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Wer einen hohen Grad der Behinderung hat, kann früher in Altersrente gehen. Wie der Sozialverband (SoVD) Schleswig-Holstein in einer aktuellen Meldung allerdings erklärt, handelt es sich bei dem Gedanken, umso höher der GdB ist, umso früher ist auch die Rente möglich, um einen Mythos.

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Der SoVD tritt als Sozialverband nach eigenen Angaben für soziale Gerechtigkeit ein. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Verbands ist die Beratung in sozialrechtlichen Angelegenheiten. In einem Beitrag des SoVD Schleswig-Holstein vom 11. März 2021 klärt der Verband mit einem Irrtum auf:

„Denn immer noch haben viele Menschen mit Behinderung die Vorstellung, dass ein besonders hoher GdB den Zeitpunkt des Rentenbeginns nach vorn zieht. Das kann man so aber nicht stehen lassen“, kommentiert die Organisation auf ihrer Internetseite.

Menschen mit einem hohen Grad der Behinderung können – soweit stimmt die Annahme – zu einem früheren Zeitpunkt in Rente gehen als ihre Kolleg*innen ohne oder mit einem niedrigeren GdB. Allerdings ist hierbei nur die Schwelle von 50 Prozent entscheidend, da man ab diesem Grad der Behinderung in Deutschland als schwerbehindert gilt: „Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen bietet also allen Menschen die gleichen Bedingungen. Ein GdB von 100 bringt Sie nicht näher an die Rente als die knapp erreichte 50“, heißt es in dem SoVD-Artikel. Betroffene können dann zwei Jahre vor der Regelaltersrente abschlagsfrei die vorgezogene Rente in Anspruch nehmen.

In der Sozialberatung des Verbands falle dennoch immer wieder der Satz: ‚Ein Kollege von mir ist aber noch früher in Rente gegangen. Und das konnte er wegen einer Behinderung, also muss die Höhe von den Prozenten ja doch eine Rolle spielen!‘ – Dazu erklärt der SoVD Schleswig-Holstein, dass es auch möglich sei, eher als die bereits genannten zwei Jahre vor der Regelaltersrente in den Ruhestand zu treten. Möglich sind bis zu fünf Jahren vorher, allerdings ist das nicht abschlagsfrei möglich. So nimmt man dabei eine Rentenkürzung um 0,3 Prozent pro Jahr in Kauf. Mit der Höhe des GdB (solange dieser über 50 Prozent ist) habe das jedoch nichts zu tun.

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Wie das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) informiert, haben in der Corona-Pandemie mehr Menschen ab 46 Jahren andere unterstützt oder gepflegt als in den Vorjahren. Allerdings seien auch depressive Symptome informell pflegender Personen gestiegen.

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Erst kürzlich berichteten wir bereits über ein Ergebnis der im Sommer stattgefundenen Befragungen zur Corona-Pandemie im Rahmen des Deutschen Alterssurveys (Langzeitstudie für Erkenntnisse zu Altersfragen). Dabei ging es um die Veränderungen, zu denen die Pandemie bei körperlichen Aktivitäten beigetragen hat. Ein weiterer Teil der Befragung hat sich allerdings mit der Entwicklung der Anzahl von Menschen beschäftigt, die andere (z.B. Angehörige oder Nachbar*innen) gepflegt und/ oder anderweitig unterstützt haben.

Das DZA stellt dabei fest, dass die Anzahl der über 45-jährigen mit Pflege- und Unterstützungsaufgaben im Vergleich zu 2017 im Zuge der Pandemie-Situation zugenommen hat. Lag der Anteil der 46- bis 90-jährigen 2017 noch bei 16 Prozent, ist er 2020 auf 19 Prozent angestiegen. Insbesondere bei den Frauen sind zusätzliche informelle Pflegeaufgaben hinzugekommen (von 18 Prozent zu 22 Prozent). Ein Zuwachs sei insbesondere bei der Unterstützung von Nachbar*innen und Freund*innen erkennbar.

Allerdings wird in der Ausgabe der dza-aktuell mit dem Titel "Corona-Krise = Krise der Angehörigen-Pflege?" auch festgestellt, dass depressive Symptome pflegender Menschen ab 46 Jahren zugenommen haben. Zwar seien im Zuge der ersten Corona-Welle depressive Symptome insgesamt auffällig gestiegen, jedoch „fällt der Zuwachs für jene mit Unterstützungs- und Pflegeverantwortung etwas höher aus. Hier kommt es zu einer reichlichen Verdoppelung des Anteils von 6 Prozent auf 15 Prozent“, heißt es in der Veröffentlichung.

Die Ursachen dafür bleiben in der Studie zwar weitgehend unklar, allerdings gaben nach den Ergebnissen der Befragung ein Viertel der Pflegenden an, zu wenig Hilfe zu bekommen.

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Eine Reihe von Verbänden und Organisationen haben sich zu dem Bündnis „Digital für alle“ zusammengeschlossen. Insbesondere Menschen mit einem höheren Lebensalter sind teilweise noch nicht „online“ aktiv. Das Bündnis fordert, den Erwerb digitaler Kompetenzen für alle zu ermöglichen.

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„Unser Ziel ist es, digitale Teilhabe für alle zu fördern“, heißt es in einem gemeinsamen Appell des Bündnisses. „Wir sind der Überzeugung: Nur gemeinsam können wir den digitalen Wandel erfolgreich gestalten.“ Daher haben sich insgesamt 27 Organisationen zusammengetan, um für die gemeinsamen Ziele einzutreten.

Neben Sozial- und Wohlfahrtsverbänden wie der Diakonie, der Caritas oder der AWO gehören unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), ver.di oder der Deutsche Kulturrat zu den Bündnispartner*innen. Insbesondere vier Ziele formuliert der Zusammenschluss der Verbände und Organisationen im Hinblick auf die Digitalisiserung:

  • Digitale Spaltung überwinden
  • Digitale Kompetenzen in den Fokus rücken
  • Digitales Engagement stärken
  • Digitalisierung überall erlebbar machen

Die jeweiligen Punkte werden in dem mehrseitigen Appell ausführlich erläutert.

Über das Bündnis berichteten wir auf diesem Portal bereits vor etwa einem Jahr, da der Zusammenschluss der genannten Organisationen dort den bundesweit ersten „Digitaltag 2020“ ins Leben gerufen hatte. Nun – am 18. Juni 2021 ­– steht der Digitaltag 2021 bevor.

Mit dem jährlichen Aktionstag will die Initiative die Themen rund um Digitalisierung in die Öffentlichkeit tragen: „Gemeinsam wollen wir Einblicke geben, Digitalisierung erlebbar und damit verständlich machen. Bei der Organisation der Veranstaltungen und Aktivitäten können sich alle Interessierten einbringen – ob Privatperson, Verein, Betrieb, Unternehmen oder öffentliche Akteurinnen und Akteure.“ Eine Anmeldung ist über die Internetseite des Digitaltags möglich.

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Das Landesnetzwerk „Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz“ hat ein 120-seitiges Compendium mit Positionspapieren, Berichten von Aktionen gegen Vereinsamung Älterer und Zeitungsartikeln zur Situation von Senior*innen in der Pandemie zusammengestellt.

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Das vergangene Jahr war weitgehend geprägt durch die Corona-Pandemie. Gerade für ältere Menschen haben Kontaktbeschränkungen, Schließungen kultureller Einrichtungen und andere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie oft eine große soziale Herausforderung dargestellt, da Gefühle wie Isolation und Einsamkeit leicht um sich greifen können.

Um einen Einblick in die Pandemie-Zeit aus Sicht der Senior*innen zu geben, hat die Anlaufstelle für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz ein Logbuch veröffentlicht, in dem sich zahlreiche Positionspapiere von Senior*innenverbänden (z.B. der BAGSO oder Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros) und Zeitungsartikeln zur Pandemie befinden. Außerdem werden Aktionen beschrieben, die es im vergangenen Jahr gegen Einsamkeit im Alter gegeben hat.

Die gesammelten Aktivitäten beziehen sich zwar auf lokale Projekte in Rheinland-Pfalz, sollen aber auch als Anregungen verstanden werden. „Diese Aktivitäten und wertvollen Erfahrungen sollen sich nicht im Sande verlaufen oder nach der Pandemie in Vergessenheit geraten. Sie sollen in diesem Logbuch festgehalten werden und Anregungen für weitere Aktivitäten bieten“, heißt es im Vorwort der Publikation.

Dargestellt werden Aktionen wie beispielsweise die „Pinsel-Post“ für Pflegebedürftige, einem Projekt des Sozialverbandes VdK, bei dem zahlreiche Kinder für ältere Menschen gemalt, gebastelt und geschrieben haben. Auch von Online-Angeboten, Konzerten, die aus den Fenstern der Einrichtungen verfolgt werden konnten oder Freiluft-Gottesdiensten wird in dem Logbuch berichtet.

Das 120-seitige Dokument können Sie hier herunterladen.

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Vor über drei Jahren hat die Deutsche Bahn statt eines gleichbleibenden Normalpreises „differenzierten Flexpreis“ für Bahntickets eingeführt. Verbraucher*innenverbände kritisieren, dass die Fahrpreise dadurch gestiegen seien. Sie fordern mehr Transparenz.

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Der Fahrgastverband PRO BAHN und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) haben nach Analyse der Fahrpreisentwicklung festgestellt, dass die Preise täglich zwischen minus 14 und plus 17 Prozent schwanken, wobei der Preis an mehr Tagen in der Woche höher sei als niedriger. Besonders an Wochenenden und Feiertagen seien die Ticketpreise besonders hoch, was Fern- und Wochenendpendler*innen besonders treffe.

Mit der Einführung des sogenannten „differenzierten Flexpreis“ hatte die Deutsche Bahn den alten Flexpreis, der an allen Wochentagen für eine jeweilige Strecke den gleichen Preis bedeutete, mit dem Fahrplanwechsel 2017 abgelöst.

Die Verbände kritisieren aber nicht nur die Preiserhöhung, sie bemängeln auch fehlende Transparenz in der Preisgestaltung. „Sowohl die Stufen des ‚differenzierten Flexpreises‘ als auch die Tage an denen die Preise über oder unter dem Normalpreis liegen, sind nur mit erheblichem Aufwand zu ermitteln“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme von PRO BAHN und vzbv.

Im Gegensatz zu den Sparpreisen, wo der potenzielle Fahrgast sich mit dem Sparpreisfinder über die Verbindung mit den günstigsten Tarifen informieren kann, erfährt der Buchende nicht, an welchen Tagen er günstiger fahren kann und an welchen er draufzahlt.“

PRO BAHN ist ein gemeinnütziger, ehrenamtlich arbeitender Verband, der die Interessen der Fahrgäste vertritt. Mehr Informationen und Stellungnahmen finden Sie auch auf der Internetseite des Fahrgastverbands.

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In einer Stellungnahme fordert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) eine schnelle und unbürokratische Regelung zum Zugang von Covid-19-Impfungen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

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Laut der aktuellen Impfverordnung, die die Reihenfolge Impfberechtigter Personen regelt, gehören Menschen mit einer demenziellen Erkrankung zur Gruppe 2 – also der Gruppe für Menschen mit hoher Priorität. Dabei soll auch vorgesehen sein, dass jede Person, die eine Demenz hat, bis zu zwei engen Kontaktpersonen nennen dürfe, die dann auch eine Impfung erhalten sollen.

In einer Stellungnahme vom 1. März 2021 kritisiert die DAlzG nun, dass noch unklar sei, wie das beschriebene Verfahren in die Praxis umgesetzt werden soll. Auch die Formalitäten, die regeln, wie „enge Kontaktpersonen“ sich ausweisen können, seien noch ungeklärt. „Und dies, obwohl in einigen Bundesländern bereits Berechtigte der zweiten Stufe zur Impfung eingeladen werden“, ergänzt der Bundesverband der mehr als 130 Alzheimer-Gesellschaften in Deutschland.

„Hinzu kommt, dass die Anmeldung zur Impfung, die sich in jedem Bundesland unterscheidet, per Internet oder über eine Hotline mit Sprachcomputer, für Erkrankte ohne Unterstützung kaum zu leisten ist.“

Die Geschäftsführerin der DAlzG, Sabine Jansen, erklärt, was aus ihrer Sicht nun notwendig wäre: „Was wir jetzt brauchen, sind unkomplizierte Verfahren und klare Formulierungen, um Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen den Zugang zu einer Impfung zu ermöglichen“.

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Die Verbraucherzentrale informiert auf ihrer Internetseite über verschiedene Aspekte der Ernährung. Das Online-Angebot richtet sich insbesondere an Senior*innen.

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In einer Gemeinschaftsaktion haben die Verbraucherzentralen in Deutschland ihre Internetseiten um die Rubrik „Ernährung für Senioren“ ergänzt. Dort werden verschiedene Fragen rund um das Thema Ernährung aufgegriffen und Hinweise gegeben, die bei der richtigen Ernährung oder dem Einkaufen helfen können. Mit einem Klick auf die jeweiligen Themen-Kacheln finden Senior*innen, an die sich das Angebot richtet, einen ausführlicheren Beitrag mit diversen Tipps.

Informiert wird beispielsweise über den Online-Einkauf von Lebensmitteln und worauf bei einer Bestellung über das Internet zu achten ist. So sei es auch Online-Händlern gesetzlich vorgeschrieben, ausreichend über die angebotenen Lebensmittel zu informieren (z.B. Zutatenliste, Alkoholgehalt, Nettofüllmenge etc.). Um die Seriosität von Online-Händlern zu überprüfen, könne man zum Beispiel darauf achten, ob neben ausreichenden Kontaktdaten (nicht nur eine Postfachnummer) auch eine Registrierungsnummer der zuständigen Kontrollbehörde zu finden ist.

Ein weiteres Thema, über das die Verbraucherzentralen im Rahmen des Angebots berät, ist der Zusammenhang zwischen Lebensmitteln und der Einnahme von Medikamenten. Erklärt wird, wie bestimmte Lebensmittel die Wirkung von Tabletten oder Tropfen beeinträchtigen können.

Auch über „Einkaufsfallen im Supermarkt“ berichten die Verbraucherzentralen. Hingewiesen wird dabei zum Beispiel auf die bestimmte Platzierung von Lebensmitteln oder die Ausleuchtung, die Verbraucher*innen dazu animieren soll, mehr zu kaufen als geplant.

Auch vor Kund*innenkarten, die mittlerweile fast jede Supermarkt-Kette anbietet, wird gewarnt: „Kundenkarten versprechen Prämien und Rabatte. Dabei sind die Vergünstigungen oft marginal im Vergleich zum Einkaufswert. Zudem hinterlässt jeder Einkauf nachvollziehbare Datenspuren. Auch neuere Smartphone-Apps, die mit Rabatten locken, bergen Risiken“, heißt es in dem entsprechenden Beitrag.

Hier finden Sie weitere auf seniorenpolitik-aktuell erschienene Beiträge über Angebote, Projekte oder Stellungnahmen der Verbraucherzentralen.

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Seit Beginn der Eindämmungsmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie im März 2020 haben sich Rahmenbedingungen für sportliche Aktivitäten verändert. Eine veröffentlichte Studie liefert erste Zahlen, welche Auswirkungen die Pandemie auf das Sportverhalten von Menschen der zweiten Lebenshälfte hat.

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Bekannt ist, dass Sport positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat – auch bei Älteren. „Körperlich Aktive über 65 Jahre haben beispielsweise im Vergleich zu inaktiven Gleichaltrigen eine niedrigere Sterblichkeitsrate, insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie ein generell stärkeres Immunsystem“, heißt es mit Verweis auf Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den Studienergebnissen des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA).

Das im Februar 2021 veröffentlichte Dokument beschreibt Ergebnisse einer Kurzbefragung zur Veränderung sportlicher Aktivitäten, die Juni und Juli 2020 im Rahmen des Deutschen Alterssurveys (Langzeitstudie, um Erkenntnisse über Altersfragen zu gewinnen) durchgeführt wurde. Befragt wurden Personen zwischen 46 und 90 Jahren.

Ein Viertel der Befragten gab dabei an, körperliche Aktivitäten im Zuge der Pandemie eingeschränkt zu haben. 7,7 Prozent hätten hingegen ihre sportlichen Aktivitäten im Vergleich zu vorher ausgeweitet. Frauen berichteten öfter als Männer, körperliche Aktivitäten reduziert zu haben.

Die Studie unterscheidet zudem zwischen Sport (z.B. Gymnastik oder Schwimmen) und Spaziergängen. Die Häufigkeit des Spaziergehens habe sich noch weniger verändert als die des Sports. So gaben rund drei Viertel der Befragten an, genau so oft spazieren zu gehen wie vor Beginn der Corona-Krise. Derzeit gingen etwa 70 Prozent der 46- bis 90-jährigen mindestens einmal pro Woche spazieren.

Weitere Daten und Veranschaulichungen der Ergebnisse finden Sie in dem 26-seitigen Dokument des DZA.

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Zu Beginn des Jahres hat das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein wieder eine Jahresübersicht über Fortbildungen zum Umgang mit Menschen mit Demenz veröffentlicht.

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Für das Jahr 2021 stehen wieder zahlreiche Veranstaltungen und Fortbildungen zur Verfügung, die das Kompetenzzentrum Demenz anbietet. Das vollständige Programm finden Sie hier, dort werden die jeweiligen Veranstaltungen auch näher beschrieben. In dem Programmheft nutzt das Kompetenzzentrum in einem Vorwort zudem die Gelegenheit, kurz zurückzuschauen:

„Ungeachtet aller Widrigkeiten schauen wir auf eine beeindruckende Bilanz in 2020 zurück. So haben wir im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein wieder vieles zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen auf den Weg bringen können.“ Als Beispiel wird dort unter anderem der eingerichtete digitale Demenzwegweiser genannt.

Die angebotenen Veranstaltungen für 2021 sind von unterschiedlicher Länge und können von drei Stunden bis zu drei Tagen dauern, weshalb auch Teilnahmegebühren unterschiedlich hoch ausfallen können. Angeboten werden die Fortbildungen wie immer über ganz Schleswig-Holstein verteilt. Hier einige Beispiele kommender Veranstaltungen aus dem aktuellen Programm:

  • Vom Rasen zum Rasten – Achtsamkeit im (Arbeits-)alltag (12.05.2021; Kaltenkirchen)
  • Yoga und Demenz – das tut gut! Yogaelemente & Atemtechniken für demenziell erkrankte Menschen (27.05.2021; Lübeck)
  • Natur und Garten – Türen öffnen zu Menschen mit Demenz (07.06.2021; Preetz)
  • Zwischen Empathie und Abgrenzung in der Arbeit mit Menschen mit Demenz… Nein sagen kann man lernen! (30.11.2021; Neumünster)

Aufgrund der Corona-Pandemie werden alle Veranstaltungen bis zum 15.04.2021 digital stattfinden. Anmeldungen sind über das Online-Anmeldeformular möglich. Aktuelle Informationen und ggf. Änderungen entnehmen Sie daher am besten der Internetseite des Kompetenzzentrums.

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Die CDU/CSU-Fraktion hat in einer Fraktionssitzung ein Positionspapier beschlossen, in dem eine nationale Strategie gegen Einsamkeit gefordert wird. Einer der Vorschläge: Die nicht neue Forderung nach einer Einsamkeitsbeauftragte*n.

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„Einsamkeit sollte endlich ihr Stigma verlieren und die Prävention mehr Aufmerksamkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen erhalten – so im Gesundheitssektor, in der Arbeitswelt oder auch in der Stadtentwicklung.“ – So steht es in einem Positionspapier, welches die Unionsfraktion am 9. Februar verabschiedet hat. Einsamkeit und soziale Isolation solle danach zum Schwerpunkt der sozialen und politischen Arbeit werden, die Forschung müsse intensiviert und neue Gegenstrategien entwickelt werden.

Das Thema Einsamkeit habe durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen weiter an Bedeutung gewonnen. „Wer schon vor der Corona-Pandemie wenige Kontakte hatte, hat jetzt oft niemanden mehr zum Reden“, stellt der familienpolitische Sprecher der Union, Marcus Weinberg (CDU), auf der Internetseite der Bundestagsfraktion fest. „Vor allem viele Ältere sind verunsichert und trauen sich kaum noch aus dem Haus. Die Generation, der wir so viel verdanken, leidet oft still.“

Als politische Maßnahme gegen wachsende Einsamkeit will CDU und CSU nun eine „nationale Strategie“ zur Überwindung von Einsamkeit und Isolation. Zu den konkreten Vorschlägen des zehnseitigen Positionspapiers gehören beispielsweise ein „nationaler Aktionsplan Einsamkeit“ und eine bundesweite Kampagne, die unter anderem auf entsprechende Angebote aufmerksam machen soll.

Koordiniert werden soll das Ganze durch eine*n Einsamkeitsbeauftrage*n der Bundesregierung. Diese Forderung ist nicht neu, so hat beispielsweise der SPD-Bundespolitiker Karl Lauterbach in den vergangenen Jahren mehrfach eine entsprechende Zuständigkeit gefordert.

Wie wir bereits 2019 berichteten, hatte CDU-Abgeordneter Marcus Weinberg die Forderung aus Reihen des Koalitionspartners schon damals unterstützt: „Ich bin offen für einen Einsamkeits-Beauftragten. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es etwas Ähnliches in Zukunft geben wird.“ Fraglich bleibt dennoch, ob eine entsprechende „nationale Strategie“ und die Schaffung einer neuen Zuständigkeit noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden kann – auch, wenn die Bekämpfung von Einsamkeit als Ziel im aktuellen Koalitionsvertrag vereinbart worden ist.

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