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Vergangene Woche fand der 13. Deutsche Seniorentag statt, wie wir bereits berichteten. Wir haben für Sie an der Veranstaltung „Ältere digital verbinden – Lehren aus dem Lockdown“ teilgenommen, die wir hier zusammenfassen.

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Das Thema Digitalisierung ist beim Deutschen Seniorentag nicht nur aufgrund der kurzfristigen Umstellung auf eine Online- statt Präsenzveranstaltung von Bedeutung gewesen. Auch in zahlreichen Einzelveranstaltung stand das Thema im Mittelpunkt, schließlich sorgt seit knapp zwei Jahren eine Pandemie dafür, dass digitale Angebote zwangsläufig an Bedeutung gewonnen haben und auch den Alltag der Senior*innenpolitik bestimmen. Deshalb haben   wir uns dazu entschieden, die Veranstaltung „Ältere digital verbinden – Lehren aus dem Lockdown“ vom 26.11.2021 für Sie zu verfolgen und einige der zentralen Erkenntnisse zusammenzufassen. Bei der Veranstaltung ging es insbesondere um die Unterstützung der Senior*innen im Rahmen des Projekts Digital-Kompass.

Die rund 1,5-stündige Veranstaltung bestand aus zwei Teilen, einiger inhaltlichen Aufschläge und im Anschluss eine Podiumsdiskussion, in denen mehrere Digital-Kompass-Standorte vorgestellt und Einblicke in die Arbeit vor Ort gegeben wurden. Im ersten Teil haben der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) Franz Müntefering, Joachim Schulte von Deutschland sicher im Netz (DsiN) als Projektpartner des Digital-Kompass und Pof. Dr. Christian Kastrop, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), welches den Digital-Kompass unterstützt, gesprochen.

Franz Müntefering nennt einleitend einige Aspekte, die bei der Digitalisierung im Alter wichtig seien. Dazu zählt er die emotionale Vorbereitung des Themas. „Mein Eindruck ist in den ganzen Diskussionen, dass manche von der Dynamik der Digitalisierung so überrollt sind, dass sie das Gefühl haben, das ist ein völlig anderes Leben, um das es da geht“, erklärt der BAGSO-Vorsitzende in der Veranstaltung. Es müsse daher darum gehen, den Älteren die Angst zu nehmen und zu erklären, dass von ihnen nicht der Beginn eines völlig neuen Lebens erwartet werde. So gebe es weiterhin Bücher, Fernseher, Telefone, Radios und so weiter, es gehe nur um ein wenig Fortschritt, insbesondere bei den Bildungsmöglichkeiten. „Man muss appellieren auch an das Recht der Älteren, informiert zu sein“.

Ängste abzubauen ist auch für Staatsekretär Prof. Dr. Christian Kastrop ein wichtiger Punkt. Er weist in seinem einführenden Beitrag aber auch auf die Folgen der Pandemie hin, die „uns von heute auf morgen in eine andere Dimension katapultiert“ hat. Das habe „gerade die älteren Menschen vor ganz besondere Herausforderungen gestellt“. Gleiches habe auch für die Internetlots*innen des Digital-Kompass-Projektes gegolten, die plötzlich „ohne den persönlichen Kontakt vor Ort arbeiten mussten“.

Das Projekt ist in der Überleitung zum zweiten Teil der Veranstaltung dann nochmal kurz von Eva Nehse von Deutschland sicher im Netz (DsiN) vorgestellt worden, die im Anschluss auch durch die Berichte aus den einzelnen Standorten führte. Der Digital-Kompass stellt Seniorinnen und Senioren durch bundesweit 100 Standorte mit ehrenamtlichen Internetlots*innen kostenlose Angebote rund um die Nutzung digitaler Angebote bereit. Die Standorte sind dabei auch Treffpunkte, zum Beispiel für persönlichen Austausch oder Schulungen.

„Uns kam natürlich sehr zugute, dass wir schon vorher Erfahrungen mit Zoom hatten“, berichtet beispielsweise Herbert Schmidt, engagiert im Standort Würzburg, von der Arbeit zu Beginn der Pandemie und dem Vorteil, dass es den Standort als einer der ältesten Digital-Kompass-Standorte schon Jahre vor der Pandemie gegeben hat. „Für uns war Zoom nicht neu und wir haben dann sofort starten können.“ Die Digital-Kompetenz stellt er eindrücklich anhand eines Einspielers mit einem sprechenden Roboter unter Beweis, der die kurze Vorstellung des Standortes für Herbert Schmidt übernommen hat.

Von Digital-Tandems zwischen Studierenden und Senior*innen, die vor einigen Jahren gestartet sind, berichtet Julian Hülsemann für den Standort Vechta in der Veranstaltung. „Da konnte man sich immer noch analog treffen“, erzählt Hülsemann von der Phase vor COVID-19 und den Kontaktbeschränkungen. Dieser soziale Kontakt zwischen den Generationen habe auch dazu beigetragen, dass nach Abschluss der jeweils neunwöchigen Tandem-Unterstützungen 70 Prozent der Tandems noch in Kontakt geblieben sind. „Das war total schön zu sehen und da haben wir auch gesehen wie wichtig diese Interaktion zwischen den Generationen ist. Und dann kam auf einmal Corona und wir waren total aufgeschmissen“, so Hülsemann weiter. Eine Weiterentwicklung der Digital-Tandems war nun die Zusammenstellung von „Digital-Tüten“, für die in Zusammenarbeit mit der Universität Vechta Materialien des Digital-Kompass ausgewählt und älteren dann zugestellt wurden. Die Studierenden hatten die entsprechenden Materialien in der Regel in digitaler Form vorliegen und haben sich dann telefonisch bei ihren Tandems gemeldet, um über die Materialien ins Gespräch zu kommen. Ziel war, im Laufe des Prozesses dann über Videokonferenzen teilnehmen zu können. Ab diesem Punkt war es dann leichter, berichtet Julian Hülsemann. Allerdings: „Diese Onboarding-Phase ist das eigentlich schwerste daran.“

Teil der Podiumsdiskussion war auch Susanne Hartzsch-Trauer vom Mehrgenerationenhaus Zwickau, die vor Ort digitale Wanderungen organisiert hat. Vielen ehrenamtlichen am Mehrgenerationenhaus ging es zu Beginn des Lockdowns schlecht, man sei viel zu Hause gewesen. „Das ging mit ganz einfachen Sachen los, dass wir gesagt haben, wir müssen spazieren gehen“, berichtet Hartzsch-Trauer. Per Telefon wurden dann Spaziergänge zu zweit vermittelt, die den Charakter eines „niedrigschwelligen Beratungsangebotes“ hatten. Unter Unterstützung einer Medienpädagogin wurden daraus dann die Wanderungen.

Susanne Hartzsch-Trauer thematisiert in einem Redebeitrag auch die soziale Frage der Digitalisierung: „Ich wünschte mir, dass wir an die Menschen auch denken, die bisher von der Digitalisierung nicht dadurch ausgeschlossen sind, dass sie sich dafür nicht interessieren, sondern weil sie es sich schlichtweg nicht leisten können.“ Es brauche daher zum Beispiel Leih-Geräte für Senior*innen an offenen Standorten wie Stadtteilzentren, Volkshochschulen oder Bibliotheken.

Neben einigen anderen Veranstaltungen wurde auch diese aufgenommen und ist auf YouTube abrufbar.

Zum YouTube-Kanal des 13. Deutschen Seniorentages und damit zu einer Übersicht der Mitschnitte gelangen Sie über diesen Link.

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Rund einen Monat vor dem Jahreswechsel hat das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein das Fortbildungs- und Fachtagungsprogramm für das Jahr 2022 vorgestellt. Es sind sowohl Präsenz- als auch Onlineveranstaltungen geplant.

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Das Vorwort zum Jahresprogramm 2022 nutzt das Kompetenzzentrum Demenz für eine kleine Rückschau: „Ungeachtet aller coronabedingten Widrigkeiten schauen wir auf eine beachtliche Bilanz in 2021 zurück“, heißt es in der Broschüre. „So haben wir im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein wieder vieles zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen erreichen können.“ Dazu zählt das Projekt unter anderem die Weiterentwicklung des Demenz-Wegweisers, das gut genutzte mobile Beratungsangebot und die Neugestaltung der Musterwohnung für Menschen mit Demenz. Positiv hervorgehoben wird auch die gelungene „Umstellung in die digitale Welt“, weshalb auch im kommenden Jahr eine Reihe Online-Veranstaltungen geplant sind.

Das Programm startet am 01.02.2022 mit der Fortbildung „Umgang mit Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium“ in Elmshorn. Weitere Beispiele für Präsenzveranstaltungen sind „Leicht verständlich und erfolgreich kommunizieren bei Demenz“ im Juni in Ahrensburg oder „Begegnung der Generationen – für Alle eine Bereicherung!“ im Oktober in Bad Segeberg.

Zusätzlich zu den 28 bislang geplanten Fortbildungen und Fachtagungen werden auch 16 Veranstaltungen von vornherein in digitaler Form angeboten. Die Online-Fortbildungen finden über die Plattform "Zoom" statt und starten am 09.02.2022 mit „Weckworte I – Menschen für Poesie begeistern“. In der Broschüre zum Jahresprogramm finden Sie neben einer Übersicht der Termine zu den Veranstaltungen jeweils auch detailliertere Beschreibungen. Zum Anmeldeformular gelangen Sie über diesen Link.

Das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein ist zusätzlich zu den Terminen aus dem Jahresprogramm offen für Vorschläge und Wünsche, zur Abstimmung über Bedarfe und Zielgruppe (z.B. Leitungskräfte, Angehörige…) wenden Sie sich direkt an das Projekt. Kontaktdaten finden Sie auf der Internetseite des schleswig-holsteinischen Kompetenzzentrums.

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Bei den Impfquoten gehört Schleswig-Holstein weiter zur Spitzengruppe der Bundesländer. Bei den Auffrischimpfungen (sog. Booster-Impfung), die bislang vor allem ältere Menschen schützen sollten, gab es Berichten zufolge allerdings auch hier Terminschwierigkeiten. Immerhin: Für Menschen ab 60 Jahren starten Impfstellen ab heute, dem 25. November, ergänzend zu den Hausärzt*innen.

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Mit 72,3 Prozent der Bevölkerung, die in Schleswig-Holstein doppelt geimpft sind, liegt das nördlichste Bundesland auf dem vierten Platz im Ländervergleich (Stand: 19.11.2021). Davor liegen mit Bremen (1.) und Hamburg (3.) zusätzlich zwei Stadtstaaten, in denen Menschen leichter zentral erreichbar sind als in Flächenländern.

Da mittlerweile klar ist, dass der Impfschutz trotz Zweitimpfung mit der Zeit stark nachlässt, sind bundesweit die Booster-Impfungen gestartet. Vor allem Ältere sollen zunächst davon profitieren, da sie einerseits ein vergleichsweise höheres Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes haben, ihre Zweitimpfungen andererseits auch am längsten zurückliegt. In Schleswig-Holstein haben bislang 7,6 Prozent der Bevölkerung eine Drittimpfung erhalten, auch hier gehört das Land zur Spitzengruppe.

Allerdings gab es Berichten zufolge auch hier für Senior*innen Probleme, an Termine zu kommen. So berichtet unter anderem der NDR am 16.11.2021 unter dem Titel „Corona: Langes Warten auf Booster-Impfung“ über einen Brief des Gesundheitsamtes, in dem ältere Menschen dazu aufgerufen würden, sich die Auffrischimpfung bei ihren Hausärzt*innen zu organisieren – und das, obwohl diese wieder überlastet seien. So wird in dem Artikel beispielsweise von Peter Schildwächter, Vorstand des Landesseniorenrats Schleswig-Holstein, berichtet, der vergeblich versucht hätte, an die Drittimpfung zu kommen. Im NDR-Bericht heißt es: „Bei den älteren Menschen sei die Booster-Impfung zur Auffrischung ein großes Thema, berichtet er uns. Doch bei seinem Hausarzt, so erzählt es Schildwächter, hätte er in diesem Jahr wohl keinen Termin mehr bekommen. Denn der sei voll ausgelastet.“

„Die Nachfrage nach der Corona-Schutzimpfung steigt – nicht nur bei der Boosterimpfung“, bestätigt auch Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg (FDP) in einer Pressemitteilung. Wohl auch aufgrund überlasteter Praxen und damit schleppend laufenden Booster-impfungen kündigt der Minister allerdings an: „Deswegen verstärken wir mobile Impfteams und bauen neben den Impfmöglichkeiten in den Arztpraxen zusätzlich ein im ganzen Land verteiltes Netz an Impfstellen mit Terminbuchung auf.“

In der Tat soll eine Buchungsmöglichkeit für Impftermine ab dem 25.11.2021 für Erst-, Zweit- und Drittimpfungen starten, bis zum 02.12.2021 sollen ausschließlich an Menschen 60+ Termine vergeben werden. Die ersten Termine sollen schon am darauf folgenden Tag, dem 26.11., starten. Terminbuchungen sind dann auf dieser Internetseite des Landes verfügbar.

Die wieder-eröffnenden oder neuen Impfstellen sind für folgende Standorte geplant (aus der Pressemeldung des Gesundheitsministeriums vom 19.11.2021):

  • Alt Mölln
  • Bad Oldesloe
  • Bad Segeberg
  • Brunsbüttel
  • Büdelsdorf
  • Eckernförde
  • Elmshorn
  • Eutin
  • Flensburg
  • Geesthacht
  • Glinde
  • Großhansdorf
  • Heide
  • Heiligenhafen
  • Husum
  • Itzehoe
  • Kiel
  • Kropp
  • Lübeck
  • Neumünster
  • Neumünster
  • Niebüll
  • Norderbrarup
  • Norderstedt
  • Preetz
  • Prisdorf (nach Umzug aus Elmshorn)
  • Schönberg

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Wenige Tage vor der geplanten Eröffnung des Seniorentages durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Hannover steht fest: Die Veranstaltungen finden nun doch digital statt. Grund dafür sind die stark gestiegenen Infektionszahlen.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat als Veranstalterin des 13. Deutschen Seniorentages am Freitag (19.11.2021) bekannt gegeben, dass das Programm nicht wie geplant im HCC in Hannover stattfinden wird, sondern vollständig digital. „Die Entscheidung, den Deutschen Seniorentag nicht in Präsenz durchzuführen, ist uns nicht leicht gefallen. Als Veranstalter stellen wir uns aber unserer Verantwortung für die Gesundheit der Teilnehmenden“, erklärt Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO, in der Pressemitteilung von Freitag. Damit reagiert die BAGSO auf die jüngsten Entwicklungen der Pandemie und der Empfehlungen aus Politik und Wissenschaft, aufgrund der hohen Infektionszahlen dringend Kontakte zu reduzieren. „Mit der Entscheidung für eine digitale Veranstaltung leisten wir unseren Beitrag dazu“, so Müntefering weiter.

Der Seniorentag startet bereits am Mittwoch (24.11.2021), für die Begrüßung wird Bundespräsident Steinmeier nun für seine Rede digital zugeschaltet. Das weitere Programm wird fortlaufend an die digitale Variante angepasst. Bereits erworbene Tickets für die Präsenzveranstaltung werden automatisch – Sie müssen nicht aktiv werden ­– erstattet. Die geplante Ausstellung von Organisationen und Verbänden kann nicht stattfinden. Aktuelle Informationen sowie Angaben oder Änderungen des Programms finden Sie weiterhin auf der Internetseite des Deutschen Seniorentages.

Es wird der erste Seniorentag sein, der nicht in Präsenz stattfinden kann. „Ich hoffe, dass viele Gäste, die zu uns nach Hannover kommen wollten, nun am digitalen 13. Deutschen Seniorentag teilnehmen“, so der BAGSO-Vorsitzende. „Unsere gemeinsame Arbeit für ein gutes Älterwerden geht weiter, auf diesem Deutschen Seniorentag und danach.“

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Bevor ältere Menschen die Möglichkeit einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus hatten, wurde dazu geraten, physische Kontakte zu anderen Menschen möglichst gänzlich zu meiden. Wie eine Studie zeigt, ist die Zahl der Großeltern, die sich um Enkelkinder gekümmert haben, in der Pandemie jedoch kaum zurückgegangen.

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Eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) zeigt, dass es trotz Pandemie keinen statistisch signifikanten Rückgang der Betreuungsquote bei Großeltern gegeben hat, die sich um ihre Enkelkinder kümmern. Verglichen wurde das Jahr 2017 mit dem letzten Winter, also 2020/2021 und damit noch vor dem Start der Impfkampagne. Haben 2017 noch 39 Prozent der Großeltern regelmäßig ihre Enkelkinder betreut, waren es vergangenen Winter immerhin noch 34 Prozent. Einen statistisch bedeutsameren Rückgang habe es lediglich bei der Gruppe der 60- bis 69-jährigen gegeben.

Und das, obwohl ältere Menschen in der Regel ein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe tragen als jüngere. Gleichzeitig ist der Betreuungsbedarf in den Familien vor dem Hintergrund von Schul- und Kitaschließungen gestiegen. „Viele Großeltern betreuen in der Pandemie weiterhin ihre Enkel. Ältere Menschen sind also nicht nur eine schutzbedürftige Risikogruppe, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag zur Krisenbewältigung“, betont Mareike Bünning, Erstautorin der Studie, in einer Pressemitteilung des DZA.

Dieser Beitrag kann sogar in Zahlen umgerechnet ausgedrückt werden: Der wirtschaftliche Wert belaufe sich auf 16 bis 18 Milliarden Euro. In die Berechnung einbezogen hat das DZA dafür den ebenfalls stabil gebliebenen Zeitumfang der Betreuung von rund 9 Stunden pro Woche, der auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet fast 2 Milliarden Stunden pro Jahr ausmache. Multipliziert mit dem aktuellen Mindestlohn von 9,35 Euro pro Arbeitsstunde entspreche das Ergebnis etwa 0,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes 2020.

Abschließend empfiehlt der Bericht, der hier als PDF-Datei zur Verfügung steht,  hinsichtlich schleppend angelaufener Booster-Impfungen bei über 70-jährigen, weitere Anstrengungen zu unternehmen, „das Tempo bei den Auffrischungsimpfungen zu erhöhen – auch um die Gesundheit von Großeltern, die sich in der Enkelbetreuung engagieren, zu schützen.“

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Eine kürzlich veröffentlichte Studie zum Einsatz kommunaler Mittel für Beratungsangebote, Begegnungsstätten und weitere Angebote für ältere Menschen zeigt, dass sich die Teilhabemöglichkeiten der Altersgruppe 60+ in Deutschland je nach Wohnort stark unterscheiden.

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Bei den kommunalen Mitteln, die im Durchschnitt jährlich pro Person der Altersgruppe 60+ eingesetzt werden, gibt es regional deutliche Unterschiede. Zu dem Ergebnis kommt eine von „fastra“ (Fachberatung für Sozialplanung und Bürgerengagement) durchgeführte Untersuchung, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) in Auftrag gegeben und nun in Form eines Ergebnisberichts veröffentlicht wurde.

Im Rahmen der Untersuchung wurden 33 Kommunen und drei Landkreise in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen befragt. „Das Ziel dieser Befragung bestand darin, vergleichbare Werte hinsichtlich des Einsatzes kommunaler Mittel für die Altenarbeit zu ermitteln“, heißt es in dem 44-seitigen Bericht. Dabei wurden Mittel von Verbänden oder Stiftungen nicht berücksichtigt, Gegenstand der Studie waren ausschließlich kommunale Mittel. Die Erhebung bezieht sich auf das Jahr 2019, damit eine Vermischung mit möglichen pandemiebedingten Mitteln die Ergebnisse nicht verfälscht.

Den Berechnungen zufolge beträgt der Mittelwert der kommunalen Mittel pro Person und Jahr 13,86 Euro (bezogen auf die Altersgruppe 60+). Einberechnet wurden dabei Leistungen, die älteren Menschen zugutekommen oder von ihnen in Anspruch genommen werden. Dazu zählen beispielsweise Koordinierungsstellen, Beratungsangebote, Senior*innenbüros, Beiräte und offene Treffs. Allerdings täuscht der Mittelwert, denn die Unterschiede sind groß: Fast drei Viertel der einbezogenen Kommunen liegen unterhalb dieses Wertes. Außerdem konnte festgestellt werden, „dass bei ca. 20 % der Kommunen der Mitteleinsatz gegen Null tendiert“.

Die Kommunen, bei denen die Mittel für die Altenarbeit über dem Mittelwert liegen, handelt es sich mehrheitlich um „Großstädte und Hochschulstandorte sowie um mittlere Städte, die sich in der Nähe von wirtschaftlich prosperierenden Großstädten befinden“. Interessant für die Senior*innenpolitik: Ein höherer Mitteleinsatz geht meist mit einer starken Gemeinwohlorientierung der Kommunen und einer Unterstützung ehrenamtlicher Initiativen einher. Auch Landesgesetze in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen zur Mitwirkung von Senior*innen zeigen positive Effekte. „Hierdurch sind an vielen Orten Seniorenbeiräte und -beauftragte berufen oder gewählt worden, die zum Teil auch als (ehrenamtliche) Anlaufstellen und Beraterinnen und Berater vor Ort wirken.“ Zusätzlich zeigt die Untersuchung, „dass ein höherer Mitteleinsatz in den überwiegenden Fällen mit einer zum Teil seit Jahren gewachsenen Struktur in Zusammenhang steht, auf deren Grundlage eine systematische Altenplanung sowie die Evaluierung der damit verknüpften Maßnahmen möglich ist.“

Die Untersuchung kommt allerdings auch zu dem zentralen Ergebnis, dass das Spektrum der Altenarbeit in kleineren Städten und Gemeinden begrenzt ist. „Seniorenpolitische Konzepte, eine Altenplanung im Sinne einer integrierten Sozialplanung sowie entsprechende Arbeitskreise oder Netzwerke sind eher auf Ebene der Landkreise und der kreisfreien Städte zu finden“, heißt es in der Publikation.

In dem Bericht werden abschließend vier Aspekte als Empfehlungen aus den gewonnenen Erkenntnissen beschrieben, die sich an die kommunal finanzierte Altenarbeit richten:

  1. Einrichtung von Altenberichterstattung und -planung sowie koordinierende Stellen auf den Ebenen der kreisfreien Städte und der Kreise, wie im Siebten Altersbericht gefordert werde. „Nur so kann eine systematische und sich dynamisch weiterentwickelnde (integrierte) Sozialplanung entstehen.“
  2. Zurverfügungstellung einer ortsnahen Grundausstattung wie passende Räumlichkeiten sowie ein angemessenes Budget für Angebote
  3. Sozialräumliche Ausrichtung der Angebote im Bereich der Altenarbeit; Voraussetzung ist, dass Bedarfe bekannt sind. „Nur so kann eine entsprechende individuelle Planung vorgenommen werden, die z.B. präventive Hausbesuche, den Aufbau sozialer Netzwerke sowie die Organisation von Treffen und/ oder deren Förderung umfassen kann.“
  4. Anstrengungen intensivieren, um bislang wenig berücksichtigte Aufgabenbereiche zu erschließen. „Dazu zählt die Entwicklung neuer Angebote, die auf unterschiedliche ältere Zielgruppen zugeschnitten sind. Diese können z.B. der Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements dienen oder es kann sich dabei um Bildungsangebote handeln, die dem Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit Medien/der Digitalisierung dienen.“

Neben dem digitalen Download als PDF-Datei kann die Publikation hier auch bestellt werden.

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Im Rahmen des 13. Deutschen Seniorentages in Hannover bietet das Projekt „Im Alter IN FORM“ eine Fachtagung unter dem Titel „Gesunde Lebenswelten schaffen! Wir. Alle. Zusammen.“ an, die sich insbesondere an Akteur*innen aus der Seniorenarbeit richtet.

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Vom 24. bis zum 26. November findet der 13. Deutsche Seniorentag in Hannover statt. Am letzten Tag, dem 26. November, veranstaltet das „Im Alter IN FORM“-Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) eine Fachtagung, die sich insbesondere an Verantwortliche und Akteur*innen der Seniorenarbeit, der Kommunalpolitik, der Zivilgesellschaft (z.B. Integrationsagenturen) und Vertreter*innen von Migrantenorganisationen richtet.

„Die Erfahrungen zeigen, dass es vielerorts nicht immer einfach ist ältere Menschen mit geringen Bildungschancen, niedrigem Einkommen, die einsam sind oder aus anderen Herkunftsländern kommen, für gesundheitsförderliche Angebote zu erreichen und zur Teilnahme zu motivieren“, heißt es im Programmflyer zur Veranstaltung. Die Fachtagung hat daher zum Ziel, für die Bedeutung von Gesundheitsförderung für ältere Menschen zu sensibilisieren und über „Handlungsbedarfe und Potenziale im Sozialraum zu informieren“. Außerdem sollen Ideen erarbeitet werden, „wie Brücken zu diesen Zielgruppen gebaut und Türen geöffnet werden können.“

„Im Alter IN FORM“ wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und ist Teil der bundesweiten „IN FORM“-Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Das BAGSO-Projekt nimmt dabei ältere Menschen in den Blick und veranstaltet Schulungsangebote, berät Kommunen, erstellt Leitfäden oder qualifiziert Verantwortliche der kommunalen Seniorenarbeit im Bereich der Gesundheitsförderung.

Die Fachtagung findet – wie der gesamte Seniorentag – im Hannover Congress Centrum (HCC) statt. Die Veranstaltung wird in der Zeit von 11.00 bis 15.30 Uhr im Leibniz-Saal stattfinden, eine Anmeldung ist noch bis zum 18. November möglich. Ein Anmeldeformular finden Sie auch unter diesem Link. Für die Teilnahme ist ein (Tages-)Ticket für den Deutschen Seniorentag erforderlich. Weitere Informationen rund um den 13. Deutschen Seniorentag finden Sie hier.

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Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat eine Broschüre mit Informationen zum Aufbau und zur Durchführung von Unterstützungsangeboten für Menschen mit Demenz veröffentlicht.

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„Nach wie vor gibt es zu wenige passende Angebote, um den Bedarf der betroffenen Familien überall zu decken“, heißt es in der Beschreibung der knapp 90-seitigen Broschüre der DAlzG. Unter dem Titel „Angebote zur Unterstützung im Alltag - Informationen zu Aufbau und Durchführung“ richtet sich die Publikation an Alzheimer-Gesellschaften, andere Träger und Initiativen, die planen, Unterstützungsangebote für Menschen mit einer Demenz aufzubauen.

In der Broschüre geht es vor allem um Betreuungsangebote, bei denen ehrenamtlich Tätige zum Einsatz kommen. „Sie sind die Form der Unterstützung, die am häufigsten von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in Anspruch genommen wird.“ Die Unterstützungsformen können dabei unterschiedlich sein: Neben Einzelbetreuungen gibt es auch Betreuungsgruppen oder andere Gruppenangebote wie Tanz-Cafés. Organisiert und begleitet von Fachkräften unterstützen ehrenamtlich Tätige in solchen Angeboten die Arbeit, was auf besondere Weise wertvoll sei: „Sie stammen meist aus demselben Stadtteil oder Dorf, sind ortskundig und kennen die lokale Geschichte, die Infrastruktur, die Menschen, bestimmte Persönlichkeiten und sonstige lokale Besonderheiten.“

Die Broschüre ist dabei praxisnah und verständlich aufgebaut. Neben Hinweisen zu Finanzierungen, Tipps zur Öffentlichkeitsarbeit oder zur Gewinnung ehrenamtlicher Unterstützer*innen enthält die Veröffentlichung auch Musterdokumente für die Praxis bereit. So findet sich dort beispielsweise eine Vorlage zur Beantragung eines kostenlosen Führungszeugnisses, ein Formular zur Stundenabrechnung oder ein Beispiel einer schriftlichen Vereinbarung mit Helfenden.

Als Datei kann die Broschüre auf der Internetseite der DAlzG kostenlos heruntergeladen werden, für 4 Euro kann sie in gedruckter Form bestellt werden.

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ihr „AlltagsTrainigsProgramm“ (ATP) um den „ATP-Bewegungspfad“ ergänzt. Zehn speziell für ältere Menschen entwickelte Bewegungstafeln sollen zum Mitmachen anregen und mehr Bewegung in den Alltag bringen.

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Durch das ATP-Programm will die BZgA Menschen ab 60 Jahren dabei unterstützen, Bewegungsgewohnheiten zu ändern, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit zu verbessern sowie im Alltag und in der Gruppe zu trainieren. „Schon kleine Änderungen der Bewegungsgewohnheiten und die Steigerung der körperlichen Aktivität haben positive Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden“, heißt es auf der von der BZgA betriebenen Internetseite „Älter werden in Balance“. „Bewegungsförderung kann dazu beitragen, bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben zu führen und aufrecht zu erhalten.“

Ergänzend zu dem eigentlichen ATP-Programm hat die BZgA nun zehn Bewegungstafeln unter dem Namen „Bewegungspfad“ erstellt, die unter diesem Link kostenlos heruntergeladen werden können. Es handelt sich um Karten, auf denen jeweils eine Übung erklärt wird. Idealerweise werden die Übungen draußen an der frischen Luft gemacht. Dazu empfiehlt die Bundeszentrale Vereinen, Institutionen oder Übungsleiter*innen, die Karten in DIN A3-Format auszudrucken, zu laminieren und im Wald oder in der Kommune an verschiedenen, nicht allzu weit voneinander entfernten Stellen anzubringen. Dadurch entsteht der Bewegungspfad, der zu Bewegungsübungen animieren soll und beispielsweise durch Spaziergänger*innen genutzt werden kann. Die Tafeln beginnen mit einer erklärenden Start-Karte, bevor dann die zehn leicht umzusetzenden Übungen folgen. Die Übungen benötigen weder besondere Vorkenntnisse, noch Geräte oder Hilfsmittel.

Sollten Sie als Verein oder Privatperson an einer Anbringung in Ihrer Umgebung interessiert sein, finden Sie hier Informationen zu Haftungsausschlüssen und weitere Hinweise wie das Einholen einer Genehmigung im Vorfeld.

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Ältere und zu pflegende Lesben, Schwule, Bi-, Trans-, Intersexuelle und queere Menschen (LSBTIQ*) sind noch immer mit Unwissenheit und Fremdheitsgefühle in der Pflege konfrontiert. Ein Fachtag im November will zu einer LSBTIQ*-freundlicheren Altenhilfe in Hamburg beitragen.

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LSBTIQ* und „Menschen mit HIV sind nach wie vor mit Unkenntnissen, Unwissen, Nicht-Wahrnehmen, Fremdheitsgefühlen des Pflegeumfelds ihnen und ihren Lebenswelten gegenüber konfrontiert“, schreibt die Hamburger Koordinierungsstelle für Wohn-Pflege-Gemeinschaften, die die Fachtagung am 11. November 2021 veranstaltet. „Sie wünschen sich Wohn- und Pflegeangebote, die adäquat ihre Bedürfnisse berücksichtigen, wo sie diskriminierungsfrei leben können. Fehlende Anerkennung als LSBTIQ* kann zur schädigenden Pflege führen.“ Im Flyer zur Veranstaltung ergänzen die Veranstalter*innen: „In Hamburg mangelt es an diesen Angeboten!“.

Neben Fachvorträgen wie „Lebenslagen von LSBTIQ*-Senior*innen“ sind drei Foren zu unterschiedlichen Themen und eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Vielfalt fällt nicht vom Himmel - worauf wartet Hamburg?“ geplant.

Der Fachtag richtet sich neben Fachkräften aus Pflege und Altenhilfe an Vertreter*innen der LSBTIQ*-Communities oder privat Interessierte. Die Teilnahme kostet 95 Euro, eine ermäßigte Teilnahmegebühr in Höhe von 35 Euro gibt es allerdings unter anderem für Menschen mit Beeinträchtigung, ehrenamtlich Tätige oder Rentner*innen. Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung bis zum 28. Oktober 2021 nötig.

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