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Die fortschreitende Digitalisierung hält in allen Lebensbereichen weiter Einzug. Jedoch scheint der Bereich der Pflegeheime eher das Schlusslicht zu bilden. Trotz der seit Juli 2025 bestehenden Pflicht seien bisher nur rund 30 Prozent der etwa 32.000 Pflegeeinrichtungen in Deutschland an die Telematikinfrastruktur angeschlossen.

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Der DAK-Vorstandschef Storm weist laut dem Deutschen Ärzteblatt darauf hin, dass eine intensivere Unterstützung und passgenauere Lösungen vor allem für kleinere Pflegeeinrichtungen auf ihrem Weg in die Digitalisierung dringend notwendig seien.

Grundlage für den Ausbau der Digitalisierung bildet das Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG). Dieses sieht verschiedene Förderprogramme vor, die den Alltag des Pflegepersonals erleichtern sollen – etwa durch mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen. Ziel ist es, die Pflege und Betreuung der Pflegebedürftigen nachhaltig zu verbessern. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Stellen in Pflegeeinrichtungen, Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sowie die Förderung digitaler Anwendungen.

Für erfolgreiche Digitalisierungsprojekte braucht es insbesondere eine funktionierende Infrastruktur. Einrichtungen stehen vor der Aufgabe, ihre Server und Speichersysteme besser zu vernetzen und gleichzeitig die Datensicherheit zu stärken – darauf wies der Future Health Day der Telekom im Vorfeld der Digitalmesse DMEA in Berlin hin.

Pflegeeinrichtungen können aus den genannten Förderprogrammen bis zu 40 Prozent ihrer Ausgaben erstattet bekommen, maximal 12.000 Euro pro Einrichtung. Storm mahnt eine vereinfachte Antragstellung und gezielte Aufklärungskampagnen an, damit auch kleinere Einrichtungen die Unterstützung nutzen können.

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Im Zuge der rasanten Entwicklung von digitalen Inhalten sowie deren Erstellung und Veränderung durch künstliche Intelligenzen wird es zunehmend schwieriger, reale Inhalte von gefälschten Inhalten zu unterscheiden.

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Insbesondere sogenannte „Renten-Schock“-Videos machen derzeit die Runde in den sogenannten sozialen Medien. Meist geht es dabei um angeblich von der Politik festgelegte Neuerungen und „Pflichten“, die sich insbesondere auf die finanzielle Lage von Senior*innen beziehen. Im Fokus steht dabei in der Regel die Kürzung oder „Reform“ der Rente, die in einem sogenannten „Geheimplan“ von der Regierung beschlossen wurde. Untermauert werden diese „Fakten“ dann mit emotional aufgeladenen Einzelschicksalen, die den Zuschauer*innen die Tragweite der Geschehnisse verdeutlichen sollen. Diese Videos zielen in erster Linie darauf ab, Verunsicherung und Misstrauen zu schaffen - gezielte Manipulation durch Täuschung, denn bei diesen Videos handelt sich meist um künstlich generierte Videos, denen Quellen oder Nachweise gänzlich fehlen.

Charakteristisch für diese Videos sind dabei die künstlich erzeugte Stimme, die teilweise durch falsche Betonungen oder englische Einwürfe unnatürlich erscheint. Auch die Bilder, meist zeigen sie Politiker*innen sowie die deutsche Flagge im Hintergrund, sind von einer künstlichen Intelligenz erzeugt und oft zusammenhangslos. Auf der Seite von Mimikama findet sich eine detaillierte Auflistung möglicher Charakteristika von durch KI erzeugten Videos. Mimikama nennt zudem auch Beispiele für solche Kanäle.

Durch Schlagworte wie „Alarm“ oder „Handlungsbedarf“ wird zusätzlicher Druck erzeugt. Angebliche Expert*innen sollen die Glaubwürdigkeit der Videos stützen.

Im Vordergrund steht dabei immer die Anzahl von Klicks und Aufrufen. Es geht um künstliche Panikmache, um emotionale Verunsicherung und eine damit einhergehende Reichweite. Aufklärung und Sensibilisierung gegenüber diesen Inhalten zu schaffen ist daher unabdingbar, so berichtet z. B. Focus online.

Wichtig ist, Inhalte wie diese stets zu hinterfragen, zu prüfen, ob Quellen vorhanden sind und bei aufkommenden Fragen nochmal selbst zu recherchieren. Denn hinter diesen Videos versteckt sich keine Redaktion und kein fundierter Journalismus, sondern willkürlich generierte Inhalte, die demselben Muster folgen. Bei sich wiederholenden Schlagworten wie „sofortiges Handeln“ und „Alarm“ sollten dann schon die eigenen Alarmglocken klingeln.

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Etwa jede*r fünfte Deutsche engagiert sich in einem Ehrenamt und trägt damit weit über das nötige Maß hinaus zum Gemeinwesen bei. Obwohl es sich dabei um freiwillige und zumeist unentgeltliche Tätigkeiten handelt, könnte das Ehrenamt zukünftig immer mehr an Relevanz gewinnen, wie der Blick auf die Situation der Pflege in Deutschland zeigt. Es handelt sich um eine potenzielle Möglichkeit, dem Personalmangel in Pflegeberufen entgegenzuwirken.

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Um zu ermitteln, wie eine ehrenamtliche Tätigkeit bewertet wird, beauftragen die Malteser zweimal jährlich das Befragungsinstitut YouGov zwecks des sogenannten Ehrenamtsmonitors. Diese repräsentative Umfrage soll Aufschluss über die Offenheit der Bevölkerung gegenüber der Wahrnehmung eines Ehrenamtes geben.

Vor wenigen Wochen erschienen die Umfrageergebnisse des Ehrenamtsmonitors zum neunten Mal – der Schwerpunkt lag in diesem Fall auf der Pflege und den persönlichen Einsatz für ebendiese.

77 % der gut 2.000 Befragten blicken der Entwicklung der Pflegesituation hierzulande kritisch entgegen. Dass die Politik den Ernst der Lage erkannt hat und versucht, gegenzusteuern, glaubt dagegen nur jeder Zehnte.

Jeweils 14 % der Befragten wünschen sich, im Falle der eigenen Pflegebedürftigkeit von Angehörigen oder einem Pflegedienst umsorgt zu werden; es folgen Senior*innen-WGs (10 %) und Pflegeeinrichtungen (5 %), doch fast die Hälfte aller Befragten sind sich diesbezüglich noch nicht sicher.

Die Umfrage offenbarte auch die individuellen Sorgen vor dem Hintergrund der eigenen Pflege. Jeweils die Hälfte der Befragten befürchtet finanzielle Schwierigkeiten und/oder den Verlust der Selbstständigkeit, sollten sie auf eine pflegerische Versorgung angewiesen sein. Auch eine sinkende Qualität der Pflege (39 %), mangelnde gesellschaftliche Partizipation und daraus resultierende Einsamkeit (37 %) sowie eine Zunahme des Personalmangels (36 %) wurden genannt.

Rund 40 % aller Befragten – darunter mehrheitlich Frauen – haben bereits eine pflegebedürftige Person betreut, welche zumeist aus dem unmittelbaren Familienkreis stammte. Die Betreuung einer nicht bekannten zu pflegenden Person lehnt gut die Hälfte der Befragten eher oder komplett ab, wogegen nur ein Drittel bereit oder eher bereit hierzu wären.

Unter den befragten Personen, welche sich auch der Pflege einer fremden Person annehmen würden, gaben zwei Drittel an, den Pflegebedürftigen Gespräche und zwischenmenschliche Aktivitäten anbieten würden. 57 % wären bereit, Patient*innen zu Ausflügen und Terminen zu begleiten. Auf Unterstützung im Haushalt und die Mitgestaltung von Freizeitangeboten für Pflegebedürftige würde sich ebenfalls über die Hälfte aller Befragten einlassen. Die häufigste Begründung für die Bereitschaft, die Pflege fremder Personen zu übernehmen, war das Bewirken guter Taten (57 %), dicht gefolgt von der Linderung von Einsamkeit (56 %) und der Hoffnung auf eine eigene pflegerische Versorgung im Alter (53 %).

Der Anteil der Befragten, welche das Pflegen fremder Personen ablehnen, sollte Gründe für diese Haltung nennen. Dabei stellte sich heraus, dass jeweils 34 % aufgrund von Zeitmangel oder Berührungsängsten das Versorgen und Betreuen fremder Menschen vermeiden möchten. Ein Viertel gab eigene gesundheitliche Beschwerden als Grund an, während 24 % der Befragten Selbstzweifel als Kriterium nannten. Etwas seltener wurden die grundsätzliche Ablehnung unbezahlter Arbeit und mangelnde Informationen erwähnt.

Zuletzt wurden mögliche Anreize erfragt, um ein Ehrenamt in der Pflege attraktiver zu gestalten. Am häufigsten wurde mit 30 % eine Aufwandsentschädigung vorgeschlagen, auf Platz zwei und drei folgen Rentenpunkte und Vergünstigungen bei Preisen. Grundsätzlich waren die genannten Anreize fast ausschließlich materieller bzw. finanzieller Natur. Gut ein Viertel sagte jedoch aus, dass keinerlei Anreize notwendig seien.

Die Umfrageergebnisse sind auf der Seite der Malteser einsehbar, so wie auch alle weiteren bisherigen Umfragen des Ehrenamtsmonitors.

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Über 300.000 Deutsche gelten aufgrund eines stark eingeschränkten oder vollständig fehlenden Sehvermögens als schwerbehindert. Besonders betroffen sind Senior*innen, da die Sehkraft im Alter häufig nachlässt, was zu einer schwerden Schädigung des Sehsinns führen kann, wenn keine rechtzeitige Behandlung erfolgt. Die Initiative „Woche des Sehens“ soll durch zahlreiche Veranstaltungen in ganz Deutschland ein stärkeres Bewusstsein für Blinde und anderweitig Sehbehinderte schaffen.

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Die Aktionswoche wird von vier Organisationen und Vereinen gefördert, welche sich für Betroffene einsetzen. Dazu zählen:

Bereits seit den frühen 2000ern wird in der zweiten Oktoberwoche jährlich die Woche des Sehens durchgeführt, die Aktionswoche findet auch in anderen Ländern statt. Ihr übergeordnetes Ziel ist die präventive Sensibilisierung für verschiedene Augenerkrankungen, wie beispielsweise Grüner Star, die Makula-Degeneration oder die Diabetische Netzhauterkrankung.

Auch in diesem Jahr bietet die Woche des Sehens allen Interessierten die Möglichkeit, sich zu informieren, aber auch in den Austausch mit Augenärzt*innen, Forscher*innen und Patient*innen zu kommen. Vom 08. bis einschließlich 15. Oktober finden in ganz Deutschland Veranstaltungen rund um das Thema Sehen statt, welche u.a. Filme, Fachvorträge, Präsentationen, Interviews, Messen, Workshops oder Tage der offenen Tür. Dabei wird ein großer Wert auf Vielfalt gelegt, weshalb auch kreative, kulturelle und sportliche Angebote willkommen sind.

Durch den Veranstaltungskalender können Sie Veranstaltungen in Ihrer Nähe herausfiltern. Zusätzlich besteht eine Reihe an Online-Angeboten. Diese umfassen z.B. Spiele zur Simulation von Blindheit, ein Quiz über Erkrankungen des Auges und die Möglichkeit, autodidaktisch die Brailleschrift zu erlernen. Alternativ können Sie auch entsprechende Materialien bestellen.

Der Zeitraum der Woche des Sehens ist entsprechend gerahmt: Am 09. Oktober wird der Internationale Tag des Sehens begangen, um auf Augenkrankheiten sowie deren Konsequenzen aufmerksam zu machen. Am 15. Oktober findet der internationale Tag des weißen Stocks statt, welcher auf die Rücksichtnahme und den Respekt gegenüber blinden Menschen im Alltag hinweisen soll.

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Das Norddeutsche Zentrum zur Weiterentwicklung der Pflege (NDZ) ist in den norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein aktiv. Das Ziel des NDZ ist, die pflegerischen Berufsbilder und die entsprechenden Bildungsstrukturen weiterzuentwickeln.

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Zu den Kernaufgaben des NDZ zählen:

  • Die Verbesserung der Versorgungsqualität der Pflege in den Mitgliedsländern
  • Weiterentwicklung der pflegerischen Berufsbilder durch verbesserte Qualifizierungsstrukturen und Anpassung an aktuelle Versorgungsbedürfnisse sowie Herausforderungen der Zukunft

Darüber hinaus arbeitet das NDZ eng mit Pflegeschulen, Weiterbildungs- und Fortbildungsstätten sowie Hochschulen zusammen und setzt sich dafür ein, traditionelle Sektorengrenzen in der Pflege zu überwinden und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen zu fördern.

Besondere Projekte und Veranstaltungen:

Das NDZ fungiert somit als etablierter und zuverlässiger Ansprechpartner für die Akteure der Pflegelandschaft in Norddeutschland und trägt maßgeblich zur Verbesserung der Pflegequalität bei.

Weiters zum NDZ finden Sie auf der Homepage.

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Weltweit wird am 1. Oktober der alljährliche Weltaltentag begangen, welcher zu Ehren aller Senior*innen seit 1990 seinen festen Platz im Kalender hat. Das Datum soll nicht nur die Leistungen und Lebenserfahrungen älterer Menschen würdigen, sondern international dazu anregen, sich mit den Bedürfnissen von Senior*innen verstärkt auseinanderzusetzen und für ihre Rechte einzutreten.

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Trotz der vergleichsweise geringen Popularität des Weltaltentags sind auch in diesem Jahr für den 1. Oktober zahlreiche generationsübergreifende Zusammenkünfte seitens Vereine, Organisationen und Institutionen geplant. Insbesondere die BAGSO setzt sich dafür ein, ältere Menschen durch diverse Veranstaltungen und bundesweite Aktionen zu bestärken – hierfür wurde die Kampagne "JA" zum Alter ins Leben gerufen. Sie soll den Ruf des Alterns sowie der älteren Generation verbessern und die gesellschaftlicher Heterogenität von Senior*innen verdeutlichen.

Eine niedrigschwellige Aktion ist dabei das Sichtbarwerden des Weltaltentages durch Straßenkreide. Alle Interessierten können nach Belieben Straßen und Fußwege mit Kreide beschriften, bemalen und eigene Botschaften anfügen. Fotos hiervon können auf sozialen Netzwerken wie X (ehemals Twitter) oder Instagram unter dem Hashtag #JazumAlter gepostet werden. Auch Einsendungen per E-Mail an die BAGSO (weltaltentag@bagso.de) sind willkommen.

Die Hashtag-Aktion kann jedoch auch durch ein individuelles Statement bereichert werden. Durch das Veröffentlichen von eigenen kreativen Ideen wie Videobotschaften, dem Zusammenkommen verschiedener Generationen, Zeichnungen oder Liedern können Sie Ihren persölichen Beitrag zum Weltaltentag 2025 online mit anderen Menschen teilen. Je mehr Postings mit dem Hashtag auf Social Media veröffentlicht werden, desto mehr Aufmerksamkeit erhält die Aktion voraussichtlich.

Um die Posts abzurunden, stellt die BAGSO kostenfreie Materialien zum Download zur Verfügung. Das offizielle Logo zum diesjährigen Weltaltentag lässt sich somit in Form von beispielsweise Postkarten oder Bannern in jede Aktion integrieren, in größerer Menge aber auch an andere Menschen verteilen.

Ferner ruft die BAGSO dazu auf, eigene Veranstaltungen und Aktionen zum Weltaltentag zu organisieren. Dabei kann es sich um Diskussionsrunden, Lesungen, Infostände, Flashmobs oder festliche Aktivitäten handeln, die in direkter Verbindung zur Förderung von Senior*innen stehen.

Der Weltaltentag kann auch als Katalysator hinsichtlich seniorenpolitischer Maßnahmen dienen und beispielsweise dafür sorgen, dass Themen wie Pflege, Barrierefreiheit und Ageismus verstärkt auf der politischen Agenda landen.

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Mitten in der Sommerpause hat die Bundesregierung das „Rentenpaket 2025“ beschlossen – ein milliardenschweres Vorhaben zur Sicherung der gesetzlichen Rente. Im Zentrum steht die Verlängerung der sogenannten Haltelinie: Das Rentenniveau soll bis 2031 nicht unter 48 % des Durchschnittseinkommens fallen.

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Damit soll die gesetzliche Rentenversicherung als zentrale Säule der Altersvorsorge gestärkt werden. So die Kernidee nach Angaben des Ministeriums für Arbeit und Soziales. Ein weiterer Kernpunkt ist die Ausweitung der Mütterrente. Ab 2027 sollen auch Eltern von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, drei Jahre Erziehungszeit angerechnet bekommen – allerdings nur für einen Elternteil. Rund 10 Millionen Menschen, vor allem Frauen, profitieren davon. Die Finanzierung dieser Verbesserungen soll vollständig aus Steuermitteln erfolgen, da Kindererziehung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gilt.

Doch die Finanzierung wirft Fragen auf. Wie die Tagesschau vom 06. August bemerkt, weist die Finanzplanung des Bundes bis 2029 zweistellige Milliardenlücken auf. Zudem soll die Rücklage der Rentenkasse von 20 % auf 30 % einer Monatsausgabe steigen – was kurzfristig höhere Beitragssätze bedeuten könnte. Zwar bleibt der Beitragssatz 2026 stabil bei 18,6 %, doch ab 2027 wird ein Anstieg erwartet: bis 2035 auf etwa 21 %.

Kritiker warnen vor möglichen Kürzungen in anderen Sozialbereichen. Sollte etwa das Bürgergeld stagnieren oder der Mindestlohn weniger stark steigen, könnte dies langfristig das Lohnniveau drücken – und damit auch die Rentenhöhe, trotz Einhaltung der Haltelinie.

Doch wie stabil ist das Rentenniveau wirklich? Die Ökonomen Prof. Sebastian Dullien (Hans-Böckler-Stiftung) und Maurice Höfgen betonten in der Phönixrunde vom 16. Januar, dass nicht allein die nominale Rentenhöhe entscheidend sei, sondern die reale Kaufkraft. Steigende Preise könnten die tatsächliche Leistung der Rente schmälern – selbst bei Einhaltung der Haltelinie. Die Entwicklung der Löhne spielt dabei eine zentrale Rolle. Mindestlohn und Bürgergeld fungieren als untere Haltelinien für die Einkommensentwicklung. Höfgen verdeutlicht dies nochmals in seinem Kommentar auf dem YouTube-Kanal Geld für die Welt.

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Den Personalmangel in sozialen Berufsfeldern durch den verpflichtenden Einsatz von Senior*innen abfedern – dieser Vorschlag von Wirtschaftswissenschaftler Marcel Fratzscher sorgt derzeitig bundesweit für große Empörung. Gemäß der Idee sollen Senior*innen im Ruhestand für ein ganzes Jahr zu einer gemeinwohlorientierten Beschäftigung verpflichtet werden, vergleichbar mit dem Zivildienst zu Zeiten der Wehrpflicht. Denkbar sei auch ein Einsatz bei der Bundeswehr, welche schon seit etlichen Jahren über eine Unterbesetzung klagt.

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Fratzscher rechtfertigt seinen Ansatz durch die gegenwärtigen wirtschaftlichen und sozialen Belastungen der jungen Generation, welche durch ein verpflichtendes Dienstjahr älterer Menschen ausbalanciert werden sollen. Senior*innen unterstellt er zudem, gegenüber jüngeren Menschen ein ignorantes, rücksichtsloses und egostisches Verhalten zu zeigen.

Dieser Vorstoß wurde in der Gesellschaft überwiegend negativ aufgenommen. Der Sozialverband VdK Deutschland bezeichnet Fratzschers Forderung als „Schnapsidee“ und betont die ehrbaren Leistungen, welche Senior*innen im Laufe ihres Lebens erbracht haben, geht aber auch auf die hohe Zahl ehrenamtlich tätiger Rentner*innen ein, womit ein verpflichtender Dienst für ältere Menschen umso sinnloser sei. Außerdem würden viele ältere Menschen auch durch das Spielen mit Enkelkindern oder die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger wertvolle Beiträge leisten.

Dieselbe Position vertritt die BAGSO, welche sich in einer Stellungnahme entrüstet äußert und neben den hohen Verdiensten von Senior*innen auch hervorhebt, dass die Einführung ein solchen soziales Pflichtjahres tiefgreifende rechtliche Veränderungen benötige. Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) lehnt ein verpflichtendes Dienstjahr für Senior*innen kategorisch ab und sieht darin einen demütigenden bis respektlosen Zwang.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) befürchtet aufkommende Spannungsverhältnisse zwischen den Generationen im Falle einer Umsetzung von Fratzschers Vorschlag und hält es für unangemessen, älteren Menschen über das Erreichen des Renteneintrittsalters hinaus Faulheit zu unterstellen und sie daher mit Verpflichtungen zu belasten.

Der Soziologe und Gesundheitswisschenschaftler Klaus Hurrelmann zeigt sich dagegen offener gegenüber Fratzschers Vorschlag, unter der Voraussetzung einer bundesweit vorliegenden Notfallsituation. „Das Rentenalter zu definieren als Phase des permanenten Urlaubs mache keinen Sinn“, sagt er vor dem Hintergrund der durch Fratzscher ausgelösten Debatte.

Die politischen Parteien sowie auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend halten ein soziales Pflichtjahr für Rentner*innen einstimmig für falsch, weshalb eine Einführung dessen so gut wie ausgeschlossen erscheint.  Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) stellt sich entschieden hinter Senior*innen und Sozialverbände und fordert, ältere Menschen nicht als Belastung des Gesundheits- und Sozialsystems zu betrachten, sondern ihnen für ihre lebenslangen Leistungen zu danken.

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Obwohl sie die körperlich vulnerabelsten Menschen der Gesellschaft beherbergen, sind viele Krankenhäuser und Pflegeheime nicht angemessen mit Hitzeschutz ausgestattet. Dies bestätigte kürzlich die Deutsche Krankenhausgesellschaft, welche insbesondere das Fehlen von Klimaanlagen hervorhob, was nicht nur den Patient*innen schwer zusetze, sondern auch die Mitarbeitenden belaste.

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Auch weitere Verbände wie die Deutsche Stiftung Patientenschutz und der Deutsche Pflegerat warnen eindringlich vor den Folgen der gegenwärtigen Situation und fordern Bund und Länder dazu auf, insgesamt 31 Milliarden Euro in Klimaanlagen für das Gesundheitssystem zu investieren. Angesichts der globalen Erwärmung, die immer heißere Sommer und eine steigende Zahl an Hitzetagen pro Jahr vorausahnen lässt, sei diese Maßnahme dringend notwendig. Die meisten Klinken und Pflegeeinrichtungen verfügen nicht ausreichend Mittel, um den Hitzeschutz eigenständig zu finanzieren.

Ohne die flächendeckende Ausstattung mit Klimaanlagen droht laut Einschätzung von Expert*innen ein gesundheitlicher Kollaps in Form zahlreicher Hitzetoter. Bisherige genutzte Mittel wie Ventilatoren wirken dagegen nicht annähernd so effizient wie moderne Klimaanlagen und stellen damit keine dauerhafte Lösung dar.

Auch in diesem Jahr ist der Sommer durch mehrere Hitzewellen in Deutschland geprägt, die bundesweit über 1.600 Menschen das Leben kosteten – das entspricht über der Hälfte aller diesjährigen Hitzetoten in Europa (Stand: 13. August 2025). Anfang Juli wurden in einigen Regionen Deutschlands Spitzenwerte von knapp 40°C gemessen. Diese Temperauren können insbesondere für ältere und kranke Menschen gefährlich werden, da  das heiße Wetter schnell zu Kreislaufzusammenbrüchen und Hitzschlägen führt. Deshalb ist neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr auch das Lüften von großer Bedeutung.

Die Hitze kann auch gesundheitlich robusteren Menschen zum Verhängnis werden.

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Behinderungen äußern sich vielfältig und können Betroffene jahre- bis lebenslang in ihrem alltäglichen Leben einschränken. Hierzulande werden knapp 8 Millionen Schwerbehinderte gezählt – das entspricht annäherend der gesamten Bevölkerung der Schweiz. Diese Gruppe sieht sich nicht nur oft Diskriminierung (Ableismus; die Abwertung gegenüber Menschen mit einer körperlichen oder kognitiven Einschränkung) ausgesetzt, sondern ist auch auf eine flächendeckende Barrierefreiheit angewiesen.

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Durch die angekündigte Reformierung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) hatte die Bundesregierung zahlreichen Betroffenen Hoffnung gemacht, da eine massive Ausweitung der Barrierefreiheit in Aussicht schien. Die Ergebnisse einer vom Sozialverband VdK Deutschland durchgeführten Umfrage scheinen dagegen ernüchternd und zeigen, dass zahlreiche Behinderte in Deutschland sich noch immer nachteilig behandelt fühlen.

Alle 1.000 Befragten wiesen eine Behinderung auf und sollten Angaben zu ihrem individuellen Empfinden der Barrierefreiheit in ihrem Alltag machen. Zusätzlich wurde ermittelt, ob sie sich seitens der Politik gesehen und ernst genommen fühlten, was knapp 63% verneinten. Über ein Drittel bewertete die Situation sogar mit „sehr schlecht“, wohingegen nicht einmal jede*r Sechste*r angab, eher gut oder sehr gut mit den bisherigen politischen Maßnahmen zur Barrierefreiheit zurechtzukommen.

Die meisten Befragten (40,7 %) sahen in der Mobilität, ihre größte alltägliche Herausforderung – der Mangel an (funktionierenden) Aufzügen, die benutzerunfreundlichen Fahrkartenautomaten sowie die teils schwer verständlichen Fahrpläne waren hierfür ausschlaggebend. Am zweithäufigsten wurde mit knapp 30% die Freizeitgestaltung genannt, es folgten die Arbeit, das Einkaufen, offizielle Termine und das Wohnen mit jeweils zwischen 12,8 % und 17,4 %.

Diese Zahlen wurden durch den Sozialverband VdK Deutschland mit großer Bestürzung aufgenommen. In einer Pressemitteilung wird der schwarz-roten Bundesregierung vorgeworfen, eine schnelle Umsetzung der zunächst anvisierten Reform versäumt zu haben, was durch die Umfrageergebnisse widergespiegelt werde. „Dass dies nicht auf den Weg gebracht wurde, zeigt erneut, dass Millionen schwerbehinderter Menschen auf der politischen Agenda keine Rolle spielen.“, sagt Verena Bentele, Vorsitzende des Verbands.

Folglich klagen Millionen Betroffene in Deutschland über Ausgrenzung und lückenhafte Möglichkeiten der Partizipation und Inklusion. Menschen mit einer Behinderung haben häufig mit schwerwiegenden Hindernissen zu kämpfen, die gewöhnliche Tätigkeiten wie das Nutzen des ÖPNV oder die Teilnahme an Kulturangeboten unnötig erschweren. Der Sozialverband VdK Deutschland ruft die Regierung daher zu schnellen Handlungen auf, sodass die Barrierefreiheit alle Menschen erreicht, die auf sie angewiesen sind.

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