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Laut Prof. Dr. Karl-Heinz Braun ist jeder Mensch potentieller Zeitzeuge, Weltzeit und erlebte Zeit gehen ineinander über. Auf dem Bundeskongress Soziale Arbeit beschreibt er diese Sichtweise am Beispiel des 17. Juni 1953 in Magdeburg.

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Karl-Heinz Braun stellte den Ansatz im Rahmen des Workshops "Bildung und Lernen im Alter" vor. Die Ausführungen knüpfen an den Gedanken an, dass Bildung im Alter vor allem biografisch orientiert ist. 

Um Menschen als Zeitzeugen verstehen zu können, sind der geschichtliche Rahmen, sozusagen die Weltzeit, von Bedeutung: 1953 verdichtete sich in der DDR, und damit auch in Magdeburg, eine Versorgungskrise. Im März 1953 starb Stalin, Reformkräfte sahen mögliche andere Wege im Sozialismus. Ein Politbürobeschluss führte zu Demonstrationen in verschiedenen Städten der DDR. Nach den Demonstrationen und ihrer Niederschlagung kommt es zu einer Umorientierung der Beschlüsse, Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS, auch Stasi genannt) und der Betriebskampfgruppen. Von den Demonstrationen gibt in Magdeburg ist bisher kein Bildmaterial bekannt, die Rolle der ZeitzeugInnen wird also prägender. Auch ist es lohnenswert zu beachten, welche der geschichtlichen Ereignisse und wie diese Ereignisse in den Erzählungen der ZeitzeugInnen vorkommen.

Mit älteren Menschen wurden biografische Interviews durchgeführt. Anhand des Beispieles der Ereignisse des 17. Juni in Magdeburg machte Herr Braun einige grundsätzliche Probleme beim Umgang mit ZeitzeugInnen deutlich. Die Interviews wurden keiner Wertung unterzogen, es geht um die Selbstbildung der Betrachtenden. Zu dem Projekt gehörten auch Fotomontagen, welche das erlebte Spannungsfeld darstellen sollen. Karl-Heinz Braun zeigt Ausschnitte aus diesen Interviews, es werden verschiedene Aspekte deutlich:

Erstens die existenzielle Dimension der Ereignisse, vor allem das Durchfahren der Panzer führte zur Existenzangst einer Zeitzeugin gegenüber Panzern. Die Nähe zur sowjetischen Armee bleibt als Bedrohungsgefühl, obwohl positive Erfahrungen, die Befreiung von den Nazis, mit sowjetischen Armeeangehörigen gemacht wurden. In den Erzählungen stecken historische Interpretationen, so wird z.B. die Anwesenheit der sowjetischen Armee als größte Bedrohung beschrieben.

Zweitens tauchen in einem weiteren Interview Erinnerungen zwischen den Erzählungen auf, es ist wichtig diesen Spuren zu folgen. Die Überschneidung von Weltzeit und Lebenszeit werden deutlich, es werden also auch geschichtliche Aspekte mit persönlicher Erfahrung gemischt. Erfahrungen, das Verschwinden von KollegInnen, wird mit einer vermuteten Anschwärzung in Verbindung gebracht.

Drittens wird in einem Interview der Entwurf der Biografie deutlich, denn die Krisen in der DDR kommen in dieser Biografie nicht vor. Auch die Geschehnisse des 17. Juni bekam die erzählende Person nicht mit, Einflüsse von außen wurden stattdessen betont. Der Staat wird in dem persönlichen Entwurf nicht als Gesellschaft mit Problemen, sondern als Opfer konstruiert.

Die Interviewauszüge und Fotomontagen wurden uns von Prof. Dr. Braun zur Verfügung gestellt.

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Im Leben eines jeden Menschen können Situationen eintreten, in denen der betroffene Mensch nicht mehr seine Wünsche äußern kann. Dies ist besonders bedeutsam im Falle von medizinischen Notfallsituationen. Diese Situationen sind manchmal nicht nur der Grund für die nicht mehr mögliche Willensäußerung, sondern verlangen häufig auch medizinische und pflegerische Maßnahmen, denen die PatientIn zustimmen müsste.

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Dieser Problematik lässt sich mit einer möglichst detailliert ausgefüllten PatientInnenverfügung begegnen. Nicht nur die Frage der möglicherweise lebensrettenden, aber massiv in die spätere Lebensweise eingreifenden Maßnahmen wird beantwortet. Es wird z.B. auch auf den Umgang mit dem Menschen in späteren Pflegesituationen eingegangen. Mehr Tipps und Hinweise zum Umgang finden Sie in der Broschüre des Bundesjustizministeriums.

Dort wird unter anderem darauf hingewiesen, dass die PatientInnenverfügung vor allem auch auffindbar sein sollte. Nahestehende Menschen sollten also über den Aufbewahrungsort informiert sein. Einen Hinweis über Existenz und Ort einer Patientenverfügung bei Krankenkassenkarte oder Personalausweis kann ebenso hilfreich sein.

Aus den Textbausteinen der Broschüre bieten wir Ihnen hier einen Entwurf einer PatientInnenverfügung an, den Sie ausdrucken und ausfüllen können.

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Laut Prognosen der Deutschen Rentenversicherung sollen die Renten zum 1.7.16 um 4 bis 5 Prozent ansteigen. Dies klingt zwar zunächst nach einer guten Nachricht für die RentnerInnen, die Gefahr einer weiter um sich greifenden Altersarmut ist nach Ansicht des VdK auch mit höheren Rentenanpassungen nicht gebannt.

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"Die Neurenten befinden sich seit Jahren im rasanten Sinkflug", erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Schuld daran ist das absinkende Rentenniveau. Schon heute liegt es bei rund 47,5 Prozent, bis zum Jahr 2030 soll es auf 43 Prozent fallen. Mehr zu den Prognosen können Sie hier nachlesen. "Es muss aber mindestens auf 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns angehoben und dort eingefroren werden. Sonst ist auch für einen Durchschnittsverdiener die Einschränkung der Lebensqualität im Alter zu hoch", so Frau Mascher.

Gegen Altersarmut gibt es laut Mascher aber ein weiteres bekanntes Rezept: "Wer als Arbeitnehmer ordentlich verdient, wird auch eine ordentliche Rente bekommen". Der VdK fordert deshalb: "Die Mindestlohn-Kommission muss bei der Überprüfung der Höhe des Mindestlohns perspektivisch sicherstellen, dass Beschäftigte in Vollzeit mit dem Arbeitseinkommen für den Lebensunterhalt sorgen können. Darüber hinaus muss mit dem Mindestlohn eine angemessene Alterssicherung über Grundsicherungsniveau aufgebaut werden können", so Mascher.

Gleichzeitig mahnt der VdK weitere Schritte zur Bekämpfung der Einkommens- und Altersarmut an. "Auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit müssen eingedämmt werden. Außerdem brauchen wir mehr Mittel zur Förderung nachhaltiger Programme zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen", betont Mascher.

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Einsamkeit, oder auch soziale Desintegration, ist ein Phänomen, welches im Alter verstärkt auftreten kann. Dies kann durch erzwungenen Wegzug aus der gewohnten Umgebung verstärkt werden. Es wird jedoch auch durch neuere Wohnformen versucht, diesem entgegenzutreten.

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Hier können Sie sich mit Hilfe von Empfehlungen der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen einen Überblick über aktuelle Literatur zur Einsamkeit im Alter verschaffen, zunächst über komplette (Sammel-)Werke:

Böger (2014): Do antecedents and consequences of loneliness changes across the second half of life? Hochschulschrift.

Leist (Hrsg., 2014): Health and cognition in old age. From biomedical and life course factors to policy and practice.

Schubert (2014): Öffnung des Wohnquartiers für das Alter. Entwicklung einer kommunikativen Informationsinfrastruktur zur Überbrückung struktureller Löcher im Sozialraum.


Kürzer sind einzelne Beiträge bzw. Artikel in Sammelwerken und Zeitschriften, zunächst die deutschsprachigen:

Al Dulami (2015): Wohnen im Alter - Freiheit oder Isolation? In: Jünemann; Langer (Hrsg.): Wenn die Freiheit in die Jahre kommt. Zehn sozialethische Impulse für den Umgang mit alten Menschen.

Doppler; Rottermanner; Judmaier (2014): Brelomate. Breaking loneliness with mobile assistive technologies for elderly. In: Kempter; Ritter (Hrsg.): Assistenztechnik für betreutes Wohnen.

Engel (2015): Über die Gefährdung der kommunikativen Freiheit im höheren Lebensalter. In: Jünemann; Langer (Hrsg.): Wenn die Freiheit in die Jahre kommt.

Kruse; Pantel; Schmitt (2014): Isolation. In: Praxishandbuch Altersmedizin.

Messmer (2014): Bedrohliche Pflege und gepflegte Verunsicherung. Aspekte der Pflege aus der Perspektive des "Sicherheitskomplexes": In: Hoch; Zoche (Hrsg.): Sicherheiten und Unsicherheiten.

Stoppe (2015): Erhalt der sozialen Teilhabe. In: Lindner (Hrsg.): Psychotherapie in der Geriatrie.

Fehrenbach (2015): Abschied von der Autonomie. In: Pro Alter. Heft 47.

Germann (2015): "Demenzquartier" oder inklusiver Sozialraum? Zur Diskussion über Sonderwohnformen für Menschen mit Demenz. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit. Heft 46.

Landschek (2014): Alkohol im Heim: Betreutes Trinken verhindert Isolation. In: Heilberufe. Heft 66.

Schubert; Vukoman (2014): Lebensweltliche Kontaktpunkte im Sozialraum als informelle Infrastruktur der Altenhilfe. In: Theorie und Praxis der sozialen Arbeit. Heft 65.

Weber (2014): Bis dass der Tod uns scheidet? Und sie leben unglücklich bis an das Ende ihrer Tage. Alte Paare, erstarrt in Kälte und Einsamkeit. In: Themenheft der Zeitschrift "Publik-Forum / Extra / Leben". Heft 6.


Nun die englischsprachigen Beiträge bzw. Artikel in Sammelwerken und Zeitschriften. Manche Zeitschriften beinhalten mehrere einschlägige Artikel:

The International Journal of Aging & Human Development (2014), Heft 78:
Band-Winterstein; Manchik-Rimon: The experience of being an old nevermarried single. A life course perspective.
Nicolaisen; Thorsen: Who are lonely? Loneliness in different age groups (18-81 years old), using two measures of loneliness.

The Journals of Gerontology (2014), Heft 69:
Burholt; Scharf: Poor health and loneliness in later life. The role of depressive symptoms, social resources, and rural environments.
Cornwell; Schumm; Laumann: Assessment of social network change in a national longitudinal survey.
Huxhold; Miche; Schüz: Benefits of having friends in older ages. Differential effects of informal social activities on well-being in middle-aged and older adults.

Utz; Swenson; Caserta: Feeling lonely versus being alone: loneliness and social support among recently bereaved persons.

Park; McDaid; Forsman (2014): Promoting the health and wellbeing of older people. In: McDaid; Cooper (Hrsg.): The economics of well-being (Wellbeing: a complete reference guide, Vol. 5).

Kadowaki; Wister; Chappell (2015): Influence of home care on life satisfaction, loneliness, and perceived life stress. In: Canadian Journal on Aging. Heft 34.

Litwin; Stoeckel (2014): Confidant network types and well-being among older Europeans. In: The Gerontologist. Heft 54.

Neto (2014): Psychometric analysis of the short-form UCLA Loneliness Scale (ULS-6) in older adults. In: European Journal of Ageing. Heft 11.

Schoenmakers; Van Tilburg; Fokkema (2015): Problem-focused and emotion-focused coping options and loneliness. In: European Journal of Ageing. Heft 12.

Schirmer; Michailakis (2015): The lost Gemeinschaft: how people working with the elderly explain loneliness. In: Journal of Aging Studies. Heft 33.

Schoenmakers; Van Tilburg; Fokkema (2015): Problem-focused and emotion-focussed coping options and loneliness: how are they related? In: European Journal of Ageing. Heft 12.

Timonen; Doyle (2014): Life-long singlehood: intersections of the past and the present. In: Ageing and Society. Heft 34.

Van Belijouw; Van Exel; De Jong Gierveld (2014): "Being all alone makes me sad". Loneliness in older adults with depression symptoms. In: International Psychogeriatrics. Heft 26.


Einige Zeitschriften zum Thema können Sie direkt online lesen:

informationsdienst altersfragen (2014): Einsamkeit im Alter – im Themenspektrum von Wissenschaft und bürgerschaftlichem Engagement.

Beach; Bamford (2014): Isolation: the emerging crisis for older men. A report exploring experiences of social isolation and loneliness among older men in England.

Franklin; Creighton (2014): The rise and rise of the silver separator.

International Longevity Centre (Hrsg., 2014): Ensuring communities offer what older people want.

Jopp; Rott; Boch; Kruse (2013): Zweite Heidelberger Hundertjährigen-Studie. Herausforderungen und Stärken des Lebens mit 100 Jahren.

Scrutton; Creighton (2015): The links between social connections and wellbeing in later life.

Victor; Sullivan; Woodbridge (2015): Dancing with loneliness in later life. A pilot study mapping seasonal. In: The open psychology journal.

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Wir berichteten bereits Anfang des Jahres über das Netzwerkprogramm "Engagierte Stadt". Seitdem hat sich einiges getan, inzwischen sind auch drei Städte aus Schleswig-Holstein daran beteiligt.

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Das Netzwerkprogramm startete am 06.01.2015. Es sollen bleibende Strukturen für bürgerschaftliches Engagement in Städten und Gemeinden aufgebaut werden. Sie können nachlesen, was sich seitdem in Ahrensburg, Elmshorn und Flensburg im Rahmen dieses Programmes getan hat. Weitere Ortschaften im Bundesgebiet können Sie in der Karte der "engagierten Städte" anwählen.

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Der Bundestag hat heute das Pflegestärkungsgesetz II (PSG 2) beschlossen. Sie können sich die Bundestagsdebatte ansehen und Stellungnahmen verschiedener Organisationen zum PSG 2 nachlesen.

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Sie können sich über Regelungen und Stellungnahmen zum PSG 2 informieren, zuletzt berichteten wir über den Kabinettsbeschluss zum neuen Gesetz.

In der heutigen Sitzung des Bundestages wurde, wie erwartet, der Gesetzesentwurf von den Fraktionen der Union und SPD gelobt. Aus der Opposition kam jedoch auch Kritik:

So fehlt jetzt bereits schon professionelles Pflegepersonal. Fakten dazu liefert der Pflegereport 2015, Erfahrungsberichte aus dem Pflegesystem können Sie hier nachlesen und -hören. Durch die Änderung des Pflegebegriffes können die Pflegekräfte weiter überfordert werden, der belastende Druck im Arbeitsalltag bleibe bestehen. Die Opposition vermisst Maßnahmen zur Erhöhung der Personalschlüssels in Pflegeeinrichtungen und zur Stärkung des Pflegeberufes. Im Vergleich wird eine Schwächung der stationären Pflege befürchtet, da dieser nun bei Neuaufnahme vor allem bei den unteren Pflegegraden weniger Leistungen zustehen. Die auch von Oppositionrednerinnen gelobten Verbesserungen, wie z.B. die Berücksichtigung von Demenz- und psychisch Erkrankten bei den 5stufigen Pflegegraden, lassen jedoch Verbindlichkeit vermissen. Schließlich wird konstatiert, dass eine gute Pflege immer noch vom eigenen Einkommen oder Vermögen abhängen wird.

Sie können sich die gesamte Aussprache zum Gesetz anschauen.

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Der diesjährige Innovationspreis der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Pflege Schleswig-Holstein wurde in Neumünster verliehen. Insgesamt fünf Dienste und Einrichtungen aus Trappenkamp, Lübeck, Neumünster und Lensahn wurden dafür und für andere innovative Ansätze in den Kategorien "Kundenorientierung", "Mitarbeiterorientierung" und "Netzwerkorientierung" mit einem Preisgeld von insgesamt 6000 Euro ausgezeichnet. Bewerben konnten sich ausschließlich Einrichtungen der AWO.

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"Die eingereichten und ausgezeichneten Projekte haben nicht nur drängende Herausforderungen in der Pflege wie den demografischen Wandel, sondern auch aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie Nachhaltigkeit und Toleranz aufgegriffen und auf kreative Art umgesetzt", erklärt Wolfgang Baasch, Landesvorsitzender der AWO Schleswig-Holstein und Jurymitglied. Damit wurde die Teilhabe der älteren Menschen am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.

Der erste Preis in der Kategorie "Kundenorientierung" über 2000 Euro ging an das gemeinsame Projekt der AWO Pflegedienste Südholstein und des AWO Servicehauses Lübeck "Bienen in Not – blühende Landschaften". Dafür wurden die Mieter zunächst für die Thematik des Bienensterbens sensibilisiert und trugen anschließend im Rahmen von niedrigschwelligen Betreuungsgruppen mit Spaß und Engagement dazu bei, bestehende Beete im Erwin-Wengel-Haus Trappenkamp zu erneuern und durch bienenfreundliche Pflanzen zu ersetzen. Gleichzeitig wurde im Servicehaus Lübeck ein bienenfreundliches Hochbeet angelegt. Damit sollten Erinnerungen an frühere Gartenarbeit geweckt, die Hausgemeinschaft gestärkt, die Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander ermöglicht und ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und Erhaltung der Bienenkulturen in der Stadt geleistet werden.

Der erste Preis in der Kategorie "Mitarbeiterorientierung" wurde an die AWO WOHNpflege und das Servicehaus Wasserturm in Neumünster für das Projekt "Neue Wege der Personalakquise durch umfangreiche verbindliche Praktikumsangebote" verliehen. Durch Kooperationen mit der Elly-Heuss-Knapp-Schule, einer Berufsfachschule für Sozialwesen, und der Freiherr-von-Stein-Schule, einer Gemeinschaftsschule, wurden mit regelmäßigen und fachlich begleiteten Praktika und jährlichen Projektwochen zum Thema Pflege niedrigschwellige Angebote für junge Menschen geschaffen, um sich schon in der Schulzeit mit dem Arbeitsfeld Pflege zu beschäftigen. Als Folge wurden seit 2013 rund 40 Praktikumsverträge abgeschlossen. Gleichzeitig ist die Zahl der Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz in der Pflege durch ehemalige SchülerInnen der Elly-Heuss-Knapp-Schule gestiegen.

Mit dem ersten Preis in der Kategorie "Netzwerkorientierung" wurde das AWO Haus am Mühlenteich in Lensahn für das Projekt "Vereinsleben ohne Grenzen" ausgezeichnet, über das den BewohnerInnen und MieterInnen die Teilhabe an den Angeboten der ortsansässigen Vereine ermöglicht wird. Dank einer Kooperation mit der Gemeinde, dem Schwimmbad und dem TSV Lensahn werden interessierte BewohnerInnen seit Projektstart regelmäßig von drei ehrenamtlichen HelferInnen zu den Heimspielen der 1. und 2. Herrenfußballmannschaft abgeholt und bei freiem Eintritt auf einem Ehrenplatz betreut. Andere BewohnerInnen besuchten bisweilen täglich mit ehrenamtlichen HelferInnen das Waldschwimmbad. Aber auch BewohnerInnen, die einfach nur ein Eis im Schwimmbad essen oder einen Kaffee trinken möchten, haben freien Eintritt. Seit August gibt es darüber hinaus eine SeniorInneenturngruppe im Ort.

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Geplante oder ungeplante Krankenhausaufenthalte sind für die meisten Menschen einscheidende Erlebnisse. Es scheint naheliegend, dass diese Erfahrung für Menschen mit Demenzdiagnose intensiver ist. Gewohnte Tagesstrukturen fallen weg, die Demenzerkrankung kann die Gewöhnung an die ungewohnte und vielleicht bedrohlich wirkende Umgebung deutlich erschweren.

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Lesen Sie hier Literaturempfehlungen der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen zum Thema "Demenz im Krankenhaus". Sie können auch weitere aktuelle Beiträge zum Thema Demenz nachlesen. Erstens sei das Werk von Brommer, Jansen und Kaus (2013) empfohlen: Menschen mit Demenz im Krankenhaus: auf dem Weg zum demenzsensiblen Krankenhaus.

Das Themenheft 8/2013 der Zeitschrift "transferplus" widmet sich Menschen mit Demenz im Krankenhaus und beschreibt die Perspektiven der Pflegenden. Weitere Beiträge in anderen Zeitschriften:

Boy, S. (2013): Was wir von den Australiern lernen können: Down Under: Demenzpflege im Krankenhaus. In: Pro Alter. Bd. 45, Nr. 4, S. 42-45.

Gurlit, S.; Thiesemann, R.; Wolff, B. (2013): Caring for people with dementia in general hospitals: an education curriculum from the Alzheimer's Society of Lower Saxony, Germany. In: Zeitschrift für Gerontologie + Geriatrie. Bd. 46, Nr. 3, S. 222-225.

Pinkert, C.; Holle, B. (2013): Wenn die Klinik vom Heim lernt: Kooperation. In: Altenheim. Bd. 52, Nr. 9, S. 42-45.

Gröning, K. (2014): Zehn Punkte für einen anderen Umgang mit Demenz im Krankenhaus. In: Die Hospiz-Zeitschrift. Bd. 16, Nr. 2, S. 15-18.

Pinkert,C ; Holle, B. (2014):Der Prozess der Entwicklung und Umsetzung von demenzspezifischen Konzepten in Krankenhäusern - eine qualitative Untersuchung. In: Pflege & Gesellschaft. Bd. 19, Nr. 3, S. 209-223.

Rüsing, D.; Zemlin, C. (2014): DCM im Krankenhaus - Erfahrungen in Deutschland im internationalen Kontext. In: Dementia Care Mapping (DCM), S. 105-113.

Büter, K.; Marquardt, G. (2015): Mit Architektur demenzsensible Stationen gestalten: was die deutsche Pflegelandschaft von Akutkrankenhäusern in den USA lernen kann. In: Pflegezeitschrift. Bd. 68, Nr. 3, S. 176-179.

Lücke, S. (2015): Projekt mit Vorbildcharakter: Demenz im Krankenhaus. In: Die Schwester, der Pfleger. Bd. 54, Nr. 7, S. 26-28.

Porock, D.; Clissett, P.; Harwood, R. (2015): Disruption, control and coping: responses of and to the person with dementia in hospital. In: Ageing and society. Bd. 35, Nr. 1, S. 37-63.

Riedel, A.; Wolke, R.; Schmidt, K. (2015): Versorgung von kognitiv eingeschränkten Menschen im Krankenhaus: Status quo vor Umsetzung eines innovativen Pflegekonzeptes. In: Pflegewissenschaft. Bd. 17, Nr. 3, S. 163-170.

Schnetter, H. (2015): Pflege funktioniert nur im Team: mit Demenz im Akutkrankenhaus. In: Heilberufe. Bd. 67, Nr. 6, S. 28-30.


Weitere Beiträge finden sich in Sammelwerken:

Kirchen-Peters, S. (2013): Das demenzfreundliche Krankenhaus: eine Utopie? In: Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Hrsg.): Zusammen leben - voneinander lernen. S. 213-218.

Büter, K. (2014): Demenzsensible Architektur: Was können Akutkrankenhäuser von der Altenpflege lernen? In: Marquardt, G.; Viehweger, A. (Hrsg.): Architektur für Menschen mit Demenz. S. 94-101.

Marquardt, G. (2014): Auf dem Weg zu einem demenzfreundlichen Krankenhaus. In: Feddersen, E.; Lüdtke, I. (Hrsg.): Raumverloren: Architektur und Demenz. S. 194-199.

Sirsch, E. (2014): Unterstützung oder Herausforderungen für Pflegende? : strukturiertes Schmerzmanagement bei Menschen mit Demenz im Krankenhaus. S. 273-277.

Friedhoff, M.; Johannes, S. (2015): Demenz aktiv begegnen - Die Sicherstellung einer bedürfnisorientierten und ganzheitlichen Betreuung demenzkranker Patienten im Krankenhaus. In: Gröning, K.; Sander, B.; Kamen, R. (Hrsg.): Familiensensibles Entlassungsmanagement. S. 150-155.

Runge-Werner, P. (2015): Implementierung eines Versorgungskonzeptes von Menschen mit Demenz im Krankenhaus am Universitätsklinikum Essen. In: Gröning, K.; Sander, B.; Kamen, R. (Hrsg.): Familiensensibles Entlassungsmanagement. S. 136-149.


Zwei weitere Quellen können Sie direkt online nachlesen bzw. herunterladen:

Kirchen-Peters, S. (2014): Herausforderung Demenz im Krankenhaus : Ergebnisse und Lösungsansätze aus dem Projekt Dem-i-K.

Isfort, M. (et. al., 2014): Pflege-Thermometer 2014: Eine bundesweite Befragung von leitenden Pflegekräften zur Pflege und Patientenversorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus.

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Der Workshop "Mit klimafreundlicher Ernährung fit bis ins hohe Alter" soll auch zur selbständigen Ernährungsgestaltung motivieren.

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Wann: Die Veranstaltung findet am 12.11.15 von 15 bis 18 Uhr statt.

Wo: Neues Rathaus in Kiel, Eingang Stresemannplatz 5, Raum D 604.

Um Anmeldung, möglichst schriftlich, wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Für weitere Informationen können Sie sich den Flyer zur Veranstaltung herunterladen.

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Zum diesjährigen Seniorentag hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) eine Bilddokumentation herausgegeben. Die 36-seitige Dokumentation soll die drei Veranstaltungstage in Frankfurt am Main wieder aufleben lassen.

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Das Erscheinen der ausführlichen Dokumentation mit den Beiträgen der zentralen Veranstaltungsreihen und Einzelveranstaltungen ist für Ende 2015 geplant. Sie können Sich ebenfalls einen Radiobericht zum Seniorentag anhören sowie unseren Kommentar zur Frankfurter Erklärung und natürlich die Frankfurter Erklärung nachlesen.

Den Bildband finden Sie ebenfalls online.

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