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Manchmal wird im Kontext ehrenamtlicher Senior/innen-Projekte zuerst an junge Menschen gedacht, die in ihrer freien Zeit ältere Menschen unterstützen, die Älteren würden also von Jüngeren profitieren. Dies ist zwar durchaus anzutreffen, als eines von vielen Beispielen zeigt die Initiative „Nachbarschaftshilfe“ des Landratsamtes in Altötting, dass es auch anders geht: „Ehrenamtliches Engagement von Senioren (aber nicht nur) für Senioren“. In diesem Beitrag der Reihe Beispielsweise… Gute Ideen für ein besser Leben im Alter können Sie sich dazu näher informieren.

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Das Landratsamt Altötting ist sich der vielfältigen Qualitäten älterer Menschen durchaus bewusst und sucht in seinen Projekten nicht nur die Reintegration von Senior/innen, sondern auch die Einbringung derer Fähigkeiten. Ob Babysitten, Vorlesen, kleine Hausarbeiten oder Hausaufgabenhilfe: Es gibt viele Bereiche, bei denen Menschen im sogenannten Ruhestand Erfahrung haben und gewillt sind, ihre Zeit zu schenken. Wie gut das wirklich klappt, zeigen die Beispiele, die im Rahmen der Nachbarschaftshilfe stattfinden.


1. Die Nachbarschaftshilfe Mehring

„Die Idee ist so einfach wie simpel.“, so beginnt der Bericht über dieses Programm. Hier kann man kaum widersprechen: Das Konzept der Nachbarschaftshilfe organisiert lediglich das, was in Gemeinden zum Teil selbstverständlich ist: „Jeder hilft seinem Nachbarn, wie er kann.“ Das heißt, dass zwar jüngere Menschen Ältere in Angelegenheiten wie Arztbesuchen, Behördengängen und Einkäufen unterstützen, auch aber dass Senior/innen ihre Fähigkeiten einbringen. Dabei entlasten sie vor Allem Alleinerziehende und überbelastete Familien, indem sie bei den Hausaufgaben oder beim Lernen helfen. Dies mache Spaß und sei eine schöne Aufgabe, so Stefan Eichinger, ein pensionierter Teilnehmer der Nachbarschaftshilfe.


2. Die Oma-Opa-Vermittlung

Dieser Name, der vielleicht zunächst etwas seltsam klingen mag, erklärt in sich eigentlich schon das Konzept dieser Initiative. In Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund werden hier Senior/innen an junge Eltern, die sich die Unterstützung von „jemanden mit Lebenserfahrung“ wünschen, vermittelt. Gerade für Familien, bei denen die biologischen Großeltern nicht in der Nähe wohnen, kann dies stark entlastend wirken: Ihre Kinder werden liebevoll betreut und es findet ein wertvoller Generationenaustausch statt - wie es früher, als es noch üblicher war, dass sich mehrere Generationen ein Dach teilten, geläufig war. Dazu kommt, dass die sogenannten Leihgroßeltern durch die Aufgabe Anerkennung und Wertschätzung erfahren, die ihnen vielleicht zum Teil, durch ein gewisses Maß an mangelnder Integration im Alter, vorbehalten wird.


3. Das Mehrgenerationenhaus der Arbeiterwohlfahrt in Altötting

Das Mehrgenerationenhaus Altötting wird seinem Namen mehr als gerecht: Auf ganz verschiedene Art kommen die Generationen hier zusammen. Ob bei Angeboten wie Generationenfrühstück, bei Musik und Tanz oder anderen Projekten, bei denen Senior/innen nicht nur die Möglichkeit haben Hilfe zu beanspruchen, sondern auch, sich selbst einzubringen: Als Lesepat/innen, in Deutschkursen oder beim Seniorenturnen. Darüber hinaus soll über eine öffentliche Vermittlungsbank der Austausch der Leistungen gegen eine kleine Vergütung ermöglicht werden. Das Konzept, welches vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, zielt auf die Förderung von Senior/innen- und Integrationsarbeit sowie Ehrenamt und wird von den Organisator/innen als Erfolg bewertet.


Wenn Sie von dem Erfolg und den Ideen der Projekte des Altöttinger Landratsamtes so begeistert sind wie wir vom DISW, finden sie auf der Webseite des Projekts nicht nur weitere Informationen, sondern haben auch die Möglichkeit zur unmittelbaren Kontaktaufnahme – oder Sie lassen sich einfach inspirieren und ergreifen die Initiative selbst.

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Der Kongress Armut und Gesundheit in Deutschland erfreut sich inzwischen an ca. 2000 Teilnehmer/innen jährlich. Der Kongress wird von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. organisiert und stellt eine Informationsplattform zu aktuellen Themen auf dem Gebiet Public Health dar. Das Motto des Jahres 2018 lautet für den Kongress „Gemeinsam. Gerecht. Gesund.“. In diesem Rahmen soll der Ansatz „Health in All Policies“ mit dem Ziel der politischen Entscheidungsberücksichtigung der Gesundheit weiterdiskutiert werden. Demnach fordert der Ansatz die Fokussierung von den Themenschwerpunkten der Gesundheit und der gesundheitlichen Chancengleichheit im politischen Handeln.

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Für den Kongress Armut und Gesundheit im Jahr 2018 können Sie sich bis zum 2. Januar 2018 zu Frühbucherkonditionen (90 € statt 110 € bzw. ermäßigt 30 € statt 40 €) anmelden. Weitere Hintergrundinformationen zu dem Kongress, den Link zur Anmeldung und das Diskussionspapier zum Kongress finden Sie auf der Homepage Kongress Armut und Gesundheit.

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Wir berichteten bereits im Sommer über den Bericht, in dem etwa 1000 Telefonbefragungen zu Bedarfen und Bedürfnissen älterer Türkeistämmiger in Deutschland im Hinblick auf das Leben im Alter ausgewertet wurden. Nun ist in der Zeitschrift "Forschung Aktuell" ein zusammenfassender Artikel erschienen.

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Den kompletten Bericht können Sie hier einsehen. Die Zusammenfassung steht Ihnen ebenfalls kostenfrei zur Verfügung.

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Die Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen hat sich in diesem Jahr auch mit politischer Partizipation von älteren Menschen - vor allem im Kontext der parlamentarischen Wahlen – befasst. Lesen Sie hier eine Auswahl der entsprechenden Literaturhinweise.

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Direkt kostenfrei und online können Sie folgende Quellen abrufen:

Brenke, Karl / Kritikos, Alexander S. (2017): Wählerstruktur im Wandel. DIW-Wochenbericht, S. 595-606.

Stadtmüller, Sven (2014): Demografische Alterung und politische Machtverhältnisse.


Folgende Bücher bzw. Herausgeberbände sind zu dem Thema erhältlich:

Biermann, Paul (et al, 2016): Politische Bildung im Alter. "Wir waren ein bisschen wilder und sind jetzt altersmilde geworden".

Bundeswahlleiter (Hrsg., 2014): Wahlbeteiligung und Stimmabgabe der Männer und Frauen nach Altersgruppen (Wahl der Abgeordneten des Europäischen Parlaments aus der Bundesrepublik Deutschland am 25. Mai 2014; H. 4).

Holtmann, Everhard (2017): Der Parteienstaat in Deutschland. Erklärungen, Entwicklungen, Erscheinungsbilder. Bundeszentrale für Politische Bildung.

Kaeding, Michael / Haußner, Stefan / Pieper, Morten (2016): Nichtwähler in Europa, Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Ursachen und Konsequenzen sinkender Wahlbeteiligung.

Konzelmann, Laura / Bergmann, Michael / Rattinger, Hans (2014): Demographic change in Germany - its political.

Wiesendahl, Elmar (Hrsg., 2017): Parteien und soziale Ungleichheit.


Diese Beiträge finden Sie in Herausgeberbänden und Fachzeitschriften:

Arndt, Christoph (2014): The electoral consequences of reforming a Bismarckian welfare state. In: Staffan Kumlin / Isabelle Stadelmann-Steffen (Hrsg.): How welfare states shape the democratic public. S. 132-155.

d'Antonio, Oliver / Munimus, Bettina (2017): Parteien und die Altenrepublik Deutschland. In: Elmar Wiesendahl (Hrsg.): Parteien und soziale Ungleichheit. S. 303-329.

Arnold, Felix / Freier, Ronny / Kroh, Martin (2015): Geteilte politische Kultur auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung? DIW-Wochenbericht, S. 803-814.

Europawahl 2014. Mit der EU verbinden die Bürger vor allem Freiheit und Mobilität. Informationsdienst Alter & Forschung, S. 3-15.

Kobold, Kevin (2014): Wahlverhalten bei der Bundestagswahl 2013 und der Europawahl 2014 - ein Vergleich. Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistiken. Wirtschaft und Statistik, 2014, S. 718-732.

Milic, Thomas / Sidler, Andreas (2016): Politische Partizipation im Alter - Entwicklung und Interpretationen. Angewandte Gerontologie appliquée, S. 12-14.

Parteibindung im Zeitverlauf. wenn die Gesellschaft immer älter wird - wählt sie dann zunehmend konservativ? Informationsdienst Alter & Forschung (2014), S. 17-20.

Schmidt, Manfred G. (2015): Auf dem Weg in die Gerontokratie. Der Bürger im Staat, S. 88-94.

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Zum fünften Mal vergab die Rudi Assauer Initiative Demenz und Gesellschaft heute den Rudi Assauer Preis. Insgesamt wurden fünf Projekte ausgezeichnet und ein Medienpreis vergeben. Die Rudi Assauer Initiative Demenz und Gesellschaft zeichnet mit dem Preis fünf innovative Projekte von Einzelpersonen oder Gruppen aus, die zum Ziel haben, die Lebensqualität von an Demenz erkrankten Menschen und betreuenden Angehörigen zu verbessern. Einer der Preise ging nach Schleswig-Holstein.

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Ebenfalls ausgezeichnet werden im Rahmen des sogenannten „Medienpreises“ Informationskampagnen oder Medienberichte, die  dazu beitragen, das Krankheitsbild Demenz in der Öffentlichkeit weiter zu enttabuisieren.

Der erste Preis, dotiert mit 4000 Euro, ging an die Oper Köln mit dem Projekt „Oper für Jung und Alt“. Seit der Spielzeit 2013/2014 ermöglicht das Projekt Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sowie Kindern Opernbesuche. Neben der Anpassung der Rahmenbedingungen des Opernbesuchs entsprechend der kognitiven und körperlichen Fähigkeiten unterstützt das Projekt auch die intergenerative Begegnung von Kindern und Demenzerkrankten.

Der zweite Preis mit 3000 Euro ging an das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein. „Der Bauernhof als Ort für Menschen mit Demenz“ wurde als Kooperationsprojekt der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein und der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein ins Leben gerufen. Seit 2015 werden Freizeitangebote auf dem teilnehmenden Höfen für Menschen mit Demenz angeboten. Wir berichteten z.B. über das Angebot aus Krukow.

Das Projekt „Gesundheit in Bewegung 2.0“ der Fachhochschule Kärnten  in Österreich wurde mit dem dritten Preis von 1000 Euro ausgezeichnet. Das Projekt befasst sich mit der partizipativen Entwicklung eines bedürfnis- und bedarfsgerechten Bewegungsprogramms für Menschen mit Demenz im Bereich Pflegeheim, sowie dessen Umsetzung, Evaluation und nachhaltiger Verankerung in der Lebenswelt von Menschen mit Demenz.

Die Mitarbeiter/innen des Caritas SeniorenHauses in Schönenberg-Kübelberg in Rheinland-Pfalz freuten sich über den vierten Rudi Assauer Preis über 700 Euro. Ausgezeichnet wurde das seit 2011 bestehende Projekt „Mitternachtsbetreuung“. Täglich zwischen 18.30 und Mitternacht werden in dem Haus verschiedene Angebote, wie Gesellschaftsspiele, Vorlesungen, Singen, Spaziergänge, für Menschen mit Demenz gemacht. Das Projekt hat zum Ziel, veränderten Schlafgewohnheiten der Erkrankten gerecht zu werden sowie die Gabe von Psychopharmaka und Schlafmedikationen zu reduzieren.

Karola Becker, aus Rehweiler in Rheinland-Pfalz erhielt den fünften Preis, der mit 500 Euro Preisgeld versehen ist. Becker ist seit 2013 Marte Meo Fachberaterin für Angehörige von Menschen mit Demenz sowie für Pflege- und Betreuungskräfte.

Der Medienpreis, der mit 1000 Euro dotiert ist, ging in diesem Jahr an Dr. Bernhard Albrecht, Autor der Stern-Redaktion, Ressort Wissen. Ausgezeichnet wurde Albrecht für sein stern-Gespräch „Auch wenn die Krankheit das Leben nimmt, die Liebe kann sie nicht nehmen“, erschienen am 08.06.2017 im Stern.

Mehr zur Rudi-Assauer-Initiative finden Sie online.

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„Tante Inges Enkel werden!“, „Ein eigenes Tandem starten!“ und „Im Netz live dabei sein!“ – diese Buttons zieren die Homepage der Webseite des Projekts Tante Inge. Der Initiativgedanke dafür entstand Anfang 2014, als Mitgründerin Kerstin Müller als junge Frau zum ersten Mal ihre Großtante Inge kennenlernte. Die Grundidee: Die Reintegration von Senior/innen durch unmittelbare Kontaktaufnahme der Generationen. Mehr zu der Entstehung der Idee, den Inhalten des Projektes sowie zu hilfreichen Materialien, mit denen Sie ein ähnliches Projekt vor Ort umsetzen können erfahren Sie in diesem Beitrag der Reihe Beispielsweise... Gute Ideen für ein besser Leben im Alter.

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Durch einen Post auf Facebook, in dem Kerstin Müller Gedanken zu Beziehungen zwischen Jüngeren und Älteren äußerte, entstanden erste Ideen: Das Team aus Berlin, welches sich bis heute für die Reintegration von Senior/innen durch unmittelbare Kontaktaufnahme der Generationen einsetzt, teilte am 21.01.2014 zum ersten Mal die Webseite auf Facebook.

Seither fanden im Rahmen der Initiative zahlreiche Projekte statt, ein Teil des Erfolges wird durch einen Preis abgebildet: Am 25.09.2017 nahmen zwei Vertreterinnen des Projekts von dem Ministerium für Soziales und Integration in Stuttgart den Sonderpreis von 5000 Euro des Großen Präventionspreises 2017 der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg entgegen: „Das ermöglicht uns in Zukunft Möglichkeiten der Gestaltung unserer Projekte, an die wir momentan noch nicht einmal denken.“, so das Team.

Doch auch ohne die neuen finanziellen Mittel, die der Geldpreis nun verspricht, hat die Tante Inge Initiative schon vielfach erfolgreiche Projekte umgesetzt. Es ginge nicht darum, perfekte Projekte zu konzipieren, die viel Geld kosten, sondern Ideen und Ansätze zu entwickeln, mit denen man auch im Kleinen die Vision von Tante Inge umsetzen könne.

Dabei findet im Rahmen von Tandems zwischen Jung und Alt Verschiedenes statt, die Jung und Alt im Alltag wieder näher zusammenbringen sollen: Tante Inge strickt, trinkt Cocktails und schaut Kino.

Diese Projekte sollen, so das Team, gerne und unbedingt nachgemacht werden. „Engagement lebt vom Ideen teilen. Wir erlauben es ausdrücklich.“ Auf der Webseite gibt es Projektkonzepte, Checklisten und alles nötige zum Herunterladen. Die Menschen hinter der Initiative fordern tatsächlich jede/n auf, das Konzept in ihren Regionen anzuwenden und sich mit Impulsen und Ideen zu beteiligen: „Hauptsache Tante Inge lebt!“. Es gibt sogar die Möglichkeit, sich sogenannte Tante Inge Pakete kostenfrei schicken zu lassen, in denen Flyer, Postkarten und weiteres zum Projektstart enthalten sind. So wird die Umsetzung eines solchen Projektes noch weiter vereinfacht – es fehlen zu dem Erfolg quasi noch die Menschen, die sich für die Umsetzung engagieren. Wie wichtig Projekte wie dieses sind bringt das Team selbst auf den Punkt: „Ältere Menschen verdienen den gleichen Respekt wie jüngere – wir können voneinander noch wahnsinnig viel lernen.“

Diese Überzeugung treibt wohl auch die vielen Events und Aktionen an, die regelmäßig stattfinden: In den letzten Monaten haben im Rahmen von Tante Inge Senior/innen gemeinsam mit Student/innen Waffeln gebacken, zu Livemusik getanzt und im Seniorenzentrum Brettspiele gespielt. Über solche Ereignisse werden stets auf dem Blog der Website berichtet – so kann man sich immer über das aktuelle Programm von Tante Inge auf dem laufenden halten.

Die Anleitungen und Konzepte die auf der Homepage zu finden sind, ermöglichen die Umsetzung von erprobten Projekten, bei dem die ersten aufwändigsten Arbeitsschritte und Vorüberlegungen im Prinzip schon geleistet wurden. Wer sich also genauer informieren oder sogar engagieren will ist gut beraten, Tante Inge mal einen Besuch im Internet abzustatten.

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Gegen die soziale Spaltung startete der Sozialverband VdK die bundesweite Aktion „Soziale Spaltung stoppen!“. Aus Sicht des VdK profitieren von der guten Wirtschaftsentwicklung längst nicht alle Menschen. Rentner/innen mit geringem Einkommen, Arbeitslose, Alleinerziehende, Erwerbsgeminderte, Langzeitarbeitslose, chronisch Kranke sowie Menschen mit Behinderung würden immer mehr abgehängt.

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So erfreulich die gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung seien, es bestehe kein Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen. „Steigende Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung, Kürzungsfaktoren und hohe Abschläge, die die Alterseinkommen ausbremsen, ein wachsender Niedriglohnbereich und Sozialleistungen, die zum Leben nicht reichen. Eine gerechte Politik sieht anders aus“, so die Präsidentin des Verbandes, Ulrike Mascher.

Über 16 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Rund 6 Millionen Menschen beziehen Arbeitslosengeld II. 7,65 Millionen Menschen verdienen weniger als 10 Euro in der Stunde.

Abhilfe schaffen kann aus Sicht des VdK eine sozial gerechte Steuerpolitik. „Höhere Spitzensteuersätze, die Einführung einer Vermögensteuer und einer Finanztransaktionssteuer sowie eine Reform der Erbschaftsteuer müssen auf der Agenda der nächsten Bundesregierung ganz oben stehen“, forderte Mascher. Dadurch seien gezielte Investitionen für den ärmeren Teil der Bevölkerung möglich: „Etwa für gute Bildung, die Bekämpfung von Armut, eine barrierefreie Infrastruktur und Renten, die zum Leben reichen“, so die VdK-Präsidentin.

Der VdK wollte seine Forderungen in die Politik, Medien und Öffentlichkeit tragen. Alle Materialien zur VdK-Aktion finden Sie hier.

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Im Juni dieses Jahres hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) den vierten Infobrief zum Modellprogramm zur Weiterentwicklung neuer Wohnformen herausgebracht. Dieser Infobrief thematisiert neue Wohnformen und die technische Unterstützung.

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Demnach werden neue Technologien zur Unterstützung Pflegebedürftiger in ihrer Häuslichkeit sowie qualitative und an den Nutzer/innen orientierte neue Wohnformen betrachtet und diskutiert. Diese inhaltliche Darstellung ist als eine Zwischenbilanz des bisherigen Modellprogramms, zu dem im Laufe dieses Monats ein weiterer Infobrief erscheinen wird und welches nächstes Jahr im Sommer seinen Abschluss finden wird, zu verstehen. Im Rahmen des vierten Infobriefs erhalten Sie Informationen:

  • zum Bericht der Forschungsstelle Pflegeversicherung,
  • zu neuen Wohnformen und technischer Unterstützung,
  • zum Projekt „ALPHA Technikunterstützte Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz“,
  • zum Projekt „QuoVadis: Vernetztes Wohnen im Quartier mit Demenz“ sowie
  • zum Projekt „Pflege@Quartier“.

Bericht der Forschungsstelle Pflegeversicherung

Technologien nehmen in immer mehr gesellschaftlichen Bereichen und damit auch für ältere sowie pflegebedürftige Menschen durch die Eröffnung neuer Möglichkeiten der Entwicklung und Gestaltung eine wichtige Rolle ein. Beispielsweise steigern Sicherheits- und Sensorsysteme in Wohnungen die Unabhängigkeit der Nutzer/innen. Kritisiert wird jedoch die bislang nur punktuelle Integration technologische Entwicklungen in den Pflegealltag. Dies hat seine Ursache in dem Mangel an Arbeiten, die solche Technologien in den differenten pflegerischen Settings unter Berücksichtigung diverser Aspekte messen und evaluieren. Aus diesem Grund wurden die in diesem Infobrief aufgeführten Projekte für eine ausführliche Beschreibung ausgewählt.


Neue Wohnformen und technische Unterstützung

Neben der wachsenden Bedeutung von technischen Unterstützungssystemen im gesundheitlichen Bereich ist auch ein Anstieg im Bereich des Wohnens im Alter und im Hinblick auf pflegebedürftige Menschen als Nutzer/innen zu verzeichnen. Nutzer/innen neuer Wohnformen erachten technische Unterstützungssysteme zunehmend als wichtig, wobei die Affinität zu Nutzung dieser bei den hochaltrigen Personen geringer ist. Damit wird auch deutlich, dass die Akzeptanz technologischer Unterstützung neben dem konkreten Nutzen vom Alter abhängt. Zudem zeigt sich, dass die Technologien sich an den individuellen Bedarfen sowie den Zugangsmöglichkeiten im Sinne einer systematischen Aufklärung der Nutzer/innen zu orientieren haben und im Hinblick auf die Wohnungswirtschaft der Aspekt der Nachhaltigkeit erfüllt sein müsse.


Projekt „ALPHA Technikunterstützte Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz“

Das Projekt verfolgt das Ziel die Fähigkeiten und Ressourcen von Personen mit Demenz in Wohngemeinschaften aufrechtzuerhalten und zu stabilisieren. Hierbei nehmen die Aspekte:

  • der fachlichen Gestaltung des Umfelds,
  • der gesicherten Teilhabe am gesellschaftliche Leben von Bewohner/innen sowie
  • der gesteigerten Lebensqualität und Sicherheit

eine wichtige Stellung ein. Zur Unterstützung von autonomen und selbstbestimmten Strukturen sollen technische Systeme der Assistenz Anwendung finden. Zur Umsetzung dieser Ziele hat das Projekt folgende technische Assistenzsysteme zur Umgebungsgestaltung unter Beachtung der Datenschutzbestimmungen eingesetzt:

  • automatische Raumbeleuchtung beim Aufstehen zur Reduktion der Sturzgefahr,
  • Bewegungsmelder und Türkontakte mit Kopplung zum Telefon des Personals zur Unterstützung in ihrem Arbeitsalltag.

Projekt „QuaVadis: Vernetztes Wohnen im Quartier mit Demenz“

Ziel des Projektes ist die Ermöglichung möglichst langanhaltender Selbstständigkeit und Sicherheit von Menschen mit leichten Kognitionseinschränkungen (vor allem Personen mit beginnender Demenz) in ihrer eigenen Wohnung und somit die Verhinderung einer vorzeitigen stationären Unterbringung. Hierzu wurde ein Betreuungs- und Sicherheitssystem, welches eine Verbindung von technischer Wohnungsausstattung und quartierbezogenem Management aufweist, eingesetzt. Dieses Versorgungskonzept berücksichtigt Aspekte der Nutzerorientierung, der leichten Bedienbarkeit und der Unauffälligkeit der technischen Geräte (z.B. Hausnotrufsystem, Türkontakt, Herdabschaltung, Bewegungsmelder, Stromsensoren usw.). Das Techniksystem werde durch die Ermöglichung der fachgerechten und situativen Reaktionen auf Notfälle und Probleme im Ergebnis als hilfreich erachtet.


Projekt „Pflege@Quartier“

Das Projekt Pflege@Quartier wurde von der GESOBAU und der AOK Nordost zur Entwicklung von innovativen Konzepten der Unterstützung pflegebedürftiger Personen, pflegender Angehöriger und beruflich Pflegenden gegründet. Fokussiert werden die Entwicklung und Umsetzungen von innovativen Lösungen, die übergeordnet die Selbstbestimmung sowie Selbstständigkeit in der Häuslichkeit erhalten und damit untergeordnet die Verbesserung der individuellen Versorgung, die Erleichterung im alltäglichen Leben, die Erhöhung des Wohlbefindens und der Sicherheit sowie die Schaffung von Möglichkeiten der Information, des Kontaktes und der Kommunikation erreichen. Hierzu sollen der Einsatz technischer Systeme und persönlicher Dienstleistungen miteinander verknüpft werden. Neben der Gewinnung von Teilnehmer/innen, der Durchführung von analytisch ausgerichteten Workshops und der Rekrutierung von Firmen zur Ausstattung der Wohnungen des Projektes bietet die entstandene Musterwohnung „Pflege@Quartier im Märkischen Viertel in Berlin interessierten Personen einmal in der Woche Raum für Sprechzeiten in Bezug auf das Konzept und Möglichkeiten der Umsetzung in der eigenen Wohnung.

Der Infobrief des GKV-Spitzenverbands steht Ihnen mit vertiefenden Informationen zu den obigen Ausführungen und weiteren Hinweisen (z.B. Kontaktdaten und Laufzeiten der Projekte) als PDF zur Verfügung.

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Kostenfalle Zahn

12. Dezember 2017

Das neue Informations- und Beschwerdeportal „Kostenfalle-Zahn.de“ der Verbraucherzentralen verfolgt das übergeordnete Ziel der Aufdeckung von Missständen im Rahmen der zahnärztlichen sowie kieferorthopädischen Behandlung. Informationen rund um das Thema Zahn werden Ihnen u.a. in folgenden Rubriken geliefert:

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  • Gut zu wissen
  • Zahnvorsorge
  • Zahnbehandlung
  • Zahnersatz
  • Kieferorthopädie

Für Ihre Beschwerden gibt es eine eigene Rubrik sowie eine Pinnwand, auf der eingereichte Beschwerden veröffentlicht wurden. Weiterhin verfügt das Portal über ein Diskussionsforum und ein Glossar. Damit verfolgt das Portal die drei Anliegen des Informierens, des Beschwerens und des Diskutierens. Eine Förderung erfolgt durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Weitere Informationen finden Sie auf Kostenfalle-Zahn.de.

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Am Tag der älteren Menschen hat die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) das Augenmerk besonders auf die Menschen, die unter den Beschwerden des Alters zu leiden haben, gelenkt. Neben den vielen aktiven und gesunden Senior/innen, die es heute gibt, leben auch alte Menschen mit gravierenden Einschränkungen im Abseits der Gesellschaft.

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Diese Lebensumstände würden häufig übersehen. Eine Veränderung zum Besseren könne laut der BIVA aber dann nur erfolgen, wenn diese Themen ungeschönt angesprochen werden.

Hinter verschlossenen Türen von Privatwohnungen und stationären Pflegeeinrichtungen leben ca. drei Millionen Menschen weitgehend im Verborgenen. Sie sind im öffentlichen Raum kaum sichtbar. Allein schon darin sieht BIVA-Vorsitzender Dr. Manfred Stegger einen der Gründe, warum dieses Thema eine untergeordnete Rolle in der gesellschaftlichen Debatte spielt. Hinzu komme, dass die meisten Menschen um dieses Thema lieber einen Bogen machen, weil jeder Mensch die Hoffnung hat, im Alter selbst von Beschwerden und Leiden verschont zu bleiben. Auch Journalist/innen würden da keine Ausnahme bilden.

Die BIVA wünscht sich, dass dieses soziale Thema in Zukunft mehr Gewicht bekommt und seiner Bedeutung mehr Rechnung getragen wird. Stegger appelliert in dem Zusammenhang auch an eine neue Bundesregierung, sich mehr als bisher für ein würdiges Leben im Alter einzusetzen. Die Pflegepolitik spiele dabei eine zentrale Rolle.

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seniorenpolitik-aktuell.de
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