Logo DISW

Digitalisierung

Die Akademie 2. Lebenshälfte des Landes Brandenburg hat kürzlich ein Digitales Klassenzimmer in ihrer 50+ Bildungseinrichtung in Eberswalde eingeweiht: Tablet-Arbeitsplätze, interaktive Hightech-Tafeln und Dokumentenkameras hat der moderne Lernort für Senior/innen zu bieten. Dies wolle man in vollem Maße ausnutzen – nicht nur für „Technik-Unterricht“, sondern für alle Kurse.

Weiterlesen

Die Lokalredaktion berichtet: Gleich zur Einweihung des hochmodernen digitalen Klassenzimmers zeigte eine an der Akademie unterrichtende Englisch-Dozentin, wie die Geräte eingesetzt werden können. Aus einem Übungsbuch überträgt die Dokumentenkamera ein direktes und scharfes Bild auf eine große, interaktive Tafel. Die Aufgabe: Geldnoten aus aller Welt den zugehörigen Ländern zuzuordnen. Diese kann mit der neuen Technik gemeinsam und visuell gelöst werden.

Solche Tafeln, sogenannte Active Panels, sind nun in zwei Kursräumen vorhanden, jeweils in Verbindung mit einer Dokumentenkamera und einem Rechner zur Steuerung. Zur Ausstattung gehören außerdem noch 20 Mobile Rechner: Acht Notebooks in einem Raum, und zwölf Tablet-Computer mit Tastatur und Kopfhörern in einem zweiten.

Etwa 20.000 Euro seien insgesamt investiert worden, weitaus mehr, als der Akademie-Verein selbst zur Verfügung gehabt hätte, sagte Marion Köstler, Leiterin der Akademie. Finanziert wurde die Technik daher durch das seniorenpolitische Maßnahmenpaket des Brandenburger Sozialministeriums und Mittel des Bildungsministeriums.

Trotz der entstandenen Kosten unterstreicht Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP), die Wichtigkeit solcher Angebote für ältere Bürger/innen: „Wer heute teilhaben will am Leben, der sollte sich der Digitalisierung stellen, auch, weil es irgendwann lebensnotwendig wird“. Digitale Akzeptanz in der Zielgruppe 50+ zu stärken sei daher ein Schwerpunkt der Akademie, betonte Köstler.

Für die 600 Menschen, die 2017 Angebote der Akademie nutzten, standen zunächst Smartphone-Kurse im Vordergrund – diese seien auch am beliebtesten. In Zukunft wolle man die digitalen Klassenzimmer jedoch für alle Kurse und Veranstaltungen nutzen: Für Reiseberichte, Stammtische und diverse Vorträge aus dem Bereich Kunst und Kultur.

Schließen


Die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) weist auf die zunehmende Digitalisierung in der Altenhilfe hin. Digitale Anwendungen sind zum Teil verbreitet, zum Teil bestehe aber auch noch großer Nachholbedarf. Als Grund für diesen Bedarf wird die mangelnde Akzeptanz von technischen Teillösungen in sozialen Berufsbereichen gesehen.

Weiterlesen

Der Fokus sollte dabei laut BIVA nicht nur auf die Effizienzsteigerung der Arbeit, sondern auch in der technischen Unterstützung der Bewohner/innen liegen.

Die BIVA informiert dazu zum Stand der Digitalisierung in verschiedenen Arbeitsbereichen wie Alltagsunterstützung, Medizin, Pflege, Pflegeplanung, Pflegedokumentation und Verwaltung. Auch geht es um die Bedeutung der Digitalisierung für die Pflegebetroffenen selbst. Relevante Aspekte sind hier  Regelungen zum Datenschutz, Standardisierung der Hilfen, Effizienz, bestehende Skepsis gegenüber technischen Lösungen sowie die Chancen der Erhöhung der sozialen Teilhabe durch technische Hilfsmittel.

Den gesamten Beitrag können Sie auf der Homepage der Interessenvertretung nachlesen.

Schließen


Den Glauben, die Jugend könne alles - und damit vieles, was Ältere nicht mehr könnten - empfindet Wolf-Dieter Scheid als großes Missverständnis: Deswegen will er den Mythos ‚Jugend‘ aufbrechen, sagt der Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung im Saarland. Für ihn sei eine digitale Grundbildung nicht nur eine Technikschulung, sondern vielmehr eine Alphabetisierung, mit der sich neue Kommunikationsräume eröffneten.

Weiterlesen

Scheid, der seit 18 Jahren im Bereich digitaler Weiterbildung für ältere Menschen aktiv ist, leitet nun unter anderem die Kampagne „Onlinerland Saar“ des MedienNetzwerks SaarLorLux e.V. und der Landesmedienanstalt Saarland: Was als reine PC-Kurse für Senior/innen begann, habe sich heute bis hin zu „Virtuellen Mehrgenerationenhäusern“ entwickelt. In diesem Jahr startet ein dritter Durchlauf mit vier zusätzlichen virtuellen Häusern; Foren, wo „Jung und Alt in der digitalen Welt aufeinander treffen und sich über Alltagsdinge austauschen können“, erklärt Scheid. Dadurch ließen sich nicht nur Brücken zwischen den Generationen bauen, sondern auch das digitale Wissen der älteren Teilnehmenden würde so vertieft: Viele erfahren, dass sie nicht zu alt und ungeschickt seien. Ein Briefmarkensammler erfuhr zum Beispiel, wie er im Internet andere Enthusiast/innen treffen und sich mit ihnen austauschen könne. „Das hat ihm eine neue Welt eröffnet.“, erzählt Scheid.

Haben Sie Interesse an der Thematik finden Sie hier viele praxisnahe Materialien der Kampagne Onlinerland Saar, mehr Informationen zum Digitalen Mehrgenerationenhaus und außerdem von Wolf-Dieter Scheid selbst eine Anleitung zur effizienten Nutzung von Suchmaschinen.

Schließen


„Neue Wege für pflegende Angehörige!“ werden in einen Onlinebericht zum Thema Digitaler Selbsthilfe angekündigt: Mit der Entwicklung eines Modellprojekts wolle man Angehörige dort erreichen, wo sie pflegen und präsent sind. Durch den Aufruf zur Teilnahme an einem Online-Fragebogen sollten Wünsche von aktiv oder ehemals pflegenden Personen erhoben und interaktiv eine „attraktive, nutzbare und lebendige“ digitale Selbsthilfe-Initiative gestaltet werden.

Weiterlesen

Das dreijährige Modellprojekt soll mit der Entwicklung einer bundesweiten digitalen Plattform enden. Es wird in Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule NRW von „wir pflegen – Selbsthilfe und Interessensvertretung pflegender Angehöriger in Nordrhein-Westfalen e.V.“  ausgeführt und von dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie der Techniker Krankenkasse in NRW finanziert.

Mit der Initiative wolle man nicht nur für bessere Vernetzung sorgen, sondern auch regionalen und bundesweiten Erfahrungsaustausch ermöglichen. Das Angebot regionsbezogener und themenspezifischer Selbsthilfegruppen solle anwachsen, dabei bleibe das Internetportal jedoch kostenlos und sicher über Handy und Internet nutzbar und vor allem angepasst daran, wie die Nutzenden es sich einrichten können. Demzufolge soll der Gebrauch zeit- und ortsunabhängig funktionieren – man könne sich also zuhause wie unterwegs „Informationen rund um die Pflege“ herunterladen.

Die Entwicklung des Fragebogens habe im Dialog mit pflegenden Angehörigen stattgefunden – außerdem appellierten die Forschenden an das Expertenwissen der an dem Fragebogen teilnehmenden, ein Indiz für die interaktive Entwicklung des Programms „von Anfang an“. Wichtig ist dies deswegen, da gerade bei einer solch komplizierten Herausforderung wie der Pflege eigener Familienangehöriger ein flexibles und angepasstes Angebot entstehen muss, um jene Personen bei ihren Aufgaben zu entlasten. Dafür solle es zum Beispiel die Möglichkeit geschützter Gruppenräume mit videogestützter Kommunikation, sowie frei verfügbare Webinars und Expertengespräche geben.

Aktuelle werde das Projekt in Nordrhein-Westfalen über das bundesweite Portal und soziale Medien getestet.

Diese drei Hauptziele des Projekts "Online Selbsthilfe Initiativen für pflegende Angehörige" (OSHI-PA) werden genannt:

  1. Selbsthilfeangebote zum Erfahrungsaustausch pflegender Angehöriger durch den Einsatz digitaler Medien ergänzen: Online Strukturen schaffen und professionell weiterentwickeln
  2. Pflegende Angehörige ermutigen, Selbsthilfeangebote vermehrt in Anspruch zu nehmen: den Zugang zu Selbsthilfeangeboten erleichtern und Online Initiativen mit realer Selbsthilfe verknüpfen
  3. Die Auswirkungen der Nutzung von Online Selbsthilfe untersuchen: auf die Entlastung in der Pflege und die subjektive Lebensqualität der Nutzenden prüfen.

Für mehr Informationen könnnen Sie selbsthilfe@wir-pflegen.net kontaktieren.

Schließen


Das Internet wird von älteren Menschen verstärkt genutzt und hat für viele Menschen jeden Alters eine zunehmend große Bedeutung. Wer sich mit dem Thema fachlich auseinandersetzen möchte oder sich für vertiefende Literatur interessiert, wird in diesem Beitrag fündig.

Weiterlesen

Die Literaturhinweise stammen von der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen. Die folgenden Quellen können Sie direkt online kostenfrei abrufen:

Borgstedt, Silke (2016): DIVSI Ü60-Studie - die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen in Deutschland.

Initiative D21 (2016): D21-Digital-Index 2016. Jährliches Lagebild zur Digitalen.

Selke, Stefan / Biniok, Peter (2017): Internet kennt kein Alter: digitales "Wälderleben". Kompetenzorientierter Verbraucherschutz für SeniorInnen in ländlichen Regionen, Abschlussbericht.

Tesch-Römer, Clemens / Weber, Constanze; Webel, Henry (2016): Nutzung des Internets durch Menschen in der zweiten Lebenshälfte.


Folgende Einzelwerke sind zu dem Thema gefunden worden:

Preßmar, Florian (2017): Silver Surfer - Förderung der Medienkompetenz von Senioren.

Seifert, Alexander (2016): Technikakzeptanz älterer Menschen am Beispiel der allgemeinen und mobilen Internetnutzung.

von Bothmer, Claudia / Kubicek, Herbert (2017): Digital mobil im Alter. So nutzen Senioren das Internet. Zentrale Befunde einer Studie.


Diese Beiträge finden sich in Herausgeberbänden:

Hartung, Anja (2016): Alter(n)swirklichkeiten und Medienwandel. Warum die Rede von den digitalen Immigranten in die Irre führt. In: Harm-Peer Zimmermann / Andreas Kruse / Thomas Rentsch (Hrsg.): Kulturen des Alterns: Plädoyers für ein gutes Leben bis ins hohe Alter, S. 113-132.

Maniak, Stephan (2017): Entwicklung eines alltagstauglichen Computers am Beispiel einer Seniorendiensteplattform. Ein Forschungsprojekt aus der Retroperspektive. In: Tim Hagemann (Hrsg.): Gestaltung des Sozial- und Gesundheitswesens im Zeitalter von Digitalisierung und technischer Assistenz: Veröffentlichung zum zehnjährigen Bestehen der FH der Diakonie, S. 251-262.

Sánchez-Valle, Maria / Abad, Mónica Vinarás / Llorente-Barroso, Carmen (2017): Empowering the elderly and promoting active ageing through the internet. The benefit of e-inclusion programmes. In: Ingrid Kollak (Hrsg.): Safe at home with assistive technology, S. 95-108.

Yost, Elizabeth / Winstead, Vicki / Berkowsky, Ronald W. (2016): Googling grannies. How technology use can improve health and well-being in aging populations. In: Paul G.Nixon / Rajash Rawal / Andreas Funk (Hrsg.): Digital media usage across the life course, S. 170-183.


In der Zeitschrift „The journals of gerontology“ finden sich diese Beiträge:

  • Hong, Y Alicia / Cho, Jinmyoung (2017): Has the digital health divide widened? Trends of health-related internet use among older adults from 2003 to 2011, S. 856-863.
  • M, Eden / Fingerman, Davis / Fingerman, Karen (2016): Digital dating. Online profile content of older and younger adults, S. 959-967.
  • Sims, Tamara / Reed, Andrew E. / Carr, Dawn C. (2017): Information and communication technology use is related to higher well-being among the oldest-old, S. 761-770.

Die Zeitschrift “NOVAcura” beinhaltet diese Beiträge zum Thema:

  • Seifert, Alexander (2016): Mediennutzung im Alter - sind ältere Personen offline? S. 51-53.
  • Seifert, Alexander / Schlomann, Anna (2017): Gesundheitsthemen im Internet suchen - etwas für ältere Menschen? S. 39-41.

Diese Beiträge finden sich in weiteren  Zeitschriften:

Büsch, Andreas / Preßmar, Florian (2017): Medienbildung und (digitale) Partizipationsmöglichkeiten von älteren Menschen. Medien & Altern, S. 52-64.

Haesner, Marten / Steinert, Anika / O'Sullivan, Julie Lorraine / Steinhagen-Thiessen, Elisabeth (2015): Analyse des Umgangs älterer Internetnutzer mit unerwarteten Situationen. Zeitschrift für Gerontologie + Geriatrie, S. 715-721.

Seifert, Alexander (2017): Internetnutzung von Bewohnern stationärer Alterspflegeeinrichtungen. Online im Heim. Pflegezeitschrift, S. 55-57.

Wada, Mineko / Bennett, William / Hurd Clarke, Laura (2016): Older adults online dating profiles and successful aging. Canadian journal on aging, S. 479-490.

Schließen


Die Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) sucht sogenannte Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Seniorenbildung und Digitalisierung. Bewerben können sich gemeinnützige Organisationen und Initiativen aus ganz Deutschland. Die Organisatoren schreiben Fördergelder in Höhe von 200.000 Euro aus.

Weiterlesen

Mit bis zu 5.000 Euro werden 40 „Leuchtturmprojekte“, die Bildungs- und Digitalisierungsangebote für ältere Menschen in ihren Fokus stellen, ein Jahr lang bezuschusst. Die BAGSO ermutigt besonders jene Projekte eine Bewerbung einzureichen, die sich an schwer erreichbare Zielgruppen richten: zum Beispiel an ältere Migrant/innen, Senior/innen mit wenig Bildungserfahrung, Ältere im ländlichen Raum und körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigte ältere Menschen. Eine Expertenjury wählt bis zu 40 innovative Projekte mit einem niedrigschwelligen Angebot für die Förderung aus.

Die Bewerbungsunterlagen können online ausgefüllt werden, die Ausschreibung endet am 30. Juni 2018.

Die „Leuchtturmprojekte“ werden auf der Onlineplattform wissensdurstig.de als gute Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Ab Ende Mai bietet die Informationsplattform der Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ Informationen rund um Bildung und neue Medien im Alter. Auf dem Portal finden sich Projektbeispiele sowie Tipps und Materialien für Bildungsanbieter. Eine Datenbank für Veranstaltungen, Kurse und Treffen bringt Senior/innen mit Bildungsanbietern in ihrer Nähe zusammen. Die Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Vergleichbare Projekte finden sich auch in der Reihe "Beispielsweise..." auf diesem Portal.

Schließen


Die HABA Digitalwerkstatt und der Verein "Wege aus der Einsamkeit" laden an zwei Terminen zu Workshops zu digitaler Aktivität ein, an dem Großeltern und Enkel teilnehmen können. In Berlin findet der Workshop am 12.05.2018, in Hamburg am 27.07.2018 statt.

Weiterlesen

Bei den Workshops soll digitale Kommunikation, vor allem zwischen den Generationen, thematisiert werden. Digitale Technologien sollen gemeinsam erkundet werden. Lernziel soll sein, dass Geschichten auf neue Art zu erzählt werden können.

In Teams sollen Enkel und Großeltern Geschichten mit unterschiedlichen Materialien und Figuren in Szene setzen. Dabei soll auch eine benutzerfreundlichen App (Application, zu deutsch Anwendung) erkundet werden, mit der eigene Stop-Motion-Filme erstellt werden können.

Digitale Vorkenntnisse sollen nicht erforderlich sein, Materialien werden bereit gestellt. Die Veranstaltung ist kostenfrei, jedoch wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten. Anmelden können Sie sich auf der Seite der Digitalwerkstatt.

Schließen


In Hösel bietet die Stiftung Geschwister Gerhard ein Programm für Senior/innen an, die ihre Kompetenzen im Bereich Online-Banking und Shopping verbessern wollen. Zusammen mit Expert/innen werden Workshops und eine Veranstaltungsreihe zum Thema bargeldlosen Zahlungsverkehrs angeboten.

Weiterlesen

Die Teilnehmenden können sich im Rahmen der Veranstaltung nicht nur über Neuerungen im Zahlungsverkehr wie die IBAN und BIC informieren, sondern mit Unterstützung von Mitarbeitenden der Sparkasse das Online-Banking ausprobieren und üben.

Darüber hinaus gibt es für Senior/innen mit Mobilitätseinschränkungen oder dem Wunsch, zuhause begleitet zu werden, das Angebot von Hausbesuchen des Computerdozenten der Stiftung. So wolle man Unsicherheiten abbauen und Eigenständigkeit und Unabhängigkeit erhalten.

Diese Unterstützung ist deshalb so wichtig, weil Online-Banking mit Vorsicht genossen werden muss: Gerade Senior/innen werden oftmals Opfer von Hacking und Betrug, Gefahren die durch das Nutzen von Online-Banking zum Teil erst möglich werden.

Weil Filialstellen der Banken immer weniger werden, können es Senior/innen fast gar nicht vermeiden, Bankgeschäfte auch am Bankautomat oder zuhause am PC zu erledigen. Die Alternative wäre es, weite Wege auf sich zu nehmen oder Hilfe beanspruchen zu müssen.

In diesem Artikel finden sie einige weitere Details zu der lokalen Situation in Hösel.

Schließen


Das Thema Telemedizin ist umstritten. Die Senioren-Union Kreisvereinigung Oldenburg-Land (CDU) bewertete einen Vortrag zu dem Thema als Erfolg. Andere Akteure sehen das Thema kritischer, z.B. im Kontext der sich verändernden Infrastruktur in ländlichen Gebieten. Auch aus dem Landtag Schleswig-Holstein liegen Informationen zu dem Thema vor.

Weiterlesen

Auf der CDU-Veranstaltung berichtete der ärztliche Leiter des Klinikums Oldenburg Dr. med. Daniel Overheu zum Thema ärztlicher Versorgung auf dem Lande. In einem Vortrag berichtete er von Telemedizin. Diese ermögliche, so Dr. Overheu zu der Nord West Zeitung, mittels telefonischer und visueller Kommunikationstechnologie ein besseres Angebot für Landbewohner/innen in Not und damit insbesondere Senior/innen. Die Telemedizin könne sogar Versorgungslücken schließen: Wenn Ärzt/innen nicht schnell genug vor Ort sein könnten, hätten sie die Möglichkeit rasch Diagnosen und therapeutische Entscheidungen aus der Ferne zu treffen. Außerdem könnten Rettungsassistent/innen oder Ersthelfende so angeleitet und unterstützt werden.

Hinter der Telemedizin verbirgt sich jedoch ein weitaus komplexeres Problem: Dass eine solche ‚digitale‘ Versorgung überhaupt erst notwendig ist, zeugt von einem Mangel auf dem Land. Viele auf dem Land niedergelassene Ärzt/innen würden in den kommenden Jahren aus Altersgründen aus der Versorgung ausscheiden, darüber hinaus sei das Landleben für junge Ärzt/innen wohl oft wenig attraktiv.

Man könnte dem entgegenwirken, indem die Voraussetzungen für das Leben auf dem Land angepasst würden: Zum Beispiel mit Stipendien, finanziellen Anreizen und der Bereitstellung von Räumlichkeiten. Denn nicht nur ist es im Ernstfall schwierig – und aus medizinischer Sicht mindestens fragwürdig – ohne ein persönliches Gespräch eine akkurate Diagnose zu stellen, auch Behandlung und Beratung könnten auf Dauer äußerst problematisch werden.

Zwar wurden bereits wichtige Maßnahmen, wie zum Beispiel eine flexiblere Bedarfsplanung und die Förderung mobiler Versorgungskonzepte eingeführt, weiteres Handeln sei jedoch erforderlich: Denn ohne Ärzte sei es schwer, gemeinschaftliche Strukturen auf dem Land beizubehalten.  Finden sie im Online-Ärzteblatt einen detailreichen Bericht über Versorgungsmängel auf dem Land und mögliche oder bereits implementierte Maßnahmen.

Auch in der Landespolitik ist dieses Thema wiederkehrend. Aus einer Anfrage aus Dezember 2016 geht z.B. hervor, welche telemedizinischen Projekte bereits etabliert waren. In der Drucksache wird auch zusammengefasst, welche Ziele das Land mit Telemedizin-Projekten verfolgt und wie weiterführend geplant wurde. Das möglicherweise fehlende persönliche ärztliche Gespräch wird dort allerdings nur in dem Kontext des Gefühls von Patient/innen erwähnt, dass an ihnen gespart werden solle.

Schließen


Oftmals sind Handys im klassischen Sinne, das heißt keine Smartphones mit Touchscreen, nicht mit LTE- und WLAN-Technik ausgestattet. Für Senior/innen, die solches gerne nutzen würden, kann dies ein Problem darstellen. Denn die Bedienung moderner Smartphones kann sich für manche Ältere, die mit solcher Technologie nicht aufgewachsen sind, als umständlich erweisen. Dadurch wird der Gebrauch moderner Geräte durch Senior/innen eingeschränkt, obwohl dessen Funktionen auch oder gerade für jene nützlich und hilfreich sein könnten.

Weiterlesen

Dieser Problematik will beispielsweise Doro, eine skandinavische Firma für Mobilfunktechnik, mit der Vorstellung eines neuen Handys, welches speziell für Senior/innen entwickelt worden sein soll, entgegenwirken: Sowohl mit dem Internet verbinden als auch Apps laden und bedienen könne das Gerät. Verwendet werde dabei das spezielle Betriebssystem Kai OS, welches ein kleines Repertoire wichtiger Kommunikations-Apps biete, welche auch auf Smartphones oft verwendet würden. Dazu gehören zum Beispiel Facebook und WhatsApp. Damit könne Senior/innen der Kontakt zu Angehörigen ermöglicht werden. Die Bedienung des Handys erfolge über Tasten und einen Mauspfeil, was für viele Senior/innen komfortabler als ein Touchscreen-Display sei. Schrift und Kontrast könne man zur verbesserten Lesbarkeit regulieren und das Mikrophon für Schwerhörige besonders laut stellen.

Das Angebot eines besonderen – wohl speziell auf eine Zielgruppe ausgelegten – Telefons ist jedoch nicht der einzige Weg, Senior/innen den Zugang zu den vorteilhaften Funktionen moderner Geräte zu verschaffen: Eine weitere Möglichkeit wäre es, Ältere dabei zu unterstützen, sich mit der modernen Technik vertraut zu machen.

Versuche dafür unternimmt beispielsweise bereits die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO): Jährlich organisiert sie die InternetWoche, durch welche man die digitale Teilhabe älterer Menschen fördern wolle. Außerdem tragen auch Projekte wie Internet goes Ländle dazu bei, Senior/innen in diesem Bereich besser zu integrieren.

Denn wie und ob ältere Menschen den Umgang mit moderner Technik erlernen ist nicht nur eine Frage bestimmter ‚Senioren-Geräte‘, sondern auch des persönlichen Interesses und den zur Verfügung stehenden Rahmenbedingungen, wie z.B. erreichbarer Unterstützungs- und Beratungsangebote. Auch sollte bedacht werden, ob durch Lösungen, die Angebote vor Ort mit digitale Angeboten ersetzen, nicht auch die Lebensqualität verringert wird.

Schließen


seniorenpolitik-aktuell.de
Datenschutzübersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Erfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Erkennen von Ihnen, wenn Sie zu unserer Website zurückkehren, und helfen unserer Redaktion zu verstehen, welche Bereiche der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.

.moove-gdpr-branding-cnt,.moove-gdpr-company-logo-holder {display: none;} #moove_gdpr_cookie_info_bar p{text-shadow: none;}