo (2014): Restlaufzeit : wie ein gutes, lustiges und bezahlbares Leben im Alter gelingen kann. ISBN 978-3-8479-0572-1

Kempf, Claudia (2015): Service-Wohnen für Senioren : eine empirische Untersuchung zu Dienstleistungsqualität, Customer Voluntary Performance und Preisfairness. ISBN 978-3-658-08209-3

Van Uffelen, Chris (2012): Seniorenresidenzen und Altersheime. ISBN 978-3-03768-120-6

Albrecht, Peter-Alexis (2012): ServiceWohnen als Zukunftsaufgabe einer alternden Gesellschaft. ISBN 978-3-8305-1898-3

Keller, Sabine (2011): Leben und Wohnen im Alter. ISBN 978-3-86851-036-2

Lange-Lagemann, Dieter (2010): Betreutes Wohnen im Alter : Anforderungen an Seniorenwohnanlagen im ländlichen Raum. ISBN 978-3-8366-9552-7

Rohnstock, Katrin (2010): Der letzte Neubeginn : Senioren erzählen vom Umzug in ihr Altersdomizil. ISBN 978-3-86649-305-6

Betz, Irmgard (2009): So leben wir : neue und bewährte Wohnmodelle für Senioren. ISBN 978-3-86744-117-9

Zimmermann, Claudia-Fé (2008): Institutionelle Seniorenwohnangebote : räumliche Analyse Seniorenwohnhäusern, Service-Wohnen und vollstationären Pflegeeinrichtungen in Berlin. ISBN 978-3-639-02452-4

Höpflinger, François (2004): Traditionelles und neues Wohnen im Alter. ISBN 3-03-777004-X

Busz, Pamela (2003): Seniorenimmobilien als Investitionsobjekte : Entwicklung und empirische Analyse eines Beurteilungsmodells. ISBN 3-89984-106-9


Zweitens werden verschiedene Artikel und Buchauszüge empfohlen.

Klingbeil, Darren (2012): Wohnen im 4-Sterne-Plus-Ambiente. In: Altenheim.

Klie, Thomas (2012): Heim oder nicht Heim? Unterfallen Seniorenwohnstifte dem Heimrecht? - In: Pflegerecht.

Frankowski, Ann Christine (2011): The dining room as the locus of ritual in assisted living. In: Generations.

Carmon, Naomi (2010): Old-age home in Jerusalem: post-occupancy evaluation. In: Aging in Israel.

Klie, Thomas (2005): Die ehrenwerten Alten von La Paz : Ein selbstverwaltetes Wohnhaus für alte Menschen in Bolivien. In: Dr. med. Mabuse.

Heiler, Dieter (2004): Seniorenzentrum als Treffpunkt. In: Barrierefrei.

Kremer-Preiß, Ursula (2001): Betreutes Wohnen in Seniorenresidenzen und Wohnstiften : Was sind die Besonderheiten? ; Worauf muss man achten? In: Pro Alter.


Drittens können Sie folgende Arbeiten direkt online nachlesen:

Kapeller, Lukas (2010): Residenz zum letzten Glück : Senioren in Österreich.

Kiani, Iman (2014): Service-Wohnen in der Amalie Sieveking-Stiftung: Chancen für ein Leben ohne soziale Desintegration im Alter.

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Fernbusse sind eine Alternative für alle Generationen, bieten aber SeniorInnen einige Vorteile. Die Verbraucherzentralen haben nun eine Umfrage gestartet, um die Zufriedenheit der NutzerInnen mit dem Angebot, der Verfügbarkeit und der Püntklichkeit zu ermitteln. Es sollen Verbesserungsmöglichkeiten im Fernbusmarkt ermittelt werden.

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Fernbusfahren erfreut sich wachsender Beliebtheit. Ältere Menschen profitieren von, vor allem bei frühen Buchungen, günstigen Preisen. Einige Anbieter halten für SeniorInnen einen eigenen Tarif bereit. Seitdem der Markt Anfang 2013 geöffnet wurde, haben sich Angebot und Streckennetz deutlich erweitert. Durch das engere Fernbusnetz können Sie möglicherweise eine direktere Verbindung zu ihrem Reiseziel finden. SeniorInnen gelten bis jetzt trotz der Vorteile als eher zurückhaltende NutzerInnen des Angebotes. In Schleswig-Holstein kommt das Fernbusangebot für nur 34% der Befragten in Frage (Bund: 46%).

Um Probleme und Verbesserungsbedarf im Fernbusmarkt zu ermitteln, die hinter der geringen Nutzung stehen, starten die Verbraucherzentralen eine Umfrage. Bis zum 30. September 2015 können Sie an der Umfrage teilnehmen. Die Umfrage umfasst 4 schnell beantwortete Seiten.

Fernbusse können eine günstige und umweltfreundliche Alternative zu anderen Verkehrsmitteln darstellen. Die Fahrgäste sollten ihre Rechte kennen. Auf der Seite der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein finden Sie Ihre Fahrgastrechte zusammengefasst. "Fernbusunternehmen müssen ihre Kunden zum Beispiel auch am Busbahnhof über ihre Rechte informieren. Bei Verspätungen müssen sie ihre Fahrgäste frühzeitig benachrichtigen", berichtet Juristin Hanna Doreen Jeske. Die Umfrage soll auch klären, ob diese Information tatsächlich erfolgt.

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Laut einem Beitrag des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule zum Pflegereport 2015 fehlen bis 2030 mindestens 350 000 Kräfte in der Versorgung von Pflegebedürftigen, darunter rund 130 000 Pflegefachkräfte.

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Der Bericht des IAT bildet das achte Kapitel des Pflegereportes 2015. Dieser wird vom wissenschaftlichen Institut der AOK herausgegeben. Er umfasst mehr als 200 Seiten. Ob sich eine Bestellung für Sie lohnt, können Sie aus dem Inhaltsverzeichnis oder der sechsseitigen Zusammenfassung entnehmen.

Die Kräfte werden in der vollstationären Pflege, Tagespflege, ambulanten Pflege, Pflege-Wohngemeinschaften und in der Hospizarbeit benötigt. Die anfangs genannten Zahlen beziehen sich auf beziehen sich auf nötige MitarbeiterInnen, umgerechnet entsprechen diese Zahlen rund 250 000 bzw. 100 000 Vollzeitstellen. Am Arbeitsmarkt stehen aber bereits heute kaum noch Fachkräfte des „Kernberufs“ Pflege zur Verfügung. Umfassende Anstrengungen sind nötig, um die Lücke zu schließen.

Christoph Bräutigam, Michaela Evans und Josef Hilbert ermitteln in ihrem Beitrag den Personalbedarf in den verschiedenen Wohn- und Versorgungsformen für Pflegebedürftige und zeigen Ansätze auf, den künftigen Personalbedarf zu decken. Denn die unterschiedlichen Versorgungsformen werden künftig verschärft um qualifiziertes Personal konkurrieren, untereinander und auch mit den Krankenhäusern. Einen wesentlichen Ansatzpunkt wird in der beruflichen Qualifizierung gesehen. In den Pflegefachberufen schließen jährlich rund 30 000 AbsolventInnen erfolgreich ihre Ausbildung ab. Diese Zahlen sind kaum noch ausreichend, um die Zahl der Beschäftigten auch nur stabil zu halten. Mit den ab 1995 besonders geburtenschwachen Jahrgängen könnten die Ausbildungszahlen kräftig sinken. Zudem werden in den nächsten Jahren altersbedingt immer mehr Pflegefachkräfte ausscheiden. Schon diese Ausfälle zu kompensieren würde also eine deutliche Ausweitung der Ausbildungskapazitäten erfordern. Auch die Ausweitung des Beschäftigungsumfangs, der Erwerbsbeteiligung und der Berufsverweilzeit müssen angegangen werden.

Das Berufsfeld konkurriert zunehmend um Nachwuchs mit anderen Branchen, denen ein besserer Ruf anhaftet. Eine deutliche Attraktivitätssteigerung des Berufs wird durch Imagekampagnen allein nicht zu erreichen sein. Deutliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und der Fachkräfte-Vergütung sowie eine Aufwertung der Pflege durch Akademisierung könnten laut dem Bericht dazu beitragen, neue Zielgruppen für eine berufliche Laufbahn in der Pflege zu gewinnen.

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Zu einem Bürgerdialog für den Aufbau eines Nachbarschaftsnetzwerks laden der Ortsverein der AWO (Arbeiterwohlfahrt) und das Service- und Wohnzentrum in Mildstedt am 30. Juni ab 14.00 h in den Kirchspielskrug in Mildstedt ein. Die Veranstaltung ist Teil der Aktion „Wir im Quartier - Wir in Mildstedt“, mit der die AWO in Mildstedt in den nächsten Jahren tragfähige nachbarschaftliche Kontakte fördern und generationenübergreifende Begegnungen ermöglichen möchte.

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"Das gute Miteinander von Jung und Alt gewinnt auch angesichts einer immer älter werdenden Dorfgemeinschaft zunehmend an Bedeutung, allerdings ist die Beziehung Nachbarschaft meist nicht selbst gewählt" sagt Hans-Peter Henkens, AWO Ortsvereinsvorsitzender in Mildstedt. "Altvertraute Nachbarn ziehen weg oder sterben und neue Nachbarn, häufig jüngere Familien, ziehen ein." Vertrauen oder gemeinsame Interessen spielen deshalb eine große Rolle für die Qualität einer guten Nachbarschaft. "Damit unterschiedliche Generationen nicht aneinander vorbei leben, braucht es Kontakte und persönliche Beziehungen", ist Henkens überzeugt. Werden Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und alle beteiligt, dann fördere dies die Nachbarschaft als Grundlage für gegenseitige informelle Unterstützung und Achtsamkeit.

Das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit helfe besonders den älteren Menschen, ihre Selbständigkeit zu bewahren. "Da tragen gute und gewachsene Beziehungen zu den Nachbarn entscheidend zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität bei." "Gute Nachbarn können auch eine Art Familienersatz sein und haben damit eine hohe Bedeutung für die alleinwohnenden älteren Menschen, deren eigene Familien oft weit verstreut leben", bestätigt Susanne Eisenstein, Leiterin des AWO Service-und Wohnzentrums in Mildstedt.

"Um nachbarschaftliche Kontakte zu fördern und generationenübergreifende Begegnungen zu ermöglichen, ist es wichtig zu wissen, welche Themen die Menschen in Mildstedt bewegen", so Henkens: "Ist es die geplante Schließung der Sparkasse, verbunden mit der Ungewissheit, wo ältere Menschen zukünftig ihre Geldangelegenheiten regeln können? Oder bewegt die Mildstedter die Frage, welche Unterstützung bei der Betreuung der jungen Flüchtlinge geleistet werden kann? Vielleicht gibt es auch Wünsche und Ideen, das kulturelle Angebot in Mildstedt auch für ältere Menschen zu erweitern."

Für all diese Überlegungen sucht die AWO aktive, engagierte Bürgerinnen und Bürger in Mildstedt. Um sie frühzeitig einzubinden, laden der AWO Ortsverein und das Service- und Wohnzentrum in Mildstedt am 30. 06.2015 ab 14.00 h zu einem Bürgerdialog in den Kirchspielskrug in Mildstedt ein.

Der Ablauf der Veranstaltung ist wie folgt geplant:

14:00 Begrüßung

14:15 "Nachbarschaftsnetzwerke und bürgerschaftliches Engagement im Wandel" (Bettina Süphke, Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein)

15:10 Ist-Stand Ideensammlung mit allen TeilnehmerInnen. (Moderation: Holger Wittig-Koppe, Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein)

15:50 "Unser Weg zu einem Nachbarschaftsnetzwerk 'Wir in Mildstedt'" (Moderation: Bettina Süphke)

16:00 Kaffee, Kuchen und Klönschnack

Die Teilnahme ist kostenlos, um telefonische Anmeldung wird gebeten: 04841 7880 (8:00 – 16:00)

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