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Wohnen

Die Hochschule für Gesundheit in Bochum veranstaltet gemeinsamt mit dem Institut für Arbeit und Technik (IAT) am 24.09.2015 ein öffentliches Symposium zum Thema Wohnformen im Alter.

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Im Zentrum des Symposiums steht der Wunsch vieler Menschen, trotz Pflegebedarf in der eigenen Wohnung bleiben zu können. Es werden aber auch neue Wohnformen, die weniger Heimcharackter haben sollen, thematisiert. Menschen, bei denen bereits Demenz diagnositiziert wurde, sollen z.B. im Alltag Anknüpfungspunkte an die eigene Vergangenheit finden können, um selbstbestimmt leben zu können. Dabei wird auf die Rolle verschiedener  Disziplinen eingegangen: Architektur, Stadt- und Raumplanung, Technik, gesundheitliche Versorgung und soziale Netzwerke können einen Beitrag leisten.

Wo: Hochschule für Gesundheit (hsg), Gesundheitscampus 6-8, 44801 Bochum

Wann: 24.09.15, 11:45

Die Anmeldung und das komplette Programm können Sie herunterladen.

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Wir berichteten bereits über das zweite Pflegestärkungsgesetz, kurz PSG II. Nun hat die Bundesregierung zum PSG II einen Kabinettsbeschluss gefasst. Anlässlich dieses Beschlusses weisen wir auf weitere Stellungnahmen von Verbänden hin. Lesen Sie für weitere Hintergründe unseren ausführlichen Artikel zum Entwurf des PSG II.

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Nach dem Kabinettsbeschluss wird nun am 07.09.15 eine nicht öffentliche Sitzung des Gesundheitsausschusses statt, in der der Gesetzesentwurf thematisiert wird und anschließend zur Diskussion in das Parlament übergeben werden kann. Zu einer Diskussion gehören verschiedene Meinungen, daher weisen wir hier auf weitere Stellungnahmen hin. Beachten Sie auch unsere weiteren Artikel zum Thema Pflegenotstand.

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (Devap) sieht nur eine schwache Stärkung der Pflege. Bemängelt wird vor allem, dass der Betrag für die vollstationäre Pflege in § 43 SGB XI nicht ausreicht, um die von der jeweiligen Einrichtung mit der Pflegekasse verhandelte Pflegevergütung zu decken. Die Differenz zahlt der Pflegebedürftige als pflegebedingten Eigenanteil. Auch Unterkunft und Verpflegung des Pflegebedürftigen in der Einrichtung, die Investitionskosten der Pflegeeinrichtung und je nach Bundesland eine Ausbildungsumlage werden von den Pflegebedürftigten verlangt. Pflege wird laut Devap zu flächendeckender Altersarmut führen, wenn nicht jetzt die Versicherungsleistungen drastisch erhöht werden.

Die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) fordert eine stimmberechtigte Beteiligung der Betroffenenverbände. Obwohl die Pflegebedürftigten den Hauptanteil der Pflege tragen, haben ihre Interessenverbände kein Stimmrecht bei den Entscheidungen im Qualitätsausschuss. BewohnerInnen stationärer Einrichtungen trugen 2013 47% der Kosten selbst, 43% übernahm die Pflegeversicherung und 10% deckten die Leistungen der Sozialhilfe.

Die Deutsche Alzheimergesellschaft begrüßt die bessere Berücksichtigung Demenzkranker. Sie sieht darin einen wichtigen Schritt zu größerer Gerechtigkeit für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Es wird gewürdigt, dass Pflege nun nicht mehr nur als Körperpflege, Ernährung und Mobilität definiert wird.

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Die Sylter Rundschau berichtet über fehlende Betreuungsangebote von Demenzerkrankten auf der Insel. Es fehlt vor allem an ambulanten Tagesstätten für Menschen mit Demenz. Lesen Sie hier, wie die Situation für die Betroffenen und ihre Angehörigen verbessert werden soll.

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In dem Artikel der Sylter Rundschau können Sie Berichte von Angehörigen und Einschätzungen von Fachmenschen nachlesen. Den ungefähr 350 Menschen mit Demenz, welche auf der Insel leben, fehlt häufiger als BürgerInnen auf dem Festland oder in größeren Städten das familiäre und nachbarschaftliche Hilfenetz. Denn jüngere Menschen ziehen verstärkt weg, Menschen ohne familiäre Bindung ziehen auf die Insel.

Deswegen trifft sich seit Mai 2015 der Runde Tisch "Gutes Leben mit Demenz auf Sylt". Es nehmen die BürgermeisterInnen und GemeindevertreterInnen der Insel, der Berufsbetreuer Heinrich Jensen, die Lebenshilfe Sylt, der Pflegedienst Fitz, der Sylter Hospizverein und die Alzheimer Gesellschaft Nordfriesland teil. Für das Projekt verantwortlich ist das Deutsche Institut für Sozialwirtschaft (DISW), welches auch diese Seite redaktionell betreut. Um Lösungsvorschläge für ein gutes Leben mit Demenz auf Sylt zu erarbeiten, erstellt das DISW eine Bedarfsanalyse zur Versorgungssituation.

Der nächste Runde Tisch findet am 01.09.2015, 14 Uhr in den Räumen der Lebenshilfe in Westerland auf Sylt statt. Themen werden die Ergebnisse der DISW-Expertise und Diskussion der Handlungsansätze sein. Ansprechpartner ist Fabian Frei vom DISW.

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Das Zweite Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung (Zweites Pflegestärkungsgesetz, kurz PSG II), welches zur Zeit als Referentenentwurf vorliegt, wird grundsätzlich begrüßt, ist im Detail jedoch nicht unumstritten. Ob mit dem PSG II eine Lösung des Pflegenotstandes erreicht werden kann, ist fraglich. Daher zeigen wir Ihnen zu diesem Entwurf Positionen und Stellungnahmen verschiedener Organisationen und Interessenvertretungen auf.

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Das PSG II soll dem Ersten Pflegestärkungsgesetz (PSG I) folgen. Die Aussprachen zum PSG I in Bundestag und Bundesrat können Sie hier nachlesen. Das PSG II wird einige Veränderungen bringen. Im Rahmen eines neuen Pflegebegriffes soll es z.B. nun 5 Pflegestufen geben, der Zugang zur Pflegeversicherung soll erweitert werden und das ambulante Hilfesystem soll gestärkt werden. Auf den Seiten des Gesundheitsministeriums wird Ihnen die Darstellung der Bundesregierung präsentiert.

Zu dem erwähnten neuen Pflegebegriff können Sie die kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, bestehend aus 30 Fragen, und die Antwort der Bundesregierung nachlesen. Dem neuen Pflegebegriff ist auch eine öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses gewidmet. In vielen nachfolgenden Texten werden die kurzen Fristen zum Verfassen der Stellungnahmen zum Referentenentwurf des PSG II bemängelt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) geht auf die 5 Themenkomplexe Informations- und Beratungsauftrag, Pflegebedürftigkeitsbegriff und Begutachtungsinstrument, Leistungsrecht, Beteiligungsrechte und Qualitätsausschuss ein. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme der BAGSO.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Vorsorge (DV) begrüßt den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment ausdrücklich, bemängelt jedoch z.B. dass "wichtige bzw. notwendige Anpassungen weiterer Regelungen, insbesondere im SGB XII und SGB V vom Entwurf außen vor gelassen werden". Lesen Sie die gesamte Stellungnahme online nach.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat mit 78 Seiten eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, Vorschläge zur Veränderung des Gesetzentwurfes sind auf 18 weiteren Seiten angefügt.

Die Landesverbände Schleswig-Holsteins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) äußerten sich im Rahmen ihrer Kooperationsvereinbarung ebenfalls zum PSG II. "Der Fachkräftemangel und die aktuellen Weichenstellung in der Pflege, insbesondere das geplanten Inkrafttreten der zweiten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes mit der Einführung eines neuen Pflegebegriffs, stellen uns vor große Herausforderungen", erklärte Wolfgang Baasch, Mitglied des Landesvorstandes der SPD und Vorsitzender der AWO Schleswig-Holsteins. Es müssten die tatsächlichen Pflegebedarfe der Menschen fachlich fundiert erfasst werden, um eine mögliche Schlechterstellung der Pflegebedürftigen bei der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes unter allen Umständen zu vermeiden. Mit dem PSG II will die Bundesregierung sowohl einen neuen Begriff auf den Weg bringen als auch die dazugehörigen Instrumente bis spätestens 2017 umgesetzt haben. "Dabei muss aber auch eine langfristige Absicherung der Menschen, durch eine Dynamisierung der Leistungen umfassend berücksichtigt werden", forderte Wolfgang Schneider vom SoVD. "Es ist wichtig sicherzustellen, dass Menschen nicht erneut auf Leistungen der Sozialhilfe zurückgreifen müssen, wenn Sie einen Pflegebedarf haben. Pflege darf nicht zu Armut führen." Wolfgang Baasch fordert in dem Zusammenhang auch für die Pflege die Bürgerversicherung, welche zuletzt am 3.7.15 im Bundestag diskutiert wurde.

Der Paritätische begrüßt das Vorantreiben des Prinzipes ambulant vor stationär, zeigt sich jedoch auch besorgt, dass einzelne zu Pflegende schlechter gestellt werden könnten. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme und weitere Forderungen des Wohlfahrtverbandes.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert in ihrer Stellungnahme z.B. die Vermeidung neuer Gerechtigkeitslücken und die Gleichstellung Sterbender in stationären Pflegeeinrichtungen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lobt ebenfalls den Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment. Dadurch sollen kognitiv eingeschränkte Menschen einen leichteren Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung bekommen. Der DGB weist aber darauf hin, dass die Reform nur ein Erfolg werden kann, wenn die Leistungen mit ausreichend Personal hinterlegt werden. Sie können die Beurteilungen des DGB im Detail nachlesen.

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Diesmal stellen wir Ihnen ausgewählte Beiträge der letzten Monate rund um das Thema Demenz vor.

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Der 28seitige Ratgeber "Aktive Teilhabe von Menschen mit Demenz an Kultur und Natur" des Kompetenzzentrums Demenz aus Norderstedt enthält Ideen und Anregungen für BegleiterInnen von Menschen mit Demenz. Es werden z.B. Tipps für die Gestaltung von Ausflügen oderr regionale Angebote für nicht mobile Menschen vorgestellt.

Die vierte Ausgabe diesen Jahres der Zeitschrit ProAlter trägt den Titel "Alternative Wohnformen - Zukunftsfähige Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter". Es werden zwei zukunftsfähige Konzepte aus Frankfurt und Wanne-Eickel beschrieben. In Frankfurt steht Aja's Gartenhaus, in dem demenzerkrankte Menschen in familienähnlichen Hausgemeinschaften zusammenleben. Aus Wanne-Eickel wird von einer Demenz-WG berichtet. Das Konzept des Demenzdorfes in Hameln, von dem wir bereits berichteten, wird kritisch beleuchtet. Die Sonderwelt werde z.B. dem Leitbild einer sorgenden Gemeinschaft nicht gerecht. Von dem Modell des Demenzdorfes (welches aus den Niederlanden stammt) wird auf die niederländische Diskussion über kleinmaßstäbliche Wohnformen für Menschen mit Demenz übergeleitet. Weitere Themen des Heftes finden Sie online.

Bezüglich unseres Artikels zur Fahrsicherheit von demenzerkrankten Menschen erhielten wir einen weiteren, aktuellen Literaturhinweis. Ein Ergebnis der Studie "Demenz und Verkehrssicherheit" der Bundesanstalt für Straßenwesen ist, dass keine nennenswerten Leistungseinbußen bei AutofahrerInnen mit leichter Demenz bestehen. Der Blogeintrag Demenz und Autofahren von Dipl. Psychologe Hardy Holte sei in diesem Zusammenhang ebenfalls wärmstens empfohlen.

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SeniorInnenresidenzen werden häufig als luxuriöse und damit auch teure Alternative zu anderen Wohnformen dargestellt. Diese Beschreibung sollten InteressentInnen skeptisch betrachten, da der Begriff "Senorenresidenz" nicht geschützt ist und somit keine besonderen Auflagen mit dieser Bezeichnung einhergehen. Eine umfassendere Lektüre verschiedener Quellen lohnt sich also schon aus diesem Grund.

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Einige Anregungen können Sie in der vorliegenden Auswahl von Literaturempfehlungen finden, welche größtenteils von der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) stammen. Dabei wird nicht nur Seniorenresidenzen, sondern auch auf konkrete Beispiele für andere Wohnformen eingegangen. Erstens werden einige Werke empfohlen:

Schumacher, Hajo (2014): Restlaufzeit : wie ein gutes, lustiges und bezahlbares Leben im Alter gelingen kann. ISBN 978-3-8479-0572-1

Kempf, Claudia (2015): Service-Wohnen für Senioren : eine empirische Untersuchung zu Dienstleistungsqualität, Customer Voluntary Performance und Preisfairness. ISBN 978-3-658-08209-3

Van Uffelen, Chris (2012): Seniorenresidenzen und Altersheime. ISBN 978-3-03768-120-6

Albrecht, Peter-Alexis (2012): ServiceWohnen als Zukunftsaufgabe einer alternden Gesellschaft. ISBN 978-3-8305-1898-3

Keller, Sabine (2011): Leben und Wohnen im Alter. ISBN 978-3-86851-036-2

Lange-Lagemann, Dieter (2010): Betreutes Wohnen im Alter : Anforderungen an Seniorenwohnanlagen im ländlichen Raum. ISBN 978-3-8366-9552-7

Rohnstock, Katrin (2010): Der letzte Neubeginn : Senioren erzählen vom Umzug in ihr Altersdomizil. ISBN 978-3-86649-305-6

Betz, Irmgard (2009): So leben wir : neue und bewährte Wohnmodelle für Senioren. ISBN 978-3-86744-117-9

Zimmermann, Claudia-Fé (2008): Institutionelle Seniorenwohnangebote : räumliche Analyse Seniorenwohnhäusern, Service-Wohnen und vollstationären Pflegeeinrichtungen in Berlin. ISBN 978-3-639-02452-4

Höpflinger, François (2004): Traditionelles und neues Wohnen im Alter. ISBN 3-03-777004-X

Busz, Pamela (2003): Seniorenimmobilien als Investitionsobjekte : Entwicklung und empirische Analyse eines Beurteilungsmodells. ISBN 3-89984-106-9


Zweitens werden verschiedene Artikel und Buchauszüge empfohlen.

Klingbeil, Darren (2012): Wohnen im 4-Sterne-Plus-Ambiente. In: Altenheim.

Klie, Thomas (2012): Heim oder nicht Heim? Unterfallen Seniorenwohnstifte dem Heimrecht? - In: Pflegerecht.

Frankowski, Ann Christine (2011): The dining room as the locus of ritual in assisted living. In: Generations.

Carmon, Naomi (2010): Old-age home in Jerusalem: post-occupancy evaluation. In: Aging in Israel.

Klie, Thomas (2005): Die ehrenwerten Alten von La Paz : Ein selbstverwaltetes Wohnhaus für alte Menschen in Bolivien. In: Dr. med. Mabuse.

Heiler, Dieter (2004): Seniorenzentrum als Treffpunkt. In: Barrierefrei.

Kremer-Preiß, Ursula (2001): Betreutes Wohnen in Seniorenresidenzen und Wohnstiften : Was sind die Besonderheiten? ; Worauf muss man achten? In: Pro Alter.


Drittens können Sie folgende Arbeiten direkt online nachlesen:

Kapeller, Lukas (2010): Residenz zum letzten Glück : Senioren in Österreich.

Kiani, Iman (2014): Service-Wohnen in der Amalie Sieveking-Stiftung: Chancen für ein Leben ohne soziale Desintegration im Alter.

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Laut einem Beitrag des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule zum Pflegereport 2015 fehlen bis 2030 mindestens 350 000 Kräfte in der Versorgung von Pflegebedürftigen, darunter rund 130 000 Pflegefachkräfte.

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Der Bericht des IAT bildet das achte Kapitel des Pflegereportes 2015. Dieser wird vom wissenschaftlichen Institut der AOK herausgegeben. Er umfasst mehr als 200 Seiten. Ob sich eine Bestellung für Sie lohnt, können Sie aus dem Inhaltsverzeichnis oder der sechsseitigen Zusammenfassung entnehmen.

Die Kräfte werden in der vollstationären Pflege, Tagespflege, ambulanten Pflege, Pflege-Wohngemeinschaften und in der Hospizarbeit benötigt. Die anfangs genannten Zahlen beziehen sich auf beziehen sich auf nötige MitarbeiterInnen, umgerechnet entsprechen diese Zahlen rund 250 000 bzw. 100 000 Vollzeitstellen. Am Arbeitsmarkt stehen aber bereits heute kaum noch Fachkräfte des „Kernberufs“ Pflege zur Verfügung. Umfassende Anstrengungen sind nötig, um die Lücke zu schließen.

Christoph Bräutigam, Michaela Evans und Josef Hilbert ermitteln in ihrem Beitrag den Personalbedarf in den verschiedenen Wohn- und Versorgungsformen für Pflegebedürftige und zeigen Ansätze auf, den künftigen Personalbedarf zu decken. Denn die unterschiedlichen Versorgungsformen werden künftig verschärft um qualifiziertes Personal konkurrieren, untereinander und auch mit den Krankenhäusern. Einen wesentlichen Ansatzpunkt wird in der beruflichen Qualifizierung gesehen. In den Pflegefachberufen schließen jährlich rund 30 000 AbsolventInnen erfolgreich ihre Ausbildung ab. Diese Zahlen sind kaum noch ausreichend, um die Zahl der Beschäftigten auch nur stabil zu halten. Mit den ab 1995 besonders geburtenschwachen Jahrgängen könnten die Ausbildungszahlen kräftig sinken. Zudem werden in den nächsten Jahren altersbedingt immer mehr Pflegefachkräfte ausscheiden. Schon diese Ausfälle zu kompensieren würde also eine deutliche Ausweitung der Ausbildungskapazitäten erfordern. Auch die Ausweitung des Beschäftigungsumfangs, der Erwerbsbeteiligung und der Berufsverweilzeit müssen angegangen werden.

Das Berufsfeld konkurriert zunehmend um Nachwuchs mit anderen Branchen, denen ein besserer Ruf anhaftet. Eine deutliche Attraktivitätssteigerung des Berufs wird durch Imagekampagnen allein nicht zu erreichen sein. Deutliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und der Fachkräfte-Vergütung sowie eine Aufwertung der Pflege durch Akademisierung könnten laut dem Bericht dazu beitragen, neue Zielgruppen für eine berufliche Laufbahn in der Pflege zu gewinnen.

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Zu einem Bürgerdialog für den Aufbau eines Nachbarschaftsnetzwerks laden der Ortsverein der AWO (Arbeiterwohlfahrt) und das Service- und Wohnzentrum in Mildstedt am 30. Juni ab 14.00 h in den Kirchspielskrug in Mildstedt ein. Die Veranstaltung ist Teil der Aktion „Wir im Quartier - Wir in Mildstedt“, mit der die AWO in Mildstedt in den nächsten Jahren tragfähige nachbarschaftliche Kontakte fördern und generationenübergreifende Begegnungen ermöglichen möchte.

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"Das gute Miteinander von Jung und Alt gewinnt auch angesichts einer immer älter werdenden Dorfgemeinschaft zunehmend an Bedeutung, allerdings ist die Beziehung Nachbarschaft meist nicht selbst gewählt" sagt Hans-Peter Henkens, AWO Ortsvereinsvorsitzender in Mildstedt. "Altvertraute Nachbarn ziehen weg oder sterben und neue Nachbarn, häufig jüngere Familien, ziehen ein." Vertrauen oder gemeinsame Interessen spielen deshalb eine große Rolle für die Qualität einer guten Nachbarschaft. "Damit unterschiedliche Generationen nicht aneinander vorbei leben, braucht es Kontakte und persönliche Beziehungen", ist Henkens überzeugt. Werden Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und alle beteiligt, dann fördere dies die Nachbarschaft als Grundlage für gegenseitige informelle Unterstützung und Achtsamkeit.

Das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit helfe besonders den älteren Menschen, ihre Selbständigkeit zu bewahren. "Da tragen gute und gewachsene Beziehungen zu den Nachbarn entscheidend zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität bei." "Gute Nachbarn können auch eine Art Familienersatz sein und haben damit eine hohe Bedeutung für die alleinwohnenden älteren Menschen, deren eigene Familien oft weit verstreut leben", bestätigt Susanne Eisenstein, Leiterin des AWO Service-und Wohnzentrums in Mildstedt.

"Um nachbarschaftliche Kontakte zu fördern und generationenübergreifende Begegnungen zu ermöglichen, ist es wichtig zu wissen, welche Themen die Menschen in Mildstedt bewegen", so Henkens: "Ist es die geplante Schließung der Sparkasse, verbunden mit der Ungewissheit, wo ältere Menschen zukünftig ihre Geldangelegenheiten regeln können? Oder bewegt die Mildstedter die Frage, welche Unterstützung bei der Betreuung der jungen Flüchtlinge geleistet werden kann? Vielleicht gibt es auch Wünsche und Ideen, das kulturelle Angebot in Mildstedt auch für ältere Menschen zu erweitern."

Für all diese Überlegungen sucht die AWO aktive, engagierte Bürgerinnen und Bürger in Mildstedt. Um sie frühzeitig einzubinden, laden der AWO Ortsverein und das Service- und Wohnzentrum in Mildstedt am 30. 06.2015 ab 14.00 h zu einem Bürgerdialog in den Kirchspielskrug in Mildstedt ein.

Der Ablauf der Veranstaltung ist wie folgt geplant:

14:00 Begrüßung

14:15 "Nachbarschaftsnetzwerke und bürgerschaftliches Engagement im Wandel" (Bettina Süphke, Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein)

15:10 Ist-Stand Ideensammlung mit allen TeilnehmerInnen. (Moderation: Holger Wittig-Koppe, Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein)

15:50 "Unser Weg zu einem Nachbarschaftsnetzwerk 'Wir in Mildstedt'" (Moderation: Bettina Süphke)

16:00 Kaffee, Kuchen und Klönschnack

Die Teilnahme ist kostenlos, um telefonische Anmeldung wird gebeten: 04841 7880 (8:00 – 16:00)

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Frei nach dem Motto "Unkraut vergeht nicht" ist Gartenarbeit wieder fester Bestandteil in den AWO-Einrichtungen. Dadurch können die Menschen gemeinsam graben, säen, pflanzen, ernten und kochen.

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Anlässlich der Wiedereinführung der Gartenarbeit als Angebot findet am 16. Juli 2015 im AWO Servicehaus Friesischer Berg in Flensburg ein Aktionstag mit Gartenfest statt. Geplant ist, dass Mieterinnen und Mieter, Angehörige, Schüler und Lehrer unter anderem den Blumenkästen und Hochbeeten einen neuen Anstrich geben. Anschließend wird gemeinsam im Garten gefeiert.

"Frische Luft und das Verweilen und Arbeiten im Garten gehören häufig zur Biografie der älteren Menschen in unseren Einrichtungen und Diensten, und der Garten ist deshalb weiterhin fester Bestandteil des Alltags vieler Menschen, die bei uns leben, sei es als Ort der Begegnung und des Feierns, zur Anregung der Sinne, als Ort der Erinnerung, zum gemeinsamen Arbeiten und Gestalten oder einfach nur zum Spazierengehen", erklärt Uwe Braun, Leiter der AWO Pflege in Schleswig-Holstein. "Unkraut vergeht nicht heißt auch: Älterwerden kann gelingen!"

Wie wichtig der Garten für die älteren Menschen ist, auch ohne dass sie aktiv darin arbeiten, weiß auch Holger Kuhlmann, Gärtner im Sinnesgarten des AWO Servicehauses Mettenhof: "Viele schauen jeden Morgen aus dem Fenster oder von ihrem Balkon aus in den Garten. Dieser Blick in den Garten und auf meine Arbeit ist ihnen eine tägliche Freude und ein festes Ritual." Häufig weckt ein Spaziergang durch den Garten bei den älteren Menschen auch Erinnerungen an früher.

Gemeinsam etwas zu gestalten und darüber hinaus eine Brücke zwischen Jung und Alt, zwischen Mietern in der WOHNpflege und Kindern aus dem Quartier zu schaffen, ist auch Ziel des Gartenprojekts im AWO Servicehaus Friesischer Berg in Flensburg. Gemeinsam mit den Schülern der Auguste-Viktoria-Schule haben die Mieterinnen und Mieter schon im vergangenen Jahr Pflanzkästen gebaut, ein Beet aus leuchtend bunten Blumen angelegt, Unkraut gejätet, gegossen und aus den Kräutern Öle hergestellt.

Doch nicht nur als Nutzgarten wird das Gelände genutzt. "Entstanden sind durch die generationsübergreifende Zusammenarbeit auch ein Sinnesgarten, der den Tast- und Geruchssinn unserer Mieter anregt, sowie ein Treffpunkt für Jung und Alt", sagt Maren Seeliger. "So werden die Jahreszeiten auch für unsere Mieterinnen und Mieter erlebbar und spürbar."

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Die Lösung für selbstbestimmtes Leben im Alter liegt laut einem Masterplan des Landes Nordrhein-Westfalen im Quartier. Der Deutschlandfunk (DLF) berichtete in der Länderzeit über das kommunale technikunterstützte Gesundheits- und Quartiersmanagement in der Modellregion Leverkusen.

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Es wird thematisiert, wie ältere Menschen trotz Krankheiten und Einschränkungen weiter im vertrauten Lebensumfeld weiterleben können. Es geht um die Inhalte der Förderung und deren notwendige Vernetzung. Sie können sich auf der Homepage des Projektes Pro Viva näher dazu informieren und den gesamten Beitrag des DLFs online nachhören.


Die DiskussionsteilnehmerInnen, neben HörerInnen, waren:

Roland Weigel, Diplom Sozialwissenschaftler, Landesbüro "Altengerechte Quartiere" NRW

Elke Dahlbeck, Institut Arbeit und Technik (IAT), Gelsenkirchen

Helga Vogt, Stadt Leverkusen, Fachbereich Soziales

Marcus Sauer, Diplom Kaufmann, Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik Iserlohn

Petra Jennen, Leiterin der AWO-Begegnungsstätte Lev.-Rheindorf

Agnieszka Korcz, Kim Siegmund und Joel Zollmarsch, QuartiersmanagerInnen in Leverkusen

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