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Der siebte Tätigkeitsbericht des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein wurde dem Landtag vorgelegt. Darin wurde nicht nur über die Arbeit, Aktivitäten und Themen der Jahre 2015 bis 2017 berichtet, sondern auch Anstöße und Handlungsempfehlungen aufgezeigt.

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In dem Bericht betont Hase beispielsweise die Wichtigkeit neuer Stellen für Sonderpädagog/innen – dabei reiche es allerdings nicht aus, jene Stellen zu schaffen; man müsse darüber hinaus mit starken Anreizen für den Beruf werben, so Hase. Diese Problematik unzureichender Sonderpädagog/innen für Menschen – besonders Schüler/innen und Kinder – mit Behinderungen gehe gewissermaßen einher mit dem Mangel an Pflegekräften für Senior/innen. In beiden Fällen, beziehungsweise in fast allen sozialen Berufen in Deutschland fehle nicht nur der finanzielle Anreiz, sondern oftmals auch die richtigen Arbeitsbedingungen.

Wie bei Senior/innen sind Mitarbeitende jedoch auch, oder sogar besonders bei Menschen mit Behinderungen, von hoher Wichtigkeit: Das nötige Personal sei notwendig für erfolgreiche Inklusion, ein Thema für welches Hase bei Kommunal- und Landespolitik werben wolle.

Darüber hinaus adressiert er den Abbau von Barrieren, eine weitere Angelegenheit welche sowohl Menschen mit Behinderungen, als auch Senior/innen betrifft. Dabei käme es nicht nur auf bauliche Barrierefreiheit an, sondern auch auf den Zugang zu Dienstleistungen und Angeboten, die für alle zugänglich gemacht werden sollten. Es bestehe in diesem Bereich noch viel Aufklärungsbedarf, so Hase, der im September eine Informationsbroschüre als Orientierungshilfe veröffentlichte.

In vielen Bereichen des Berichts werden Angelegenheiten angesprochen, die über die Wichtigkeit für Menschen mit Behinderungen hinaus auch Ältere betreffen: Neben der erwähnten Inklusion und Barrierefreiheit auch Diskriminierung durch gesellschaftliche Vorurteile – dieser besteht nämlich sowohl gegenüber Menschen mit Behinderungen als auch Senior/innen. Weil letztere ‚Randgruppe‘ stetig anwachse sei es auch hier immer wichtiger Maßnahmen, einzuleiten.

Der Tätigkeitsbericht Hases geht auf verschiedene marginalisierte Gruppen ein und lohnt sich somit zur Lektüre.

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Über Altersarmut wurde auf diesem Portal bereits umfangreich berichtet. Die unterschiedliche materielle Ausstattung kann auch massive Auswirkungen auf die Gesundheit bzw. die medizinische Versorgung haben. Weiterhin gibt es auch Unterschiede im Gesundheitssystem, die nicht direkt mit der materiellen Ausstattung zusammenhängen müssen.

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In Bundesgesundheitsblatt können Sie z.B. die regionalen Unterschiede der Morbidität in Schleswig-Holstein einsehen: Pritzkuleit, Ron / Eisemann, Nora / Katalinic, Alexander (2017): Die kartografische Darstellung regionaler Unterschiede in der Morbidität. Möglichkeiten der Datenanalyse am Beispiel des kleinräumigen Krebsatlasses Schleswig-Holstein. Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, S. 1319-1327.

Dem komplexen Thema „Ungleichheit und Gesundheit“ widmen sich wenig überraschend viele Veröffentlichungen, von denen die Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen folgende zusammengestellt hat. Zunächst können Sie folgende Arbeiten direkt online abrufen:

Lampert, Thomas / Hoebel, Jens / Kuntz, Benjamin / Müters, Stephan / Kroll, Lars E.: Gesundheitliche Ungleichheit in verschiedenen Lebensphasen.

Lampert, Thomas / Hoebel, Jens / Kuntz, Benjamin / Fuchs, Judith / Scheidt-Nave, Christa / Nowossadeck, Enno: Gesundheitliche Ungleichheit im höheren Lebensalter.

Lampert, Thomas / Kroll, Lars Eric / Kuntz, Benjamin / Hoebel, Jens: Gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland und im internationalen Vergleich. Zeitliche Entwicklungen und Trends.


Folgende Werke finden Sie im Buchhandel:

Augustin, Jobst / Koller, Daniela (2017, Hrsg.): Geografie der Gesundheit. Die räumliche Dimension von Epidemiologie und Versorgung.

Bartley, Mel (2017): Health inequality. An introduction to concepts, theories and methods.

Behrens, Johann / Zimmermann, Markus / Dreyer-Tümmel, Anne / Langer, Gero / Weber, Andreas (2017): Sozial ungleich behandelt?. A. Sens und P. Bourdieus Theorien und die soziale Ungleichheit im Gesundheitswesen - am Fallbeispiel präventiver Rehabilitation.

Fabian, Carlo / Drilling, Matthias / Niermann, Oliver / Schnur, Olaf (2017): Quartier und Gesundheit. Impulse zu einem Querschnittsthema in Wissenschaft, Politik und Praxis.

Giesselmann, Marco / Golsch, Katrin / Lohmann, Henning / Schmidt-Catran, Alexander / Andreß, Hans-Jürgen (2018): Lebensbedingungen in Deutschland in der Längsschnittperspektive.

Hedinger, Damian (2016): Gesundheitsversorgung am Lebensende. Soziale Ungleichheit in Bezug auf Institutionsaufenthalte und Sterbeorte.

Hornberg, Claudia / Pauli, Andrea / Wrede, Birgitta (2016): Medizin - Gesundheit - Geschlecht. Eine gesundheitswissenschaftliche Perspektive.

Kessler, Sebastian (2017): Die Verwaltung sozialer Benachteiligung. Zur Konstruktion sozialer Ungleichheit in der Gesundheit in Deutschland.

Richter, Matthias / Hurrelmann, Klaus (2016): Soziologie von Gesundheit und Krankheit.


Folgende Artikel finden Sie in den entsprechenden Herausgeberbänden:

Abdurrahman, Mariam / Hategan, Ana (2016): Underprivileged geriatric patients: on-call intervention, beidging, and recovery. In: Ana Hategan / James A. Bourgeois / Calvin H. Hirsch (Hrsg.): On-call geriatric psychiatry: handbook of principles and practice, S. 353-370.

Haverkamp, Fritz (2018): Gesundheitliche Ungleichheit und neue Morbidität. In: Ernst-Ulrich Huster / Jürgen Boeckh / Hildegard Mogge-Grotjahn (Hrsg.): Handbuch Armut und soziale Ausgrenzung, S. 479-502.

Schweda, Mark (2016): Alter. In: Anna Goppel / Corinna Mieth / Christian Neuhäuser (Hrsg.): Handbuch Gerechtigkeit, S. 340-344.

Sundmacher, Leonie (2016): Regionale Variationen in der Gesundheit und Gesundheitsversorgung. In: Matthias Richter / Klaus Hurrelmann (Hrsg.): Soziologie von Gesundheit und Krankheit, S. 197-209.

Wendt, Claus (2016): Einflussfaktoren von Gesundheitssystemen auf Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheit. In: Matthias Richter / Klaus Hurrelmann (Hrsg.): Soziologie von Gesundheit und Krankheit, S. 211-226.


Eine Artikel sind dazu auch in Fachzeitschriften erschienen, hier eine kurze Auswahl:

Arentz, Christine (2018): Zur regionalen Ungleichverteilung von Ärzten in Deutschland - eine Frage der Privaten Krankenversicherung? Gesundheits- und Sozialpolitik, S. 21-25.

Klein, Jens / von dem Knesebeck, Olaf (2016): Soziale Unterschiede in der ambulanten und stationären Versorgung. Ein Überblick über aktuelle Befunde aus Deutschland. Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, S. 238-244.

Meinck, Matthias (2017): Soziale und gesundheitliche Ungleichheit im Alter und die Morbiditätskompression. Public Health Forum, S. 145-147.

Nikelski, Angela / Nauerth, Annette (2017): Soziale Ungleichheiten in der pflegerischen Versorgung?! Eine Annäherung an ein vernachlässigtes Thema. Pflege & Gesellschaft, S. 146-164.

Penning, Margaret J. / Zheng, Chi (2016): Income inequities in health care utilization among adults aged 50 and older. Canadian journal on aging, S. 55-69.

Pfaff, H. / Pförtner, T.-K. (2016): Der Beitrag der Versorgungsforschung zur Chancengerechtigkeit in der Gesundheit und in der Versorgung. Das Gesundheitswesen, S. 91-96.

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Laut einer repräsantiven Befragung der Bertelsmann Stiftung nehmen immer mehr Menschen in Deutschland Altersarmut, erhöhte Lebensarbeitszeiten und steigende Rentenbeiträge wahr. Dies führt dazu, dass in der sogenannten demografischen Entwicklung - steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtsraten bei nicht ausreichender Zuwanderung - mehr Risiken als Chancen gesehen werden.

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Die Folgen des demographischen Wandels sind vielfältig. Die meisten Bürger/innen sehen wichtige Fragen unbeantwortet und fürchten einen sinkenden Wohlstand nach Renteneintritt. Erkennbar wird aber auch ein Mentalitätswandel mit deutlichem Trend zu mehr Arbeit im Alter.

Die Deutschen sehen die Folgen dieses sogenannten demographischen Wandels mit Skepsis: 65 Prozent verbinden damit vor allem Risiken. Nicht mal jeder Zehnte (8 Prozent) sieht darin Chancen für Deutschland. Auslöser dafür sind vor allem Sorgen um den Wohlstand und die Lebensqualität zum Lebensabend: Altersarmut, erhöhte Lebensarbeitszeiten und steigende Rentenbeiträge stehen bei den Deutschen ganz oben auf der Sorgenliste. Gleichzeitig zeigt sich: Immer mehr Menschen sind bereit, im Alter länger zu arbeiten. Die Motive dafür hängen allerdings von Einkommen und Bildungsgrad ab. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage der Bertelsmann Stiftung. Dafür hat das Institut für Demoskopie Allensbach 1.400 Personen ab 16 Jahren zum Thema demographischer Wandel befragt.

Die Folgen der demographischen Entwicklung schätzen die meisten eher negativ ein: Seit 2014 hat sich die Zahl der Menschen erhöht, die den sogenannten demographischen Wandel eher als Risiko für Deutschland wahrnehmen (2014: 55 Prozent; 2017: 65 Prozent). Gleichzeitig sehen immer weniger Bürger die Entwicklung als Chance (2014: 11 Prozent; 2017: 8 Prozent). Als erwartete Folgen des demographischen Wandels nennen die Deutschen besonders häufig: steigende Altersarmut (83 Prozent), einen späteren Renteneintritt (80 Prozent) und steigende Rentenversicherungsbeiträge (77 Prozent).

Die Experten der Stiftung erkennen in der Umfrage aber auch eine wachsende Bereitschaft der Bevölkerung, sich mit längeren Lebensarbeitszeiten anzufreunden. Während zur Jahrtausendwende noch mehr als die Hälfte der berufstätigen Befragten (2002: 52 Prozent) früher als gesetzlich vorgesehen in den Ruhestand gehen wollte, hat sich ihr Anteil auf aktuell 25 Prozent mehr als halbiert. Dagegen hat sich die Anzahl der Berufstätigen, die über die Ruhestandsgrenze hinaus arbeiten wollen, im selben Zeitraum verdoppelt (2002: 5 Prozent, 2017: 12 Prozent). "Die Mehrheit der Befragten kann sich noch nicht mit einer Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters anfreunden, aber ein Trend zur Akzeptanz eines längeren Berufslebens ist deutlich erkennbar", erklärt André Schleiter. Dabei sind die Beweggründe für eine längere Erwerbstätigkeit von der sozioökonomischen Situation der Befragten abhängig: Je höher Qualifikationsniveau und Haushaltseinkommen, desto eher spielen Motive wie "Freude an der Arbeit" und „Kontakt mit Menschen“ eine Rolle. Je niedriger Einkommen und Qualifikationsniveau, desto eher sehen die Befragten längeres Arbeiten als finanzielle Notwendigkeit und weniger als sinnstiftende Chance.

Um den unterschiedlichen Lebensläufen und Anforderungen an den Ruhestand gerecht zu werden, empfehlen die Stiftungsexperten für die Organisation des Übergangs in den Ruhestand möglichst passgenaue Lösungen: "Für die Gestaltung des Altersübergangs sind starre Regelungen fehl am Platz, weil sie den unterschiedlichen Lebenslagen in der Bevölkerung nicht gerecht werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass durch Einheitslösungen soziale Ungleichheiten weiter verstärkt werden", mahnt André Schleiter. Denn wer ohnehin schon in prekären Jobs arbeite, wenig verdiene oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten könne, werde durch pauschale Rentenregelungen noch weiter abgehängt. "Die Politik muss bei Reformen mit Bezug zum demographischen Wandel die sozialen Folgen sorgfältig im Blick behalten", fordert Schleiter.

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.

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Der Alzheimer-Forscher Dr. Gérard Nisal Bischof von der Uniklinik Köln und dem Forschungszentrum Jülich wird mit dem Kurt Kaufmann-Preis der Alzheimer Forschung Initiative (AFI) geehrt. Untersucht wird aus medizinischer Perspektive, dass Frauen nicht nur aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung häufiger an Alzheimer erkranken.

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„Die Alzheimer-Erkrankung stellt ein großes gesamtgesellschaftliches Problem dar, dessen ursächliche Erforschung uns die Möglichkeit gibt, dem langsamen Verschwinden der eigenen Biographie eines Menschen, Einhalt zu gebieten“, sagt Dr. Gérard Nisal Bischof.

Die AFI zeichnet die Arbeit von Dr. Bischof aus zum Thema „Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Alzheimer-Krankheit“. Frauen erkranken nicht nur aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung häufiger an der Alzheimer-Krankheit als Männer. Bislang ist aber unklar, welche Faktoren genau zu einem höheren Erkrankungsrisiko führen. Dr. Bischof vermutet, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Ablagerung des Tau-Proteins geben könnte. Ablagerungen des Tau-Proteins zu sogenannten Fibrillenbündeln sind neben Plaques aus Beta-Amyloid charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit. Zudem korrelieren die Tau-Ablagerungen stark mit den klinischen Symptomen der Erkrankung.

Dr. Bischof wird die Daten von aktuell laufenden klinischen Studien mit Alzheimer-Patienten auf geschlechtsspezifische Unterschiede hin auswerten. In den Studien wurden durch das bildgebende Verfahren PET (Positronen-Emissions-Tomographie) besonders die Regionen im Gehirn betrachtet, in denen sich Tau typischerweise zu Fibrillen ablagert. Außerdem wird die gesamte Tau-Belastung der Patienten untersucht. In einem weiteren Schritt wird dann der Bildungsgrad der Proband/innen hinzugezogen um auch hier einen möglichen Zusammenhang zur Tau-Belastung zu erkennen. Ziel ist die Gewinnung von neuen Erkenntnissen, die zu einer geschlechtsspezifischen und damit gezielteren Alzheimer-Therapie führen könnten.

Der Kurt Kaufmann-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die offizielle Preisverleihung findet statt am 29. Juni 2018, ab 17 Uhr im Excelsior Hotel Ernst, Trankgasse 1-5, 50667 Köln, Blauer Salon.

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Zeit im Garten zu verbringen, kann – auch als Bestandteil der Biographie – für Menschen mit Demenzdiagnose relevant sein. Daher haben sich diesem Thema verschiedene Veröffentlichungen gewidmet, welche durch die Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen vorgestellt werden.

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Folgende Publikationen können Sie direct online abrufen:

Clark, P. / Mapes, N. / Burt, J. / Preston, S. (2013): Greening Dementia. A literature review of the benefits and barriers facing individuals living with dementia in accessing the natural environment and local greenspace.

Bickel, H. (2016): Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen.


Diese Bücher werden empfohlen:

Heeg, Sibylle (2011): Freiräume: Gärten für Menschen mit Demenz.

Hoffmann, Dagmar (2015): Gärten für Menschen mit Demenz. Untersuchung von fünf neueren Wohn- und Gartenkonzepten in Einrichtungen für Menschen mit Demenz im Vergleich zu den aktuellen Planungsempfehlungen.

von Kortzfleisch, Tobias (2012): Der demenzgerechte Garten. Ein Leitfaden für die Erstellung einer fachgerechten und auf den besonderen Menschen zugeschnittenen Planung.

Pollock, Annie / Kuratorium Deutsche Altershilfe, KDA (Hrsg., 2011): Gärten für Menschen mit Demenz.

Teimann, Sonia (2012): Freiraumtypologien für den stationären Pflegeheimbau.

Zwanzig, Astrid (2012): Gemeinschaftsgärtnern mit Dementen. Potenziale für eine innovative Altenpolitik in Berlin.


Folgende Beiträge sind in Sammelwerken oder Fachzeitschriften erschienen:

Chalfont, Garuth (2014): Die Kraft der Natur und des Außenbereichs: Architektur, Natur und Menschen. In: Marquardt, Gesine / Viehweger, Axel (Hrsg.): Architektur für Menschen mit Demenz.

Pollock, Annette (2014): Sinnreiche Außenräume für Menschen mit Demenz. In: Feddersen, Eckhard / Lüdtke, Insa (Hrsg.): Raumverloren.

Bruin, Simone R. De / Oosting, Simon J. / Kuin, Yolande (2009): Green care farms promote activity among elderly people with dementia. In: Journal of housing for the elderly, S. 368-389.

Outdoor environments for people with dementia (2007). In: Journal of Housing for the Elderly. Themenhefte 1-4.

Teimann, Sonia (2015): Urbanes Therapeutikum. Erste demenzfreundliche Raumstudie belegt. In: Pro Alter, S. 56-59.

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Die Verbände fordern Nachbesserungen von der Politik: Organisationen könnten die Rechte von Pflegebedürftigen, Behinderten und ihren Familien nicht ausreichend vertreten, weil sie in den wichtigen Gremien der Pflege nur eine eingeschränkte Mitbestimmung hätten. Die Interessensicherung zur Finanzierung und Gestaltung der Pflege von Menschen mit schweren Behinderungen und Pflegebedürftigen sei nicht hinreichend gewährleistet.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und weitere Interessensverbände fordern mehr Mitbestimmung im Qualitätsausschuss Pflege. Eine qualifizierte Interessensvertretung im Bereich Behinderungen und Pflege sei dringend erforderlich.

Außerdem sei gesetzliche Verbesserung zwar wichtig, nicht aber ausreichend, so Frank Müntefering, BAGSO-Vorsitzender. Man wolle sich für die Ausgestaltung des Interesses betroffener Menschen in der praktischen Umsetzung einsetzen.

Forderungen der Interessensverbände für mehr Mitbestimmung und Einfluss in Pflegegremien:

  • eine Stabsstelle, um die Arbeit der Interessenverbände inhaltlich und organisatorisch zu unterstützen
  • stärkere finanzielle Unterstützung von Verbandsvertretern bei ihrer Gremienarbeit
  • ein Stimmrecht in Verfahrensfragen für Verbandsvertreter im Qualitätsausschuss Pflege, um die Beratung und die Verfahren in der Pflege mitzugestalten
  • einen ständigen unparteiischen Vorsitzenden für den Qualitätsausschuss, den das Bundesministerium für Gesundheit benennt
  • mehr Transparenz im Qualitätsausschuss durch öffentliche Sitzungen und öffentlich einsehbare Protokolle

Genaueres erfahren Sie in der vollständigen Pressemitteilung der BAGSO.

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Eine dreitägige Fortbildung „Teilhabe mit Demenz: Menschen mit geistiger Behinderung in Einrichtungen“ bietet das Kompetenzzentrum Demenz zusammen mit dem Paritätischen am 19., 20. und 26.03.2018 im "Kiek in" in Neumünster an.

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Demenzielle Erkrankungen treten auch bei Menschen mit Beeinträchtigung im höheren Alter zunehmend auf. Den Mitarbeitenden stellen sich Fragen nach der korrekten Diagnose und dem Anpassen von Umgebung und individueller Förderung. Ebenso wichtig ist angemessene Hilfe zum Verständnis der Veränderungen für Mitbewohner/innen, so dass auch diese in den Einrichtungen lernen, rücksichtsvoll umzugehen.

Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende in Einrichtungen der Eingliederungs- oder Altenhilfe und Multiplikator/innen. Programm und Anmeldung finden Sie online oder direkt über das Kompetenzzentrum Demenz per Telefon (040 60926420) oder E-Mail (info@demenz-sh.de).

Mehr zu der Fortbildung können Sie auch dieser Datei entnehmen.

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Der Hof „Wilde Wiesen“ der Familie Sellmer aus Böhnhusen ist der fünfte Hof einer Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz. Am 20.03. wird dort zu einer kurzen Informationsveranstaltung eingeladen.

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In Schleswig-Holstein haben sich Bauernhöfe zusammengetan, um Angebote für Menschen mit Demenz zu etablieren und Unterstützung für Angehörige zu bieten. Beraten werden die Bauernhöfe vom Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein und der Landwirtschaftskammer, die gemeinsam dieses Projekt ins Leben gerufen haben. Beide schulen und begleiten die interessierten Höfe fachlich.

Ziel des Projektes „Bauernhöfe für Menschen mit Demenz“ ist es, innovative Entlastungsangebote und Betreuungsmöglichkeiten auf Höfen zu schaffen und Versorgungslücken im ländlichen Raum zu schließen. Durch dieses Angebot sollen auch die Angehörigen demenzerkrankter Menschen Entlastung finden. "Die Pflegekassen übernehmen für diese Entlastung im Alltag die Kosten mit bis zu 125,- € im Monat.“, informiert Anneke Wilken vom Kompetenzzentrum Demenz.

Malaika Sellmer aus Böhnhusen sucht für ihr Angebot noch Ehrenamtliche, die sie vor- oder nachmittags bei dem Hofbesuch der Menschen mit Demenz unterstützen. Eine Schulung für die Ehrenamtlichen wird ebenfalls von der Pflegekasse bezahlt und durch das Kompetenzzentrum durchgeführt.

Mehr zum Thema Demenz gibt es am 20.3.2018 um 16:30 Uhr im Gemeindehaus Böhnhusen. Anneke Wilken beantwortet Fragen wie: Was ist Demenz? Was kann ich als An- und Zugehöriger tun? Wie spreche ich mit den Betroffenen? Außerdem werden Möglichkeiten der Entlastung aufgezeigt. Die Veranstaltung ist kostenfrei und dauert 90 Minuten. Anmelden können Sie sich bei Malaika Sellmer unter info@hof-wilde-wiesen.de.

Bildunterschrift: Malaika Sellmer freut sich auf Gäste und Helfer für ihr neues Hofangebot für Menschen mit Demenz

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Altersarmut

9. Februar 2018

Auf diesem Portal kann einiges zum Thema Altersarmut nachgelesen werden. Da das Thema nicht an Aktualität verliert, sind im folgenden Beitrag einige aktuelle Informationen zusammengetragen.

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Laut einer Prognose der Bertelsmann-Stiftung soll 2036 20 Prozent der Neurentner/innen von Altersarmut betroffen sein. Die Gründe dafür liegen laut der Stiftung unter anderem in den Rentenreformen der letzten Jahre, in der jeweiligen Arbeitsbiographie und in der Ausweitung von Arbeitsformen wie Leiharbeit, Teilzeitarbeit oder Solo-Selbständigkeit. Mehr zu der Studie finden Sie hier.

Dem Thema Altersarmut widmete sich auch die Sendung "Rentenreport" im Ersten. Diese können Sie sich hier anschauen. Ausführliche Hintergrundinformationen zu der Sendung finden Sie hier.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert Maßnahmen gegen oft unterschätzte Altersarmut, damit Rentner/innen nicht auf Grundsicherung angewiesen sein müssen. Zu den aktuellen Daten liefert der Paritätische eine Kurzexpertise. Bereits im September 2017 lieferte der Wohlfahrtsverband elf Reformvorschläge für das Rentensystem. Die bisherigen Ergebnisse aus den Koalitionsverhandlungen im Bund werden entsprechend skeptisch kommentiert.

Aus Schleswig-Holstein wird eine Bundesratsinitiative erwartet, welche die Anrechnung der Renten auf die Grundsicherung prüfen bzw. abschaffen will.

Als rentenpolitisches Vorbild wird häufig Österreich genannt. Dazu können Sie hier einen Beitrag nachlesen. Einen konkreten Vergleich zwischen dem deutschen und österreichischem Modell finden Sie hier.

Auch das letzte Altenparlament in Schleswig-Holstein beschäftigte sich im Arbeitskreis 2 intensiv mit der Altersarmut.

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Der Landesrechnungshof Schleswig-Holstein hat eine Stellungnahme zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes an den Sozialausschuss versendet. Die Umsetzung begann mit dem Ersten Teilhabestärkungsgesetz, auf den sich diese Stellungnahme bezieht.

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In seiner Stellungnahme mahnt der Landesrechnungshof vor allem an, dass das Land die Eingliederungshilfe stärken und steuern müsse, auch wenn eine verstärkte Kommunalisierung vorgesehen ist. Die Verankerung von anlassunabhängigen Prüfungen bei Leistungserbringer/innen in der Eingliederungshilfe werden vom Landesrechnungshof begrüßt. Die Prüfungen bedeuten, dass die Einrichtungen bzw die Träger der Einrichtungen auch ohne vorhergehende Beschwerden von Hilfeempfänger/innen geprüft werden können.

Die komplette Stellungnahme können Sie hier nachlesen.

Das Erste Teilhabestärkungsgesetz wurde vom Sozialministerium auch in einfache Sprache übersetzt.

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