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Digitalisierung

Sogenannte Smart-Home-Technologien könnten den Alltag von Senior*innen erleichtern. So können beispielsweise die Steuerung des Lichts oder einiger Haushaltsgeräte per Stimmbefehl ein selbstbestimmteres Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Der Digitalverband Bitkom hat dafür einen Leitfaden veröffentlicht, der in Smart-Home-Lösungen einführt.

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„In einer älter werdenden Gesellschaft, die vor wachsenden Herausforderungen steht, müssen wir die Chancen der Digitalisierung mutig ergreifen“, schreibt der Digitalverband Bitkom einleitend in dem aktuellen Leitfaden „Digitale Lösungen für das Wohnen im Alter“. „Bisher ist die Digitalisierung im häuslichen Sektor bei älteren Menschen kaum angekommen, obwohl Smart-Home-Lösungen gerade diese Altersgruppe unterstützen“, heißt es darin weiter.

Smart-Home-Systeme könnten dazu Beiträgen, dass Senior*innen länger und selbstbestimmter in der eigenen Häuslichkeit leben könnten und erst später – oder sogar gar nicht – in eine Pflegeeinrichtung ziehen müssten. Der Wegzug aus der vertrauten Umgebung werde oft als belastend empfunden.

Unter Smart-Home-Geräten werden beispielsweise Staubsauger- oder Rasenmäher-Roboter, Sprachassistenzsysteme oder sogenannte „intelligente Beleuchtungssysteme“, die sich beispielsweise durch Sensoren an- und ausschalten lassen. In dem Bitkom-Leitfaden werden entsprechende Systeme in Form eines Überblicks vorgestellt.

Die rund 20-seitige Broschüre enthält darüber hinaus jedoch auch Vorschläge für politische Maßnahmen. Um digitale Lösungen für das Wohnen im Alter umsetzen zu können, sei beispielsweise der flächendeckende Breitband-Ausbau eine wesentliche Grundvoraussetzung. Auch bei der Finanzierung müsse sich einiges ändern: „Mehr digitale Lösungen müssen seitens der Pflegekassen als Hilfsmittel anerkannt und finanziert werden“, fordert der Digitalverband.

Der Einsatz von Sprachassistenten könnte neben Erleichterungen beim Wohnen im Alter auch eine positive Rolle beim Thema Alterseinsamkeit spielen. Dazu finden Sie einen Beitrag unter diesem Link.

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Im Sommer 2020 kam die erste Folge des Podcast „KnowlAGE“ heraus. Mittlerweile gibt es zwölf Folgen, in der letzten war Dr. Heidrun Mollenkopf zu Gast. Sie ist Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) und spricht im Interview über die „Lobby für das Alter“.

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„Brauchen ältere Menschen eine politische Interessenvertretung? Wie kann diese organisiert werden und welche Themen sind mit Blick auf eine Gesellschaft des langen Lebens von Belang?“, wird die mittlerweile zwölfte Folge des KnowlAGE-Podcast auf der Internetseite zur Sendung beschrieben. Im Podcast der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) werden „Einblicke in die Vielfalt gerontologischer Handlungsfelder in Forschung, Wissenschaft und Praxis“ gegeben.

Die zwölfte Folge befasst sich mit dem bundesweit größten Dachverband für Seniorenorganisation – der BAGSO – und trägt den Titel „Eine Lobby für das Alter?“. Zur Entstehungsgeschichte der 1989 gegründeten BAGSO, für die sie seit 2014 im Vorstand sitzt, beschreibt Heidrun Mollenkopf, dass seniorenpolitische Themen an Gewicht gewonnen hätten, was auch mit der Bewusstwerdung des demografischen Wandels zusammengehangen habe. Auf der anderen Seite habe sich auch das Bild vom Alter verändert: „Bis dahin war der Blick aufs Alter: alt, arm, gebrechlich, einsam. Und das hat sich verändert im Hinblick auf mehr aktives Altern, die Vielfalt des Alters und damit auch ein breiteres Spektrum an Interessen, an Bedürfnissen“. Damit sei auch die Anzahl der Organisationen gestiegen, die dort vertreten wollten. Das Bedürfnis der Politik sei es dann gewesen, „einen Ansprechpartner zu haben, der möglichst viele vertritt und nicht – wenn es um bestimmte neue Gesetze oder neue auftretende Probleme geht – dann mit 20 unterschiedlichen Verbänden verhandeln zu müssen.“

Die BAGSO mischt sich immer wieder in aktuelle politische Debatten ein, insbesondere durch Positionspapiere zu gewählten Themen. „Gerade am Beispiel Corona-Pandemie haben wir immer wieder Stellungnahmen abgegeben, wenn Probleme in den Pflegeeinrichtungen auftauchten“, erklärt das BAGSO-Vorstandsmitglied. Auch auf diesem Portal haben wir darüber berichtet (z.B. über die Warnung vor erneuten Besuchseinschränkungen im September).

Weitere Einblicke werden durch Mollenkopf in der halbstündigen Sendung gegeben. In der Ankündigung zur Folge schreiben die Autor*innen: „Wir sprechen darüber, warum diese Form der Interessenvertretung relevant ist, wer darin wirkt und welche Themen wo verhandelt werden. Was es unter anderem mit einer möglichen UN-Konvention für die Rechte älterer Menschen auf sich hat, erfahrt ihr beim Hören.“

Der Podcast ist neben der eigenen Internetseite auch beim Dienst Spotify zu hören. Weitere Themen vergangener Folgen sind beispielsweise Mediennutzung im Alter, Altersbilder oder Unterstützung für Menschen mit Demenz.

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Der Verein Lange Aktiv Bleiben (LAB e.V.) bietet in Hamburg regelmäßige Unterstützung für Menschen, die die Grundlagen von Smartphones oder Tablets lernen wollen. Individuelle Sprechstunden werden an verschiedenen Hamburger Standorten angeboten.

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Den Hamburger Verein LAB gibt es seit 1963. Damit ist er die älteste Senior*innenorganisation in der Hansestadt. Zu den Angeboten zählen beispielsweise Sport, gemeinsames Beisammensein, Kochen, Tanzen und vieles mehr. So sollen ältere Menschen unter anderem die Möglichkeit bekommen, neue Menschen kennenzulernen und mit ihnen zusammen Angebote wahrzunehmen.

Auf seiner Internetseite informiert der Verein zusätzlich auch zu regelmäßigen Hilfestellungen beim Erlernen der Smartphone- oder Tabletnutzung. Neben den Grundlagen wie Telefonie, Einstellungen oder Klingeltöne sollen auch das Nachrichten schreiben, Fotos machen oder Möglichkeiten der Videotelefonie vermittelt werden können. Gerade letztere Form der digitalen Kontaktaufnahme kann den - durch den Wegfall von vielen persönlichen Kontakten bestimmten - Pandemie-Alltag abwechslungsreicher gestalten. Hier zeigt beispielsweise der Verein Wege aus der Einsamkeit e.V. immer wieder, wie es gehen könnte.

Die Sprechstunden des Vereins LAB e.V. werden durch Herrn Lüdke angeboten. Montags ist er dafür im Treffpunkt Eppendorf, donnerstags im Treffpunkt Altona. An einem Sonntag im Monat werden zusätzliche Sprechstunden auf St. Pauli und in Lokstedt angeboten. Die Unterstützung findet auf Spendenbasis statt, um rechtzeitige vorherige Anmeldung am Treffpunkt wird gebeten. Die genauen Anschriften der jeweiligen Standorte finden Sie ebenfalls auf der Seite von LAB. Dort sind auch weitere Angebote zu finden.

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Das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein bietet kommenden Monat drei verschiedene Online-Fortbildungen rund um das Thema Demenz an. Die Veranstaltungen richten sich neben beruflich Pflegenden auch an ehrenamtlich Engagierte.

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In einem Beitrag im Dezember haben wir bereits über das Jahresprogramm des schleswig-holsteinischen Kompetenzzentrums berichtet. Direkt zu dem Programm gelangen Sie über diesen Link.

Für Februar weisen wir auf folgende Termine hin:

  • Die erste Online-Veranstaltung im Februar heißt „'Mein Fahrrad' - vergnügliche Stunden zum Erinnern und ins Erzählen kommen mit Menschen mit Demenz“ (im Jahresprogramm noch als Präsenzveranstaltung markiert!). Die Fortbildung findet am 08. Februar von 10:00 bis 14:00 Uhr statt. Inhaltlich soll es um eine Zeitreise zur Geschichte des Fahrrads gehen, die in Wohneinrichtungen, Senior*innentreffs oder Betreuungsgruppen für „Licht und Freude für Aktivierungsrunden“ sorgen könnten. „Gemeinsam lernen wir bereits ausgearbeitete, biografieorientierte Erlebnisstunden mit Warming-Up-Geschichten, Bildern und Gedächtnisübungen für Gruppen- und Einzelaktivitäten kennen“, heißt es in der Veranstaltungsbeschreibung im Jahresprogramm. „Mit diesem Leitfaden inkl. Arbeitsmaterial dürfen Sie als Anleitende improvisieren und auch mal den Faden verlieren.“ Die Veranstaltung kostet laut aktueller Pressemitteilung (anders als im Jahresprogramm beschrieben) 35 Euro für ehrenamtlich Engagierte und 55 Euro für beruflich Pflegende oder andere Interessierte.
  • Einen Tag darauf, am 09. Februar, findet die zweite Online-Fortbildung im Februar unter dem Titel „Weckworte I - Menschen für Poesie begeistern“ in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr statt. Die Kosten für die dreistündige Veranstaltung liegen bei 60 Euro bzw. 40 Euro für ehrenamtlich Engagierte. Poesie wirke belebend, wecke Erinnerungen und schaffe kommunikative Brücken. Daher würden bei der Fortbildung Techniken vermittelt werden, „mit denen man die Gedichte interaktiv und aktivierend vortragen kann“, beschreibt das Kompetenzzentrum den Inhalt der Online-Fortbildung. „An konkreten Beispielen lernen die Teilnehmenden die Auswahl der Gedichte nach biographischen Merkmalen und die Anwendung der Texte in bekannten Situationen des Alltags.“
  • Die dritte Online-Fortbildung im kommenden Monat findet am 17. Februar statt. Die Fortbildung mit dem Titel „Barrierefreiheit oder Wohnraumgestaltung für Menschen mit Demenz - ein Widerspruch!?“ findet von 10:00 bis 13:00 Uhr statt und kostet 50 Euro, ehrenamtlich Engagierte zahlen 35 Euro. Bei der Veranstaltung werden Lösungen für „offensichtliche und nicht ganz so leicht erkennbare Barrieren“ in der Wohnung von älteren Menschen erarbeitet.

Anmelden können Sie sich unter der Telefonnummer 040 / 2383044-0 oder unter https://www.demenz-sh.de/. Anmeldedaten werden jeweils kurz vor den Veranstaltungsterminen per E-Mail verschickt.

Das Kompetenzzentrum Demenz ist Projekt der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) und bietet neben Fortbildungen auch Beratungen an. Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit ist ebenfalls Teil des Projekts, welches seit 2011 vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren und vom Spitzenverband der Pflegekassen gefördert wird. Nach Angaben des Kompetenzzentrums leben in Schleswig-Holstein rund 62.000 Menschen mit einer Demenz.

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Die Netzwerkstelle Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz hat im Oktober und November zu zwei Seminaren für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von lokalen Allianzen eingeladen. Die Materialien stehen nun auch online zur Verfügung.

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Zusammen mit der Kommunikationsagentur neues handeln hat die Netzwerkstelle am 26. Oktober und am 03. November dieses Jahres erneut zwei Online-Veranstaltungen durchgeführt, bei denen Tipps zur Öffentlichkeitsarbeit vermittelt werden sollten. Vergleichbare Seminare hatten die Organisator*innen bereits im Mai und Juni angeboten. Während es im Frühjahr allerdings schwerpunktmäßig um den den Aufbau und die Nutzung von Social-Media-Angeboten (z.B. Facebook, Instagram) ging, haben Teilnehmende dieses Mal beispielsweise etwas über das Verfassen einer Pressemitteilung gelernt. Demenzsensible (Bild-)Sprache war ebenfalls Thema.

„Das Online-Seminar vermittelte praxisnah, wie Lokale Allianzen ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit strategisch aufsetzen und erfolgreich für die Netzwerkarbeit nutzen können“, heißt es in der Dokumentation der Seminare auf der Internetseite der Netzwerkstelle Lokale Allianzen. Dort finden Sie auch die knapp 90-seitige Präsentation als PDF-Download und den Leitfaden zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Der Leitfaden wurde entwickelt, um Akteur*innen in Lokalen Allianzen dabei zu unterstützen, „eine gute Präsenz in den Medien zu erreichen“. Durch gezielte Pressearbeit sei das möglich. Das Thema Demenz sei – so einleitend im Leitfaden beschrieben – in der heutigen Zeit von hoher Relevanz und werde mit zunehmender Zahl von Menschen mit Demenz weiter an Bedeutung gewinnen.

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Bereits im August ist der „DigitalPakt Alter“ offiziell gestartet. Die Initiative setzt sich insbesondere für den Auf- und Ausbau von Bildungsangeboten für ältere Menschen ein, um diese beim Erlernen digitaler Kompetenzen zu unterstützen. Nun hat das Bündnis auch einen eigenen Internetauftritt.

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Im Rahmen des 13. Deutschen Seniorentages ist auch die neue Internetseite des DigitalPakt Alter online gegangen. Zu der Seite gelangen Sie über diesen Link.

In einer Erklärung zur Freischaltung des Online-Portals im Rahmen des Seniorentag sagt die damalige Bundesseniorenministerin Christine Lambrecht (SPD): „Die digitale Plattform ist ein lebendiges und interaktives Kommunikationswerkzeug für alle Partner und Interessierten. Sie finden dort Beispiele aus der Praxis, können eigene Initiativen anstoßen und sich mit anderen vernetzen. Auch neue Kooperationen werden dadurch gefördert.“

Der DigitalPakt Alter ist eine Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Mit Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN), dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und anderen Vereinen und Verbänden gibt es allerdings eine Reihe weitere Projektpartner*innen.

In einer gemeinsamen Erklärung haben sich die Partner*innen auf sechs gemeinsame Ziele verständigt. Dazu zählt, dass alle Menschen unabhängig ihrer Möglichkeiten den Zugang zu digitalen Medien haben sollen. Bei der Nutzung solcher Medien sollen sie entsprechend unterstützt werden, beispielsweise durch Anlaufstellen. Beispiel dafür sind die 100 digitalen Erfahrungsorte, die durch das Bündnis gefördert werden sollen.

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„Ältere Lernende und die digitale Welt – Fühlen Sie sich schon fit?“ ist der Titel eines Workshops, der im Januar durch das Instituts für Lern-Innovation der Universität Erlangen-Nürnberg digital angeboten wird.

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Verschiedene Projekte und Konzepte zum Online-Lernen sollen bei der Veranstaltung vorgestellt werden. Darunter neben dem internationalen und von der EU-Kommission gefördertem GrandExpertS-Projekt beispielsweise der sogenannte „SenGuide“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Teil des Workshops ist unter anderem ein „Autorentraining“ für das SenGuide-Projekt, um selbst Lerninhalte erstellen zu können.

„Wer über die nötigen Kompetenzen und Werkzeuge verfügt, kann aktiv am gesellschaftlichen (Online-)Leben teilnehmen und dieses mitgestalten“, heißt es in der Ankündigung zur Veranstaltung. „Um älteren Lernenden das zu ermöglichen, stellt das Institut für Lern-Innovation in praktischen Beispielen Konzepte, Besonderheiten und Vorzüge des Online-Lernens für ältere Menschen vor.“  So soll es den Teilnehmenden außerdem möglich sein, selbst auszuprobieren, wie fit sie sich in der digitalen Welt fühlen. Darüber hinaus könne man in das Kursangebot des Instituts für Lern-Innovation hineinschnuppern und Informationen dazu erlangen, wie man sich für diese anmelden kann.

Der digitale Workshop ist am 19. Januar 2022 in der Zeit von 14:00 bis 19:00 Uhr geplant und wird über die Plattform Zoom stattfinden. Eine Anmeldung ist per E-Mail an katrin.christl@ili.fau.de erforderlich. Einen Link und entsprechende Anmeldedaten zur Teilnahme bekommen Sie anschließend zugesandt.

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Das in diesem Jahr ins Leben gerufene Projekt „Zweisam statt einsam. Das Generationentandem in Kiel.“ soll Studierende und Ältere zusammenbringen. Eindrücke zum Programm vermittelt nun auch ein im November erschienener Fernsehbeitrag im schleswig-holsteinischen Regionalprogramm bei Sat1.

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„Die Idee für das Patenschaftsprogramm entstand Ende letzten Jahres“, berichtet Alexandra Dreibach vom Studentenwerk SH im Frühjahr in einer Pressemitteilung. Das Studentenwerk SH hatte das Projekt unter anderem ins Leben gerufen, um „Jung und Alt näher zusammenzubringen“. Bei dem Tandem-Projekt können sich an einem intergenerationalen Austausch interessierte Studierende melden, die dann Senior*innen in teilnehmenden Einrichtungen oder denen, die alleinstehend sind, in Privatwohnungen leben und sich für das Projekt gemeldet haben, zugelost werden. Die teilnehmenden Älteren interessierten sich dafür laut Dreibach „nicht nur, weil sie Unterstützung im Alltag benötigen, sondern vor allem auch, weil sie alleine leben und sich nach sozialem Kontakt sehnen“. Und die junge Generation? „Auch vielen Studierenden fehlt aus unterschiedlichen Gründen sozialer Kontakt“, ergänzt Dreibach. Die Studierenden würden durch das Programm nicht zuletzt spannende Erfahrungen sammeln und gleichzeitig auch etwas für das Gemeinwohl tun können.

Auch der Fernsehsender Sat1 hat das Projekt in einem kleinen Beitrag für die Sendung „Sat1 Regional“ vom 22. November vorgestellt. Der Beitrag beginnt mit dem Bild eines Studenten und eines Bewohners der Residenz am Park in Kiel, die gemeinsam in einen aufgeklappten Atlas schauen. Der Geschichtsstudent lässt sich auf der geöffneten Karte gerade erklären, wo der Rentner geboren wurde. Das Bild verdeutlicht, worum es geht: Gemeinsam Zeit zu verbringen und sich auszutauschen zu können. „Das war für mich auch ein Zeichen: Die Älteren werden nicht vergessen!“, begrüßt die Heimleiterin Anna Beuster das Generationenprojekt. „Vor allem, dass das die jungen Menschen waren, die das Interesse zeigten, (…) dass hat mir sehr gefallen.“

Auch die Heimbewohnerin Helga Hansen kommt in dem Beitrag zu Wort. Sie sei digital gut angebunden und chatte oft mit der Studentin Lea, ihrer Tandem-Partnerin, mit der sie in Kontakt stehe. „Ich habe zwar vor vier Monaten meinen Lebenspartner verloren, aber Lea ist da und hört mir zu und ich höre ihr auch zu. Und das ist ein wunderbares Miteinander“, beschreibt die Seniorin den Austausch.

Einsamkeit im Alter gilt als wachsendes Problem. Darauf machte unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einigen Monaten in einem Kurzdossier aufmerksam. Folgen von Einsamkeit, an denen nach WHO-Angaben 20 bis 34 Prozent der älteren Menschen in Europa leiden würden, seien eine eingeschränkte körperliche und geistige Gesundheit und Lebensqualität sowie eine verkürzte Lebensdauer. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.

Kontakt zu dem Projekt:


Vergangene Woche fand der 13. Deutsche Seniorentag statt, wie wir bereits berichteten. Wir haben für Sie an der Veranstaltung „Ältere digital verbinden – Lehren aus dem Lockdown“ teilgenommen, die wir hier zusammenfassen.

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Das Thema Digitalisierung ist beim Deutschen Seniorentag nicht nur aufgrund der kurzfristigen Umstellung auf eine Online- statt Präsenzveranstaltung von Bedeutung gewesen. Auch in zahlreichen Einzelveranstaltung stand das Thema im Mittelpunkt, schließlich sorgt seit knapp zwei Jahren eine Pandemie dafür, dass digitale Angebote zwangsläufig an Bedeutung gewonnen haben und auch den Alltag der Senior*innenpolitik bestimmen. Deshalb haben   wir uns dazu entschieden, die Veranstaltung „Ältere digital verbinden – Lehren aus dem Lockdown“ vom 26.11.2021 für Sie zu verfolgen und einige der zentralen Erkenntnisse zusammenzufassen. Bei der Veranstaltung ging es insbesondere um die Unterstützung der Senior*innen im Rahmen des Projekts Digital-Kompass.

Die rund 1,5-stündige Veranstaltung bestand aus zwei Teilen, einiger inhaltlichen Aufschläge und im Anschluss eine Podiumsdiskussion, in denen mehrere Digital-Kompass-Standorte vorgestellt und Einblicke in die Arbeit vor Ort gegeben wurden. Im ersten Teil haben der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) Franz Müntefering, Joachim Schulte von Deutschland sicher im Netz (DsiN) als Projektpartner des Digital-Kompass und Pof. Dr. Christian Kastrop, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), welches den Digital-Kompass unterstützt, gesprochen.

Franz Müntefering nennt einleitend einige Aspekte, die bei der Digitalisierung im Alter wichtig seien. Dazu zählt er die emotionale Vorbereitung des Themas. „Mein Eindruck ist in den ganzen Diskussionen, dass manche von der Dynamik der Digitalisierung so überrollt sind, dass sie das Gefühl haben, das ist ein völlig anderes Leben, um das es da geht“, erklärt der BAGSO-Vorsitzende in der Veranstaltung. Es müsse daher darum gehen, den Älteren die Angst zu nehmen und zu erklären, dass von ihnen nicht der Beginn eines völlig neuen Lebens erwartet werde. So gebe es weiterhin Bücher, Fernseher, Telefone, Radios und so weiter, es gehe nur um ein wenig Fortschritt, insbesondere bei den Bildungsmöglichkeiten. „Man muss appellieren auch an das Recht der Älteren, informiert zu sein“.

Ängste abzubauen ist auch für Staatsekretär Prof. Dr. Christian Kastrop ein wichtiger Punkt. Er weist in seinem einführenden Beitrag aber auch auf die Folgen der Pandemie hin, die „uns von heute auf morgen in eine andere Dimension katapultiert“ hat. Das habe „gerade die älteren Menschen vor ganz besondere Herausforderungen gestellt“. Gleiches habe auch für die Internetlots*innen des Digital-Kompass-Projektes gegolten, die plötzlich „ohne den persönlichen Kontakt vor Ort arbeiten mussten“.

Das Projekt ist in der Überleitung zum zweiten Teil der Veranstaltung dann nochmal kurz von Eva Nehse von Deutschland sicher im Netz (DsiN) vorgestellt worden, die im Anschluss auch durch die Berichte aus den einzelnen Standorten führte. Der Digital-Kompass stellt Seniorinnen und Senioren durch bundesweit 100 Standorte mit ehrenamtlichen Internetlots*innen kostenlose Angebote rund um die Nutzung digitaler Angebote bereit. Die Standorte sind dabei auch Treffpunkte, zum Beispiel für persönlichen Austausch oder Schulungen.

„Uns kam natürlich sehr zugute, dass wir schon vorher Erfahrungen mit Zoom hatten“, berichtet beispielsweise Herbert Schmidt, engagiert im Standort Würzburg, von der Arbeit zu Beginn der Pandemie und dem Vorteil, dass es den Standort als einer der ältesten Digital-Kompass-Standorte schon Jahre vor der Pandemie gegeben hat. „Für uns war Zoom nicht neu und wir haben dann sofort starten können.“ Die Digital-Kompetenz stellt er eindrücklich anhand eines Einspielers mit einem sprechenden Roboter unter Beweis, der die kurze Vorstellung des Standortes für Herbert Schmidt übernommen hat.

Von Digital-Tandems zwischen Studierenden und Senior*innen, die vor einigen Jahren gestartet sind, berichtet Julian Hülsemann für den Standort Vechta in der Veranstaltung. „Da konnte man sich immer noch analog treffen“, erzählt Hülsemann von der Phase vor COVID-19 und den Kontaktbeschränkungen. Dieser soziale Kontakt zwischen den Generationen habe auch dazu beigetragen, dass nach Abschluss der jeweils neunwöchigen Tandem-Unterstützungen 70 Prozent der Tandems noch in Kontakt geblieben sind. „Das war total schön zu sehen und da haben wir auch gesehen wie wichtig diese Interaktion zwischen den Generationen ist. Und dann kam auf einmal Corona und wir waren total aufgeschmissen“, so Hülsemann weiter. Eine Weiterentwicklung der Digital-Tandems war nun die Zusammenstellung von „Digital-Tüten“, für die in Zusammenarbeit mit der Universität Vechta Materialien des Digital-Kompass ausgewählt und älteren dann zugestellt wurden. Die Studierenden hatten die entsprechenden Materialien in der Regel in digitaler Form vorliegen und haben sich dann telefonisch bei ihren Tandems gemeldet, um über die Materialien ins Gespräch zu kommen. Ziel war, im Laufe des Prozesses dann über Videokonferenzen teilnehmen zu können. Ab diesem Punkt war es dann leichter, berichtet Julian Hülsemann. Allerdings: „Diese Onboarding-Phase ist das eigentlich schwerste daran.“

Teil der Podiumsdiskussion war auch Susanne Hartzsch-Trauer vom Mehrgenerationenhaus Zwickau, die vor Ort digitale Wanderungen organisiert hat. Vielen ehrenamtlichen am Mehrgenerationenhaus ging es zu Beginn des Lockdowns schlecht, man sei viel zu Hause gewesen. „Das ging mit ganz einfachen Sachen los, dass wir gesagt haben, wir müssen spazieren gehen“, berichtet Hartzsch-Trauer. Per Telefon wurden dann Spaziergänge zu zweit vermittelt, die den Charakter eines „niedrigschwelligen Beratungsangebotes“ hatten. Unter Unterstützung einer Medienpädagogin wurden daraus dann die Wanderungen.

Susanne Hartzsch-Trauer thematisiert in einem Redebeitrag auch die soziale Frage der Digitalisierung: „Ich wünschte mir, dass wir an die Menschen auch denken, die bisher von der Digitalisierung nicht dadurch ausgeschlossen sind, dass sie sich dafür nicht interessieren, sondern weil sie es sich schlichtweg nicht leisten können.“ Es brauche daher zum Beispiel Leih-Geräte für Senior*innen an offenen Standorten wie Stadtteilzentren, Volkshochschulen oder Bibliotheken.

Neben einigen anderen Veranstaltungen wurde auch diese aufgenommen und ist auf YouTube abrufbar.

Zum YouTube-Kanal des 13. Deutschen Seniorentages und damit zu einer Übersicht der Mitschnitte gelangen Sie über diesen Link.

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Wenige Tage vor der geplanten Eröffnung des Seniorentages durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Hannover steht fest: Die Veranstaltungen finden nun doch digital statt. Grund dafür sind die stark gestiegenen Infektionszahlen.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat als Veranstalterin des 13. Deutschen Seniorentages am Freitag (19.11.2021) bekannt gegeben, dass das Programm nicht wie geplant im HCC in Hannover stattfinden wird, sondern vollständig digital. „Die Entscheidung, den Deutschen Seniorentag nicht in Präsenz durchzuführen, ist uns nicht leicht gefallen. Als Veranstalter stellen wir uns aber unserer Verantwortung für die Gesundheit der Teilnehmenden“, erklärt Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO, in der Pressemitteilung von Freitag. Damit reagiert die BAGSO auf die jüngsten Entwicklungen der Pandemie und der Empfehlungen aus Politik und Wissenschaft, aufgrund der hohen Infektionszahlen dringend Kontakte zu reduzieren. „Mit der Entscheidung für eine digitale Veranstaltung leisten wir unseren Beitrag dazu“, so Müntefering weiter.

Der Seniorentag startet bereits am Mittwoch (24.11.2021), für die Begrüßung wird Bundespräsident Steinmeier nun für seine Rede digital zugeschaltet. Das weitere Programm wird fortlaufend an die digitale Variante angepasst. Bereits erworbene Tickets für die Präsenzveranstaltung werden automatisch – Sie müssen nicht aktiv werden ­– erstattet. Die geplante Ausstellung von Organisationen und Verbänden kann nicht stattfinden. Aktuelle Informationen sowie Angaben oder Änderungen des Programms finden Sie weiterhin auf der Internetseite des Deutschen Seniorentages.

Es wird der erste Seniorentag sein, der nicht in Präsenz stattfinden kann. „Ich hoffe, dass viele Gäste, die zu uns nach Hannover kommen wollten, nun am digitalen 13. Deutschen Seniorentag teilnehmen“, so der BAGSO-Vorsitzende. „Unsere gemeinsame Arbeit für ein gutes Älterwerden geht weiter, auf diesem Deutschen Seniorentag und danach.“

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