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Alltägliches Leben

Kommunale Gesundheitsförderung erreicht ältere Menschen mit besonderen Bedarfen oft nicht. Um dabei zu unterstützen, neue Zugangswege zu schaffen, hat das Projekt „Im Alter IN FORM“ eine Arbeitshilfe für die Senior*innenarbeit veröffentlicht.

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„Im Alter IN FORM – Potenziale in Kommunen fördern“ heißt das Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), welches die neue Arbeitshilfe herausgegeben hat. Das Projekt ist Teil von „IN FORM“, einer bundesweiten Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung.

Die Gesundheitsförderung in den Kommunen versucht stets, möglichst viele Menschen zu erreichen und für entsprechende Angebote zu gewinnen. Gerade bei den Älteren funktioniere das allerdings nicht immer gut: „Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass es in manchen Kommunen nicht immer einfach ist, die verschiedenen Zielgruppen älterer Menschen zu erreichen und sie zur Teilnahme an Angeboten zur Gesundheitsförderung zu motivieren“, heißt es auf der Seite von „Im Alter IN FORM“ zu der Publikation.

„Oftmals fühlen sich ältere Menschen durch schriftliche Einladungen, Flyer oder Veröffentlichungen, die über Angebote zur Gesundheitsförderung informieren, nicht angesprochen oder sie können die Angebote aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder individuellen Hemmschwellen nicht wahrnehmen.“ Daher wird in der zweiteiligen Arbeitshilfe auf wichtige Aspekte beim Zugang zu älteren Menschen hingewiesen.

Zu beachten seien dabei unter anderem die unterschiedlichen und vielfältigen Lebenssituationen älterer Menschen, verständliche und motivierende Ankündigung zu Angeboten oder die gemeinsame Gestaltung der Angebote zusammen mit der Zielgruppe. Hilfreich sei es auch, mögliche Hemmschwellen im Vorfeld zu erkennen und zu überwinden.

Konkretisiert werden diese Punkte im ersten Teil der Arbeitshilfe mit dem Titel „Brücken bauen und Türen öffnen“. „Angebote niedrigschwellig gestalten“ heißt der zweite Teil, hier geht es weniger um die Frage, wie Senior*innen erreicht werden können, im Mittelpunkt stehen Aspekte möglichst barrierefreier Angebote.

Beide Teile richten sich an die Gesundheitsförderung und Senior*innenarbeit und sind unter diesem Link abrufbar.

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Kontakte halten, Termine buchen, Fotos bearbeiten – das alles sind Beispiele für Möglichkeiten der Neuen Medien. Mit dem Projekt „Digital-Tandem“ sollen Senior*innen von Studierenden, Auszubildenden oder jungen Erwachsenen beim Erlernen dieser Funktionen unterstützt werden.

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Mit Hilfe von „Digital-Tandems“ haben Senior*innen die Möglichkeit, jüngere Menschen, für die der Zugang zu digitalen Angeboten der heutigen Zeit generationsbedingt selbstverständlicher ist, als Lernpartner*innen an der Seite zu haben. Durch das Projekt, welches unter anderem vom „Digital-Kompass“ organisiert wird, soll so generationenübergreifendes Lernen ermöglicht werden.

Für interessierte Senior*innen gibt es zwei Möglichkeiten, mit dem Projekt zu arbeiten: Entweder als Kursteilnehmer*in oder als Selbstlernende*r.  Bei der zweiten Variante bekommen die Teilnehmer*innen eine „Digital-Tüte“ mit Lerninhalten, die sie sich selbstständig aneignen können. Um Gelerntes zu wiederholen und/oder zu unterstützen, werden Tandempartner*innen vermittelt. „Diese*r hilft bei schwierigen Fragen weiter und dabei neu Gelerntes am Computer, Smartphone oder Tablet zu üben“, wird auf der Internetseite des Projekts erläutert. „Das kann z. B. ein gemeinsames Videotelefonat sein oder die Nutzung von WhatsApp.“

Auf der Internetseite können Sie sich Interesse direkt anmelden – entweder als Kursteilnehmer*in oder als Selbstlerner*in. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos. Studierende, Auszubildende oder junge Erwachsene können sich ebenfalls dort als ehrenamtliche Lernpartner*innen melden und bekommen, sofern gewünscht oder beruflich benötigt, eine entsprechende Bescheinigung für ihre Teilnahme.

Auch nach der Corona-Pandemie soll das Projekt weitergeführt werden. Dazu findet eine wissenschaftliche Begleitung der Universität Vechta statt, um Erkenntnisse über die Umsetzung des Projekts sammeln zu können: „Die Einschätzungen und Erfahrungen der Tandempartner*innen helfen uns, dieses Projekt für zukünftige Interessierte zu verbessern“, heißt es weiter auf der Projektseite.

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Wer einen hohen Grad der Behinderung hat, kann früher in Altersrente gehen. Wie der Sozialverband (SoVD) Schleswig-Holstein in einer aktuellen Meldung allerdings erklärt, handelt es sich bei dem Gedanken, umso höher der GdB ist, umso früher ist auch die Rente möglich, um einen Mythos.

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Der SoVD tritt als Sozialverband nach eigenen Angaben für soziale Gerechtigkeit ein. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Verbands ist die Beratung in sozialrechtlichen Angelegenheiten. In einem Beitrag des SoVD Schleswig-Holstein vom 11. März 2021 klärt der Verband mit einem Irrtum auf:

„Denn immer noch haben viele Menschen mit Behinderung die Vorstellung, dass ein besonders hoher GdB den Zeitpunkt des Rentenbeginns nach vorn zieht. Das kann man so aber nicht stehen lassen“, kommentiert die Organisation auf ihrer Internetseite.

Menschen mit einem hohen Grad der Behinderung können – soweit stimmt die Annahme – zu einem früheren Zeitpunkt in Rente gehen als ihre Kolleg*innen ohne oder mit einem niedrigeren GdB. Allerdings ist hierbei nur die Schwelle von 50 Prozent entscheidend, da man ab diesem Grad der Behinderung in Deutschland als schwerbehindert gilt: „Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen bietet also allen Menschen die gleichen Bedingungen. Ein GdB von 100 bringt Sie nicht näher an die Rente als die knapp erreichte 50“, heißt es in dem SoVD-Artikel. Betroffene können dann zwei Jahre vor der Regelaltersrente abschlagsfrei die vorgezogene Rente in Anspruch nehmen.

In der Sozialberatung des Verbands falle dennoch immer wieder der Satz: ‚Ein Kollege von mir ist aber noch früher in Rente gegangen. Und das konnte er wegen einer Behinderung, also muss die Höhe von den Prozenten ja doch eine Rolle spielen!‘ – Dazu erklärt der SoVD Schleswig-Holstein, dass es auch möglich sei, eher als die bereits genannten zwei Jahre vor der Regelaltersrente in den Ruhestand zu treten. Möglich sind bis zu fünf Jahren vorher, allerdings ist das nicht abschlagsfrei möglich. So nimmt man dabei eine Rentenkürzung um 0,3 Prozent pro Jahr in Kauf. Mit der Höhe des GdB (solange dieser über 50 Prozent ist) habe das jedoch nichts zu tun.

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Wie das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) informiert, haben in der Corona-Pandemie mehr Menschen ab 46 Jahren andere unterstützt oder gepflegt als in den Vorjahren. Allerdings seien auch depressive Symptome informell pflegender Personen gestiegen.

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Erst kürzlich berichteten wir bereits über ein Ergebnis der im Sommer stattgefundenen Befragungen zur Corona-Pandemie im Rahmen des Deutschen Alterssurveys (Langzeitstudie für Erkenntnisse zu Altersfragen). Dabei ging es um die Veränderungen, zu denen die Pandemie bei körperlichen Aktivitäten beigetragen hat. Ein weiterer Teil der Befragung hat sich allerdings mit der Entwicklung der Anzahl von Menschen beschäftigt, die andere (z.B. Angehörige oder Nachbar*innen) gepflegt und/ oder anderweitig unterstützt haben.

Das DZA stellt dabei fest, dass die Anzahl der über 45-jährigen mit Pflege- und Unterstützungsaufgaben im Vergleich zu 2017 im Zuge der Pandemie-Situation zugenommen hat. Lag der Anteil der 46- bis 90-jährigen 2017 noch bei 16 Prozent, ist er 2020 auf 19 Prozent angestiegen. Insbesondere bei den Frauen sind zusätzliche informelle Pflegeaufgaben hinzugekommen (von 18 Prozent zu 22 Prozent). Ein Zuwachs sei insbesondere bei der Unterstützung von Nachbar*innen und Freund*innen erkennbar.

Allerdings wird in der Ausgabe der dza-aktuell mit dem Titel "Corona-Krise = Krise der Angehörigen-Pflege?" auch festgestellt, dass depressive Symptome pflegender Menschen ab 46 Jahren zugenommen haben. Zwar seien im Zuge der ersten Corona-Welle depressive Symptome insgesamt auffällig gestiegen, jedoch „fällt der Zuwachs für jene mit Unterstützungs- und Pflegeverantwortung etwas höher aus. Hier kommt es zu einer reichlichen Verdoppelung des Anteils von 6 Prozent auf 15 Prozent“, heißt es in der Veröffentlichung.

Die Ursachen dafür bleiben in der Studie zwar weitgehend unklar, allerdings gaben nach den Ergebnissen der Befragung ein Viertel der Pflegenden an, zu wenig Hilfe zu bekommen.

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Eine Reihe von Verbänden und Organisationen haben sich zu dem Bündnis „Digital für alle“ zusammengeschlossen. Insbesondere Menschen mit einem höheren Lebensalter sind teilweise noch nicht „online“ aktiv. Das Bündnis fordert, den Erwerb digitaler Kompetenzen für alle zu ermöglichen.

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„Unser Ziel ist es, digitale Teilhabe für alle zu fördern“, heißt es in einem gemeinsamen Appell des Bündnisses. „Wir sind der Überzeugung: Nur gemeinsam können wir den digitalen Wandel erfolgreich gestalten.“ Daher haben sich insgesamt 27 Organisationen zusammengetan, um für die gemeinsamen Ziele einzutreten.

Neben Sozial- und Wohlfahrtsverbänden wie der Diakonie, der Caritas oder der AWO gehören unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), ver.di oder der Deutsche Kulturrat zu den Bündnispartner*innen. Insbesondere vier Ziele formuliert der Zusammenschluss der Verbände und Organisationen im Hinblick auf die Digitalisiserung:

  • Digitale Spaltung überwinden
  • Digitale Kompetenzen in den Fokus rücken
  • Digitales Engagement stärken
  • Digitalisierung überall erlebbar machen

Die jeweiligen Punkte werden in dem mehrseitigen Appell ausführlich erläutert.

Über das Bündnis berichteten wir auf diesem Portal bereits vor etwa einem Jahr, da der Zusammenschluss der genannten Organisationen dort den bundesweit ersten „Digitaltag 2020“ ins Leben gerufen hatte. Nun – am 18. Juni 2021 ­– steht der Digitaltag 2021 bevor.

Mit dem jährlichen Aktionstag will die Initiative die Themen rund um Digitalisierung in die Öffentlichkeit tragen: „Gemeinsam wollen wir Einblicke geben, Digitalisierung erlebbar und damit verständlich machen. Bei der Organisation der Veranstaltungen und Aktivitäten können sich alle Interessierten einbringen – ob Privatperson, Verein, Betrieb, Unternehmen oder öffentliche Akteurinnen und Akteure.“ Eine Anmeldung ist über die Internetseite des Digitaltags möglich.

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Das Landesnetzwerk „Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz“ hat ein 120-seitiges Compendium mit Positionspapieren, Berichten von Aktionen gegen Vereinsamung Älterer und Zeitungsartikeln zur Situation von Senior*innen in der Pandemie zusammengestellt.

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Das vergangene Jahr war weitgehend geprägt durch die Corona-Pandemie. Gerade für ältere Menschen haben Kontaktbeschränkungen, Schließungen kultureller Einrichtungen und andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie oft eine große soziale Herausforderung dargestellt, da Gefühle wie Isolation und Einsamkeit leicht um sich greifen können.

Um einen Einblick in die Pandemie-Zeit aus Sicht der Senior*innen zu geben, hat die Anlaufstelle für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz ein Logbuch veröffentlicht, in dem sich zahlreiche Positionspapiere von Senior*innenverbänden (z.B. der BAGSO oder Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros) und Zeitungsartikeln zur Pandemie befinden. Außerdem werden Aktionen beschrieben, die es im vergangenen Jahr gegen Einsamkeit im Alter gegeben hat.

Die gesammelten Aktivitäten beziehen sich zwar auf lokale Projekte in Rheinland-Pfalz, sollen aber auch als Anregungen verstanden werden. „Diese Aktivitäten und wertvollen Erfahrungen sollen sich nicht im Sande verlaufen oder nach der Pandemie in Vergessenheit geraten. Sie sollen in diesem Logbuch festgehalten werden und Anregungen für weitere Aktivitäten bieten“, heißt es im Vorwort der Publikation.

Dargestellt werden Aktionen wie beispielsweise die „Pinsel-Post“ für Pflegebedürftige, einem Projekt des Sozialverbandes VdK, bei dem zahlreiche Kinder für ältere Menschen gemalt, gebastelt und geschrieben haben. Auch von Online-Angeboten, Konzerten, die aus den Fenstern der Einrichtungen verfolgt werden konnten oder Freiluft-Gottesdiensten wird in dem Logbuch berichtet.

Das 120-seitige Dokument können Sie hier herunterladen.

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Vor über drei Jahren hat die Deutsche Bahn statt eines gleichbleibenden Normalpreises „differenzierten Flexpreis“ für Bahntickets eingeführt. Verbraucher*innenverbände kritisieren, dass die Fahrpreise dadurch gestiegen seien. Sie fordern mehr Transparenz.

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Der Fahrgastverband PRO BAHN und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) haben nach Analyse der Fahrpreisentwicklung festgestellt, dass die Preise täglich zwischen minus 14 und plus 17 Prozent schwanken, wobei der Preis an mehr Tagen in der Woche höher sei als niedriger. Besonders an Wochenenden und Feiertagen seien die Ticketpreise besonders hoch, was Fern- und Wochenendpendler*innen besonders treffe.

Mit der Einführung des sogenannten „differenzierten Flexpreis“ hatte die Deutsche Bahn den alten Flexpreis, der an allen Wochentagen für eine jeweilige Strecke den gleichen Preis bedeutete, mit dem Fahrplanwechsel 2017 abgelöst.

Die Verbände kritisieren aber nicht nur die Preiserhöhung, sie bemängeln auch fehlende Transparenz in der Preisgestaltung. „Sowohl die Stufen des ‚differenzierten Flexpreises‘ als auch die Tage an denen die Preise über oder unter dem Normalpreis liegen, sind nur mit erheblichem Aufwand zu ermitteln“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme von PRO BAHN und vzbv.

Im Gegensatz zu den Sparpreisen, wo der potenzielle Fahrgast sich mit dem Sparpreisfinder über die Verbindung mit den günstigsten Tarifen informieren kann, erfährt der Buchende nicht, an welchen Tagen er günstiger fahren kann und an welchen er draufzahlt.“

PRO BAHN ist ein gemeinnütziger, ehrenamtlich arbeitender Verband, der die Interessen der Fahrgäste vertritt. Mehr Informationen und Stellungnahmen finden Sie auch auf der Internetseite des Fahrgastverbands.

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Die Verbraucherzentrale informiert auf ihrer Internetseite über verschiedene Aspekte der Ernährung. Das Online-Angebot richtet sich insbesondere an Senior*innen.

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In einer Gemeinschaftsaktion haben die Verbraucherzentralen in Deutschland ihre Internetseiten um die Rubrik „Ernährung für Senioren“ ergänzt. Dort werden verschiedene Fragen rund um das Thema Ernährung aufgegriffen und Hinweise gegeben, die bei der richtigen Ernährung oder dem Einkaufen helfen können. Mit einem Klick auf die jeweiligen Themen-Kacheln finden Senior*innen, an die sich das Angebot richtet, einen ausführlicheren Beitrag mit diversen Tipps.

Informiert wird beispielsweise über den Online-Einkauf von Lebensmitteln und worauf bei einer Bestellung über das Internet zu achten ist. So sei es auch Online-Händlern gesetzlich vorgeschrieben, ausreichend über die angebotenen Lebensmittel zu informieren (z.B. Zutatenliste, Alkoholgehalt, Nettofüllmenge etc.). Um die Seriosität von Online-Händlern zu überprüfen, könne man zum Beispiel darauf achten, ob neben ausreichenden Kontaktdaten (nicht nur eine Postfachnummer) auch eine Registrierungsnummer der zuständigen Kontrollbehörde zu finden ist.

Ein weiteres Thema, über das die Verbraucherzentralen im Rahmen des Angebots berät, ist der Zusammenhang zwischen Lebensmitteln und der Einnahme von Medikamenten. Erklärt wird, wie bestimmte Lebensmittel die Wirkung von Tabletten oder Tropfen beeinträchtigen können.

Auch über „Einkaufsfallen im Supermarkt“ berichten die Verbraucherzentralen. Hingewiesen wird dabei zum Beispiel auf die bestimmte Platzierung von Lebensmitteln oder die Ausleuchtung, die Verbraucher*innen dazu animieren soll, mehr zu kaufen als geplant.

Auch vor Kund*innenkarten, die mittlerweile fast jede Supermarkt-Kette anbietet, wird gewarnt: „Kundenkarten versprechen Prämien und Rabatte. Dabei sind die Vergünstigungen oft marginal im Vergleich zum Einkaufswert. Zudem hinterlässt jeder Einkauf nachvollziehbare Datenspuren. Auch neuere Smartphone-Apps, die mit Rabatten locken, bergen Risiken“, heißt es in dem entsprechenden Beitrag.

Hier finden Sie weitere auf seniorenpolitik-aktuell erschienene Beiträge über Angebote, Projekte oder Stellungnahmen der Verbraucherzentralen.

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Die CDU/CSU-Fraktion hat in einer Fraktionssitzung ein Positionspapier beschlossen, in dem eine nationale Strategie gegen Einsamkeit gefordert wird. Einer der Vorschläge: Die nicht neue Forderung nach einer Einsamkeitsbeauftragte*n.

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„Einsamkeit sollte endlich ihr Stigma verlieren und die Prävention mehr Aufmerksamkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen erhalten – so im Gesundheitssektor, in der Arbeitswelt oder auch in der Stadtentwicklung.“ – So steht es in einem Positionspapier, welches die Unionsfraktion am 9. Februar verabschiedet hat. Einsamkeit und soziale Isolation solle danach zum Schwerpunkt der sozialen und politischen Arbeit werden, die Forschung müsse intensiviert und neue Gegenstrategien entwickelt werden.

Das Thema Einsamkeit habe durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen weiter an Bedeutung gewonnen. „Wer schon vor der Corona-Pandemie wenige Kontakte hatte, hat jetzt oft niemanden mehr zum Reden“, stellt der familienpolitische Sprecher der Union, Marcus Weinberg (CDU), auf der Internetseite der Bundestagsfraktion fest. „Vor allem viele Ältere sind verunsichert und trauen sich kaum noch aus dem Haus. Die Generation, der wir so viel verdanken, leidet oft still.“

Als politische Maßnahme gegen wachsende Einsamkeit will CDU und CSU nun eine „nationale Strategie“ zur Überwindung von Einsamkeit und Isolation. Zu den konkreten Vorschlägen des zehnseitigen Positionspapiers gehören beispielsweise ein „nationaler Aktionsplan Einsamkeit“ und eine bundesweite Kampagne, die unter anderem auf entsprechende Angebote aufmerksam machen soll.

Koordiniert werden soll das Ganze durch eine*n Einsamkeitsbeauftrage*n der Bundesregierung. Diese Forderung ist nicht neu, so hat beispielsweise der SPD-Bundespolitiker Karl Lauterbach in den vergangenen Jahren mehrfach eine entsprechende Zuständigkeit gefordert.

Wie wir bereits 2019 berichteten, hatte CDU-Abgeordneter Marcus Weinberg die Forderung aus Reihen des Koalitionspartners schon damals unterstützt: „Ich bin offen für einen Einsamkeits-Beauftragten. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es etwas Ähnliches in Zukunft geben wird.“ Fraglich bleibt dennoch, ob eine entsprechende „nationale Strategie“ und die Schaffung einer neuen Zuständigkeit noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden kann – auch, wenn die Bekämpfung von Einsamkeit als Ziel im aktuellen Koalitionsvertrag vereinbart worden ist.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat ein Themenheft zur internationalen Zusammenarbeit für die Rechte von älteren Menschen in der Corona-Pandemie veröffentlicht. Darin werden auch aktuelle Herausforderungen beschrieben.

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Unter dem Titel „Über Grenzen hinweg aktiv“ stellt die Arbeitsgemeinschaft auf rund 40 Seiten Initiativen, Organisationen und Projekte vor, die sich weltweit für die Rechte älterer Menschen einsetzen. „Während der Corona-Pandemie wurde deutlich, wie wichtig die internationale Zusammen­arbeit ist. Nur gemeinsam kann die Welt­gemeinschaft die Herausforderungen der weltweiten Krise meistern“, heißt es von der BAGSO zu der Publikation, die heruntergeladen oder bestellt werden kann.

Die Corona-Pandemie habe die internationale Senior*innenarbeit vor große Herausforderungen gestellt: „Alles muss plötzlich digital stattfinden. Landesgrenzen, die jahrzehntelang praktisch kaum eine Rolle gespielt haben, werden auf einmal wieder relevant“, heißt es im Vorwort des Themenheftes. Dennoch habe die Pandemie auch gezeigt, wie schnell Organisationen und Verbände auf die Krise reagieren konnten. Die Senior*innenarbeit profitiere dabei von Strukturen der europäischen Dachverbände wie der AGE Platform Europe oder von weltweiten Zusammenschlüssen wie der International Federation on Ageing (IFA). Diese Strukturen und Zusammenschlüsse „bieten die Möglichkeit, Erfahrungen über Grenzen hinweg weiterzugeben, sich zu informieren und Erkenntnisse aus dem Ausland zu nutzen, um die Herausforderungen besser zu meistern.“

In der Publikation werden auch konkrete Projekte zwischen der BAGSO und Senior*innenorganisationen aus anderen Ländern beschrieben. So habe es beispielsweise eine Zusammenarbeit mit französischen Verbänden gegeben, auch mit polnischen Senior*innenorganisationen gebe es beispielsweise einen regen Austausch.

Die BAGSO setzt sich als Zusammenschluss der Mitgliedsorganisationen (rund 120 Vereine und Verbände) für die Rechte älterer Menschen ein und will durch Empfehlungen und Stellungnahme zu aktuellen Themen Anstöße für politische Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen geben.

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