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Am 31. März und 1. April 2022 findet wieder die jährliche Frühjahrsakademie des Forum Seniorenarbeit NRW statt. Die zweitägige Online-Veranstaltung soll haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der gemeinwesenorientierten Senior*innenarbeit eine Plattform zum Austausch mit Schwerpunkt auf den Aufbau digitaler Strukturen geben.

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Ursprünglich war die Frühjahrsakademie als Präsenzveranstaltung in Münster geplant, nun wird sie pandemiebedingt wieder online stattfinden müssen. Das Forum Seniorenarbeit NRW schreibt dazu auf der eigenen Internetseite: „Im letzten Jahr wurde die zweitägige Veranstaltung bereits digital durchgeführt und von den Teilnehmer*innen positiv bewertet, sodass wir hoffen, dass auch die diesjährige digitale Frühjahrsakademie eine etwas andere, aber erfolgreiche Veranstaltung wird.“

Die zweitägige Veranstaltung findet dieses Jahr unter dem Titel „Erfahrungen beim Aufbau digitaler Strukturen für ältere Menschen – Welche Formate sind zukunftsfähig und was braucht es?“ statt. Dabei sind eine Reihe von Workshops und Inputs geplant. Vorgestellt werden soll beispielsweise das Seniorennetzwerk „Wir sind Haan“, welches digitale Lern-Tüten und Digitaltandems eingesetzt hat. Ein anderer Workshop ist von dem Forum Seniorenarbeit NRW geplant, die ein eigenes Schulungskonzept entwickelt haben.

Die Frühjahrsakademie insgesamt soll eine Plattform bieten, sich über den Aufbau digitaler Strukturen austauschen zu können. „Ziel ist es, Erlebnisse, gesammelte Erfahrungen und bereits umgesetzte (Projekt-)Ideen weiterzuentwickeln, sodass gemeinsam Einsatzmöglichkeiten und Umsetzungsideen erarbeitet werden, wie Digitalisierung zukünftig auch in der Senior*innenarbeit eine Rolle spielen kann und welche Voraussetzungen es dafür braucht.“

Das Programmheft wird derzeit noch überarbeitet und an die digitale Veranstaltungsform angepasst. Einen Einblick in die geplanten Angebote erlangen Sie dort bereits jetzt. Auf dem laufenden bleiben Sie über die Internetseite des Forum Seniorenarbeit NRW, dort finden Sie auch weiterführende Informationen zur Teilnahme.

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2002 wurde der Zweite Weltaltenplan der Vereinten Nationen (UN) verabschiedet. Alle fünf Jahre gibt es einen Bericht zur Bewertung des Umsetzungsstandes, bei dem sich neben der Bundesregierung auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) beteiligt. Ende des vergangenen Jahres hat die BAGSO ihre Bewertung in Form einer Stellungnahme veröffentlicht.

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Zur Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans, der in Madrid verabschiedet wurde und in diesem Jahr zwanzigjähriges Jubiläum feiert, gibt es einen Nationalen Bericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über die Umsetzung und Situation in Deutschland. Die BAGSO hat mit einer eigenen Stellungnahme Ende des vergangenen Jahres die Sichtweise der Zivilgesellschaft ergänzt.

Einer der größten Erfolge der Seniorenpolitik der letzten zwanzig Jahre in Deutschland im Hinblick auf die Würdigung des Potentials älterer Menschen sei laut dem Bericht der Bundesregierung die nachhaltige Förderung von Mehrgenerationenhäusern. Bundesweit gebe es mittlerweile rund 530 solcher „Begegnungsorte und Anlaufstellen mit niedrigschwelligen und wohnortnahen Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangeboten, die allen Menschen offenstehen und soziale Teilhabe sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zwischen Generationen und Kulturen fördern.“

Für die Verlängerung des Arbeitslebens und der Arbeitsfähigkeit verbucht die Bundesregierung die Einführung des Pflegezeitgesetzes (PflegeZG) und des Familienpflegezeitgesetzes (FPfZG) als wichtigsten Erfolg. Bei der Sicherstellung der Würde und Selbstbestimmung im Alter hebt der Bericht zudem die Erstellung der „Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen“ als größten Erfolg der letzten 20 Jahre hervor.

Ergänzend zu dem Nationalen Bericht hat die BAGSO als größter Dachverband der Seniorenorganisation ihre Mitgliedsverbände zum Umsetzungsstand befragt und die wichtigsten Erkenntnisse in einer 16-seitigen Stellungnahme aus Sicht der Zivilgesellschaft zusammengetragen. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft spricht von generellen Erfolgen, so seien die Bedingungen für das Älterwerden seit dem letzten Bericht 2017 z. B. im Hinblick auf gesundheitliche Prävention besser geworden. Auch seien differenziertere Altersbilder in den vergangenen Jahren zunehmend wahrgenommen worden. Allerdings gebe es auch noch reichlich Handlungsbedarf. Beispielsweise bei der Sicherung der Rechte auf gesellschaftliche und politische Teilhabe oder soziale Sicherheit im Alter. Konkrete fordert der Dachverband im Bericht:

  • Zugänge zu digitalen Medien und das Recht auf analoge Zugänge,
  • Pflege, inkl. der Hospiz- und Palliativpflege, auch im häuslichen Bereich,
  • Daseinsvorsorge in den Kommunen, auch im ländlichen Raum, und integrierte Quartiersentwicklung sowie
  • Barrierefreiheit, auch in Bezug auf die Mobilität Älterer.

Die Aspekte werden in dem Dokument jeweils weiter erläutert.


Linksammlung zu den Berichten:

Madrid international plan on action and ageing (Weltaltenplan, englisch): political-declaration-en.pdf (un.org)

Nationaler Bericht der Bundesregierung: Nationaler Bericht Bundesrepublik Deutschland (bmfsfj.de)

BAGSO-Stellungnahme: Eine Bewertung der Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans in Deutschland aus Sicht der Zivilgesellschaft (BAGSO)

Über die Bedeutung des Zweiten Weltaltenplans für die Altenpolitik hat die BAGSO 2019 eine eigenständige Broschüre herausgegeben, die sie hier finden: Eine Gesellschaft für alle Lebensalter – Der Zweite Weltaltenplan der Vereinten Nationen und seine Bedeutung für die Altenpolitik (bmfsfj.de).

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Im Februar veranstaltet das Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und Inklusion (kubia) einen Online-Workshop zum Thema kultureller Bildungsarbeit in Kommunen. Was es für die Implementierung von kulturgeragogischer Angebote in Kommunen braucht, soll am Beispiel der Stadt Oldenburg untersucht werden.

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„Kulturelle Bildung ist auch im Alter ein Grundrecht. In den meisten Städten und Kommunen ist sie jedoch für Kinder und Jugendliche sowohl qualitativ als auch quantitativ weitaus besser aufgestellt als die Kulturelle Bildung mit Älteren“, heißt es zu dem Workshop in der Veranstaltungsbeschreibung. Der Workshop ist kostenfrei und findet am 16. Februar von 9:00 bis 12:20 Uhr statt. Er richtet insbesondere an Akteurinnen und Akteure in Kulturbüros oder Kulturämtern, die „Wege suchen, Kulturgeragogik mit Älteren zu befördern, weiter zu entwickeln und sie zu einem festen Bestandteil der Kulturarbeit in ihrer Kommune zu machen.“

Schon seit längerem verfolge das Kulturbüro Oldenburg die Etablierung kulturgeragogischer Angebote. So habe es beispielsweise mit Balkon- und Hofkonzerten während der Corona-Pandemie Formate gegeben, die sich verfestigen lassen würden. Am Oldenburger Beispiel soll untersucht werden, was es für eine kommunale kulturelle Bildung Älterer benötigt. In Kleingruppen werden die Teilnehmenden dann auf mögliche Anknüpfungspunkte in ihren Kommunen blicken.

Referentin ist die Kulturgeragogin Christiane Maaß, die im Oldenburger Kulturbüro für Kulturelle Bildung und Teilhabe zuständig ist. Anmeldefrist ist der 07.02.2022.

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Das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein bietet kommenden Monat drei verschiedene Online-Fortbildungen rund um das Thema Demenz an. Die Veranstaltungen richten sich neben beruflich Pflegenden auch an ehrenamtlich Engagierte.

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In einem Beitrag im Dezember haben wir bereits über das Jahresprogramm des schleswig-holsteinischen Kompetenzzentrums berichtet. Direkt zu dem Programm gelangen Sie über diesen Link.

Für Februar weisen wir auf folgende Termine hin:

  • Die erste Online-Veranstaltung im Februar heißt „'Mein Fahrrad' - vergnügliche Stunden zum Erinnern und ins Erzählen kommen mit Menschen mit Demenz“ (im Jahresprogramm noch als Präsenzveranstaltung markiert!). Die Fortbildung findet am 08. Februar von 10:00 bis 14:00 Uhr statt. Inhaltlich soll es um eine Zeitreise zur Geschichte des Fahrrads gehen, die in Wohneinrichtungen, Senior*innentreffs oder Betreuungsgruppen für „Licht und Freude für Aktivierungsrunden“ sorgen könnten. „Gemeinsam lernen wir bereits ausgearbeitete, biografieorientierte Erlebnisstunden mit Warming-Up-Geschichten, Bildern und Gedächtnisübungen für Gruppen- und Einzelaktivitäten kennen“, heißt es in der Veranstaltungsbeschreibung im Jahresprogramm. „Mit diesem Leitfaden inkl. Arbeitsmaterial dürfen Sie als Anleitende improvisieren und auch mal den Faden verlieren.“ Die Veranstaltung kostet laut aktueller Pressemitteilung (anders als im Jahresprogramm beschrieben) 35 Euro für ehrenamtlich Engagierte und 55 Euro für beruflich Pflegende oder andere Interessierte.
  • Einen Tag darauf, am 09. Februar, findet die zweite Online-Fortbildung im Februar unter dem Titel „Weckworte I - Menschen für Poesie begeistern“ in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr statt. Die Kosten für die dreistündige Veranstaltung liegen bei 60 Euro bzw. 40 Euro für ehrenamtlich Engagierte. Poesie wirke belebend, wecke Erinnerungen und schaffe kommunikative Brücken. Daher würden bei der Fortbildung Techniken vermittelt werden, „mit denen man die Gedichte interaktiv und aktivierend vortragen kann“, beschreibt das Kompetenzzentrum den Inhalt der Online-Fortbildung. „An konkreten Beispielen lernen die Teilnehmenden die Auswahl der Gedichte nach biographischen Merkmalen und die Anwendung der Texte in bekannten Situationen des Alltags.“
  • Die dritte Online-Fortbildung im kommenden Monat findet am 17. Februar statt. Die Fortbildung mit dem Titel „Barrierefreiheit oder Wohnraumgestaltung für Menschen mit Demenz - ein Widerspruch!?“ findet von 10:00 bis 13:00 Uhr statt und kostet 50 Euro, ehrenamtlich Engagierte zahlen 35 Euro. Bei der Veranstaltung werden Lösungen für „offensichtliche und nicht ganz so leicht erkennbare Barrieren“ in der Wohnung von älteren Menschen erarbeitet.

Anmelden können Sie sich unter der Telefonnummer 040 / 2383044-0 oder unter https://www.demenz-sh.de/. Anmeldedaten werden jeweils kurz vor den Veranstaltungsterminen per E-Mail verschickt.

Das Kompetenzzentrum Demenz ist Projekt der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) und bietet neben Fortbildungen auch Beratungen an. Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit ist ebenfalls Teil des Projekts, welches seit 2011 vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren und vom Spitzenverband der Pflegekassen gefördert wird. Nach Angaben des Kompetenzzentrums leben in Schleswig-Holstein rund 62.000 Menschen mit einer Demenz.

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Mit der Wanderausstellung „Dialog mit dem Ende“ will die Körber-Stiftung dazu ermutigen, sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinanderzusetzen. Mit einer App (Anwendung für Mobiltelefone) werden Interessierte zusätzlich dazu eingeladen, sich Gedanken darüber zu machen, was sie an ihrem letzten Tag tun wollen würden.

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„Der Tod ist das letzte Tabu“, heißt es einleitend auf der Internetseite der Wanderausstellung. „Über das Sterben spricht man nicht in einer Gesellschaft, die immer gesünder und leistungsfähiger werden will.“ Doch das will die Körber-Stiftung in Kooperation mit der Beisheim Stiftung ändern.

Drei Jahre lang haben sich die Dokumentarfilmerin Sylvie Hohlbaum und der Fotograf Steffen Baraniak auf Initiative des Sozialunternehmers Andreas Heinecke auf die Suche nach Menschen gemacht, die sich in ihrer letzten Lebensphase befunden haben. Im Laufe der Recherche haben die Künstler*innen von insgesamt 19 Frauen und Männer – darunter sowohl Hochbetagte als auch junge Schwerkranke – die persönlichen Gedanken, Gefühle und Ängste in Bezug auf den Tod mitgeteilt bekommen.

In der Wanderausstellung werden die dabei entstandenen Fotografien und filmischen Porträts der Protagonist*innen gezeigt. Gefragt worden seien die Gesprächspartner*innen unter anderem, ob sie sich wünschten, ewig zu leben oder wofür sie gerne erinnert werden wollten. „DIALOG MIT DEM ENDE versteht sich als Annäherung und lädt dazu ein, in einen eigenen Dialog mit diesem schwierigen und gleichsam ganz alltäglichen Thema zu treten, das – wie die Geburt – natürliche Bedingung des Lebens ist und die Menschen letztlich vereint“, heißt es auf der Seite der Ausstellung, die 2022 durch Deutschland touren wird.

Bereits 2019 wurde die Ausstellung als Pilotprojekt im Haus im Park der Körber-Stiftung gezeigt. Nun sind eine Reihe von Terminen für dieses Jahr geplant. Derzeit (noch bis Ende Januar) ist die Ausstellung in Trier zu besuchen. Weitere Standorte werden unter anderem München, Regensburg und Halle/Saale sein. Der nördlichste Standort von „Dialog mit Ende“ ist in Braunschweig, dort wird die Wanderausstellung im Juni angeboten.

Neben „Dialog mit Ende“ hat die Körber-Stiftung auch eine Web-App entwickelt, die Nutzer*innen dazu anregen soll, sich „auf spielerische Art und Weise mit dem eigenen Lebensende auseinanderzusetzen“. „Der letzte Tag“ ist der Name der App, in der Fragen wie „Was wäre, wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre?“, „Was möchte ich noch unternehmen oder erledigen?“ oder „Wen möchte ich treffen?“ dazu einladen, „über das Undenkbare nachzudenken: Den letzten Tag im eigenen Leben.“

Mehr Informationen zur Web-App erhalten Sie hier. Über diesen Link gelangen Sie direkt zu der „Der letzte Tag“-App.

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Wie auch zu vergangenen Jahreswechseln üblich hat die Bürgerbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein auch dieses Mal Änderungen im Sozialrecht in einer Übersicht zur Verfügung gestellt.

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Samiah El Samadoni hat als Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheit Ende 2021 wieder einen Überblick veröffentlicht, was sich im Sozialrecht zum Jahreswechsel oder im Laufe des Jahres 2022 ändert. El Samadoni selbst berät Bürger*innen auch in sozialrechtlichen Fragen.

Die Gesetzliche Pflegeversicherung ist ein relevanter Teil des Sozialrechts, in dem es eine Reihe von Änderungen gab oder geben wird. Die Bürgerbeauftrage nennt in ihrer Veröffentlichung einige dieser Änderungen, über die Pflege haben wir kürzlich allerdings schon in einem gesonderten Beitrag berichtet.

Neben der sozialen Pflegeversicherung ist für die Seniorenpolitik sicherlich die Gesetzliche Rente von Bedeutung. Nachdem die Rente 2021 nur geringfügig gestiegen war, wurde Rentner*innen für das Jahr 2022 eine spürbarere Erhöhung versprochen. Waren im Herbst vergangenen Jahres Medienberichten zufolge allerdings noch über 5 Prozent geplant, dürfte die im Sommer erwartete Erhöhung nun doch schmaler ausfallen als zunächst angenommen (mehr dazu u.a. hier). Über weitere Änderungen bei der Rente informiert auch die Gesetzliche Rentenversicherung.

Höhere Regelsätze gelten nun auch in der Sozialhilfe. Allerdings sind die Sätze nur um drei Euro je Monat angehoben worden. Wie auch bei der Grundsicherung für Arbeitssuchende („Hartz IV“) beträgt der Regelsatz bei alleinstehenden Personen auch  bei der Sozialhilfe seit Jahresbeginn 449 statt 446 Euro.

In der Gesetzlichen Krankenversicherung gibt es neben der elektronischen Krankmeldung nun auch das „E-Rezept“. „Auch bei den Rezepten für Arzneimittel schreitet die Digitalisierung voran“, heißt es dazu von El Samadoni. Seit dem 01. Januar müssen sogenannte E-Rezepte ausgestellt werden. Patient*innen können dann auf Wunsch auch digital verschreibungspflichtige Medikamente bestellen. Es gibt zwar weiterhin auch Rezepte in Papierform, diese enthalten nun allerdings zusätzlich einen QR-Code.

Mehr von der schleswig-holsteinischen Bürgerbeauftragten für soziale Angelegenheiten finden Sie hier – zum Beispiel auch Informationen über die Bürger*innensprechtage vor Ort.

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In der Diskussion um Verkehrssicherheit und Mobilität von Senior*innen wird häufig betont, dass ältere Menschen beispielsweise aufgrund eingeschränkter Reaktionszeiten das Auto besser stehen lassen sollten. Gleichzeitig ist der Erhalt von Mobilität im Alter Teil von Autonomie und Teilhabe. Immer mehr Kommunen zeigen in Modellprojekten, wie es gehen könnte: Kostenfreie ÖPNV-Jahreskarten gegen die Abgabe des Führerscheins.

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Mit zunehmendem Alter wird oft auch Seh- und Reaktionsvermögen schlechter. Das wird insbesondere im Hinblick auf den Straßenverkehr oft kritisch diskutiert, schließlich entstehe daher auch ein Fremdgefährden anderer Verkehrsteilnehmer*innen. Sollte es regelmäßige verpflichtende Tests zur Überprüfung des Fahrvermögens geben? Sollte man ab einem bestimmten Alter nicht mehr Autofahren dürfen? Solche und ähnliche Fragen finden sich in der Debatte wieder.

Bei der Frage, welche Altersgruppe statistisch die meisten Unfälle baut, liegen ältere Menschen allerdings nicht vorne: „Das höchste auf die Fahrleistung bezogene Risiko, als Pkw-Fahrer an einem Unfall mit Getöteten als Hauptverursacher beteiligt zu sein, liegt wiederum bei den 18- bis 20-Jährigen“, heißt es in der Studie „Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr“, die die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) 2018 publiziert hat. Die Studie ist zudem Grundlage für die SENIORWALK-Studie zur Sicherheit älterer Fußgänger*innen, über die wir im Dezember berichtet hatten.

Richtig ist aber auch, dass das Unfallrisiko mit zunehmendem Alter wieder steigt. Der Risikowert von Senior*innen liege etwas höher als der von 21- bis 24-Jährigen. „Sie sollten die eigenen Fahrfähigkeiten regelmäßig, vor allem aber selbstkritisch hinterfragen“, empfiehlt daher ADAC-Verkehrspsychologe Ulrich Chiellino. Der ADAC bietet zwar freiwillige Tests zur Überprüfung der Fahrtauglichkeit an, spricht sich selbst jedoch gegen regelmäßige verpflichtende Tests von Menschen über 65 Jahren aus. Die älteren Fahrer*innen würden riskante Manöver meiden und größere Abstände einhalten. „Mit einem derart besonnenen und selbstkritischen Fahrverhalten können altersbedingte Leistungseinbußen häufig ausreichend kompensiert werden“, heißt es weiter auf der Internetseite des Automobilclubs.

Autofahren ist Teil von Mobilität und damit auch eine Frage von Teilhabechancen und Unabhängigkeit im Alter. Zumal es – gerade in ländlichen Regionen – vielerorts an Alternativen fehlt. Mit Hilfe von Modellprojekten versuchen aber immer mehr Kommunen, für ältere Menschen Anreize zu schaffen, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) dem Auto vorzuziehen. Wie der BR in einem Fernsehbeitrag Anfang 2020 berichtet, haben Seniorinnen und Senioren beispielsweise in Bamberg die Möglichkeit, ihren Führerschein für immer abzugeben – und im Gegenzug eine kostenfreie Jahreskarte für den ÖPNV zu erhalten. Allerdings wird diese nur für ein Jahr von der Stadt übernommen, danach müssen die Nutzer*innen selbst für das entsprechende Ticket aufkommen. Ähnliche Projekte gibt es auch in anderen Städten wie im nordrhein-westfälischen Recklinghausen.

Auch die schleswig-holsteinische Stadt Lübeck hat im August 2021 ein in diesem Jahr beginnendes Modellprojekt beschlossen, das mehr Menschen zu einem Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen soll. Auch hier bekommen Personen eine kostenfreie Jahreskarte für den ÖPNV, wenn sie im Gegenzug ihren Führerschein abgeben. Hierbei geht es allerdings nicht explizit nur um Senior*innen, auch, wenn das Projekt für diese vermutlich am interessantesten sein dürfte. „Ziel des Modellversuchs ist es, in Lübeck die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Kfz-Verkehr einschließlich des ruhenden Verkehrs zu reduzieren, Menschen für den ÖPNV zu begeistern und so einen nachhaltigen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten“, heißt es in der Begründung des in der Lübecker Bürgerschaft angenommenen Antrags. Die Kosten für die Stadt würden sich am Ende einer dreijährigen Laufzeit auf rund 315.000 Euro belaufen.

Bereits 2019 gab es in Lübeck einen entsprechenden interfraktionellen Antrag von SPD und CDU. Im damaligen Beschlussvorschlag heißt es, der Lübecker Senior*innenbeirat stimme dem Vorschlag ausdrücklich zu. Fraglich ist allerdings, ob die Abgabe des Führerscheins für immer im Gegenzug zu lediglich einem Jahr kostenfreier ÖPNV-Nutzung ein guter Tausch ist. So bleibt abzuwarten, wie nachgefragt das Angebot der Stadt wirklich sein wird.

Auch in Fragen der Verkehrssicherheit wäre ein zumindest für Senior*innen grundsätzlich kostenfreier ÖPNV sicherlich die attraktivere Alternative. Auch das im September 2021 zusammengekommene Altenparlament in Schleswig-Holstein hat sich zum wiederholten Male dafür eingesetzt. Im entsprechenden Beschluss heißt es: „Die Landesregierung Schleswig-Holstein möge sich dafür einsetzen, dass alle Bürger*innen ab Eintritt in den Ruhestand, alle Bürger*innen mit Grundsicherung und alle Bürger*innen mit einem Grad der Behinderung ab 50% den ÖPNV in Schleswig-Holstein kostenfrei nutzen können.“

Weiterführende Links zum Thema:

NDR: Modellversuch in Lübeck: Bus-Jahreskarte gegen Führerschein

NDR: Autofahren im Alter – Mehr Sicherheit durch freiwilliges Training

Bundesministerium für Digitales und Verkehr: Verkehrssicherheit für Seniorinnen und Senioren

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Die Netzwerkstelle Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz hat im Oktober und November zu zwei Seminaren für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von lokalen Allianzen eingeladen. Die Materialien stehen nun auch online zur Verfügung.

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Zusammen mit der Kommunikationsagentur neues handeln hat die Netzwerkstelle am 26. Oktober und am 03. November dieses Jahres erneut zwei Online-Veranstaltungen durchgeführt, bei denen Tipps zur Öffentlichkeitsarbeit vermittelt werden sollten. Vergleichbare Seminare hatten die Organisator*innen bereits im Mai und Juni angeboten. Während es im Frühjahr allerdings schwerpunktmäßig um den den Aufbau und die Nutzung von Social-Media-Angeboten (z.B. Facebook, Instagram) ging, haben Teilnehmende dieses Mal beispielsweise etwas über das Verfassen einer Pressemitteilung gelernt. Demenzsensible (Bild-)Sprache war ebenfalls Thema.

„Das Online-Seminar vermittelte praxisnah, wie Lokale Allianzen ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit strategisch aufsetzen und erfolgreich für die Netzwerkarbeit nutzen können“, heißt es in der Dokumentation der Seminare auf der Internetseite der Netzwerkstelle Lokale Allianzen. Dort finden Sie auch die knapp 90-seitige Präsentation als PDF-Download und den Leitfaden zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Der Leitfaden wurde entwickelt, um Akteur*innen in Lokalen Allianzen dabei zu unterstützen, „eine gute Präsenz in den Medien zu erreichen“. Durch gezielte Pressearbeit sei das möglich. Das Thema Demenz sei – so einleitend im Leitfaden beschrieben – in der heutigen Zeit von hoher Relevanz und werde mit zunehmender Zahl von Menschen mit Demenz weiter an Bedeutung gewinnen.

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„Ältere Lernende und die digitale Welt – Fühlen Sie sich schon fit?“ ist der Titel eines Workshops, der im Januar durch das Instituts für Lern-Innovation der Universität Erlangen-Nürnberg digital angeboten wird.

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Verschiedene Projekte und Konzepte zum Online-Lernen sollen bei der Veranstaltung vorgestellt werden. Darunter neben dem internationalen und von der EU-Kommission gefördertem GrandExpertS-Projekt beispielsweise der sogenannte „SenGuide“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Teil des Workshops ist unter anderem ein „Autorentraining“ für das SenGuide-Projekt, um selbst Lerninhalte erstellen zu können.

„Wer über die nötigen Kompetenzen und Werkzeuge verfügt, kann aktiv am gesellschaftlichen (Online-)Leben teilnehmen und dieses mitgestalten“, heißt es in der Ankündigung zur Veranstaltung. „Um älteren Lernenden das zu ermöglichen, stellt das Institut für Lern-Innovation in praktischen Beispielen Konzepte, Besonderheiten und Vorzüge des Online-Lernens für ältere Menschen vor.“  So soll es den Teilnehmenden außerdem möglich sein, selbst auszuprobieren, wie fit sie sich in der digitalen Welt fühlen. Darüber hinaus könne man in das Kursangebot des Instituts für Lern-Innovation hineinschnuppern und Informationen dazu erlangen, wie man sich für diese anmelden kann.

Der digitale Workshop ist am 19. Januar 2022 in der Zeit von 14:00 bis 19:00 Uhr geplant und wird über die Plattform Zoom stattfinden. Eine Anmeldung ist per E-Mail an katrin.christl@ili.fau.de erforderlich. Einen Link und entsprechende Anmeldedaten zur Teilnahme bekommen Sie anschließend zugesandt.

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Berliner Politiker*innen verschiedener Fraktionen übernehmen vom 15. bis zum 17. Dezember jeweils für eine Stunde das „Silbertelefon“, um mit Menschen über 60 Jahren ins Gespräch zu kommen. Die Aktion soll ein Zeichen im Kampf gegen Einsamkeit im Alter setzen.

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Bei dem Silbertelefon des Vereins Silbernetz e.V. handelt es sich um eine kostenfreie Telefonnummer, unter der sich ältere Menschen anonym melden können, wenn sie sich einsam fühlen. „Einfach mal reden“ lautet daher das Motto, das man immer wieder auf der Internetseite des Projekts zu lesen bekommt. Seit März 2020 ist die Hotline bundesweit unter der Nummer 0800 4 70 80 90 zwischen 8:00 und 22:00 Uhr täglich aktiv. Seit dem ersten Lockdown seien nach Angaben des Vereins bereits rund 230.000 Anrufe eingegangen.

Gerade im Dezember sei der Bedarf an Gesprächen groß: „Wie immer in der Weihnachtszeit leiden ältere Menschen besonders stark unter ihrer Einsamkeit – die aktuelle Corona-Lage verschärft die Situation zusätzlich“, so Silbernetz-Initiatorin Elke Schilling in einer Pressemitteilung. „Das zeichnet sich bereits jetzt in den Gesprächen am Silbertelefon ab“. Als Zeichen im Kampf gegen Alterseinsamkeit werden daher Politikerinnen und Politiker aus dem Berliner Abgeordnetenhaus drei Tage in der Vorweihnachtszeit nutzen, um selbst einige Gespräche am Telefon zu führen. Vom 15. bis zum 17. Dezember werden die Landespolitiker*innen das Telefon in Berlin-Wedding jeweils eine Stunde übernehmen.

Darunter unter anderem die mögliche kommende Bürgermeisterin der Hauptstadt, Franziska Giffey (SPD) – der bereits ausgehandelte Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grünen und Linken liegt derzeit noch den Parteien zur Abstimmung vor. Bundesweit bekannt dürfte auch die teilnehmende SPD-Politikerin Sawsan Chebli sein, die im Bund unter anderem einige Jahre stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes war und derzeit Staatssekretärin in der Berliner Staatskanzlei ist. Unter den Telefonierenden wird auch Bettina Jarasch, die Spitzenkandidatin der Grünen zur vergangenen Landtagswahl und derzeitige Fraktionsvorsitzende sein. Kai Wegner (CDU) und Sebastian Czaja (FDP) sind ebenfalls Teil der Aktion.

Die Aktion könnte dazu beitragen, das Thema Einsamkeit im Alter stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. „Danke an alle Politiker*innen, die hierfür Aufmerksamkeit schaffen“, so die Initiatorin des Projekts. Silbernetz e.V. spricht von acht Millionen älteren Menschen in Deutschland, die zeitweise einsam oder isoliert leben würden.

Um dem besonderen Bedarf über die Feiertage gerecht zu werden, wird es auch in diesem Jahr wieder das Feiertagstelefon von Silbernetz geben. Vom 24. Dezember 2021 ab 8 Uhr morgens bis zum 1. Januar 2022 um 22 Uhr abends ist die Nummer rund um die Uhr freigeschaltet.

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