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Das Zweite Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung (Zweites Pflegestärkungsgesetz, kurz PSG II), welches zur Zeit als Referentenentwurf vorliegt, wird grundsätzlich begrüßt, ist im Detail jedoch nicht unumstritten. Ob mit dem PSG II eine Lösung des Pflegenotstandes erreicht werden kann, ist fraglich. Daher zeigen wir Ihnen zu diesem Entwurf Positionen und Stellungnahmen verschiedener Organisationen und Interessenvertretungen auf.

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Das PSG II soll dem Ersten Pflegestärkungsgesetz (PSG I) folgen. Die Aussprachen zum PSG I in Bundestag und Bundesrat können Sie hier nachlesen. Das PSG II wird einige Veränderungen bringen. Im Rahmen eines neuen Pflegebegriffes soll es z.B. nun 5 Pflegestufen geben, der Zugang zur Pflegeversicherung soll erweitert werden und das ambulante Hilfesystem soll gestärkt werden. Auf den Seiten des Gesundheitsministeriums wird Ihnen die Darstellung der Bundesregierung präsentiert.

Zu dem erwähnten neuen Pflegebegriff können Sie die kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, bestehend aus 30 Fragen, und die Antwort der Bundesregierung nachlesen. Dem neuen Pflegebegriff ist auch eine öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses gewidmet. In vielen nachfolgenden Texten werden die kurzen Fristen zum Verfassen der Stellungnahmen zum Referentenentwurf des PSG II bemängelt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) geht auf die 5 Themenkomplexe Informations- und Beratungsauftrag, Pflegebedürftigkeitsbegriff und Begutachtungsinstrument, Leistungsrecht, Beteiligungsrechte und Qualitätsausschuss ein. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme der BAGSO.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Vorsorge (DV) begrüßt den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment ausdrücklich, bemängelt jedoch z.B. dass "wichtige bzw. notwendige Anpassungen weiterer Regelungen, insbesondere im SGB XII und SGB V vom Entwurf außen vor gelassen werden". Lesen Sie die gesamte Stellungnahme online nach.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat mit 78 Seiten eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, Vorschläge zur Veränderung des Gesetzentwurfes sind auf 18 weiteren Seiten angefügt.

Die Landesverbände Schleswig-Holsteins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) äußerten sich im Rahmen ihrer Kooperationsvereinbarung ebenfalls zum PSG II. "Der Fachkräftemangel und die aktuellen Weichenstellung in der Pflege, insbesondere das geplanten Inkrafttreten der zweiten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes mit der Einführung eines neuen Pflegebegriffs, stellen uns vor große Herausforderungen", erklärte Wolfgang Baasch, Mitglied des Landesvorstandes der SPD und Vorsitzender der AWO Schleswig-Holsteins. Es müssten die tatsächlichen Pflegebedarfe der Menschen fachlich fundiert erfasst werden, um eine mögliche Schlechterstellung der Pflegebedürftigen bei der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes unter allen Umständen zu vermeiden. Mit dem PSG II will die Bundesregierung sowohl einen neuen Begriff auf den Weg bringen als auch die dazugehörigen Instrumente bis spätestens 2017 umgesetzt haben. "Dabei muss aber auch eine langfristige Absicherung der Menschen, durch eine Dynamisierung der Leistungen umfassend berücksichtigt werden", forderte Wolfgang Schneider vom SoVD. "Es ist wichtig sicherzustellen, dass Menschen nicht erneut auf Leistungen der Sozialhilfe zurückgreifen müssen, wenn Sie einen Pflegebedarf haben. Pflege darf nicht zu Armut führen." Wolfgang Baasch fordert in dem Zusammenhang auch für die Pflege die Bürgerversicherung, welche zuletzt am 3.7.15 im Bundestag diskutiert wurde.

Der Paritätische begrüßt das Vorantreiben des Prinzipes ambulant vor stationär, zeigt sich jedoch auch besorgt, dass einzelne zu Pflegende schlechter gestellt werden könnten. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme und weitere Forderungen des Wohlfahrtverbandes.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert in ihrer Stellungnahme z.B. die Vermeidung neuer Gerechtigkeitslücken und die Gleichstellung Sterbender in stationären Pflegeeinrichtungen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lobt ebenfalls den Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsassessment. Dadurch sollen kognitiv eingeschränkte Menschen einen leichteren Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung bekommen. Der DGB weist aber darauf hin, dass die Reform nur ein Erfolg werden kann, wenn die Leistungen mit ausreichend Personal hinterlegt werden. Sie können die Beurteilungen des DGB im Detail nachlesen.

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Die Landesverbände Schleswig-Holsteins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) stellen die gemeinsame Jahreskampagne vor. Es wurde auch mit VertreterInnen aus Politik, Zivilgesellschaft, Pflegewissenschaft und Wohnungsbaugesellschaften über die Möglichkeiten des selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Pflegebedarf diskutiert.

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"Als Wohlfahrtsverbände verstehen wir uns als Anwälte von Menschen in schwierigen Lebenslagen", erklärten der AWO-Landesvorsitzende Wolfgang Baasch und der SoVD-Landesvorsitzende Wolfgang Schneider bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. "Deshalb ist es unser gemeinsamer Anspruch, fortwährend politische Positionen in die Gesellschaft zu tragen, aber auch konkrete Hilfsangebote zu machen." Die konkreten Hilfsangebote finden sich als Beratungsstellen der AWO und des SoVD, welche sich den Themengebieten Schulden, Pflege und Sozialrecht widmen.

"Der Fachkräftemangel und die aktuellen Weichenstellung in der Pflege, insbesondere das geplanten Inkrafttreten der zweiten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes mit der Einführung eines neuen Pflegebegriffs, stellen uns vor große Herausforderungen", erklärte Wolfgang Baasch. Deshalb fordern AWO und SoVD die Gesellschaft und Politik mit der Kampagne dazu auf, sich gemeinsam mit den Verbänden vor allem für drei Themen stark zu machen. Diese drei Themen beinhalten erstens einen Branchentarifvertrag Soziales, in dem Löhne und Arbeitsbedingungen die Bedeutung des Pflegebereichs widerspiegeln; zweitens die fachlich fundierte Erfassung der tatsächlichen Pflegebedarfe der Menschen; drittens die Ausgestaltung der Pflegeversicherung als Bürgerversicherung. Um diese Themen von der Politik in die Bevölkerung zu tragen, ist im Rahmen der Kampagne ab dem Frühjahr 2016 ein intensiver Bürgerdialog geplant.

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Der 10. Demografie-Kongress "Best Age" findet im September statt. Dieses Jahr lautet das Motto "Gut versorgt und selbst bestimmt – eine moderne Gesellschaftspolitik für Jung und Alt". Es sollen zahlreiche PartnerInnen ein aktuelles und praxisorientiertes Programm präsentieren. Auf dem Flyer kann bereits ein Entwurf des Programmes für die beiden Tage in Augenschein genommen werden. Bisher sind 14 Themen geplant.

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Stand und Zukunft der Kinderbetreuung

Zeitpolitik: Entzerrung der Rush-Hour des Lebens

Wohnungsmarkt und demographischer Wandel: Strategien für den Umgang mit Schrottimmobilien und Stadtumbau

Pflegeinnovationen als technische Unterstützung für die Versorgung vor Ort

Maßnahmen zur Fachkräftesicherung

Digitalisierung: Chancen für die Gesundheitsversorgung

Engagement in der Stadt

Notfallversorgung in ländlichen Regionen

Arbeiten 4.0 - Kompetenz gewinnt

Digitalisierung und Pflege

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gemeinsam gestalten

Zuwanderung

Employer Branding für die öffentliche Verwaltung

Demographie und Gender

Die (für Privatpersonen hohen) Kosten für eine Teilnahme und die Anmeldung sind online zu finden.

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Diesmal stellen wir Ihnen ausgewählte Beiträge der letzten Monate rund um das Thema Demenz vor.

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Der 28seitige Ratgeber "Aktive Teilhabe von Menschen mit Demenz an Kultur und Natur" des Kompetenzzentrums Demenz aus Norderstedt enthält Ideen und Anregungen für BegleiterInnen von Menschen mit Demenz. Es werden z.B. Tipps für die Gestaltung von Ausflügen oderr regionale Angebote für nicht mobile Menschen vorgestellt.

Die vierte Ausgabe diesen Jahres der Zeitschrit ProAlter trägt den Titel "Alternative Wohnformen - Zukunftsfähige Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter". Es werden zwei zukunftsfähige Konzepte aus Frankfurt und Wanne-Eickel beschrieben. In Frankfurt steht Aja's Gartenhaus, in dem demenzerkrankte Menschen in familienähnlichen Hausgemeinschaften zusammenleben. Aus Wanne-Eickel wird von einer Demenz-WG berichtet. Das Konzept des Demenzdorfes in Hameln, von dem wir bereits berichteten, wird kritisch beleuchtet. Die Sonderwelt werde z.B. dem Leitbild einer sorgenden Gemeinschaft nicht gerecht. Von dem Modell des Demenzdorfes (welches aus den Niederlanden stammt) wird auf die niederländische Diskussion über kleinmaßstäbliche Wohnformen für Menschen mit Demenz übergeleitet. Weitere Themen des Heftes finden Sie online.

Bezüglich unseres Artikels zur Fahrsicherheit von demenzerkrankten Menschen erhielten wir einen weiteren, aktuellen Literaturhinweis. Ein Ergebnis der Studie "Demenz und Verkehrssicherheit" der Bundesanstalt für Straßenwesen ist, dass keine nennenswerten Leistungseinbußen bei AutofahrerInnen mit leichter Demenz bestehen. Der Blogeintrag Demenz und Autofahren von Dipl. Psychologe Hardy Holte sei in diesem Zusammenhang ebenfalls wärmstens empfohlen.

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Laut einem Beitrag des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule zum Pflegereport 2015 fehlen bis 2030 mindestens 350 000 Kräfte in der Versorgung von Pflegebedürftigen, darunter rund 130 000 Pflegefachkräfte.

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Der Bericht des IAT bildet das achte Kapitel des Pflegereportes 2015. Dieser wird vom wissenschaftlichen Institut der AOK herausgegeben. Er umfasst mehr als 200 Seiten. Ob sich eine Bestellung für Sie lohnt, können Sie aus dem Inhaltsverzeichnis oder der sechsseitigen Zusammenfassung entnehmen.

Die Kräfte werden in der vollstationären Pflege, Tagespflege, ambulanten Pflege, Pflege-Wohngemeinschaften und in der Hospizarbeit benötigt. Die anfangs genannten Zahlen beziehen sich auf beziehen sich auf nötige MitarbeiterInnen, umgerechnet entsprechen diese Zahlen rund 250 000 bzw. 100 000 Vollzeitstellen. Am Arbeitsmarkt stehen aber bereits heute kaum noch Fachkräfte des „Kernberufs“ Pflege zur Verfügung. Umfassende Anstrengungen sind nötig, um die Lücke zu schließen.

Christoph Bräutigam, Michaela Evans und Josef Hilbert ermitteln in ihrem Beitrag den Personalbedarf in den verschiedenen Wohn- und Versorgungsformen für Pflegebedürftige und zeigen Ansätze auf, den künftigen Personalbedarf zu decken. Denn die unterschiedlichen Versorgungsformen werden künftig verschärft um qualifiziertes Personal konkurrieren, untereinander und auch mit den Krankenhäusern. Einen wesentlichen Ansatzpunkt wird in der beruflichen Qualifizierung gesehen. In den Pflegefachberufen schließen jährlich rund 30 000 AbsolventInnen erfolgreich ihre Ausbildung ab. Diese Zahlen sind kaum noch ausreichend, um die Zahl der Beschäftigten auch nur stabil zu halten. Mit den ab 1995 besonders geburtenschwachen Jahrgängen könnten die Ausbildungszahlen kräftig sinken. Zudem werden in den nächsten Jahren altersbedingt immer mehr Pflegefachkräfte ausscheiden. Schon diese Ausfälle zu kompensieren würde also eine deutliche Ausweitung der Ausbildungskapazitäten erfordern. Auch die Ausweitung des Beschäftigungsumfangs, der Erwerbsbeteiligung und der Berufsverweilzeit müssen angegangen werden.

Das Berufsfeld konkurriert zunehmend um Nachwuchs mit anderen Branchen, denen ein besserer Ruf anhaftet. Eine deutliche Attraktivitätssteigerung des Berufs wird durch Imagekampagnen allein nicht zu erreichen sein. Deutliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und der Fachkräfte-Vergütung sowie eine Aufwertung der Pflege durch Akademisierung könnten laut dem Bericht dazu beitragen, neue Zielgruppen für eine berufliche Laufbahn in der Pflege zu gewinnen.

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Die Praxisdatenbank ist auf der Seite "Gesund und aktiv älter werden" eingerichtet. Mit ihr soll ein Überblick über Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen ermöglicht werden. Die Suche kann für ein Bundesland gefiltert werden.

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Sie können sich mit Hilfe der Datenbank einen Überblick über Angebote und Initiativen für ältere Menschen in ihrer Region verschaffen. Auch können Sie eigene Angebote dort eintragen und so einem größeren NutzerInnenkreis verfügbar machen. Auch die Fachwelt kann mit Hilfe der Datenbank Praxisbeispiele in der Öffentlichkeit publik machen bzw. diskutieren.

Die Möglichkeit des Eintragens ist noch nicht vollständig auf der Seite implementiert. In drei Schritten können Sie Ihr Angebot dort trotzdem anzeigen lassen.

Den Kern des Angebotes bildet die Recherche in der Datenbank.

Fokussierte Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen sollen in Zukunft auf der Seite dargestellt werden.

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Der Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz, kurz PrävG) ist zur Zeit an die Fachausschüsse im Bundestag überwiesen. Da dieser Gesetzesvorschlag nicht unumstritten ist, zeigen wir Ihnen hier verschiedene Positionen auf.

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Im ersten Durchgang hat der Bundesrat eine Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf beschlossen (nachzulesen ab Seite 33). Frau Steffens,Ministerin aus Nordrhein-Westfalen, fordert Nachbesserungen am Gesetz und eine bessere Orientierung am der Lebenswelt der älteren Menschen. Frau Klepsch, Staatsministerin aus Sachsen, fordert eine maßnahmenbezogene Vergütung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anstelle einer Pauschale. Frau Prüfer-Storcks, Senatorin aus Hamburg, sieht zu viele Mittel bei der BZgA anstelle bei den Ländern. Sie fordert eine Einbindung der Arbeitsagenturen, eine bessere Finanzierung der Pflegeversicherung und eine verpflichtende Beteiligung der privaten Krankenversicherungen.

In der ersten Beratung wurde der Gesetzesentwurf im Bundestag debattiert. Frau Zimmermann von der Linken und Frau Schulz-Asche von den Grünen weisen auf die schlechteren gesundheitlichen Lebensbedingungen und Perspektiven von GeringverdienerInnen sowie deren niedrigere Lebenserwartung hin. Frau Kühn-Mengel von der SPD fordert eine bessere Einbindung des Quartiers und der Kommune als Ort des Präventionsgeschehens. Die gesamte Aussprache im Bundestag zu dem Gesetzesentwurf können Sie online nachlesen. Den thematisierten Gesetzesentwurf samt Begründung können Sie ebenfalls nachlesen.

Sie können alle Stellungnahmen und Reden von Mitgliedern des Bundesrates und Bundestages sowie den aktuellen Stand des Gesetzesentwurfes online verfolgen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) hat ebenfalls eine Stellungnahme veröffentlicht. Neben Lob werden Mängel an dem Entwurf ausgemacht. Es wird daher gefordert, dass an krankmachenden Lebensbedingungen angesetzt, die lokale Ebene einbezogen, die Akteure unterstützt, die Selbsthilfe gefördert, die BürgerInnen an der Gestaltung gesunder Lebensbedingungen beteiligt und die Kompetenzen der Menschen zu einem gesundheitsbewussten Verhalten gefördert werden.

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Die Mitgliedsorganisationen des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) haben sich im vergangen Jahr mit dem guten Leben im Alter beschäftigt. Daraus resultieren nun Ergebnisse, Empfehlungen und Forderungen.

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Besonders aufmerksam wurden die Themengebiete Wohnen, Pflege und haushaltsbezogene Dienstleistungen betrachtet. Zentrale Forderung ist laut Klaus Müller wegen der weitrechenden Lebensentscheidungen Ausbau und Vernetzung einer guten, fachspezifischen Beratung. Weiter wird der geförderte Bau barrierefreier Wohnungen, Erleichterung der Pflege für Angehörige und die Erhöhung der Zahl qualifizierter Pflegefachkräfte gefordert. Damit wird eine Forderung des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) aufgegriffen.

Eine Meinungsumfrage unter WohneigentümerInnen zu Wohnwünschen und barrierearmen Wohnkomfort wurde von drei Instituten durchgeführt. Der Bestand der barrierearmen Wohnungen und der altersgerechten Sozialwohnungen erfüllt nicht den Bedarf, weitere staatliche Fördermaßnahmen seien also erforderlich. Beim Wohngeld für Einkommensschwache sollten die besonderen Anforderungen älterer Menschen berücksichtigt werden. Weiterer Reformbedarf wird beim Mietrecht deutlich.  Außerdem sollte der Zugang zu technischen Assistenzsystemen erleichtert werden.

Die Metastudie "Demografische Entwicklung und Wohnen im Alter" befasst sich auch mit dem Bereich der Pflege. Eine weitere Metastudie ist den haushaltsbezogenen Dienstleistungen gewidmet.

Sie können den gesamten Bericht online nachlesen.

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Das Thema "Sucht im Alter" wird in der öffentlichen Diskussion eher selten behandelt, obwohl z.B. laut Schätzungen der ehemaligen Drogenbeauftragten Mechthild Dyckman über 400.000 Menschen über 60 Jahren in Deutschland alkoholabhängig sind. Um dieses Thema etwas mehr in den Fokus zu rücken, stellen wir Ihnen hier eine Auswahl der Literaturempfehlungen der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) vor.

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Erstens werden einige deutschsprachige Werke empfohlen:

Darke, Shane: Heroinabhängigkeit im Lebenslauf (2013): typische Biografien, Verläufe und Ergebnisse. ISBN 978-3-456-85253-9.

Albrecht, Günter; Groenemeyer, Axel (Hrsg.) (2012): Handbuch soziale Probleme. Bd. 1. ISBN: 978-3-531-32117-2.

Niekrens, Sebastian (2012): Sucht im Alter : Möglichkeiten der Intervention aus sozialarbeiterischer Perspektive. ISBN: 978-3-86226-141-3.

Kutschke, Andreas (2012): Sucht - Alter – Pflege. Praxishandbuch für die Pflege suchtkranker alter Menschen. ISBN: 978-3-456-85067-2.

Vogt, Irmgard (Hrsg.) (2011): Auch Süchtige altern. Probleme und Versorgung älterer Drogenabhängiger. ISBN: 978-3-940087-81-2.

Wolter, Dirk K. (2011): Sucht im Alter - Altern und Sucht. Grundlagen, Klinik, Verlauf und Therapie. ISBN: 978-3-17-020904-6.

Lützenkirchen, Anne (2010): Sucht im Alter. Soziale Arbeit mit alkoholabhängigen Menschen ab 60 Jahren. ISBN: 978-3-89918-193-7.

Barbara Bojack; Elke Brecht; Christina Derr (2010): Alter, Sucht und Case Management. Case Management als sinnvolles Unterstützungskonzept bei Suchtproblematik im Alter. ISBN: 978-394-14827-0-8.


Zweitens werden verschiedene deutschsprachige Artikel empfohlen. Das DZA legt besonderen Wert auf den Artikel von Ines Landschek (2014): Alkohol im Heim. In: Heilberufe. Es wird über eine separate Station für Alkoholabhängige eines Pflegeheimes berichtet. Im Rahmen des betreuten Trinkens geht es nicht um eine vollständige Abstinenz sondern um die soziale Integration. Weitere Empfehlungen sind:

Isfort, M (2015): Riskanter Konsum : Umgang mit Suchtkranken. In: Die Schwester, der Pfleger.

Gaßmann, Raphael (2015): "Wegschauen ist unterlassene Hilfeleistung": Sucht im Alter. In: Die Schwester, der Pfleger.

Ouatedem Tolsdorf , Mareike (2015): Neues von Onkel Peter: wenn Süchtige altern ... Fortsetzung einer Odyssee. In: Dr. med. Mabuse.

Werner, Sylke (2013): Weinseliger Lebensabend: Sucht im Alter: Wie Pflegende richtig intervenieren und präventiv tätig werden können. In: Pflegezeitschrift.

Hoff, Tanja (2013): Sucht im Alter: Vernetzungs- und Versorgungsdefizit zwischen primärmedizinischen und sozialarbeiterischen Handlungsfeldern. In: Älter werden - älter sein.

Die Zeitschrift für Gerontologie und Ethik, Ausgabe Nr. 6 (2014) beschäftigt sich als Themenheft mit Sucht im Alter.


Drittens wird auch auf englischsprachige Literatur verwiesen:

Fox, Mike; Wilson, Lesley (2011): Counselling older people with alcohol problems. ISBN: 978-1-8490-5117-0.

Cummings, Sherryl M., Cooper, R. Lyle, Johnson, Catherine (2013): Alcohol misuse among older adult public housing residents. In: Journal of gerontological social work.


Viertens können Sie einige Artikel und Berichte online lesen:

Die Drogen- und Suchtberichte aus den Jahren 2013 und 2014.

Röhm, A. (2013): Projekt Sucht im Alter: Abschlussbericht Fortbildung hausärztlicher Einzelpraxen (Ärzte, medizinische Fachangestellte) und hausärztlicher Qualitätszirkel.

Kessler, Daniel (2012): Exploration erfolgversprechender Massnahmen zur Reduktion des problematischen Alkoholkonsums bei älteren Menschen in der Schweiz.

Drewes-Lauterbach, Ralf (et al): Sucht im Alter : ein gemeinsames Thema der Sucht- und Altenhilfe ; Ergebnisse einer Befragung.

Baumgärtner, Theo (2011): Alter und Sucht: Zusammenfassung der Ergebnisse der Fachkräftebefragung zum Fortbildungsbedarf in den Systemen der Hamburger Suchtkranken- und Altenhilfe zur Unterstützung von älteren Menschen mit Suchtproblemen.

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Rose Tolksdorf, Dipl. Sozialpädagogin und Leiterin der Betreuungsstelle der Landeshauptstadt Kiel, bietet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Pflegestützpunkt konkret" eine Einführung mit dem Titel "... und plötzlich ist alles anders - Wer hilft mir, wenn ich nicht mehr für mich sorgen kann?" an. Anschließend steht Ihnen Frau Tolksdorf für persönliche Fragen zur Verfügung.

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Wo: Amt für Soziale Dienste, Stephan-Heinzel-Str. 2 (Wilhelmplatz), 2. Stock, Raum 208

Wann: Donnerstag, 23.04.15, 16:30 - 18 Uhr

Kosten: Keine

Anmeldung unter 0431/901-3696 oder -3627

Nähere Informationen finden Sie hier.

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