Weiterlesen Jedoch ist bei der Suche nach palliativgeriatrischen Angeboten Vorsicht geboten, da die von den Anbieter*innen versprochenen Dienstleistungen und deren Standards nicht immer der Realität entsprechen. Darüber hinaus klagen Angehörige oftmals über eine unübersichtliche Aufbereitung der Informationen, mangelnde Transparenz und ein Übermaß an Bürokratie. Das Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie, das sich für die Belange der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen einsetzt, wird am 2. Oktober von 9 bis 18 Uhr die 21. Fachtagung der palliativen Geriatrie ausrichten. Die Veranstaltung findet seit 2005 jährlich in Berlin statt und beschäftigt sich intensiv mit der optimalen Gestaltung der palliativgeriatrischen Pflege mit Blick auf die Bedürfnisse sowohl der Patient*innen als auch der Angehörigen. Ebenso wird über die notwendige Anpassung der Versorgungsstrukturen sowie die Sensibilisierung für unseriöse Angebote diskutiert. Unter der Schirmherrschaft von Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wird eine Vielzahl an Referent*innen aus den Bereichen Forschung und Gesundheit erwartet. Diese werden den Teilnehmenden überwiegend in Form von Vorträgen ihre Erkenntnisse vermitteln. So geht es beispielsweise um Gewalt in der Pflege, assistierten Suizid und die Zusammenarbeit mit Bestattungsunternehmen, aber auch ethisch-moralische Aspekte im Zusammenhang mit der palliativen Geriatrie werden thematisiert. Daneben ist auch eine knapp einstündige Diskussionsrunde geplant, die unter dem Motto „Leben und Sterben in Würde: Alles nur schöner Schein?“ steht. Das gesamte Programm der Veranstaltung ist online abrufbar. Dort finden sich auch Informationen zum genauen Veranstaltungsort, zu Kooperations- und Fachpartnern und allen Sponsoren sowie die Kontaktdaten des Veranstalters. Für eine Teilnahme vor Ort werden 134 Euro fällig, es besteht allerdings auch die Möglichkeit, für 89 Euro der Veranstaltung per Videokonferenz beizuwohnen. Außerdem steht ein Anmeldeformular zur Verfügung.
Service
Virtuelles Dossier zur Tanzgeragogik (15. September)
17. August 2026Weiterlesen Das Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter (kubia) setzt sich für eine aktive künstlerische Teilhabe von Senior*innen ein und bietet Beratungen sowie Infomaterial an. Ältere Menschen sollen ermutigt werden, sich kreativ auszudrücken, um ihr persönliches Potenzial zu entfalten, Ressourcen zu aktivieren und Gemeinschaft zu erleben. Zum Thema „Tanz und Alter(n)“ hat kubia ein Online-Dossier veröffentlicht, das in Kooperation mit der Tanzwissenschaftlerin Lea Spahn erarbeitet wurde. Es soll Tanzlehrer*innen, die vorwiegend Senior*innen unterrichten, wissenschaftlich fundierte Konzepte und Hinweise zur Arbeit mit älteren Menschen vermitteln, sodass Tanzen altersgerecht und kompetent gelehrt werden kann. Der Impuls hierzu stammt ursprünglich von der Choreografin Silke Z. „Mit zunehmendem Alter stehen Menschen seltener auf Bühnen, nehmen weniger selbstverständlich an künstlerischen Prozessen teil und sind im zeitgenössischen Kunstdiskurs unterrepräsentiert“, heißt es in dem Dossier. Es soll zentrale Erkenntnisse der Tanzgeragogik übersichtlich zusammenfassen und weiterentwickeln, indem abwechslungsreiche Materialien zu dem Thema zur Verfügung gestellt werden. Neben einem Glossar sowie einer Sammlung allgemeiner Anmerkungen zur Tanzgeragogik wird auch auf Tutorials in Videoform und auf den Podcast „Tanzkurz mit älteren Menschen“ verwiesen. Ziel der Tanzgeragogik ist es, älteren Menschen nicht nur das Tanzen näherzubringen, sondern auch ihre Bühnenpräsenz zu fördern. Viele Theater setzen zumeist auf jüngere Darsteller*innen, da das Alter(n) oftmals als hinderlich beim Tanzen empfunden wird. Daher bemüht sich kubia darum, Senior*innen eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gestaltung kultureller und künstlerischer Veranstaltungen zu ermöglichen. Das gesamte Dossier wird am 15. September von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr online vorgestellt. Lea Spahn und Silke Z. präsentieren und erklären die Materialsammlung sowie deren Hintergrund und beantworten Fragen des Publikums. Bis zum 8. September können Sie sich hierfür über ein Anmeldeformular einen Platz für die kostenlose und barrierefreie Teilnahme sichern.
Weiterlesen Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet kostenlose, online verfügbare Übersichten zu verschiedenen Themenfeldern der Pflege an. Die zwölf Ratgeber und neun Kurzratgeber Ratgeber im PDF-Format wurden auf Grundlage eines Methodenstandards entwickelt, in den die Expertise verschiedener Professionen eingeflossen ist. So soll sichergestellt werden, dass die Inhalte sowohl wissenschaftlich fundiert als auch leicht verständlich und praxisnah sind. Laut ZQP richten sie sich an alle Personen, die für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen verantwortlich sind, und können sowohl im privaten als auch im professionellen Pflegekontext genutzt werden. Die Ratgeber befassen sich mit häufig auftretenden Fragen und Herausforderungen im Pflegealltag. Behandelt werden unter anderem Themen wie Körper- und Mundpflege, Ernährung und Scham. Darüber hinaus geben sie Hinweise zum Umgang mit Pflegehilfsmitteln sowie zur Medikamenteneinnahme. Ziel ist es, Pflegende zu sensibilisieren, Berührungsängste abzubauen und praxisnahe Informationen rund um die Pflege bereitzustellen. Das ZQP wurde im Jahr 2009 vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) gegründet. Es handelt sich um eine in Berlin ansässige, unabhängige, gemeinnützige und operativ tätige Fachstiftung. Die Mitarbeitenden des ZQP bringen Expertise aus verschiedenen Fachrichtungen ein und verfolgen das Ziel, Pflegenden Hinweise und Empfehlungen für eine möglichst gute Versorgung pflegebedürftiger Menschen zur Verfügung zu stellen. Damit sollen sowohl das Wohlbefinden der Pflegebedürftigen als auch die körperliche und psychische Entlastung der Pflegenden gestärkt werden. Neben den Ratgebern veröffentlicht das ZQP auch Studien, Artikel und Videos zu pflegerelevanten Themen. Auf diese Weise wird insbesondere pflegenden Angehörigen ein niedrigschwelliger Zugang zu fundierten Informationen ermöglicht. Auf der Webseite des ZQP können Ratgeber, Magazine, Flyer und Poster zu verschiedenen Praxisthemen kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem lassen sich über die Beratungsdatenbank innerhalb weniger Sekunden wohnortnahe Beratungsstellen zum Thema Pflege finden.
Pflegestützpunkte inzwischen fast bundesweit verfügbar
7. August 2026Weiterlesen Pflegestützpunkte werden insbesondere von Menschen genutzt, die Fragen zum Thema Pflege haben, weil sie beispielsweise Angehörige versorgen oder selbst pflegebedürftig sind. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit können sie den individuellen Unterstützungsbedarf ermitteln und Angehörigen geeignete Vorgehensweisen aufzeigen. Auch wer sich mit der Bürokratie, die mit einer Pflegebedürftigkeit einhergeht, überfordert oder orientierungslos fühlt, kann sich von den Berater*innen – oftmals ausgebildeten Pflegefachkräften – vor Ort unterstützen lassen. Ebenso geben die Mitarbeitenden Auskunft bei der Suche nach einem Pflegeheim oder Pflegedienst sowie zur Beantragung eines Pflegegrades. Die Berater*innen verfügen über umfassende Kenntnisse der lokalen Angebote und Institutionen und können Ratsuchende bei Bedarf an diese vermitteln. Auch Fragen zur Selbstfürsorge pflegender Angehöriger können Anlass für den Besuch eines Pflegestützpunktes sein. Aktuell gibt es in Deutschland etwa 700 Pflegestützpunkte. Der Sozialverband VdK Deutschland bemängelt, dass mittlerweile zwar fast jedes Bundesland über Pflegestützpunkte verfügt, diese jedoch ungleich über das Bundesgebiet verteilt sind. Einer der Gründe hierfür ist, dass die Länder selbst entscheiden können, wo und wie viele Pflegestützpunkte eingerichtet werden. Besonders deutlich zeigt sich dies in Bayern, wo es regional große Unterschiede gibt. Vor allem ländlich geprägte Regionen, in denen die Versorgungsstrukturen ohnehin Lücken aufweisen, verfügen häufig über zu wenige Pflegestützpunkte. „Der VdK fordert, dass die Pflege zu einer Pflichtaufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge wird“, heißt es in einer Stellungnahme vom 06. Juli. Auf diese Weise soll der Zugang zu Pflegestützpunkten allen Menschen unabhängig vom Wohnort ermöglicht werden. Den Ihrem Wohnort nächstgelegenen Pflegestützpunkt können Sie auf der Website des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) durch die Eingabe Ihrer Adresse oder Postleitzahl ermitteln. Anschließend erhalten Sie eine Übersicht über sämtliche Pflegestützpunkte in Ihrer Region, einschließlich ihrer Kontaktdaten und Leistungen.
Weiterlesen Die 1989 gegründete Deutsche Alzheimergesellschaft (DAlzG) fördert diesen Austausch kontinuierlich und hat aus diesem Anlass bereits wiederholt Veranstaltungen durchgeführt, um mit Pflegefachkräften, Berater*innen, Ärzt*innen, Wissenschaftler*innen, aber auch direkt von Demenz Betroffenen Verbesserungsvorschläge für den Umgang und die Arbeit mit erkrankten Personen zu erarbeiten, welche anschließend an die zuständigen Minister*innen herangetragen werden sollen. Im kommenden Herbst wird die DAlzG zum 13. Mal ihren Demenz-Kongress ausrichten, der in diesem Jahr auf dem Gelände der Messe Magdeburg stattfinden wird. Am 15. und 16. Oktober werden unter dem Motto „Zusammen Zukunft gestalten“ zahlreiche, teils parallel stattfindende Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden angeboten, an denen alle Menschen mit persönlichem und/oder professionellem Bezug zum Thema Demenz teilnehmen können. „Auf unserem Kongress möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen über innovative Ideen, wegweisende Konzepte, gute Erfahrungen aus der Praxis und erfolgreiche Strategien austauschen. Die Zukunft beginnt schon jetzt. Zusammen wollen wir uns daranmachen, sie so zu gestalten, dass ein gutes Miteinander für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und alle um sie herum gelingen kann“, sagt DAlzG-Vorsitzender Swen Staack in seinem Grußwort zum Demenz-Kongress. Das vorläufige Programm bietet Raum für die Auseinandersetzung mit Demenz im Zusammenhang mit mehreren Themen wie beispielsweise Prävention, therapeutischen Ansätzen, Digitalisierung, Wohnformen und Trauer. Übergeordnetes Ziel ist der Gewinn neuer Impulse für die langfristige Gestaltung eines Lebens mit Demenz – die DAlzG erhofft sich deren Umsetzung durch die Regierung. Während des Programms werden Speisen und Getränke angeboten. Bei der Anmeldung kann zwischen einer Tages- und einer Dauerkarte gewählt werden; DAlzG-Mitglieder sowie Studierende, Auszubildende und Menschen mit Demenz erhalten eine Ermäßigung. Zudem gilt bis einschließlich 20. August der Frühbucher-Rabatt. Nahegelegene Unterkünfte und weitere Informationen zur Anreise hat die DAlzG zusammengestellt. Der Demenz-Kongress der DAlzG findet alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Deutschland statt und wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.
Weiterlesen Damit Rentner*innen zu Beginn ihres Ruhestands mehr Sicherheit und Orientierung erleben können, sollen die rund 300, überwiegend in Nordrhein-Westfalen aktiven ZWAR-Netzwerke Menschen, die an der Schwelle zum Renteneintritt stehen, zusammenführen. Ende der 1970er Jahre in Dortmund gegründet, sind mittlerweile über 15.000 Menschen in einem solchen Netzwerk tätig. Die Abkürzung ZWAR steht für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“. Das Konzept ist auf Selbstorganisation ausgelegt und soll bewusst möglichst niedrigschwellig gehalten werden. Die ZWAR-Netzwerke sollen ältere Menschen vor Ort unterstützen und stehen diesbezüglich im Austausch mit Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft. Dabei bieten sie Projekte zu Themen wie Digitalisierung und Gesundheitsprävention an und beraten sowie coachen Interessierte und Bedürftige, aber auch Mitarbeitende und ehrenamtlich Tätige, zur eigenständigen Partizipation sowie zur Quartiersentwicklung. Langfristiges Ziel ist die Wahrung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die die individuellen Ressourcen berücksichtigt. ZWAR e. V. richtet regelmäßig abwechslungsreiche und interaktive Veranstaltungen für Senior*innen aus. Die Workshops, Kurse, Diskussionsrunden und Feierlichkeiten sollen primär dem Erleben von Gemeinschaft in einer unterhaltsamen Atmosphäre sowie der Aneignung neuer Kenntnisse und Fähigkeiten dienen. Für ihre langjährige erfolgreiche Arbeit wurde erst kürzlich eines der ZWAR-Netzwerke mit einem lokalen Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Auch Seminare zur Netzwerkarbeit werden seitens ZWAR e. V. angeboten, die sich sowohl an die Mitglieder selbst als auch an anderweitig Tätige in der Arbeit mit älteren Menschen richten. Der nächste Termin für ein solches Seminar ist der 01. Oktober und findet in Dortmund statt. Seminarleiterin Ute Schünemann-Flake ist Diplom-Pädagogin, Psychologische Beraterin und Mastercoach und wird von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr den Teilnehmenden zentrale Elemente des ZWAR-Konzepts näherbringen. Dies schließt die Organisation wie auch die Umsetzung von Netzwerktreffen auf kommunaler Ebene ein. Der aus theoretischen und praxisnahen Aspekten bestehende Seminarblock soll die Teilnehmer*innen für die Komplexität der Rolle einer Gruppenleitung entsprechender Netzwerke sensibilisieren. Noch bis zum 25. September ist eine Anmeldung für 150 Euro Teilnahmegebühr per E-Mail an ut.schuenemann@zwar.org möglich.
Weiterlesen Vor diesem Hintergrund haben verschiedene Verbände, darunter die Verbraucherzentrale und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), ein zwölfseitiges Positionspapier veröffentlicht. Darin appellieren sie an die Politik, allen Menschen Zugang zu gesunder Ernährung zu ermöglichen – insbesondere jenen, die aufgrund von Alter oder Krankheit besonders auf eine gute Versorgung angewiesen sind. Gesunde Ernährung dürfe keine Frage der finanziellen Möglichkeiten sein, sondern müsse selbstverständlich sein. Die beteiligten Verbände fordern eine „nachhaltige, sozial gerechte und gesundheitsfördernde Gemeinschaftsverpflegung“ und sehen darin ein wichtiges Instrument für Prävention, Bildung, Teilhabe und Klimaschutz. Das Positionspapier formuliert fünf zentrale Forderungen. Die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollen konsequenter umgesetzt, kontrolliert und bundesweit stärker vereinheitlicht werden. Dazu gehören auch Schulungen für Mitarbeitende sowie die Förderung entsprechender Projekte durch Bund und Länder. Nach Auffassung des Bündnisses beeinflusst das Umfeld das Ernährungsverhalten maßgeblich. Deshalb sollen gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen gezielt geschaffen werden. Für Pflegebedürftige wird unter anderem das Modell eines „offenen Mittagstisches“ vorgeschlagen. Zudem sollen Ernährungsberatung, die Verfügbarkeit von Trinkwasser sowie die Ausstattung von Gemeinschaftsküchen gestärkt werden. Auch die Aus- und Weiterbildung von Hauswirtschaftskräften wird als wichtig angesehen. Viele Einrichtungen, darunter Pflegeheime, Schulen und Kitas, verweisen auf begrenzte finanzielle Spielräume. Dies erschwert teilweise die Bereitstellung ausgewogener und bedarfsgerechter Mahlzeiten. Besonders Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten oder speziellen Ernährungsbedürfnissen erhalten nicht immer passende Angebote. Das Bündnis fordert deshalb eine stärkere finanzielle Absicherung der Gemeinschaftsverpflegung sowie eine Weiterentwicklung der bestehenden Versorgungsstrukturen. Kenntnisse über gesunde Ernährung können dazu beitragen, das eigene Ernährungsverhalten bewusster zu gestalten. Pflege- und Hauswirtschaftspersonal kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Angebote zur Ernährungsbildung sollen nach Ansicht der Verbände flächendeckender verfügbar werden. Gleichzeitig wird ein Ausbau von Beratungsangeboten gefordert. Die Gemeinschaftsverpflegung umfasst zahlreiche organisatorische und fachliche Anforderungen. Um eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen, sollten Kenntnisse im Bereich Ernährung regelmäßig aufgefrischt und erweitert werden. Die Verbände sprechen sich dafür aus, Mitarbeitende stärker für die gesundheitlichen Folgen einer unzureichenden oder nicht bedarfsgerechten Ernährung zu sensibilisieren. Das vollständige Positionspapier steht online als PDF-Datei zur Verfügung. Stärkerer Fokus auf die DGE-Qualitätsstandards
Gestaltung einer gesundheitsfördernden Verpflegungsumgebung
Finanzierbarkeit der Verpflegung
Ernährungsbildung stärken
Fortbildung und Sensibilisierung
Weiterlesen Menschen mit Demenz verlieren nach und nach Erinnerungen und damit oft auch den Zugang zu wichtigen Teilen ihrer Biografie. Gleichzeitig können weit zurückliegende Erlebnisse wieder stärker in den Vordergrund treten. Für queere Menschen kann dies besondere Herausforderungen mit sich bringen. Diskriminierungserfahrungen, Ausgrenzung oder frühere Lebenssituationen können erneut präsent werden. Gerade ältere queere Menschen haben teilweise strafrechtliche Verfolgung erlebt oder waren gezwungen, ihre Identität zu verbergen und in gesellschaftlich erwarteten Rollen zu leben. Mit fortschreitender Demenz kann es zudem vorkommen, dass Hemmschwellen sinken und Menschen sich erstmals oder erneut gegenüber ihrem Umfeld outen. Die Broschüre möchte diese Perspektiven sichtbar machen und Angehörigen, Fachkräften, Beratungsstellen sowie Einrichtungen Orientierung bieten. Sie verbindet fachliche Informationen mit praxisnahen Empfehlungen und soll dazu beitragen, Diskriminierung vorzubeugen sowie Unsicherheiten im Umgang mit queeren Menschen mit Demenz abzubauen. In einer Pressemitteilung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vom 8. Juni 2026 betont Anneke Wilken-Bober vom Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein die Bedeutung von Verbündeten, sogenannten Allies, die sich für die LSBTIQ* Community einsetzen: „Menschen mit Demenz sind nicht nur hetero und weiß. Vielfalt lebt vom Mitmachen und es braucht viele Menschen, die sich positionieren. Jahrzehntelang haben beispielsweise Lesben, Schwule und auch Trans* Personen um Sichtbarkeit gekämpft. Sie brauchen sogenannte ‚Allies‘, Verbündete: Menschen, die sich in unserer immer noch stark heteronorm geprägten Gesellschaft für sie einsetzen, im Kleinen und im Großen.“ Menschen mit Demenz sind in besonderem Maße auf ein respektvolles und unterstützendes Umfeld angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass Angehörige, Pflegekräfte und andere Bezugspersonen sensibel auf unterschiedliche Lebensrealitäten eingehen und Diskriminierung entgegenwirken. Mit „Demenz und queer – Vielfalt denken, sehen, ermöglichen“ liegt nun eine überarbeitete bundesweite Ausgabe vor. Ergänzend wurde eine Hörversion veröffentlicht, um die Barrierefreiheit des Angebots zu verbessern. Neu hinzugekommen ist unter anderem ein zusätzliches Kapitel zu Begrifflichkeiten unter dem Titel „Miteinander sprechen“. Die Broschüre kann im Shop der Deutschen Alzheimer Gesellschaft kostenlos als PDF heruntergeladen oder als Druckversion bestellt werden. Ergänzend steht ein Informationsplakat zur Verfügung.
Weiterlesen Der Rechtswissenschaftler Thomas Klie aus Hamburg hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Weiterentwicklung der Nationalen Demenzstrategie beschäftigt. Im Mittelpunkt seiner Expertise steht die Würde von Menschen mit Demenz, die seiner Einschätzung nach in der Praxis noch immer nicht ausreichend berücksichtigt wird. Diese Würde umfasst sämtliche Menschenrechte und setzt einen respektvollen Umgang voraus, der frei von Diskriminierung, Herabwürdigung und Benachteiligung ist. Die im Januar 2026 veröffentlichte, mehr als 160 Seiten umfassende Expertise untersucht verschiedene Rechtsgebiete – darunter das Zivil-, Familien- und Strafrecht – auf mögliche Verbesserungen für Menschen mit Demenz. Grundlage der Analyse sind die Nationale Demenzstrategie, Fachliteratur sowie Gespräche mit Expert*innen. Ziel ist es, rechtliche Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die Menschen mit Demenz ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben erleichtern können. Klie diskutiert unter anderem die Einführung eines „Rechts auf Demenz“. Darüber hinaus enthält die Expertise konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung bestehender Regelungen. So wird beispielsweise angeregt, den rechtlichen Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen zu überprüfen. Auch eine flächendeckende Gewaltprävention wird gefordert, da Menschen mit Demenz überdurchschnittlich häufig von psychischer oder körperlicher Gewalt betroffen sind. Zudem spricht sich die Expertise dafür aus, Unterstützungsangebote stärker an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen auszurichten und ehrenamtliche Angebote dauerhaft in kommunale Strukturen einzubinden. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Themen gesellschaftliche Teilhabe sowie die medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenz. Beide Bereiche werden in der Expertise aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und waren auch Gegenstand der Fachgespräche mit Expert*innen. Die dort gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Analyse ein. Thomas Klie verfasste die Expertise im Auftrag der Nationalen Demenzstrategie und des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA).
Weiterlesen Silbernetz e. V. bietet darüber hinaus feste „Telefonfreundschaften“ sowie weitere Angebote vor Ort an. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Webseite des Vereins. Die Bekämpfung von Einsamkeit im Alter gehört inzwischen zu den zentralen Themen der Seniorenpolitik. Angebote wie die Silbernetz-Hotline sollen dazu beitragen, soziale Teilhabe zu stärken und Isolation entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund hat das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) im Rahmen des Projekts ReWiSil (Reichweite und Wirkung der Silbernetz-Hotline) untersucht, welche Menschen durch das Angebot erreicht werden und welche Wirkung die Gespräche entfalten. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem folgende Fragen: Am 24. Juni 2026 werden die Ergebnisse der Studie von 9:30 bis 12:00 Uhr in Berlin vorgestellt und gemeinsam mit Fachpersonen aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutiert. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ statt. Interessierte können sich anmelden und entweder vor Ort im bUm – Raum für solidarisches Miteinander (Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin) oder online teilnehmen. Die Zahl der Plätze vor Ort ist begrenzt.










