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In der Alltagssprache werden die Begriffe "Alzheimer" und "Demenz" meist als Synonyme verwendet. Die Diagnose Alzheimer ist aber nur eine - wenn auch die häufigste - Form der Demenz. Über diese und weitere Formen der Demenz klärt der Ratgeber "Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen" auf.

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Der Ratgeber wird von der Alzheimer Forschung Initiative e.V. herausgegeben und kann auf deren Homepage kostenlos bestellt werden. Rund um die Alzheimerdiagnose finden sich dort auch noch weitere Ratgeber. Bereits vergriffene Broschüren und Informationsblätter können kostenfrei heruntergeladen werden.

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Das Kompetenzzentrum Demenz bietet in verschiedenen Orten Schleswig-Holsteins Fort- und Weiterbildungen rund um den Themenkomplex Demenz an. Zielgruppe sind Angehörige von demenzerkrankten Menschen sowie Mitarbeiter/innen und Leitungskräften aus Pflege und Betreuung.

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Das komplette Fortbildungsprogramm für 2017 können Sie auf der neugestalteten Website des Kompetenzzentrums herunterladen. Dort finden Sie auch ein Formular zur Anmeldung bei einer der Veranstaltungen.

Neben dem veröffentlichten Programm kann auch eine individuell zusammenstellbare Fortbildung organisiert werden.

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Die Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) fand im November statt, nun wurde die Dokumentation der zweitägigen Veranstaltung veröffentlicht.

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Laut Angaben der Veranstalter/innen nahmen mehr als 160 haupt- und ehrenamtliche Akteure aus Seniorenarbeit und -politik teil. Es wurden über die Empfehlungen der Altenberichtskommission und die Stellungnahme der Bundesregierung diskutiert. Als Lektüre dazu empfehlen wir Ihnen die Forderungen der BAGSO zum 7. Altenbericht.

Auf den Seiten der BAGSO finden Sie die komplette Dokumentation der Jahrestagung.

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Bereits seit mehreren Jahren - zuletzt im diesen Jahr durch die Bundesarbeitsgemeinschaft für Senioren-Organisationen - wird eine die Verabschiedung einer UN-Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen gefordert. Dass dies bisher nicht geschehen ist bietet genügend Anlass, sich genauer mit der Fachliteratur über Menschenrechte im Alter zu befassen.

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Die Literaturempfehlungen hat das die Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) zusammengestellt. Folgende Artikel können Sie direkt online herunterladen:

Drepper, D. (2016): Ausgepflegt. In: Die Zeit.

Drepper, D. (2016): Dieser Mann macht gute Pflege möglich. In: Die Zeit.

Heggestad, A. K. T. (2015): Dignity and care for people with dementia living in nursing homes. In: Dementia, S. 825-841.

Mahler, C. (2013): Menschenrechte: keine Frage des Alters?

Mahler, C. / Aronson, P. (2016): Menschenrechte in Pflegeheimen. Wie Menschenrechte in der Altenpflege verankert werden können (Position Nr. 3).

Mahler, C. (2015): Menschenrechte in der Pflege. Was die Politik zum Schutz älterer Menschen tun muss (Policy Paper, Nr. 30).


Weiterhin empfiehlt das DZA folgende Bücher zum Thema:

Adam-Paffrath, R. (2014): Würde und Demütigung aus der Perspektive professioneller Pflege. Eine qualitative Untersuchung zur Ethik im ambulanten Pflegebereich.

Bohn, C. (2015): Macht und Scham in der Pflege. Beschämende Situationen erkennen und sensibel damit umgehen.

Brandenburg, H. / Güther, H. / Amann, A. (2015): Gerontologische Pflege.

Bühner, V. H. (2014): Das Innere Elend. Altern und Sterben in einer persönlichkeitsorientierten Gesellschaft.

Dabrowski, M. / Wolf, J. (2016): Menschenwürde und Gerechtigkeit in der Pflege.

Gebauer, M. (2015): Alternde Gesellschaften im Recht. Japanisch-deutsches Symposium in Tübingen vom 3. bis 4. September 2012.

Grond, E. (2014): Pflege Demenzkranker. Impulse für eine wertschätzende Pflege.

Kreß, B. / Mehlhorn, A. (2015): Füreinander Sorge tragen. Religion, Säkularität und Geschlecht in der globalisierten Welt.

Martin, C. / Rodríguez-Pinzón, D. / Brown, B. (2015): Human rights of older people. Universal and regional legal perspectives.

Meenan, H. / Rees, N. / Doron, I. (2016): Towards human rights in residential care for older persons. International perspectives.

Merkt, H. (2014): Ethische und interreligiöse Kompetenzen in der Pflege. Unterrichtsmaterialien für die Pflegeausbildung.

Niederschlag, H. / Proft, I. (2015): Würde bis zuletzt. Medizinische, pflegerische und ethische Herausforderungen am Lebensende.

Scholz-Weinrich, G. (2015): Lebensraum Bett. Bettlägerige alte Menschen im Pflegealltag.


Folgende Beiträge sind in Sammelwerken erschienen:

Baranzke, H. (2015): Schwinden mit den Kräften auch die Rechte? Zum Recht auf Selbstbestimmung im Feld der gerontologischen Langzeitpflege. In: Brandenburg, H. / Güther, H. / Proft, I. (Hrsg.): Kosten kontra Menschlichkeit, S. 69-82.

Kunz, R. (2016): Alter(n) würdig ausgestalten! Selbstbestimmung und Univerfügbarkeit am Beispiel >>Hiob<<. In: Beier, M. / Gabriel, H. / Rieger, H.-M. / Werke, M. (Hrsg.): Religion und Bildung Ressourcen im Alter? S. 41-60.

Kruse, A. (2014): Demenz als kulturelle Heausforderung. In: Feddersen, E. / Lüdtke, I. (Hrsg.): Raumverloren, S. 55-59.

Roos, H. (2014): Demenz - ein psychologischer, zivilgesellschaftlicher und theologischer Zugang: In: Erhardt, M. / Hoffmann, L. / Roos, H. (Hrsg.): Altenarbeit weiterdenken, S. 91-96.

Sittler, L. (2015): Der Ältesten Rat: in Würde altern. In: Klein, A. / Sprengel, R. / Neuling, J. (Hrsg.): Engagement- und Welfare Mix - Trends und Herausforderungen, S. 162-165.

Zander-Schneider, G. / Schneider, W. J. (2015): Demenz und Krankenhaus. Zwei Welten treffen aufeinander. In: Frewer, A. / Bergemann, L. / Schmidhuber, M. (Hrsg.): Demenz und Ethik in der Medizin, S. 97-114.

Van Den Berg, K. (2014): "... when I'm no longer young and beautiful". Bilder von Alten: Würde und Selbstachtung jenseits der Erfolgssemantik. In: Kampmann, S. (Hrsg.): Altern, S. 121-139.


In der "Zeitschrift für Gerontologie + Geriatrie" (2015) finden sich diese Artikel:

  • Hofmann, B.: Altern sachgemäß und menschengerecht wahrnehmen und begleiten, S. 691-694.
  • Lang, F. R.: Möglichkeitsräume zeigen sich in Deutungsmustern. Von der Lebenszeit bis zur Ewigkeit, S. 699-702.
  • Lessenich, S.: Auf der Suche nach dem verschenkten Potenzial, S. 703-706.
  • Oswald, F.: Möglichkeitsraum als Raum. Anmerkungen aus ökogerontologischer Perspektive, S. 707-710.
  • Schneider-Flume, G.: Geschenktes Leben - geschenkte Zeit. Möglichkeiten der Begleitung alter Menschen, S. 711-714.

"Blätter der Wohlfahrtspflege" (2015):

  • Arend, S. / Schmidt, R.: In Würde gehen können. Palliative Care im Pflegeheim - Beispiel Kuratorium Wohnen im Alter, S. 13-15.
  • Waltl, H.: Leben in Würde bis zuletzt. Vom Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in Diensten und Einrichtungen, S. 19-20.

Weitere Artikel finden sich in diesen Fachzeitschriften:

Benkert, B. (2015): "Die Vorbereitung für das Sterben ist die beste Vorbereitung für das Leben". Selbstbestimmt sterben. In: NOVAcura, S. 45-47.

Brysch, E. (2015): Kein Sterben zweiter Klasse. In: Pro Alter, S. 33-35.

Donnelly, L. / Macentee, M. I. (2016): Care perceptions among residents of LTC facilities purporting to offer person-centred care. In: Canadian journal on aging, S. 149-160.

Van Gennip, I.E. et al (2016): How dementia affects personal dignity. A qualitative study on the perspective of individuals with mild to moderate dementia. In: The journals of gerontology, S. 491-501.

Höflacher, R. (2015): In Würde altern - auch mit psychischer Erkrankung. In: Psychosoziale Umschau, S. 41-43.

Immenschuh, U. (2016): Würdevoll mit Schamgefühlen umgehen. Pflege und Scham. In: Die Schwester, der Pfleger, S. 38-41.

Nord, C. (2016): Free choice in residential care for older people - A philosophical reflection. In: Journal of aging studies, S. 59-68.

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Der Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes führt zu Kritik von zahlreichen Akteur/innen. 150 Verbände und Organisationen unterstützen sechs gemeinsame Kernforderungen. Diese richten sich z.B. gegen die Regionalisierung der Eingliederungshilfe und Öffnungsklauseln für Bundesländer, durch die einzelne Leistungen, Zugang, Umfang und Qualität eingeschränkt werden können.

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Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, der Deutsche Behindertenrat, die Fachverbände für Menschen mit Behinderung, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz und der Deutsche Gewerkschaftsbund haben ein gemeinsames Forderungspapier dazu veröffentlicht. 150 Verbände und Organisationen unterstützen inzwischen die Sechs gemeinsame Kernforderungen zum Bundesteilhabegesetz.

Änderungsvorschläge vom Forum behinderter Jurist/innen betreffen die Definition des Personenkreises, eine Ausweitung der Eingliederungshilfe für Ausländer/innen, Sonderregelungen für Pflegebedürftige, Leistungen bezüglich besonderen Einzelfällen, Assistenzleistungen und Persönliche Assistenz, gemeinsame Leistungserbringung sowie die Einkommensanrechnung beim Leistungsbezug.

Der Deutsche Verein weist - ähnlich wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft - darauf hin, die gleichberechtigte selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Hinblick auf die UN-Behindertenrechtskonvention weiter zu entwickeln. Dies sollte eine inklusive Ausrichtung der Regelsysteme, eine bei Bedarf trägerübergreifend wirkende Bedarfsermittlung und Hilfeplanung sowie eine nahtlose und schnelle Leistungserbringung beinhalten.

Online können Sie sich auch die Debatte zum Bundesteilhabegesetz vom 22.09.2016 im Bundestag anschauen.

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Der siebte Altenbericht ist seit dem 11.11.2016 öffentlich zugänglich. Sie können sowohl den kompletten Altenbericht selbst als auch eine zusammenfassende Broschüre lesen.

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Der Altenbericht ist Teil der Drucksache 18/10210 des Bundestages. Ihm vorangestellt ist eine Stellungnahme der Bundesregierung. Eine zusammenfassende und bebilderte Broschüre zum Altenbericht ist ebenfalls online erhältlich.

Alle Altenberichte seit 1993 können Sie auf der jeweiligen Homepage finden.

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Die Zeitschrift "engagement macht stark!" wird vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) herausgegeben und erscheint zweimal jährlich. Die Ausgaben diesen Jahres beschäftigten sich mit den Themen Gesundheit & Prävention, Migration, Unternehmensengagement für Arbeit sowie Integration.

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Die 100seitige Ausgabe 1/2016 beinhaltet ebenfalls die Fotostrecke "Flucht und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg". In der zweiten Ausgabe diesen Jahres wird der Fokus auf Integration und Menschen mit Fluchterfahrung gelegt.

Alle Ausgaben seit 2011 können Sie online herunterladen. Wenn Ausgaben noch als Printversion vorliegen, können Sie diese kostenfrei bestellen.

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Am 15.09.2016 wurden in Neumünster Erkenntnisse aus dem siebten Altenbericht dargestellt und auch diskutiert. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der Veranstaltung und laden Sie sich die Präsentationen der RednerInnen herunter.

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Als Vertretung der Ministerin eröffnete Michael Hempel die Veranstaltung. Unter anderem betonte er, dass das angestrebte gute Leben auch bedeutet, Rahmenbedingungen zu verbessern bzw. herzustellen, die dieses gute Leben möglich machen. Best Practice-Beispiele können dazu Anregungen geben. Aber auch das Altenparlament kann dazu beitragen, indem es sich Gehör verschafft und in Gestaltungsprozess mit einbezogen wird. Das ehrenamtliches Engagement auch ist wichtig für diejenigen, die älter werden, es bedeutet einen Standortvorteil. Die Reihe Beispielsweise … dieses Portals wurde auch als Möglichkeit genannt, konkrete Vorschläge für die Einbindung ehrenamtlichen Engagements auszuprobieren.


Jörg Bülow, Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages (SHGT), wies auf Prognosen und Statistiken. Viele aktive Alte seien in Schleswig-Holstein sichtbar. Aber auch unter Älteren sollte die Heterogenität nicht missachtet werden, denn nicht jeder möchte oder muss aktiv sein. Jörg Bülow benennt folgende Forderungen für ein gutes Leben im Alter:

  • Wohnen bleiben zu Hause
  • Gute Erreichbarkeit von Angeboten zur Nachversorgung
  • Versorgung von Unterstützung, Pflege etc auch in der Fläche soll verfügbar sein
  • Mobilität: Barrierefreiheit und einen gut ausgestatteten öffentlichen Nahverkehr
  • selbstbestimmtes Leben soll ermöglicht werden, Treffpunkte, Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bieten.

Notwendig dafür seien passende Rahmenbedingungen und vorhandene finanzielle Mittel. Förderstrukturen müssen zu den Bedarfen passen. Es braucht Menschen, die sich kümmern sowie gute Ideen und Kreativität.


Frank Berner des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) ist der derzeitige Leiter der Geschäftsstelle für die Altenberichte der Bundesregierung. Er berichtete über den aktuellen siebten sowie vergangene Altenberichte. Laden Sie sich an dieser Stelle die Präsentation runter. Seit dem fünften Altenbericht taucht z.B. der Begriff des aktiven Alterns auf.

Altenberichte müssen von Bundesregierung seit 1993 vorgelegt werden. Im aktuellen siebten Altenbericht wurden vor allem folgende Themen fokussiert:

  • Familiäre Pflege unter Druck, nicht mehr so möglich wie früher. Fachkräftemangel in Pflege
  • Neue Lösungen notwendig. Lokale Sorgestrukturen fördern und ausbauen.

Der Bericht folgt diesen Leitgedanken:

  • Ältere Menschen als sorgende und umsorgte Menschen wahrzunehmen. Es gibt verschiedene Seiten des älter werdens.
  • Geschlechtergerechtigkeit. Vor allem Frauen arbeiten viel in der familiären und professionellen Pflege. Aufgabenteilung sollte gleichberechtiger zwischen Geschlechtern aufgeteilt werden.
  • Generationenübergreifende Perspektive: Angebote müssen nicht auf ältere Menschen beschränkt sein.

Es wurden drei grundsätzlichen Überlegungen nachgegangen:

  • „Neue Subsidarität“: Auf welcher Ebene werden Aufgaben erfüllt? Auf der niedrigsten Ebene kann dies am besten geschehen, öffentliche Hand und Staat sind allerdings immer in der Pflicht, Rahmenbedingungen zu schaffen.
  • Soziale Ungleichheit wurde entgegen den beiden vorigen Altenberichten ein zentrales Thema.
  • Regionale Unterschiede, auch bzgl finanzieller Handlungsspielräume.

Die bearbeiteten Themen wurden vor allem in drei Handlungsfeldern verortet:

  • Gesundheitliche Versorgung
  • Pflegerische Versorgung
  • Wohnen, Wohnumfeld, Mobilität

Als Kernpunkte wurde die Stärkung der Rolle der Kommunen, Vernetzung und Kooperation genannt. Zu den drei Sorgestrukturen gehören ein gemischtes Arrangement für Hilfe und Unterstützung. Es umfasse Familienangehörige, Nachbarschaft, Freunde, freiwillig Engagierte, professionelle Fachkräfte, mittel- und osteuropäische Haushaltshilfen bzw. Pflegekräfte. Der Wohlfahrtsmix umfasst Akteure wie z.B. Beratungsstellen, Kommunen (und entsprechende Ressorts), Selbsthilfeorganisationen, ÄrztInnen, stationäre Hilfen, Pflegekassen und Wohlfahrtsverbände. Eine verstärkte Vernetzung wäre angebracht wäre angebracht.

Als These wird formuliert, dass tragfähige Sorgearrangements entstehen, wenn Hilfen von verschiedenen Akteuren zusammenkommen. Es sollte investiert werden, denn die öffentliche Hand muss private Strukturen rahmen und fördern.

Ein Fokus wird auf Nachbarschaft im Gemeinwesen gesetzt. Eine Balance aus Distanz und Nähe ist gut für kurzfristige, spontane sowie kleine Hilfe, Informationsaustausch und Wohlbefinden. Orte der Begegnung können durch Förderung geschaffen bzw. unterstützt werden.

Der sozialen Ungleichheit wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Eine wachsende Altersarmut hängt auch zusammen mit Unterschieden in Gesundheit, Wohnbedingungen, Mobilität sowie Möglichkeiten der Aktivitäten bei verschiedenen Einkommenssituation. Soziale Ungleichheit relativiert Altersunterschiede und unterstreicht das heterogene Altersbild. Soziale Netzwerke, die unterstützen können, beruhen langfristig auf Gegenseitigkeit. Die soziale Ungleichheit birgt also auch aus dieser Perspektive einen Nachteil für ärmere Menschen.

Freiwilliges Engagement wird meist durch Angehörige der Mittelschicht geleistet, für ärmere Menschen ist dies oft nicht möglich. Als Forderung bzw. Ziel wird genannt, Menschen mit wenig Ressourcen systematisch für freiwilliges Engagement zu gewinnen.

Bezüglich Partizipation und Beteiligung merkt Herr Berner an, dass Einbindung in Umsetzung von Projekten geschehen kann. Aber viele Menschen werden nicht erreicht, dies kann an verschiedenen Sprachkenntnissen, unbekannten Strukturen oder der geringen Anzahl sozialer Kontakte liegen.


Am Nachmittag der Veranstaltung wurden sogenannte Best Practice Beispiele aus verschiedenen Kommunen vorgestellt:


Auf bundespolitischer Ebene wird zur Zeit das Bundesteilhabegesetz diskutiert. In der Fachliteratur ist viel zur Teilhabe von - auch älteren - Menschen mit Beeinträchtigung zu finden. Wir haben Ihnen hier die entsprechenden Literaturempfehlungen der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen zugänglich gemacht.

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Zunächst können Sie einige Werke direkt online nachlesen bzw. kostenfrei ausdrucken:


Zwischenberichte zum Forschungsprojekt Lebensqualität inklusiv(e). Innovative Konzepte unterstützten Wohnens älter werdender Menschen mit Behinderung (LEQUI):


Dieckmann, F. / Metzler, H. (2013): Alter erleben. Lebensqualität und Lebenserwartung von Menschen mit geistiger Behinderung im Alter. Abschlussbericht.

Dieckmann, F. / Schäper, S. / Thimm, A. / Dieckmann, P. / Dluhosch, S. / Lucas, A. (2015): Die Lebenssituation älterer Menschen mit lebenslanger Behinderung in Nordrhein-Westfalen.

Gärtner, C. / Hartmann, B. / Kranich, M. / Luthe, H. / Mierelmeier, S. (2015): Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung begleiten. Eine Handreichung für Mitarbeitende in der Behinderten- und Altenhilfe.

Klein, P. (2012): Barrierefreiheit im Quartier. Untersuchung der Anforderungen älterer Menschen mit Gehbehinderung an eine barrierefreie Quartiersgestaltung in Neuwiedenthal.


Im Folgenden nun eigenständige Werke bzw. Sammelausgaben:

Franz, D. (2016): Menschen mit geistiger Behinderung im Alter. Impulse zur inklusiven Weiterentwicklung der Dienste und Einrichtungen.

Grunwald, K. (2013): Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung. Eine empirische Bestandsaufnahme.

Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft; Deutsches Rotes Kreuz (Hrsg.) (2012): Alter und Behinderung. Behinderung und Alter. Herausforderungen für die Gesellschaft.

Krause, G. / Schwantje, G. (2012): Gel(i)ebtes Leben.

Lennermann-Knobloch, M. (2013): Ich will Rentner sein. Das Abenteuer: individuelle Ruhestandsgestaltung mit Senioren mit geistiger Behinderung. Ein Erfahrungsbericht.

Lubitz, H. (2014): "Das ist wie Gewitter im Kopf!" Erleben und Bewältigung demenzieller Prozesse bei geistiger Behinderung. Bildungs- und Unterstützungsarbeit mit Beschäftigten und Mitbewohner/innen von Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz.

Lude, P. / Willi Studer, M. / Vischer, F. (2014): Warum das Leben weitergeht. Auch im Alter und mit Behinderung: Mit Einschränkungen Lebendigkeit und Lebensfreude bewahren.

Maier-Michalitsch, N. J. / Grunick, G. (2015): Leben pur. Alternde Menschen mit komplexer Behinderung.

Meixner, J. (2015): Hundegestützte Intervention bei älteren Menschen mit einer geistigen Behinderung. Eine videogestützte Verhaltensbeobachtung: ein Aspekt der Salutogenese.

Müller, S. V. / Gärtner, C. (2016): Lebensqualität im Alter. Perspektiven für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischen Erkrankungen.


Diese Beiträge finden Sie in Sammelwerken:

Augustin, B. / Augustin. J. (2012): Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung - Begleitung in einer Wohnstätte. In: Schulz, J. / Wessel, K.-F. (Hrsg.): Rehabilitation und Pflege im Spannungsfeld von Entwicklung und Tod. S. 80-92.

Eiben, A. (2013): Konzepte für Menschen mit Trisomie 21 und einer diagnostizierten Demenz - eine qualitative Studie zur Exploration zu Demenzkonzeptionen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe. In: Boschert, S. / Eiben, A. / Knörr, A.-L. (Hrsg.): Zukunft der Pflege. S. 71-131.

Pfaff, H. / Driller, E. (2013): Behinderung und Alter. In: Haller, M. / Meyer-Wolters, H. / Schulz-Nieswandt, F. (Hrsg.): Alterswelt und institutionelle Strukturen. S. 107-120.

Stöppler, R. (2015): "Neue Alte" inklusive?! Risiken und Chancen der Teilhabe von älteren Menschen mit geistiger Behinderung. In: Maier-Gräwe, U. (Hrsg.): Die Arbeit des Alltags. S. 165-180.

Wiesli, U. (2016): Ältere Menschen mit Behinderung in Pflegeinstitutionen - neue Herausforderungen für die Pflege. In: Heussler, F. / Wildi, J. / Seibl, M. (Hrsg.): Menschen mit Sehbehinderung in Alterseinrichtungen. S. 186-199.

Zander, M. (2012): Behinderung und Hilfebedarf im erwachsenen und hohen Alter. Ähnliche Problemlagen - andere Lösungen? In: Kümpers, S. (Hrsg.): Autonomie trotz Armut und Pflegebedarf? S. 221-231.


Diese Aufsätze aus Fachzeitschriften beschäftigen sich ebenfalls mit dem Thema:

Pro Alter, Heft 48 (2016):

  • Dieckmann, F. / Rodekohr, B. / Rohleder, C.: Alter(n) mit Chance auf Teilhabe, S. 14-20.
  • Lubitz, H.: Total vergesslich - und ein bisschen durchgeknallt, S. 25-29.
  • Woltering, F.: Inklusive Sozialplanung in der Kommune, S. 21-24.

Zeitschrift für Gerontologie + Geriatrie:

  • Schäper, S.; Graumann, S. (2012): Alter(n) als wertvolle Lebensphase erleben. Herausforderungen und Chancen für Menschen mit geistiger Behinderung, S. 630-636.
  • Wolff, C. / Müller, S. V. (2014): Die Lebenssituation von geistig behinderten Menschen mit Demenz in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Ergebnisse einer Befragung in Niedersachsen und Bremen, S. 397-402.

Bruhn, R. / Straßer, B. (2015): Zu Hause gut begleitet sterben. In: Neue Caritas, S. 26-29.

Frewer-Graumann, S. / Schäper, S. (2015): Die unsichtbaren Alten. Bilder über das Altern von Menschen mit lebenslanger Behinderung. In: Journal für Psychologie, S. 25.

Kampmann, S. (2015): Sehen, was geht. Sehverlust. In: Altenpflege, S. 48-52.

Kostrzewa, S. / Sayim, A. (2013): Wohnstätten als Orte zum Sterben? Palliative Care in der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung. In: Die Hospiz-Zeitschrift, S. 21-23.

Sonnenberg, K. (2013): Ältere Menschen mit geistiger Behinderung in Wohnheimen und Werkstätten. Herausforderungen für die sozialen Professionen. In: Sozialer Fortschritt, S. 99-104.

Tessmer, N. (2013): Die Gestaltung eines "inklusiven Sozialraums" in Kommunen. Anforderungen oder Überforderungen? In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, S. 76-84.

Theunissen, G. (2014): Altern mit Autismus. In: Neue Praxis, S. 494-509.

Tiesmeyer, K. (2015): Unterstützung von älteren Menschen mit Behinderung und erhöhtem Pflegebedarf. Wissenschaftliche Herausforderungen. In: Pflege & Gesellschaft, S. 241-262.

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Ein Leitfaden des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) unterstützt PflegeberaterInnen beim Thema psychische Problemlagen älterer und pflegebedürftiger Menschen.

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Immer mehr ältere Menschen müssen in ihrem Alltag nicht nur mit Hilfe- und Pflegebedarf umgehen, sondern zum Teil auch gravierende Einschränkungen der psychischen Gesundheit bewältigen. Dazu zählen unter anderem demenzielle Erkrankungen, Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen. Um PflegeberaterInnen im Umgang mit diesen Herausforderungen zu unterstützen, hat das ZQP einen Leitfaden zu psychischen Problemlagen entwickelt. Dieser richtet sich an psychiatrisch nicht spezialisierte Berufsgruppen aus der psychosozialen Beratung. Gut verständlich und auf Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands werden wichtige Informationen zu sogenannten psychischen Störungen, Entstehungsmodellen und Interventionsansätzen kompakt aufbereitet. Der Leitfaden hilft vor allem dabei, Hinweise auf psychische Problemlagen zu erkennen und gegebenenfalls gezielt auf ärztliche und psychotherapeutische Interventionen und Behandlungsoptionen hinzuweisen zu können. Damit leistet das Kompendium auch einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Pflegeberatung nach § 7a SGB XI.

„Die komplexe Lebenssituation von pflegebedürftigen Menschen stellt anspruchsvolle Anforderungen an Berufsgruppen, die sich in der Beratung, Betreuung und Versorgung von älteren Menschen engagieren. Dies gilt insbesondere für die Beratung älterer Menschen, die trotz ihrer vielfältigen Einschränkungen einschließlich psychischer Erkrankungen weiterhin zu Hause leben wollen. Vor diesem Hintergrund finden Pflegeberater einen wissenschaftlich fundierten Überblick zum aktuellen Stand des medizinischen und psychotherapeutischen Wissens. Sie können so gezielt den Zugang zu ärztlichen und psychotherapeutischen Interventionen erleichtern“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.

Das Kompendium ergänzt die einschlägigen fachlichen Leitlinien mit Empfehlungen und Orientierungshilfen für den nichtärztlichen Bereich. Grundlage dafür waren unter anderem die Empfehlungen der aktuellen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“.

Strukturell bietet der Leitfaden neben einer allgemeinen Einführung und konkreter Beschreibungen psychischer Störungen und Problemlagen auch praktische Hinweise für den problembezogenen Beratungsprozess. Die LeserIn wird dabei zunächst über Auftretenswahrscheinlichkeit, Verlauf, Ursachen und Risikofaktoren informiert. Durch anschauliche Flussdiagramme werden den Beratenden zudem Empfehlungen zum Erkennen und zum Management in Bezug auf die Problemlage aber auch detaillierte Informationen zu angezeigten psychosozialen Interventionen gegeben.

Der Leitfaden kann online heruntergeladen werden oder in einer kostenlosen Papierversion unter info@zqp.de bestellt werden. Mehr Informationen zu Qualität in der Pflege findet sich auf der Homepage des ZQP.

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