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Unterstützung

Die Zeitschrift "informationsdienst  altersfragen" hat in der aktuellen Ausgabe das freiwillige Engagement im Gesundheits- und Pflegebereich im Fokus. Es wird über soziale Begleitung älterer Menschen nach Krankenhausaufenthalten, das Projekt für Pflege, Engagement und Qualifizierung sowie ehrenamtliche LotsInnen auf kommunaler Ebene berichtet.

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Im ersten Beitrag thematisieren Mirjam Philippi, Christiane Luderer und Thomas Altenhöner die ehrenamtliche Begleitung von Menschen, die nach einem Krankenhausaufenthalt nicht genügend soziale Unterstützung erfahren. Dazu wird eine Evaluation des das Projektes Poststationäre Laienunterstützung (+P) vorgestellt.

Das Schulungskonzept "Projekt für Pflege, Engagement und Qualifizierung" (PEQ) stellen Julia Schlicht und Eva Gehltomhol vor. Es befindet sich in Trägerschaft des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge.

Ein Beratungsangebot für Demenzerkankte in einer Kommune, genauer die ehrenamtlichen DemenzlotsInnen der Stadt Jülich, beschreibt Beatrix Lenzen im dritten Kapitel der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift. Mit dem Angebot sollen Demenzdiagnostizierte und ihre Angehörigen kostenfreie, neutrale und niedrigschwellige Beratung erhalten und bei der Suche von Hilfs- und Entlastungsangeboten zu unterstützt werden.

Alle drei Artikel können Sie online nachlesen.

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In der Fortbildung des Kompetenzzentrums Demenz "Richtig ist, wenn die Richtung stimmt - Erfahrungen mit integrativen und segregativen Ansätzen in der Betreuung von Menschen mit Demenz" werden unterschiedliche Wohnkonzepte vorgestellt.

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Dabei geht es nicht nur um die relativ jungen Ideen von sogenannten Demenzdörfern, sondern vor allem um die Gestaltung des ganz normalen Wohnens und Betreuens in Einrichtungen. Gemeinsam wird sich z.B. folgenden Fragen angenähert: Kann gute Betreuung und Förderung eher gelingen, wenn Menschen mit Demenz in gesonderte Gruppen zusammengefasst und die Umgebung an ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse angepasst werden? Ist es für kognitiv nicht beeinträchtigte Bewohner eine Zumutung, den oftmals schwierigen Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz täglich ausgesetzt zu sein? Oder ist es eher ein beruhigendes Gefühl, noch im fitten Zustand wissen zu dürfen, ich gehöre auch mit einer Demenz noch dazu, mein Verhalten wird toleriert und ich werde, wo möglich unterstützt? Was bedarf es jeweils, um die unterschiedlichen Ansätze gelingend auszugestalten?

Die Veranstaltung wird von der Dipl. Psychologe Martin Hamborg durchgeführt.

Wann: 24.02.16, 14:00-17:30

Wo: Stadtteilcafé Kieler Servicehäuser der AWO, Vaasastr. 2a in Kiel

Kosten: 55 Euro, für ehrenamtlich Tätige 30 Euro. Pausengetränke sind enthalten.

Eine verbindliche Anmeldung über das Kompetenzzentrum Demenz, Alter Kirchenweg 33-41, 22844 Norderstedt, Tel. 040/609 26 420, Fax 040/308 57 986 oder E-Mail info@demenz-sh.de ist notwendig.

Online finden Sie das gesamte Fortbildungsprogramm des Kompetenzzentrums sowie weitere Termine in ganz Schleswig-Holstein.

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Die Broschüre der deutschen Alzheimer Gesellschaft "Ben Ne Yapabilirim?" wendet sich an türkischsprachige Menschen, die am Anfang einer Demenz stehen oder befürchten, davon betroffen zu sein. Es wird über die Diagnose und Hilfestellungen im Alltag informiert.

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Es wird auch empfohlen, eine ÄrztIn aufzusuchen, um Klarheit zu erhalten. Bei der Erstellung der Broschüre flossen Erfahrungen von Menschen mit einer Demenzdiagnose ein. Es werden weiterhin Themen wie die Behandlung mit und ohne Medikamente, die Gestaltung des Alltags, Vorsorge für die Zukunft und finanzielle Fragen behandelt.

Schließlich werden nützliche Adressen und Lektürehinweise gegeben sowie eine Karte im Scheckkartenformat: "Ich habe Demenz. Bitte haben Sie etwas Geduld. Danke."

Die türkischsprachige Broschüre kann online heruntergeladen werden oder kostenfrei in Papierform bestellt werden. Das deutschsprachige Pendant ist ebenfalls erhältlich.

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In einem früheren Beitrag konnten Sie sich bereits über den Stand der Pflegekammern in den nördlichen Bundesländern informieren. In Mecklenburg-Vorpommern lag ein Bericht über die Befragung von Pflegekräften einige Zeit zur Prüfung beim Auftraggeber, also dem Landesministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales. Im Dezember wurde der Bericht veröffentlicht, mit einem deutlichen Ergebnis in Sachen Pflegekammer.

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In der politischen Debatte wurde der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns vorgeworfen, die Ergebnisse des Berichtes zurückzuhalten, um weiter die Entwicklungen in anderen Bundesländern beobachten zu können. Denn eine Initialisierung von Pflegekammern wurde bisher immer von der Zustimmung der in ihr zu organisierenden Pflegekräfte abhängig gemacht. Noch Anfang Oktober wurden Fragen nach bereits vorliegenden Ergebnissen ausweichend beantwortet.

Argumente für die Pflegekammer lassen sich im Kontext des Pflegenotstandes nachvollziehen. Pflegekräften sind unzureichend in Gewerkschaften organisiert, ihre Interessen werden also auch nicht angemessen vertreten. Die Wohlfahrtsverbände stehen häufig eher für die Arbeitgeberseite, Betriebsräte fehlen vor allem bei kirchlichen Trägern, im Ergebnis streiken Pflegende selten. Zu verbessern gäbe es einiges im Pflegeberuf: Entlohnung, Arbeitsbedingungen und Ausbildungsbedingungen (inklusive der fehlenden Akademisierung) sind nur drei Beispiele. Pflegekammern sollen als echte Interessenvertreter für Pflegekräfte fungieren. Kritisiert wird, dass die Arbeit der Pflegekammern durch ihre Mitglieder finanziert werden soll, bei einer großen Zahl von Mitgliedern soll dieser Betrag aber klein gehalten werden.

Der am 2. Dezember veröffentlichte Bericht des Zentrums für Sozialforschung aus Halle liefert deutliche Ergebnisse für Mecklenburg-Vorpommern: 73 % der befragten Pflegekräfte befürworten die Einführung von Pflegekammern, nur 15,6 % lehnen diese ab. Der zentrale Kritikpunkt - die Fianzierung durch die Mitglieder - wurde nur von den BefürworterInnen beantwortet. Von diesen sind 61,6 % bereit, Beiträge zu entrichten, nur 10,1 % sind nicht dazu bereit.

Der Bericht liefert auch zur Situation der Pflegekräfte Informationen und Handlungsempfehlungen, die aus Befragungen von ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen und ExpertInnen resultieren. Den gesamten Bericht können Sie online nachlesen.

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Die Fortbildung des Kompetenzzentrums Demenz soll die Erfahrungen der mit Demenz diagnostizierten Menschen nachfühlbar machen. Eine eigene positive Haltung und ein zielführendes Handlungsrepertoire für die Begleitung könne nur dann entwickelt werden, wenn es gelingt, sich in deren Welt und Erlebensweise einzufühlen.

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Die Fortbildung richtet sich an alle, die schon ein wenig Erfahrung mit dem Krankheitsbild besitzen und offen für eine tiefere Auseinandersetzung damit sind. Allerdings sollte man der Selbsterfahrungsmethode offen gegenüberstehen. Die Veranstaltung wird von der Dipl. Sozialpädagogin Ines Hundsdörfer durchgeführt.

Wann: 28.01.16, 10:30-16:30

Wo: Martinshaus des Diakonischen Werkes Schleswig Holstein, Kanalufer 48 in Rendsburg

Kosten: 80 Euro, für ehrenamtlich Tätige 40 Euro. Mittagsimbiss und Pausengetränke sind enthalten

Eine verbindliche Anmeldung über das Kompetenzzentrum Demenz, Alter Kirchenweg 33-41, 22844 Norderstedt, Tel. 040/609 26 420, Fax 040/308 57 986, E-Mail info@demenz-sh.de ist notwendig.

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Heute ließ der Deutschlandfunk in einem Beitrag der Serie "Campus und Karriere" Barbara Steffens und Michael Isfort zu Wort kommen. Es ging um die vom Bundeskabinett beschlossene Vereinheitlichung von Pflegeberufen. Es sollen Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege in einer einheitlichen Ausbildung (Pflegefachmann/Pflegefachfrau) zusammengeführt werden. Außerdem soll ein neuer Bachelorstudiengang Pflege initiiert werden.

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An der Diskussion nahmen Barbara Steffens, Gesundheitsministerin in Nordrhein-Westfalen und Prof. Michael Isfort, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung in Köln, teil. Es wurde über verschiedene Themen diskutiert. So wird die zur Zeit zum Teil vorhandene Spezialisierung einer generalistischen Ausbildung gegenübergestellt. Die angestrebte Akademisierung wird im europäischen Vergleich betrachtet.

Auch kommen andere Vorschläge zur Vereinheitlichung zu Wort: So könnten Kranken- und Altenpflege zusammengelegt werden, Kinderkrankenpflege (wegen des weniger vergleichbaren Inhaltes von Kinderkrankenpflege und der im Vergleich geringen Zahl von KinderkrankenpflegerInnen) weiterhin als eigener Ausbildungsgang erhalten bleiben. Ein anderer Vorschlag von Frau Steffens ist, die ersten beiden Jahre gemeinsam zu lehren und im dritten Jahr eine Spezialisierung zuzulassen.

Eine Chance wird in der Aufwertung der Pflege gegenüber anderen Berufen gesehen. Der angekündigte Wegfall von Schulgeld und die geplante angemessene Ausbildungsvergütung werden von beiden Diskutierenden als positiv bewertet. Auch wird betont, dass die Tätigkeiten in der Altenpflege bei einer gemeinsamen Ausbildung in Zukunft nicht mehr als weniger wert wahrgenommen werden würden.

Als Aufgaben bleiben die Ausformulierung eines Curriculums sowie die zukünftige Angleichung und Erhöhung von Löhnen, damit nicht ein erweitertes Berufsbild bei schlechterer Bezahlung der FachpflegerInnen geschaffen wird.

Im Beitrag kommen kurz Mitglieder einer Darmstädter Altenpflegeschule und BesucherInnen der Hamburger Berufsmesse "Let's care" zu Wort. Skeptisch wird die geringere Vertiefung einer generalistischen Ausbildung betrachtet und die Gefahr, dass noch weniger Ausgebildete in der Altenpflege tätig werden. Als Mehrwert wird die Erweiterung der Arbeitsmöglichkeiten genannt.

Der gesamte Beitrag kann online nachgehört werden.

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Ergänzend zu der Beitragsreihe zum Pflegenotstand stellen wir Ihnen den Ergebnisbericht "Die Nacht in deutschen Pflegeheimen" vor, welcher zwar nicht repräsentativ für das ganze Bundesgebiet ist, jedoch Berichte wie in diesem Radiobeitrag bestätigt.

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Die von der Universität Witten/Herdecke in Kooperation mit dem Pflege e.V. durchgeführte Studie untersuchte die Situation der Nachtdienste in Pflegeheimen. An der Onlineumfrage nahmen 276 MitarbeiterInnen teil. Sie sind zumeist in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen tätig.

Ein Ergebnis ist, dass sich eine Person im Nachtdienst durchschnittlich um 51,6 BewohnerInnen kümmern muss. Versorgung von Inkontinenz war bei allen Befragten das Hauptarbeitsfeld. Damit bleiben für diese und weitere Tätigkeiten pro BewohnerIn und Nacht durchschnittlich 12 Minuten Zeit. Die weiteren Tätigkeiten behandeln Lagerung, Verabreichung von Medikamenten und das Kümmern um "herumirrende Menschen". Von den durchschnittlich 51,6 Personen werden tatsächlich 40,3 versorgt, 27,1 von ihnen haben eine Demenz diagnositiziert.

Das Fazit der AutorInnen der Studie: "Die Ergebnisse zeigen deutlich problematische Rahmenbedingungen seitens des Personalschlüssels während der Nächte in deutschen Pflegeheimen. Es kommt regelmäßig vor, dass anfallende Aufgaben während der Nacht auf Grund von Zeit- und Personalmangel nicht vollständig ausgeführt werden können. Auftretende Zwischenfälle können diese Situation auf Grund des niedrigen Personalschlüssels erheblich verschärfen."

Den gesamten Bericht und weitere Ergebnisse können Sie hier nachlesen: große Schlarmann, J; Bienstein, C (2015): "Die Nacht in deutschen Pflegeheimen 2015", Ergebnisbericht, Department für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke.

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In Bad Oldesloe wurde der neue Pflegestützpunkt eröffnet. Die Pflegestützpunkte bieten in Pflegefragen Beratung für Betroffene und Angehörige an. In Schleswig-Holstein ist mit zwei Ausnahmen in jedem Landkreis ein Stützpunkt vertreten.

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Im Kreis Steinburg sind die Planungen für die Einrichtung eines solchen Beratungsangebotes bereit weit fortgeschritten, nur noch Schleswig wird dann ohne Pflegestützpunkt sein. Näheres zum Stützpunkt in Bad Oldesloe oder zu allen Pflegestützpunkten in Schleswig-Holstein finden Sie online.

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Im März findet zum 26. Mal die Messe "Altenpflege" statt. Sie wird auch als Europas Leitmesse zum Thema Altenpflege bezeichnet, mehr als 500 Firmen stellen in Hannover Innovationen und Dienstleistungen vor.

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Sie können mehr zu Konzept und Ausrichtung der Messe sowie weitere Informationen online nachlesen.

Die Registrierung zur Messe erfolgt ausschließlich online. Wie das funktioniert erklärt eine Anleitung für den Registrierungsprozess. Die so erworbenen Tickets sind günstiger (Preis für alle drei Tage: 19 Euro) als an der Tageskasse (24 Euro).

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Sozialministerin Alheit überreichte im Dezember den Altenpflegepreis 2015 des Landes Schleswig-Holstein. Die drei PreisträgerInnen erhielten insgesamt 6000 Euro. Die Beispiele sollen anderen Einrichtungen als positives Vorbild dienen.

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Der Schleswig-Holsteinische Altenpflegepreis wird vom Land Schleswig-Holstein in enger Kooperation mit dem Landespflegeausschuss verliehen. Mit dem Preis soll auch die gesellschaftliche Bedeutung der Altenpflege hervorgehoben werden.

Sieger 2015 und damit Empfänger von 3000 Euro ist ein Projekt des Diakonischen Werks Altholstein für die Umsetzung einer bedarfsgerechten und kultursensiblen Pflege im Stadtteil Kiel-Gaarden. Laut der Ministerin setzt das Projekt vor dem Hintergrund der Geflüchteten das Signal, dass Schleswig-Holstein Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen für eine kultursensible Pflege braucht. 12 der 40 MitarbeiterInnen bereichern das Team mit hoher Sprachkompetenz, es sind 8 Sprachen vertreten. Mit der Auszeichnung wird die Arbeit des Diakonischen Werkes Altholstein im Gustav-Schatz-Hof in Kiel-Gaarden gewürdigt, die sich eine quartiersorientierte, bedarfsgerechte und kultursensible Pflege sowie den Aufbau einer kultur- und generationsübergreifenden Nachbarschaft zum Ziel gesetzt hat. Das Projekt fördert die Lebensqualität und Zufriedenheit hilfe- und pflegebedürftiger Menschen unter Berücksichtigung des individuellen, kulturellen Hintergrundes. Integrations- und Vernetzungsprozesse können trotz Handicap weiter verfolgt werden. Dies gelingt zum einen durch die Verzahnung mehrerer zukunftsorientierter Konzepte und Angebote und zum anderen durch die quartiersnahe Versorgung, die Pflege und generationsübergreifende Aktivitäten zusammenbringt. Gleichzeitig werden frühzeitig aufsuchende Beratungen angeboten, die sowohl die hilfe- und pflegebedürftigen BewohnerInnen als auch ihre Angehörigen einbeziehen. Der Anteil der männlichen Mitarbeiter ist im Verhältnis zu anderen Pflegeeinrichtungen und Diensten hoch. Die Zahl der Initiativbewerbungen bestätigt, dass es durch die konsequente Personalentwicklung und den interkulturellen Öffnungsprozess gelungen ist, das Arbeiten für MitarbeiterInnen der Pflege attraktiv zu machen. Innerhalb kurzer Zeit ist es gelungen, das Vertrauen der BewohnerInnen im Stadtteil Kiel-Gaarden zu gewinnen, eine interkulturelle pflegerische Versorgung anzubieten, einen Ort der interkulturellen Begegnung zu schaffen und attraktive Arbeitsplätze anzubieten. Ansprechpartner des Projektes ist Frau Basoglu, Telefon: 0431/990409314.

Der 2. Preis mit 2000 Euro geht an die AWO Schleswig-Holstein gGmbH in Kiel für die Erarbeitung und Umsetzung eines systematischen und qualifizierten Ausbildungskonzeptes. Ziel mittels 7 erarbeiteter Bausteine ist, dass alle Auszubildenden auch als Gruppe zu sehen sind und eine Ausbildung mit einheitlichem Konzept, Kompetenz und Kultur erhalten. Die Bausteine umfassen unter anderem die Bildung einer Arbeitsgruppe "Kooperation Bildungszentren mit der AWO Pflege" für die Begleitung und praxisgerechte Qualifizierung der Auszubildenden, die Erstellung eines Azubi-Ordners mit allem Wissenswertem für die Orientierung im Arbeitsfeld, die jährliche anonyme Befragung der Auszubildenden für die Weiterentwicklung in den jeweiligen Betrieben und die Einrichtung eines unternehmensweiten Ausbildungstages, um sich gegenseitig kennenzulernen und Arbeitserfahrungen auszutauschen. Die Jury hat bei diesem Projekt insbesondere die Einführung einer innerbetrieblichen Anerkennungskultur und die Profilierung als Ausbildungsbetrieb anerkannt. Ansprechpartnerin ist Frau Buhl, Telefon: 0431/5114155.

Den 3. Preis mit 1.000 Euro erhält die "Alzheimer Gesellschaft Lübeck und Umgebung – Selbsthilfe Demenz" in Lübeck für die Auszeit demenziell erkrankter Menschen in die Normalität. Die "Aktiv-Gruppe für Menschen mit Demenz" stellt einen neuen Baustein der Begleitung zwischen den Gruppen für Frühbetroffene und den niedrigschwelligen Betreuungsangeboten dar. Ziel der Arbeit in der Aktiv-Gruppe ist es, Normalität erleben zu können und dass die Mitglieder es dadurch schaffen, gemeinsam am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Der bisherige Schwerpunkt der Gruppe in Form eines Gesprächskreises brauchte wegen Voranschreiten der Erkrankung eine neue Ausrichtung. Dies gelang mit der Verknüpfung des gemeinsamen Tuns mit einem normalen häuslichen Umfeld. Durch die professionale Begleitung der Gruppe und dem emotionalen Abstand zu den Angehörigen ist es gelungen, Vertrauen in vorhandene Fähigkeiten zu entwickeln und die Eigenständigkeit zu fördern. Hilfreich ist das private Umfeld, in dem die Aktivitäten stattfinden. Die Verknüpfung von Aktivitäten wie beispielsweise Spaziergänge, Picknick, Kutschfahrt, Einkehr in Restaurants mit Normalität und festen Strukturen bewirken bei den Mitgliedern eine Lebhaftigkeit und Lebendigkeit. Sprachprobleme stellen bei diesen gemeinsamen Aktivitäten häufig kein Problem mehr dar. Den Angehörigen wird wertvolle Zeit für eigene Bedürfnisse ermöglicht, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Das Angebot schließt die Lücke zwischen den Früherkrankten und den Menschen mit vorangeschrittener Demenz. Ansprechpartnerin ist Frau Damberg, Telefon: 04504/4197.

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