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Vor allem Senior/innen trifft die Schließung von Nahversorgern in kleineren Städten und Dörfern negativ. Kleinbetriebe können häufig nicht mit den Billigangeboten großer Einkaufszentren mithalten. Diese sind oft in Gewerbegebieten am Stadtrand gelegenen, die Folge: Ältere Menschen würden in ihrem Zugang zu Einkaufsmöglichkeiten eingeschränkt.

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Ein Landkreis in Hessen kann hier als Beispiel dienen, zu denen gerade in ländlichen Regionen Entsprechungen gefunden werden können. Im Kreis Groß-Gerau müssten immer mehr Geschäfte wie Metzger und Bäcker ihre Läden schließen. Heute haben Banken, Tante-Emma-Läden und Bäcker im Stadtteil Allmendfeld zugemacht und zur nächsten Versorgungsmöglichkeit müsse nun der Weg in die Nachbarkommunen auf sich genommen werden. Gerade für in ihrer Mobilität eingeschränkte Senior/innen ein Problem: Diese seien daher, um ihren Haushaltseinkauf zu machen, auf Hilfe angewiesen.

Als Reaktion gibt es nun seit einiger Zeit ein Anruf-Sammeltaxi für Senior/innen, das für Senior/innen eine Hilfe darstellen soll. Dies ist notwendig, da auch die Hofläden, die den Einzelhandel in vielen Bereichen ersetzen würden, nicht ideal erreichbar sein. „Eine Katastrophe“, findet Marianne Nold (77), die fürchtet, bald nicht mehr selbst Autofahren zu können: Ein gut erreichbarer Einkaufsmarkt sei notwendig.

In diesem Artikel finden Sie mehr Details zu dem Thema.

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Über Altersarmut wurde auf diesem Portal bereits umfangreich berichtet. Die unterschiedliche materielle Ausstattung kann auch massive Auswirkungen auf die Gesundheit bzw. die medizinische Versorgung haben. Weiterhin gibt es auch Unterschiede im Gesundheitssystem, die nicht direkt mit der materiellen Ausstattung zusammenhängen müssen.

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In Bundesgesundheitsblatt können Sie z.B. die regionalen Unterschiede der Morbidität in Schleswig-Holstein einsehen: Pritzkuleit, Ron / Eisemann, Nora / Katalinic, Alexander (2017): Die kartografische Darstellung regionaler Unterschiede in der Morbidität. Möglichkeiten der Datenanalyse am Beispiel des kleinräumigen Krebsatlasses Schleswig-Holstein. Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, S. 1319-1327.

Dem komplexen Thema „Ungleichheit und Gesundheit“ widmen sich wenig überraschend viele Veröffentlichungen, von denen die Bibliothek des Deutschen Zentrums für Altersfragen folgende zusammengestellt hat. Zunächst können Sie folgende Arbeiten direkt online abrufen:

Lampert, Thomas / Hoebel, Jens / Kuntz, Benjamin / Müters, Stephan / Kroll, Lars E.: Gesundheitliche Ungleichheit in verschiedenen Lebensphasen.

Lampert, Thomas / Hoebel, Jens / Kuntz, Benjamin / Fuchs, Judith / Scheidt-Nave, Christa / Nowossadeck, Enno: Gesundheitliche Ungleichheit im höheren Lebensalter.

Lampert, Thomas / Kroll, Lars Eric / Kuntz, Benjamin / Hoebel, Jens: Gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland und im internationalen Vergleich. Zeitliche Entwicklungen und Trends.


Folgende Werke finden Sie im Buchhandel:

Augustin, Jobst / Koller, Daniela (2017, Hrsg.): Geografie der Gesundheit. Die räumliche Dimension von Epidemiologie und Versorgung.

Bartley, Mel (2017): Health inequality. An introduction to concepts, theories and methods.

Behrens, Johann / Zimmermann, Markus / Dreyer-Tümmel, Anne / Langer, Gero / Weber, Andreas (2017): Sozial ungleich behandelt?. A. Sens und P. Bourdieus Theorien und die soziale Ungleichheit im Gesundheitswesen - am Fallbeispiel präventiver Rehabilitation.

Fabian, Carlo / Drilling, Matthias / Niermann, Oliver / Schnur, Olaf (2017): Quartier und Gesundheit. Impulse zu einem Querschnittsthema in Wissenschaft, Politik und Praxis.

Giesselmann, Marco / Golsch, Katrin / Lohmann, Henning / Schmidt-Catran, Alexander / Andreß, Hans-Jürgen (2018): Lebensbedingungen in Deutschland in der Längsschnittperspektive.

Hedinger, Damian (2016): Gesundheitsversorgung am Lebensende. Soziale Ungleichheit in Bezug auf Institutionsaufenthalte und Sterbeorte.

Hornberg, Claudia / Pauli, Andrea / Wrede, Birgitta (2016): Medizin - Gesundheit - Geschlecht. Eine gesundheitswissenschaftliche Perspektive.

Kessler, Sebastian (2017): Die Verwaltung sozialer Benachteiligung. Zur Konstruktion sozialer Ungleichheit in der Gesundheit in Deutschland.

Richter, Matthias / Hurrelmann, Klaus (2016): Soziologie von Gesundheit und Krankheit.


Folgende Artikel finden Sie in den entsprechenden Herausgeberbänden:

Abdurrahman, Mariam / Hategan, Ana (2016): Underprivileged geriatric patients: on-call intervention, beidging, and recovery. In: Ana Hategan / James A. Bourgeois / Calvin H. Hirsch (Hrsg.): On-call geriatric psychiatry: handbook of principles and practice, S. 353-370.

Haverkamp, Fritz (2018): Gesundheitliche Ungleichheit und neue Morbidität. In: Ernst-Ulrich Huster / Jürgen Boeckh / Hildegard Mogge-Grotjahn (Hrsg.): Handbuch Armut und soziale Ausgrenzung, S. 479-502.

Schweda, Mark (2016): Alter. In: Anna Goppel / Corinna Mieth / Christian Neuhäuser (Hrsg.): Handbuch Gerechtigkeit, S. 340-344.

Sundmacher, Leonie (2016): Regionale Variationen in der Gesundheit und Gesundheitsversorgung. In: Matthias Richter / Klaus Hurrelmann (Hrsg.): Soziologie von Gesundheit und Krankheit, S. 197-209.

Wendt, Claus (2016): Einflussfaktoren von Gesundheitssystemen auf Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheit. In: Matthias Richter / Klaus Hurrelmann (Hrsg.): Soziologie von Gesundheit und Krankheit, S. 211-226.


Eine Artikel sind dazu auch in Fachzeitschriften erschienen, hier eine kurze Auswahl:

Arentz, Christine (2018): Zur regionalen Ungleichverteilung von Ärzten in Deutschland - eine Frage der Privaten Krankenversicherung? Gesundheits- und Sozialpolitik, S. 21-25.

Klein, Jens / von dem Knesebeck, Olaf (2016): Soziale Unterschiede in der ambulanten und stationären Versorgung. Ein Überblick über aktuelle Befunde aus Deutschland. Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, S. 238-244.

Meinck, Matthias (2017): Soziale und gesundheitliche Ungleichheit im Alter und die Morbiditätskompression. Public Health Forum, S. 145-147.

Nikelski, Angela / Nauerth, Annette (2017): Soziale Ungleichheiten in der pflegerischen Versorgung?! Eine Annäherung an ein vernachlässigtes Thema. Pflege & Gesellschaft, S. 146-164.

Penning, Margaret J. / Zheng, Chi (2016): Income inequities in health care utilization among adults aged 50 and older. Canadian journal on aging, S. 55-69.

Pfaff, H. / Pförtner, T.-K. (2016): Der Beitrag der Versorgungsforschung zur Chancengerechtigkeit in der Gesundheit und in der Versorgung. Das Gesundheitswesen, S. 91-96.

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Laut einer repräsantiven Befragung der Bertelsmann Stiftung nehmen immer mehr Menschen in Deutschland Altersarmut, erhöhte Lebensarbeitszeiten und steigende Rentenbeiträge wahr. Dies führt dazu, dass in der sogenannten demografischen Entwicklung - steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtsraten bei nicht ausreichender Zuwanderung - mehr Risiken als Chancen gesehen werden.

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Die Folgen des demographischen Wandels sind vielfältig. Die meisten Bürger/innen sehen wichtige Fragen unbeantwortet und fürchten einen sinkenden Wohlstand nach Renteneintritt. Erkennbar wird aber auch ein Mentalitätswandel mit deutlichem Trend zu mehr Arbeit im Alter.

Die Deutschen sehen die Folgen dieses sogenannten demographischen Wandels mit Skepsis: 65 Prozent verbinden damit vor allem Risiken. Nicht mal jeder Zehnte (8 Prozent) sieht darin Chancen für Deutschland. Auslöser dafür sind vor allem Sorgen um den Wohlstand und die Lebensqualität zum Lebensabend: Altersarmut, erhöhte Lebensarbeitszeiten und steigende Rentenbeiträge stehen bei den Deutschen ganz oben auf der Sorgenliste. Gleichzeitig zeigt sich: Immer mehr Menschen sind bereit, im Alter länger zu arbeiten. Die Motive dafür hängen allerdings von Einkommen und Bildungsgrad ab. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage der Bertelsmann Stiftung. Dafür hat das Institut für Demoskopie Allensbach 1.400 Personen ab 16 Jahren zum Thema demographischer Wandel befragt.

Die Folgen der demographischen Entwicklung schätzen die meisten eher negativ ein: Seit 2014 hat sich die Zahl der Menschen erhöht, die den sogenannten demographischen Wandel eher als Risiko für Deutschland wahrnehmen (2014: 55 Prozent; 2017: 65 Prozent). Gleichzeitig sehen immer weniger Bürger die Entwicklung als Chance (2014: 11 Prozent; 2017: 8 Prozent). Als erwartete Folgen des demographischen Wandels nennen die Deutschen besonders häufig: steigende Altersarmut (83 Prozent), einen späteren Renteneintritt (80 Prozent) und steigende Rentenversicherungsbeiträge (77 Prozent).

Die Experten der Stiftung erkennen in der Umfrage aber auch eine wachsende Bereitschaft der Bevölkerung, sich mit längeren Lebensarbeitszeiten anzufreunden. Während zur Jahrtausendwende noch mehr als die Hälfte der berufstätigen Befragten (2002: 52 Prozent) früher als gesetzlich vorgesehen in den Ruhestand gehen wollte, hat sich ihr Anteil auf aktuell 25 Prozent mehr als halbiert. Dagegen hat sich die Anzahl der Berufstätigen, die über die Ruhestandsgrenze hinaus arbeiten wollen, im selben Zeitraum verdoppelt (2002: 5 Prozent, 2017: 12 Prozent). "Die Mehrheit der Befragten kann sich noch nicht mit einer Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters anfreunden, aber ein Trend zur Akzeptanz eines längeren Berufslebens ist deutlich erkennbar", erklärt André Schleiter. Dabei sind die Beweggründe für eine längere Erwerbstätigkeit von der sozioökonomischen Situation der Befragten abhängig: Je höher Qualifikationsniveau und Haushaltseinkommen, desto eher spielen Motive wie "Freude an der Arbeit" und „Kontakt mit Menschen“ eine Rolle. Je niedriger Einkommen und Qualifikationsniveau, desto eher sehen die Befragten längeres Arbeiten als finanzielle Notwendigkeit und weniger als sinnstiftende Chance.

Um den unterschiedlichen Lebensläufen und Anforderungen an den Ruhestand gerecht zu werden, empfehlen die Stiftungsexperten für die Organisation des Übergangs in den Ruhestand möglichst passgenaue Lösungen: "Für die Gestaltung des Altersübergangs sind starre Regelungen fehl am Platz, weil sie den unterschiedlichen Lebenslagen in der Bevölkerung nicht gerecht werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass durch Einheitslösungen soziale Ungleichheiten weiter verstärkt werden", mahnt André Schleiter. Denn wer ohnehin schon in prekären Jobs arbeite, wenig verdiene oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten könne, werde durch pauschale Rentenregelungen noch weiter abgehängt. "Die Politik muss bei Reformen mit Bezug zum demographischen Wandel die sozialen Folgen sorgfältig im Blick behalten", fordert Schleiter.

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.

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Der Alzheimer-Forscher Dr. Gérard Nisal Bischof von der Uniklinik Köln und dem Forschungszentrum Jülich wird mit dem Kurt Kaufmann-Preis der Alzheimer Forschung Initiative (AFI) geehrt. Untersucht wird aus medizinischer Perspektive, dass Frauen nicht nur aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung häufiger an Alzheimer erkranken.

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„Die Alzheimer-Erkrankung stellt ein großes gesamtgesellschaftliches Problem dar, dessen ursächliche Erforschung uns die Möglichkeit gibt, dem langsamen Verschwinden der eigenen Biographie eines Menschen, Einhalt zu gebieten“, sagt Dr. Gérard Nisal Bischof.

Die AFI zeichnet die Arbeit von Dr. Bischof aus zum Thema „Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Alzheimer-Krankheit“. Frauen erkranken nicht nur aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung häufiger an der Alzheimer-Krankheit als Männer. Bislang ist aber unklar, welche Faktoren genau zu einem höheren Erkrankungsrisiko führen. Dr. Bischof vermutet, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Ablagerung des Tau-Proteins geben könnte. Ablagerungen des Tau-Proteins zu sogenannten Fibrillenbündeln sind neben Plaques aus Beta-Amyloid charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit. Zudem korrelieren die Tau-Ablagerungen stark mit den klinischen Symptomen der Erkrankung.

Dr. Bischof wird die Daten von aktuell laufenden klinischen Studien mit Alzheimer-Patienten auf geschlechtsspezifische Unterschiede hin auswerten. In den Studien wurden durch das bildgebende Verfahren PET (Positronen-Emissions-Tomographie) besonders die Regionen im Gehirn betrachtet, in denen sich Tau typischerweise zu Fibrillen ablagert. Außerdem wird die gesamte Tau-Belastung der Patienten untersucht. In einem weiteren Schritt wird dann der Bildungsgrad der Proband/innen hinzugezogen um auch hier einen möglichen Zusammenhang zur Tau-Belastung zu erkennen. Ziel ist die Gewinnung von neuen Erkenntnissen, die zu einer geschlechtsspezifischen und damit gezielteren Alzheimer-Therapie führen könnten.

Der Kurt Kaufmann-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die offizielle Preisverleihung findet statt am 29. Juni 2018, ab 17 Uhr im Excelsior Hotel Ernst, Trankgasse 1-5, 50667 Köln, Blauer Salon.

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Immer mehr Städte bieten für Senior/innen einen Tausch an: den Führerschein gegen eine Fahrkarte für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Grund für das Angebot sei die ansteigende Statistik an Unfällen, bei denen Senior/innen im vergangenen Jahr beteiligt gewesen seien. Dabei seien die Unfallursachen meist altersbedingt, denn bei manchen Älteren könnten Einschränkungen des Seh- und Hörvermögens, der Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit und der Beweglichkeit die Fahrtüchtigkeit beeinflussen.

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Gertraud Weiner, eine 81-Jährige Dame aus Konstanz, war die dreitausendste Seniorin, die das Tauschangebot in Anspruch genommen hat. Obwohl sie lebenslang unfallfrei blieb entschloss sich die Seniorin ihren Führerschein abzugeben: In einer brenzligen Situation am Steuer könne sie nicht mehr schnell genug reagieren, beurteilte Weiner selbst. Das Nutzen des ÖPNV stellt für sie also eine sichere und praktische Alternative zum eigenen Auto dar: Dies sei aber im ländlichen Gebiet, wo die öffentliche Verkehrsanbindung oft weniger regelmäßig und ausgebreitet ist, problematischer.

Auch in städtischen Gebieten ist der öffentliche Nahverkehr häufig nicht ausreichend, wie unser Symbolbild zeigt.

In solchen Fällen könnte ein Fahrsicherheitstraining oder Fahr-Fitness-Check, wie sie vom ADAC und der Verkehrswacht angeboten werden, sinnvoll sein. So könnten Teilnehmer/innen ihre eigene Fahrtüchtigkeit realistisch einzuschätzen lernen und bei deutlichen Sicherheitsdefiziten darauf hingewiesen werden. Das Anliegen sei, die Älteren dabei zu unterstützen, so lange wie möglich mobil zu bleiben, so Birgit Faigle (Geschäftsführerin des Landesseniorenrates Baden-Württemberg).

Mangelnde Fahrtüchtigkeit gezielt bei älteren Menschen zu vermuten, kann auch als Altersdiskriminierung ausgelegt werden, da dieser Fokus nur aufgrund des Alters, nicht aufgrund von tatsächlichen Befunden, gelegt wird. Auch könnten vergleichbare Angebote für Menschen aller Altersklassen gemacht werden, weil auch diese Verminderung von Fähigkeiten bei sich feststellen könnten. Als Maßnahme, um die Sicherheit im Verkehr tatsächlich zu verbessern, könnten z.B. regelmäßige Fahrprüfungen für alle Inhaber/innen von Führerscheinen gefordert werden. Auch eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs könnte eine wirksame Maßnahme darstellen.

Einige weitere Details finden Sie in dem Artikel der Südwest Presse Online.

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Simon Hansen aus Löwenstedt hat für sein Heimatdorf eine individuelle Straßenbeleuchtungs-App für bedarfsgerechte Beleuchtung entwickelt – der Name: Knoop, plattdeutsch für Knopf. Mit der Smartphone-App können Bewohner/innen nämlich künftig auf Knopfdruck selbst das Licht für den Nachhauseweg anmachen – auf dem Smartphone und „in Zukunft auch per Hand, also mit einem richtigen Knopf“, zum Beispiel in Gaststätten, so Hansen. Wie die App funktioniert und welche Vorteile sie mit sich bringt, erfahren Sie in diesem Beitrag der Reihe Beispielsweise… Gute Ideen für ein besseres Leben im Alter.

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Nicht nur für die Umwelt sei die App gut, weil so die Lichtverschmutzung und der CO2-Außstoß deutlich vermindert würden, sie sorge auch für mehr Sicherheit und entlaste die Gemeindekasse durch deutliche Reduzierung der Energiekosten, so der junge Entwickler der App. Er habe festgestellt, dass zum Teil menschenleere Straßen und Orte nachts beleuchtet waren, während es auf dem Land meist ab 1 Uhr dunkel sei. So kam der Löwenstedter, eines Nachts selbst auf einem dunklen Nachhauseweg, auf die Idee einer bedarfsgerechten Beleuchtungs-App, mit der er das Licht einfach selbst anmachen könnte.

Ein Dialog mit Bürgermeister Holger Jensen schaffte Rahmenbedingungen und schon stellte Hansen im Gemeinderat sein Konzept vor: Ein Steuergerät am Einspeisepunkt für die Straßenlaternen, mit dem alle registrierten und freigeschalteten Einwohner/innen per Knopfdruck auf dem Handy selbst entscheiden können, wann Licht brennt. Aktuell werde es dann noch überall hell – in Zukunft wolle man erreichen, auch nur einzelne Straßenzüge zu beleuchten. Außerdem seien „richtige“ Knöpfe geplant, damit sich aus öffentlichen Orten wie Gaststätten auch diejenigen ohne Smartphone das Licht für den Nachhauseweg einschalten können.

Diese Selbstbestimmung sei auch noch sehr wirtschaftlich: Wenn das Licht nachts nur noch dann brenne, wenn es nötig sei, könne eine Gemeinde wie Löwenstedt mit circa 100 Straßenlaternen jährlich rund 1000 Euro einsparen, kalkulierte der Entwickler – bei größeren Gemeinden mit mehr Laternen seien es noch mehr. An dem verminderten Stromverbrauch freut sich außerdem die Umwelt – nicht zuletzt auch an der verringerten Lichtverschmutzung.

Doch nicht nur für die Umwelt und Gemeindekasse bringt die App Vorteile – sie verbessere auch die Sicherheit der Einwohner/innen. Gerade für Senior/innen wäre die Ausweitung der App auf weitere Gemeinden sicherlich von Interesse. Viele Menschen, die sich nachts draußen in der Dunkelheit unsicher fühlen, würden von Knoop profitieren.

Der junge Software-Entwickler der App würde seinen Teil dazu beitragen, dass die gesamte Region in Punkto bedarfsgerechter und umweltverträglicher Beleuchtung zum Vorbild werde - interessierte Gemeinden dürften sich gerne bei ihm melden. Damit stellt Hansens Initiative ein wahres Pionierprojekt dar – eines, welches hoffentlich bald noch weiter verbreitet sein wird. Auf der App-eigenen Webseite www.knoop.sh können sie sich genauer informieren - vielleicht könnte die App ja sogar passend und sinnvoll für Ihren Wohnort sein.

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Eine von der Investmentgesellschaft Fidelity in Auftrag gegebene Studie der Ruhr-Universität Bochum hat gezeigt, dass sogar ein um drei Jahr verspätetes Renteneintrittsalter von 70 Jahren nicht zwangsläufig für finanzielle Sicherheit im Alter ausreiche. Davon seien alle Einkommensklassen betroffen – und umso mehr man verdiene, desto größer sei später die sogenannte Wohlstandslücke. Der Bericht ist jedoch auch mit großer Vorsicht zu betrachten.

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Als ein Alterseinkommen, mit dem der Lebensstandard gesichert werden kann, gelten 85 Prozent des Nettoeinkommens der letzten Erwerbsphase. Die Differenz zwischen diesem Wert und der errechneten Rente wird als Wohlstandslücke bezeichnet – und diese werde, je früher man in die Rente eintrete, größer. Demnach sei, so Holger Zschäpitz (die WELT 2018), selbst das Renteneintrittsalter von 70 Jahren noch nicht hoch genug, um den Lebensabend finanziell sorgenfrei zu sichern. Das offizielle Renteneintrittsalter könne vom Staat sogar noch erhöht werden, mutmaßt Zschäpitz, in Anbetracht der immer älter werdenden Bevölkerung.

Um den entgegenzuwirken, könnte naheliegender Weise eine Erhöhung des gesetzlichen Rentenniveaus empfohlen werden. Dies wäre also ein dringendes Thema der Seniorenpolitik, zu dem Sie auf diesem Portal einige Beiträge finden können. In dem Artikel der WELT wird der Schutz vor Altersarmut scheinbar nicht als Aufgabe des Staates gesehen, sondern vielmehr als Aufgabe der einzelnen Person und als Geschäftsfeld von Versicherungen. So folgen nur Hinweise, wie die Wohlstandslücke durch private Vorsorge aufzufangen sei. Völlig fehlen auch Hinweise für Menschen, die schlicht nicht länger arbeiten können oder aus Armutsgründen kein Vermögen zur privaten Anlage verfügbar haben.

So ist die auftraggebende Investmentgesellschaft Fidelity - vermutlich nicht zufällig - auch zugleich Anbieter für Geldanlagen. Nachrichten zu Altersarmut und Rentenniveau sollten also auch hinsichtlich möglicher Lösungsvorschläge kritisch betrachtet werden.

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In Münster stieg die Zahl der bei Elektrofahrrad-Unfällen verunglückten Senior/innen von 17 im Jahr 2016 auf 40 Personen im Folgejahr. Nun leiten der Runde Tisch der Senior/innen und die Verkehrswacht in Münster Gegenmaßnahmen ein: Pedelec-Kurse für das Fahren der sogenannten Elektrofahrräder und begleitetes Fahren für die, die auch im Alter noch ihr Auto nutzen wollen.

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Die Westfälischen Nachrichten berichtet: Die Problematik der bei Älteren immer beliebter werdenden Pedelecs sei ihre oft unterschätzte Geschwindigkeit in Kombination mit einem bei Senior/innen häufiger eingeschränkten Reaktionsvermögen, so der Geschäftsführer der Verkehrswacht Münster Christoph Becker. Deswegen sei es durchaus sinnvoll, vorbereitende Kurse für die Nutzung der Pedelecs anzubieten – kostenlos sind sie für die Teilnehmenden auch.

Nicht nur für Radler/innen aber, sondern auch ältere Autofahrende gibt es ein Kursangebot. Weil Autounfälle, an denen über 75-Jährige beteiligt sind, meistens von den Betroffenen selbst verursacht werden, sei die „neutrale Einschätzung“ der Expert/innen hilfreich (Volker Pellmann, Verkehrswacht). Es werde den Senior/innen auf freiwilliger Basis angeboten, beim Autofahren von einer Polizist/in begleitet zu werden. Diese/r könne so zur eigenen Sicherheit der älteren Personen abschätzen, ob sie noch am PKW-Verkehr teilnehmen sollten.

In dem Bericht der Westfälischen Nachrichten erfahren sie genaueres zu der Durchführung der Kurse und noch mehr zu der Thematik.

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Mehr Lebensqualität im Alter durch gemeinschaftliches Wohnen – das bietet eine Initiative der Seniorenarbeit der Arbeiterwohlfahrt (AWO Seniorenarbeit) in Hannover an. Das Wohnprojekt „Vier Gewinnt“ wurde im Zuge einer Projektausschreibung zum Thema alternative Wohnformen im Alter von der Region Hannover ausgewählt und gefördert. Seinen Namen bekommt es aufgrund der vier Standorte in Hannover und der Region. Erfahren Sie in diesem Beitrag der Reihe Beispielsweise… Gute Ideen für ein besseres Leben im Alter Genaueres.

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Selbständigkeit in einer aktiven Nachbarschaft ist für Senior/innen, die den Wunsch haben in einem häuslichen Umfeld zu leben und ihren eigenen Alltag gestalten zu können, genau das Richtige. Denn die Möglichkeit, sich sowohl zurückziehen und Selbstbestimmung genießen zu können, wird bei dem Wohnprojekt „Vier Gewinnt“ mit dem Angebot verlässlicher Kontakte und einem unterstützenden Umfeld verbunden.

Die Standorte

  • Hannover – List-Nord Gottfried-Keller-Straße
  • Hannover – Kronsberg, Oheriedentrift 6
  • Gehrden – Großes Neddernholz
  • Bolzum (Sehnde) - Marktstraße 10

Dabei unterstützt die AWO Seniorenarbeit (zukünftige) Mieter/innen dabei, ihr Interesse an gemeinschaftlichem Wohnen und einer guten Nachbarschaft umzusetzen: So haben die einzelnen Mietparteien zwar eine eigene Wohnung, allerdings in den Hausgemeinschaften aller vier Standorte auch einen Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Es finden regelmäßig Gruppentreffen statt, bei denen vor dem Einziehen künftige Mieter/innen bei ihrem Umzug unterstützt werden. Gleichzeitig seien diese Gruppentreffen vorab ein wichtiger Schlüssel, um die zukünftige Nachbarschaft bereits im Vorfeld kennenlernen zu können.

Außerdem seien alle neugebauten Wohnungen barrierefrei und teilweise rollstuhlgerecht und damit für ältere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen besonders interessant. Vier Gewinnt ist ein Leuchtturmprojekt, von dessen Art es mehr geben könnte – viele alleinstehende oder verwitwete Senior/innen sind sicherlich auf der Suche nach einem solchen Wohnangebot, welches Selbstständigkeit gewährt und gleichzeitig Unterstützung anbietet.

Wenn Ihr Interesse geweckt ist, informieren Sie sich gerne genauer online bei der AWO Hannover oder melden Sie sich bei der Ansprechpartnerin des Projekts, Stephanie Böhm unter 0511 21978-173.

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Eine Studie der Stiftung Auge zur Augengesundheit von Senior/innen in 32 stationären Senioreneinrichtungen ergab ein ernüchterndes Ergebnis: 61 Prozent der 600 Teilnehmenden zeigten behandlungsbedürftige Befunde, am häufigsten grauer Star (Katarakt), grüner Star (Glaukom) und altersabhängige Makuladegeneration. Mangelnde Versorgung könne zu Sehverlust mit negativen Konsequenzen für die betroffenen Senior/innen führen.

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Dazu gehört nicht nur ein erhöhtes Sturzrisiko, eingeschränkte Selbständigkeit und Mobilität, sondern auch sozialer Rückzug und Depressionen. Gutes Sehen bis ins hohe Alter sei jedoch bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen möglich, so Ophthalmologe Dr. Frank Holz. Die augenärztliche Versorgung gelange aber offenbar häufig nicht zu Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Der Grund dafür sei laut Augenarzt Dr. Peter Heinz der Transport: Der Besuch einer Altenheimbewohner/in bei Ärzt/innen scheitere am häufigsten daran, dass die Betroffenen nicht wüssten, wie sie in die Praxis und zurückkommen sollen. Außerdem würden Sehprobleme in Senioreneinrichtungen oft nicht als solche erkannt und daher nicht untersucht. Darüber hinaus hätten ältere Menschen einen erhöhten Betreuungsaufwand. Um die Bevölkerungsgruppe aktiver zu versorgen fehle für Augenärzt/innen ein finanzieller Anreiz.

In der Pharmazeutischen Zeitung Online können Sie sich weiter informieren.

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