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Ratgeber Demenz

17. Dezember 2015

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat einen neuen Ratgeber Demenz herausgegeben. Mit dem Ratgeber sollen sowohl Fachleute als auch Angehörige angesprochen werden.

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Die DAlzG bietet auf ihrer Homepage weiteres umfassendes Informationsmaterial zum Thema Demenz. Im 60-seitigen Ratgeber wird über Symptomatik, Diagnostik, Therapiechancen, rechtliche Themen und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten informiert. Auch wird aufverschiedene Fragestellungen eingegangen, wie z.B. "Was geschieht bei einer Demenz im Gehirn?", "Welche Ursachen und Risiken sind bekannt und wie kann man vorbeugen?", "Wie kann das Leben nach der Diagnose gestaltet werden?", "Was können Angehörige für Demenzkranke tun?" und "Welche Hilfen gibt es für pflegende Angehörige?".

Den gesamten Ratgeber können Sie online kostenfrei nutzen.

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Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV) sieht sich als Ort interdisziplinärer Begegnung und des fachlichen Diskurses zwischen öffentlichen und freien Trägern. Er will über Bundesgesetze informieren und bei deren Umsetzung in die Praxis Unterstützung geben. Auch der Erfahrungsaustausch zu Fragen der sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts ist erklärtes Ziel des DV.

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Das bundesweit stattfindene Veranstaltungsprogramm für 2016 wurde in drei Kategorien unterteilt.

Die Fachveranstaltungen nach Themen informieren über Kindheit, Jugend, Familie, Alter; Gesundheit, Pflege, Rehabilitation; Soziale Sicherungssysteme und Sozialrecht; Soziale Arbeit und soziale Berufe; Migration und Integration; Internationale und europäische Sozialpolitik sowie Bürgerschaftliches Engagement.

Die Fachveranstaltungen nach Zielgruppen richten sich an SozialdezernentInnen; SozialamtsleiterInnen; JugendamtsleiterInnen; Vorsitzende und GeschäftsstellenleiterInnen der Schiedsstellen nach § 76 SGB XI und nach § 80 SGB XIII; RichterInnen der Sozialgerichtsbarkeit und GesetzeskommentatorInnen zum SGB II und SGB XII sowie GeschäftsführerInnen und Leitungskräfte aus den Jobcentern.

Die Akademie des DV bietet Fort- und Weiterbildungen zu den Themen Controlling; Führen und Leiten; Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung; Kooperation von Jugendhilfe und Schule; Sozialverfahrensrecht und Zielvereinbarungen sowie NetzwerkmanagerIn im Sozialraum.

Das gesamte Programm können Sie sich als pdf herunterladen.

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In Heft 43/2015 veröffentlichte das Ärzteblatt eine Studie über die Aussagekraft von PatientInnenverfügungen in Akutsituationen. Konkret wurden Angehörige, ÄrztInnen und OberärztInnen befragt, wie sie die Verfügungen auslegen. Die Antworten wurden anschließend zwischen den drei Gruppen verglichen. Gegenstand der Untersuchung waren Patientenverfügungen derjenigen, die in einer Intensivtherapiestation behandelt worden und den eigenen Willen nicht mehr äußern konnten.

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Grundlage der Ergebnisse bilden Befragungen rund um 50 PatientInnerfügungen, welche die obengenannten Kriterien erfüllten und bei denen eine Befragung der Beteiligten möglich war.

Deutlichster Unterschied zwischen Angehörigen und ÄrztInnen, aber auch zwischen ÄrztInnen und OberärztInnen, lag in der Einschätzung, ob die Verfügung für die medizinische Situation gültig ist. Aber auch wünschten sich Angehörige eine etwas wörtlichere Anwendung der Verfügung als die ÄrztInnen.  Die AutorInnen des Artikels schließen aus den Ergebnissen, dass vorliegende PatientInnenverfügungen besser auf medizinische Intensivsituationen angepasst werden sollten bzw. der Umgang mit ihnen in der medizinischen Aus- und Weiterbildung eine größere Rolle spielen müsste.

Mehr zur Untersuchungsmethodik und alle weiteren Ergebnisse finden Sie online.

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Im November fand der dritte Gießener Kongress "Sterben im Krankenhaus und stationären Pflegeeinrichtungen" statt. Ziel war es, praxisnahe Wege und Lösungen vorzustellen, die geeignet sind, die Betreuungssituation der Sterbenden systematisch zu verbessern. Denn es sterben immer noch die meisten Menschen im stationären Kontext.

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Folgende Themen wurden auf dem behandelt:

Verantwortlichkeit für den Sterbenden und Verpflichtung des Angehörigen stärken.

Zur Rolle von Region, Kommune und Bürgerschaft in der ambulanten Palliativversorgung.

"Gutes Sterben" trotz Knochenmetastasen – Wunsch oder Wirklichkeit?

Das neue Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung.

Wie kann ein Projekt zugunsten einer guten Praxis der Sterbebetreuung durchgeführt werden?

Spiritual Care: Zur geistlichen Begleitung in schwerer Krankheit und in Palliativsituationen.

Lernen am guten Beispiel.

Ziele und erste Erfahrungen "Deutsche Palliativsiegel".

Den gesamten Kongressbericht können Sie online nachlesen. Im Netz finden Sie auch die Berichte der vorangegangen Kongresse zum Thema.

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Menschen ab 60 Jahren und ehrenamtliche UnterstützerInnen waren aufgerufen, zu zeigen, wie Ältere das Internet für sich bereichernd nutzen. Ausgezeichnet wurden nun unter anderem eine Wikipedia-Autorin, ein Onlineradio-Moderator und E-Learning-Kurse.

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6 von ingesamt 130 Einreichungen wurden bei der Preisverleihung in Berlin ausgezeichnet, sie erhielten Preise im Gesamtwert von 5.000 Euro. Am Wettbewerb konnten SeniorInnen oder unterstützende Personen teilnehmen. Die ausgezeichneten Beiträge sollen beispielhaft zeigen, welche Möglichkeiten der Umgang mit Online-Angeboten der Generation 60plus eröffnet. Alle Einreichungen - wie z.B. Online-Reiseberichte, Webseiten über das eigene Hobby oder die Kontaktaufnahme mit FreundInnen und Familie über das Internet - demonstrieren laut den Veranstaltern, wie wichtig es ist, ältere Menschen an die Nutzung digitaler Angebote heranzuführen.

GewinnerInnen der Kategorie 1 "Einsteiger und erfahrene Internetnutzer" sind Ursel Ilgner (73) und Buchard Wedewer (75). Im Umgang mit Smartphone und Tablet macht Ursel Ilgner niemand etwas vor. Mit verschiedenen Projekten, wie der Bearbeitung von Webseiten oder der Pflege von Wikipedia-Einträgen, gestaltet sie die digitale Welt aktiv mit. In ihrem Seniorenstudium an der Universität Leipzig nahm sie außerdem an Computerkursen teil und arbeitete an der Erstellung mehrerer Webseiten mit. Als Radiomoderator gestaltet Burchard Wedewer rund vier Stunden Programm in der Woche. Die Themen des Onlineradios "Carinthia Power" werden vorab in Redaktionsabsprachen via Teamspeak oder Yahoo Messenger festgelegt.

GewinnerInnen der Kategorie 2 "Trainerinnen und Trainer" sind der SeniorenComputerClub Berlin-Mitte, Margret Budde (79), Ellen Salverius-Krökel (57) und Robert Bath (63). Der SeniorenComputerClub schafft eine nachhaltige und umfassende Möglichkeit für SeniorInnen, sich aktiv mit dem Internet auseinanderzusetzen. Zusammen mit PartnerInnen arbeitet das Team von Günter Voß kontinuierlich an der Verbesserung der Kurse und Projekte, um jede SeniorIn das passende Angebot bereitzustellen. Margret Budde und Ellen Salverius-Krökel betreiben die Webseite "Moment mal ‒ Mach mit!". Mit unterschiedlichen Inhalten zu Wissen, Bildung, Kultur und Technik stellen sie Mitmachangebote und Lernvideos zusammen. Die NutzerInnen können ebenfalls Themen vorschlagen und sich in E-Learning-Kursen beteiligen. Robert Bath engagiert sich seit mehreren Jahren für das Mehrgenerationenhaus Bürgerhafen in Greifswald, dort bietet er Grundkurse zu PC-, Internet- und Tabletnutzung für ältere Bürger an. Sein Ziel ist es, vor allem Menschen in ländlichen Regionen an die Nutzung der neuen Medien heranzuführen.

Gewinnerin des Sonderpreises ist die  Online-Gruppe "Magdeburger Halbkugeln". Ziel der Gruppe ist es, im Rahmen von "Studierenden ab 50" mit überholten Klischees über SeniorInnen und das Internet aufzuräumen. In zwei Videos "Eine wahre Begebenheit" und "Yes we (s)can!" stellen die Magdeburger SeniorstudentInnen gemeinsam mit jungen Studierenden der Medienbildung überspitzt dar, wie ältere Menschen heute das Internet nutzen.

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Das bundesweit aktive "Virtuelle und reale Lern- und Kompetenz-Netzwerk älterer Erwachsene" (ViLE) trifft sich jeweils freitags in Lübeck. Es wird sich vor allem mit aktuellen oder grundsätzlichen politischen Themen befasst. Es werden aber Exkursionen unternommen.

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Der Verein ViLE ist bundesweit in Regionalgruppen organisiert mit PartnerInnen aus dem ganzen Bundesgebiet. Eins von mehreren laufenden Projekten des Netzwerkes ist das Lerncafé, ein Onlinejournal zur allgemeinen Weiterbildung. Inzwischen ist die 70. Ausgabe erschienen, alle vorigen Ausgaben können online nachgelesen werden.

In der Regionalgruppe Nord hat der Standort Lübeck eine besondere, da sehr aktive, Rolle. Sie können sich auf den Seiten des Vereins über die lübbschen Aktivitäten der letzten Jahre informieren. Regelmäßige Treffen finden in Lübeck jeweils freitags zwischen 10 und 12 Uhr im Computerraum des Mehrgenerationenhauses in Lübeck-Eichholz (Brandenbaumer Feld 29) statt.

Informationen zur Vereinsmitgliedschaft, AnsprechpartnerInnen der Gruppe Nord und weitere Infomaterialen finden Sie online.

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Das Kompetenzzentrum Demenz bietet in verschiedenen Orten Schlwesig-Holsteins auch im nächsten Jahr wieder Fortbildungen rund um Demenz an. Zielgruppe sind neben MitarbeiterInnen und Leitungskräften aus Pflege und Betreuung auch Angehörige von demenzerkrankten Menschen.

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Die Finanzierung für das Kompetenzzentrum wurde kürzlich bis 2020 verlängert. Ein Beitrag des NDR zeigt eine beispielhafte Fortbildung für betreuende Kräfte.

Das komplette Fortbildungsprogramm für 2016 finden Sie online. Neben dem geplanten Programm kann auch eine individuell zusammenstellbare Fortbildung organisiert werden.

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Laut Prof. Dr. Karl-Heinz Braun ist jeder Mensch potentieller Zeitzeuge, Weltzeit und erlebte Zeit gehen ineinander über. Auf dem Bundeskongress Soziale Arbeit beschreibt er diese Sichtweise am Beispiel des 17. Juni 1953 in Magdeburg.

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Karl-Heinz Braun stellte den Ansatz im Rahmen des Workshops "Bildung und Lernen im Alter" vor. Die Ausführungen knüpfen an den Gedanken an, dass Bildung im Alter vor allem biografisch orientiert ist. 

Um Menschen als Zeitzeugen verstehen zu können, sind der geschichtliche Rahmen, sozusagen die Weltzeit, von Bedeutung: 1953 verdichtete sich in der DDR, und damit auch in Magdeburg, eine Versorgungskrise. Im März 1953 starb Stalin, Reformkräfte sahen mögliche andere Wege im Sozialismus. Ein Politbürobeschluss führte zu Demonstrationen in verschiedenen Städten der DDR. Nach den Demonstrationen und ihrer Niederschlagung kommt es zu einer Umorientierung der Beschlüsse, Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS, auch Stasi genannt) und der Betriebskampfgruppen. Von den Demonstrationen gibt in Magdeburg ist bisher kein Bildmaterial bekannt, die Rolle der ZeitzeugInnen wird also prägender. Auch ist es lohnenswert zu beachten, welche der geschichtlichen Ereignisse und wie diese Ereignisse in den Erzählungen der ZeitzeugInnen vorkommen.

Mit älteren Menschen wurden biografische Interviews durchgeführt. Anhand des Beispieles der Ereignisse des 17. Juni in Magdeburg machte Herr Braun einige grundsätzliche Probleme beim Umgang mit ZeitzeugInnen deutlich. Die Interviews wurden keiner Wertung unterzogen, es geht um die Selbstbildung der Betrachtenden. Zu dem Projekt gehörten auch Fotomontagen, welche das erlebte Spannungsfeld darstellen sollen. Karl-Heinz Braun zeigt Ausschnitte aus diesen Interviews, es werden verschiedene Aspekte deutlich:

Erstens die existenzielle Dimension der Ereignisse, vor allem das Durchfahren der Panzer führte zur Existenzangst einer Zeitzeugin gegenüber Panzern. Die Nähe zur sowjetischen Armee bleibt als Bedrohungsgefühl, obwohl positive Erfahrungen, die Befreiung von den Nazis, mit sowjetischen Armeeangehörigen gemacht wurden. In den Erzählungen stecken historische Interpretationen, so wird z.B. die Anwesenheit der sowjetischen Armee als größte Bedrohung beschrieben.

Zweitens tauchen in einem weiteren Interview Erinnerungen zwischen den Erzählungen auf, es ist wichtig diesen Spuren zu folgen. Die Überschneidung von Weltzeit und Lebenszeit werden deutlich, es werden also auch geschichtliche Aspekte mit persönlicher Erfahrung gemischt. Erfahrungen, das Verschwinden von KollegInnen, wird mit einer vermuteten Anschwärzung in Verbindung gebracht.

Drittens wird in einem Interview der Entwurf der Biografie deutlich, denn die Krisen in der DDR kommen in dieser Biografie nicht vor. Auch die Geschehnisse des 17. Juni bekam die erzählende Person nicht mit, Einflüsse von außen wurden stattdessen betont. Der Staat wird in dem persönlichen Entwurf nicht als Gesellschaft mit Problemen, sondern als Opfer konstruiert.

Die Interviewauszüge und Fotomontagen wurden uns von Prof. Dr. Braun zur Verfügung gestellt.

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Im Leben eines jeden Menschen können Situationen eintreten, in denen der betroffene Mensch nicht mehr seine Wünsche äußern kann. Dies ist besonders bedeutsam im Falle von medizinischen Notfallsituationen. Diese Situationen sind manchmal nicht nur der Grund für die nicht mehr mögliche Willensäußerung, sondern verlangen häufig auch medizinische und pflegerische Maßnahmen, denen die PatientIn zustimmen müsste.

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Dieser Problematik lässt sich mit einer möglichst detailliert ausgefüllten PatientInnenverfügung begegnen. Nicht nur die Frage der möglicherweise lebensrettenden, aber massiv in die spätere Lebensweise eingreifenden Maßnahmen wird beantwortet. Es wird z.B. auch auf den Umgang mit dem Menschen in späteren Pflegesituationen eingegangen. Mehr Tipps und Hinweise zum Umgang finden Sie in der Broschüre des Bundesjustizministeriums.

Dort wird unter anderem darauf hingewiesen, dass die PatientInnenverfügung vor allem auch auffindbar sein sollte. Nahestehende Menschen sollten also über den Aufbewahrungsort informiert sein. Einen Hinweis über Existenz und Ort einer Patientenverfügung bei Krankenkassenkarte oder Personalausweis kann ebenso hilfreich sein.

Aus den Textbausteinen der Broschüre bieten wir Ihnen hier einen Entwurf einer PatientInnenverfügung an, den Sie ausdrucken und ausfüllen können.

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Laut Prognosen der Deutschen Rentenversicherung sollen die Renten zum 1.7.16 um 4 bis 5 Prozent ansteigen. Dies klingt zwar zunächst nach einer guten Nachricht für die RentnerInnen, die Gefahr einer weiter um sich greifenden Altersarmut ist nach Ansicht des VdK auch mit höheren Rentenanpassungen nicht gebannt.

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"Die Neurenten befinden sich seit Jahren im rasanten Sinkflug", erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Schuld daran ist das absinkende Rentenniveau. Schon heute liegt es bei rund 47,5 Prozent, bis zum Jahr 2030 soll es auf 43 Prozent fallen. Mehr zu den Prognosen können Sie hier nachlesen. "Es muss aber mindestens auf 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns angehoben und dort eingefroren werden. Sonst ist auch für einen Durchschnittsverdiener die Einschränkung der Lebensqualität im Alter zu hoch", so Frau Mascher.

Gegen Altersarmut gibt es laut Mascher aber ein weiteres bekanntes Rezept: "Wer als Arbeitnehmer ordentlich verdient, wird auch eine ordentliche Rente bekommen". Der VdK fordert deshalb: "Die Mindestlohn-Kommission muss bei der Überprüfung der Höhe des Mindestlohns perspektivisch sicherstellen, dass Beschäftigte in Vollzeit mit dem Arbeitseinkommen für den Lebensunterhalt sorgen können. Darüber hinaus muss mit dem Mindestlohn eine angemessene Alterssicherung über Grundsicherungsniveau aufgebaut werden können", so Mascher.

Gleichzeitig mahnt der VdK weitere Schritte zur Bekämpfung der Einkommens- und Altersarmut an. "Auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit müssen eingedämmt werden. Außerdem brauchen wir mehr Mittel zur Förderung nachhaltiger Programme zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen", betont Mascher.

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