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Am 17.08.15 wurden in der Sendereihe Kontrovers des Deutschlandfunkes (DLF) die teils katastrophalen Zustände in der Pflege und in der Pflegeversicherung thematisiert. Zu Gast waren der Sozialpädagoge Claus Fussek und zwei Mitglieder des Gesundheitsausschusses: Elisabeth Scharfenberg (Grüne) und Erwin Rüddel (CDU). Viele HörerInnen kamen zu Wort und berichteten in teils deutlichen Worten von der drastischen Realität in Pflegeeinrichtungen, auf welche Herr Rüddel einen ganz anderen Blick hatte.

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Zunächst zum Thema. Zur Zeit wird über das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) diskutiert. Lesen Sie mehr zur Diskussion um das PSG II in einen unserer Beiträge. Einige vereinbarte Maßnahmen stoßen auf Zuspruch, in einigen Stellungnahmen herrscht jedoch Skepsis, ob der tatsächliche Bedarf der zu pflegenden Menschen gedeckt werden kann. Mit anderen Worten: Kann der katastrophale Zustand in Pflegeeinrichtungen und in der Pflegeversicherung verbessert werden? Als Folge der Regelungen der Pflegeversicherung ist die Pflege durch Familienangehörige oder Privatleute schlechtergestellt, Familien die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, sind also meistens stark belastet.  Glaubt man den Aussagen des Großteils der HörerInnen, so sind weitereichende Maßnahmen als die des PSG II notwendig. Dabei ist das Thema nicht neu, der Pflegenotstand in der BRD fast so alt wie der Staat selbst.

Eine besondere Spannung des Beitrages macht aus, dass diese Äußerungen aus der Pflegerealität direkt an Akteure der Politik weitergegeben werden. Hierbei handelt es sich um einen Regierungsvertreter im Gesundheitsausschuss, Erwin Rüddel, und eine Oppositionsvertreterin, Elisabeth Scharfenberg. Der Moderator sorgt dafür, dass vor allem der CDU-Vertreter nicht zu leicht mit allgemeinen Floskeln der Debatte entkommt. Der Sozialpädagoge Claus Fussek kann die Berichte der HörerInnen mit Hintergrund- und Fachinformationen konkretisieren. Lesen Sie z.B. ein Interview mit Claus Fussek, in denen er seine Positionen begründet.

Viele HörerInnen berichteten von erlebtem Leid in Pflegeeinrichtungen, von schwierigen Situationen in der Pflege zu Hause oder von der eigenen Rolle und den eigenen Beobachtungen innerhalb des Pflegesystems. Daraus folgend wurden in dem Beitrag des DLF folgende Themen diskutiert:

Aus der geringen Organisation von Pflegekräften in Gewerkschaften folgt eine unzureichende Vertretung der Interessen von Pflegekräften. Wohlfahrtsverbände vertreten durch ihre Fachverbände eher die Arbeitgeberseite, es fehlen häufig echte Betriebsräte, die Pflegenden streiken zu selten. Streiks und Interessenvertretungen sollten nicht nur eine angemessenere Entlohnung zum Ziel haben, sondern vor allem bessere Arbeitsbedingungen und eine Verbesserung der Ausbildung. Die häufig kurze Ausbildung, die teilweise von den Auszubildenden selbst bezahlt werden muss, wird als problematisch gesehen. Aufgrund fehlender Akademisierung sind Pflegekräfte nicht auf Augenhöhe mit anderen AkteurInnen im medizinischen Bereich.

Eine Möglichkeit, Pflegende besser zu organisieren, sind die Pflegekammern. Diese können als echte Interessenvertreter für Pflegekräfte fungieren und sich für Qualität in Ausbildung und Arbeit einsetzen, dem Berufsbild damit auch eine lange vermisste Aufwertung bringen. Kritisiert wird, dass die Arbeit der Pflegekammern durch ihre Mitglieder finanziert werden soll, bei einer großen Zahl von Mitgliedern soll dieser Betrag aber klein gehalten werden. Das ist nicht nur bloße Theorie, denn z.B. in Schleswig-Holstein wurde kürzlich die Errichtung einer Pflegekammer vom Landtag beschlossen.

Im Beitrag des DLF werden noch weitere Vorschläge zur Verbesserung der Pflege gebracht. Hier ein Auswahl.

Regelmäßige, unangemeldete Kontrollen in Pflegeeinrichtungen.

Pflegende, Angehörige und ÄrztInnen sollten sich als Verbündete im Kampf um eine bessere Pflege sehen.

Politik sollte aktiv werden, auch wenn Pflegekräfte nicht auf die Straße gehen.

Die Gewerkschaft sollte sich trotz geringem Organisationsgrad mehr um die Belange der Pflegenden kümmern. Zum Beispiel mit Streikgeld auch für Pflegende, die kurz vor dem Streikbeginn in die Gewerkschaft eingetreten sind.

Akademisierte Ausbildung für Pflegekräfte oder für einen Teil der Pflegekräfte, um auf Augenhöhe mit den ÄrztInnen zu kommunizieren.

Höhere Beiträge von VielverdienerInnen und Vermögenden in die Pflegeversicherung.

In dem Beitrag können Sie noch mehr persönliche Erfahrungen, aber auch weitere Verbesserungsvorschläge erfahren. Sie können sich die gesamte Sendung vom 17.08. herunterladen und anhören.

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Die Bundesministerien für Ernährung und Gesundheit geben die Tipps im Rahmen der Initative "IN FORM" heraus. Die Ratschläge und Ideen drehen sich vor allem um Ernährung und Sport im Alter.

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Die Initiative hat bereits mehrere Ratgeber und Broschüren herausgegeben, die auf der Homepage heruntergeladen werden können.

Alle 66 Tipps und Hintergrundinformationen können Sie online nachlesen. Zu 19 Tipps werden auch weiterführende Informationen zur Verfügung gestellt. Sie können die Broschüre auch kostenlos über die Homepage bestellen.

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Der Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stellte am 29.07.15 Zahlen und Statistiken zu über 65jährigen vor. Lesen Sie hier eine Auswahl der Fakten und eine kritische Betrachtung der sogenannten Generation 65+.

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Im Jahr 2014 gingen in Deutschland 14 % der 65- bis 69-Jährigen einer Erwerbstätigkeit nach. 2005 waren es noch 6 % gewesen. "Die Erwerbstätigenquote älterer Menschen hat sich in kurzer Zeit mehr als verdoppelt", sagte Roderich Egeler, Präsident des Destatis. Mit zunehmendem Alter gewinnt außerdem die Selbständigkeit als Erwerbsform an Bedeutung. Rund 39 % der 65- bis 69-jährigen Erwerbstätigen waren 2014 selbstständig oder mithelfende Familienangehörige. Bei den 60- bis 64-jährigen Erwerbstätigen lag der Anteil lediglich bei 16 %.

Auch in anderen Lebensbereichen sind ältere Menschen heute sehr viel aktiver als noch vor wenigen Jahren. So nutzten im Jahr 2014 bereits 57 % der Seniorinnen und Senioren einen Computer. Seit 2010 ist dieser Anteil um 8 Prozentpunkte gestiegen. Der Anteil der InternetnutzerInnen an den Personen ab 65 Jahre hat sich im selben Zeitraum von 35 % auf 45 % erhöht. Rund 42 % der GasthörerInnen an deutschen Hochschulen waren im Wintersemester 2014/2015 mindestens 65 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch 31 % betragen.

Einige weitere Auszüge aus der Veröffentlichung:

In Deutschland gab es Ende 2013 rund 17 Millionen Menschen ab 65 Jahre. Bis zum Jahr 2060 soll sich ihr Anteil von 21 % auf voraussichtlich 33 % erhöhen.

Jede vierte ältere Frau in einer Paargemeinschaft finanzierte ihren überwiegenden Lebensunterhalt durch die Einkünfte von Angehörigen (in der Regel ihres Ehe- oder Lebenspartners).

Zum Jahresende 2013 bezogen knapp 500 000 Personen ab 65 Jahre Grundsicherung. Das waren fast doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

Ältere Menschen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Der Anteil der SeniorInnen an den Verkehrstoten ist von 16 % im Jahr 1994 auf 29 % im Jahr 2014 gestiegen.

Der Anteil der SeniorInnen an allen Behandlungsfällen im Krankenhaus stieg in den letzten zehn Jahren von 38,5 % auf 43,2 %.

2,2 Millionen Personen ab 65 Jahre waren zum Jahresende 2013 pflegebedürftig. Zwei Drittel von ihnen wurden zu Hause versorgt.

Sie können die gesamte Publikation "Die Generation 65+ in Deutschland" und das Statement, inklusive anschaulicher Statistiken, online nachlesen.


Statistiken sind nicht Wirklichkeiten, mit ihnen kann nur versucht werden, eine Wirklichkeit abzubilden. Diesen Prozess der Abbildung kann man kritisieren, z.B. schon bei der Bildung der betrachteten Gruppe. So wird in der Statistik von der "Generation 65+" gesprochen, in der viele Menschen mit häufig verschiedenen Realitäten zusammengefasst werden. Dies passiert bei Statistiken natürlich häufig, jedoch kann man fragen, ob es sich mit der Gruppe 65+ nicht um eine ungewöhnlich große Gruppe handelt.

Diese Frage muss auch gestellt werden, wenn auf Grundlage von Statistiken politische Entscheidungen getroffen werden. Auch auf einer Homepage, auf der regelmäßig über seniorenpolitische Themen berichtet werden soll, müssen sich die Redakteure bewusst sein, dass SeniorInnen keine homogene Gruppe sind. Das versuchen wir durch ein breites Themenspektrum abzubilden.

Zu diesem Thema können Sie auch einen Beitrag des Sozialwissenschaftlers Gunnar Winkler nachlesen.

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Im Kieler Kompetenzzentrum Demenz finden in den nächsten Wochen zwei Veranstaltungen statt, zu denen Sie noch Zugang erhalten können. Anmeldeschluss für die Fachtagung "Autofahren und Demenz - Selbstbestimmung oder Risiko? Was Betroffene, Angehörige und Ärzte tun können!" ist bereits der 19.08., die Fachtagung findet am 26.08.15 statt.  Am 16.09. folgt die Fortbildung "Selbstbestimmung und Fürsorge bei Menschen mit Demenz", in der noch Plätze frei sind.

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Wir zeigen Ihnen die Daten der Veranstaltungen im Überblick. Zunächst die Informationen zur Fachtagung:

Wann: 26.08.15, 13 bis 17 Uhr

Kosten: 50 Euro, 35 Euro ermäßigt

Nähere Informationen finden Sie auf dem Flyer zum Fachtag.


Die Fortbildung "Selbstbestimmung und Fürsorge bei Menschen mit Demenz: Handlungsalternativen durch Ethische Fallbesprechungen" richtet sich an Angehörige, ehrenamtliche BegleiterInnen sowie professionell Pflegende.

Wann: 16.09.15, 9:30 bis 15:30

Kosten: 75 Euro, 40 Euro für ehrenamtlich Engagierte

Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Kompetenzzentrums.


Beide Veranstaltungen finden in den Räumen des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes, Zum Brook 4 in Kiel statt. Die Anmeldung kann telefonisch unter 040 - 609 264 20, per Fax an 040 - 308 579 86 oder per mail an info@demenz-sh.de erfolgen.

Wer sich vor den Veranstaltungen noch mit Hintergrundinformationen versorgen möchte, kann auf zwei unserer Beiträge der letzten Wochen zurückgreifen. Zum Thema "Auto fahren und Demenz" stellten wir auf unserer Seite bereits Literaturhinweise vor. Sie können auch aktuelle Beiträge zum Themenkomplex Demenz direkt online nachlesen.

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Ehrenamt ist für viele Menschen eine Möglichkeit, den eigenen Interessen zum Nutzen Anderer nachzugehen. Es lohnt sich aber vor allem für Menschen, die nicht mehr allen Zwängen der Arbeitsgesellschaft nachgehen müssen. Sie haben so etwas mehr Zeit zur Verfügung, sich einer Tätigkeit zu stellen ohne sich über Entlohnungen und Zugangsberechtigungen den Kopf zerbrechen zu müssen. Damit halten sie viele soziale Dienste funktionsfähig, die ohne die Arbeit der Ehrenamtlichen nicht mehr umsetzbar wäre.

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Das soziale Dienste auf die Unterstützung von kostenfrei arbeitenden angewiesen sind, zeigt den ausbaufähigen Zustand des sozialen Sektors und die geringe Anerkennung der Professionen dieses Sektors. Ein differenzierter Blick auf das System des Ehrenamts, welches vor allem von älteren Menschen getragen wird, lohnt sich also. Wir zeigen Ihnen daher hier eine Auswahl der Literaturempfehlungen der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA). Erstens werden einige Werke empfohlen:

Bereswill, Mechthild;  Braukmann, Stephanie (2014): Fürsorge und Geschlecht. Neue und alte Geschlechterkonstellationen im freiwilligen Engagement Älterer. ISBN: 978-3-7799-2307-7.

Rosenkranz, Doris; Görtler, Edmund;  Limbeck, Brigitte (2014): Woher kommen künftig die Freiwilligen? Engagementplanung als Zukunftsaufgabe für Kommunen und Verbände. ISBN: 978-3-7799-2085-4.

Thiemann, Antonia Victoria (2014): Museen schlagen Brücken. Bürgerschaftliches Engagement älterer Menschen im Museum. ISBN: 978-3-631-65695-2.


Zweitens werden verschiedene Artikel und Buchauszüge empfohlen.

Wolter, Birgit (2013): Beteiligung älterer Menschen in der Quartiersentwicklung. In: Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Lebensphase Alter gestalten - gesund und aktiv älter werden: Nutzen und Praxis verhaltens- und verhältnisbezogener Prävention.

Baumgartner, Katrin;  Wanka, Anna (2014): Unruhestand am Land - Selbstbestimmtheit und Teilhabe älterer Frauen durch ehrenamtliches Engagement. In: Larcher, Manuela (et al, Hrsg.): Frauen am Land: Potenziale und Perspektiven.

Frerichs, Frerich (2014): Older volunteers in Germany: opportunities and restrictions in the welfare mix. In: Principi, Andrea (et al, Hrsg.): Active ageing: voluntary work by older people in Europe.

Hoffmann, Lothar (2014): Ältere freiwillig engagiert - im doppelten Sinne unbezahlbar. In: Erhardt, Martin (et al, Hrsg.): Altenarbeit weiterdenken: Theorien - Konzepte - Praxis.

Vogel, Claudia (2014): Aktives Altern. Freiwilliges Engagement vor und nach dem Eintritt in den Ruhestand. In: Kaudelka, Karin;  Isenbort, Gregor (Hrsg.): Altern ist Zukunft! Leben und Arbeiten in einer alternden Gesellschaft.

Haß, Rabea (et al, 2015): Neuland für die Freiwilligendienste - wie die Altersöffnung das Format verändern könnte. In: Bibisidis, Thomas (et al, Hrsg.): Zivil - Gesellschaft - Staat: Freiwilligendienste zwischen staatlicher Steuerung und zivilgesellschaftlicher Gestaltung.

Lehr, Ursula (2015): Das freiwillige Engagement älterer Menschen in einer Gesellschaft des langen Lebens. In: Klein, Ansgar (et al, Hrsg.): Jahrbuch Engagementpolitik 2015: Engagement- und Welfare Mix - Trends und Herausforderungen.

Ramos, Romualdo;  Wehner, Theo (2015): Hält Freiwilligenarbeit gesund? Erklärungsansätze und kontextuelle Faktoren. In: Wehner, Theo;  Güntert, Stefan Tomas (Hrsg.): Psychologie der Freiwilligenarbeit: Motivation, Gestaltung und Organisation.

Wagner, Bernhard (2015): Forschung als Medium zur Initiierung bürgerschaftlichen Engagements? Prämissen und überraschende Verläufe eines Praxisforschungsprojektes mit Senior_innen. In: van Rießen, Anne;  (et al, Hrsg.): Sozialer Raum und Alter(n): Zugänge, Verläufe und Übergänge sozialräumlicher Handlungsforschung.

Klein, Gabi;  Hoffmann, Daniel (2013): Freiwilliges Engagement als Ressource in der Arbeit mit älteren Menschen - aber wie? In: Pro Alter.

Schmitt, Eric (2013): Bürgerschaftliches Engagement Hochaltriger. In: Aus Politik und Zeitgeschichte.

Tomasik, Martin J.;  Silbereisen, Rainer K. (2014): Negotiating the demands of active ageing: longitudinal findings from Germany. In: Ageing and society.

Lüders, Sarah (2015): Gegenseitige Selbsthilfe in "Seniorengenossenschaften". Ein Diskussionsbeitrag zur Monetarisierung bürgerschaftlichen Engagements. In: Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für Öffentliche und Private Fürsorge.

Reckert, Wilfried (et al, 2015): Bürgerschaftliches Engagement älterer Menschen. Ein Praxisbericht aus Gelsenkirchen. In: Soziale Arbeit.

Reynolds, Kristin A. (et al, 2015): The experiences of older male adults throughout their involvement in a community programme for men. In: Ageing and society.


Drittens können Sie folgende Arbeit direkt online nachlesen:

Simonson, Julia (2013): Freiwilliges Engagement in der Pflege und dem Gesundheitswesen. In: Zentrum für Qualität in der Pflege (Hrsg.): Freiwilliges Engagement im pflegerischen Versorgungsmix.

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Das Zweite Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung (Zweites Pflegestärkungsgesetz, kurz PSG II), welches zur Zeit als Referentenentwurf vorliegt, wird grundsätzlich begrüßt, ist im Detail jedoch nicht unumstritten. Ob mit dem PSG II eine Lösung des Pflegenotstandes erreicht werden kann, ist fraglich. Daher zeigen wir Ihnen zu diesem Entwurf Positionen und Stellungnahmen verschiedener Organisationen und Interessenvertretungen auf.

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Das PSG II soll dem Ersten Pflegestärkungsgesetz (PSG I) folgen. Die Aussprachen zum PSG I in Bundestag und Bundesrat können Sie hier nachlesen. Das PSG II wird einige Veränderungen bringen. Im Rahmen eines neuen Pflegebegriffes soll es z.B. nun 5 Pflegestufen geben, der Zugang zur Pflegeversicherung soll erweitert werden und das ambulante Hilfesystem soll gestärkt werden. Auf den Seiten des Gesundheitsministeriums wird Ihnen die Darstellung der Bundesregierung präsentiert.

Zu dem erwähnten neuen Pflegebegriff können Sie die kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, bestehend aus 30 Fragen, und die Antwort der Bundesregierung nachlesen. Dem neuen Pflegebegriff ist auch eine öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses gewidmet. In vielen nachfolgenden Texten werden die kurzen Fristen zum Verfassen der Stellungnahmen zum Referentenentwurf des PSG II bemängelt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) geht auf die 5 Themenkomplexe Informations- und Beratungsauftrag, Pflegebedürftigkeitsbegriff und Begutachtungsinstrument, Leistungsrecht, Beteiligungsrechte und Qualitätsausschuss ein. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme der BAGSO.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Vorsorge (DV) begrüßt den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment ausdrücklich, bemängelt jedoch z.B. dass "wichtige bzw. notwendige Anpassungen weiterer Regelungen, insbesondere im SGB XII und SGB V vom Entwurf außen vor gelassen werden". Lesen Sie die gesamte Stellungnahme online nach.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat mit 78 Seiten eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, Vorschläge zur Veränderung des Gesetzentwurfes sind auf 18 weiteren Seiten angefügt.

Die Landesverbände Schleswig-Holsteins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) äußerten sich im Rahmen ihrer Kooperationsvereinbarung ebenfalls zum PSG II. "Der Fachkräftemangel und die aktuellen Weichenstellung in der Pflege, insbesondere das geplanten Inkrafttreten der zweiten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes mit der Einführung eines neuen Pflegebegriffs, stellen uns vor große Herausforderungen", erklärte Wolfgang Baasch, Mitglied des Landesvorstandes der SPD und Vorsitzender der AWO Schleswig-Holsteins. Es müssten die tatsächlichen Pflegebedarfe der Menschen fachlich fundiert erfasst werden, um eine mögliche Schlechterstellung der Pflegebedürftigen bei der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes unter allen Umständen zu vermeiden. Mit dem PSG II will die Bundesregierung sowohl einen neuen Begriff auf den Weg bringen als auch die dazugehörigen Instrumente bis spätestens 2017 umgesetzt haben. "Dabei muss aber auch eine langfristige Absicherung der Menschen, durch eine Dynamisierung der Leistungen umfassend berücksichtigt werden", forderte Wolfgang Schneider vom SoVD. "Es ist wichtig sicherzustellen, dass Menschen nicht erneut auf Leistungen der Sozialhilfe zurückgreifen müssen, wenn Sie einen Pflegebedarf haben. Pflege darf nicht zu Armut führen." Wolfgang Baasch fordert in dem Zusammenhang auch für die Pflege die Bürgerversicherung, welche zuletzt am 3.7.15 im Bundestag diskutiert wurde.

Der Paritätische begrüßt das Vorantreiben des Prinzipes ambulant vor stationär, zeigt sich jedoch auch besorgt, dass einzelne zu Pflegende schlechter gestellt werden könnten. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme und weitere Forderungen des Wohlfahrtverbandes.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert in ihrer Stellungnahme z.B. die Vermeidung neuer Gerechtigkeitslücken und die Gleichstellung Sterbender in stationären Pflegeeinrichtungen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lobt ebenfalls den Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment. Dadurch sollen kognitiv eingeschränkte Menschen einen leichteren Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung bekommen. Der DGB weist aber darauf hin, dass die Reform nur ein Erfolg werden kann, wenn die Leistungen mit ausreichend Personal hinterlegt werden. Sie können die Beurteilungen des DGB im Detail nachlesen.

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Die diesjährige Jahresfachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) wird am 23. und 24. November in Berlin stattfinden. Sie trägt den Titel "Chancen und Herausforderungen für eine gerechte Generationenpolitik und das bürgerschaftliche Engagement – Seniorenbüros gestalten die Zukunft mit". Lesen Sie hier auch etwas über die Arbeit und Erreichbarkeit der Seniorenbüros.

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Nähere Informationen zu der Fachtagung werden noch auf der Homepage der BaS hochgeladen.

Bei der Fachtagung soll auch das 20jährige Bestehen der BaS und die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements Älterer in den vergangenen zwei Jahrzehnten gewürdigt werden. Zu diesem Anlass hat die BaS eine Broschüre herausgegeben. In ihr wird auch gezeigt, in welchen Regionen Seniorenbüros noch nicht oder wenig vertreten sind. Schleswig Holstein kann mit nur drei Seniorenbüros bei insgesamt mehr als 300 bundesweit als so eine Region gesehen werden. Über die Möglichkeiten und Bedingungen für eine Mitgliedschaft in dem Netzwerk gibt ein Flyer der BaS Hinweise.

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Mit europäischen NetzwerkpartnerInnen führt HelpAge Deutschland ein Projekt durch, das die EU-Entwicklungspolitik beeinflussen soll. Dabei steht das Thema "Alter und Entwicklung" im Fokus. Dazu fördert das Projekt die Sensibilität der verschiedenen nationalen Akteure.

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Um dies zu erreichen, werden u.a. Workshops und Treffen organisiert sowie Positionspapiere zu verschiedenen Themen publiziert. Auf europäischen Veranstaltungen, wie im Rahmen des europäischen Jahres für Entwicklung, stellt das HelpAge-Netzwerk neue Erkenntnisse und Trends vor.

Auf den Seiten von HelpAge können im Rahmen des Projektes veröffentlichte Publikationen heruntergeladen werden:

Mit den demografischen Entwicklungen Schritt halten: Forderungen an die Entwicklungspolitik der Europäischen Union – Positionspapier

Keeping pace with demographic change : Guidance on ageing for EU development policy

The EU’s role in achieving sustainable development for people of all ages, HelpAge EU network, European Year for Development 2015 : Call for Action

HelpAge EU network contribution to the EU Gender Action Plan II consultation

Women’s Economic Empoverment and Sustainable Development, Key messages on ageing and older women from the HelpAge EU network

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Die Landesverbände Schleswig-Holsteins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) stellen die gemeinsame Jahreskampagne vor. Es wurde auch mit VertreterInnen aus Politik, Zivilgesellschaft, Pflegewissenschaft und Wohnungsbaugesellschaften über die Möglichkeiten des selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Pflegebedarf diskutiert.

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"Als Wohlfahrtsverbände verstehen wir uns als Anwälte von Menschen in schwierigen Lebenslagen", erklärten der AWO-Landesvorsitzende Wolfgang Baasch und der SoVD-Landesvorsitzende Wolfgang Schneider bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. "Deshalb ist es unser gemeinsamer Anspruch, fortwährend politische Positionen in die Gesellschaft zu tragen, aber auch konkrete Hilfsangebote zu machen." Die konkreten Hilfsangebote finden sich als Beratungsstellen der AWO und des SoVD, welche sich den Themengebieten Schulden, Pflege und Sozialrecht widmen.

"Der Fachkräftemangel und die aktuellen Weichenstellung in der Pflege, insbesondere das geplanten Inkrafttreten der zweiten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes mit der Einführung eines neuen Pflegebegriffs, stellen uns vor große Herausforderungen", erklärte Wolfgang Baasch. Deshalb fordern AWO und SoVD die Gesellschaft und Politik mit der Kampagne dazu auf, sich gemeinsam mit den Verbänden vor allem für drei Themen stark zu machen. Diese drei Themen beinhalten erstens einen Branchentarifvertrag Soziales, in dem Löhne und Arbeitsbedingungen die Bedeutung des Pflegebereichs widerspiegeln; zweitens die fachlich fundierte Erfassung der tatsächlichen Pflegebedarfe der Menschen; drittens die Ausgestaltung der Pflegeversicherung als Bürgerversicherung. Um diese Themen von der Politik in die Bevölkerung zu tragen, ist im Rahmen der Kampagne ab dem Frühjahr 2016 ein intensiver Bürgerdialog geplant.

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Der Demografie Exzellenz Award wird Unternehmen, Körperschaften und anderen Organisationen aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung verliehen, welche hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der demografieorientierten Unternehmenspolitik erbracht haben. Bis zum 31.08.15 ist eine Bewerbung möglich.

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Gesucht werden abgeschlossene oder sich in der Realisierung befindliche Demografieprojekte aus den Bereichen Personal, Produkte und Dienstleistungen mit Vorbild-Charakter. Durch die Verleihung des Awards sollen die betrieblichen Auswirkungen des demografischen Wandels betont werden.

Auf der Homepage finden Sie die Teilnahmebedingungen, Hinweise zur Anmeldung und ein Anmeldeformular, um einen Vorschlag einzureichen.

Dort können Sie sich auch über die Geschichte des Preises sowie bisherige Preisträger informieren.

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