Logo DISW

Alltägliches Leben

Die Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) sucht sogenannte Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Seniorenbildung und Digitalisierung. Bewerben können sich gemeinnützige Organisationen und Initiativen aus ganz Deutschland. Die Organisatoren schreiben Fördergelder in Höhe von 200.000 Euro aus.

Weiterlesen

Mit bis zu 5.000 Euro werden 40 „Leuchtturmprojekte“, die Bildungs- und Digitalisierungsangebote für ältere Menschen in ihren Fokus stellen, ein Jahr lang bezuschusst. Die BAGSO ermutigt besonders jene Projekte eine Bewerbung einzureichen, die sich an schwer erreichbare Zielgruppen richten: zum Beispiel an ältere Migrant/innen, Senior/innen mit wenig Bildungserfahrung, Ältere im ländlichen Raum und körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigte ältere Menschen. Eine Expertenjury wählt bis zu 40 innovative Projekte mit einem niedrigschwelligen Angebot für die Förderung aus.

Die Bewerbungsunterlagen können online ausgefüllt werden, die Ausschreibung endet am 30. Juni 2018.

Die „Leuchtturmprojekte“ werden auf der Onlineplattform wissensdurstig.de als gute Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Ab Ende Mai bietet die Informationsplattform der Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ Informationen rund um Bildung und neue Medien im Alter. Auf dem Portal finden sich Projektbeispiele sowie Tipps und Materialien für Bildungsanbieter. Eine Datenbank für Veranstaltungen, Kurse und Treffen bringt Senior/innen mit Bildungsanbietern in ihrer Nähe zusammen. Die Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Vergleichbare Projekte finden sich auch in der Reihe "Beispielsweise..." auf diesem Portal.

Schließen


Dieter Wenskat ist Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates Pinneberg. Er vertritt die Älteren, deren Anteil an der Bevölkerung immer größer wird: Zufolge des Statistikamts Nord sind etwa 25 Prozent der Pinneberger/innen älter als 60 Jahre; in Hamburg sind es circa 23 Prozent. Diese Entwicklung sei unterschätzt worden und die Gemeinden im Kreis „reagieren noch nicht richtig auf diese Entwicklung“, so Wenskat.

Weiterlesen

Beim Pinneberger Tageblatt lobte er, dass Senior/innen mit einem Rede- und Antragsrecht auf Kreisebene zwar auf Augenhöhe begegnet würde, kritisierte aber vor allem, dass sie politisch nicht ausreichende involviert würden: Schließlich handele es sich um eine immer größer werdende Wählergruppe.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher sieht dies in seinem Bundesland ähnlich: Er hält das Leben im Alter für ein eigenständiges und wichtiges Thema, so zumindest gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Dabei gehörten Armut und fehlende altersgerechte Wohnungen für ihn zu den drängendsten Themen der Stadt.

Auch in Pinneberg – wie wohl bundesweit – bestehe das Problem mangelnder Barrierefreiheit. Nicht nur beim Wohnraum, auch im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs und bei der Zugänglichkeit von Gesundheits- und Pflegeangeboten: „Wenn ein Arzt seine Praxis im ersten Geschoss eröffnet und es keinen Aufzug gibt, dann werden Teile der Bevölkerung ausgegrenzt“, sagte der Vorsitzende des Seniorenbeirates Pinneberg. Er wünsche sich, dass Senior/innen als vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft anerkannt und ihre Interessen stärker in die Politik einfließen würden.

Ähnliche Wünsche äußert auch Bürgermeister Tschentscher; denn auch die ältere Generation solle in Hamburg gut leben können. Dabei ginge es um seniorengerechtes Wohnen, gute ambulante Pflege und medizinische Versorgung, wohnortnahe Läden, Arztpraxen, Grün- und Erholungsräume sowie Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.

Noch drängender jedoch ist der rasante Anstieg armutsgefährdeter Senior/innen über 65 Jahren. Hamburger Durchschnittsrentner/innen leben nah an der Armutsgrenze, alleinstehende Rentnerinnen im Durchschnitt sogar darunter.

Schließen


Der Mangel an Wohnraum in deutschen Großstätten besteht seit Jahren. Während Studierende, Arbeitende und besonders junge Familien in Städten wie Berlin, Hamburg und München immer mehr Miete für immer weniger Platz bezahlen, wären wohl viele Senior/innen zufriedener, wäre ihre Wohnung kleiner – im Durchschnitt um 23 Quadratmeter.

Weiterlesen

So berichtete die Berliner Morgenpost: Würde man diese Wünsche verwirklichen, ergäben sich mehr als 200.000 freie Wohnungen ab einhundert Quadratmetern alleine in Berlin – diese Zahlen stammen von einer repräsentativen Umfrage zu den Wohnbedürfnissen und -wünschen der älteren Berliner/innen, die vom Institut Arbeit und Technik (IAT) und dem Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS Forschung & Beratung GmbH) durchgeführt wurden. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Berliner Immobilienunternehmen Berlinovo, „um eine fundierte Grundlage für Investitionsentscheidungen zu haben, um unser bestehendes Angebot für Senioren zu optimieren und mit Projektentwicklungen zu erweitern", so der Sprecher der Berlinovo-Geschäftsführung.

Mit der Befragung von Menschen im Durchschnittsalter von 65,5 Jahren wolle man auch anderen wohnungs- und sozialwirtschaftlichen Akteuren in Berlin wertvolles Material zur Verfügung stellen: Denn nicht nur an der zu großen Größe der Wohnungen, auch an deren Zugänglichkeit scheitere es zum Teil – laut Studie bei mehr als 40 Prozent der Teilnehmenden. Weil aber das Angebot an bezahlbaren kleineren, barrierefreien – beziehungsweise sogenannten barrierearmen – Wohnungen, sehr klein ist, stellt sich ein Umzug für viele ältere Personen nicht als finanziell lohnenswert oder möglich heraus.

Aus diesem Grund denke die Berlinovo an, sich in Zukunft für preiswertere Wohnungen speziell für Senior/innen zu engagieren: Denn bislang gäbe es erst circa 400 solche „SenioAktiv“-Wohnungen in Berlin, eine Zahl die der Nachfrage sicherlich nicht gerecht werden kann. Es ist dem Geschäftsführer klar, „dass es eine sportliche Herausforderung ist, gerade auch preiswerte Seniorenwohnungen neu zu bauen“, man wolle allerdings auf Erfahrungen im Bereich studentischen Wohnens bauen und so in einem ähnlichen Preissegment – um 335 Euro Monatsmiete – auch Alters-geeignete Wohnungen anbieten können.

Trotz der Schritte des Immobilienunternehmens stellt sich die Frage, ob es nicht am Staat liege die Wohnraumverteilung insbesondere in Großstädten zu optimieren: Zwar finden sich beispielsweise mit Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) als Aufsichtsratsvorsitzender des Immobilienunternehmens auch Politiker in der Angelegenheit wieder, allerdings als private Akteure – bei einem Thema, welches eben nicht privat, sondern für die Öffentlichkeit bundesweit relevant ist.

Schließen


Die HABA Digitalwerkstatt und der Verein "Wege aus der Einsamkeit" laden an zwei Terminen zu Workshops zu digitaler Aktivität ein, an dem Großeltern und Enkel teilnehmen können. In Berlin findet der Workshop am 12.05.2018, in Hamburg am 27.07.2018 statt.

Weiterlesen

Bei den Workshops soll digitale Kommunikation, vor allem zwischen den Generationen, thematisiert werden. Digitale Technologien sollen gemeinsam erkundet werden. Lernziel soll sein, dass Geschichten auf neue Art zu erzählt werden können.

In Teams sollen Enkel und Großeltern Geschichten mit unterschiedlichen Materialien und Figuren in Szene setzen. Dabei soll auch eine benutzerfreundlichen App (Application, zu deutsch Anwendung) erkundet werden, mit der eigene Stop-Motion-Filme erstellt werden können.

Digitale Vorkenntnisse sollen nicht erforderlich sein, Materialien werden bereit gestellt. Die Veranstaltung ist kostenfrei, jedoch wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten. Anmelden können Sie sich auf der Seite der Digitalwerkstatt.

Schließen


Die Deutsche-Angestellten-Krankenkasse (DAK) berichtet in ihrem aktuellen, dritten Pflegereport von 2017 davon, dass 59% pflegender Angehöriger „am Ende ihrer Kräfte“ seien. Mehr Unterstützung – sowohl finanziell als auch durch professionelle Dienste – seien gewünscht und gebraucht. Außerdem erwarte man mehr Selbsthilfeangebote. Dies lässt sich durch die Belastungen einer Demenzerkrankung für Betroffene und Angehörige erklären.

Weiterlesen

Von Demenz betroffen sind in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen, eine Zahl, die sich zufolge einer stetig alternden Gesellschaft ohne Behandlungsmöglichkeiten gegen Demenz bis 2050 verdoppelt haben könnte. Immer mehr Menschen werden wohl also nicht nur direkt, sondern auch indirekt von der Erkrankung betroffen sein: Man müsse sich also über den medizinischen Aspekt hinaus die Frage stellen, wie das Leben mit Demenz würdig und mit Teilhabe gestaltet werden könne. Dafür möchte die DAK als große Kranken- und Pflegeversicherung „daran mitarbeiten, konzeptionelle Antworten für die besonderen Bedarfe von Menschen mit Demenz zu finden“, so Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

Nicht nur Krankenkassen, sondern auch der Staat sollten sich an der Arbeit beteiligen. Zum Teil geschieht dies auch schon, zum Beispiel im Rahmen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BSFSJ): So veröffentlichte die Allianz für Demenz des BFSFJ beispielsweise ein Papier mit dem Namen „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“, in welchem verschiedene Handlungsfelder wie gesellschaftliche Verantwortung, Unterstützung von Menschen mit Demenz und deren Familien und Gestaltung des Unterstützungs- und Versorgungssystems thematisiert werden. Außerdem veröffentlichte das Ministerium auf ihrer Internetseite Tipps für Angehörige und Betreuer/innen, darunter die Bereiche „Richtig kommunizieren“, „Im Alltag unterstützen“, „Schönes Erleben“, „Konflikt bewältigen“ und „Sich entlasten“.

Auch Initiativen unabhängiger Vereine wie der Deutschen Alzheimergesellschaft e.V. tragen zur Unterstützung bei Demenz bei. Das Projekt „Begleitung von Anfang an – Unterstützung für Menschen mit Demenz“ hat sich beispielsweise das Ziel gesetzt, alleinlebenden Personen und gegebenenfalls ihren Angehörigen zeitnah nach Diagnosestellung "Demenz" eine Alltagsassistent/in für eine längerfristige Begleitung und Unterstützung in der neuen Lebenssituation an die Seite zu stellen. Man wolle ermöglichen, dass Menschen trotz Demenz möglichst lange zu Hause leben und selbst bestimmen können.

Während all dies zwar sicherlich Schritte in die richtige Richtung darstellen, ist es wohl nun vor allem wichtig konkrete Maßnahmen zu ergreifen – im Bereich finanzieller Unterstützung, welche, laut des DAK-Pflegereports, 86% der Befragten benötigen.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.

Schließen


Der siebte Tätigkeitsbericht des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein wurde dem Landtag vorgelegt. Darin wurde nicht nur über die Arbeit, Aktivitäten und Themen der Jahre 2015 bis 2017 berichtet, sondern auch Anstöße und Handlungsempfehlungen aufgezeigt.

Weiterlesen

In dem Bericht betont Hase beispielsweise die Wichtigkeit neuer Stellen für Sonderpädagog/innen – dabei reiche es allerdings nicht aus, jene Stellen zu schaffen; man müsse darüber hinaus mit starken Anreizen für den Beruf werben, so Hase. Diese Problematik unzureichender Sonderpädagog/innen für Menschen – besonders Schüler/innen und Kinder – mit Behinderungen gehe gewissermaßen einher mit dem Mangel an Pflegekräften für Senior/innen. In beiden Fällen, beziehungsweise in fast allen sozialen Berufen in Deutschland fehle nicht nur der finanzielle Anreiz, sondern oftmals auch die richtigen Arbeitsbedingungen.

Wie bei Senior/innen sind Mitarbeitende jedoch auch, oder sogar besonders bei Menschen mit Behinderungen, von hoher Wichtigkeit: Das nötige Personal sei notwendig für erfolgreiche Inklusion, ein Thema für welches Hase bei Kommunal- und Landespolitik werben wolle.

Darüber hinaus adressiert er den Abbau von Barrieren, eine weitere Angelegenheit welche sowohl Menschen mit Behinderungen, als auch Senior/innen betrifft. Dabei käme es nicht nur auf bauliche Barrierefreiheit an, sondern auch auf den Zugang zu Dienstleistungen und Angeboten, die für alle zugänglich gemacht werden sollten. Es bestehe in diesem Bereich noch viel Aufklärungsbedarf, so Hase, der im September eine Informationsbroschüre als Orientierungshilfe veröffentlichte.

In vielen Bereichen des Berichts werden Angelegenheiten angesprochen, die über die Wichtigkeit für Menschen mit Behinderungen hinaus auch Ältere betreffen: Neben der erwähnten Inklusion und Barrierefreiheit auch Diskriminierung durch gesellschaftliche Vorurteile – dieser besteht nämlich sowohl gegenüber Menschen mit Behinderungen als auch Senior/innen. Weil letztere ‚Randgruppe‘ stetig anwachse sei es auch hier immer wichtiger Maßnahmen, einzuleiten.

Der Tätigkeitsbericht Hases geht auf verschiedene marginalisierte Gruppen ein und lohnt sich somit zur Lektüre.

Schließen


In Hösel bietet die Stiftung Geschwister Gerhard ein Programm für Senior/innen an, die ihre Kompetenzen im Bereich Online-Banking und Shopping verbessern wollen. Zusammen mit Expert/innen werden Workshops und eine Veranstaltungsreihe zum Thema bargeldlosen Zahlungsverkehrs angeboten.

Weiterlesen

Die Teilnehmenden können sich im Rahmen der Veranstaltung nicht nur über Neuerungen im Zahlungsverkehr wie die IBAN und BIC informieren, sondern mit Unterstützung von Mitarbeitenden der Sparkasse das Online-Banking ausprobieren und üben.

Darüber hinaus gibt es für Senior/innen mit Mobilitätseinschränkungen oder dem Wunsch, zuhause begleitet zu werden, das Angebot von Hausbesuchen des Computerdozenten der Stiftung. So wolle man Unsicherheiten abbauen und Eigenständigkeit und Unabhängigkeit erhalten.

Diese Unterstützung ist deshalb so wichtig, weil Online-Banking mit Vorsicht genossen werden muss: Gerade Senior/innen werden oftmals Opfer von Hacking und Betrug, Gefahren die durch das Nutzen von Online-Banking zum Teil erst möglich werden.

Weil Filialstellen der Banken immer weniger werden, können es Senior/innen fast gar nicht vermeiden, Bankgeschäfte auch am Bankautomat oder zuhause am PC zu erledigen. Die Alternative wäre es, weite Wege auf sich zu nehmen oder Hilfe beanspruchen zu müssen.

In diesem Artikel finden sie einige weitere Details zu der lokalen Situation in Hösel.

Schließen


Das Thema Telemedizin ist umstritten. Die Senioren-Union Kreisvereinigung Oldenburg-Land (CDU) bewertete einen Vortrag zu dem Thema als Erfolg. Andere Akteure sehen das Thema kritischer, z.B. im Kontext der sich verändernden Infrastruktur in ländlichen Gebieten. Auch aus dem Landtag Schleswig-Holstein liegen Informationen zu dem Thema vor.

Weiterlesen

Auf der CDU-Veranstaltung berichtete der ärztliche Leiter des Klinikums Oldenburg Dr. med. Daniel Overheu zum Thema ärztlicher Versorgung auf dem Lande. In einem Vortrag berichtete er von Telemedizin. Diese ermögliche, so Dr. Overheu zu der Nord West Zeitung, mittels telefonischer und visueller Kommunikationstechnologie ein besseres Angebot für Landbewohner/innen in Not und damit insbesondere Senior/innen. Die Telemedizin könne sogar Versorgungslücken schließen: Wenn Ärzt/innen nicht schnell genug vor Ort sein könnten, hätten sie die Möglichkeit rasch Diagnosen und therapeutische Entscheidungen aus der Ferne zu treffen. Außerdem könnten Rettungsassistent/innen oder Ersthelfende so angeleitet und unterstützt werden.

Hinter der Telemedizin verbirgt sich jedoch ein weitaus komplexeres Problem: Dass eine solche ‚digitale‘ Versorgung überhaupt erst notwendig ist, zeugt von einem Mangel auf dem Land. Viele auf dem Land niedergelassene Ärzt/innen würden in den kommenden Jahren aus Altersgründen aus der Versorgung ausscheiden, darüber hinaus sei das Landleben für junge Ärzt/innen wohl oft wenig attraktiv.

Man könnte dem entgegenwirken, indem die Voraussetzungen für das Leben auf dem Land angepasst würden: Zum Beispiel mit Stipendien, finanziellen Anreizen und der Bereitstellung von Räumlichkeiten. Denn nicht nur ist es im Ernstfall schwierig – und aus medizinischer Sicht mindestens fragwürdig – ohne ein persönliches Gespräch eine akkurate Diagnose zu stellen, auch Behandlung und Beratung könnten auf Dauer äußerst problematisch werden.

Zwar wurden bereits wichtige Maßnahmen, wie zum Beispiel eine flexiblere Bedarfsplanung und die Förderung mobiler Versorgungskonzepte eingeführt, weiteres Handeln sei jedoch erforderlich: Denn ohne Ärzte sei es schwer, gemeinschaftliche Strukturen auf dem Land beizubehalten.  Finden sie im Online-Ärzteblatt einen detailreichen Bericht über Versorgungsmängel auf dem Land und mögliche oder bereits implementierte Maßnahmen.

Auch in der Landespolitik ist dieses Thema wiederkehrend. Aus einer Anfrage aus Dezember 2016 geht z.B. hervor, welche telemedizinischen Projekte bereits etabliert waren. In der Drucksache wird auch zusammengefasst, welche Ziele das Land mit Telemedizin-Projekten verfolgt und wie weiterführend geplant wurde. Das möglicherweise fehlende persönliche ärztliche Gespräch wird dort allerdings nur in dem Kontext des Gefühls von Patient/innen erwähnt, dass an ihnen gespart werden solle.

Schließen


Oftmals sind Handys im klassischen Sinne, das heißt keine Smartphones mit Touchscreen, nicht mit LTE- und WLAN-Technik ausgestattet. Für Senior/innen, die solches gerne nutzen würden, kann dies ein Problem darstellen. Denn die Bedienung moderner Smartphones kann sich für manche Ältere, die mit solcher Technologie nicht aufgewachsen sind, als umständlich erweisen. Dadurch wird der Gebrauch moderner Geräte durch Senior/innen eingeschränkt, obwohl dessen Funktionen auch oder gerade für jene nützlich und hilfreich sein könnten.

Weiterlesen

Dieser Problematik will beispielsweise Doro, eine skandinavische Firma für Mobilfunktechnik, mit der Vorstellung eines neuen Handys, welches speziell für Senior/innen entwickelt worden sein soll, entgegenwirken: Sowohl mit dem Internet verbinden als auch Apps laden und bedienen könne das Gerät. Verwendet werde dabei das spezielle Betriebssystem Kai OS, welches ein kleines Repertoire wichtiger Kommunikations-Apps biete, welche auch auf Smartphones oft verwendet würden. Dazu gehören zum Beispiel Facebook und WhatsApp. Damit könne Senior/innen der Kontakt zu Angehörigen ermöglicht werden. Die Bedienung des Handys erfolge über Tasten und einen Mauspfeil, was für viele Senior/innen komfortabler als ein Touchscreen-Display sei. Schrift und Kontrast könne man zur verbesserten Lesbarkeit regulieren und das Mikrophon für Schwerhörige besonders laut stellen.

Das Angebot eines besonderen – wohl speziell auf eine Zielgruppe ausgelegten – Telefons ist jedoch nicht der einzige Weg, Senior/innen den Zugang zu den vorteilhaften Funktionen moderner Geräte zu verschaffen: Eine weitere Möglichkeit wäre es, Ältere dabei zu unterstützen, sich mit der modernen Technik vertraut zu machen.

Versuche dafür unternimmt beispielsweise bereits die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO): Jährlich organisiert sie die InternetWoche, durch welche man die digitale Teilhabe älterer Menschen fördern wolle. Außerdem tragen auch Projekte wie Internet goes Ländle dazu bei, Senior/innen in diesem Bereich besser zu integrieren.

Denn wie und ob ältere Menschen den Umgang mit moderner Technik erlernen ist nicht nur eine Frage bestimmter ‚Senioren-Geräte‘, sondern auch des persönlichen Interesses und den zur Verfügung stehenden Rahmenbedingungen, wie z.B. erreichbarer Unterstützungs- und Beratungsangebote. Auch sollte bedacht werden, ob durch Lösungen, die Angebote vor Ort mit digitale Angeboten ersetzen, nicht auch die Lebensqualität verringert wird.

Schließen


Vor allem Senior/innen trifft die Schließung von Nahversorgern in kleineren Städten und Dörfern negativ. Kleinbetriebe können häufig nicht mit den Billigangeboten großer Einkaufszentren mithalten. Diese sind oft in Gewerbegebieten am Stadtrand gelegenen, die Folge: Ältere Menschen würden in ihrem Zugang zu Einkaufsmöglichkeiten eingeschränkt.

Weiterlesen

Ein Landkreis in Hessen kann hier als Beispiel dienen, zu denen gerade in ländlichen Regionen Entsprechungen gefunden werden können. Im Kreis Groß-Gerau müssten immer mehr Geschäfte wie Metzger und Bäcker ihre Läden schließen. Heute haben Banken, Tante-Emma-Läden und Bäcker im Stadtteil Allmendfeld zugemacht und zur nächsten Versorgungsmöglichkeit müsse nun der Weg in die Nachbarkommunen auf sich genommen werden. Gerade für in ihrer Mobilität eingeschränkte Senior/innen ein Problem: Diese seien daher, um ihren Haushaltseinkauf zu machen, auf Hilfe angewiesen.

Als Reaktion gibt es nun seit einiger Zeit ein Anruf-Sammeltaxi für Senior/innen, das für Senior/innen eine Hilfe darstellen soll. Dies ist notwendig, da auch die Hofläden, die den Einzelhandel in vielen Bereichen ersetzen würden, nicht ideal erreichbar sein. „Eine Katastrophe“, findet Marianne Nold (77), die fürchtet, bald nicht mehr selbst Autofahren zu können: Ein gut erreichbarer Einkaufsmarkt sei notwendig.

In diesem Artikel finden Sie mehr Details zu dem Thema.

Schließen


seniorenpolitik-aktuell.de
Datenschutzübersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Erfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Erkennen von Ihnen, wenn Sie zu unserer Website zurückkehren, und helfen unserer Redaktion zu verstehen, welche Bereiche der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.

.moove-gdpr-branding-cnt,.moove-gdpr-company-logo-holder {display: none;} #moove_gdpr_cookie_info_bar p{text-shadow: none;}