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Alltägliches Leben

Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen vermissen häufig ihr vertrautes Umfeld und ihre Angehörigen. Die häusliche Pflege durch Angehörige ist jedoch nicht immer möglich, und viele Wohnungen weisen Lücken bezüglich Barrierefreiheit auf. Zeitgleich kollidiert die begrenzte Platzzahl in Pflegeheimen mit der steigenden Lebenserwartung. Hamburg wird ab dem 1. Mai ein Projekt testen, das die Wohnsituation älterer Menschen verbessern soll.

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Finanziert wird das Projekt Wohnen bleiben im Quartier je zur Hälfte durch Hamburgs Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere und die Pflegekassen. Letztere waren in Kooperation mit der Freien und Hansestadt Hamburg an der Entwicklung des Projektes beteiligt. Während der gesamten Laufzeit wird die Universität Osnabrück sämtliche Akteur*innen des Projekts wissenschaftlich begleiten , um das Konzept zu evaluieren. Die Ergebnisse sollen anschließend genutzt werden, um die Zukunftsfähigkeit des Projekts zu bewerten.

In sechs Hamburger Stadtteilen mit besonders großem Bedarf wird das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren erprobt. Zentrales Element ist die Stärkung des Verbleibs im eigenen Wohnumfeld. Dafür setzt das Konzept auf eine Kombination aus Pflege, Beratung und gegenseitiger Unterstützung unter Nachbar*innen. Quartierspflegedienste stellen die Versorgung der Bewohner*innen rund um die Uhr sicher und arbeiten eng mit weiteren beteiligten Akteur*innen zusammen. Gleichzeitig spielt die Förderung des sozialen Miteinanders eine wichtige Rolle. In regelmäßigen Abständen sollen sogenannte Quartierstreffs stattfinden, um Einsamkeit entgegenzuwirken und den Zugang zu individuellen Unterstützungsangeboten zu erleichtern. Darüber hinaus soll der Austausch zwischen den Generationen gestärkt werden.

Bereits im Vorfeld äußerten sich mehrere Beteiligte positiv zu dem quartiersbezogenen Ansatz. Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, bezeichnete das Konzept als ein „deutliches Signal für ein lebenslanges Wohnen im Quartier“. Auch Bettina Schomburg, Leiterin des Bezirksamts Hamburg-Nord, hob die „gelungene ressortübergreifende Zusammenarbeit aller Beteiligten bereits in der Vorbereitungsphase“ hervor.

Mehr zu dem Projekt erfahren Sie hier.

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Der politische Kurs der aktuellen Bundesregierung sieht Einsparungen im Gesundheitswesen vor, die sowohl Krankenkassen als auch Versicherte finanziell belasten. Gleichzeitig steigen Preise für alltägliche Güter, etwa im Supermarkt oder an der Tankstelle. Besonders betroffen sind Senior*innen mit niedrigen Renten, die befürchten, sich grundlegende Ausgaben zunehmend nicht mehr leisten zu können. Der Sozialverband VdK Deutschland bewertet diese Entwicklung als besorgniserregend – nicht nur im Hinblick auf die soziale Absicherung, sondern auch mit Blick auf das Vertrauen in politische Institutionen.

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Viele Preise für Lebensmittel, Benzin und Medikamente sind innerhalb weniger Jahre deutlich gestiegen, während auch die Mietkosten auf einem höheren Niveau liegen. Dies begünstigt bereits jetzt Altersarmut – selbst dann, wenn über Jahrzehnte hinweg in die Rentenkasse eingezahlt wurde – und stößt in weiten Teilen der Bevölkerung auf Verärgerung.

Ausgehend von der derzeitigen Situation sieht der Sozialverband VdK Deutschland das Vertrauen in den Sozialstaat als gefährdet an. Senior*innen sorgen sich angesichts steigender Kosten und einer angespannten finanziellen Lage um eine angemessene Versorgung im Pflegefall und fühlen sich von der Politik nicht ausreichend wahrgenommen. Die steigenden Lebenshaltungskosten bezeichnet VdK-Präsidentin Verena Bentele daher als „Belastung für Normal- und Geringverdienende“. Der Staat sei dazu verpflichtet, allen Bürger*innen faire Löhne und Renten zuzusichern sowie bezahlbare Pflege zu ermöglichen.

Ein verlässlicher Sozialstaat, der die Beitragszahlenden finanziell absichert und in Krisenfällen auffängt, ist essenziell für eine funktionierende Demokratie. Geschieht dies nicht, ist davon auszugehen, dass das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen sinkt und gesellschaftlicher Zusammenhalt geschwächt wird.

In  diesem kurzen Video erläutert VdK-Präsidentin Verena Bentele die Bedeutung des Sozialstaats und die Auswirkungen steigender Lebenshaltungskosten.

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Die Frage nach einer verlässlichen Pflegeversorgung im Alter gewinnt angesichts des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Menschen werden in den kommenden Jahren auf Pflegeleistungen angewiesen sein. Die deutsche Bevölkerung zeigt sich jedoch weiterhin überwiegend skeptisch gegenüber dem bestehenden Pflegesystem.

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Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Sozialverbands VdK Deutschlands zeigt, dass viele Menschen in Deutschland Zweifel an einer ausreichenden Versorgung im Pflegefall haben. Nur rund 30 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlich, im Falle einer Pflegebedürftigkeit ausreichend versorgt zu werden. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) geht hingegen davon aus, dass eine angemessene Pflege künftig eher nicht gewährleistet sein wird.

Die Umfrage erhob zudem Einschätzungen zur Verantwortung für eine verlässliche Pflegeversorgung. Eine deutliche Mehrheit der Befragten schreibt dem Staat hierbei eine zentrale Rolle zu. 82 Prozent sehen eine große oder sehr große staatliche Verantwortung für die Sicherstellung der Pflege. Zwar werden auch Familie oder Angehörige als wichtige Unterstützungsinstanzen genannt, insgesamt gilt eine starke staatliche Absicherung für die meisten Befragten jedoch als unverzichtbar.

Vor diesem Hintergrund sieht der Sozialverband VdK Reformbedarf in der Organisation und Finanzierung der Pflege. Der Verband spricht sich unter anderem dafür aus, Pflege stärker als öffentliche Aufgabe zu begreifen und die staatliche Verantwortung auszubauen. Kritik äußert der VdK in diesem Zusammenhang insbesondere an geplanten Kürzungen, die sich aus aktuellen Vorschlägen zur Pflegereform ergeben könnten. Diese widersprächen nach Ansicht des Verbands der Lebensrealität vieler Menschen, wie auch die Umfrageergebnisse nahelegten.

Darüber hinaus plädiert der VdK für eine stärkere Rolle der Kommunen bei der Planung und Koordination von Pflegeangeboten. Dadurch könnten Unterstützungsstrukturen vor Ort besser an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Gleichzeitig ließe sich so die Abhängigkeit von einzelnen Leistungserbringenden verringern.

Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt und ist repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Die genauen Ergebnisse der Befragung sowie entsprechende Diagramme finden Sie hier.

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Studierende der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) haben eine Online-Plattform programmiert, die älteren Menschen mit wenigen sozialen Kontakten Unterhaltung und Beschäftigung bieten soll. Unter dem Namen „CAREBELLS“ begann vor Kurzem die Testphase des Projekts, an der sich zehn freiwillige Senior*innen aus dem Raum Würzburg/Schweinfurt beteiligen.

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Mit Einsamkeit als weltweit verbreiteter gesellschaftlicher Herausforderung befassen sich nicht nur Wissenschaftler*innen, sondern auch zahlreiche Studierende, darunter einige der über 9.000 Studierenden der THWS. Durch eine umfangreiche Netzwerkarbeit, beispielsweise mit der Seniorenvertretung Würzburg, konnten wertvolle Informationen und Erkenntnisse gewonnen werden, um Gestaltung und Inhalte von CAREBELLS möglichst genau auf die Bedürfnisse älterer Menschen abzustimmen.

In der dreiwöchigen Testphase, die auf Wunsch jederzeit abgebrochen werden kann, erhalten die teilnehmenden Senior*innen jeweils ein Tablet, auf dem CAREBELLS installiert ist. Dieses kann frei genutzt werden. Parallel dazu werden die Teilnehmenden vor, während und nach dem Testzeitraum zur Nutzung der Plattform befragt. Die Entwickler*innen erhoffen sich durch die Eindrücke, Anmerkungen und Empfehlungen der Testpersonen wichtige Impulse zur weiteren Optimierung von CAREBELLS.

Das Programm ist barrierearm gestaltet und verfügt unter anderem über einen sprachgesteuerten Kalender mit der Möglichkeit, Termine einzutragen. Auch Videoanrufe lassen sich über CAREBELLS tätigen. Darüber hinaus enthält die Plattform einfach gehaltene Spiele, Videos zu für ältere Menschen relevanten Themen sowie einen Nachrichtenfeed, der überwiegend regionale Meldungen bündelt. Der Sprachassistent „Bella“ – vergleichbar mit ChatGPT oder Siri – bietet Senior*innen außerdem die Möglichkeit, Konversationen zu führen, die menschliche Gespräche simulieren sollen und so Gefühle von Einsamkeit verringern können.

Alle an der Entwicklung von CAREBELLS beteiligten Akteur*innen legen Wert auf einen einladenden und vertrauenswürdigen Rahmen. Das Design ist daher bewusst schlicht gehalten, und auch persönliche Daten müssen nicht zwingend angegeben werden. Ältere Menschen sollen so behutsam an die Nutzung der für sie zunächst neuen Plattform herangeführt werden.

An CAREBELLS wirkten Studierende verschiedener Studiengänge ehrenamtlich mit, darunter Soziale Arbeit, Gesundheits- und Medienmanagement sowie Wirtschaftsingenieurwesen. Prof. Dr. Ulrich Gartzke von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, der das Pilotprojekt leitete, zeigt sich zufrieden und lobt das Engagement der Studierenden. Auch der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Würzburg e.V. unterstützt die Initiative in ihrem Ziel, Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken.

Mehr über CAREBELLS erfahren Sie in der Pressemitteilung der THWS.

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In den vergangenen Tagen und Wochen hat das Deutsche Ärzteblatt wiederholt auf die prekäre Situation zahlreicher pflegebedürftiger Menschen hingewiesen. Die bestehenden Versorgungsstrukturen werden von vielen Seiten als unzureichend wahrgenommen. Gleichzeitig steht der Pflege- und Gesundheitsbereich aufgrund des demografischen Wandels vor immer größeren personellen, organisatorischen und finanziellen Herausforderungen.

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Der Fachkräftemangel in der Pflege trifft dabei auf eine stetig steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen. Vor diesem Hintergrund hat sich der Deutsche Pflegerat für eine stärker familien- und personenorientierte Gestaltung der Langzeitpflege ausgesprochen und hierzu bereits ein Positionspapier veröffentlicht. Auf acht Seiten werden darin zentrale Probleme der aktuellen Pflegepraxis benannt sowie Vorschläge zur Weiterentwicklung des Systems formuliert.

Dabei geht es nicht nur um einzelne Anpassungen, sondern um grundlegende Veränderungen in der Organisation der Langzeitpflege. Ein wichtiges Element ist laut Deutschem Pflegerat eine stärkere Zentralisierung bestimmter Strukturen. Pflegefachpersonen sollen dadurch effektiver und zielgerichteter arbeiten können, um Patient*innen eine bedürfnisorientierte Versorgung zu ermöglichen. Damit dies gelingt, plädiert der Verband zudem für eine bessere Organisation von Ressourcen auf Landes- und Bundesebene.

Darüber hinaus sollen Pflegefachpersonen durch intensivere Netzwerkarbeit, etwa durch regelmäßige Beratungen mit weiteren Akteur*innen des Gesundheits- und Sozialwesens, entlastet werden. Auch die Weiterentwicklung digitaler Systeme im Pflegealltag soll dazu beitragen, Zeit zu sparen. Diese könne dann stärker für die direkte Betreuung von Patient*innen sowie für Gespräche mit Angehörigen genutzt werden.

Zudem solle Prävention künftig eine größere Rolle spielen. Dafür seien flächendeckende und möglichst niedrigschwellige Beratungsangebote notwendig. Gleichzeitig brauche es ausreichend qualifiziertes Personal, das frühzeitig fachliche Einschätzungen zur Pflegebedürftigkeit treffen kann und Betroffene sowie Angehörige beraten kann.

Ein weiteres Problem stellt die finanzielle Situation vieler Pflegebedürftiger dar. Schon heute ist mehr als ein Drittel aller Patient*innen in Pflegeheimen auf Sozialhilfe angewiesen, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit kürzlich bestätigte. Fachleute gehen davon aus, dass diese Quote in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Besonders stark betroffen ist die stationäre Pflege, da hier hohe Eigenanteile für Pflegebedürftige anfallen.

Damit ist der Umzug in ein Pflegeheim für viele Menschen mit einem erheblichen Armutsrisiko verbunden. Um die finanzielle Belastung der Patient*innen zu reduzieren, setzt sich die DAK-Gesundheit für eine Senkung der Eigenanteile an den Pflegekosten ein. Eine solche Deckelung wird jedoch von verschiedenen Seiten kritisch gesehen. Kritiker*innen argumentieren, dass sie die soziale Pflegeversicherung zusätzlich belasten könnte und an den grundlegenden strukturellen Problemen des Systems wenig ändern würde.

Als mögliche Maßnahme zur Entlastung wird zudem immer wieder eine solidarische Pflegevollversicherung diskutiert. Mehrere Verbände haben sich zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für deren Einführung einzusetzen. In einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erläuterten sie ihren Vorschlag sowie mögliche Vorteile eines solchen Modells. Demnach könnte die Pflege langfristig auch ohne steigende Beitragssätze finanziert werden, sofern parallel eine Bürgerversicherung eingeführt würde. Die Bundesregierung reagierte bislang jedoch zurückhaltend auf diese Forderungen.

Politiker*innen, Pflegefachpersonen, Wissenschaftler*innen und Fachverbände sind sich jedoch weitgehend einig, dass umfassende Reformen im Pflegesystem notwendig sind. Nur so könne auch künftig gewährleistet werden, dass pflegebedürftige Menschen eine bezahlbare und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechende Versorgung im Alter erhalten.

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Am 5. März gab das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die Rentenanpassung ab dem 1. Juli 2026 bekannt. Zum wiederholten Mal überschreitet diese die Vier-Prozent-Marke, sodass die Renten nahezu exakt an die gegenwärtige Lohnentwicklung in Deutschland angepasst werden. Die Standardrente nach 45 Beitragsjahren erhöht sich damit um 77,85 Euro im Monat, was einem Plus von 4,24 Prozent entspricht. Diese Änderung schließt auch die Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten ein.

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Die Rentenerhöhung fällt damit höher aus, als es Expert*innen noch vor wenigen Monaten prognostiziert hatten. Das Statistische Bundesamt lieferte sämtliche für die Ermittlung der Rentenanpassung relevanten Daten, darunter die Entwicklung der Löhne sowie die Höhe der gezahlten Versicherungsbeiträge der Arbeitnehmer*innen. Hätten die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr auf eine Beitragserhöhung verzichtet, wären die Renten sogar noch etwas stärker gestiegen.

Dass sich die Anpassung der Renten an der Lohnentwicklung orientiert, wird von einigen Seiten kritisch betrachtet. Kritiker*innen fordern stattdessen, die Inflationsrate stärker als Maßstab für die Rentenanpassung heranzuziehen. Nach diesem Modell würde die Rentenerhöhung ab dem dritten Quartal 2026 mit rund 2,2 Prozent allerdings deutlich niedriger ausfallen als die nun beschlossene Anpassung.

Auf Grundlage eines gemeinsamen Beschlusses der Bundesregierung im Rahmen des sogenannten Rentenpakets verfügen alle Rentner*innen, die 45 Beitragsjahre vorweisen können, für die kommenden sechs Jahre über einen Anspruch auf ein Rentenniveau von mindestens 48 Prozent des durchschnittlichen Einkommens aus ihrer Erwerbstätigkeit. Mit diesem stabilen Rentenniveau sollen Rentner*innen am Wohlstand in Deutschland teilhaben, vor Altersarmut geschützt werden und im Alter finanziell abgesichert sein.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas begrüßte den Anstieg der Renten ausdrücklich. „Durch die Kopplung der Renten an die Löhne stellen wir sicher, dass die Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung teilhaben. Ordentliche Renten sind kein Luxus, sondern eine Frage der Leistungsgerechtigkeit für die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben“, erklärte die SPD-Politikerin in einer Pressemitteilung.

Die Höhe der eigenen Rente lässt sich berechnen, indem die aktuelle Bruttorente mit dem Faktor 1,0424 multipliziert wird. Wer beispielsweise bisher monatlich 2.000 Euro Rente erhalten hat, bekommt ab dem 1. Juli dieses Jahres 2.084,80 Euro.

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In ganz Schleswig-Holstein wurden interaktive Angebote für Menschen ab 50 Jahren angeboten, welche an einer Förderung und Weiterentwicklung ihrer Medienkompetenzen interessiert waren. Die Bedienung digitaler Endgeräte sowie ein sicherer und zeitgleich sensibilisierter Umgang mit sozialen Medien stellen in einem durch Technologie geprägten Alltag essentielle Kompetenzen dar. Wissenslücken und Skepsis diesbezüglich finden sich in allen Generation wieder.

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Ausrichter der Reihe an Veranstaltungen war Eingeloggt! Schleswig-Holstein, eine aus der Körber Stiftung heraus entstandene Initiative, deren Ziel darin besteht, älteren Menschen partizipativ, gemeinschaftlich und möglichst barrierefrei den Zugang zu digitalen Angeboten zu erleichtern, damit diese sich in virtuellen Räumen sicher und angstfrei bewegen können. Den Vorsitz hatten Grünen-Politikerin Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein und Cornelia Schmachtenberg (CDU), Landesministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz, inne.

Im Rahmen der Eingeloggt!-Woche in Schleswig-Holstein wurden bis einschließlich Sonntag, den 22. März, 131 Aktionen für Interessierte angeboten. Unter anderem wurden Themen wie Online-Banking, Fotografie, Online-Shopping, Künstliche Intelligenz sowie das Recycling elektronischer Geräte behandelt. Berücksichtigt wurde dabei auch der Gemeinschaftssinn, um nebenbei Einsamkeit entgegenzuwirken und Möglichkeiten zum Austausch zu schaffen.

Parallel dazu fanden auch außerhalb Schleswig-Holsteins entsprechende Veranstaltungen statt, beispielsweise in Hamburg, Kassel, Bielefeld, Heidelberg und Oldenburg, da Eingeloggt! in einigen weiteren Bundesländern aktiv ist.

Nicht nur öffentliche Vereine und Kommunen konnten einen Beitrag zur Veranstaltungswoche leisten – Eingeloggt! Schleswig-Holstein betont ausdrücklich, dass auch Privatpersonen willkommen seien, eigene Ideen für Projekte und Aktionen zu entwickeln und diese im Rahmen der Eingeloggt!-Woche durchzuführen.

Viele der Angebote der Aktionswoche finden auch regelmäßig statt. Eine Übersicht über alle Angebote findet sich im Programm-Flyer. Eine Liste von Anbieter*innen ist hier einsehbar.

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Fast 20 Prozent aller Senior*innen in Deutschland gelten als armutsgefährdet. Während jüngere Generationen im Durchschnitt häufiger eine finanziell stabile Situation erfahren, werden ältere Menschen mit steigender Tendenz immer häufiger zu Opfern wachsender sozialer Ungleichheit. Wie der im Dezember vergangenen Jahres veröffentlichte Siebte Armuts- und Reichtumsbericht (ARB) der Bundesregierung zeigt, nimmt ein erheblicher Anteil betroffener Senior*innen die ihnen zustehende finanzielle Unterstützung nicht in Anspruch. In diesen Fällen spricht man von „verdeckter Armut“.

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Der Sozialverband VdK Deutschland beklagt in einer Meldung vom 22. Januar, dass etwa ein Drittel bis über die Hälfte aller älteren Menschen mit einem prinzipiellen Anspruch auf Sozialleistungen diese nicht in Anspruch nehmen. Ein noch höherer Anteil lässt sich bei der Grundrente feststellen, was auf eine weite Verbreitung verdeckter Armut in Deutschland schließen lässt.

Im Siebten und damit aktuellsten Armuts- und Reichtumsbericht hat sich die Bundesregierung erstmals umfassender mit dem Phänomen der verdeckten Armut befasst. Die Gründe für die Nichtinanspruchnahme finanzieller Unterstützung sind bislang kaum wissenschaftlich erforscht. Im Rahmen der Forschungen zum Bericht dienten unter anderem Interviews mit 70 Personen als Grundlage. Die Ergebnisse legen nahe, dass häufig das Zusammenspiel mehrerer Faktoren dazu führt, dass Menschen auf Sozialleistungen verzichten.

In den Befragungen und Diskussionsrunden konnten fünf zentrale Motive für den Verzicht auf die Beantragung von Sozialleistungen herausgearbeitet werden.

  • Informationsdefizite: Zahlreiche Personen gaben an, sich ihres Anspruchs auf Sozialhilfe nicht bewusst gewesen zu sein. Zudem fehle es häufig an Wissen über die Art der Leistungen sowie über deren Beantragung oder dieses beruhe auf Fehlinformationen. Besonders betroffen seien Menschen mit Migrationshintergrund und Personen ohne Internetzugang.
  • Hoher Aufwand: Der Umfang der notwendigen Schritte schreckt viele Menschen ab und lässt die finanzielle Unterstützung weniger attraktiv erscheinen. Vor allem zeitlich und organisatorisch sehen sich viele Senior*innen nicht in der Lage, den Antrag erfolgreich abzuschließen.
  • Institutionelle Hürden: Ein weiterer, mit Bürokratie verbundener Aspekt ist die Komplexität der Antragstellung, die häufig mit mehreren Behördengängen verbunden ist. Erfahrungen mit Ämtern führten bei einigen Befragten zu Unbehagen, sodass sie eine bereits begonnene Antragstellung abbrachen.
  • Einstellungen, Werte und Diskriminierungserfahrungen: Für zahlreiche Befragte ist die Antragstellung mit Scham verbunden und stellt eine psychologische Belastung dar. Verstärkt werde dies durch abfällige Bemerkungen aus dem sozialen Umfeld. Zudem berichteten einige Betroffene von respektlosem oder herablassendem Verhalten seitens Mitarbeitender in Behörden.
  • Alternativen zum Leistungsbezug: Manche Menschen greifen stattdessen auf andere Strategien zurück, um finanziell über die Runden zu kommen. Genannt wurden die Unterstützung durch Angehörige, Einkünfte aus nicht gemeldeten Nebentätigkeiten sowie eine besonders sparsame Lebensweise.

Welche politischen Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen gezogen werden und welche Reformen gefordert werden, können Sie hier nachlesen.

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Der Sozialverband VdK Deutschland fordert angesichts der hohen Zahl älterer Menschen, die ihnen zustehende Sozialleistungen nicht beantragen, umfassende Reformen im System der sozialen Sicherung. Ziel müsse es sein, Sozialhilfe so zu gestalten, dass sie alle Menschen erreicht, die darauf angewiesen sind. Besonders ältere Menschen würden häufig durch komplizierte Verfahren oder fehlende Informationen davon abgehalten, Leistungen zu beantragen.

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Der VdK plädiert deshalb für ein einheitliches, leicht verständliches und für alle zugängliches Informations- und Beratungsangebot. Insbesondere ältere Menschen benötigten häufig Unterstützung bei der Orientierung im Sozialleistungssystem. Dazu gehören verständliche Informationen über bestehende Ansprüche ebenso wie niedrigschwellige Beratungsangebote.

Darüber hinaus fordert der Verband mehr personelle Unterstützung bei der Beantragung von Sozialleistungen. Beratungsstellen und Behörden müssten so ausgestattet sein, dass sie Betroffene individuell begleiten können. Auch digitale Angebote allein seien nicht ausreichend, da gerade ältere Menschen häufig auf persönliche Beratung angewiesen seien.

Ein weiterer zentraler Punkt sei der Abbau bürokratischer Hürden. Komplexe Antragsverfahren, zahlreiche Formulare und wiederholte Behördengänge würden viele Menschen abschrecken. Der VdK fordert daher einfachere Verfahren und eine bessere Koordination zwischen den zuständigen Behörden.

Neben strukturellen Veränderungen betont der Verband auch die gesellschaftliche Dimension des Problems. Sozialleistungen seien für viele Menschen noch immer mit Scham verbunden. Eine stärkere gesellschaftliche Entstigmatisierung könne dazu beitragen, dass Betroffene Unterstützung eher in Anspruch nehmen.

Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung wurde erstmals im Jahr 2001 veröffentlicht und seitdem in jeder Legislaturperiode aktualisiert. Ziel des Berichts ist es, einen umfassenden Überblick über die Lebenssituation von armen und armutsgefährdeten Menschen in Deutschland zu geben und politische Handlungsbedarfe sichtbar zu machen.

Da die Ampel-Koalition im November 2024 vorzeitig aufgelöst wurde, wurde die neueste Version des Berichts durch die derzeitige Große Koalition vervollständigt.

Wie verbreitet sogenannte „verdeckte Armut“ unter Senior*innen ist und welche Gründe dazu führen, dass viele Betroffene keine Sozialleistungen beantragen, können Sie hier nachlesen.

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Ältere Menschen werden überdurchschnittlich häufig Opfer sogenannter Trickbetrügereien. Besonders verbreitet ist der sogenannte Enkeltrick, bei dem sich Täter*innen telefonisch als Familienangehörige ausgeben. Auf diese Weise versuchen sie, das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen, um an Bargeld oder sensible Bankdaten zu gelangen. Für die Opfer entstehen dabei teilweise erhebliche finanzielle Schäden.

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Um mehr Menschen für solche Betrugsmaschen zu sensibilisieren, haben Studierende der Universität Hildesheim im vergangenen Jahr die App BetrugsRadar+ entwickelt. Grundlage für die Konzeption waren Befragungen von Senior*innen zum Thema Trickbetrug. Dabei wurden Erfahrungen, Sorgen und mögliche Risikofaktoren älterer Menschen erhoben und in die Gestaltung der App einbezogen.

Die Anwendung soll Nutzer*innen über typische Betrugsstrategien informieren und Hinweise zum richtigen Verhalten in verdächtigen Situationen geben. Außerdem kann sie bei Anrufen von bekannten Betrugsnummern eine Warnmeldung anzeigen. Grundlage dafür ist eine Datenbank mit Telefonnummern, die bereits im Zusammenhang mit Betrugsversuchen gemeldet wurden. Auch bei anderen Formen von Betrug, etwa per SMS oder an der Haustür, soll die App zur Vorsicht anregen.

Am 19. Januar konnten 14 Senior*innen, die „BetrugsRadar+“ bereits getestet hatten, ihre Erfahrungen in einem Workshop direkt mit den Entwickler*innen teilen. Ziel war es, Vorschläge und Wünsche zur weiteren Verbesserung der Anwendung zu sammeln. Die Rückmeldungen sollen nun in die Weiterentwicklung einfließen, um die App möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Zu den diskutierten Ideen gehört unter anderem ein digitaler Notfallknopf, über den im Ernstfall automatisch eine zuvor hinterlegte Kontaktperson oder die Polizei informiert werden könnte. Außerdem wurde angeregt, die App künftig mehrsprachig anzubieten, damit auch Menschen mit geringen Deutschkenntnissen sie nutzen können.

Für das Projekt erhielten die beteiligten Studierenden bereits Anerkennung aus verschiedenen Organisationen. Zudem wurde „BetrugsRadar+“ mit dem SENovation Award ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden Initiativen und Geschäftsideen gewürdigt, die sich mit altersgerechten Lösungen für den Alltag älterer Menschen beschäftigen.

Derzeit (Stand: Februar 2026) befindet sich die App noch in einer Testphase. Nach Angaben der Entwickler*innen ist geplant, „BetrugsRadar+“ nach Abschluss der Überarbeitungen öffentlich zugänglich zu machen.

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