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Am 24. Juni 2022  ist es wieder so weit, der dritte bundesweite Digitaltag findet statt. Digitalisierung lebe vom Mitmachen, daher rufen die Veranstalter*innen dazu auf, selbst Aktionen für den Tag einzubringen.

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Zum dritten Mal organisiert die Initiative „Digital für alle“ einen Digitaltag, der digitale Teilhabe in der Gesellschaft fördern soll. Angesetzt ist dieser für den 24. Juni 2022. Das organisierende Bündnis besteht aus mehr als 25 Organisationen, darunter auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO).

„Digitalisierung lebt vom Mitmachen. Deshalb steht der Digitaltag allen offen“, heißt es auf der Internetseite des Digitaltags. In diesem Sinne rufen die Veranstalter*innen dazu auf, eigene Workshops, Beratungsangebote, Tage der offenen Tür oder ähnliche Aktionsformen im Rahmen des Digitaltags anzubieten. Aktionen können entweder an einem Ort in Präsenz (im gesamten Bundesgebiet) oder online stattfinden. Ein Anmeldeformular finden Sie über diesen Link. Dort können auch für Veranstaltungen und Angebote auch bestimmte Zielgruppen (z.B. „Ältere Menschen“) angegeben werden.

Die Nutzungsbedingungen mit einer Beschreibung, welche Aktionsformen zulässig sind, finden Sie hier. Zu einem kurzen Bericht über den vergangenen Digitaltag 2021 gelangen Sie über diesen Link.

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Die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS e.V.) hatte vergangenes Jahr hunderte schwule, bi- und pansexuelle Männer zu Veränderung ihres Sexuallebens im Alter und durch die Coronapandemie befragt. In einem Positionspapier geht es unter Einbeziehung erster Befragungsergebnisse um sexuelle Selbstbestimmung schwuler Männer im Alter.

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Auch BISS war Teil des 13. Deutschen Seniorentags im November vergangenen Jahres. Mit dem Online-Workshop „Let’s talk about Sex!“ ging es der Interessenvertretung darum, neue Aufmerksamkeit für das Thema sexueller Selbstbestimmung im Alter zu schaffen. Vorgestellt wurde in dem Rahmen auch das Positionspapier „Schwule Sexualität im Alter – ‚Wir sind als Alte auch sexuelle Wesen‘“.

„Sexualität und sexuelle Identität sind Bestandteil jeder Persönlichkeit. Jeder Mensch hat ein Recht auf die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse bei gegenseitigem Einverständnis“, heißt es darin. Daher müsse Sexualität im Alter enttabuisiert werden und sollten entsprechend auch Aufgabe der Angebotspolitik in der Alten- und Selbsthilfe sein.

Insbesondere bei älteren Schwulen spiele die durch Verfolgung und Stigmatisierung geprägte Lebensbiografie eine große Rolle im Hinblick auf die eigene Sexualität. Neben der erlebten strafrechtlichen Verfolgung (u.a. aufgrund des § 175 StGB) gehöre auch die AIDS-Krise der 80er und 90er Jahren und gesellschaftliche Vorurteile zum kollektiven Erleben dieser Menschen.

Vom Juli bis Oktober 2021 hat BISS eine Online-Befragung mit insgesamt 572 schwulen, bi- und pansexuellen Männern zu ihrem Sexualleben im Alter durchgeführt. Die Befragung habe gezeigt: „Schwule ältere Männer wollen Akzeptanz, um sich in Angebote des Mainstreams integrieren zu können – sie benötigen für (Gesundheits-)Fragen, die ihre sexuelle Identität betreffen, aber auch eigene Strukturen und Angebote.“

Das 8-seitige Positionspapier steht hier zum Download zur Verfügung.

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Am 31. März und 1. April 2022 findet wieder die jährliche Frühjahrsakademie des Forum Seniorenarbeit NRW statt. Die zweitägige Online-Veranstaltung soll haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der gemeinwesenorientierten Senior*innenarbeit eine Plattform zum Austausch mit Schwerpunkt auf den Aufbau digitaler Strukturen geben.

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Ursprünglich war die Frühjahrsakademie als Präsenzveranstaltung in Münster geplant, nun wird sie pandemiebedingt wieder online stattfinden müssen. Das Forum Seniorenarbeit NRW schreibt dazu auf der eigenen Internetseite: „Im letzten Jahr wurde die zweitägige Veranstaltung bereits digital durchgeführt und von den Teilnehmer*innen positiv bewertet, sodass wir hoffen, dass auch die diesjährige digitale Frühjahrsakademie eine etwas andere, aber erfolgreiche Veranstaltung wird.“

Die zweitägige Veranstaltung findet dieses Jahr unter dem Titel „Erfahrungen beim Aufbau digitaler Strukturen für ältere Menschen – Welche Formate sind zukunftsfähig und was braucht es?“ statt. Dabei sind eine Reihe von Workshops und Inputs geplant. Vorgestellt werden soll beispielsweise das Seniorennetzwerk „Wir sind Haan“, welches digitale Lern-Tüten und Digitaltandems eingesetzt hat. Ein anderer Workshop ist von dem Forum Seniorenarbeit NRW geplant, die ein eigenes Schulungskonzept entwickelt haben.

Die Frühjahrsakademie insgesamt soll eine Plattform bieten, sich über den Aufbau digitaler Strukturen austauschen zu können. „Ziel ist es, Erlebnisse, gesammelte Erfahrungen und bereits umgesetzte (Projekt-)Ideen weiterzuentwickeln, sodass gemeinsam Einsatzmöglichkeiten und Umsetzungsideen erarbeitet werden, wie Digitalisierung zukünftig auch in der Senior*innenarbeit eine Rolle spielen kann und welche Voraussetzungen es dafür braucht.“

Das Programmheft wird derzeit noch überarbeitet und an die digitale Veranstaltungsform angepasst. Einen Einblick in die geplanten Angebote erlangen Sie dort bereits jetzt. Auf dem laufenden bleiben Sie über die Internetseite des Forum Seniorenarbeit NRW, dort finden Sie auch weiterführende Informationen zur Teilnahme.

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Ab Oktober 2022 will das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) wieder ein Bundesprogramm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) starten, das die Teilhabe älterer Menschen stärken und Einsamkeit sowie sozialer Isolation entgegenwirken soll.

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Der neue Förderzeitraum des ESF-Programms „Stärkung der Teilhabe älterer Menschen – gegen Einsamkeit und soziale Isolation“ soll bis zum September 2027 laufen. Das derzeit noch laufende Vorläufer-Programm war im Oktober 2020 gestartet und läuft im September dieses Jahres aus.

Auch, wenn die Förderung mit größerem Umfang noch in der Planung ist, sind einige Eckpunkte bereits bekannt. Zielgruppe des Förderprogramms sollen demnach Menschen über 60 Jahre sein. Als Gesamtausgaben werden pro Jahr und Vorhaben 150.000 Euro angegeben. Antragsberechtigt sind neben Gemeinden, Landkreisen und kreisfreien Städten sowie Bezirke in einem Stadtstaat auch gemeinnützige freie Träger und gemeinnützige Träger der freien Wohlfahrtspflege.

Am 1. Februar 2022 hat bereits eine Informationsveranstaltung gegeben, in der online Eckpunkte des Programms vorgestellt worden sind. Mehr zum neuen Förderprogramm finden Sie hier. Für den gerade laufenden Förderzeitraum hat das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben im Januar 2022 einen Monitoring-Bericht herausgegeben.

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Sogenannte Smart-Home-Technologien könnten den Alltag von Senior*innen erleichtern. So können beispielsweise die Steuerung des Lichts oder einiger Haushaltsgeräte per Stimmbefehl ein selbstbestimmteres Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Der Digitalverband Bitkom hat dafür einen Leitfaden veröffentlicht, der in Smart-Home-Lösungen einführt.

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„In einer älter werdenden Gesellschaft, die vor wachsenden Herausforderungen steht, müssen wir die Chancen der Digitalisierung mutig ergreifen“, schreibt der Digitalverband Bitkom einleitend in dem aktuellen Leitfaden „Digitale Lösungen für das Wohnen im Alter“. „Bisher ist die Digitalisierung im häuslichen Sektor bei älteren Menschen kaum angekommen, obwohl Smart-Home-Lösungen gerade diese Altersgruppe unterstützen“, heißt es darin weiter.

Smart-Home-Systeme könnten dazu Beiträgen, dass Senior*innen länger und selbstbestimmter in der eigenen Häuslichkeit leben könnten und erst später – oder sogar gar nicht – in eine Pflegeeinrichtung ziehen müssten. Der Wegzug aus der vertrauten Umgebung werde oft als belastend empfunden.

Unter Smart-Home-Geräten werden beispielsweise Staubsauger- oder Rasenmäher-Roboter, Sprachassistenzsysteme oder sogenannte „intelligente Beleuchtungssysteme“, die sich beispielsweise durch Sensoren an- und ausschalten lassen. In dem Bitkom-Leitfaden werden entsprechende Systeme in Form eines Überblicks vorgestellt.

Die rund 20-seitige Broschüre enthält darüber hinaus jedoch auch Vorschläge für politische Maßnahmen. Um digitale Lösungen für das Wohnen im Alter umsetzen zu können, sei beispielsweise der flächendeckende Breitband-Ausbau eine wesentliche Grundvoraussetzung. Auch bei der Finanzierung müsse sich einiges ändern: „Mehr digitale Lösungen müssen seitens der Pflegekassen als Hilfsmittel anerkannt und finanziert werden“, fordert der Digitalverband.

Der Einsatz von Sprachassistenten könnte neben Erleichterungen beim Wohnen im Alter auch eine positive Rolle beim Thema Alterseinsamkeit spielen. Dazu finden Sie einen Beitrag unter diesem Link.

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2002 wurde der Zweite Weltaltenplan der Vereinten Nationen (UN) verabschiedet. Alle fünf Jahre gibt es einen Bericht zur Bewertung des Umsetzungsstandes, bei dem sich neben der Bundesregierung auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) beteiligt. Ende des vergangenen Jahres hat die BAGSO ihre Bewertung in Form einer Stellungnahme veröffentlicht.

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Zur Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans, der in Madrid verabschiedet wurde und in diesem Jahr zwanzigjähriges Jubiläum feiert, gibt es einen Nationalen Bericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über die Umsetzung und Situation in Deutschland. Die BAGSO hat mit einer eigenen Stellungnahme Ende des vergangenen Jahres die Sichtweise der Zivilgesellschaft ergänzt.

Einer der größten Erfolge der Seniorenpolitik der letzten zwanzig Jahre in Deutschland im Hinblick auf die Würdigung des Potentials älterer Menschen sei laut dem Bericht der Bundesregierung die nachhaltige Förderung von Mehrgenerationenhäusern. Bundesweit gebe es mittlerweile rund 530 solcher „Begegnungsorte und Anlaufstellen mit niedrigschwelligen und wohnortnahen Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangeboten, die allen Menschen offenstehen und soziale Teilhabe sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zwischen Generationen und Kulturen fördern.“

Für die Verlängerung des Arbeitslebens und der Arbeitsfähigkeit verbucht die Bundesregierung die Einführung des Pflegezeitgesetzes (PflegeZG) und des Familienpflegezeitgesetzes (FPfZG) als wichtigsten Erfolg. Bei der Sicherstellung der Würde und Selbstbestimmung im Alter hebt der Bericht zudem die Erstellung der „Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen“ als größten Erfolg der letzten 20 Jahre hervor.

Ergänzend zu dem Nationalen Bericht hat die BAGSO als größter Dachverband der Seniorenorganisation ihre Mitgliedsverbände zum Umsetzungsstand befragt und die wichtigsten Erkenntnisse in einer 16-seitigen Stellungnahme aus Sicht der Zivilgesellschaft zusammengetragen. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft spricht von generellen Erfolgen, so seien die Bedingungen für das Älterwerden seit dem letzten Bericht 2017 z. B. im Hinblick auf gesundheitliche Prävention besser geworden. Auch seien differenziertere Altersbilder in den vergangenen Jahren zunehmend wahrgenommen worden. Allerdings gebe es auch noch reichlich Handlungsbedarf. Beispielsweise bei der Sicherung der Rechte auf gesellschaftliche und politische Teilhabe oder soziale Sicherheit im Alter. Konkrete fordert der Dachverband im Bericht:

  • Zugänge zu digitalen Medien und das Recht auf analoge Zugänge,
  • Pflege, inkl. der Hospiz- und Palliativpflege, auch im häuslichen Bereich,
  • Daseinsvorsorge in den Kommunen, auch im ländlichen Raum, und integrierte Quartiersentwicklung sowie
  • Barrierefreiheit, auch in Bezug auf die Mobilität Älterer.

Die Aspekte werden in dem Dokument jeweils weiter erläutert.


Linksammlung zu den Berichten:

Madrid international plan on action and ageing (Weltaltenplan, englisch): political-declaration-en.pdf (un.org)

Nationaler Bericht der Bundesregierung: Nationaler Bericht Bundesrepublik Deutschland (bmfsfj.de)

BAGSO-Stellungnahme: Eine Bewertung der Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans in Deutschland aus Sicht der Zivilgesellschaft (BAGSO)

Über die Bedeutung des Zweiten Weltaltenplans für die Altenpolitik hat die BAGSO 2019 eine eigenständige Broschüre herausgegeben, die sie hier finden: Eine Gesellschaft für alle Lebensalter – Der Zweite Weltaltenplan der Vereinten Nationen und seine Bedeutung für die Altenpolitik (bmfsfj.de).

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Im Sommer 2020 kam die erste Folge des Podcast „KnowlAGE“ heraus. Mittlerweile gibt es zwölf Folgen, in der letzten war Dr. Heidrun Mollenkopf zu Gast. Sie ist Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) und spricht im Interview über die „Lobby für das Alter“.

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„Brauchen ältere Menschen eine politische Interessenvertretung? Wie kann diese organisiert werden und welche Themen sind mit Blick auf eine Gesellschaft des langen Lebens von Belang?“, wird die mittlerweile zwölfte Folge des KnowlAGE-Podcast auf der Internetseite zur Sendung beschrieben. Im Podcast der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) werden „Einblicke in die Vielfalt gerontologischer Handlungsfelder in Forschung, Wissenschaft und Praxis“ gegeben.

Die zwölfte Folge befasst sich mit dem bundesweit größten Dachverband für Seniorenorganisation – der BAGSO – und trägt den Titel „Eine Lobby für das Alter?“. Zur Entstehungsgeschichte der 1989 gegründeten BAGSO, für die sie seit 2014 im Vorstand sitzt, beschreibt Heidrun Mollenkopf, dass seniorenpolitische Themen an Gewicht gewonnen hätten, was auch mit der Bewusstwerdung des demografischen Wandels zusammengehangen habe. Auf der anderen Seite habe sich auch das Bild vom Alter verändert: „Bis dahin war der Blick aufs Alter: alt, arm, gebrechlich, einsam. Und das hat sich verändert im Hinblick auf mehr aktives Altern, die Vielfalt des Alters und damit auch ein breiteres Spektrum an Interessen, an Bedürfnissen“. Damit sei auch die Anzahl der Organisationen gestiegen, die dort vertreten wollten. Das Bedürfnis der Politik sei es dann gewesen, „einen Ansprechpartner zu haben, der möglichst viele vertritt und nicht – wenn es um bestimmte neue Gesetze oder neue auftretende Probleme geht – dann mit 20 unterschiedlichen Verbänden verhandeln zu müssen.“

Die BAGSO mischt sich immer wieder in aktuelle politische Debatten ein, insbesondere durch Positionspapiere zu gewählten Themen. „Gerade am Beispiel Corona-Pandemie haben wir immer wieder Stellungnahmen abgegeben, wenn Probleme in den Pflegeeinrichtungen auftauchten“, erklärt das BAGSO-Vorstandsmitglied. Auch auf diesem Portal haben wir darüber berichtet (z.B. über die Warnung vor erneuten Besuchseinschränkungen im September).

Weitere Einblicke werden durch Mollenkopf in der halbstündigen Sendung gegeben. In der Ankündigung zur Folge schreiben die Autor*innen: „Wir sprechen darüber, warum diese Form der Interessenvertretung relevant ist, wer darin wirkt und welche Themen wo verhandelt werden. Was es unter anderem mit einer möglichen UN-Konvention für die Rechte älterer Menschen auf sich hat, erfahrt ihr beim Hören.“

Der Podcast ist neben der eigenen Internetseite auch beim Dienst Spotify zu hören. Weitere Themen vergangener Folgen sind beispielsweise Mediennutzung im Alter, Altersbilder oder Unterstützung für Menschen mit Demenz.

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Die neue Bundesregierung aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP setzt zum ersten Mal einen Queer-Beauftragten ein. Der Grünen-Abgeordnete Sven Lehmann ist parlamentarischer Staatssekretär in dem neu geschaffenen Amt.

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„Das neu geschaffene Amt des Queer-Beauftragten zeigt, wie wichtig der Bundesregierung die Akzeptanz von Vielfalt ist“, so der neue Queer-Beauftragte der Bundesregierung Sven Lehmann in einer Pressemitteilung. Als Parlamentarischer Staatssekretär wird der seit 2017 dem Bundestag angehörende Abgeordnete im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) künftig schwerpunktmäßig zu Queer-Themen arbeiten. „Queer“ wird häufig als Sammelbegriff für Lesben, Schwule, Bisexuelle und für trans- und intergeschlechtliche Menschen benutzt, umschreibt aber auch eine Identität außerhalb des „Mann und Frau“-Schemas bzw. eine Haltung gegen diese Heteronormativität.

Fraglich ist allerdings, inwieweit sich die Situation von Queer-Personen im Laufe der Legislaturperiode wirklich verbessern wird. Allein die Schaffung eines neuen Amtes wird dazu wohl kaum ausreichen. Konkret wolle sich Lehmann daher unter anderem dafür einsetzen, dass der Schutz von Menschen aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität ins Grundgesetz aufgenommen wird. Dazu ergänzt er im ZDF-Morgenmagazin, dass Homosexuelle zu der letzten im Faschismus verfolgten Gruppe gehörten, die noch keinen eigenen Schutzstatus im Grundgesetz hätten.

In dem Interview kritisiert er außerdem das sogenannte „Transsexuellengesetz“, welches abgeschafft werden müsse. Es handele sich dabei um „Fremdbestimmung“. Insgesamt brauche es in Deutschland „einen nationalen Aktionsplan für die Akzeptanz und den Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“, den Sven Lehmann zusammen mit dem Bundesfamilienministerium auf den Weg bringen will. „Deutschland soll zum Vorreiter beim Kampf gegen Diskriminierung werden“, so der Staatssekretär in der Pressemitteilung.

Lehmann ist seit 1999 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen, zwischen 2018 und 2021 war er Queer- und sozialpolitischer Sprecher seiner Fraktion. „Jeder Mensch soll frei, sicher und gleichberechtigt leben können. Die neue Bundesregierung wird ausgehend vom Leitgedanken der Selbstbestimmung eine progressive Queerpolitik betreiben und auch die Familienpolitik an der gesellschaftlichen Realität unterschiedlicher Familienformen ausrichten“, verspricht der Queer-Beauftragte für die kommenden Jahre.

Weitere Beiträge, die sich mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt beschäftigen, finden Sie auch auf unserem Portal echte-vielfalt.de.

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Im Februar veranstaltet das Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und Inklusion (kubia) einen Online-Workshop zum Thema kultureller Bildungsarbeit in Kommunen. Was es für die Implementierung von kulturgeragogischer Angebote in Kommunen braucht, soll am Beispiel der Stadt Oldenburg untersucht werden.

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„Kulturelle Bildung ist auch im Alter ein Grundrecht. In den meisten Städten und Kommunen ist sie jedoch für Kinder und Jugendliche sowohl qualitativ als auch quantitativ weitaus besser aufgestellt als die Kulturelle Bildung mit Älteren“, heißt es zu dem Workshop in der Veranstaltungsbeschreibung. Der Workshop ist kostenfrei und findet am 16. Februar von 9:00 bis 12:20 Uhr statt. Er richtet insbesondere an Akteurinnen und Akteure in Kulturbüros oder Kulturämtern, die „Wege suchen, Kulturgeragogik mit Älteren zu befördern, weiter zu entwickeln und sie zu einem festen Bestandteil der Kulturarbeit in ihrer Kommune zu machen.“

Schon seit längerem verfolge das Kulturbüro Oldenburg die Etablierung kulturgeragogischer Angebote. So habe es beispielsweise mit Balkon- und Hofkonzerten während der Corona-Pandemie Formate gegeben, die sich verfestigen lassen würden. Am Oldenburger Beispiel soll untersucht werden, was es für eine kommunale kulturelle Bildung Älterer benötigt. In Kleingruppen werden die Teilnehmenden dann auf mögliche Anknüpfungspunkte in ihren Kommunen blicken.

Referentin ist die Kulturgeragogin Christiane Maaß, die im Oldenburger Kulturbüro für Kulturelle Bildung und Teilhabe zuständig ist. Anmeldefrist ist der 07.02.2022.

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Im Rahmen der Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+) wurden über 10.000 Personen über 80 Jahren schriftlich zu ihrer Situation und Lebenslage befragt. Die Ergebnisse werden nach und nach in thematischen Kurzberichten aufbereitet veröffentlicht, im nun erschienen dritten Bericht geht es um die Gesundheit im hohen Alter.

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„Erkrankungen, Pflegebedürftigkeit und subjektive Gesundheit im hohen Alter“ heißt der etwa 20-seitige Kurzbericht, der im Januar veröffentlicht wurde. Er ist der dritte dieser Art. Der erste Bericht ist im November 2021 erschienen. Er hatte die wahrgenommenen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Wohlbefinden im hohen Alter zum Thema. Der ebenfalls noch Ende letzten Jahres veröffentlichte zweite Kurzbericht hat sich mit dem Einkommen im Alter auseinandergesetzt.

Laut der Studie hätten die meisten Menschen in der Altersgruppe mindestens eine Erkrankung – im Durchschnitt hätten die repräsentativ befragten 80-Jährigen und Älteren angegeben, 4,7 Erkrankungen zu haben. Erwartungsgemäß steige die Anzahl der Erkrankungen mit dem fortschreitenden Alter. So berichte die Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen weniger häufig von Krankheiten als die Älteren. Ähnlich verhalte es sich mit dem Pflegebedarf. Fast zwei Drittel der Befragten hätten keinen Pflegebedarf, erst in der ältesten Population von 90 Jahren und älter überwiege die Pflegebedürftigkeit.

Frauen berichteten mehr von Erkrankungen als Männer ihrer Altersgruppe. Interessant ist darüber hinaus auch der Zusammenhang zum Bildungsstand. Hochaltrige mit höheren Bildungsabschlüssen hätten weniger Erkrankungen als jene mit niedrigerer Bildung.

Allerdings: Trotz durchschnittlich mehrfacher Erkrankungen bewerte die Mehrheit der Hochaltrigen ihre Gesundheit als „eher gut“ oder sogar „sehr gut“. Darüber hinaus sei ebenfalls die Mehrheit der befragten Altersgruppe trotz gesundheitlicher Probleme mit ihrem Leben zufrieden und geben laut Studie an, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben. Auffällig ist hierbei allerdings, dass hochaltrige Heimbewohner*innen deutlich häufiger eine niedrigerer Lebensqualität angeben würden als Gleichaltrige in Privathaushalten.

Die Hochaltrigkeitsstudie D80+ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) über einen dreijährigen Zeitraum gefördert und vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) und dem Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health (ceres) durchgeführt. Ausgangspunkt der Studie ist unter anderem die Feststellung, dass es bislang kaum Erkenntnisse über das hohe Alter in Deutschland gegeben habe – und das vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft. „Eine gute Datenlage ist jedoch notwendig“, heißt es auf der Internetseite von ceres. „Zum einen, um den besonderen Unterstützungsbedarfen im hohen Alter zukünftig besser gerecht werden zu können. Zum anderen, um Lösungsansätze für sozialpolitische Herausforderungen wie der sozialen Sicherung im Alter sowie im Hinblick auf eine Generationengerechtigkeit entwickeln zu können.“

Die Berichte können Sie hier herunterladen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Hintergrund der Studie D80+.

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