Pflegeversicherung als Vollversicherung?
28. Dezember 2019Immer wieder wird diskutiert, inwieweit eine Pflegevollversicherung vor Armut im Pflegefall schützen könnte. Mögliche Auswirkungen hat der Gesundheitsökonom Heinz Rothgang in einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie untersucht.
Selbst zum Pflegefall zu werden stellt für viele nicht nur eine körperliche oder psychische Belastung dar – auch finanziell kann der Pflegefall schnell zum Armutsrisiko werden. Das liegt vor allem daran, dass Pflegebedürftige einen großen Teil ihrer Pflegekosten selber zahlen müssen. In diesem Zusammenhang taucht immer wieder die Forderung auf, aus der Pflegeversicherung eine Vollversicherung zu machen, um Pflegebedürftige vor Armut zu schützen. Der Gesundheitsökonom Heinz Rothgang hat mögliche Auswirkungen anhand mehrerer Rechenbeispiele untersucht. Eine Pflegeversicherung in Form einer Bürgerversicherung würde laut der Studie „die finanzielle Belastung pflegebedürftiger Menschen deutlich reduzieren - bei überschaubaren zusätzlichen Kosten für die große Mehrheit der Versicherten und der Arbeitgeber.“ Das fasst die Hans-Böckler-Stiftung auf ihrer Internetseite zusammen.
Pflegebedürftige in stationären Einrichtungen mussten nach Angaben der Stiftung im ersten Quartal 2019 im Schnitt etwa 660 Euro für Pflegeleistungen zuzahlen. Und daran seien zusätzliche Kosten für Miete oder Essen noch nicht enthalten. Seit Einführung der Pflegeversicherung vor etwa 20 Jahren seien die Eigenanteile fast kontinuierlich gestiegen. Das liegt insbesondere daran, dass die jetzige Pflegeversicherung auch bei steigenden Pflegekosten bei gleichen Pauschalbeträgen bleibt, sodass sich zum Beispiel steigende Personalkosten oft ausschließlich auf die Eigenanteile der Pflegebedürftigen auswirken. Wie wir im März bereits berichteten, hatte sich auch die schleswig-holsteinische Bürgerbeauftragte Samiah El-Samadoni in die Debatte eingebracht und der Forderung nach einer Pflegevollversicherung angeschlossen. „Eine Versicherung, die alle anfallenden Pflegekosten deckt und hohe private Zuzahlungen entfallen lässt, ist unentbehrlich, um eine Verarmung der Pflegebedürftigen zu verhindern und ein würdevolles Leben bis ins hohe Alter sicherzustellen“, äußerte sich die Bürgerbeauftragte damals.
Würde die Pflegeversicherung auf eine Bürgerversicherung umgestellt werden, die die vollständige Übernahme der Pflegekosten gewährleisten solle, würden Arbeitnehmer/innen im Schnitt nur etwa 5 Euro monatlich mehr zahlen müssen. Bei Arbeitgebern läge der Betrag bei 25 Euro im Jahr, errechnet der Wissenschaftler der Universität Bremen. Die Arbeitnehmerbeiträge wären gestaffelt, finanziell stärkere Haushalte sollen also mehr belastet werden als ärmere. Mehr als 100 Euro im Jahr würden demnach nur 10 Prozent der gesetzlich Versicherten für ihre Voll-Absicherung zahlen. Dabei handelt es sich um die einkommensstärksten Haushalte. Zu dem vollständigen Dokument „Die Pflegebürgerversicherung als Vollversicherung“ gelangen Sie hier.
Leichte Sprache: Kategorie Service
27. Dezember 2019Weiterlesen Wir haben für Sie auch neue Downloads gesammelt. Download ist Englisch und heißt: Herunter·laden. In den Texten unter Downloads finden Sie Informationen zu Dateien. Sie können die Dateien auf Ihrem Computer speichern. Zum Beispiel Info·texte. Informationen zu Terminen und Veranstaltungen finden Sie hier: Termine und Veranstaltungen. Lesen Sie mehr auf anderen Internet·seiten. Klicken Sie dazu auf: Links. Zum Beispiel finden Sie hier:



Leichte Sprache: Kategorie Engagement
27. Dezember 2019Weiterlesen Lernen Sie gute Beispiele für Engagements kennen. Zum Beispiel lesen Sie hier etwas über Engagements in Dörfern. Sie machen das Leben für Senioren in Dörfern besser. Viele Senioren setzen sich für andere ein. Zum Beispiel in einem Senioren·beirat. Sie vertreten dann die Interessen anderer Senioren. Bei einem Ehrenamt hilft man anderen Menschen. Ein Ehrenamt macht man freiwillig. Man bekommt kein Geld dafür. Lesen Sie mehr zu Menschen mit einem Ehrenamt. Die Menschen machen gute Dinge für Senioren. Eine Initiative kann eine Gruppe von Menschen sein. In der Initiative arbeiten die Menschen zusammen. Die Menschen haben ein gemeinsames Ziel. Zum Beispiel wollen sie etwas verändern. Initiativen können auch von Politikern sein. Oder Initiativen von Vereinen. Vernetzung meint: Verschiedene Menschen lernen sich kennen. Sie können zum Beispiel zusammen·arbeiten. Auch verschiedene Gruppen können sich vernetzen. Gemeinsam können sie ein Ziel leichter erreichen. Lesen Sie mehr zu den Themen Arbeit und Beruf. Zum Beispiel neue Informationen zur Rente. Oder lesen Sie mehr zu Pflege·berufen.

Beispielsweise

Senioren·vertretung

Ehrenamt

Initiativen und Programme

Vernetzung

Arbeit und Beruf
Leichte Sprache: Kategorie Gesundheit
27. Dezember 2019Weiterlesen Hier finden Sie Informationen zu gesunder Ernährung im Alter. Zum Beispiel Informationen zu: Hier finden Sie verschiedene Informationen zu medizinischer Versorgung im Alter. Zum Beispiel Informationen zu: Hier finden Sie verschiedene Informationen zu Sport im Alter. Zum Beispiel Informationen zu:

Ernährung

Medizinische Versorgung

Sport
Leichte Sprache: Kategorie Wohnen
27. Dezember 2019Weiterlesen Hier finden Sie Informationen zu barrierefreiem Wohnen im Alter. Zum Beispiel: Hier finden Sie verschiedene Informationen zu Wohnen im Alter. Zum Beispiel Informationen zu:

Alters·gerechtes Umbauen

Neue Wohn·formen
Leichte Sprache: Kategorie Mobilität
27. Dezember 2019- Wie jemand an einen Ort kommt. Zum Beispiel mit dem Bus.
- Wie gut eine Person sich selbst bewegen kann.
- Es gibt auch soziale Mobilität.
Weiterlesen Technische Hilfs·mittel sind zum Beispiel hilfreiche Geräte. Das kann zum Beispiel ein Rollator sein. Öffentlicher Nah·verkehr sind Bus und Bahn. Lesen Sie hier zum Beispiel etwas zu Politik und öffentlichem Nah·verkehr. Hier finden Sie zum Beispiel diese Informationen:

Technische Hilfs·mittel

Öffentlicher Nah·verkehr

Städte·bau und Stadtteil·planung
Leichte Sprache: Kategorie Bildung
27. Dezember 2019Weiterlesen Lebenslanges Lernen heißt: Man kann das ganze Leben lang neue Dinge lernen. Nicht nur in der Schule. Sondern auch als älterer Mensch. Hier bekommen Sie Informationen zu diesem Thema. Lesen Sie mehr zu Fortbildungen und anderen Angeboten für Senioren. Neue Medien sind: Lesen Sie mehr über das Lernen mit neuen Medien.

Lebenslanges Lernen

Angebote und Aktivitäten

Neue Medien
Demenz in Schleswig-Holstein
27. Dezember 2019Nach Angaben des Kompetenzzentrums Demenz leben im nördlichsten Bundesland mittlerweile etwa 60.000 Menschen mit einer Demenz. Vor zehn Jahren seien es noch 40.000 gewesen. Nötig seien vor allem mehr Pflegeplätze.
Die Zahl der Demenzkranken ist in den letzten Jahren gestiegen, die Anzahl an Pflegeplätzen und Angeboten reiche nicht aus. "Angehörige sind häufig überfordert, ambulante Dienste sind ausgeschöpft, die Kurzzeitpflege ist katastrophal", wird Swen Staack, Leiter des Kompetenzzentrums Demenz Schleswig-Holstein, im NDR zitiert. Gerade in Pflegeheimen mit speziellen Demenzabteilungen sei der Andrang groß.
Im bundesweiten Vergleich sei Schleswig-Holstein mit rund 100.000 Pflegeheimplätzen allerdings noch relativ gut aufgestellt. Problematischer sei insbesondere die Kurzzeitpflege. „Die Gesundheitsbranche ist sich einig, dass die Lage ziemlich angespannt ist. Möchten beispielsweise Angehörige von Demenzkranken Urlaub machen, stehen sie häufig auf verlorenem Posten“, heißt es in dem NDR-Beitrag. Ein Grund für das geringe Angebot an Kurzzeitpflegeplätzen ist, dass es für vollstationäre Plätze mehr Geld gibt. Das macht es für den jeweiligen Träger der Pflegeeinrichtungen günstiger, jemanden voll unterzubringen, wenn ein Platz belegbar ist.
Als weiteres Problem wird der Fachkräftemangel in der Pflege genannt. In vielen Fällen fehle es einfach an Personal. "Die Ausbildungsoffensiven für Fach- und Hilfskräfte sind gut, sie werden aber erst in einigen Jahren Früchte tragen", wird Florian Unger vom Verband der Ersatzkassen (vdek) in dem Artikel zitiert.
Entlastung für Betriebsrenten
24. Dezember 2019Durch die Einführung eines Freibetrages sollen Betriebsrentner/innen künftig erst ab einer höheren Summe als bisher Krankenkassenbeiträge auf ihre Betriebsrente zahlen. Das hat der Deutsche Bundestag am 12.12.2019 entschieden.
Bereits ab kommendem Jahr soll der neue Freibetrag von etwa 159 Euro gelten, unter dem die Betriebsrenten beitragsfrei bleiben sollen. Nur auf den Teil, der an Bezügen aus einer betrieblichen Altersvorsorge den Betrag überschreitet, sollen weiterhin Krankenkassenbeiträge in Höhe von 14,6 Prozent anfallen. Bislang lag die Grenze, bis zu der die Betriebsrente beitragsfrei geblieben war, bei rund 155 Euro. Allerdings wurden die Sozialversicherungsbeiträge bei einem Überschreiten des Wertes dann auf die komplette Betriebsrente angerechnet, statt nur auf den Überschuss. Daher ist die Regelung eines solchen Freibetrages neu. Dieser soll künftig ständig der Lohnentwicklung angepasst werden.
Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn würden mit der neuen Regelung ein Drittel der deutschen Betriebsrentner/innen überhaupt keine Beiträge auf die betriebliche Altersvorsorge mehr entrichten müssen. Die Bundesregierung spricht von 1,2 Milliarden Euro, die Betriebsrentner/innen durch das Gesetz künftig sparen würden.
Das Gesetz wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Die FDP, AfD und Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich aufgrund von Differenzen in Einzelaspekten, befürworteten aber ebenfalls die Stoßrichtung des Gesetzes. Entstanden war der Gesetzesvorschlag im Zuge der Einigung zur Grundrente, die die Große Koalition im November erreichte.








