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Der Mangel an Wohnraum in deutschen Großstätten besteht seit Jahren. Während Studierende, Arbeitende und besonders junge Familien in Städten wie Berlin, Hamburg und München immer mehr Miete für immer weniger Platz bezahlen, wären wohl viele Senior/innen zufriedener, wäre ihre Wohnung kleiner – im Durchschnitt um 23 Quadratmeter.

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So berichtete die Berliner Morgenpost: Würde man diese Wünsche verwirklichen, ergäben sich mehr als 200.000 freie Wohnungen ab einhundert Quadratmetern alleine in Berlin – diese Zahlen stammen von einer repräsentativen Umfrage zu den Wohnbedürfnissen und -wünschen der älteren Berliner/innen, die vom Institut Arbeit und Technik (IAT) und dem Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS Forschung & Beratung GmbH) durchgeführt wurden. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Berliner Immobilienunternehmen Berlinovo, „um eine fundierte Grundlage für Investitionsentscheidungen zu haben, um unser bestehendes Angebot für Senioren zu optimieren und mit Projektentwicklungen zu erweitern", so der Sprecher der Berlinovo-Geschäftsführung.

Mit der Befragung von Menschen im Durchschnittsalter von 65,5 Jahren wolle man auch anderen wohnungs- und sozialwirtschaftlichen Akteuren in Berlin wertvolles Material zur Verfügung stellen: Denn nicht nur an der zu großen Größe der Wohnungen, auch an deren Zugänglichkeit scheitere es zum Teil – laut Studie bei mehr als 40 Prozent der Teilnehmenden. Weil aber das Angebot an bezahlbaren kleineren, barrierefreien – beziehungsweise sogenannten barrierearmen – Wohnungen, sehr klein ist, stellt sich ein Umzug für viele ältere Personen nicht als finanziell lohnenswert oder möglich heraus.

Aus diesem Grund denke die Berlinovo an, sich in Zukunft für preiswertere Wohnungen speziell für Senior/innen zu engagieren: Denn bislang gäbe es erst circa 400 solche „SenioAktiv“-Wohnungen in Berlin, eine Zahl die der Nachfrage sicherlich nicht gerecht werden kann. Es ist dem Geschäftsführer klar, „dass es eine sportliche Herausforderung ist, gerade auch preiswerte Seniorenwohnungen neu zu bauen“, man wolle allerdings auf Erfahrungen im Bereich studentischen Wohnens bauen und so in einem ähnlichen Preissegment – um 335 Euro Monatsmiete – auch Alters-geeignete Wohnungen anbieten können.

Trotz der Schritte des Immobilienunternehmens stellt sich die Frage, ob es nicht am Staat liege die Wohnraumverteilung insbesondere in Großstädten zu optimieren: Zwar finden sich beispielsweise mit Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) als Aufsichtsratsvorsitzender des Immobilienunternehmens auch Politiker in der Angelegenheit wieder, allerdings als private Akteure – bei einem Thema, welches eben nicht privat, sondern für die Öffentlichkeit bundesweit relevant ist.

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Am Sonntag, den 06.05., finden in Schleswig-Holstein die sogenannten Kommunalwahlen statt. Dies umfasst Wahlen in den über 1000 Gemeinden, in den elf Kreisen sowie vier kreisfreien Städten. Peter Schildwächter, der Vorstandsvorsitzende des Landesseniorenrates Schleswig-Holsteins, empfiehlt allen Senior/innen, an den Wahlen teilzunehmen:

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"Alle Senior/innen sind aufgerufen, sich an der Kommunalwahl zu beteiligen. Hierdurch können Sie auf Ihre Zukunft bestimmend einwirken."

Die Kommunalwahlen unterscheiden sich je nach Gemeinde: In 28 Kleinstgemeinden, in denen weniger als 70 Einwohner/innen leben, wird keine Gemeindevertretung, also nur das jeweilige Kreisparlament gewählt. In Flensburg, Kiel, Lübeck und Neumünster wird anstelle der Kreis- und der Gemeindevertretung ein Stadtparlament gewählt. In allen übrigen Gemeinden der Kreise finden zwei Wahlen - die des Kreisparlaments sowie die zur Gemeindevertretung - parallel statt.

Die Gemeinde- und Kreisvertretungen werden für fünf Jahre - also vom 01.06.2018 bis zum 31.05.2013 - gewählt. Gewählt wird am Sonntag, den 6. Mai 2018.

Mehr Informationen zur Wahl finden Sie auf der Seite des Landes.

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Die HABA Digitalwerkstatt und der Verein "Wege aus der Einsamkeit" laden an zwei Terminen zu Workshops zu digitaler Aktivität ein, an dem Großeltern und Enkel teilnehmen können. In Berlin findet der Workshop am 12.05.2018, in Hamburg am 27.07.2018 statt.

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Bei den Workshops soll digitale Kommunikation, vor allem zwischen den Generationen, thematisiert werden. Digitale Technologien sollen gemeinsam erkundet werden. Lernziel soll sein, dass Geschichten auf neue Art zu erzählt werden können.

In Teams sollen Enkel und Großeltern Geschichten mit unterschiedlichen Materialien und Figuren in Szene setzen. Dabei soll auch eine benutzerfreundlichen App (Application, zu deutsch Anwendung) erkundet werden, mit der eigene Stop-Motion-Filme erstellt werden können.

Digitale Vorkenntnisse sollen nicht erforderlich sein, Materialien werden bereit gestellt. Die Veranstaltung ist kostenfrei, jedoch wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten. Anmelden können Sie sich auf der Seite der Digitalwerkstatt.

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Viele der Menschen, die jetzt pflegebedürftig sind oder werden, gehören der Generation der sogenannten „Kriegskinder“ an, geboren in den 1920er und 1930er Jahren, aufgewachsen im Krieg und konfrontiert mit oft lebensbedrohlichen Erlebnissen. Dieser Zielgruppe wird sich im Rahmen der Veranstaltung „Aber die Geschichte ist immer in uns …“ gewidmet. Teil der Veranstaltung sind ein Vortrag zum Thema sowie eine Ausstellungseröffnung.

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Nicht alle Menschen haben traumatisierende Erfahrungen gemacht, aber alle haben in Zeiten gelebt, die besondere Anforderungen an das Leben und auch das Zusammenleben gestellt haben. Teil der Erzählungen können also Erinnerungen an Flucht und Bombennächte, an Verlust und Vertreibung, aber ebenso an das erste Lachen nach dem Krieg, das Gefühl, wieder in Sicherheit zu sein, oder die Erkenntnis, in Schleswig-Holstein eine neue Heimat gefunden zu haben, sein.

Die Kriegskinder kommen in das Alter, in dem sie auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind. Die täglichen Erfahrungen in der Pflege zeigen, dass sich die Erinnerungen nicht einfach ausblenden lassen. Was nicht aufgearbeitet wurde, findet im Alter immer öfter den Weg zurück ins Bewusstsein. Gerade bei den Menschen, die zunehmend unter einer Demenz leiden oder auch bei denjenigen, die Verluste zu verkraften haben oder selbst im Sterben liegen, verdichten sich die häufig nicht aufgearbeiteten Erlebnisse zu oft sehr schmerzhaften Erfahrungen.

Kriegstraumata und die Auswirkungen auf die Pflege sind in den letzten Jahren immer mehr zum Thema geworden. "Kriegskinder" und "Kinder der Kriegskinder" begegnen sich in der Pflege als pflegende Angehörige, als professionelle Pflegekräfte oder Betreuungsassistenten. Viele von ihnen sind sich ihrer eigenen (lebens)geschichtlichen und persönlichen Eingebundenheit in Kriegsgeschehnisse nicht bewusst. Im pflegerischen Alltag begegnen ihnen Pflegesituationen, die nicht immer allein mit pflegewissenschaftlichem Handeln bewältigt werden können.

Dr. Reinhard Lindner, Oberarzt für Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie an der Medizinisch-Geriatrischen Klinik Albertinen-Haus, Hamburg und ehemaliger Leiter des Therapie-Zentrums für Suizidgefährdete am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf beschäftigt sich seit Jahren mit den Auswirkungen von Kriegstraumata. Er wird im Rahmen des Vortrages die grundlegenden Aspekte der Arbeit mit traumatisierten Menschen erläutern, die Zusammenhänge zum Pflegealltag herstellen und Ansätze zur Unterstützung und Hilfe aufzeigen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten. Dies ist auf mehreren Wegen möglich:

  • postalisch: Pflegestützpunkt, Heinrich-Rieper-Str. 6, 24306 Plön
  • telefonisch: 04522 / 743 311
  • per Fax: 05422 / 74 395 11
  • per Mail: pflegestuetzpunkt@kreis-ploen.de

Die Veranstaltung findet statt im AWO Service- und Wohnzentrum Schönkirchen, Steinbergskamp 2, 24232 Schönkirchen.

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Die Deutsche-Angestellten-Krankenkasse (DAK) berichtet in ihrem aktuellen, dritten Pflegereport von 2017 davon, dass 59% pflegender Angehöriger „am Ende ihrer Kräfte“ seien. Mehr Unterstützung – sowohl finanziell als auch durch professionelle Dienste – seien gewünscht und gebraucht. Außerdem erwarte man mehr Selbsthilfeangebote. Dies lässt sich durch die Belastungen einer Demenzerkrankung für Betroffene und Angehörige erklären.

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Von Demenz betroffen sind in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen, eine Zahl, die sich zufolge einer stetig alternden Gesellschaft ohne Behandlungsmöglichkeiten gegen Demenz bis 2050 verdoppelt haben könnte. Immer mehr Menschen werden wohl also nicht nur direkt, sondern auch indirekt von der Erkrankung betroffen sein: Man müsse sich also über den medizinischen Aspekt hinaus die Frage stellen, wie das Leben mit Demenz würdig und mit Teilhabe gestaltet werden könne. Dafür möchte die DAK als große Kranken- und Pflegeversicherung „daran mitarbeiten, konzeptionelle Antworten für die besonderen Bedarfe von Menschen mit Demenz zu finden“, so Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

Nicht nur Krankenkassen, sondern auch der Staat sollten sich an der Arbeit beteiligen. Zum Teil geschieht dies auch schon, zum Beispiel im Rahmen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BSFSJ): So veröffentlichte die Allianz für Demenz des BFSFJ beispielsweise ein Papier mit dem Namen „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“, in welchem verschiedene Handlungsfelder wie gesellschaftliche Verantwortung, Unterstützung von Menschen mit Demenz und deren Familien und Gestaltung des Unterstützungs- und Versorgungssystems thematisiert werden. Außerdem veröffentlichte das Ministerium auf ihrer Internetseite Tipps für Angehörige und Betreuer/innen, darunter die Bereiche „Richtig kommunizieren“, „Im Alltag unterstützen“, „Schönes Erleben“, „Konflikt bewältigen“ und „Sich entlasten“.

Auch Initiativen unabhängiger Vereine wie der Deutschen Alzheimergesellschaft e.V. tragen zur Unterstützung bei Demenz bei. Das Projekt „Begleitung von Anfang an – Unterstützung für Menschen mit Demenz“ hat sich beispielsweise das Ziel gesetzt, alleinlebenden Personen und gegebenenfalls ihren Angehörigen zeitnah nach Diagnosestellung "Demenz" eine Alltagsassistent/in für eine längerfristige Begleitung und Unterstützung in der neuen Lebenssituation an die Seite zu stellen. Man wolle ermöglichen, dass Menschen trotz Demenz möglichst lange zu Hause leben und selbst bestimmen können.

Während all dies zwar sicherlich Schritte in die richtige Richtung darstellen, ist es wohl nun vor allem wichtig konkrete Maßnahmen zu ergreifen – im Bereich finanzieller Unterstützung, welche, laut des DAK-Pflegereports, 86% der Befragten benötigen.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.

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Mit dem Motto des diesjährigen Fürsorgetages "Zusammenhalt stärken - Vielfalt gestalten" will der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV)  an den Kontext globaler Krisen und deren Folgen anknüpfen.

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Veränderungen können bei Menschen Verunsicherungen hervorrufen. Auf dem Fürsorgetag sollen daher sozialer Zusammenhalt, Umgang mit Vielfalt und Solidarität in den Mittelpunkt gestellt werden. Fragestellung soll sein, wie unter den Bedingungen des sozialen und kulturellen Wandels der Zusammenhalt unserer Gesellschaft erhalten und Vielfalt gelebt werden können.

Das Programmheft können Sie sich hier herunterladen. Eine Dokumentation des letzten Fürsorgetages finden Sie ebenfalls online.

Die Preise für Tageskarten 80 bis 100 Euro (ermäßigt 65 bis 80), eine Dauerkarte für alle drei Tage kostet 150 Euro (ermäßigt 120). Der ermäßigte Preis gilt für Mitglieder DV, Studierende, Auszubildende, Schüler/innen, schwerbehinderte Personen und Aussteller beim Markt der Möglichkeiten.

Ein Link zur Anmeldung wird auf der Homepage zur Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

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Der siebte Tätigkeitsbericht des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein wurde dem Landtag vorgelegt. Darin wurde nicht nur über die Arbeit, Aktivitäten und Themen der Jahre 2015 bis 2017 berichtet, sondern auch Anstöße und Handlungsempfehlungen aufgezeigt.

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In dem Bericht betont Hase beispielsweise die Wichtigkeit neuer Stellen für Sonderpädagog/innen – dabei reiche es allerdings nicht aus, jene Stellen zu schaffen; man müsse darüber hinaus mit starken Anreizen für den Beruf werben, so Hase. Diese Problematik unzureichender Sonderpädagog/innen für Menschen – besonders Schüler/innen und Kinder – mit Behinderungen gehe gewissermaßen einher mit dem Mangel an Pflegekräften für Senior/innen. In beiden Fällen, beziehungsweise in fast allen sozialen Berufen in Deutschland fehle nicht nur der finanzielle Anreiz, sondern oftmals auch die richtigen Arbeitsbedingungen.

Wie bei Senior/innen sind Mitarbeitende jedoch auch, oder sogar besonders bei Menschen mit Behinderungen, von hoher Wichtigkeit: Das nötige Personal sei notwendig für erfolgreiche Inklusion, ein Thema für welches Hase bei Kommunal- und Landespolitik werben wolle.

Darüber hinaus adressiert er den Abbau von Barrieren, eine weitere Angelegenheit welche sowohl Menschen mit Behinderungen, als auch Senior/innen betrifft. Dabei käme es nicht nur auf bauliche Barrierefreiheit an, sondern auch auf den Zugang zu Dienstleistungen und Angeboten, die für alle zugänglich gemacht werden sollten. Es bestehe in diesem Bereich noch viel Aufklärungsbedarf, so Hase, der im September eine Informationsbroschüre als Orientierungshilfe veröffentlichte.

In vielen Bereichen des Berichts werden Angelegenheiten angesprochen, die über die Wichtigkeit für Menschen mit Behinderungen hinaus auch Ältere betreffen: Neben der erwähnten Inklusion und Barrierefreiheit auch Diskriminierung durch gesellschaftliche Vorurteile – dieser besteht nämlich sowohl gegenüber Menschen mit Behinderungen als auch Senior/innen. Weil letztere ‚Randgruppe‘ stetig anwachse sei es auch hier immer wichtiger Maßnahmen, einzuleiten.

Der Tätigkeitsbericht Hases geht auf verschiedene marginalisierte Gruppen ein und lohnt sich somit zur Lektüre.

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In Hösel bietet die Stiftung Geschwister Gerhard ein Programm für Senior/innen an, die ihre Kompetenzen im Bereich Online-Banking und Shopping verbessern wollen. Zusammen mit Expert/innen werden Workshops und eine Veranstaltungsreihe zum Thema bargeldlosen Zahlungsverkehrs angeboten.

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Die Teilnehmenden können sich im Rahmen der Veranstaltung nicht nur über Neuerungen im Zahlungsverkehr wie die IBAN und BIC informieren, sondern mit Unterstützung von Mitarbeitenden der Sparkasse das Online-Banking ausprobieren und üben.

Darüber hinaus gibt es für Senior/innen mit Mobilitätseinschränkungen oder dem Wunsch, zuhause begleitet zu werden, das Angebot von Hausbesuchen des Computerdozenten der Stiftung. So wolle man Unsicherheiten abbauen und Eigenständigkeit und Unabhängigkeit erhalten.

Diese Unterstützung ist deshalb so wichtig, weil Online-Banking mit Vorsicht genossen werden muss: Gerade Senior/innen werden oftmals Opfer von Hacking und Betrug, Gefahren die durch das Nutzen von Online-Banking zum Teil erst möglich werden.

Weil Filialstellen der Banken immer weniger werden, können es Senior/innen fast gar nicht vermeiden, Bankgeschäfte auch am Bankautomat oder zuhause am PC zu erledigen. Die Alternative wäre es, weite Wege auf sich zu nehmen oder Hilfe beanspruchen zu müssen.

In diesem Artikel finden sie einige weitere Details zu der lokalen Situation in Hösel.

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Das Thema Telemedizin ist umstritten. Die Senioren-Union Kreisvereinigung Oldenburg-Land (CDU) bewertete einen Vortrag zu dem Thema als Erfolg. Andere Akteure sehen das Thema kritischer, z.B. im Kontext der sich verändernden Infrastruktur in ländlichen Gebieten. Auch aus dem Landtag Schleswig-Holstein liegen Informationen zu dem Thema vor.

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Auf der CDU-Veranstaltung berichtete der ärztliche Leiter des Klinikums Oldenburg Dr. med. Daniel Overheu zum Thema ärztlicher Versorgung auf dem Lande. In einem Vortrag berichtete er von Telemedizin. Diese ermögliche, so Dr. Overheu zu der Nord West Zeitung, mittels telefonischer und visueller Kommunikationstechnologie ein besseres Angebot für Landbewohner/innen in Not und damit insbesondere Senior/innen. Die Telemedizin könne sogar Versorgungslücken schließen: Wenn Ärzt/innen nicht schnell genug vor Ort sein könnten, hätten sie die Möglichkeit rasch Diagnosen und therapeutische Entscheidungen aus der Ferne zu treffen. Außerdem könnten Rettungsassistent/innen oder Ersthelfende so angeleitet und unterstützt werden.

Hinter der Telemedizin verbirgt sich jedoch ein weitaus komplexeres Problem: Dass eine solche ‚digitale‘ Versorgung überhaupt erst notwendig ist, zeugt von einem Mangel auf dem Land. Viele auf dem Land niedergelassene Ärzt/innen würden in den kommenden Jahren aus Altersgründen aus der Versorgung ausscheiden, darüber hinaus sei das Landleben für junge Ärzt/innen wohl oft wenig attraktiv.

Man könnte dem entgegenwirken, indem die Voraussetzungen für das Leben auf dem Land angepasst würden: Zum Beispiel mit Stipendien, finanziellen Anreizen und der Bereitstellung von Räumlichkeiten. Denn nicht nur ist es im Ernstfall schwierig – und aus medizinischer Sicht mindestens fragwürdig – ohne ein persönliches Gespräch eine akkurate Diagnose zu stellen, auch Behandlung und Beratung könnten auf Dauer äußerst problematisch werden.

Zwar wurden bereits wichtige Maßnahmen, wie zum Beispiel eine flexiblere Bedarfsplanung und die Förderung mobiler Versorgungskonzepte eingeführt, weiteres Handeln sei jedoch erforderlich: Denn ohne Ärzte sei es schwer, gemeinschaftliche Strukturen auf dem Land beizubehalten.  Finden sie im Online-Ärzteblatt einen detailreichen Bericht über Versorgungsmängel auf dem Land und mögliche oder bereits implementierte Maßnahmen.

Auch in der Landespolitik ist dieses Thema wiederkehrend. Aus einer Anfrage aus Dezember 2016 geht z.B. hervor, welche telemedizinischen Projekte bereits etabliert waren. In der Drucksache wird auch zusammengefasst, welche Ziele das Land mit Telemedizin-Projekten verfolgt und wie weiterführend geplant wurde. Das möglicherweise fehlende persönliche ärztliche Gespräch wird dort allerdings nur in dem Kontext des Gefühls von Patient/innen erwähnt, dass an ihnen gespart werden solle.

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Oftmals sind Handys im klassischen Sinne, das heißt keine Smartphones mit Touchscreen, nicht mit LTE- und WLAN-Technik ausgestattet. Für Senior/innen, die solches gerne nutzen würden, kann dies ein Problem darstellen. Denn die Bedienung moderner Smartphones kann sich für manche Ältere, die mit solcher Technologie nicht aufgewachsen sind, als umständlich erweisen. Dadurch wird der Gebrauch moderner Geräte durch Senior/innen eingeschränkt, obwohl dessen Funktionen auch oder gerade für jene nützlich und hilfreich sein könnten.

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Dieser Problematik will beispielsweise Doro, eine skandinavische Firma für Mobilfunktechnik, mit der Vorstellung eines neuen Handys, welches speziell für Senior/innen entwickelt worden sein soll, entgegenwirken: Sowohl mit dem Internet verbinden als auch Apps laden und bedienen könne das Gerät. Verwendet werde dabei das spezielle Betriebssystem Kai OS, welches ein kleines Repertoire wichtiger Kommunikations-Apps biete, welche auch auf Smartphones oft verwendet würden. Dazu gehören zum Beispiel Facebook und WhatsApp. Damit könne Senior/innen der Kontakt zu Angehörigen ermöglicht werden. Die Bedienung des Handys erfolge über Tasten und einen Mauspfeil, was für viele Senior/innen komfortabler als ein Touchscreen-Display sei. Schrift und Kontrast könne man zur verbesserten Lesbarkeit regulieren und das Mikrophon für Schwerhörige besonders laut stellen.

Das Angebot eines besonderen – wohl speziell auf eine Zielgruppe ausgelegten – Telefons ist jedoch nicht der einzige Weg, Senior/innen den Zugang zu den vorteilhaften Funktionen moderner Geräte zu verschaffen: Eine weitere Möglichkeit wäre es, Ältere dabei zu unterstützen, sich mit der modernen Technik vertraut zu machen.

Versuche dafür unternimmt beispielsweise bereits die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO): Jährlich organisiert sie die InternetWoche, durch welche man die digitale Teilhabe älterer Menschen fördern wolle. Außerdem tragen auch Projekte wie Internet goes Ländle dazu bei, Senior/innen in diesem Bereich besser zu integrieren.

Denn wie und ob ältere Menschen den Umgang mit moderner Technik erlernen ist nicht nur eine Frage bestimmter ‚Senioren-Geräte‘, sondern auch des persönlichen Interesses und den zur Verfügung stehenden Rahmenbedingungen, wie z.B. erreichbarer Unterstützungs- und Beratungsangebote. Auch sollte bedacht werden, ob durch Lösungen, die Angebote vor Ort mit digitale Angeboten ersetzen, nicht auch die Lebensqualität verringert wird.

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