Logo DISW

Alltägliches Leben

Die Akademie 2. Lebenshälfte des Landes Brandenburg hat kürzlich ein Digitales Klassenzimmer in ihrer 50+ Bildungseinrichtung in Eberswalde eingeweiht: Tablet-Arbeitsplätze, interaktive Hightech-Tafeln und Dokumentenkameras hat der moderne Lernort für Senior/innen zu bieten. Dies wolle man in vollem Maße ausnutzen – nicht nur für „Technik-Unterricht“, sondern für alle Kurse.

Weiterlesen

Die Lokalredaktion berichtet: Gleich zur Einweihung des hochmodernen digitalen Klassenzimmers zeigte eine an der Akademie unterrichtende Englisch-Dozentin, wie die Geräte eingesetzt werden können. Aus einem Übungsbuch überträgt die Dokumentenkamera ein direktes und scharfes Bild auf eine große, interaktive Tafel. Die Aufgabe: Geldnoten aus aller Welt den zugehörigen Ländern zuzuordnen. Diese kann mit der neuen Technik gemeinsam und visuell gelöst werden.

Solche Tafeln, sogenannte Active Panels, sind nun in zwei Kursräumen vorhanden, jeweils in Verbindung mit einer Dokumentenkamera und einem Rechner zur Steuerung. Zur Ausstattung gehören außerdem noch 20 Mobile Rechner: Acht Notebooks in einem Raum, und zwölf Tablet-Computer mit Tastatur und Kopfhörern in einem zweiten.

Etwa 20.000 Euro seien insgesamt investiert worden, weitaus mehr, als der Akademie-Verein selbst zur Verfügung gehabt hätte, sagte Marion Köstler, Leiterin der Akademie. Finanziert wurde die Technik daher durch das seniorenpolitische Maßnahmenpaket des Brandenburger Sozialministeriums und Mittel des Bildungsministeriums.

Trotz der entstandenen Kosten unterstreicht Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP), die Wichtigkeit solcher Angebote für ältere Bürger/innen: „Wer heute teilhaben will am Leben, der sollte sich der Digitalisierung stellen, auch, weil es irgendwann lebensnotwendig wird“. Digitale Akzeptanz in der Zielgruppe 50+ zu stärken sei daher ein Schwerpunkt der Akademie, betonte Köstler.

Für die 600 Menschen, die 2017 Angebote der Akademie nutzten, standen zunächst Smartphone-Kurse im Vordergrund – diese seien auch am beliebtesten. In Zukunft wolle man die digitalen Klassenzimmer jedoch für alle Kurse und Veranstaltungen nutzen: Für Reiseberichte, Stammtische und diverse Vorträge aus dem Bereich Kunst und Kultur.

Schließen


Einschränkungen der Sehstärke sind für alle Altersgruppen ein relevantes Thema. Im Alter können sich diese jedoch verändern oder neue hinzukommen, wodurch soziale Teilhabe und Alltagstätigkeiten eingeschränkt werden können. Grund genug, dass sich die Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen mit Sehschwächen im Alter auseinandergesetzt hat und eine Reihe von Literaturempfehlungen zusammengefasst hat.

Weiterlesen

Diese Werke befassen sich umfassend mit dem Thema:

Bender, Carsten / Schnurnberger, Marion (2018): Zwischen Sehen und Nicht-Sehen. Eine wahrnehmungs- und lebensweltanalytische Ethnographie zur Situation von Menschen mit Sehbeeinträchtigung im Alter.

Heussler, Fatima / Seibl, Magdalena / Wildi, Judith (2016): Menschen mit Sehbehinderung in Alterseinrichtungen. Gerontagogik und gerontagogische Pflege - Empfehlungen zur Inklusion.

Hindle, Andrew / Coates, Alison (2011): Nursing care of older people. a textbook for students and nurses.

Johnson, Jeff / Finn, Kate (2017): Designing user interfaces for an aging population. Towards universal design. Cambridge, MA: Elsevier, Morgan Kaufmann Publishers

Miesenberger, Klaus / Fels, Deborah / Archambault, Dominique / Penáz, Petr / Zagler, Wolfgang  (2014): Computers helping people with special needs / 14th international conference, ICCHP 2014, Paris, France, July 9-11, 2014

Pfau, Nicola / Kern, Axel Olaf / Wolfram, Christian / Kalcklösch, Margrit / Prütz, Franziska (2017): GBE-Themenheft Blindheit und Sehbehinderung.


Einzelne Beiträge sind in diesen Sammelwerken zu finden:

Ehlers, Anja / Teichmüller, Anne-Katrin (2016): Technik für soziale Teilhabe bei Sehbehinderung im Alter. In: Naegele, Gerhard / Olbermann, Elke (Hrsg.): Teilhabe im Alter gestalten, S. 295-309.

Marsiske, Michael / Delius, Julia A.M. / Maas, Ineke / Lindenberger, Ulman / Scherer, Hans / Tesch-Römer, Clemens (2010): Sensorische Systeme im Alter. In: Lindenberger, Ulman / Smith, Jacqui / Mayer, Karl Ulrich / Baltes, Paul B. (Hrsg.): Die Berliner Altersstudie, S. 403-427.


In diesen Zeitschriften finden sie Aufsätze zu Sehschwächen im Alter:

Boerner, Kathrin / Reinhardt, Joann P. / Raykov, Tenko / Horowitz, Amy (2004): Stability and change in social negativity in later life. Reducing received while maintaining initiated negativity. In: The journals of gerontology, S. 230-237.

Dunning, Troy (2009): Aging, activities and the internet. Low vision and blindness technology. In: Activities, adaptation & aging, S. 120-121.

Flaig, Katherina N.-L. / Mock, Steven E. / Reinhardt, Joann P. (2008): The degree of kinship and its association with reciprocity and exchange in the relationships of visually impaired older adults. In: European journal of ageing, S. 215-222.

Himmelsbach, Ines (2009): Bildung im Alter in sozialen Welten. Diesseits und jenseits von Dichotomien. In: Themenheft der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft "Schwerpunkt: Bildung und Aging", S. 457-473.

Kamps, Norbert (2018): Damit Hören und Sehen nicht vergehen. In: Altenpflege, S. 66-69.

Laliberte Rudman, Debbie / Gold, Deborah / Mcgrath, Colleen / Zuvela, Biljana / Spafford, Marlee M. / Renwick, Rebecca (2016): "Why would I want to go out?". Age-related vision loss and social participation. In: Canadian journal on aging, S. 465-478.

Mcgrath, Colleen / Laliberte Rudman, Debbie / Polgar, Jan / Spafford, Marlee M. / Trentham, Barry (2016): Negotiating "positive" aging in the presence of age-related vision loss (ARVL). The shaping and perpetuation of disability. In: Journal of aging studies, S. 1-10.

Seifert, Alexander / Händler-Schuster, Daniela (2018): Nachbarschaftliche Unterstützung bei sehbeeinträchtigten älteren Menschen. In: NOVAcura, S. 49-51.

Schließen


In der gemeinsamen Erklärung "Für eine solidarische Gesellschaft, für eine lebendige Demokratie" des Deutschen Bundesjungendrings (DBJR) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) treten die altersbezogenen Vertretungen gemeinsam für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft ein. Es werden Kinder, Jugendliche und ältere Menschen dazu aufgerufen, sich demokratiefeindlichem Gedankengut entgegenzustellen.

Weiterlesen

In dem Papier wird sich "mehr Europa" gewünscht sowie "Brücken bauen, keine Mauern und Zäune”.  Aus Sicht der jungen und der älteren Menschen müssten die großen sozialen, ökonomischen und ökologischen Fragen, die Frage von Menschenrechten und Frieden weltweit beantwortet werden. Das gehe nur, wenn alle daran mitwirken könnten. BAGSO und DBJR stellen deshalb alle Altersgrenzen in Frage: „Junge wie Alte müssen für sich selbst entscheiden können, wie und wann sie sich in politische Prozesse einbringen, das betrifft auch die altersmäßigen Beschränkungen von aktivem oder passivem Wahlrecht“, sagt Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO.

BAGSO und DBJR sehen in der Bekämpfung von Armut eine vordringliche Aufgabe. Gleiche Bildungschancen und gute Bedingungen in Ausbildung und Beschäftigung und lebenslanges Lernen seien wichtig, um Altersarmut zu vermeiden. In der Position heben BAGSO und DBJR zudem die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in Vereinen und Verbänden hervor. „Wir sind tragende Säulen unserer Demokratie. Für unser Engagement brauchen wir Freiräume, verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und finanzielle Unterstützung durch den Staat“, sagt Tobias Köck, Vorsitzender des DBJR.

Mit dem Positionspapier möchten DBJR und BAGSO deutlich machen, dass Junge und Alte in wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen zusammenstehen. Konflikte zwischen den Generationen würden häufig herbeigeredet.

Das gesamte Positionspapier kann hier nachgelesen werden.

Schließen


Die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) weist auf die zunehmende Digitalisierung in der Altenhilfe hin. Digitale Anwendungen sind zum Teil verbreitet, zum Teil bestehe aber auch noch großer Nachholbedarf. Als Grund für diesen Bedarf wird die mangelnde Akzeptanz von technischen Teillösungen in sozialen Berufsbereichen gesehen.

Weiterlesen

Der Fokus sollte dabei laut BIVA nicht nur auf die Effizienzsteigerung der Arbeit, sondern auch in der technischen Unterstützung der Bewohner/innen liegen.

Die BIVA informiert dazu zum Stand der Digitalisierung in verschiedenen Arbeitsbereichen wie Alltagsunterstützung, Medizin, Pflege, Pflegeplanung, Pflegedokumentation und Verwaltung. Auch geht es um die Bedeutung der Digitalisierung für die Pflegebetroffenen selbst. Relevante Aspekte sind hier  Regelungen zum Datenschutz, Standardisierung der Hilfen, Effizienz, bestehende Skepsis gegenüber technischen Lösungen sowie die Chancen der Erhöhung der sozialen Teilhabe durch technische Hilfsmittel.

Den gesamten Beitrag können Sie auf der Homepage der Interessenvertretung nachlesen.

Schließen


Den Glauben, die Jugend könne alles - und damit vieles, was Ältere nicht mehr könnten - empfindet Wolf-Dieter Scheid als großes Missverständnis: Deswegen will er den Mythos ‚Jugend‘ aufbrechen, sagt der Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung im Saarland. Für ihn sei eine digitale Grundbildung nicht nur eine Technikschulung, sondern vielmehr eine Alphabetisierung, mit der sich neue Kommunikationsräume eröffneten.

Weiterlesen

Scheid, der seit 18 Jahren im Bereich digitaler Weiterbildung für ältere Menschen aktiv ist, leitet nun unter anderem die Kampagne „Onlinerland Saar“ des MedienNetzwerks SaarLorLux e.V. und der Landesmedienanstalt Saarland: Was als reine PC-Kurse für Senior/innen begann, habe sich heute bis hin zu „Virtuellen Mehrgenerationenhäusern“ entwickelt. In diesem Jahr startet ein dritter Durchlauf mit vier zusätzlichen virtuellen Häusern; Foren, wo „Jung und Alt in der digitalen Welt aufeinander treffen und sich über Alltagsdinge austauschen können“, erklärt Scheid. Dadurch ließen sich nicht nur Brücken zwischen den Generationen bauen, sondern auch das digitale Wissen der älteren Teilnehmenden würde so vertieft: Viele erfahren, dass sie nicht zu alt und ungeschickt seien. Ein Briefmarkensammler erfuhr zum Beispiel, wie er im Internet andere Enthusiast/innen treffen und sich mit ihnen austauschen könne. „Das hat ihm eine neue Welt eröffnet.“, erzählt Scheid.

Haben Sie Interesse an der Thematik finden Sie hier viele praxisnahe Materialien der Kampagne Onlinerland Saar, mehr Informationen zum Digitalen Mehrgenerationenhaus und außerdem von Wolf-Dieter Scheid selbst eine Anleitung zur effizienten Nutzung von Suchmaschinen.

Schließen


Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) schreibt auch 2018 den GERAS-Preis aus. In diesem Jahr werden in Deutschland tätige Initiativen ausgezeichnet, die in vorbildlicher Weise dafür sorgen, dass Tiere das Leben von Bewohner/innen von Pflegeeinrichtungen bereichern und so zu mehr Lebensqualität und Wohlbefinden beitragen.

Weiterlesen

Mit dem GERAS-Preis würdigt die BAGSO Menschen und Initiativen, die in vorbildlicher Weise dazu beitragen, dass das Leben von Menschen im Alten- und Pflegeheim lebenswerter wird. Das Preisgeld beträgt insgesamt 5.000 Euro. Details zu den Kriterien und zu den erforderlichen Bewerbungsunterlagen finden Sie auf der Homepage der BAGSO.

Die Bewerbungen müssen spätestens bis zum 25. 08.2018 an geras@bagso.de gesendet werden.

Schließen


„Neue Wege für pflegende Angehörige!“ werden in einen Onlinebericht zum Thema Digitaler Selbsthilfe angekündigt: Mit der Entwicklung eines Modellprojekts wolle man Angehörige dort erreichen, wo sie pflegen und präsent sind. Durch den Aufruf zur Teilnahme an einem Online-Fragebogen sollten Wünsche von aktiv oder ehemals pflegenden Personen erhoben und interaktiv eine „attraktive, nutzbare und lebendige“ digitale Selbsthilfe-Initiative gestaltet werden.

Weiterlesen

Das dreijährige Modellprojekt soll mit der Entwicklung einer bundesweiten digitalen Plattform enden. Es wird in Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule NRW von „wir pflegen – Selbsthilfe und Interessensvertretung pflegender Angehöriger in Nordrhein-Westfalen e.V.“  ausgeführt und von dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie der Techniker Krankenkasse in NRW finanziert.

Mit der Initiative wolle man nicht nur für bessere Vernetzung sorgen, sondern auch regionalen und bundesweiten Erfahrungsaustausch ermöglichen. Das Angebot regionsbezogener und themenspezifischer Selbsthilfegruppen solle anwachsen, dabei bleibe das Internetportal jedoch kostenlos und sicher über Handy und Internet nutzbar und vor allem angepasst daran, wie die Nutzenden es sich einrichten können. Demzufolge soll der Gebrauch zeit- und ortsunabhängig funktionieren – man könne sich also zuhause wie unterwegs „Informationen rund um die Pflege“ herunterladen.

Die Entwicklung des Fragebogens habe im Dialog mit pflegenden Angehörigen stattgefunden – außerdem appellierten die Forschenden an das Expertenwissen der an dem Fragebogen teilnehmenden, ein Indiz für die interaktive Entwicklung des Programms „von Anfang an“. Wichtig ist dies deswegen, da gerade bei einer solch komplizierten Herausforderung wie der Pflege eigener Familienangehöriger ein flexibles und angepasstes Angebot entstehen muss, um jene Personen bei ihren Aufgaben zu entlasten. Dafür solle es zum Beispiel die Möglichkeit geschützter Gruppenräume mit videogestützter Kommunikation, sowie frei verfügbare Webinars und Expertengespräche geben.

Aktuelle werde das Projekt in Nordrhein-Westfalen über das bundesweite Portal und soziale Medien getestet.

Diese drei Hauptziele des Projekts "Online Selbsthilfe Initiativen für pflegende Angehörige" (OSHI-PA) werden genannt:

  1. Selbsthilfeangebote zum Erfahrungsaustausch pflegender Angehöriger durch den Einsatz digitaler Medien ergänzen: Online Strukturen schaffen und professionell weiterentwickeln
  2. Pflegende Angehörige ermutigen, Selbsthilfeangebote vermehrt in Anspruch zu nehmen: den Zugang zu Selbsthilfeangeboten erleichtern und Online Initiativen mit realer Selbsthilfe verknüpfen
  3. Die Auswirkungen der Nutzung von Online Selbsthilfe untersuchen: auf die Entlastung in der Pflege und die subjektive Lebensqualität der Nutzenden prüfen.

Für mehr Informationen könnnen Sie selbsthilfe@wir-pflegen.net kontaktieren.

Schließen


Im Mülheimer Stadtteil Saarn wurden im Herbst letzten Jahres die Lorbeeren jahrelanger Arbeit geerntet: Schon vor Jahren hatten sich einige Bewohner/innen des Stadtteils, alle im Altersbereich „55 plus“, mit einem gemeinsamen Traum zusammengefunden: „unter einem Dach zu wohnen - in gegenseitiger Solidarität. Dafür aber benötigten wir ein Wohngebäude, in dem Platz für ein Miteinander genauso vorhanden sein würde wie der nötige Rückzugsraum.“, so Udo Bremer, Vorsitzender des Vereins LiNA e.V., der 2011 nach einer Phase des Kennenlernens gegründet wurde. Über die Entstehung und Umsetzung des Wohnprojekts erfahren Sie in diesem Beitrag der Reihe Beispielsweise… Gute Ideen für ein besseres Leben im Alter mehr.

Weiterlesen

So wurde 2011 in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Wohnungsgenossenschaft, der Mühlheimer Wohnungsbau eG (MWB), das alternative Gemeinschaftswohnprojekt LiNA in die Wege geleitet: Zunächst stand die Suche nach einem Grundstück von geeigneter Lage und Größe an, dann dessen Um- und Ausbau. Schließlich fiel die Wahl auf das ehemalige, denkmalgeschützte Pfarrhaus: „Ein solches Projekt ist aufwändiger, es ist aber auch sehr interessant und eine spannende Herausforderung. Außerdem passen Ideen wie Solidarität und ein gutes nachbarschaftliches Miteinander ja auch zu unserem Selbstverständnis als Wohnungsgenossenschaft“, sagte dazu Christian Thelen, Architekt der Mühlheimer Wohnungsbau eG. MWB habe 3,4 Millionen Euro investiert, eine hohe und lohnenswerte Investition. 13 barrierefreie Wohnungen sind für die 19 eingezogenen LiNA e.V. Mitglieder entstanden, abgerundet durch einen zusätzlichen Gemeinschaftsraum, in dem die Bewohner/innen Gesellschaft genießen können.

LiNA e.V. stellt nicht nur ein hervorragendes Beispiel für ein re-integratives Wohnprojekt dar, sondern beweist auch wie erfolgreich sich Projekte umsetzen lassen können, wenn die Zielgruppe – in diesem Fall die Vereinsmitglieder – am Entwicklungsprozess und der Umsetzung beteiligt sind. Die Mülheimer „55 plus“ Senior/innen haben gemeinsam mit der MWB ein Pionierprojekt für ein alternatives Leben in Nachbarschaft geschaffen.

Weiter Informationen erhalten Sie gerne von:

  • Andreas Winkler
  • Tel. (0208) 696 12- 212
  • andreas.winkler@mwb.info

    Schließen


Viele Senior/innen, deren Wohnsituation nicht mehr den Bedürfnissen des Alters gerecht werden kann, sehen sich nach passenden Alternativen um. Noch kann die Nachfrage jedoch nicht gedeckt werden: Man müsse mehr barrierefreie Komplexe schaffen, in denen Senior/innen Zugang zu allem Notwendigen hätten: Zu Praxen, Einkaufsmöglichkeiten und Pflegeeinrichtungen, auch aber zu einem inklusiven Leben und Nachbarschaft im Wohngebiet.

Weiterlesen

Der Vorsitzende des Seniorenbeirats Pinneberg, Dieter Wenskat, ist der Überzeugung, die Entwicklung der Senior/innen auf dem Wohnmarkt sei unterschätzt worden. Das Pinneberger Tageblatt, welches von der Problematik berichtete, holte die Meinung des Experten ein: Wenskat, der auch in der Privatisierung der Pflegeheime ein großes Problem sieht, betonte, dass erst jetzt die notwendigen Strukturen gebildet würden – obwohl die wachsende Nachfrage für Investor/innen profitabel sein könnte. Die Verantwortung dafür liege jedoch bei den Gemeinden und sollte nicht auf Profit ausgerichtet sein.

Ähnliches haben sich wohl auch einige Bürger/innen in Geesthacht gedacht: Gemeinsam planen eine Eigentümergemeinschaft und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schleswig-Holstein seniorengerechte Komfortwohnungen mit dem Betreuungskonzept „Wohnen mit Service“. Dabei wolle man eben die besonderen Bedürfnisse an das Leben im Alter berücksichtigen: „Wohnen mit Service“ biete älteren Mieter/innen Sicherheit, Begleitung, Unterstützung und Pflege, so AWO-Landesgeschäftsführer Michael Selck. Sie könnten kulturelle und sportliche Angebote nutzen oder an gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen, leben dabei selbstbestimmt, unabhängig und privat in ihren eigenen vier Wänden.

Das Projekt sei für die Senior/innen in Geesthacht ein Lichtblick, so Heinrich Siewers, Vorsitzender des AWO Ortsvereins: Schon seit fünf Jahren habe man sich für mehr altersgerechten Wohnraum eingesetzt – „nun tut sich endlich was“.

Für mehr Informationen erreichen interessierte Senior/innen oder Angehörige in Geesthacht den Auftraggeber des Projekts Thomas Jerratsch unter der Telefonnummer 04152 / 13 89 81 20 oder per E-Mail wohnen@am-elbufer.de.

Schließen


Das Internet wird von älteren Menschen verstärkt genutzt und hat für viele Menschen jeden Alters eine zunehmend große Bedeutung. Wer sich mit dem Thema fachlich auseinandersetzen möchte oder sich für vertiefende Literatur interessiert, wird in diesem Beitrag fündig.

Weiterlesen

Die Literaturhinweise stammen von der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen. Die folgenden Quellen können Sie direkt online kostenfrei abrufen:

Borgstedt, Silke (2016): DIVSI Ü60-Studie - die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen in Deutschland.

Initiative D21 (2016): D21-Digital-Index 2016. Jährliches Lagebild zur Digitalen.

Selke, Stefan / Biniok, Peter (2017): Internet kennt kein Alter: digitales "Wälderleben". Kompetenzorientierter Verbraucherschutz für SeniorInnen in ländlichen Regionen, Abschlussbericht.

Tesch-Römer, Clemens / Weber, Constanze; Webel, Henry (2016): Nutzung des Internets durch Menschen in der zweiten Lebenshälfte.


Folgende Einzelwerke sind zu dem Thema gefunden worden:

Preßmar, Florian (2017): Silver Surfer - Förderung der Medienkompetenz von Senioren.

Seifert, Alexander (2016): Technikakzeptanz älterer Menschen am Beispiel der allgemeinen und mobilen Internetnutzung.

von Bothmer, Claudia / Kubicek, Herbert (2017): Digital mobil im Alter. So nutzen Senioren das Internet. Zentrale Befunde einer Studie.


Diese Beiträge finden sich in Herausgeberbänden:

Hartung, Anja (2016): Alter(n)swirklichkeiten und Medienwandel. Warum die Rede von den digitalen Immigranten in die Irre führt. In: Harm-Peer Zimmermann / Andreas Kruse / Thomas Rentsch (Hrsg.): Kulturen des Alterns: Plädoyers für ein gutes Leben bis ins hohe Alter, S. 113-132.

Maniak, Stephan (2017): Entwicklung eines alltagstauglichen Computers am Beispiel einer Seniorendiensteplattform. Ein Forschungsprojekt aus der Retroperspektive. In: Tim Hagemann (Hrsg.): Gestaltung des Sozial- und Gesundheitswesens im Zeitalter von Digitalisierung und technischer Assistenz: Veröffentlichung zum zehnjährigen Bestehen der FH der Diakonie, S. 251-262.

Sánchez-Valle, Maria / Abad, Mónica Vinarás / Llorente-Barroso, Carmen (2017): Empowering the elderly and promoting active ageing through the internet. The benefit of e-inclusion programmes. In: Ingrid Kollak (Hrsg.): Safe at home with assistive technology, S. 95-108.

Yost, Elizabeth / Winstead, Vicki / Berkowsky, Ronald W. (2016): Googling grannies. How technology use can improve health and well-being in aging populations. In: Paul G.Nixon / Rajash Rawal / Andreas Funk (Hrsg.): Digital media usage across the life course, S. 170-183.


In der Zeitschrift „The journals of gerontology“ finden sich diese Beiträge:

  • Hong, Y Alicia / Cho, Jinmyoung (2017): Has the digital health divide widened? Trends of health-related internet use among older adults from 2003 to 2011, S. 856-863.
  • M, Eden / Fingerman, Davis / Fingerman, Karen (2016): Digital dating. Online profile content of older and younger adults, S. 959-967.
  • Sims, Tamara / Reed, Andrew E. / Carr, Dawn C. (2017): Information and communication technology use is related to higher well-being among the oldest-old, S. 761-770.

Die Zeitschrift “NOVAcura” beinhaltet diese Beiträge zum Thema:

  • Seifert, Alexander (2016): Mediennutzung im Alter - sind ältere Personen offline? S. 51-53.
  • Seifert, Alexander / Schlomann, Anna (2017): Gesundheitsthemen im Internet suchen - etwas für ältere Menschen? S. 39-41.

Diese Beiträge finden sich in weiteren  Zeitschriften:

Büsch, Andreas / Preßmar, Florian (2017): Medienbildung und (digitale) Partizipationsmöglichkeiten von älteren Menschen. Medien & Altern, S. 52-64.

Haesner, Marten / Steinert, Anika / O'Sullivan, Julie Lorraine / Steinhagen-Thiessen, Elisabeth (2015): Analyse des Umgangs älterer Internetnutzer mit unerwarteten Situationen. Zeitschrift für Gerontologie + Geriatrie, S. 715-721.

Seifert, Alexander (2017): Internetnutzung von Bewohnern stationärer Alterspflegeeinrichtungen. Online im Heim. Pflegezeitschrift, S. 55-57.

Wada, Mineko / Bennett, William / Hurd Clarke, Laura (2016): Older adults online dating profiles and successful aging. Canadian journal on aging, S. 479-490.

Schließen


seniorenpolitik-aktuell.de
Datenschutzübersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Erfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Erkennen von Ihnen, wenn Sie zu unserer Website zurückkehren, und helfen unserer Redaktion zu verstehen, welche Bereiche der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.

.moove-gdpr-branding-cnt,.moove-gdpr-company-logo-holder {display: none;} #moove_gdpr_cookie_info_bar p{text-shadow: none;}