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Im Mülheimer Stadtteil Saarn wurden im Herbst letzten Jahres die Lorbeeren jahrelanger Arbeit geerntet: Schon vor Jahren hatten sich einige Bewohner/innen des Stadtteils, alle im Altersbereich „55 plus“, mit einem gemeinsamen Traum zusammengefunden: „unter einem Dach zu wohnen - in gegenseitiger Solidarität. Dafür aber benötigten wir ein Wohngebäude, in dem Platz für ein Miteinander genauso vorhanden sein würde wie der nötige Rückzugsraum.“, so Udo Bremer, Vorsitzender des Vereins LiNA e.V., der 2011 nach einer Phase des Kennenlernens gegründet wurde. Über die Entstehung und Umsetzung des Wohnprojekts erfahren Sie in diesem Beitrag der Reihe Beispielsweise… Gute Ideen für ein besseres Leben im Alter mehr.

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So wurde 2011 in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Wohnungsgenossenschaft, der Mühlheimer Wohnungsbau eG (MWB), das alternative Gemeinschaftswohnprojekt LiNA in die Wege geleitet: Zunächst stand die Suche nach einem Grundstück von geeigneter Lage und Größe an, dann dessen Um- und Ausbau. Schließlich fiel die Wahl auf das ehemalige, denkmalgeschützte Pfarrhaus: „Ein solches Projekt ist aufwändiger, es ist aber auch sehr interessant und eine spannende Herausforderung. Außerdem passen Ideen wie Solidarität und ein gutes nachbarschaftliches Miteinander ja auch zu unserem Selbstverständnis als Wohnungsgenossenschaft“, sagte dazu Christian Thelen, Architekt der Mühlheimer Wohnungsbau eG. MWB habe 3,4 Millionen Euro investiert, eine hohe und lohnenswerte Investition. 13 barrierefreie Wohnungen sind für die 19 eingezogenen LiNA e.V. Mitglieder entstanden, abgerundet durch einen zusätzlichen Gemeinschaftsraum, in dem die Bewohner/innen Gesellschaft genießen können.

LiNA e.V. stellt nicht nur ein hervorragendes Beispiel für ein re-integratives Wohnprojekt dar, sondern beweist auch wie erfolgreich sich Projekte umsetzen lassen können, wenn die Zielgruppe – in diesem Fall die Vereinsmitglieder – am Entwicklungsprozess und der Umsetzung beteiligt sind. Die Mülheimer „55 plus“ Senior/innen haben gemeinsam mit der MWB ein Pionierprojekt für ein alternatives Leben in Nachbarschaft geschaffen.

Weiter Informationen erhalten Sie gerne von:

  • Andreas Winkler
  • Tel. (0208) 696 12- 212
  • andreas.winkler@mwb.info

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Von der Alzheimer-Erkrankte sind nicht nur die Erkrankten selbst betroffen, sondern auch deren Angehörige. Eine Einschränkung auch der persönlichen Mobilität kann zu extremer psychischer Belastung führen. Dieser Problematik widmete sich die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) mit Forschungsaufträgen und Initiativen.

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So ergab ein von der DAlzG gefördertes Forschungsprojekt an der Berliner Charité zum Thema Ortungssysteme in der häuslichen Pflege bei Demenz, dass Ortung mittels GPS besonders Angehörige entlasten könnte. Darüber hinaus ging hervor, dass die Nutzung eines solchen Ortungssystems das subjektive Sicherheitsempfinden der erkrankten Person steigern würde. Allerdings ergab die Studie auch, dass die Geräte bedienungsfreundlicher gestaltet werdet müssten oder alternativ eine Schulung notwendig sei. Dann aber könnte die Technik sehr hilfreich darin sein, Demenzerkrankte vor gefährlichen Situationen durch Orientierungslosigkeit zum Beispiel im Straßenverkehr zu bewahren.

Eine weitere Maßnahme stellt die Initiative Demenz Partner vor: Sie veröffentlicht Schulungsmaterialen für Mitarbeitende des öffentlichen Personennahverkehrs, welche auf mögliche Situationen mit demenzerkrankten Mitfahrenden vorbereiten sollen, da das Autofahren häufig schon zu Beginn der Erkrankung nicht mehr möglich ist. Daher sind Menschen mit der entsprechenden Diagnose oftmals auf öffentliche Transportmittel angewiesen: aus Mobilitätsgründen und um ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aufrechtzuerhalten. Damit dies gut funktioniere, sei ein verständnisvolles Fahr- und Servicepersonal eine wichtige Voraussetzung.

Für weitere Informationen empfiehlt sich die Lektüre von 100 Fragen zum Umgang mit Menschen mit Demenz  (Ingrid Hametner 2018); ein Ratgeber nicht nur zum Thema Betreuung und Pflege, sondern auch die Selbstpflege der Pflegenden und deren Umgang mit Belastung.

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Von 2016 auf 2017 hat sich die Zahl der Fälle, bei denen vorwiegend Senior/innen von falschen Polizist/innen am Telefon betrogen wurden, verfünffacht – von circa 320 auf etwa 1600 Betrüge. Diesen Anstieg stellt das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz fest und reagiert: Mit verschiedenen Tipps und Aufklärung sollen sich Betroffene besser schützen können.

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Besonders wichtig seien diese Tipps für ältere Menschen, da sie vorwiegend Opfer von Trick-Betrüger/innen würden. Dabei verwenden Betrügende Tricks wie den „Enkeltrick“, bei dem sie sich als Enkel/in ausgeben und um Geld bitten. Auch als Polizist/innen geben sich die Täter/innen zum Teil aus. Dann würden die Opfer unter Vorwänden wie zum Beispiel angeblichem Falschgeld auf dem Konto, welches untersucht werden müsse, dazu aufgefordert, Kontodaten und finanzielle Daten preiszugeben. Angestellte von Sparkassen und Banken oder Polizist/innen würden solche vertraulichen Daten nie abfragen.

Zu verschiedenen Betrugsstrategien berichtete die Süddeutsche Online. Außerdem finden Sie hier wichtige Tipps und Hinweise der Polizei und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

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Pflege und Engagement wurden als zentrale Themen des 12. Deutschen Seniorentages bezeichnet. Die Verbände der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) veröffentlichen dazu eine gemeinsame Erklärung. Diese gemeinsame Erklärung wird traditionell von allen Mitgliedsverbänden der BAGSO nach den Deutschen Seniorentagen veröffentlicht.

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“Das Thema Pflege wurde zum Thema Nummer eins des 12. Deutschen Seniorentages. Wir fühlen uns ermutigt, aufs Tempo zu drücken: Das gilt für die Pflege zu Hause und die Pflege in Heimen“, sagte Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung. „Die Politik ist aufgefordert, klar und zielführend festzulegen, wie in konkreten Schritten bis zum Jahr 2020 die Zukunftsfähigkeit der Pflege wiederhergestellt wird.“

Der Appell nach Verbesserungen in der Pflege ist auch eine zentrale Botschaft des gemeinsamen Positionspapiers. Dieses Mal ermutigen die Verbände zudem Menschen jeden Alters, auf andere zuzugehen, sich für das Gemeinwesen zu engagieren und Teil einer solidarischen Gesellschaft zu sein.

Vom 28. bis 30. Mai 2018 haben rund 15.000 Menschen die Veranstaltung in Dortmund besucht, darunter seien auch viele junge Menschen gewesen.

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Auch in diesem Jahr wird für die Engagementwoche vom 14.09.2018 bis zum 23.09.2018 ein Kalender angeboten, in dem sich schon jetzt Anbieter/innen eintragen sowie Interessierte informieren können. Die Veranstalter/innen der jährlich wiederkehrenden Engagementwoche bezeichnen diese als größte Engagement-Initiative in Deutschland.

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Ehrenamtliche sind dazu aufgerufen, eine Aktion in dem genannten Zeitraum zu organisieren. Diese Veranstaltung kann in dem Engagementkalender eingetragen werden. Dabei können die Initiativen mit Text und Bild vorgestellt werden. Dies soll eine große Öffentlichkeit ermöglichen und eine gute Möglichkeit sein, neue Mitstreiter/innen zu finden.

Weiteres zur Engagementwoche finden Sie auf dieser Homepage.

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Viele Senior/innen, deren Wohnsituation nicht mehr den Bedürfnissen des Alters gerecht werden kann, sehen sich nach passenden Alternativen um. Noch kann die Nachfrage jedoch nicht gedeckt werden: Man müsse mehr barrierefreie Komplexe schaffen, in denen Senior/innen Zugang zu allem Notwendigen hätten: Zu Praxen, Einkaufsmöglichkeiten und Pflegeeinrichtungen, auch aber zu einem inklusiven Leben und Nachbarschaft im Wohngebiet.

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Der Vorsitzende des Seniorenbeirats Pinneberg, Dieter Wenskat, ist der Überzeugung, die Entwicklung der Senior/innen auf dem Wohnmarkt sei unterschätzt worden. Das Pinneberger Tageblatt, welches von der Problematik berichtete, holte die Meinung des Experten ein: Wenskat, der auch in der Privatisierung der Pflegeheime ein großes Problem sieht, betonte, dass erst jetzt die notwendigen Strukturen gebildet würden – obwohl die wachsende Nachfrage für Investor/innen profitabel sein könnte. Die Verantwortung dafür liege jedoch bei den Gemeinden und sollte nicht auf Profit ausgerichtet sein.

Ähnliches haben sich wohl auch einige Bürger/innen in Geesthacht gedacht: Gemeinsam planen eine Eigentümergemeinschaft und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schleswig-Holstein seniorengerechte Komfortwohnungen mit dem Betreuungskonzept „Wohnen mit Service“. Dabei wolle man eben die besonderen Bedürfnisse an das Leben im Alter berücksichtigen: „Wohnen mit Service“ biete älteren Mieter/innen Sicherheit, Begleitung, Unterstützung und Pflege, so AWO-Landesgeschäftsführer Michael Selck. Sie könnten kulturelle und sportliche Angebote nutzen oder an gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen, leben dabei selbstbestimmt, unabhängig und privat in ihren eigenen vier Wänden.

Das Projekt sei für die Senior/innen in Geesthacht ein Lichtblick, so Heinrich Siewers, Vorsitzender des AWO Ortsvereins: Schon seit fünf Jahren habe man sich für mehr altersgerechten Wohnraum eingesetzt – „nun tut sich endlich was“.

Für mehr Informationen erreichen interessierte Senior/innen oder Angehörige in Geesthacht den Auftraggeber des Projekts Thomas Jerratsch unter der Telefonnummer 04152 / 13 89 81 20 oder per E-Mail wohnen@am-elbufer.de.

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Das Internet wird von älteren Menschen verstärkt genutzt und hat für viele Menschen jeden Alters eine zunehmend große Bedeutung. Wer sich mit dem Thema fachlich auseinandersetzen möchte oder sich für vertiefende Literatur interessiert, wird in diesem Beitrag fündig.

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Die Literaturhinweise stammen von der Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen. Die folgenden Quellen können Sie direkt online kostenfrei abrufen:

Borgstedt, Silke (2016): DIVSI Ü60-Studie - die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen in Deutschland.

Initiative D21 (2016): D21-Digital-Index 2016. Jährliches Lagebild zur Digitalen.

Selke, Stefan / Biniok, Peter (2017): Internet kennt kein Alter: digitales "Wälderleben". Kompetenzorientierter Verbraucherschutz für SeniorInnen in ländlichen Regionen, Abschlussbericht.

Tesch-Römer, Clemens / Weber, Constanze; Webel, Henry (2016): Nutzung des Internets durch Menschen in der zweiten Lebenshälfte.


Folgende Einzelwerke sind zu dem Thema gefunden worden:

Preßmar, Florian (2017): Silver Surfer - Förderung der Medienkompetenz von Senioren.

Seifert, Alexander (2016): Technikakzeptanz älterer Menschen am Beispiel der allgemeinen und mobilen Internetnutzung.

von Bothmer, Claudia / Kubicek, Herbert (2017): Digital mobil im Alter. So nutzen Senioren das Internet. Zentrale Befunde einer Studie.


Diese Beiträge finden sich in Herausgeberbänden:

Hartung, Anja (2016): Alter(n)swirklichkeiten und Medienwandel. Warum die Rede von den digitalen Immigranten in die Irre führt. In: Harm-Peer Zimmermann / Andreas Kruse / Thomas Rentsch (Hrsg.): Kulturen des Alterns: Plädoyers für ein gutes Leben bis ins hohe Alter, S. 113-132.

Maniak, Stephan (2017): Entwicklung eines alltagstauglichen Computers am Beispiel einer Seniorendiensteplattform. Ein Forschungsprojekt aus der Retroperspektive. In: Tim Hagemann (Hrsg.): Gestaltung des Sozial- und Gesundheitswesens im Zeitalter von Digitalisierung und technischer Assistenz: Veröffentlichung zum zehnjährigen Bestehen der FH der Diakonie, S. 251-262.

Sánchez-Valle, Maria / Abad, Mónica Vinarás / Llorente-Barroso, Carmen (2017): Empowering the elderly and promoting active ageing through the internet. The benefit of e-inclusion programmes. In: Ingrid Kollak (Hrsg.): Safe at home with assistive technology, S. 95-108.

Yost, Elizabeth / Winstead, Vicki / Berkowsky, Ronald W. (2016): Googling grannies. How technology use can improve health and well-being in aging populations. In: Paul G.Nixon / Rajash Rawal / Andreas Funk (Hrsg.): Digital media usage across the life course, S. 170-183.


In der Zeitschrift „The journals of gerontology“ finden sich diese Beiträge:

  • Hong, Y Alicia / Cho, Jinmyoung (2017): Has the digital health divide widened? Trends of health-related internet use among older adults from 2003 to 2011, S. 856-863.
  • M, Eden / Fingerman, Davis / Fingerman, Karen (2016): Digital dating. Online profile content of older and younger adults, S. 959-967.
  • Sims, Tamara / Reed, Andrew E. / Carr, Dawn C. (2017): Information and communication technology use is related to higher well-being among the oldest-old, S. 761-770.

Die Zeitschrift “NOVAcura” beinhaltet diese Beiträge zum Thema:

  • Seifert, Alexander (2016): Mediennutzung im Alter - sind ältere Personen offline? S. 51-53.
  • Seifert, Alexander / Schlomann, Anna (2017): Gesundheitsthemen im Internet suchen - etwas für ältere Menschen? S. 39-41.

Diese Beiträge finden sich in weiteren  Zeitschriften:

Büsch, Andreas / Preßmar, Florian (2017): Medienbildung und (digitale) Partizipationsmöglichkeiten von älteren Menschen. Medien & Altern, S. 52-64.

Haesner, Marten / Steinert, Anika / O'Sullivan, Julie Lorraine / Steinhagen-Thiessen, Elisabeth (2015): Analyse des Umgangs älterer Internetnutzer mit unerwarteten Situationen. Zeitschrift für Gerontologie + Geriatrie, S. 715-721.

Seifert, Alexander (2017): Internetnutzung von Bewohnern stationärer Alterspflegeeinrichtungen. Online im Heim. Pflegezeitschrift, S. 55-57.

Wada, Mineko / Bennett, William / Hurd Clarke, Laura (2016): Older adults online dating profiles and successful aging. Canadian journal on aging, S. 479-490.

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Die Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) sucht sogenannte Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Seniorenbildung und Digitalisierung. Bewerben können sich gemeinnützige Organisationen und Initiativen aus ganz Deutschland. Die Organisatoren schreiben Fördergelder in Höhe von 200.000 Euro aus.

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Mit bis zu 5.000 Euro werden 40 „Leuchtturmprojekte“, die Bildungs- und Digitalisierungsangebote für ältere Menschen in ihren Fokus stellen, ein Jahr lang bezuschusst. Die BAGSO ermutigt besonders jene Projekte eine Bewerbung einzureichen, die sich an schwer erreichbare Zielgruppen richten: zum Beispiel an ältere Migrant/innen, Senior/innen mit wenig Bildungserfahrung, Ältere im ländlichen Raum und körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigte ältere Menschen. Eine Expertenjury wählt bis zu 40 innovative Projekte mit einem niedrigschwelligen Angebot für die Förderung aus.

Die Bewerbungsunterlagen können online ausgefüllt werden, die Ausschreibung endet am 30. Juni 2018.

Die „Leuchtturmprojekte“ werden auf der Onlineplattform wissensdurstig.de als gute Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Ab Ende Mai bietet die Informationsplattform der Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ Informationen rund um Bildung und neue Medien im Alter. Auf dem Portal finden sich Projektbeispiele sowie Tipps und Materialien für Bildungsanbieter. Eine Datenbank für Veranstaltungen, Kurse und Treffen bringt Senior/innen mit Bildungsanbietern in ihrer Nähe zusammen. Die Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Vergleichbare Projekte finden sich auch in der Reihe "Beispielsweise..." auf diesem Portal.

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Im Bereich der Pflege ist durch den Personalschlüssel ein bestimmter Anteil von Fachkräften festgelegt. Weil die Bevölkerung älter wird, während die Zahl der Altenpflegenden stagniert, stoßen stationäre Einrichtungen immer öfter an ihre Kapazitätsgrenzen und können keine Senior/innen mehr aufnehmen.

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So berichtete die Mittelbayerische beispielsweise im April von der – aktuell nicht möglichen – Eröffnung eines Seniorenzentrums in Teublitz: Es gelinge nicht, acht examinierte Altenpflegende einzustellen, da der Markt leergefegt sei. So könne also weder der vorgegebene Personalschlüssel, noch volle Besetzung der vorhandenen Heime erreicht werden: In Teublitz müssen 35 der 85 verfügbaren Betten unbelegt bleiben. Der Anstieg der Zahl an Eingriffen durch die Heimaufsicht in einem Altenheim in Segeberg stieg von 2016 bis 2017 von sechs auf 25. Es zeigt sich also auch hier: „Das größte Problem stellt der zunehmende Fachkräftemangel dar“, so Segeberger Kreissprecherin Sabrina Müller. Aufgrund des Personaldefizits sorgt sich auch Ulrich Mildenberger, Leiter des örtlichen Stützpunktes: Es komme immer wieder zu Fehlern, Problemen in den fundamentalen Dingen, für die eine Pflegeeinrichtung die Verantwortung trage. Er höre immer wieder von Angehörigen, dass die Medikation falsch sei, dass nicht darauf geachtet würde, dass die Pflegebedürftigen ihre Medikamente auch nehmen, nicht genug Getränke gereicht, oder dass Bettlägerige nicht ausreichend oft umgelagert würden.

Mängel in der pflegerischen Versorgung können nicht zwangsläufig Pflege-Angestellten zugeschrieben werden. Diesbezüglich thematisierte die Mittelbayerische Verärgerung über die Politik, insbesondere über die Ankündigung im Koalitionsvertrag der Bundesregierung, kurzfristig 8000 neue Altenpfleger-Stellen schaffen zu wollen. Dies rechne sich auf circa eine Drittelstelle für jede Einrichtung um – zu wenig, finden die Angestellten der Branche.

Schon lange scheint eine solche staatliche Unterstützung notwendig: Alleine in Oberschwaben (Bodenseekreis) fielen kürzlich 238 stationäre Pflegeplätze weg. Der Grund – eine Landesheimbauverordnung von 2009 mit einer sogenannten Übergangsfrist von zehn Jahren. Jene schafft das Konzept von Doppelzimmern ab, setzt einen Minimalgröße eines Zimmers von 14 Quadratmetern voraus und bestimmt, dass ein Bad zwischen maximal zwei Heimbewohner/innen genutzt werden dürfe. Problematisch dabei ist, dass an manchen Orten sogar mit der fortgeführten Nutzung von Doppelzimmern der Bedarf an Pflegeheimplätzen nicht gedeckt werden könnte.

Auch hier zeigen sich also massive Lücken in der Versorgung – dem allen schwebe, so auch der Südkurier, der Mangel an Pflegekräften über.

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Dieter Wenskat ist Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates Pinneberg. Er vertritt die Älteren, deren Anteil an der Bevölkerung immer größer wird: Zufolge des Statistikamts Nord sind etwa 25 Prozent der Pinneberger/innen älter als 60 Jahre; in Hamburg sind es circa 23 Prozent. Diese Entwicklung sei unterschätzt worden und die Gemeinden im Kreis „reagieren noch nicht richtig auf diese Entwicklung“, so Wenskat.

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Beim Pinneberger Tageblatt lobte er, dass Senior/innen mit einem Rede- und Antragsrecht auf Kreisebene zwar auf Augenhöhe begegnet würde, kritisierte aber vor allem, dass sie politisch nicht ausreichende involviert würden: Schließlich handele es sich um eine immer größer werdende Wählergruppe.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher sieht dies in seinem Bundesland ähnlich: Er hält das Leben im Alter für ein eigenständiges und wichtiges Thema, so zumindest gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Dabei gehörten Armut und fehlende altersgerechte Wohnungen für ihn zu den drängendsten Themen der Stadt.

Auch in Pinneberg – wie wohl bundesweit – bestehe das Problem mangelnder Barrierefreiheit. Nicht nur beim Wohnraum, auch im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs und bei der Zugänglichkeit von Gesundheits- und Pflegeangeboten: „Wenn ein Arzt seine Praxis im ersten Geschoss eröffnet und es keinen Aufzug gibt, dann werden Teile der Bevölkerung ausgegrenzt“, sagte der Vorsitzende des Seniorenbeirates Pinneberg. Er wünsche sich, dass Senior/innen als vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft anerkannt und ihre Interessen stärker in die Politik einfließen würden.

Ähnliche Wünsche äußert auch Bürgermeister Tschentscher; denn auch die ältere Generation solle in Hamburg gut leben können. Dabei ginge es um seniorengerechtes Wohnen, gute ambulante Pflege und medizinische Versorgung, wohnortnahe Läden, Arztpraxen, Grün- und Erholungsräume sowie Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.

Noch drängender jedoch ist der rasante Anstieg armutsgefährdeter Senior/innen über 65 Jahren. Hamburger Durchschnittsrentner/innen leben nah an der Armutsgrenze, alleinstehende Rentnerinnen im Durchschnitt sogar darunter.

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