Weiterlesen Er beginnt am 10. Oktober 2013 um 19:30 Uhr in der Kirchengemeinde in Viöl, Am Markt 1, und erstreckt sich über fünf Donnerstagabende (Folgetermine: 17.10., 24.10., 31.10. und 07.11.2013). Geleitet wird der Kurs von Helga Rettkowski und Jürgen Laage. Sie erläutern, wie Angehörige sich den Alltag mit ihren pflegebedürftigen Familienmitgliedern erleichtern können und richtig mit ihnen umgehen - von Verständnis bis Beschäftigung. Kann ein erkrankter Angehöriger während des Kurses nicht versorgt werden, organisiert die Kreisverwaltung eine Betreuung. Die Teilnehmer zahlen eine einmalige Gebühr von 12,50 Euro. Interessenten können sich unter Tel. 04841 67-555 anmelden.
Landeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein: „Altersarmut darf nicht akzeptiert werden“
14. August 2013Weiterlesen "Der Niedriglohnsektor in Deutschland und die schlechte Bezahlung in der sozialen Arbeit sind unanständig, vor allem angesichts gigantischer Summen, die weiterhin in ganz Deutschland für Prestigeprojekte ausgegebenen werden.", so Schmidt. Als Schlussfolgerung richtete der AWO-Präsident an die Politik den Wunsch, sie möge sich die praktischen Erfahrungen der Akteure der freien Wohlfahrtspflege zunutze machen. Durch die tägliche Arbeit unter anderem in der Pflege und der Sozialberatung sei hier umfassendes Wissen über die realen Bedürfnisse der Menschen vorhanden, dass die Basis einer guten Sozialpolitik bilden könne. Anschließend verabschiedeten die rund 100 Delegierten mit großer Mehrheit alle drei Anträge mit folgenden Kernforderungen: Das Soziale Bündnis forderte im ersten Antrag zur „Bekämpfung der Altersarmut“ flächendeckende gesetzliche Mindestlöhne und deutlich mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen. Außerdem soll die sozial gerechte Ausgestaltung der gesetzlichen Rentenversicherung als tragende Säule der Altersvorsorge vorangebracht werden. „Die Lebensstandardsicherung muss wieder Grundvoraussetzung für die gesetzliche Rente werden“, so Wolfgang Baasch, Landesvorsitzender des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein. Eine weitere Forderung des Sozialen Bündnisses war eine Reform der Kranken- und Pflegeversicherung als Bürgerversicherung. Die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung, analog zum Konzept der Bürgerversicherung bei der Kranken- und Pflegeversicherung, sei eine tragfähige Alternative. „Die beschlossenen Absenkungen des staatlichen Rentenniveaus sorgen dafür, dass immer mehr Menschen im Alter vor einem unlösbaren Problem stehen“, begründete Michael Selck, Landesgeschäftsführer des AWO Landesverbandes Schleswig-Holstein, den Antrag. Mit dem zweiten Antrag wurde eine Resolution zur Situation syrischer Geflüchteter beschlossen: Anlässlich der katastrophalen humanitären Situation der Geflüchteten in Syrien und den Nachbarregionen fordert die Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein den ca. 40.000 syrischen Staatsbürgern in Deutschland zu ermöglichen, ihre Familienangehörigen bei sich aufzunehmen. Die Zahl der Binnenvertriebenen sei 2012 mit 28,8 Millionen Menschen so hoch wie nie gewesen. Ein Hauptgrund hierfür sei laut UNHCR der Syrien-Konflikt. Der dritte Antrag stand für die Initiierung einer Qualitätsoffensive in der Kindertagesbetreuung in Schleswig-Holstein. Durch die Qualitätsoffensive soll sichergestellt werden, dass alle Kinder chancengerecht aufwachsen können. Hierzu gehöre der beitragsfreie Zugang in die Kindertagesbetreuung für alle Kinder. Erforderlich sei aus Sicht der Arbeiterwohlfahrt auch, dass die Landesregierung sich gegenüber der Bundesregierung für eine Rücknahme des kontraproduktiven Betreuungsgeldes einsetze. Die Landeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt hat wieder einmal deutlich gemacht, dass die AWO Schleswig-Holstein geeint an ihrer Wertekultur festhält. Sie ist sich aber auch bewusst, dass die Neustrukturierung des Sozialsektors fortlaufende Veränderungsbedarfe mit sich bringt, auf die der Vorstand und die Geschäftsführung des Spitzenverbandes mit stetiger Anpassung der sozialen Arbeit der AWO und ihrer Angebotsstruktur reagiert. Die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den vielen Ehrenamtlichen spielt hierbei auch eine große Rolle. Weitere Informationen: AWO-Schleswig-Holstein
Sozialministerin Kristin Alheit zur Eröffnung der Seniorentage in Schleswig: Das Engagement älterer Menschen stützt unsere Gesellschaft
14. August 2013Weiterlesen Alheit betonte: „Ältere Menschen sind vielerorts eine Stütze unserer Gesellschaft. Häufig engagieren sich gerade ältere Menschen in ihrer Gemeinde, ihrem Verein oder im Seniorenrat vor Ort. Dafür gilt ihnen mein herzlicher Dank. Die Initiatorinnen und Initiatoren der Seniorentage stehen beispielhaft für ein solches Engagement. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt die Beteiligung älterer Menschen zunehmend an Bedeutung“. Das Land unterstützt den Landesseniorenrat und seine Mitgliedsbeiräte auf Landesebene, beispielsweise durch Schulungen. Ebenfalls unterstützt wird das Landesnetzwerk „SeniorTrainerIn“. „Die Idee dabei ist einfach und gut: Ältere Menschen stellen ihre wertvollen Erfahrungen und ihr Wissen zur Verfügung, um andere zu unterstützen. Dadurch können sich auch für die Trainerinnen und Trainer selber neue positive Perspektiven und Wege eröffnen“, so Alheit. SeniorTrainerinnen und -trainer sind Multiplikatoren und freie Berater in ehrenamtlichen Bereichen, die – ohne an eine Organisation gebunden zu sein – ihre Unterstützungsleistung Initiativen und Vereinen anbieten oder auch eigene Projekte entwickeln. Sie initiieren zum Beispiel Angebote in der Altenhilfe, planen und leiten generationsübergreifende Projekte wie Gärtnern mit Kindern, Schülerpatenschaften und Bewerbungstraining oder beteiligen sich bei der Planung und Durchführung der landesweiten Ehrenamtsmessen und -foren. Weitere Informationen: www.sozialministerium.schleswig-holstein.de
Weiterlesen Weitere Informationen: Kompetenzzentrum Demenz
Themenjahr gegen Altersdiskriminierung
6. August 2013Weiterlesen Viele Menschen in Schleswig-Holstein fühlen sich vor allem wegen ihres Alters benachteiligt. Diese Erfahrung hat Birgit Wille, die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten, in der im Februar eingerichteten Antidiskriminierungsstelle gemacht. Zu jung oder zu alt für etwas – immer wieder hätten Hilfesuchende im ersten Monat über solche Hürden geklagt, berichtet die Bürgerbeauftragte. Ältere Mitbürger würden zum Beispiel klagen, dass sie bei Banken und Sparkassen keine Kredite mehr bekämen, zählt Birgit Wille auf. Oder das Versicherungen immer teurer würden, ja älter der Versicherte ist. „Dabei beginnen die Probleme mit dem Alter nicht erst mit der Rente“, sagt Frau Wille. Auch junge Menschen stünden oft bei beruflichen Bewerbungen vor Altersgrenzen von zum Beispiel 25 oder 30 Jahren und könnten diese nicht nachvollziehen. Damit hat sich die Benachteiligung wegen des Alters im ersten Monat als größtes Sorgenthema herausgestellt. Auf Beschluss des Landtages berät die neue Antidiskriminierungsstelle aber auch bei allen anderen Gründen, aufgrund derer sich Menschen benachteiligt fühlen. Dazu zählen Diskriminierungen wegen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechtes, einer Behinderung, der Religion, der Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Identität. Weitere Informationen: http://www.landtag.ltsh.de/beauftragte/ad/
Weiterlesen Er gibt einen Überblick in verschieden Möglichkeiten der technischen Unterstützung für ältere Menschen im häuslichen Umfeld. Die Broschüre kann bei der Universität Siegen bestellt werden.
Bundesfamilienministerium fördert Projekte zur Unterstützung älterer Menschen im Quartier
11. Juli 2013Weiterlesen . Die einzelnen Projekte sind der Projektliste zu entnehmen: Download der Liste Angebote der Begegnung, Unterstützung und Betreuung, Projekte zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen und Netzwerkbildung sowie altersgerechte Anpassungsmaßnahmen ergänzen so bereits bestehende Strukturen vor Ort, im Quartier. Im Hilfemix organisiert, leisten sie einen wertvollen Beitrag bei der Alltagsbewältigung. Zudem werden Kommunen gefördert, die fachübergreifende Handlungskonzepte rund um das Wohnen im Alter erstellen. Insgesamt sind mehr als 500 Interessensbekundungen eingegangen. Das verdeutlicht den enormen Bedarf nach der Weiterentwicklung wohnortnaher Angebote und passgenauer Hilfen. Unter dem Leitbild der Sorgenden Gemeinschaften soll ein möglichst flächendeckendes Netz von organisierter Hilfe und Unterstützung im Wohnumfeld aufgebaut und somit die Demografiestrategie der Bundesregierung mit Leben gefüllt werden. Der Bund stellt dafür rund sieben Millionen Euro bis 2017 bereit. Weitere Informationen: www.serviceportal-zuhause-im-alter.de
Projekt „Bürgernetzwerke für Schleswig-Holstein“
11. Juli 2013Weiterlesen Die Bürgernetzwerke sollen zunächst in ausgewählten Wohnquartieren im Rahmen einer Pilotphase initiiert werden. Nach Möglichkeit sollen hierfür sowohl städtische wie auch ländliche Quartiere gewonnen werden, um Erfahrungen mit strukturell unterschiedlichen Sozialräumen zu gewinnen. Diese Erfahrungen sollen als Grundlage für die landesweite Implementierung von Bürgernetzwerken für Senioren dienen. Getragen wird das Modellprojekt vom Sozialministerium Schleswig-Holstein und dem Paritätischen Landesverband Schleswig-Holstein. Es ist Bestandteil des Landesprogramms „Gutes Leben im Alter“. Über das Engagement Bürgerschaftliches Engagement, Freiwilligendienst, Ehrenamt, freiwillig Engagierte, Kümmerer…die Liste der Bezeichnungen für Menschen, die bereit sind, einen Teil ihrer Zeit für Andere zu geben ist lang. Ebenso groß ist der Rahmen, in dem sich dieses abspielen kann: Von der örtlichen Tafel über das Vorlesen in Kindergärten und Altenheimen, das Anleiten einer Sportgruppe oder den Brötchenverkauf in der Grundschule bis zur freiwilligen Feuerwehr und dem Vorstand im Schützenverein. Aber beschreibt das Bild des Ehrenamtes wie es uns bisher geläufig war, die Engagementbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger überhaupt noch zeitgemäß? Unsere Gesellschaft neigt seit jeher zur Unterscheidung zwischen Armut und Reichtum, Erwerbstätigkeit und Nicht-Erwerbstätigkeit, Krankheit und Gesundheit, Helfer und Hilfsbedürftige. Nach Klaus Dörner, einem der bedeutenden Denker und Streiter für die gesellschaftliche Verantwortung ist niemand nur Helfer oder nur hilfsbedürftig. Jeder Mensch habe auch das Bedürfnis danach, gebraucht zu werden. Und so sollten wir uns auf den Weg machen, zu einer neuen Sicht auf das Ehrenamt und das freiwillige Engagement. Weg von der Sicht des Starken auf den Schwachen, hin zu dem Gedanken eines Gemeinsamen, eines Gemeinsinns, einer gemeinsamen Verantwortung für ein soziales Miteinander. Diesem Gedanken möchten wir uns widmen, wenn wir über die Initiierung von Bürgernetzen sprechen. Wir möchten Menschen zusammen bringen, die für einander da sein wollen, in einem Netzwerk in dem jeder seine Rolle finden kann. Einfach gesagt, kann die alte Dame, die ihren Rasen nicht mehr alleine mähen kann, durchaus in der Lage sein, auf das Kind der Nachbarin aufzupassen, während diese für den bettlägerigen alten Herrn von nebenan die Einkäufe erledigt. Dieser wiederum stellt seine Sammlung an Briefmarken, Orden, Rezepten…dem örtlichen Kindergarten für eine Ausstellung zur Verfügung, bei deren Eröffnung die Eltern der Kinder zugunsten des ansässigen Sportvereins Kuchen verkaufen…. Diese Liste ließe sich noch um einiges erweitern. Sie spiegelt den Grundgedanken von Bürgernetzwerken wider. Engagierte Menschen bilden einen Zusammenhalt und übernehmen Verantwortungspartnerschaften, in dem auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes Einzelnen geschaut wird. Unter Zugrundelegung der vorhandenen Ressourcen kann so ein Nachbarschaftsnetz entstehen, welches die Menschen wieder zu einem WIR verbinden kann. Dieser Gedanke ist nicht neu: Im Gegenteil: Dies war normal in einer Gesellschaft, in der es keine professionellen Hilfs-, Pflege-, und Besuchsdienste gab. In diesen Zeiten wäre der Landwirt mit gebrochenem Bein nach kürzester Zeit verhungert, hätten nicht Familie und Nachbarn ihm über die schwere Zeit der Krankheit hinweg geholfen. Wenn es uns gelingt, diesen Grundgedanken weiter zu verfolgen und uns wieder mehr auf ein gemeinschaftliches Miteinander zu besinnen, dann haben wir einen großen Schritt in Richtung Bürgergesellschaft bereits getan. Kontakt: Bettina Süphke Weitere Informationen:
Telefon:(0431) 988 5599
Email: Bettina.Suephke@sozmi.landsh.de
Paritätische Schleswig-Holstein
www.schleswig-holstein.de
Weiterlesen Im Vergleich mit anderen EU-Staaten zeichnet sich Deutschland durch ein insgesamt recht umfassendes System der Pflege mit entsprechenden Standards bei der Qualitätssicherung aus. Zu diesen Ergebnissen kommt die europäische Vergleichsstudie „Unterstützende Dienstleistungen für ältere Menschen im europäischen Vergleich" der Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa und des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit. Dowload der Studie: "Unterstützende Dienstleistungen für ältere Menschen im europäischen Vergleich" Weitere Informationen:
Weiterlesen Die Wochenarbeitszeit aller Vollzeitbeschäftigten hat sich bundesweit seit 1991 um eine halbe Stunde erhöht. Nur vier von zehn Arbeitnehmern gehen aber davon aus, dass sie unter ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen überhaupt bis zur Rente arbeiten können. Ende 2012 hatten 15 441 Menschen in Schleswig-Holstein in dieser Altersklasse einen Minijob. Die Zahl der geringfügig Entlohnten (Minijobber) in der Altergruppe ab 65 Jahren llag in Schleswig-Holstein Ende 2012 bei 31.260. 52 Prozent der Beschäftigten erklärten in repräsentativen Befragungen des DGB, sie müssen „sehr häufig“ oder „oft“ gehetzt arbeiten. 63 Prozent gaben an, dass sie seit Jahren immer mehr in der gleichen Zeit leisten müssen. Nur 42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland gehen davon aus, dass sie unter ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen bis zur Rente arbeiten können. Dagegen vermuten 47 Prozent, dass sie es wahrscheinlich nicht bis zum Rentenalter schaffen. Weitere Informationen: DGB-Nord





