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Die Ehrenamtsagentur Odenwaldkreis darf sich wohl als regionaler Pionier zum Thema (re-)integrative Seniorenpolitik sehen: Seit dem Jahr 2009  hat die Agentur zwei erfolgreiche Projekte abgewickelt, von welchem eines 2012 einen Preis von der Hessischen Landesregierung erhielt. Diese beiden Projekte sind Teil unserer Reihe Beispielsweise... Gute Ideen für ein besseres Leben im Alter.

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Das erste Projekt trägt den Namen "Senioren ins Internet", insgesamt geht es dort um die Vermittlung ehrenamtlicher Hilfe bei den ersten Schritten im Internet.

Das preisgekrönte Projekt fände die Agentur selbst „ganz toll“, so Markus Fabian, Ansprechpartner der Ehrenamtsagentur. Solche Projekte, die Senior/innen über eine relativ junge Funktionalität wie das Internet aufklärt und sie begleitend einführt, sind für die (Re-)Integration von Senior/innen im Alltag der heutigen Gesellschaft nämlich sicherlich von großer Wichtigkeit. Heute sind zahlreiche Handlungen alltäglich, die es vor einigen Jahren noch nicht waren. Diese sind häufig mit dem Bedienen moderner Technik am Computer und Handy verbunden: Z.B. kann die Briefwahl via Internet beantragt werden, Arzttermine können zum Teil vereinbart werden. In Sachen Kommunikation nutzen jüngere Generationen mittlerweile bevorzugt eher zu Mail- und Nachrichtenaustausch als zu Telefonaten.

Deswegen kaufte sich auch eine der Senior/innen, die schon an dem Projekt teilnahm, überhaupt einen Laptop: „Als ich einen Urenkel bekam, hab' ich mich entschlossen einen Rechner zu kaufen, damit ich meinen Urenkel öfter sehen kann, weil sie nicht hier bei mir wohnen.“

So wurde an jene Dame im Rahmen des Projekts ein Ehrenamtlicher vermittelt, welcher sie zu Hause besuchte, um ihr praktische Grundlagen betreffend der Bedienung des Computers, Mailkontakt und Internetnutzung zu vermitteln.

Über das Projekt sagte die Seniorin, dass sie sehr gut angelernt worden sei und sich gut mit dem Laptop befassen könne: „Es macht mir immer wieder neu Freude“. In das Kurzinterview können Sie hier reinhören.


Das zweite Projekt der Ehrenamtsagentur wird "Pfiffige Senioren lassen sich nicht austricksen" genannt.

Im Rahmen eines weiteren Projekts wurden im Jahr 2014 auf Initiative der Präventionsstelle des Polizeipräsidiums Südhessen 34 Ehrenamtliche in einem dreitägigen Seminar zu Sicherheitsberater/innen für Senior/innen ausgebildet. Schwerpunkte der Schulung waren Internetkriminalität, Verkehrsprävention, Senior/innen als Opfer von Betrug und Einbruchschutz. Die Teilnehmer/innen der Schulung wurden mit dem Zertifikat „Sicherheitsberater für Senioren“ ausgezeichnet und mit Visitenkarten und Informationsbroschüren ausgestattet, um als Multiplikator/in und als Mittler zwischen Bürger/innen und Polizei zu fungieren. Dabei liegt die Zielgruppe vor allem bei Seniorengruppen und in Altenheimen, um gegen Fälle, bei denen Senior/innen zum kriminellen Vorteil ausgenutzt werden, zu verhindern.

Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit der Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises, dem Polizeipräsidium Südhessen, der Polizeisozialhilfe Hessen und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Odenwaldkreis statt. Leider sei bei der Schulung laut Fabian Markus – vielleicht auch aus Kapazitätsgründen der zahlreichen Kooperationspartner – das Augenmerk nicht so stark auf die Multiplikatoren-Arbeit und die Vermittlung an die Fachstelle Prävention gelegt worden, so dass letztendlich nur eine Hand voll Sicherheitsberater/innen ihre Arbeit aufgenommen habe. Außerdem sei es aus Sicht der Agentur wichtig, die Geschulten regelmäßig über die neuesten sogenannten 'Gaunertricks' zu informieren, welche auch häufig einen regionalen Bezug haben.


Das sagt Fabian Markus zu den Erfahrungen aus den zwei beispielhaften Projekten der Ehrenamtsagentur:

"Bei dem Projekt 'Senioren ins Internet' ist bei der Werbung auf die 'altmodische', klassische Plattform (Zeitung, Plakate, Handzettel) zu achten. Letztendlich ist dieses Projekt aber mehr oder weniger ein Selbstläufer. Oft haben wir gehört, dass der/die Senior/in schon vor langer Zeit den Handzettel z. B. beim Arzt mitgenommen hat, aber erst jetzt sich traut, sich mit dem Medium Internet zu beschäftigen. Seit 2009 konnte insgesamt ca. 150 Senior/innen durch dieses Projekt der Weg ins Internet ermöglicht bzw. erleichtert werden.

Die 'Pfiffigen Senioren' müssen – so unsere Erfahrung – über neue 'Kriminaltrends' informiert werden,Beispielsweise Odenwaldkreis Bild 2v2 damit sie am Ball bleiben und aktuell informieren können. Auch ist dies eine Art der Wertschätzung ihres Engagements. Leider konnte dies aus Kapazitätsgründen nicht immer so zeitnah geschehen. Bei der Werbung für die Schulung konnten wir durch das 'eingängige' Foto diese relativ hohe Teilnehmerzahl erreichen."

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In der Zeitschrift „Archiv für Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit“, Ausgabe 2/2017 mit dem Titel „Strategien gegen Altersarmut“ geht es um Altersarmut und betroffene Personengruppen. Genauer werden in den Artikeln folgende Themen vertieft:

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  • die Analyse struktureller Gründe für Altersarmut,
  • die Identifikation von gegenwärtigen und künftigen Risikogruppen,
  • die Diskussion von Reformoptionen für  das Alterssicherungssystem in Deutschland,
  • die Vorstellung von Strategien gegen Altersarmut in Nachbarländern innerhalb Europas und
  • das Aufzeigen von Innovationsansätzen bezüglich der kommunalen Folgen von Altersarmut im Rahmen von Praxisbeispielen.

Die neun Artikel dieser Ausgabe wurden verfasst von:

  • Reinhold Thiede,
  • Ute Klammer,
  • Andreas Wittrahm,
  • Magnus Brosig,
  • Yasmin Fahimi,
  • Uwe Fachinger,
  • Jürgen Ribbert-Elias und Stefanie Glaßmeier,
  • Helmut Ivansits sowie
  • Walter Schmid.

Auf der Homepage „Das Forum des Sozialen“ vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge stehen Ihnen detaillierte Informationen hinsichtlich der Zeitschrift zur Verfügung. Zudem können Sie diese dort käuflich erwerben.

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Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben sich auf Rahmenvorgaben für Arznei- und Heilmittel für das kommende Jahr verständigt und geeinigt. Die Verhandlungen über die Rahmenvorgaben Arznei- und Heilmittel für das Jahr 2018 sind abgeschlossen. Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich in beiden Versorgungsbereichen auf steigende Ausgabenvolumina verständigt.

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Das Ausgabenvolumen bei Arzneimitteln erhöht sich um 3,2 Prozent beziehungsweise rund 1,2 Milliarden Euro. Verantwortlich für diese Steigerung seien vor allem Ausgaben für neuartige Arzneimittel gegen Krebs. Anders als früher werden viele dieser Therapien nun nicht mehr stationär, sondern zunehmend im ambulanten Sektor angeboten. Auch die neue Leistungspflicht der GKV für Therapien mit Cannabis führt zu höheren Ausgaben. Bei dieser Gesamtsumme handelt es sich aber nicht um eine abschließend definierte feste Größe. Der Grund: Weitere Anpassungsfaktoren wie Alter und Anzahl der Versicherten werden regional zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenkassen verhandelt und können zu anderen Beträgen führen.

Bei den Heilmitteln rechnen die KBV und der GKV-Spitzenverband im kommenden Jahr mit einer Steigerung des Ausgabenvolumens in Höhe von 3,9 Prozent, was circa 230 Millionen Euro entspricht. Hierbei ist die zum 01.01.2018 vorgesehene Einführung der Ernährungstherapie als neues Heilmittel berücksichtigt. Zudem gehen die Vereinbarungspartner davon aus, dass die Modellvorhaben zur sogenannten Blankoverordnung zu Mehrausgaben führen werden. Aufgrund einer fehlenden gesetzlichen Regelung ist bislang unklar, ob und wie diese aus dem vertragsärztlichen Ausgabenvolumen herausgerechnet werden. Darüber hinaus werden wie bei Arzneimitteln auch insbesondere die Faktoren Zahl und Alter regional festgelegt. Allein bei den Heilmitteln wird außerdem die Preisentwicklung in den regionalen Verhandlungen bewertet.

Konkretisierende Dokumente und Links zu diesem Thema stehen Ihnen hier zur Verfügung.

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Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung Ulrich Hase hat eine Broschüre zum Thema barrierefreies Bauen vorgestellt. In der Broschüre werden die Fragestellungen „Wie sind die Anforderungen an Barrierefreiheit?“, „Wie lassen sie sich in der Praxis umsetzen?“ beantwortet.

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Die Broschüre wurde in Zusammenarbeit mit den Architekten und Sachverständigen für Barrierefreiheit André Burkhardt und Marc Jestrimsky sowie dem Deutschen Seminar für Tourismus Berlin e.V. entwickelt. „Ein Faltblatt von 2011 diente als Orientierungshilfe zum Thema Barrierefreiheit. Darin fanden sich Anlaufstellen zur Beratung. Jetzt stellen wir bauliche Hürden im Alltag von Menschen mit Behinderungen dar und zeigen konkrete Maßnahmen auf, wie diese Hürden abgebaut werden können“, so der Landesbeauftragte. Berücksichtigt sind Barrieren, die Menschen mit körperlichen Einschränkungen, mit Hör- oder Sehschädigung sowie kognitiven Einschränkungen behindern.

Mit §2 des Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen wird bereits ersichtlich, wie umfangreich Barrierefreiheit ist. Knapp zwanzig Prozent, also etwa 545.000 Personen der Bevölkerung in Schleswig-Holstein haben Beeinträchtigungen. Ein großer Anteil dieser Personen ist im Alltag baulichen Hürden ausgesetzt. Das sind beispielsweise schwer zu öffnende Türen oder zu überwindende Ebenen. Sie sind auch für Menschen ohne Behinderung Hürden, wie für Personen mit Gepäck oder Kinderwagen. Welche Bereiche weiterhin Hürden aufweisen können und wann sie als barrierefrei gelten, wird zu Beginn der Broschüre definiert. Demnach werden u.a. die Bereiche:

  • Bauliche Anlage,
  • Verkehrsmittel,
  • Gebrauchsgegenstände auf technischer Ebene,
  • Systeme der Informationsverarbeitung,
  • Visuelle und akustische Kommunikationseinrichtungen und Informationsquellen

aufgeführt, die als barrierefrei gelten, sofern sie für Menschen mit Behinderung ohne fremde Unterstützung und ohne besonderen Aufwand zugänglich und damit nutzbar sind. Daneben thematisiert das Vorwort der Broschüre das Verständnis des Begriffes der Barrierefreiheit auf der Ebene der UN-Behindertenrechtskonvention, welches die Grundlage der Broschüre bildet. Entsprechend werden die folgenden Schwerpunkte unter dem Fokus des barrierefreien Planens und Bauens inhaltlich betrachtet:

  • Gestaltung von Bewegungsfreiheit: Vor allem für Menschen, die Hilfsmittel wie Rollstühle, Rollatoren oder Gehhilfen nutzen sind Bewegungsflächen von 1,50 x 1,50 Meter erforderlich. Das gilt für Sanitärräume, Flure, Wege im Außenbereich sowie für Flächen vor Türen, Fahrstühlen und Bedienelementen.
  • Ermöglichung von Sitzplätzen: Für Personen, die eine Gehbehinderung haben oder für besonders große Menschen bedarf es Sitzgelegenheiten mit größerer Beinfreiheit. Zudem sollten Begleitpersonen von Rollstuhlfahrer/innen Sitzplätze in Nähe der Standplätze der Rollstühle eingerichtet werden und bei fest eingebauten Tischen darauf geachtet werden, dass diese eine von Rollstühlen zu unterfahrene Höhe aufweisen.
  • Erleichterung in der Betätigung von Türen: Türen sollten zu öffnen und zu schließen sein, indem der Kraftaufwand dieser Handlung auf ein Minimum begrenzt wird oder die Türen über z.B. Automatiken auf entsprechender Greiftiefe, die für Menschen mit Sehbehinderung durch starke Kontraste erkennbar gemacht werden sollten, verfügen.
  • Barrierefreiheit von Sanitärräumen: Jedes Gebäude der Öffentlichkeit muss über mindestens eine barrierefreie Toilette mit nach außen öffnenden Türen verfügen. Diese sollte von beiden Seiten anzufahren sein, Aspekte einer ausreichend großen Bewegungsfläche vor den diversen Sanitäranlagen (z.B. Waschbecken, WC-Becken) sowie die Unterfahrbarkeit dieser und Ausstattungen wie Stützklappgriffe, Rückenstützen sowie Notrufvorrichtungen aufweisen.
  • Erleichterung des Zugangs: Eingänge oder Türschwellen sollten mit Rampen, die maximal eine Neigung von 6% haben und deren Geländer 30cm vor Anfang der Rampe beginnt und auch erst 30cm nach Ende der Rampe abschließt.
  • Überwindung von Stockwerken: Neben den unverzichtbaren Aufzügen und ihren bereits angesprochenen Bewegungsflächen sind die Breiten der Aufzugtüren von mindestens 90cm und die Kabinen der Aufzüge von mindestens 1,10 x 1,40 Meter wichtige bauliche Merkmale. Darüber hinaus bedarf es taktil erfassbarer Bedienfelder mit Pyramiden- und Brailleschrift, Sprachansagen sowie sicht- und hörbare Anzeigen der Notrufeinrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen.
  • Barrierefreie Bedienbarkeit von Schaltern und Tasten: Alle Schalter und Taster in öffentlichen Gebäuden sollten über ein visuell, akustisch und taktil wahrnehmbares Bedienelement mit vorgelagerter ausreichender Bewegungsfläche verfügen. Damit sollen der Erkennbarkeit, Erreichbarkeit und Nutzbarkeit dieser Rechnung getragen werden.
  • Sicherheit von Treppen: Empfehlenswert sind Treppenaufgänge mit beidseitig durchgängigen Handläufen, die 30cm vor der Treppe beginnen sowie 30cm nach dieser enden. Daneben sind taktil wahrnehmbare Bodenindikatoren und deutlich gekennzeichnete Stufenkantenmarkierungen für sehbehinderte und blinde Personen sicherheitsfördernde Aspekte.
  • Gestaltung von Wegen: Als Unterstützung blinder und sehbehinderter Personen beim gezielten Vorankommen dienen Orientierungs- und Warnelemente, wie z.B. Richtungs- und Aufmerksamkeitsfelder sowie Leit- und Auffindestreifen, im Bodenbereich. Diese sollten eine abweichende Oberflächenstruktur sowie visuelle Kontraste nach DIN 32975 aufweisen.
  • Sicherheit durch Kontraste: Im Hinblick auf Glaselemente, Absturzkanten, in Verkehrsflächen hineinragende Gegenstände usw. ist eine auf Augen- und Kniehöhe kontrastierende Sicherheitsmarkierung und/oder eine taktil wahrnehmbare Absperrung für sehbehinderte Menschen unerlässlich.
  • Barrierefreiheit von Rettungswegen: Für Personen mit eingeschränkter Sensorik, Motorik oder Kognition sollten angepasste Rettungskonzepte vorliegen. Demnach sollten für Rollstuhlfahrer/innen speziell gekennzeichnete Rettungswege vorhanden sein sowie für hörgeschädigte Menschen Aufenthaltsräume mit Blitzleuchten und für kognitiv eingeschränkte Menschen separierte Wartebereiche, von denen aus die Personen von den Rettungskräften hinausbegleitet werden können, eingerichtet sein.
  • Vermittlung von Sprachinhalten per Induktion: Neben den optischen Kommunikationshilfen für gehörlose und ertaubte Personen bieten sich bei hörgeschädigten Menschen technische Hilfen in Form von induktiven Höranlagen (Ring- oder Induktionsschleifen) an. Diese ermöglichen die unmittelbare Übertragung der Sprache auf mit einer sogenannten T-Spule ausgestattete Hörgeräte oder Cochlea Implantate.

Zum Nachlesen der obigen Ausführungen steht Ihnen die Broschüre als PDF zur Verfügung.

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Der Dachverband Lesben und Alter verfolgt die Ziele der Stärkung der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Lebenssituationen alter und älterer lesbisch lebender Frauen sowie die Vertretung der Interessen dieser Bevölkerungsgruppe auf politischer und verbandsbezogener Ebene. Auch seien die politisch relevanten Themen aller Frauen, lesbisch lebend oder nicht, inbegriffen.

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Dazu unterhält der Dachverband Kooperationen zu der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS), zu Vertreter/innen der Frauen- und LGBT-Gleichstellungpolitik sowie arbeitet mit Wohlfahrts- und Senior/innenverbänden zusammen. Zudem wird eine Mitgliedschaft in der BAGSO e.V. angestrebt.

Die Tätigkeit des Dachverbandes bezieht sich auf die Unterstützung der Mitgliedsverbände u.a. im Rahmen einer gemeinsamen Entwicklung von Positionen zu altersrelevanten Themenfeldern. Weiterhin bietet der Verband fachliche Informationen, Beratungen zu Veranstaltungen, Expert/innen-Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit an und richtet Fachtagungen aus.

Auf der Homepage können Sie sich ausführlich über den Dachverband Lesben und Alter, seine Veranstaltungen und Tätigkeitsfelder informieren.

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Mehr als die Hälfte aller Menschen würde zum Pflegefall. Aus diesem Grund empfiehlt die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen. Über die Tatsache, dass Bürger/innen immer älter werden, würde vergessen, dass dies an der voraussichtlichen Pflegebedürftigkeit der einzelnen Personen nichts ändere. Auch in Zukunft werde mehr als die Hälfte aller Menschen am Ende ihres Lebens zum Pflegefall.

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Darauf hat die BIVA am 1. Oktober, dem Tag der älteren Generation, hingewiesen.

Die zu erwartende Pflegebedürftigkeit werde von den meisten Menschen zu lange ignoriert und verdrängt. Das beklagt Dr. Manfred Stegger, Vorsitzender der BIVA. Erst dann, wenn der akute Fall eintrete und die Zeit drängt, beginnen die persönlich Betroffenen und ihre Angehörigen sich mit den damit verbundenen Veränderungen zu beschäftigen. Die Wahl der Pflegedienste oder stationären Einrichtungen erfolgt meist unter großem Druck, so dass eine sorgfältige Entscheidung kaum möglich ist. Die damit verbundenen gravierenden Lebensveränderungen lassen sich in der Regel nur sehr schwer korrigieren oder rückgängig machen.

Die BIVA empfiehlt allen Menschen, sich rechtzeitig mit der Frage der eigenen Pflegebedürftigkeit zu beschäftigen, die wohnortnahen Pflegeangebote zu prüfen und die möglichen stationären Einrichtungen sorgfältig auszuwählen. Auch die Frage der Finanzierung wird häufig nicht genügend ernst genommen. Pflegebedürftigkeit ist für viele Menschen ein Armutsrisiko. Die BIVA, bietet seit mehr als 40 Jahren Hilfestellung bei der Lösung dieser Fragen und berät Betroffene, um sie vor Fehlentscheidungen zu bewahren. Stegger weist in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Informationsmaterialien und den telefonischen Beratungsdienst der BIVA hin.

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2006 startete die Ehrenamt Agentur Essen e.V. das Projekt „17/70 – Junge Paten für Senioren“. Bisher nahmen daran 300 Jugendliche und mehr als 300 Senior/innen teil. Im Rahmen unserer Reihe Beispielsweise... Gute Ideen für ein besseres Leben im Alter können Sie in diesem Beitrag mehr über das Projekt erfahren.

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Weiterhin sucht die Agentur ehrenamtliche Jugendliche ab 14 Lebensjahren, deren Teilnahme nicht nur interessante neue Erfahrungen verspricht, sondern auch die Möglichkeit bietet, den Engagementnachweis des Landes Nordrhein-Westfalen zu erhalten. Sicherlich liefert das Projekt für die Jugendlichen somit nicht nur einen Ansporn auf „Lebenslauf-Aufpolierung“, auch aber „für fröhliche Stunden“. So wird auf der Website des Vereins der kurze Informationstext über das Thema betitelt.

Denn gerade darum geht es bei „17/70“ tatsächlich: Jüngere und ältere Menschen teilen Zeit, genießen gemeinsam und lernen voneinander. Es entsteht ein Dialog, der in dieser Form viel zu selten auftritt. Gerade Senior/innen, die in Pflegeeinrichtungen untergebracht sind, kommen, was zwischenmenschliche Interaktion angeht, oft zu kurz. Besuche der Jugendlichen sollen eben dem entgegenwirken: Circa sechs Stunden monatlich, das heißt anderthalb Stunden in der Woche, besuchen die Pat/innen die Senior/innen in den Pflegeeinrichtungen.

Alles weitere bleibt den Teilnehmer/innen selbst überlassen: Von Unterhalten bis hin zu Malen und Spazieren ist alles erlaubt. „Es macht mir Freude, älteren Menschen etwas von meiner Zeit zu schenken, denn man kann viel von ihnen lernen“, sagt Rebecca Witt, Seniorenpatin.

An „Vertrautheit, Nähe, Zuneigung“ kann es Senior/innen, die im zunehmenden Alter aus gesundheitlichen Gründen, Mobilitätsfragen oder psychischen Einschränkungen wie Demenz in ihrem Sozialleben eingeschränkt werden, fehlen. Die Jugendlichen werden im Rahmen ihrer Patenschaft durch Workshops auf diese Thematik sensibilisiert. „In Workshops habe ich auch viel Wissenswertes über Demenz und Gedächtnistraining gelernt.“, so Rebecca Witt.

Dass Jugendliche ein besseres Verständnis für die Schwierigkeiten, die das Älter-Werden mit sich bringt, entwickeln, ist selbstverständlich nicht nur in Bezug auf Seniorenpatenschaften sinnvoll. Allgemein könnte durch solche Projekte die Affinität zwischen „Jung und Alt“ gesteigert werden und für eine diversere Vernetzung innerhalb der Gesellschaft sorgen.

Die Vorteile eines solchen Projektes können über den sozialen Aspekt hinausgehen: Man kann das Angebot auch als eine Investition in die Zukunft sehen. Findet nämlich ein Austausch zwischen den Generationen statt, profitieren nicht nur Senior/innen von der Gesellschaft junger Leute, sondern haben bestimmt auch oft reichlich zu erzählen. Dass Jugendliche so quasi aus erster Hand von der Geschichte hören und erfahren kann ein Interesse daran erhöhen, bestimmte Fehler nicht zu wiederholen.

An Projekten wie „17/70“ kann die Wichtigkeit gezeigt werden, Senior/innen politisch und gesellschaftlich besser zu (re)integrieren. Das Konzept des Projektes kann dies mit geringen Kostenaufwand ermöglichen. Hinter dem Erfolg in der Umsetzung steht jedoch ein Zeitaufwand durch notwendige Koordination, der im Laufe des Projektes abnehmen kann.

Die Vermittlung der jungen Pat/innen ruht zur Zeit. Das Projekt wird aber als eines der erfolgreichsten des Vereins betrachtet.

Wenn Sie an der Umsetzung eines ähnlichen Vorhabens interessiert sind, können Sie zu dem Verein Ehrenamt Agentur Essen Kontakt aufnehmen:

  • Bredeneyer Straße 6b, 45133 Essen
  • Telefon: 0201 / 839 149-0
  • per Mail: info@ehrenamtessen.de

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In der Auflage 3/2017 der Zeitschrift „Archiv für Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit“ mit dem Titel „Umsetzung der Pflegereform vor Ort“ geht es bezüglich der Pflegestärkungsgesetze und des damit eingeführten neuen Begriffs der Pflegebedürftigkeit inhaltlich um:

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  • die Erläuterung der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen,
  • die Diskussion der Aufgaben und der Rolle der Kommunen,
  • die Vorstellung von Ansätzen bezüglich einer gelingenden Umsetzung in Form von quartiersbezogener Pflegeinfrastruktur, Pflegestützpunkten, Fachkräftegewinnung, Senior/innen-Technikberatung.

Die Autor/innen der sieben Fachartikel sind:

  • Martin Schölkopf und Heike Hoffer,
  • Jana Henneberger,
  • Christine Wilcken und Uda Bastians,
  • Bodo de Vries und Frauke Schönberg,
  • Elke Ahlhoff,
  • Sabine Kirchen-Peters und
  • Birgit Apfelbaum.

Hier stehen Ihnen detaillierte Informationen über die Zeitschrift zur Verfügung. Zudem können Sie sich diese dort bestellen.

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Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) verleiht im März 2018 den - seit Beginn im Jahr 2002 - 16. Deutschen Hörfilmpreis in Berlin. Zur Auszeichnung stehen herausragende Hörfilme und Projekte zur Stärkung des barrierefreien Filmerlebens zur Auswahl.

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Informationen zu den Filmbereichen, zur Nominierung sowie zu Kontaktdaten hinsichtlich des Deutschen Hörfilmpreises 2018 stehen Ihnen auf der Homepage zur Verfügung.

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Der Sozialverband VdK fordert anlässlich Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Armutsgefährdung in Deutschland einen entschlossenen Kampf gegen Armut. Die Zahlen bestätigen aus Sicht des VdK den großen Handlungsbedarf beim Thema Armutsbekämpfung.

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„Armut hat viele Ursachen: Kürzungsfaktoren und hohe Abschläge, die die Alterseinkommen ausbremsen, ein wachsender Niedriglohnbereich, ein Mindestlohn, mit dem man kaum über die Runden kommt, fehlende Perspektiven für Langzeitarbeitslose, Teilzeitfallen für Frauen und Sozialleistungen, die zum Leben nicht reichen“, so Ulrike Mascher, Präsidentin des VdK Deutschland. Deshalb fordert der Sozialverband ein Gesamtkonzept, um Armut erst gar nicht entstehen zu lassen und bestehende Armut wirksam zu bekämpfen. „Dazu gehört ein Zusammenwirken von Steuerpolitik, Bildungs-, Familien-, Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik sowie Gesundheitspolitik.“

Zudem müssten viel mehr Menschen in Deutschland von der positiven Wirtschaftsentwicklung profitieren: „Rentnerinnen und Rentner mit geringem Einkommen, Arbeitslose, Alleinerziehende, Erwerbsgeminderte und Langzeitarbeitslose dürfen nicht länger abgehängt werden“, so die VdK-Präsidentin.

Wirkungsvoll Abhilfe könnte aus Sicht des Sozialverbands VdK eine sozial gerechte Steuerpolitik in Form einer gerechten Verteilung von Einkommen und Vermögen schaffen. „Höhere Spitzensteuersätze, die Einführung einer Vermögensteuer und einer Finanztransaktionssteuer sowie eine Reform der Erbschaftsteuer müssen auf der Agenda der nächsten Bundesregierung ganz oben stehen“, forderte Mascher. Dadurch seien gezielte Investitionen für den ärmeren Teil der Bevölkerung möglich: „Etwa für gute Bildung, für die Unterstützung von Familien und Pflegebedürftigen und für Renten, die zum Leben reichen.“

Der VdK hat auf seiner Homepage auch Ausführungen zu den konkreten Forderungen gegen Armut und die Finanzierung sozialer Balance eingestellt.

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seniorenpolitik-aktuell.de
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