Weiterlesen EUDI steht für „European Digital Identity“ und kann als virtuelle Brieftasche (engl.: wallet) verstanden werden. Sie soll spätestens im nächsten Jahr in der gesamten Europäischen Union verfügbar sein und allen Bürger*innen der Mitgliedsstaaten die Möglichkeit bieten, sich digital bzw. per App auf dem eigenen Smartphone auszuweisen und zu identifizieren. Für Nutzer*innen fallen dabei keinerlei zusätzliche Kosten an. Die EUDI-Wallet kann Dokumente wie Personalausweise, Reisepässe, Versicherungsdokumente und Führerscheine speichern, lässt sich aber auch nutzen, um orts- und zeitunabhängig Verträge zu unterschreiben, Online-Transaktionen durchzuführen und Steuererklärungen abzugeben. Der Gang zu Behörden ist somit nicht mehr in allen Fällen notwendig. Weitere Informationen zur EUDI-Wallet und ihren Funktionen hat die Verbraucherzentrale zusammengestellt. Da das Programm schon in Kürze verfügbar sein wird, hat das durch die BAGSO initiierte Projekt DigitalPakt Alter eine Online-Veranstaltung organisiert, in der die EUDI-Wallet vorgestellt wird. Moderator Daniel Hoffmann wird die Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken der digitalen Brieftasche beleuchten und dabei auch einen Bezug zu der Bedeutung der EUDI-Wallet für ältere Menschen herstellen. Zusätzlich werden zwei Mitglieder der an der Entwicklung und Bereitstellung der neuen Funktion beteiligten Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIN-D) der Veranstaltung beiwohnen. Die kostenlose Veranstaltung wird über Zoom stattfinden. Nutzen Sie für Ihre Teilnahme das Anmeldeformular oder schreiben Sie eine E-Mail an hoffmann@bagso.de.
BELL-Programm fördert Bildung und Engagement im Alter
4. Oktober 2025Weiterlesen Die Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat das Programm „BELL – Bildung und Engagement ein Leben lang“ ins Leben gerufen. Das Programm starte bundesweit als erstes und einzigartiges Vorhaben, das die Potenziale älterer Menschen stärke, so Bildungsministerin Prien. Bildung soll nicht mit dem Renteneintritt enden – wer auch im Alter Neues lerne, bereichere die Gesellschaft. Die Förderung schaffe qualifizierte Lernorte, eröffne neue Bildungschancen und trage dazu bei, das Erfahrungswissen älterer Generationen zu bewahren und weiterzugeben. Besonders profitieren sollen Menschen, die bislang nur schwer Zugang zu Angeboten der Erwachsenenbildung hatten. Das Programm beinhaltet folgende Ziele: Lebenslanges Lernen eröffnet auch im Alter Chancen, mit den Herausforderungen von Digitalisierung, Klimawandel und Globalisierung mitzuhalten und Teil der Gesellschaft zu bleiben. So trägt das Programm dazu bei, die Teilhabe, Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen zu fördern und ihr Erfahrungswissen sowie ihre Innovations- und Engagementkraft zu nutzen. Mit „Bildungswege für Sehbehinderte“ und „Digital fit im Alter“ zeichnet Niedersachsen erste Beispiele im Rahmen des Bell-Projekts. Die aufgezeigten Bildungsangebote sind bewusst inklusive und vielfältig gestaltet, um den unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten älterer Menschen gerecht zu werden und ihnen Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung in Bildung und Engagement zu bieten.
Zehnte Altersberichtskommission nimmt Arbeit auf
2. Oktober 2025Weiterlesen Pro Legislaturperiode erscheint ein Altersbericht – dieser wird dabei stets von einem Stab aus Expert*innen verschiedener Fachbereiche zusammengestellt. Am 22. September verkündigte Bundesseniorenministerin Karin Prien (CDU) die Besetzung des elfköpfigen Ausschusses für den Zehnten Altersbericht, welcher der Bundesregierung in ca. anderthalb Jahren vorliegen soll. Bei den meisten Mitgliedern der Kommission handelt es sich um Professor*innen von Universitäten und Hochschulen im gesamten deutschsprachigen Raum. Vertreten sind damit verschiedene wissenschaftliche Felder und Disziplinen – darunter Pädagogik, Soziale Arbeit und Gesundheitspolitik. Essentiell für den Zehnten Altersbericht soll das Thema „Bildung im Alter“ sein. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJF) wird die neu formierte Altersberichtskommission umfassende Forschungen zu den Bildungschancen älterer Menschen betreiben. Dies schließt die Ermittlung tatsächlicher Bedarfe, Defizite und Ungleichheiten von Bildung unter älteren Menschen mit ein. Zuletzt soll der fertige Altersbericht Empfehlungen für Maßnahmen anbieten, um allen Senior*innen in Deutschland den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Diverse Faktoren wie ein geringes Einkommen, der sogenannte Migrationshintergrund oder chronische Erkrankungen sorgen bereits unter Kindern und Jugendlichen für unterschiedlich gute Voraussetzungen bezüglich Bildung. Ob und inwieweit dies auch in der älteren Generation eine Rolle spielt, soll ebenfalls durch die elf Expert*innen im Rahmen des Zehnten Altersbericht untersucht werden. Bildung ist ein lebenslanger Prozess und gilt allgemein in jedem Alter als Bereicherung. Laut dem Deutschen Alterssurvey von 2023 bilden Menschen sich allerdings umso weniger weiter, je älter sie werden. Zeitgleich konnte die Umfrage des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) bestätigen, dass eine deutliche Mehrheit der befragten Senior*innen eine grundsätzliche Offenheit gegenüber der eigenen Inanspruchnahme von Bildungsangeboten zeigt. Auch die Expert*innen der Kommission für den Zehnten Altersbericht sind überzeugt, dass Bildung auch im hohen Alter zu einer Stärkung der sozialen Teilhabe und des allgemeinen Wohlbefindens beitrage. Um jedoch möglichst viele ältere Menschen zu erreichen, müsse die Gestaltung von Bildung sich an deren Bedürfnissen orientieren und darüber hinaus niedrigschwellig angeboten werden. Im offiziellen Bericht des BMFSFJ unterstreicht Prien die Relevanz von vielfältiger und fairer Bildung für Senior*innen durch einen Apell: „Ich bin überzeugt, wir brauchen die ältere Generation mit ihrem reichen Erfahrungsschatz in der Mitte unserer Gesellschaft.“
Großer Nachholbedarf bei Digitalisierung in Pflegeheimen
29. September 2025Weiterlesen Der DAK-Vorstandschef Storm weist laut dem Deutschen Ärzteblatt darauf hin, dass eine intensivere Unterstützung und passgenauere Lösungen vor allem für kleinere Pflegeeinrichtungen auf ihrem Weg in die Digitalisierung dringend notwendig seien. Grundlage für den Ausbau der Digitalisierung bildet das Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG). Dieses sieht verschiedene Förderprogramme vor, die den Alltag des Pflegepersonals erleichtern sollen – etwa durch mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen. Ziel ist es, die Pflege und Betreuung der Pflegebedürftigen nachhaltig zu verbessern. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Stellen in Pflegeeinrichtungen, Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sowie die Förderung digitaler Anwendungen. Für erfolgreiche Digitalisierungsprojekte braucht es insbesondere eine funktionierende Infrastruktur. Einrichtungen stehen vor der Aufgabe, ihre Server und Speichersysteme besser zu vernetzen und gleichzeitig die Datensicherheit zu stärken – darauf wies der Future Health Day der Telekom im Vorfeld der Digitalmesse DMEA in Berlin hin. Pflegeeinrichtungen können aus den genannten Förderprogrammen bis zu 40 Prozent ihrer Ausgaben erstattet bekommen, maximal 12.000 Euro pro Einrichtung. Storm mahnt eine vereinfachte Antragstellung und gezielte Aufklärungskampagnen an, damit auch kleinere Einrichtungen die Unterstützung nutzen können.
Fake-Videos verbreiten Angst: „Rentenschock“ trifft gezielt Ältere
26. September 2025Weiterlesen Insbesondere sogenannte „Renten-Schock“-Videos machen derzeit die Runde in den sogenannten sozialen Medien. Meist geht es dabei um angeblich von der Politik festgelegte Neuerungen und „Pflichten“, die sich insbesondere auf die finanzielle Lage von Senior*innen beziehen. Im Fokus steht dabei in der Regel die Kürzung oder „Reform“ der Rente, die in einem sogenannten „Geheimplan“ von der Regierung beschlossen wurde. Untermauert werden diese „Fakten“ dann mit emotional aufgeladenen Einzelschicksalen, die den Zuschauer*innen die Tragweite der Geschehnisse verdeutlichen sollen. Diese Videos zielen in erster Linie darauf ab, Verunsicherung und Misstrauen zu schaffen - gezielte Manipulation durch Täuschung, denn bei diesen Videos handelt sich meist um künstlich generierte Videos, denen Quellen oder Nachweise gänzlich fehlen. Charakteristisch für diese Videos sind dabei die künstlich erzeugte Stimme, die teilweise durch falsche Betonungen oder englische Einwürfe unnatürlich erscheint. Auch die Bilder, meist zeigen sie Politiker*innen sowie die deutsche Flagge im Hintergrund, sind von einer künstlichen Intelligenz erzeugt und oft zusammenhangslos. Auf der Seite von Mimikama findet sich eine detaillierte Auflistung möglicher Charakteristika von durch KI erzeugten Videos. Mimikama nennt zudem auch Beispiele für solche Kanäle. Durch Schlagworte wie „Alarm“ oder „Handlungsbedarf“ wird zusätzlicher Druck erzeugt. Angebliche Expert*innen sollen die Glaubwürdigkeit der Videos stützen. Im Vordergrund steht dabei immer die Anzahl von Klicks und Aufrufen. Es geht um künstliche Panikmache, um emotionale Verunsicherung und eine damit einhergehende Reichweite. Aufklärung und Sensibilisierung gegenüber diesen Inhalten zu schaffen ist daher unabdingbar, so berichtet z. B. Focus online. Wichtig ist, Inhalte wie diese stets zu hinterfragen, zu prüfen, ob Quellen vorhanden sind und bei aufkommenden Fragen nochmal selbst zu recherchieren. Denn hinter diesen Videos versteckt sich keine Redaktion und kein fundierter Journalismus, sondern willkürlich generierte Inhalte, die demselben Muster folgen. Bei sich wiederholenden Schlagworten wie „sofortiges Handeln“ und „Alarm“ sollten dann schon die eigenen Alarmglocken klingeln.
Ehrenamtsmonitor – Besorgt über die Zukunft der Pflege
24. September 2025Weiterlesen Um zu ermitteln, wie eine ehrenamtliche Tätigkeit bewertet wird, beauftragen die Malteser zweimal jährlich das Befragungsinstitut YouGov zwecks des sogenannten Ehrenamtsmonitors. Diese repräsentative Umfrage soll Aufschluss über die Offenheit der Bevölkerung gegenüber der Wahrnehmung eines Ehrenamtes geben. Vor wenigen Wochen erschienen die Umfrageergebnisse des Ehrenamtsmonitors zum neunten Mal – der Schwerpunkt lag in diesem Fall auf der Pflege und den persönlichen Einsatz für ebendiese. 77 % der gut 2.000 Befragten blicken der Entwicklung der Pflegesituation hierzulande kritisch entgegen. Dass die Politik den Ernst der Lage erkannt hat und versucht, gegenzusteuern, glaubt dagegen nur jeder Zehnte. Jeweils 14 % der Befragten wünschen sich, im Falle der eigenen Pflegebedürftigkeit von Angehörigen oder einem Pflegedienst umsorgt zu werden; es folgen Senior*innen-WGs (10 %) und Pflegeeinrichtungen (5 %), doch fast die Hälfte aller Befragten sind sich diesbezüglich noch nicht sicher. Die Umfrage offenbarte auch die individuellen Sorgen vor dem Hintergrund der eigenen Pflege. Jeweils die Hälfte der Befragten befürchtet finanzielle Schwierigkeiten und/oder den Verlust der Selbstständigkeit, sollten sie auf eine pflegerische Versorgung angewiesen sein. Auch eine sinkende Qualität der Pflege (39 %), mangelnde gesellschaftliche Partizipation und daraus resultierende Einsamkeit (37 %) sowie eine Zunahme des Personalmangels (36 %) wurden genannt. Rund 40 % aller Befragten – darunter mehrheitlich Frauen – haben bereits eine pflegebedürftige Person betreut, welche zumeist aus dem unmittelbaren Familienkreis stammte. Die Betreuung einer nicht bekannten zu pflegenden Person lehnt gut die Hälfte der Befragten eher oder komplett ab, wogegen nur ein Drittel bereit oder eher bereit hierzu wären. Unter den befragten Personen, welche sich auch der Pflege einer fremden Person annehmen würden, gaben zwei Drittel an, den Pflegebedürftigen Gespräche und zwischenmenschliche Aktivitäten anbieten würden. 57 % wären bereit, Patient*innen zu Ausflügen und Terminen zu begleiten. Auf Unterstützung im Haushalt und die Mitgestaltung von Freizeitangeboten für Pflegebedürftige würde sich ebenfalls über die Hälfte aller Befragten einlassen. Die häufigste Begründung für die Bereitschaft, die Pflege fremder Personen zu übernehmen, war das Bewirken guter Taten (57 %), dicht gefolgt von der Linderung von Einsamkeit (56 %) und der Hoffnung auf eine eigene pflegerische Versorgung im Alter (53 %). Der Anteil der Befragten, welche das Pflegen fremder Personen ablehnen, sollte Gründe für diese Haltung nennen. Dabei stellte sich heraus, dass jeweils 34 % aufgrund von Zeitmangel oder Berührungsängsten das Versorgen und Betreuen fremder Menschen vermeiden möchten. Ein Viertel gab eigene gesundheitliche Beschwerden als Grund an, während 24 % der Befragten Selbstzweifel als Kriterium nannten. Etwas seltener wurden die grundsätzliche Ablehnung unbezahlter Arbeit und mangelnde Informationen erwähnt. Zuletzt wurden mögliche Anreize erfragt, um ein Ehrenamt in der Pflege attraktiver zu gestalten. Am häufigsten wurde mit 30 % eine Aufwandsentschädigung vorgeschlagen, auf Platz zwei und drei folgen Rentenpunkte und Vergünstigungen bei Preisen. Grundsätzlich waren die genannten Anreize fast ausschließlich materieller bzw. finanzieller Natur. Gut ein Viertel sagte jedoch aus, dass keinerlei Anreize notwendig seien. Die Umfrageergebnisse sind auf der Seite der Malteser einsehbar, so wie auch alle weiteren bisherigen Umfragen des Ehrenamtsmonitors.
Bundesweite Woche des Sehens vom 08.-15.10.2025
22. September 2025Weiterlesen Die Aktionswoche wird von vier Organisationen und Vereinen gefördert, welche sich für Betroffene einsetzen. Dazu zählen: Bereits seit den frühen 2000ern wird in der zweiten Oktoberwoche jährlich die Woche des Sehens durchgeführt, die Aktionswoche findet auch in anderen Ländern statt. Ihr übergeordnetes Ziel ist die präventive Sensibilisierung für verschiedene Augenerkrankungen, wie beispielsweise Grüner Star, die Makula-Degeneration oder die Diabetische Netzhauterkrankung. Auch in diesem Jahr bietet die Woche des Sehens allen Interessierten die Möglichkeit, sich zu informieren, aber auch in den Austausch mit Augenärzt*innen, Forscher*innen und Patient*innen zu kommen. Vom 08. bis einschließlich 15. Oktober finden in ganz Deutschland Veranstaltungen rund um das Thema Sehen statt, welche u.a. Filme, Fachvorträge, Präsentationen, Interviews, Messen, Workshops oder Tage der offenen Tür. Dabei wird ein großer Wert auf Vielfalt gelegt, weshalb auch kreative, kulturelle und sportliche Angebote willkommen sind. Durch den Veranstaltungskalender können Sie Veranstaltungen in Ihrer Nähe herausfiltern. Zusätzlich besteht eine Reihe an Online-Angeboten. Diese umfassen z.B. Spiele zur Simulation von Blindheit, ein Quiz über Erkrankungen des Auges und die Möglichkeit, autodidaktisch die Brailleschrift zu erlernen. Alternativ können Sie auch entsprechende Materialien bestellen. Der Zeitraum der Woche des Sehens ist entsprechend gerahmt: Am 09. Oktober wird der Internationale Tag des Sehens begangen, um auf Augenkrankheiten sowie deren Konsequenzen aufmerksam zu machen. Am 15. Oktober findet der internationale Tag des weißen Stocks statt, welcher auf die Rücksichtnahme und den Respekt gegenüber blinden Menschen im Alltag hinweisen soll.
NDZ: Weiterentwicklung der Pflege in Norddeutschland
18. September 2025Weiterlesen Zu den Kernaufgaben des NDZ zählen: Darüber hinaus arbeitet das NDZ eng mit Pflegeschulen, Weiterbildungs- und Fortbildungsstätten sowie Hochschulen zusammen und setzt sich dafür ein, traditionelle Sektorengrenzen in der Pflege zu überwinden und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen zu fördern. Besondere Projekte und Veranstaltungen: Das NDZ fungiert somit als etablierter und zuverlässiger Ansprechpartner für die Akteure der Pflegelandschaft in Norddeutschland und trägt maßgeblich zur Verbesserung der Pflegequalität bei.
Weltaltentag: 01.10.2025
15. September 2025Weiterlesen Trotz der vergleichsweise geringen Popularität des Weltaltentags sind auch in diesem Jahr für den 1. Oktober zahlreiche generationsübergreifende Zusammenkünfte seitens Vereine, Organisationen und Institutionen geplant. Insbesondere die BAGSO setzt sich dafür ein, ältere Menschen durch diverse Veranstaltungen und bundesweite Aktionen zu bestärken – hierfür wurde die Kampagne "JA" zum Alter ins Leben gerufen. Sie soll den Ruf des Alterns sowie der älteren Generation verbessern und die gesellschaftlicher Heterogenität von Senior*innen verdeutlichen. Eine niedrigschwellige Aktion ist dabei das Sichtbarwerden des Weltaltentages durch Straßenkreide. Alle Interessierten können nach Belieben Straßen und Fußwege mit Kreide beschriften, bemalen und eigene Botschaften anfügen. Fotos hiervon können auf sozialen Netzwerken wie X (ehemals Twitter) oder Instagram unter dem Hashtag #JazumAlter gepostet werden. Auch Einsendungen per E-Mail an die BAGSO (weltaltentag@bagso.de) sind willkommen. Die Hashtag-Aktion kann jedoch auch durch ein individuelles Statement bereichert werden. Durch das Veröffentlichen von eigenen kreativen Ideen wie Videobotschaften, dem Zusammenkommen verschiedener Generationen, Zeichnungen oder Liedern können Sie Ihren persölichen Beitrag zum Weltaltentag 2025 online mit anderen Menschen teilen. Je mehr Postings mit dem Hashtag auf Social Media veröffentlicht werden, desto mehr Aufmerksamkeit erhält die Aktion voraussichtlich. Um die Posts abzurunden, stellt die BAGSO kostenfreie Materialien zum Download zur Verfügung. Das offizielle Logo zum diesjährigen Weltaltentag lässt sich somit in Form von beispielsweise Postkarten oder Bannern in jede Aktion integrieren, in größerer Menge aber auch an andere Menschen verteilen. Ferner ruft die BAGSO dazu auf, eigene Veranstaltungen und Aktionen zum Weltaltentag zu organisieren. Dabei kann es sich um Diskussionsrunden, Lesungen, Infostände, Flashmobs oder festliche Aktivitäten handeln, die in direkter Verbindung zur Förderung von Senior*innen stehen. Der Weltaltentag kann auch als Katalysator hinsichtlich seniorenpolitischer Maßnahmen dienen und beispielsweise dafür sorgen, dass Themen wie Pflege, Barrierefreiheit und Ageismus verstärkt auf der politischen Agenda landen.
Rentenpaket 2025: Stabilisierung mit offenen Fragen
13. September 2025Weiterlesen Damit soll die gesetzliche Rentenversicherung als zentrale Säule der Altersvorsorge gestärkt werden. So die Kernidee nach Angaben des Ministeriums für Arbeit und Soziales. Ein weiterer Kernpunkt ist die Ausweitung der Mütterrente. Ab 2027 sollen auch Eltern von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, drei Jahre Erziehungszeit angerechnet bekommen – allerdings nur für einen Elternteil. Rund 10 Millionen Menschen, vor allem Frauen, profitieren davon. Die Finanzierung dieser Verbesserungen soll vollständig aus Steuermitteln erfolgen, da Kindererziehung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gilt. Doch die Finanzierung wirft Fragen auf. Wie die Tagesschau vom 06. August bemerkt, weist die Finanzplanung des Bundes bis 2029 zweistellige Milliardenlücken auf. Zudem soll die Rücklage der Rentenkasse von 20 % auf 30 % einer Monatsausgabe steigen – was kurzfristig höhere Beitragssätze bedeuten könnte. Zwar bleibt der Beitragssatz 2026 stabil bei 18,6 %, doch ab 2027 wird ein Anstieg erwartet: bis 2035 auf etwa 21 %. Kritiker warnen vor möglichen Kürzungen in anderen Sozialbereichen. Sollte etwa das Bürgergeld stagnieren oder der Mindestlohn weniger stark steigen, könnte dies langfristig das Lohnniveau drücken – und damit auch die Rentenhöhe, trotz Einhaltung der Haltelinie. Doch wie stabil ist das Rentenniveau wirklich? Die Ökonomen Prof. Sebastian Dullien (Hans-Böckler-Stiftung) und Maurice Höfgen betonten in der Phönixrunde vom 16. Januar, dass nicht allein die nominale Rentenhöhe entscheidend sei, sondern die reale Kaufkraft. Steigende Preise könnten die tatsächliche Leistung der Rente schmälern – selbst bei Einhaltung der Haltelinie. Die Entwicklung der Löhne spielt dabei eine zentrale Rolle. Mindestlohn und Bürgergeld fungieren als untere Haltelinien für die Einkommensentwicklung. Höfgen verdeutlicht dies nochmals in seinem Kommentar auf dem YouTube-Kanal Geld für die Welt.









